Tradition und Glauben

Heute, am 31. Mai, beten wir die Bußpsalmen für die Lösung des Bergoglio-Problems und für das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten! Praktische Anweisung Man bete wie folgt: Man knie sich hin. Man mache das Kreuzzeichen. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3) Ad 4. Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten. Wenn wirklich nicht knien kann? Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe. Was ist, wenn man kein Latein kann? Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt: C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“) Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“) Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht. X wie ks (capax – „kapaks“) Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“) Ch wie ch (charta – „charta“) Ph wie f (philosophia – „filozofia“) Rh wie r (rhombus – „rombus“) Th wie t (thalamus – „talamus“) I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“) Y wie y (thymiana – „tymiana“) V wie w (valde – „walde“) S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“) S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“) Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit. Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch. Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an! [1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/ [2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/ [3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html Ant.: Ne reminiscaris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris. Ant.: Herr, denke nicht an unsre und unsrer Eltern Sünden, und straf uns nicht für unsre Missetaten. Psalmus 6 Psalm 6 Dómine, ne in furore tuo árguas me, * neque in ira tua corípias me. Herr, straf mich nicht in Deinem Grimme, * Und züchtige mich nicht in Deinem Zorn! Miserére mei, Dómine, quóniam infírmus sum: * sana me, Dómine, quóniam conturbáta sunt ossa mea. Erbarm Dich meiner, Herr, den ich bin krank; * Mach mich gesund, o Herr, den morsch ist mein Gebein. Et ánima mea turbáta est valde: * sed tu, Dómine, úsquequo? Gar sehr bestürzt ist meine Seele. * Du aber, Herr, wie lange säumst du noch? Convértere, Dómine, et éripe ánimam meam: * salvum me fac propter misericórdiam tuam. Herr, wende Dich zu mir, errette mich, *Hilf mir in Deiner Güte! Quóniam non est in morte qui memor sit tui: * in inférno autem quis confitébitur tibi? Im Tode denkt ja keiner mehr an Dich, * Und in der Unterwelt, wer möchte dort Dich preisen? Laborávi in gémitu meo, lavábo per síngulas noctes lectum meum: * lácrimis meis stratum meum rigábo. Wie matt bin ich von meinem Seufzen, + mit Weinen netz ich jede Nacht mein Bett, * Mit Tränen bad ich meine Lagerstätte. Turbátus est a furóre óculus meus: * inveterávi inter omnes inimícos meos. Mein Auge ist vor Kummer trüb geworden, * Ich bin gealtert unter lauter Feinden. Discédite a me, omnes, qui operámini iniquitátem: * quoniam exaudívit Dóminus vocem fletus mei. Hinweg von mir, ihr Übeltäter alle, * Mein lautes Weinen hat der Herr erhört!...

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Anna Gallicana, Partnersuche (3 von 4)

In egoistischen Gesellschaften leben egoistische Menschen Ich weiß, das hören wir nicht gern und es gehört eine gehörige Portion Ehrlichkeit dazu, es sich selbst einzugestehen. Also mal ganz ehrlich, wenn man sich einen Partner wünscht, ist das zumeist sehr egoistisch. Entweder befindet sich das Objekt der Begierde bereits in Sichtweite und man stellt sich vor wie schön (für mich selbst!) es mit dem anderen wohl wäre, wie sehr meine Freunde mich beneiden oder bewundern würden oder – man erträumt sich einen Partner, mit dem es mir selbst ja ach so viel besser ginge. Ja, es geht hier zunächst um das eigene Gefühl. Es wird auch nicht besser, dieses Wohlbefinden auch dem Partner zu unterstellen, um damit den eigenen Egoismus zu entschuldigen. Das gilt insbesondere in sexueller Hinsicht. So wollen die meisten jungen gläubigen Menschen heiraten, um erlaubten Sex zu haben. Sex gehört zwar IN die Ehe, ist aber NICHT Sinn und Zweck einer Ehe. Man sollte heiraten, um dem anderen in den Himmel zu helfen und Kinder für den Himmel zu erziehen. Punkt. Sex ist dabei Nebensache, sowie Holzhacken für das Kaminfeuer oder Hasenspicken zur Ernährung. Im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Meinung (danke Maslow!) ist Sex aber KEIN Grundbedürfnis. Unsere größten Helden (das heißt die Heiligen) lebten fast alle ohne Sex. Punkt. Grundbedürfnisse müssen in jedem Lebensalter erfüllt werden, was bei Sex eindeutig nicht der Fall ist. Kinder und Alte leben sehr glücklich ohne! Und mit etwas gutem Willen auch alle anderen! Frauen unterliegen bei diesem sogenannten Bedürfnis stark den monatlichen hormonellen Schwankungen und haben mit Beginn der Menopause (meist irgendwann ab 40) meist sowieso kein Bedürfnis mehr danach, außer sie tragen sich noch mit einem unerfüllten Kinderwunsch. Bei Männern wird der Wunsch meist durch optische Reize geweckt und ist weniger hormonell oder altersbedingt. Also, es geht auch ohne, außer wenn man das nicht will – und genau das nennt man Egoismus. Wobei der Wunsch nach Sex zur Partnersuche führt, getarnt als die Sache mit der Liebe. Muss ich Ihnen jetzt wirklich erklären, was Liebe ist? Liebe ist, wenn man den Himmel verlässt, unsere menschliche Natur annimmt, mit uns lebt, um uns zu zeigen, wie man leben sollte, für uns stirbt, um uns den Himmel aufzuschließen. Das ist Ihnen zu hoch? Ich soll ein praxisnäheres Beispiel geben? Wenn Sie wollen … Liebe ist, – wenn ich mich um meinen kranken, sogar unheilbar kranken oder behinderten Gatten kümmere. – wenn ich dafür meinen Beruf aufgebe, der mir soziale Anerkennung und Erfüllung gab. – wenn ich meine Heimat verlasse, weil mein Gatte in andere klimatische Verhältnisse gebracht werden muss und ich meine Verwandten und Freunde nicht mehr wiedersehen kann. – wenn ich mich um ihn kümmere, auch wenn alle Bekannten mich für verrückt halten. – wenn ich bei ihm bleibe, obwohl er mir das Leben zur Hölle macht. – wenn ich Tag und Nacht für sein Seelenheil bete. – und obwohl kein Sex mehr möglich ist. Also, wenn Sie einen Partner ’suchen‘, um mit ihm ein solches Leben zu teilen, dann suchen Sie getrost. Ansonsten bedenken Sie mal (Fortsetzung folgt)...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Christi Himmelfahrt

Evangelium am Feste Himmelfahrt Christi Mk 16, 14 – 20 Zuletzt erschien der den Elf, wie sie bei Tische waren. Er verwies ihnen ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, dass sie denen nicht geglaubt hatten, die ihn, den Auferstandenen, gesehen hatten. Dann sprach er zu ihnen: „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium allen Geschöpfen. Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Die Gläubigen sollen folgende Wunder begleiten: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Sprachen reden, Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.“ Nachdem der Herr [Jesus] so zu ihnen gesprochen hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte ihr Wort durch Wunder, die es begleiteten. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor. Der Grund, weshalb die Jünger bezüglich der Auferstehung des Herrn so langsam zum Glauben kamen, war nicht so sehr ihre Schwäche, als, wenn ich so sagen soll, unsere künftige Stärkung. Denn die Auferstehung selbst wurde ihnen wegen ihres Zweifels durch viele Beweise handgreiflich gemacht; und wenn wir diese beim Lesen anerkennen, was ist das anders, als daß wir durch ihren Zweifel fester werden? Weniger hat mir nämlich Maria Magdalena geboten, die schneller geglaubt hat, als Thomas, der lange zweifelte. Er nämlich kam durch den Zweifel zum Berühren der Wundennarben und hat aus unserem Herzen die Wunde des Zweifels entfernt. Um euch die Wirklichkeit der Auferstehung des Herrn glaubhaft zu machen, müssen wir auf das achten, was Lukas berichtet mit den Worten: „Beim Mahle gab er ihnen den Auftrag, sie sollten von Jerusalem nicht weggehen“. Und nach wenigen Worten: „Unter ihren Augen erhob er sich und eine Wolke nahm ihn auf, so daß er ihren Blicken entschwand.“ Achtet auf die Worte, merkt euch deren tiefen Sinn. Beim Mahle erhob er sich. Er aß, und dann stieg er auf; auf daß augenscheinlich durch den Akt des Essens die Wirklichkeit des Leibes deutlich gezeigt würde. Markus aber erwähnt, daß der Herr, bevor er in den Himmel stieg, die Jünger wegen der Unzugänglichkeit der Herzen und ihres ungläubigen Sinnes getadelt habe. Und was haben wir anders darin zu beachten, als daß der Herr zu dem Zweck damals die Jünger tadelte, als er sie leiblich verließ, damit die Worte, die er beim Scheiden sagte, im Herzen der Hörer fester eingeprägt blieben? V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott, von dem alles Gute herkömmt; verleih unsern demüthigen Bitten, daß wir deinen Einsprechungen gemäß recht denken und unter deiner Leitung auch recht handeln! Amen....

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Proprium missae – In Ascensione Domini

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Acta 1:11 Viri Galilæi, quid admirámini aspiciéntes in coelum? allelúia: quemádmodum vidístis eum ascendéntem in coelum, ita véniet, allelúia, allelúia, allelúia. Ps 46:2 Omnes gentes, pláudite mánibus: iubiláte Deo in voce exsultatiónis. V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen Acta 1:11 Viri Galilæi, quid admirámini aspiciéntes in coelum? allelúia: quemádmodum vidístis eum ascendéntem in coelum, ita véniet, allelúia, allelúia, allelúia. Ihr Männer von Galiläa, was schaut ihr staunend auf zum Himmel? alleluja. Wie ihr Ihn sahet auffahren zum Himmel, so wird Er wiederkommen, alleluja, alleluja, alleluja. Ihr Völker alle, klatschet in die Hände, jubelt zu Gott mit lautem Jauchzen. V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste; R. wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Ihr Männer von Galiläa, was schaut ihr staunend auf zum Himmel? alleluja. Wie ihr Ihn sahet auffahren zum Himmel, so wird Er wiederkommen, alleluja, alleluja, alleluja. ALLELUIA 1 Allelúia, allelúia. Ps 46:6 Ascéndit Deus in iubilatióne, et Dóminus in voce tubæ. Allelúia. Alleluja, alleluja. Aufgefahren ist Gott unter Jubel, der Herr beim Schalle von Posaunen. Alleluja. ALLELUIA 2 Ps 67:18-19 V. Dóminus in Sina in sancto, ascéndens in altum, captívam duxit captivitátem. Allelúia. V Der Herr auf Sinai, im Heiligtum, Er steigt empor und führt als Beute die Gefangenen mit. Alleluja. OFFERTORIUM Ps 46:6 Ascéndit Deus in iubilatióne, et Dóminus in voce tubæ, allelúia. Aufgefahren ist Gott unter Jubel, der Herr beim Schalle von Posaunen, alleluja. COMMUNIO Ps 67:33-34 Psállite Dómino, qui ascéndit super coelos coelórum ad Oriéntem, allelúia. Singet Psalmen dem Herrn, der über die Himmel der Himmel emporsteigt, dem Aufgang entgegen, alleluja....

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Himmelfahrt warum?

Da wir bei den Messen zum Himmelfahrtsfest über alles Mögliche hören werden nur nicht über die Himmelfahrt selbst, so wollen wir hier ganz kurz darlegen, warum Christus überhaupt gegen den Himmel aufgefahren ist. Ja, warum denn? Weil die Erde ein Jammertal ist und daher Christi erhöhter Natur nach seiner Auferstehung nicht entsprach. So in etwa fasst es Thomas von Aquin auf (Summ. theol. III, q. 57 a.1.) und ganz genau heißt es bei ihm wie folgt: b) Ich antworte, der Ort müsse dem im Orte befindlichen Wesen entsprechen. Nun ist der Ort, in dem wir wohnen, der Ort des Entstehens und Vergehens, nämlich der Vergänglichkeit; — der Himmel ist der Ort der Unvergänglichkeit. Also kam es Christo, der unvergängliches Leben angenommen hatte, dem Leibe nach zu, im Himmel zu sein. Christus ist Gott und Mensch und nach seiner Auferstehung in seiner Menschlichkeit verwandelt und erhöht. Er kehrt zum Vater von seiner Mission zurück und zeigt uns unsere eigentliche Heimat, welche im Himmel ist. Die Himmelfahrt Christi ist eine eindeutige Absage an den Horizontalismus des Deuterovatikanismus oder ohne Fremdwörter ausgedrückt: Es stimmt nicht, dass das Paradies auf Erden ist, das Körperliche besser als das Geistige und Christus ganz, ganz nahe bei uns sein wollte. Wäre dies der Fall, dann wäre er nicht gen Himmel aufgefahren. Er war und ist unsterblich, so hätte er auf der Erde bleiben können. Dies tat er jedoch nicht, um die richtigen Prioritäten zu setzen. Quae sursum sunt sapite- Danach, was oben ist, danach trachtet! (Kol 3,2) Nach dem hl. Thomas war Christus durch seine Himmelfahrt auf vielfache Weise die Ursache unseres Heils geworden: Ich antworte, das Aufsteigen des Herrn sei Ursache unseres Heiles 1. von unserer Seite her; 2. von Christi Seite her: 1. Von unserer Seite her; weil durch sein Aufsteigen unser Geist veranlaßt wird, zu Ihm sich hinzubewegen in Glaube, Hoffnung und Liebe (Art. 1.) und weil wir größere Ehrfurcht vor Ihm haben, da wir Ihn nicht mehr als einen irdischen, sondern als einen himmlischen Menschen anerkennen, nach 2. Kor. 5.: „Und wenn wir Christum nach dem Fleische (d. h. als sterblich) gekannt haben, nun erkennen wir Ihn nicht mehr so.“ 2. Von seiner Seite her ist Er Ursache unseres Heiles, weil er aufgestiegen: a) „damit Er uns den Platz bereite“ (Joh. 14, 2.; Mich. 2, 13.); denn da Er unser Haupt ist, müssen wir als Glieder Ihm folgen, wie Er selbst sagt: „Damit wo ich bin, auch ihr seid“ (Joh. 14.); und um dies auszudrücken hat Er die Seelen der Altväter mit Sich genommen in den Himmel, nach Ps. 67.: „Aufsteigend in die Höhe, hat Er gefangen genommen und mit Sich geführt die Gefangenschaft;“ — b) weil, wie der Hohepriester im Alten Bunde eintrat in das Allerheiligste, um für das Volk zu beten, Christus „in den Himmel eintrat, um unser Fürbitter zu sein;“ denn daß die menschliche Natur so im Himmel sich vorstellt, dies selbst ist eine gewisse Fürbitte für uns, daß Gott, der diese Natur in Christo so hoch erhoben hat, nun auch unserer sich erbarme, für die der Sohn Gottes die Natur des Menschen angenommen; — c) weil Er nun im Himmel thronend als Gott und Mensch, göttliche Gaben den Menschen zuteil, nach Ephes. 4.: „Er stieg auf über alle Himmel, daß Er Alles anfülle“ d. i. „mit seinen Gaben“ (Glosse). Wir sind alle naturwissenschaftlich geprägt und denken wohl beim „Himmel“ an die Wolken, die Atmosphäre etc., die wir auch bei jedem Flug um uns oder unter uns sehen. Aber das ist nicht der „Himmel“ im theologischen Sinne. Mit „Himmel“  sind transzendente geistliche Dimensionen gemeint. Reden Sie mit dem Esoteriker oder dem Okkultisten um die Ecke. Der wir es Ihnen erklären, viel besser als Ihr Pfarrer, Gott sei’s geklagt, weil die Esoteriker mit diesen „Dimensionen arbeiten“. Wir wollen besser nicht wissen, wie. Aber die menschliche Natur an sich war vor der Himmelfahrt Christi unfähig diese Dimensionen überhaupt zu durchschreiten. Denn durch die Annahme der menschlichen Natur in der Menschwerdung Gottes und ihre Erhöhung durch die Auferstehung und Himmelfahrt Christi wurde die menschlichen Natur so gewandelt, dass sie diese Dimensionen durchschreiten kann. Sie werden jetzt vielleicht sagen, dass Christus leibhaftig und den Himmel aufgestiegen ist, wir aber nur mit der Seele nach dem Tod. Dies stimmt, aber unsere Seele, wenn auch unkörperlich, so ist sie menschlich und nicht göttlich und da menschlich, so war ihr ein sicherer Aufstieg vor der Himmelfahrt Christi in diese Regionen nicht möglich. Zwar gibt es allerhand Himmelfahrts-Erzählungen in der Mythologie, diese aber, waren dämonisch und nicht göttlich. Die Dämonen können uns vieles vorgaukeln, von den höheren Himmelsregionen wurden sie aber vertrieben. Und gerade dorthin, wo die nicht mehr sind, kann die menschlichen Seele aufsteigen, zum Leid- und Neidwesen der Dämonen, natürlich. Deswegen sagt die Theologie, dass die Himmelfahrt Christi uns das Paradies geöffnet hat, was den Ort

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Anna Gallicana, Partnersuche (2 von 4)

Schauen wir doch einmal in die Bibel und beginnen wir bei Adam und Eva. Ja, schon ganz am Anfang kommt es zur ersten Ehe: Nachdem Gott Adam erschaffen hatte, begann dieser sich in seiner Welt umzusehen. Er benannte Tiere und Pflanzen und lebte in paradiesischen Verhältnissen. Trotzdem war er nicht zufrieden. Er beschwerte sich beim lieben Gott und verlangte einen Partner, der ihm entspräche. Ups, erster Fehler? Na ja, zumindest war das nicht besonderes lobenswert. Wie schon erwähnt, gibt uns Gott immer was wir brauchen und was gut für uns ist. Manchmal gibt er uns zur Strafe oder ‚Belehrung‘ auch das, worum wir so ungeduldig bitten. Und so bekam Adam eine Frau … und das Schicksal nahm seinen Lauf. Dann kam die berühmte Geschichte mit dem Apfel (ja, zu zweit macht man Dummheiten, die man alleine nicht machen würde …) und er verlor seine Heimat und musste fort. Mit den beiden großen Söhnen hatte er auch nicht so viel Glück, nur Streit, Mord und Totschlag – und dann noch ein langes Leben mit viel Mühe und Arbeit und vergeblicher Hoffnung auf eine baldige Erlösung. Es ist müßig zu spekulieren, was sich ohne Adams törichtes Begehren ereignet hätte. Persönlich bin ich davon überzeugt, dass Gott ihm zur rechten Zeit eine Gefährtin zugeführt hätte. Hätte Adam seinen eigenen Willen in allem Gott untergeordnet, hätte Eva dies auch getan, sie hätten sich nicht mit der Schlange eingelassen und wir lebten alle glücklich und zufrieden im Paradies. Ehen werden nämlich im Himmel geschlossen. Dafür brauchen wir auch nicht lange nach einem Beispiel zu suchen, hatte nicht die Jungfrau Maria beabsichtigt, ehelos zu bleiben? Und in Anbetracht des vorgerückten Alters des Heiligen Josef sowie der Legende können wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dieser ebenfalls nicht zu heiraten gedachte. Aber Gott hatte andere Pläne. Er führte die beiden zusammen und sie führten auch ohne Sex, trotz Armut, Not und Flucht eine glückliche Ehe. Denn wer zur Ehe bestimmt ist, kann seiner Berufung schwerlich entgehen (das gilt übrigens auch für alle anderen Berufungen, siehe Jonas im Bauch des Wals etc.). Und ja, die Ehe ist eine Berufung, eines der Un-Worte, seit dem letzten Konzil. Jetzt glaubt jeder, sich selbst verwirklichen zu können – das ist genau das Gegenteil von Berufung und alles andere als katholisch! (Fortsetzung folgt)...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – 5. Sonntag nach Ostern

Evangelium des fünften Sonntags nach Ostern Joh 16, 23 – 30 „An jenem Tage werdet ihr mich nichts mehr fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, so wird er es euch geben. Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr empfangen, und eure Freude wird vollkommen sein. Dies habe ich in Bildern zu euch geredet. Es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildern zu euch reden, sondern offen euch vom Vater Kunde geben werde. An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch, dass ich dann den Vater nicht mehr für euch bitten brauche. Denn der Vater liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“ Da sprachen seine Jünger: „Siehe, jetzt redest du offen und sprichst nicht mehr in Bildern. Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und niemand dich erst zu fragen braucht. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.“ Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin. Es sind nur diese Worte des Herrn zu behandeln: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bitten werdet, wird er es euch geben“. Es ist schon in den vorhergehenden Teilen dieser Ansprache des Herrn gesagt worden, um derentwillen, die manches vom Vater im Namen Christi erbitten und es nicht erhalten, daß nichts im Namen des Heilands erbeten wird, was gegen das Wesen der Seligkeit erbeten wird. Denn man darf es nicht so auffassen, daß er den aus Buchstaben und Silben bestehenden Laut, sondern was der Laut bedeutet und was bei diesem Laut richtig und der Wahrheit entsprechend verstanden wird, bezeichnet, wenn er sagt: „In meinem Namen“. Deshalb bittet derjenige, der von Christus das glaubt, was von dem eingeborenen Gottessohn nicht geglaubt werden darf, nicht im Namen desselben, auch wenn er in den Buchstaben und Silben das Wort Christus nicht ausläßt; denn er bittet im Namen dessen, den er sich vorstellt, wenn er bittet. Wer aber das glaubt, was von ihm zu glauben ist, der bittet im Namen desselben; und er bekommt, was er erbittet, wenn er nicht zum Schaden für seine ewige Seligkeit etwas erbittet. Er bekommt es aber dann, wenn er den Empfang notwendig hat. Manches wird nämlich nicht versagt, sondern hinausgeschoben, damit es zur passenden Zeit gegeben wird. So ist sicher das zu verstehen, was er sagt: „Er wird es euch geben,“ damit man einsieht, daß in diesen Worten solche Wohltaten bezeichnet werden, die sich auf die Bittsteller unmittelbar beziehen. Es werden nämlich alle Gottesfreunde im Bitten für sich selbst erhört; aber sie werden nicht erhört im Bitten für alle ihre Freunde oder Feinde oder für andere Beliebige; denn nicht ist ohne weiteres gesagt „Er wird es geben“, sondern „er wird es euch geben.“ V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott, von dem alles Gute herkömmt; verleih unsern demüthigen Bitten, daß wir deinen Einsprechungen gemäß recht denken und unter deiner Leitung auch recht handeln! Amen....

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Proprium missae – Dominica V Post Pascha

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Isa 48:20 Vocem iucunditátis annuntiáte, et audiátur, allelúia: annuntiáte usque ad extrémum terræ: liberávit Dóminus pópulum suum, allelúia, allelúia Ps 65:1-2 Iubiláte Deo, omnis terra, psalmum dícite nómini eius: date glóriam laudi eius. V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen Isa 48:20 Vocem iucunditátis annuntiáte, et audiátur, allelúia: annuntiáte usque ad extrémum terræ: liberávit Dóminus pópulum suum, allelúia, allelúia Kündet den Freudenruf, daß man ihn höre, alleluja; kündet bis an das Ende der Erde; befreit hat der Herr Sein Volk, alleluja, alleluja. Jubelt Gott, ihr Lande all, singet Psalmen Seinem Namen; herrlich laßt Sein Lob erschallen. V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste; R. wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Kündet den Freudenruf, daß man ihn höre, alleluja; kündet bis an das Ende der Erde; befreit hat der Herr Sein Volk, alleluja, alleluja. ALLELUIA 1 Allelúia, allelúia. V. Surréxit Christus, et illúxit nobis, quos rédemit sánguine suo. Allelúia, Alleluja, alleluja. V Auferstanden ist Christus; aufleuchtet Er uns, die Er erlöste mit Seinem Blut. Alleluja. ALLELUIA 2 Ioannes 16:28 Exívi a Patre, et veni in mundum: íterum relínquo mundum, et vado ad Patrem. Allelúia. Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; Ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater. Alleluja. OFFERTORIUM Ps 65:8-9; 65:20 Benedícite, gentes, Dóminum, Deum nostrum, et obaudíte vocem laudis eius: qui pósuit ánimam meam ad vitam, et non dedit commovéri pedes meos: benedíctus Dóminus, qui non amóvit deprecatiónem meam et misericórdiam suam a me, allelúia. Preiset, ihr Völker, den Herrn, unsern Gott; lauscht auf den Schall Seines Lobes. Er gab meiner Seele das Leben und ließ meine Füße nicht wanken. Gepriesen der Herr, Er hat nicht verschmäht mein Gebet, Sein Erbarmen nicht von mir gewandt, alleluja. COMMUNIO Ps 95:2 Cantáte Dómino, allelúia: cantáte Dómino et benedícite nomen eius: bene nuntiáte de die in diem salutáre eius, allelúia, allelúia. Singet dem Herrn, alleluja, singet dem Herrn und preiset Seinen Namen. Laut kündet Tag für Tag Sein Heil, alleluja, alleluja....

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Anna Gallicana, Partnersuche (1 von 4)

Nach der anstrengenden intellektuellen Kost zum Thema päpstliche Häresien und Kanonisation erfolgen hier eher lockere Betrachtungen unserer Autorin Anna Gallicana zum Thema „Partnersuche“. Schon das Wort selbst ist neumodisch und nicht traditionell, sowie eine Mogelpackung, denn man sucht im katholischen Verständnis keinen „Partner“, denn es ist kein Geschäft, sondern einen Ehemann oder eine Ehefrau mit verschiedenen Aufgabenbereichen und Pflichten, wobei der Mann das Haupt der Familie bleibt. Es gibt somit keine Gleichheit, sondern einander ergänzende Verschiedenheit. Die Ehe ist aber auch ein Vertrag (contractum), bei dem sich beide Vertragsparteien – und in diesem Sinne sind sie tatsächlich Vertragspartner – gegenseitig verschiedene Rechte und Pflichten zusichern. Will jemand eine sehr gedrängte traditionelle Ehelehre kennenlernen und eine sehr praktische noch dazu, dann möge er sich diese Konferenzen von Father Chad Ripperger anhören. Ebenfalls empfehlenswert sind die Konferenzen über den geistlichen Kampf in der Ehe. Es sind traditionelle Inhalte, die wir hier irgendwann trocken, geordnet und scholastisch darlegen werden. Father Ripperger spricht sehr schnell mit einem texanischen Akzent, sodass man recht gut Englisch können muss, um ihn überhaupt zu verstehen. Er präsentiert eine männlich-theologische Sicht der Dinge, wie DSDZ ja auch, deswegen sind wir Anna Gallicana dankbar, dass sie uns die weibliche Sicht aufzeigt. Will aber jemand fragen: Was sagt eigentlich die katholische, traditionelle Theologie über die „Partnersuche“? Dann antworten wir: Gar nichts! Die Kirche geht davon aus, dass man seinen Verstand hat und nach den guten katholischen Kriterien wählt, die man in sich trägt. Ist man selbst tugendhaft, dann sucht man die Tugend, um eine tugendhafte Familie zu gründen und „Gott die Kinder zuzuführen“, was das Ziel einer jeden Ehe ist. DSDZ hat vor Jahren seine „Partnersuche“ aufgegeben als ihm axiomatisch klar wurde, dass er niemals die Richtige finden wird, weil es sie nicht gibt und es sie deswegen nicht gibt, weil sie unmöglich, d.h. innerlich widersprüchlich, ist. Gibt es dies, dann gibt es das nicht, wenn jenes, dann nicht dieses, manchmal gibt es überhaupt gar nichts! Nach einer Art Hochrechnung wurde ihm klar, dass er besser bleibt, wie er ist, da er mehr verlieren als gewinnen wird. Nein, das ist keine romantische Einstellung, aber eine praktische. Leiden gehört zum Leben und man leidet verheiratet oder unverheiratet. Im letzteren Falle kann man niemanden die Schuld geben. Aber jeder hat seinen eigenen Willen und Verstand und entscheidet natürlich für sich. Bis dass der Tod euch scheidet … Ich habe letzthin die Partnersuche als größten Fehler meines Lebens bezeichnet. Wie versprochen sind hier ein paar persönliche Überlegungen zur Partnersuche. Diese Idee ist meiner Meinung nach eine Folge des Modernismus und gänzlich unkatholisch. Da mir theologisches Fachwissen abgeht, musste ich dies aus praktischer Erfahrung lernen. Glauben Sie an Gott? Und die göttliche Vorsehung, die Ihnen Vater und Mutter gegeben, Sie mit Talenten ausgestattet hat und Ihnen hilft, den für Sie bestimmten Platz im Leben zu finden und auszufüllen? Ich denke, wir können alle hiervon ein Lied singen. Und wenn Sie an Gottes Plan für Ihr Leben glauben, an seine Güte und Fürsorge … wie können Sie dann glauben, dass Gott so gemein sei, den für Sie bestimmten Ehegatten am anderen Ende der Welt zu verstecken, sodass Sie ihn mühsam suchen müssen und vielleicht nie finden können? Dass Sie diesen Gatten erst treffen, wenn die biologische Uhr schon ziemlich laut tickt und die besten Jahre für eine Familiengründung ihrem Ende zugehen? Nein, das geht doch gar nicht. Ein Katholik muss den festen Wunsch haben, in allem Gott zu gehorchen und in allen Dingen Gottes Willen zu erfüllen. Das heißt auf Deutsch, dass man darauf verzichtet, seinen eigenen Willen durchzusetzen. Trotzdem sind fast alle unsere (hoffentlich unverheirateten) Zeitgenossen auf Partnersuche. Der Traum von Liebe und Glück beginnt schon sehr früh, wenn die Kleinen so werden wollen, wie Papa und Mama; oder der Wunsch nach einer idealen Familie, besonders im Falle einer weniger glücklichen Ursprungsfamilie. In der Pubertät leisten dann die Hormone ihren Beitrag und man macht Pläne für sein späteres Leben in beruflicher, sozialer und emotionaler Hinsicht. Da wünschen sich die meisten, den absoluten Traumpartner zu finden, nach einer romantischen Werbung mit diesem die ideale Ehe einzugehen, gemeinsam alle Probleme aus der Welt zu räumen und miteinander alt zu werden und in trauter Zweisamkeit den Lebensabend zu genießen und die künftigen Generationen heranwachsen zu sehen. Klingt doch gut? Leider gelingt dies nur wenigen, und heutzutage noch weniger als zur Zeit unserer Groß- oder Urgroßeltern, leider! Aber warum klappt das denn nicht? Wo liegt der Unterschied zu unseren Vorfahren? Nun, drehen wir zunächst das Rad der Zeit ganz, ganz weit zurück, um uns einen Überblick zu verschaffen. Frühere Generationen hatten nicht soviel Auswahl wie wir. Oftmals haben diese ihr ganzes Leben lang ihren Geburtsort nicht verlassen. Sie fuhren weder in Urlaub, noch zogen sie weit weg, um eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren. Natürlich gab es das

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Offener Brief an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Hl. Katholischen Kirche; Gesamttext, Teil 4

Vielleicht werden sich einige nichtkatholische Leser aber auch katholische Leser dieses Textes denken: Er verbreitet also Häresien. Na und? Was macht das schon? Es macht schon etwas aus. Stellen Sie sich vor der oberste Richter des höchsten Gerichts Ihres Landes, welches die letzte Instanz der gesamten Judikative ist, würde: a. selbst schwer kriminell werden b. die Gesetzestexte z. B. der Verfassung so ändern und formulieren, dass es auf den unteren Ebene zu einer Rechtsfreiheit und Anarchie führen würde. Wäre das kein Grund ihn abzusetzen? Sicherlich hinkt dieser Vergleich ein wenig, da in einer parlamentarischen Demokratie der oberste Richter die Gesetze nicht macht, sondern diese überwacht, aber in einer Monarchie oder einer konstitutionellen Monarchie ist es schon anders. Da hat der Monarch zumindest die Möglichkeiten die Gesetze vorzuschlagen. Monarchien haben sich als Regierungssystem im Laufe der Menschheitsgeschichte als sehr stabil erwiesen, weil jeder Monarch ipso facto ein Beschützer der Monarchie ist. Will er kein Monarch sein, dann dankt er ab. Stellen Sie sich vor die Königin von England würde eine Drogenmafia leiten, ordentliche Bürger ohne Prozess ins Gefängnis sperren, die Hälfte Großbritanniens an Nordkorea abtreten und Gesetze verabschieden lassen, welche Anarchie, Angst und Schrecken verbreiten. Wäre dies kein Grund sie als Monarchin abzusetzen ohne die Monarchie als solche in Frage zu stellen? Natürlich wäre es das. So sieht ungefähr die derzeitige Lage in der katholischen Kirche aus, wenn man es in ganz einfachen Begriffen für die Heiden, welche keine übernatürliche Sicht der Dinge haben, darlegen wollte. So wie einem Monarchen Berater und Gremien zur Seite stellen, welche seine Schritte auch überwachen, so sollte in einer Demokratie die Gewaltenteilung dazu dienen, so hat die Kirche theoretisch die Kardinäle, die vatikanischen Kongregationen und die Bischöfe, welche den Papst beraten, aber auch ermahnen. Unter Bergoglio findet aber keine Ermahnung statt, weil sie alle Angst haben und ihr Posten ihnen wichtiger ist als die Kirche, das Ideal, das Große und Ganze. Deswegen muss auch diesmal das Fußvolk ran, denn so sehr sich die Gelehrten auch bemühen, die reale Macht einen Papst abzusetzen haben sie nicht. Sie haben ihn der Häresie angeklagt, zum dritten Mal insgesamt, aber die Amtsenthebung muss durch die dafür kanonisch befähigten Gremien erfolgen, sprich durch die Bischöfe. Was riskiert denn so ein Bischof? Nichts, das ist das schöne dabei. Er kann höchstens in Rente geschickt werden und lebt im Wohlstand weiter vom Geld der Gläubigen oder des Staates, wie in Deutschland. Es bestätigt sich auch hier die Lehre, dass diejenigen, die am wenigsten zu verlieren haben, die größten Feiglinge sind. Es ist wirklich alles viel einfacher als man denkt, wenn man erstmal die eigene Angst überwindet. Heute am 6.05. feiert die Kirche im alten Kalender das Fest des hl. Johannes im Lateran, auch hl. Johannes im Öl genannt. Denn der hl. Johannes der Apostel überlebte ein Martyrium, als er auf den Befehl des Kaisers Diokletian hin ins siedende Öl eingetaucht wurde, wo er aber, wie Tertullian schreibt, „jünger und schöner als zuvor wieder auftauchte“. Ja, es war ein Wunder und probieren Sie es nicht zuhause aus. Da der hl. Johannes nicht tot zu kriegen war, wurde er auf die Insel Patmos verbannt.  Wußte denn Johannes, das ihm nichts passieren wird? Wohl kaum. Denn ist als der einzige Jünger eines natürlichen Todes gestorben. Manche Martyrer hat Gott einen grausamen Tod sterben lassen, manche waren nicht tot zu kriegen, manche haben ihr Martyrium überlebt, aber keiner hat vor dem Martyrium zurückgeschreckt. Wir sprechen hier aber von keinem Martyrium, sondern von einer eventuellen Frühpensionierung eines Bischofs. Denn so sehr sind die Standards gesunken, dass unsere Nachfolger der Apostel, denn jeder Bischof ist einer, davor Angst haben. Vor der Frühpensionierung mit guter Rente! Wir gehen davon aus, dass alle Bischöfe diesen offenen Brief erhalten haben. Falls nicht, so können Sie Ihrem Bischof diesen schickten. Dann haben Sie wenigstens alles getan. Die Bitte, die wir an Sie, die Bischöfe, richten Wir bitten darum, dass Ihre Exzellenzen und Eminenzen sich dringend mit der Situation befassen, in der Papst Franziskus sich öffentlich an die Häresie hält. Wir erkennen dankbar an, dass einige von Ihnen die Wahrheit entgegen den von uns aufgeführten Häresien bestätigt oder vor schwerwiegenden Gefahren gewarnt haben, die der Kirche von diesem Pontifikat drohen. Wir erinnern uns zum Beispiel daran, dass S.E. Kardinal Burke bereits im Oktober 2014 erklärt hatte, dass die Kirche wie ein ruderloses Schiff aussieht, und dass S.E. Kardinal Pujats, der verstorbene Kardinal Caffarra und mehrere andere Bischöfe im September 2016 eine Treueerklärung an die unveränderliche Ehe-Lehre der Kirche formuliert haben. Wir erinnern auch an die Aussage Seiner Eminenz Kardinals Eijk vom Mai letzten Jahres, dass das derzeitige Versagen von Seiten der mit dem Nachfolger Petri vereinten Bischöfe, die Lehre getreulich weiterzugeben, die für die Letzten Tage vorhergesagte Täuschung verursacht. Ähnliche Äußerungen hat kürzlich Kardinal Gerhard Müller in seinem Glaubensmanifest gemacht. Für diese und andere...

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Bäumer, Geschichte des Breviers. (8) Einleitung: § 2. Theologische Grundlage (3)

Das Breviergebet ist eine Amtshandlung, welche von denjenigen verrichtet werden soll, die dazu befähigt wurden. Die vorzügliche und ausführliche Moraltheologie von Bischof Müller fasst diese traditionelle Lehre folgendermaßen auf: Horae canonicae dicuntur collectio prectum et lectionum quae juxta Ecclesiae praescriptum recitandae sunt a personis ad id deputatis. Die kanonischen Horen nennt man eine Sammlung von Gebeten und Lesungen, welche nach der Vorschrift der Kirche von Personen rezitiert werden sollen, die dazu bestimmt wurden (deputatis).[1] Fassen wir zuerst das deputatis ins Auge. Die erste Bedeutung von de-puto ist „abschneiden, beschneiden“, die zweite „genau abschätzen, bestimmen, hingeben, als Schuld zuschreiben“.[2] Ja, der Deputierte klingt da sicherlich mit. Es ist also eine Auftragsarbeit von Menschen, die dazu durch eine Absonderung bestimmt wurden und welche es zu tun als ihre Schuldigkeit betrachten. Aber diese Menschen müssen es rezitieren, d.h. laut aufsagen. Die Moraltheologien schreiben eine pronuntiatio vocalis vor, also eine vokale – klangvolle – Aussprache. Gibt es auch eine andere? Ja, das Nuscheln. Bischof Müller schreibt: Vocalis, id es, singula distincta voce recitari debent; non autem necesse est, ut recitans semetipsum audiat.[3] Vokal [klangvoll, tönend, klingend], bedeutet, dass die einzelnen [Worte] mit einer deutlichen Stimme rezitiert werden sollen, es ist jedoch nicht notwendig, dass derjenige, der rezitiert sich selbst hört. Man soll also laut so beten, als ob man vorlesen würde. Es stellt sich natürlich die Frage, wie es überhaupt möglich ist so zu rezitieren, dass man sich selbst nicht hört. Dies ist bei Schwerhörigen der Fall, wie es treffend Thomas Mann in den Buddenbrooks beschreibt: Da Lea Gerhardt taub war, war sie es gewöhnlich, die an den Jerusalemsabenden vorlas; auch fanden die Damen, daß sie schön und ergreifend läse. Sie nahm aus ihrem Beutel ein uraltes Buch, welches lächerlich und unverhältnismäßig viel höher als breit war und vorn, in Kupfer gestochen, das übermenschlich pausbäckige Bildnis ihres Ahnherrn enthielt, nahm es in beide Hände und las, damit sie selbst sich ein wenig hören konnte, mit fürchterlicher Stimme, die klang, wie wenn der Wind sich im Ofenrohre verfängt: „Will Satan mich verschlingen …“ Wie man sieht, hat die katholische Moraltheologie auch an diesen Fall gedacht, ohne die Buddenbrooks zu kennen. Als DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) anfing das Alte Brevier zu beten, wollte er es auf die exakt vorgeschriebene Weise tun und fing tatsächlich an die Texte zu rezitieren, was ihm selbst komisch vorkam, da er dies bei seinen Novus Ordo Brevieren niemals tat. Ja, es gehört ein wenig Überwindung dazu, auch wenn Sie allein leben, Sie müssen Anfangs gut aufpassen auch alles richtig auszusprechen, denn sonst müssen Sie es wiederholen und es ist auch anstrengend, da diese Rezitation im Falle der Matutin 40 Minuten bis über eine Stunde dauert. Aber es wirkt wirklich mehr als etwas nur mit den Augen Gebetetes oder Gedachtes. Sie haben auch das Gefühl etwas „geschafft“ im Sinne von „richtig verrichtet“ zu haben, denn es ist wirklich ein Stück Arbeit. Ferner wird beim Rezitieren des Breviers eine doppelte Aufmerksamkeit (attentio) verlangt: eine äußere (externa) und eine innere (interna). Die äußere bedeutet lediglich das, dass man das zu Lesen hat, was im Buche steht, ohne etwas dazu zu erfinden, was wohl immer bei den Weniger-Lateinern vorgekommen sein soll. Eine innere Aufmerksamkeit soll gerichtet sein: auf die Worte selbst, damit sie dem Ritus gemäß (rite) vorgebracht werden, auf den Wortsinn, auf Gott allein.[4] Wenn Sie einige Zeitlang dermaßen intensiv etwas in einer toten Fremdsprache rezitierend lesen, dann lernen Sie wirklich schnell sich gut zu konzentrieren, sodass Sie die nächsten Gebetsstufen, von denen Pater Poulain SJ schreibt, beschreiten können: die Meditation, das affektive Gebet, das Gebet der Einfachheit und die Kontemplation. Aber ohne das mündliche Gebet, sprich das rezitierende Gebet, ist es für fast alle unmöglich gleich zur Meditation zu kommen. Lesen Sie unsere Pater Poulain SJ-Beiträge, welche sehr ausführlich davon handeln. Father Ripperger sagt in seinen Vorträgen über das Gebet, dass zum Meditieren im Sinne von Betrachten „ein paar IQ-Punkte mehr“ gehören. Dies mag sein, weil das Betrachten den präfrontalen Cortex betätigt, welche für Gedankenvorgänge als solche zuständig sind. Die intelligenteren Menschen betätigen diese Gehirnareale einfach mehr, weil sie mehr abstrakt denken und je mehr sie abstrakt denken, desto mehr wird der präfrontale Cortex trainiert. Wenn Sie beispielsweise die göttliche Eigenschaft der Unendlichkeit betrachten, dann denken Sie sehr abstrakt, weil kein geschaffenes Ding wirklich unendlich ist. Es ist höchstens „ein Endliches, das ohne Ende vermehrbar ist, in Wirklichkeit aber eine Grenze hat“,[5] sodass Theologie zwischen dem infinitum actu – dem wirklich Unendlichen, d.h. Gott und dem infinitum potentia oder dem indefinitum, z.B. einer immer wieder unterteilbaren Strecke, unterscheidet.[6] Wie Sie sehen bei dieser Betrachtung wird das abstrakte Denken wirklich bemüht. Dies bedeutet wieder per Umkehrschluss, was alle geistlichen Autoren auch schreiben, dass manchen Menschen höhere Gebetsstufen verschlossen sind, präfrontaler Cortex hin oder her, nicht aber das mündliche Gebet. Deswegen hat die Kirche diejenigen verurteilt, welche das mündliche Gebet als...

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Offener Brief an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Hl. Katholischen Kirche; Gesamttext, Teil 3

Nachdem im vorigen Teil alle bewußten personellen Fehlentscheidungen Bergoglios aufgeführt worden sind, welche beweisen, dass er diejenigen befördert, die skandalös leben und häretisch sind, erfolgt an dieser Stelle eine andere Zusammenstellung seiner Taten, die man nicht anders als praktische und tätige Häresieförderung bezeichnen kann. Ja, Franziskus begeht Häresie. Damit aber eine formelle Häresie stattfindet, muss derjenige, der sie verbreitet insoweit theologisch gebildet sein, um überhaupt zu wissen, wogegen er verstößt. Daher ist es in der Kirchengeschichte kaum vorgekommen, dass ein von Kokablättern benommenes südamerikanisches Mütterchen, welches meinte den Hasen zu spicken, den sie sich aber eingebildet hat, denn in Südamerika gibt es keine Hasen (ätsch!) und dabei Häretisches von sich gab als formelle Häretikerin verurteilt worden ist. Ein formeller Häretiker kann eigentlich nur ein ausgebildeter Theologe werden, der die Häresien öffentlich, vorzugsweise in schriftlicher Form, vorlegt. Oft hört man von den neokonservativen Katholiken samt Geistlichen, welche sich eine Wirklichkeit konstruieren, um ja nichts unternehmen zu müssen: Das ist noch niemals eine formelle Häresie! Der ist viel zu dumm. Der weiß nicht, was er redet! Dummheit hin oder her. Bergoglio hat Theologie studiert, er war sogar der Rektor (sic!) einer katholischen Universität und als Papst stehen im alle möglichen Kongregationen und Berater zur Verfügung, damit er sich genau informieren kann. Er hat ja eigens die kirchlichen Dokumente, welche die Häresien verurteilen, die er jetzt vertritt, in seiner vorpäpstlichen Zeit zitiert. Sie sind im also bekannt, sodass er ganz genau weiß, wogegen er verstößt. Somit ist die Häresie Bergoglios sowohl formell als auch hartnäckig, denn er ist schon mehrmals  ermahnt worden. Er bleibt also ein Häretiker, weil er es will. (Die Unterstreichungen im Text stammen von uns.) Förderung der Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Eucharistie. Papst Franziskus hat fortwährend die Zulassung von Personen zur Eucharistie unter bestimmten Bedingungen für Personen propagiert, die zivil von ihren Ehepartnern geschieden sind und in einer sexuellen Beziehung mit jemand anderem leben. Sein oben zitierter Brief an die Bischöfe von Buenos Aires stützt diese Praxis ausdrücklich. Er intervenierte bei der Formulierung der Relatio post disceptationem der Familiensynode von 2015. Sein Zusatz zur Relatio schlug die Zulassung wiederverheirateter geschiedener Katholiken  zur  Kommunion auf einer von Fall-zu-Fall-Basis vor und sagte, dass die Hirten die positiven  Aspekte von Lebensstilen, die die Kirche als schwer sündig betrachtet, einschließlich Zivilehe nach  einer Scheidung und voreheliche Kohabitation, betonen sollten. Diese Vorschläge wurden auf seinen persönlichen Druck hin in die Relatio eingefügt, trotz der Tatsache, dass sie nicht die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit der Stimmen der Synode erhielten. Er hat die Richtlinien für die Diözese Rom formuliert, die wiederverheirateten geschiedenen Katholiken, die more uxorio mit ihren zivilen Partnern zusammen eben unter bestimmten Umständen den Zugang zur Eucharistie erlaubt. Diese Lehren und Handlungen sind an sich ein Angriff auf den Glauben, weil die Lehre, dass Katholiken mit einem lebenden Partner, die offen in Kohabitation mit einem anderen leben, die Eucharistie nicht empfangen können, ist zumindest eine der unfehlbaren Glaubenswahrheiten der Kirche. Diese Lehre ist zumindest eine Wahrheit, die zu akzeptieren erforderlich ist, damit das Glaubenserbe wirkungsvoll verteidigt und oder mit ausreichender Autorität weitergegeben werden kann. Ihre Leugnung ist nicht als eine von Papst Franziskus angenommene Häresie aufgelistet worden, weil einige respektablen Katholischen Theologen feststellten, dass diese Lehre nicht Teil des göttlich offenbarten Glaubenserbes ist. Eine Verleugnung dieser Wahrheiten unterstützt die oben aufgeführten Häresien IV und V: Andere Hinweise Am 9. Juni 2014 hat Papst Franziskus die Führer der militanten pro-homosexuellen Organisation Tupac Amaro aus Argentinien  im Vatikan empfangen, ihre Cocablätter gesegnet, die sie für ihre heidnischen religiösen Rituale brauchen, die die Anerkennung der Coca-Pflanze als heilige Pflanze mit sich bringt.  (II, IV, V, VII) Papst Franziskus hat versäumt ein Wort zur Unterstützung der populären Kampagne zum Schutz Katholischer Länder vor Abtreibung und Homosexualität zu sprechen- z.B., vor dem Referendum zur Zulassung der Abtreibung in Irland im Mai 2018 (II, IV, V, VI) Bei der Eröffnungsmesse der Jugendsynode 2018 hat Papst Franziskus einen Hirtenstab in Form eines „Stang“ benutzt, ein Objekt, das bei satanischen Ritualen benutzt wird, (VI, VII) Während der Jugendsynode 2018 trug Papst Franziskus ein verzerrtes, regenbogenfarbenes Kreuz. Der Regenbogen ist ein populäres Symbol der HS- Bewegung. (II, IV, V). Papst Franziskus hat ein Abkommen mit China abgeschlossen, das der chinesischen Regierung erlaubt, Katholische Bischöfe für das Land auszuwählen und für eine Anzahl treue Katholische Bischöfe anordnet, ihre Diözese vom Staat ernannten Bischöfen zu überlassen. China ist ein atheistischer Staat, der Christen verfolgt und eine unmoralische Bevölkerungspolitik erzwingt, Empfängnisverhütung und Zwangs-Abtreibungen in großer Zahl. Diese Bevölkerungspolitik hat für die chinesische Regierung hohe Priorität und hat unabsehbaren Schaden verursacht.  Die Kontrolle der Kirche durch die chinesische Regierung stellt sicher, dass die Kirche in China keinen Widerstand gegen diese Politik leisten kann. (II, VI) Papst Franziskus hat sich geweigert, zu leugnen, dass Amoris Laetitia die oben aufgelisteten Häresien lehrt (IV, V, VI), als er durch die ihm im September 2016...

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Christoph A. Ferrara, Die Heiligsprechungskrise (8 von 8)

In Teil I dieser Serie stellte ich die folgenden Dubia auf, da die Unfehlbarkeit von Heiligsprechungen nur eine wahrscheinliche theologische Meinung und kein Glaubensartikel sind: – Könnte die Gültigkeit einer Heiligsprechung, auch wenn sie nicht als solcher bezeichnet werden kann, in Frage gestellt werden, wenn nachgewiesen werden könnte, dass die Untersuchung des Kandidaten durch menschliches Versagen, Verzerrung oder Verlogenheit beeinträchtigt wurde? – Wäre ein päpstlicher Akt der Seligsprechung durch Rezitation der Seligsprechungsformel während des Seligsprechungsprozesses unfehlbar ex sese (aus sich selbst heraus), auch wenn es keine vorherige Untersuchung des Kandidaten gäbe? – Wenn der päpstliche Akt der Heiligsprechung unfehlbar ex sese ist, besteht dann eine Notwendigkeit für den von den Päpsten selbst entwickelten Untersuchungsprozess vor der Heiligsprechung, um Garantien für die Wahrhaftigkeit der Wunder und die Heiligkeit eines Kandidaten zu bieten; und wenn es notwendig ist, warum ist es notwendig? – Wenn ein päpstlicher Kanonisierungsakt nicht unfehlbar ex sese ist, ist dann die Integrität des Untersuchungsprozesses, der ihm vorausgeht, für den Anspruch auf Unfehlbarkeit nicht wesentlich, und wenn nicht, warum nicht? Diese Fragen, so bemerkte ich, „können nur vom Lehramt endgültig beantwortet werden“.  Die Kirche hat nie erklärt, dass sie nicht mehr diskutiert werden darf.  Im Gegenteil, sie haben nie aufgehört, Gegenstand von Debatten zu sein. Daraus folgt ein weiteres verwandtes Dubium, wie in diesem Teil II vorgeschlagen: Wenn die Integrität des Untersuchungsprozesses für die Unfehlbarkeit einer Heiligsprechung wesentlich ist, und wenn der Prozess angebliche medizinische Wunder untersucht, ist dann nicht auch die Beweisqualität zur Befürwortung der angeblichen Wunder ein wesentliches Element, so dass offensichtlich zweifelhafte Wunder, die auf natürliche Weise leicht erklärbar sind, einschließlich moderner „aggressiver“ medizinischer Behandlung, dazu neigen würden, das Vertrauen in die Gültigkeit der Heiligsprechung zu untergraben und Gründe für vernünftige Zweifel an ihrer Gültigkeit zu liefern? Paul VI. zelebriert die erste neue Messe , zerstört beinahe den römischen Ritus, wird zum päpstlichen Katalysator für Massenautritte und Glaubensabfall . Ich kann der gestern von Peter Kwasniewski geäußerten Ansicht nur zustimmen:   „Mit der stark zunehmenden Zahl von Heiligsprechungen; der Beseitigung der Hälfte der erforderlichen Anzahl von Wundern (die manchmal sogar aufgehoben werden); dem Fehlen einer robusten Rolle des Advocatus Diaboli; und der manchmal überstürzten Art und Weise, wie die Dokumentation überprüft oder manchmal übergangen wird (wie es anscheinend bei Paul VI. der Fall war), scheint es mir nicht nur, dass es unmöglich geworden ist zu behaupten, dass die heutigen Heiligsprechungen immer unsere Zustimmung erfordern, sondern auch, dass es Heiligsprechungen geben kann, zu denen man verpflichtet wäre, die Zustimmung zu verweigern“. Was Dr. Kwasniewski sagt, ist, dass sich die Natur der Heiligsprechung in den letzten Jahrzehnten verändert zu haben scheint, so dass es durchaus sein kann, dass wir es nicht mehr mit demselben zu tun haben, was uns der heilige Papst Pius X. beschert hat, und dass wir das Gewissen verletzen würden, wenn wir blind jedes Ergebnis des aktuellen Prozesses akzeptieren würden. Was den traditionellen, äußerst rigorosen Prozess zu ersetzen scheint, ist eine Art gewichtige Auszeichnung, die von einem Ausschuss, der diese Auszeichung ohne wesentlichen Widerstand garantiert, verliehen wird. Kurz gesagt, können wir nicht nicht mehr von einer angemessenen Sichtweise  einer hieb- und stichfesten Ermittlung ausgehen, dass jeder von der „Heiligenfabrik“ gebilligte Kandidat nicht nur die Anschauung Gottes erlangt hat, sondern ein Tugend-Modell für die universelle Kirche ist, die von allen Gläubigen wegen seines herrlichen Beispiels der Konformität mit dem göttlichen Willen verehrt werden muss.  Wer kann das mit aller Ehrlichkeit über Paul VI. sagen? Wie Dr. Kwasniewski bemerkt:   „Paul VI. beobachtete nicht hilflos die „Selbstzerstörung“ der Kirche (seine eigene Bezeichnung für den Zusammenbruch nach dem Konzil); er residierte nicht nur während der einmalig größten Autrittswelle  katholischer Laien, Geistlicher und Ordensleute seit der protestantischen Revolte. Er unterstützte und begünstigte diese innere Verwüstung durch sein eigenes Handeln …“ Viele Katholiken sind zu Recht besorgt wegen Papst Franziskus. Aber was er in den letzten fünf Jahren getan hat, sind wohl Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was Paul VI. die Dreistigkeit hatte, zu tun: eine neue Liturgie anstelle der Alten Römischen Messe und der sakramentalen Riten, was den größten inneren Bruch verursachte, den die katholische Kirche je erlitten hat. Dies entsprach dem Abwurf einer Atombombe auf das Volk Gottes, die entweder ihren Glauben auslöschte oder durch ihre Strahlung Krebs verursachte. Es war die eigentliche Verneinung der Vaterschaft, der väterlichen Funktion des Papsttums, das Familienerbe zu bewahren und weiterzugeben. Alles, was nach Paul VI. geschehen ist, ist nicht mehr als ein Echo auf diese Verletzung des heiligen Tempels. Sobald das Allerheiligste entweiht ist, ist nichts anderes mehr sicher; nichts anderes ist mehr stabil. Abschließend möchte ich sagen, dass ich die von John Lamont im August geäußerte begrenzte Schlussfolgerung nur als meine eigene annehmen kann: „[W]ir brauchen nicht alle Heiligsprechungen aus dem Charisma der Unfehlbarkeit auszuschließen; wir können immer noch behaupten, dass diejenigen Heiligsprechungen, die dem strengen Verfahren früherer Jahrhunderte folgten,...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Vierter Sonntag nach Ostern

Evangelium des vierten Sonntags nach Ostern Joh 16, 5 – 14 „Nun gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? Sondern weil ich euch das gesagt habe, ist euer Herz vol Traurigkeit. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe. Denn wenn ich nicht hingehe, kommt der Beistand nicht zu euch; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt zum Bewusstsein bringen, dass es eine Sünde gibt, eine Gerechtigkeit und ein Gericht: eine Sünde, weil sie an mich nicht glaubt; eine Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; ein Gericht, weil der Fürst dieser Welt schon gerichtet ist. Nich vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit einführen. Denn er wird nicht aus sich reden, sondern was er hört, wird er reden, und was zukünftig ist, euch verkünden. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem Meinigen nehmen und es euch verkünden. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustin. Da der Herr Jesus seinen Jüngern Verfolgungen vorausgesagt hatte, die sie nach seinem Weggang dulden würden, fügte er etwas an und sagte: Das habe ich euch am Anfang nicht gesagt, weil ich bei euch war; jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat.“ Hier ist zunächst nachzusehen, ob er ihnen die zukünftigen Leiden nicht schon früher vorausgesagt hat. Doch die anderen drei Evangelisten zeigen deutlich genug, dass er ihnen dies vorausgesagt hat, bevor man zum Abendmahl gekommen war; und nach Beendigung desselben hat er gemäß Johannes die Worte gesprochen, in denen er sagte: „Das habe ich euch von Anfang an nicht gesagt, weil ich bei euch war.“ Könnte man vielleicht die Frage dadurch beantworten, daß auch sie von der nächsten Nähe seines Todes reden, als er dieses sagte? Also nicht von Anfang an, wo er mit ihnen war; denn er hat dies gesagt, als er schon im Weggehen und im Begriff war, zum Vater zu gehen. Und deshalb ist auch gemäß jener Evangelisten richtig, was hier gesagt ist: „Dies habe ich euch von Anfang an nicht gesagt“. Aber was machen wir mit der Glaubwürdigkeit des Evangeliums nach Matthäus, der berichtet, daß ihnen dies vom Herrn nicht erst dann, wo er mit den Jüngern das Paschamahl vornehmen wollte, als der leidensvolle Tod bevorstand, sondern daß es ihnen von Anfang an verkündet worden sei, wo zum erstenmal die Apostel mit Namen aufgezählt werden und wo sie zur Arbeit für Gott ausgesandt wurden? V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott! der Du machest, daß dein Volk nur Eines Sinnes und Herzens wird; laß dasselbe deine Gebote lieben und nach deinen Verheißungen trachten, damit unsere Herzen dort eine bleibende Stätte finden, wo wahre Freude wohnt! Amen....

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Proprium missae – Dominica IV Post Pascha

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Ps 97:1; 97:2 Cantáte Dómino cánticum novum, allelúia: quia mirabília fecit Dóminus, allelúia: ante conspéctum géntium revelávit iustítiam suam, allelúia, allelúia, allelúia. Ps 97:1 Salvávit sibi déxtera eius: et bráchium sanctum eius. V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen Ps 97:1; 97:2 Cantáte Dómino cánticum novum, allelúia: quia mirabília fecit Dóminus, allelúia: ante conspéctum géntium revelávit iustítiam suam, allelúia, allelúia, allelúia. Singet dem Herrn ein neues Lied, alleluja; denn Wunderbares hat der Herr getan, alleluja. Enthüllt hat Er im Angesicht der Völker Seine Heiligkeit, alleluja, alleluja, alleluja. Geholfen hat Ihm Seine Rechte und Sein heiliger Arm. V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste; R. wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen Singet dem Herrn ein neues Lied, alleluja; denn Wunderbares hat der Herr getan, alleluja. Enthüllt hat Er im Angesicht der Völker Seine Heiligkeit, alleluja, alleluja, alleluja. ALLELUIA 1 Ps 117:16. Déxtera Dómini fecit virtútem: déxtera Dómini exaltávit me. Allelúia. Alleluja, alleluja. Die Rechte des Herrn wirket Wunder; die Rechte des Herrn hat mich erhöht. Alleluja. ALLELUIA 2 Rom 6:9 Christus resúrgens ex mórtuis iam non móritur: mors illi ultra non dominábitur. Allelúia. Christus, von den Toten auferstanden, stirbt nicht mehr; der Tod hat fürderhin keine Macht über Ihn. Alleluja. OFFERTORIUM Ps 65:1-2; 85:16 Iubiláte Deo, univérsa terra, psalmum dícite nómini eius: veníte et audíte, et narrábo vobis, omnes qui timétis Deum, quanta fecit Dóminus ánimæ meæ, allelúia. Jubelt Gott, ihr Lande all; singet Psalmen Seinem Namen. Kommt und hört; euch allen, die ihr Gott in Ehrfurcht dient, will ich künden, was der Herr in meiner Seele Großes wirkte, alleluja. COMMUNIO Ioann 16:8 Cum vénerit Paráclitus Spíritus veritátis, ille árguet mundum de peccáto et de iustítia et de iudício, allelúia, allelúia. Wenn der Tröster kommt, der Geist der Wahrheit, wird Er der Welt beweisen, daß es eine Sünde, eine Gerechtigkeit und ein Gericht gibt, alleluja, alleluja.  ...

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Christoph A. Ferrara, Die Heiligsprechungskrise (7 von 8)

Paul VI. and Mons. Oscar Romero Was das eine Wunder betrifft, das der Fürbitte Oscar Romeros zugeschrieben wird – nur eines genügt angesichts seiner vorrangigen Bezeichnung als „Märtyrer“ -, so stoßen wir auch hier merkwürdigerweise auf einen weiteren unklaren schwangerschaftsbedingten medizinischen Notfall.  In diesem Fall werden wir darüber informiert, dass das angebliche Wunder darin besteht, dass eine Frau namens Cecilia nach der Geburt das HELLP-Syndrom entwickelt hat, eine Erkrankung die im Zusammenhang mit der (sogenannten) Präeklampsie steht, welche eine Hämolyse [im Blutgefäßsystem ablaufende Gerinnunsauflösung  Anm. d. Übers.], erhöhte Leberenzyme und eine Verringerung der Blutplättchen beinhaltet [, was zu einem drohenden ggf. tödlichen Multiorganversagen führen kann und intensivemdizinisch behandelt werden muss, (Amn. d. (ärztlichen) Übersetzers].  Um drohendes Organversagen und andere Probleme, die in den schlimmsten Fällen dieser Erkrankung auftraten, zu bekämpfen, wurde sie in ein künstliches Koma versetzt – fälschlicherweise in einigen Berichten als „Abrutschen“ in ein Koma beschrieben, als ob das Drama verstärkt werden sollte. Es wird nun behauptet, dass die Frau nach Bitten an Romero in den nächsten 72 Stunden eine „dramatische Genesung“ erlebte und einige Tage später vollständig erholt von den Auswirkungen des HELLP-Syndroms aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Aber die Genesung vom HELLP-Syndrom nach einem künstlichen Koma, welches eine intensiv-medizinische Standardbehandlung darstellt, ist genau das, was auch in anderen solchen Fällen passiert ist, wie wir hier und hier sehen. Es gibt nichts Wunderbares an einem sehr guten medizinischen Ergebnis durch eine sehr gute medizinische Behandlung. Als der Ehemann über das Ergebnis im zweiten verlinkten Fall sagte: „Es ist ein Wunder. Ich dachte, ich würde sie beide verlieren.“ gab es keine Anzeichen dafür, dass Oscar Romero oder ein anderer angeblicher katholischer Heiliger an diesem glücklichen Ergebnis beteiligt war. Tatsächlich wird berichtet, dass die Sterblichkeitsrate für das HELLP-Syndrom bei guter Behandlung insgesamt nur 1,1-3,4 %,  und nur 25 % weltweit, einschließlich vieler Fälle ohne jegliche Behandlung, beträgt. Darüber hinaus ist die kindliche Sterblichkeitsrate beim HELLP-Syndrom viel höher als die mütterliche Sterblichkeitsrate, aber das Kind im Fall Romero war bereits ohne seine angebliche Fürsprache normal geboren worden. War diese normale Geburt, mit viel größeren Überlebenschancen, ein „Wunder“? Die Kriterien für ein authentisches medizinisches Wunder zur Untermauerung der Selig- oder Heiligsprechung wurden an anderer Stelle folgendermaßen beschrieben:   „1. Schwerwiegend verschlechterter Allgemeinzustand; 2. bei dem keine spontane Besserungsmöglichkeit besteht; 3. unmittelbar; 4. dauerhaft; 5. vollständig; 6. keine andere Krankheit oder Vorkommnis ist aufgetreten, die dazu geführt haben könnten, dass der Zustand verschwindet; 7. keine [adäquate (Anm. d. Übers)] medizinische Behandlung im Zusammenhang mit der Heilung.“ Diese Beschreibung erscheint in einem Artikel über die beiden Wunder, die der Fürbitte der Fatima-Visionäre Jacinta und Francisco im Zusammenhang mit ihrer Seligsprechung durch Johannes Paul II. und ihrer Heiligsprechung durch Franziskus zugeschrieben werden. Das erste Wunder bestand in der Genesung eines Querschnittsgelähmten, der wieder normal gehen konnte, und das zweite in der Genesung eines hirngeschädigten Jungen, der 7 Meter gefallen war, auf seinem Kopf landete, einen Schädelbruch, bei dem er Hirngewebe verlor, erlitt, und dennoch nach Gebeten an die Seher ohne Anzeichen von Hirnschäden oder Verlust der körperlichen oder geistigen Funktion aus dem Krankenhaus ging. Mit anderen Worten, beide Fälle beinhalten die tatsächliche Heilung von ansonsten unheilbaren Zuständen und nicht nur die Vermeidung eines Risikos der Schädigung oder Wiederherstellung nach einer „aggressiven“  Behandlung. Aus gutem Grund hat die nach-tridentinische Kirche eine strenge Überprüfung der angeblichen medizinischen Wunder gemäß dem Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnisse institutionalisiert.  Urban VIII. (regierte 1623-1644) und später Prospero Lambertini, der Benedikt XIV. (regierte 1740-1758) wurde, schufen den Rahmen, in dem die Kirche über die Funktion des „Advokat des Teufels“ (Promotor fidei), den Lambertini vor seinem Pontifikat ausgeübt hatte, lernte „die Wunderhaftigkeit  durch natürliche Erklärungen zurückzuweisen“[1]. Dementsprechend wurde dem medizinischen Urteil, insbesondere seit den Reformen von Papst Urban VIII. in der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts, eine immer größere Rolle bei der Bewertung von Ansprüchen auf Wunder gegeben.“  Aber schon im dreizehnten Jahrhundert, dem Jahrhundert, in dem sich die Debatte über die Unfehlbarkeit von Heiligsprechungen auf dem Höhepunkt befand, wie ich in Teil I zeigte, „war ein wesentlicher Ausdruck einer solchen Skepsis die Konsultation von Ärzten, um die vorgeschlagenen wundersamen Heilungen zu untersuchen und zu entscheiden, ob sie natürliche Ursachen hatten“[2]. Natürliche Erklärungen für die „Wunder“, die auf die Fürbitte von Paul VI. und Oscar Romero zurückgeführt werden, sind eindeutig verfügbar, wobei es sich bei keiner dieser beiden Formen tatsächlich um eine vollständige und sofortige Heilung handelte, sondern es wurde in erster Linie ein medizinisches Risiko vermieden, wie ernst es auch sein mag, und ein gutes Ergebnis erzielt, was sich auch einstellt, wenn man sich einer aggressiven, hochmodernen medizinischen Behandlung unterzieht. Es scheint also, dass diese bevorstehenden Heiligsprechungen ein weiteres hastiges Produkt der Hochgeschwindigkeits-Montagelinie in der von Johannes Paul II. gegründeten „Heiligen-Fabrik“ sind.  Johannes Paul hat nicht nur die Zahl der erforderlichen Wunder von vier (zwei für die Seligsprechung und zwei weitere für...

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Offener Brief an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Hl. Katholischen Kirche; Gesamttext, Teil 2.3

Der vorliegende Abschnitt stellt etwas dar, was der Amerikaner the Hall of Shame nennt, zu Deutsch in etwas die „Halle der Schande“. Es werden hohe kirchlichen Würdenträger von Kardinal abwärts aufgeführt, die sich skandalös und meistens sodomitisch gebaren und dennoch oder gerade deswegen von Bergoglio in Amt gelassen und manchmal befördert werden. Es gibt keine Scham und keine Konsequenzen. Recht hat Ann Barnhardt, wenn sie schreibt, dass „die sodomitischen Prälaten in der Antikirche in kostbares Wirtschaftsgut“ sind.  Warum das aufzählen? Um zu beweisen, dass von Bergoglio gerade diejenigen Geistlichen gefördert werden, die in Wort und Tat die kirchliche Lehre leben oder anders ausgedrückt die oben inkriminierten Häresien existentiell umsetzen. Ja, Franziskus begeht Häresie und such sich dazu die entsprechende Gesellschaft. (B) Papst  Franziskus‘ öffentliche Aktionen, die eine Ablehnung der Glaubenswahrheiten anzeigen In ihrem offensichtlichen Sinn verstanden, sind die oben aufgezählten Äußerungen häretisch. Das wurde für viele von ihnen in der „Filial Correction“ die Papst Franziskus zugesandt wurde und in der theologischen Beurteilung von Amoris Laetitia, die dem Kardinalskollegium von 45 Katholischen Gelehrten übermittelt wurde. Diese Äußerungen sind jedoch nicht der einzige Beweis für das öffentliche Festhalten von Papst Franziskus an der Häresie. Es ist möglich, einen Glauben sowohl in Taten als auch in Worten zu zeigen. Das Kanonische Recht hat immer non-verbale Äußerungen als Häresien anerkannt, so wurde z.B. die Weigerung vor dem Allerheiligsten Sakrament zu knien, als Beweis für den Unglauben an die Lehre der Realpräsenz gewertet. Non-verbale Aktionen können in sich selbst den Glauben an eine Häresie anzeigen oder das in Verbindung mit mündlichen und schriftlichen Äußerungen tun. In letzterem Fall liefern sie einen Kontext, der klar macht, daß die fraglichen mündlichen und schriftlichen Äußerungen in häretischem Sinn zu verstehen sind. Eine große Anzahl der öffentlichen Aktionen des Papstes haben den Glauben an diese oben aufgelisteten Häresien auf vielfältige Weise bewiesen. Diese Aktionen umfassen den Schutz, die Beförderung und das Preisen von Klerikern und Laien, die ihren Glauben an diese Häresien bewiesen haben, oder die fortwährend auf eine Weise gehandelt haben, die den Glaubenswahrheiten trotzen, denen diese Häresien widersprechen. Das Kanonische Recht hat immer dafür gehalten, daß das Schützen, Fördern von Häretikern und Hilfe für sie selbst ein Beweis für Häresie sein kann. Indem man Kleriker und Laien preist, die diese Häresien äußern oder sie auf einflußreiche Posten beruft, oder Kleriker dieser Art vor Strafe oder Absetzung schützt, wenn sie schwer unmoralische und kriminelle Handlungen begangen haben, hilft er ihnen, ihren häretischen Glauben zu verbreiten. Indem man häretische Prälaten für die wichtigsten Posten in der Römischen Kurie auswählt, beweist er die Absicht, diese Häresien der ganzen Kirche aufzuzwingen, In dem er Kleriker schützt, die unmoralischer und krimineller sexueller Handlungen schuldig sind, sogar wenn dieser Schutz einen schwerwiegenden Skandal für die Kirche hervorruft und droht zu katastrophalen Aktionen durch die Zivilautoritäten zu führen, beweist er seinen Unglauben an die Katholische Sexual- und Morallehre und zeigt, daß ihm  die Unterstützung häretischer und krimineller Kleriker wichtiger ist, als das Wohl  der Kirche. Indem er öffentlich Individuen preist, die ihre Karriere dem Widerspruch gegen die Kirchenlehre und den katholischen Glauben gewidmet haben und die Verbrechen, die durch die Göttliche Offenbarung verdammt wurden, fördern und begehen. Es ist bemerkenswert, daß seine öffentliche Zustimmung und Unterstützung nicht unterschiedslos sind, er dehnt sein Lob nicht oft auf Katholiken aus, die für ihre völlige Treue gegenüber der Glaubenslehre bekannt sind oder die das Verhalten individueller Katholiken dieser Art als ein Beispiel sehen. das befolgt werden muß. Und es ist auch zu beachten, wie er jene absetzt oder beiseite schiebt, die treu und orthodox sind. Hier folgt eine Liste von Handlungen, die den Glauben an die oben genannten Häresien beweisen. Kardinal Domenico Calcagno Kardinal Calcagno war dafür bekannt, den pädophilen Priester Nello Giraudo gekannt und geschützt zu haben, bevor Papst Franziskus ihn als Präsident des ACSA im Amt bestätigte – bis zum Erreichen des Pensionsalters 2017. (II,V) Kardinal Francesco Coccopalmero Kardinal Francesco Coccopalmero  hat 2014 öffentlich festgestellt, daß Katholische Führer die positiven Seiten homosexueller Partnerschaften betonen müßten und daß es unter bestimmten Umständen falsch  wäre, Personen, die in ehebrecherischen Beziehungen leben, die Kommunion zu verweigern oder von ihnen zu verlangen, ihre Beziehung aufzulösen. Er hat andere Anzeichen für Zustimmung für homosexuelle Aktivitäten gezeigt. Papst Franziskus hat ihn für eine Anzahl wichtiger Posten – einschließlich einer Arbeitsgruppe ernannt, beauftragt mit der Beschleunigung der Annullierungsprozesse und in den Prüfungsausschuss innerhalb der Glaubenskongregation, die Revisionsanträge von des sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger für schuldig befundener Kleriker überprüfen. (II, IV, V) Kardinal Blase Cupich Bei der Familiensynode von 2015 hat Kardinal Cupich Vorschläge unterstützt, daß Personen, die in ehebrecherischen Beziehungen leben und sexuell aktive Homosexuelle unter gewissen Umständen mit gutem Gewissen  die Eucharistie empfangen könnten, Papst Franziskus hat ihn 2014 zum Erzbischof von Chicago ernannt und 2016 als Kardinal kreiert und ihn zum Mitglied der Bischofskongregation und die Erziehungskongregation ernannt. (II. IV, V)...

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Der Wille Gottes Teil 2

So hat uns auch Jesus Christus gelehrt, in unserem Gebet die Gnade zu erflehen, den Willen Gottes auf Erden zu erfüllen, so wie ihn die Heiligen im Himmel erfüllen: „Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden.“ Der Herr nennt David einen Mann nach Seinem Herzen, weil er den göttlichen Willen ausführte: „Ich habe David als einen Mann nach meinem Herzen erfunden, der all meinen Willen vollführen wird.“ David hielt sich gegenüber dem göttlichen Willen zur Verfügung und er beweist es durch manche Aussprüche: „Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit“ (Ps 56, 8; 107, 2). Sein einziges Gebet war dieses: „Herr, lehre mich Deinen Willen tun!“ (Ps 122, 10). Ein Akt der vollkommenen Unterwerfung und der Vereinigung mit dem göttlichen Willen genügt, um einen Heiligen zu machen. Saulus war auf dem Wege, um die Kirche zu verfolgen. Jesus Christus erleuchtet und bekehrt ihn. Was macht Saulus, was sagt er? Nur ein Wort: „Herr, was willst Du, das ich tun soll?“ Und siehe da, der Herr beruft ihn zum auserwählten Gefäß, d. h. zum Werkzeug nach Seiner Wahl und zum Apostel der Heiden: „Dieser Mann ist mir ein Werkzeug, das Ich auserwählt habe, um den Heidenvölkern Meinen Namen zu verkünden.“ Ja, weil dieser Gott seinen Willen gibt, schenkt er Ihm alles. Denn durch Almosen gibt man Ihm seinen Besitz, durch die Geißelung sein Blut, durch Fasten seine Nahrung und damit gibt man Ihm nur einen Teil von dem, was man hat. Aber Ihm seinen Willen geben, das heißt, Ihm alles geben, sich selbst geben. Von da an hat man das Recht zu sagen: „Herr, ich bin arm, aber ich gebe Dir alles, was ich kann: Mein Wille gehört Dir, ich kann Dir nicht mehr geben.“ Das ist genau dieses „Alles“, was Gott von einem jeden von uns verlangt: „Kind, gib Mir dein Herz“ (Spr 23, 26), d. h. gib Mir deinen Willen. Zu Recht sagt Augustinus: „Nein, nein, wir können kein angenehmeres Opfer bringen, das Seinem Herzen teurer wäre, als wenn wir zu Ihm sagen: ,Besitze uns, Herr. Wir überlassen Dir unseren Willen; lasse uns wissen, was Du von uns erwartest und wir werden es ausführen.’“ Wenn wir also das Herz Gottes vollkommen zufriedenstellen wollen, so müssen wir dahin kommen, uns in allem dem Willen Gottes gleichförmig zu machen. Oder noch besser gesagt: Wir müssen unseren Willen mit allem vereinen, was Gott verfügt. Die Gleichförmigkeit schließt in sich den Gedanken, daß wir unseren Willen in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes bringen. Aber diese Vereinigung des Willens geht noch weiter: Sie bedeutet, daß wir aus dem Willen Gottes und unserem Willen nur noch einen einzigen Willen machen, derart und so gut, daß wir nichts wollen, wenn Gott es nicht will, und so der Wille Gottes allein zu unserem Willen wird. Das ist der Gipfel der Vollkommenheit. Das ist das Ziel, zu dem alle unsere Wünsche, unsere Werke, unsere Betrachtungen, unsere Gebete hinstreben müssen....

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Lauretanische Litanei auf Lateinisch

Wie betet man eine Maiandacht? Man knie sich hin Schaue die Marienstatue, samt Blugemschmuck und angezündeter Kerzen an Man rezitiere den lateinischen Text links. Fertig! Da Maiandachten in vielen Kirchen und Diözesen durch Priester und Laien nicht mehr „bedient werden“, weil sie wohl zu katholisch sind, so muss man in seiner Hauskapelle selbst ran. Danke Vatikanum II! Litanie Lauretane Lauretanische Litanei Kyrie, elèison – Kyrie elèisonChriste, elèison – Christe elèisonKyrie, elèison – Kyrie elèisonChriste, àudi nos – Christe, àudi nosChriste, exàudi nos – Christe, exàudi nos Pàter de caelis, Deus – miserère nobisFìli Redèmptor mundi, Deus – miserère nobisSpìritus Sàncte, Deus – miserère nobis Sancta Trìnitas, ùnus Deus – miserère nobisSancta Marìa – ora pro nobisSancta Dèi Gènetrix – …Sancta Vìrgo vìrginum –Mater Christi –Mater Ecclesiae –Mater divìnae gratiae –Mater purissima –Mater castissima –Mater inviolata –Mater intemerata –Mater amabilis –Mater admirabilis –Mater boni consìlii –Mater Creatòris –Mater Salvatòris –Mater misericòrdiae –Virgo prudentissima –Virgo veneranda –Virgo praedicanda –Virgo pòtens –Virgo clèmens –Virgo fidèlis – Spèculum iustìtiae – ora pro nobisSèdes sapiéntiae –Causa nòstrae laetìtiae –Vas spirituale –Vas honorabile –Vas insìgne devotiònis –Rosa mystica –Turris davìdica –Turris ebùrnea –Domus àurea –Foèderis arca –Iànua caeli –Stella matutina –Sàlus informòrum –Refùgium peccatòrum –Consolatrix afflictòrum –Auxìlium christianòrum – Regina angelòrum –Regina patriarchàrum –Regina prophetàrum –Regina apostolòrum –Regina màrtyrum –Regina confessòrum –Regina vìrginum –Regina sanctòrum òmnium –Regina sine labe originali concepta –Regina in caelum assùmpta –Regina sacratìssimi Rosarii –Regina familiae –Regina pacis –Regina Mundi – ora pro nobis Àgnus Dei, qui tòllis peccàta mùndi – pàrce nobis, DòmineÀgnus Dei, qui tòllis peccàta mùndi – exàudi nos, DòmineÀgnus Dei, qui tòllis peccàta mùndi – miserère nobis. R. Ora pro nobis, sancta Dei Genitrix,V. Ut digni efficiamur promissionibus Christi. Herr, erbarme dich.Christus, erbarme dich.Herr, erbarme dich.Christus, höre uns.Christus, erhöre uns. Gott Vater im Himmel, erbarme dich unser. Gott Sohn, Erlöser der Welt Gott Heiliger Geist Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott Heilige Maria,bitte für uns.Heilige Mutter GottesHeilige Jungfrau der JungfrauenMutter ChristiMutter der KircheMutter der göttlichen GnadeDu reine MutterDu keusche MutterDu unversehrte Mutter Du unbefleckte MutterDu liebenswürdige Mutter Du wunderbare MutterDu Mutter des guten Rates Du Mutter des Schöpfers Du Mutter des ErlösersDu Mutter der Barmherzigkeit Du weise JungfrauDu ehrwürdige Jungfrau Du lobwürdige Jungfrau Du mächtige Jungfrau Du gütige JungfrauDu getreue Jungfrau Du Spiegel der göttlichen GerechtigkeitDu Sitz der WeisheitDu Ursache unserer FreudeDu Tempel des Heiligen GeistesDu Tabernakel der ewigen Herrlichkeit Du Wohnung, ganz Gott geweiht Du geheimnisvolle Rose Du Turm DavidsDu elfenbeinerner TurmDu goldenes Haus Du Arche des Bundes Du Pforte des HimmelsDu MorgensternDu Heil der KrankenDu Zuflucht der Sünder Du Trösterin der Betrübten Du Hilfe der Christen Du Königin der Engel Du Königin der PatriarchenDu Königin der Propheten Du Königin der ApostelDu Königin der Märtyrer Du Königin der BekennerDu Königin der Jungfrauen Du Königin aller Heiligen Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen Du Königin, in den Himmel aufgenommenDu Königin des heiligen Rosenkranzes Du Königin der FamilienDu Königin des Friedens Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr. Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr. Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbarme dich unser, o Herr. Bitte für uns, o heilige Gottesmutter.Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi. Sancta Maria, succurre miseris, iuva pusillanimes, refove flebiles, ora pro populo, interveni pro clero, intercede pro devoto femineo sexu; sentiant omnes tuum iuvamen quicumque celebrant tuum sanctum patrocinium. OremusConcede nos famulos tuos, quaesumus, Domine Deus, perpetua mentis et corporis sanitate gaudere: et, gloriosa beatae Mariae semper Virginis intercessione, a praesenti liberari tristitia, et aeterna perfrui laetitia. Per Christum Dominum nostrum. Amen.Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix; nostras deprecationes ne dispicias in necessitatibus, sed a periculis cunctis libera nos semper, Virgo gloriosa et benedicta.       Hat es Ihnen gefallen? Damit dieser Beitrag auch für andere frei zugänglich bleibt, können Sie uns etwas spenden.

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Offener Brief an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Hl. Katholischen Kirche; Gesamttext, Teil 2.2

Man könnte sich natürlich die Frage stellen, ob die negative Interpretation der Amoris Laetitia Passagen und anderer päpstlichen Häresien, die ja an sich negativ sind, zwingend notwendig ist. Er kann es ja ganz anders, im guten Sinne verstehen würde unsere fromme Seele meinen. Wenn dem so wäre, so würde Bergoglio und die vatikanischen Behörden anders reagieren. Denn die unten angeführte Interpretation von Amoris Laetitia aus Buenos Aires wurde als richtig und normativ im Vatikan erkannt. Franziskus begeht Häresie und das ist nicht zu leugnen. 7. Am 5. September 2016 haben die Bischöfe der Region Buenos Aires ein Statement zur Anwendung  von Amoris Laetitia formuliert,  indem sie feststellten: 8) „In anderen komplexeren Fällen und wenn noch keine Annullierungserklärung vorliegt, ist die oben erwähnte Option vielleicht nicht realisierbar. Dennoch ist der Weg der Differenzierung immer noch möglich. Wenn es dazu kommt, anzuerkennen, daß in einem besonderen Fall Einschränkungen gibt, die die Verantwortlichkeit und Schuld vermindern (cf 301-3012) -besonders wenn eine Person glaubt, daß sie ein weiteres Unrecht begehen, das den Kindern aus der neuen Verbindung schadet, bietet Amoris Laetitia die Möglichkeit an, Zugang zu den Sakramenten der Versöhnung und der Eucharistie zu erlangen (Fußnoten 336 und 351). Diese Sakramente ihrerseits- versetzen die Person in die Lage in der Macht der Gnade zu wachsen und  zu reifen.“… 9) Es mag richtig sein, daß ein möglicher Zugang zu den Sakramenten privat stattfindet, besonders wenn daraus Konfliktsituationen entstehen könnten. Aber zur selben Zeit müssen wir unsere Gemeinden in ihrem wachsenden Verstehen begleiten und willkommen heißen, ohne daß das Verwirrung über die Kirchenlehre über die Unauflöslichkeit der Ehe schafft. Die Gemeinschaft ist ein Instrument der Gnade, die „unverdient, bedingungslos und kostenlos“ ist. (297) 10) Differenzierung ist nicht in sich abgeschlossen. „weil sie dynamisch ist, immer offen bleiben muß für neue Stufen im Wachstum und für neue Entscheidungen, die es ermöglichen das Ideal besser zu verwirklichen.“ (303) – gemäß dem „Gesetz der Gradualität (295) und mit Vertrauen auf die Hilfe der Gnade.] Da wird behauptet, daß laut Amoris Laetitia- obwohl die Unausflöslichkeit der Ehe nicht geleugnet wird, und daß trotz des Verharrens in einem Zustand, der nicht nicht mit dem Empfang der Hilfe der Gnade kompatibel ist, die wiederverheirateten Geschiedenen die Sakramenten empfangen können. Papst Franziskus hat am selben Tag einen Brief an Bischof Sergio Alfredo Fenoy von San Miguel, einen Delegierten der argentinischen Bischöfe der Region Buenos Aires geschrieben, in dem er feststellt, daß die Bischöfe die einzig mögliche Interpretation von Amoris Laetitia gegeben hätten. [Geliebter Bruder, ich habe das Dokument der Bischöfe der Pastoralregion Buenos Aires „Basis-Kriterien zur Anwendung von Kapitel VIII von Amoris laetitia erhalten. Vielen Dank, daß sie es mir geschickt haben. Ich danke Ihnen für die Arbeit, die dafür verrichtet haben ein wahres Beispiel für Begleitung des Priesters…..und wir wissen alle, wie nötig diese Nähe des Bischofs zu seinem Klerus und des Klerus zu seinem Bischof ist. Der „nächste“ für den Bischof ist der Priester und das Gebot, den Nächsten wie sich selbst zu lieben, fängt für uns Bischöfe genau mit unseren Priestern an. Das Dokument ist sehr gut und erklärt vollkommen die Bedeutung von Kapitel VIII von Amoris Laetitia. Es gibt keine anderen Interpretationen.“ ] Dieser Brief an die Bischöfe von Buenos Aires wurde dann in den Acta Apostolicae Sedis vom Oktober 2016 veröffentlicht, mit einer Notiz, daß Papsts Franziskus seine Veröffentlichung als Akt des authentischen Lehramtes angeordnet hatte. Diese Notiz behauptet nicht, daß die Aussagen von Amoris Laetitia oder der Bischöfe von Buenos Aires in sich Teil des Authentischen Lehramtes seien: sie sagt aber mit lehramtlicher Autorität, daß das Verständnis der Bischöfe von Buenos Aires dessen, was Papst Franziskus in Amoris Laetitia ausdrücken wollte, richtig ist. Es ist festzustellen, daß die Verweigerung der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene oder Paare in die Kohabitation leben als solche eine Doktrin ist, die auf der Hl. Schrift beruht und auf das Göttliche Recht gegründet ist. Zu behaupten, es sei möglich geschiedenen oder ungültig verheirateten Paaren die Hl. Kommunion durch entsprechendes Eingreifen spenden zu können, ist ein Glaube an Häresien, II, IV und V oder ein Verleugnen des Dogmas der Unauflöslichkeit der Ehe . 8. Am 16. Juni 2016, bei einem Pastoral Kongress für die Diözese Rom hat Papst Franziskus  behauptet, daß viele Paare, die in Kohabitation leben, die Gnade der Ehe besitzen (II,IV,V) 9. Bei einer Pressekonferenz am 26. Juni 2016 stellte Papst Franziskus fest: Ich denke, daß die Absichten Martin Luthers nicht falsch waren. Er war ein Reformer. Vielleicht waren einige Methoden nicht korrekt.. und heute stimmen Lutheraner und Katholiken, Protestanten, wir alle der Rechtfertigungslehre zu. In diesem Punkt, der sehr wichtig ist, hat er sich nicht geirrt- (I) 10. In einer Predigt in der Lutherischen Kathedrale von Lund, Schweden, sagte Papst Franziskus, am 31. Oktober 2016: Die spirituelle Erfahrung von Martin Luther fordert uns heraus, uns daran zu erinnern, daß wir ohne...

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Medjugorje „pastoral“ anerkannt oder die Verwirrung geht weiter

Wie man heute überall nachlesen kann, hat der Antipapst Bergoglio die Wallfahrten nach Medjugorje erlaubt, ohne sich zu der Echtheit der angeblichen Erscheinungen zu äußern. Die orwellsche Doppelsprache (double speak) wird also beibehalten, denn: einerseits sagen wir nicht, ob die Erscheinungen echt sind andererseits erlauben wir die Wallfahrt als ob sie echt wären. Aber warum sollte man zu etwas wallfahrten, was nicht stattgefunden hat oder vom Teufel kommt? Dies bedeutet, dass beide Seiten, die jetzt über Medjugorje streiten werden, sich auf diese Entscheidung des Antipapstes berufen können, um ihren Standpunkt zu begründen. Was halten wir davon? Medjugorje ist eine Hoax. Das Paranormale dort ist dämonisch. Es hat in all den Jahrzehnten solche Dimensionen angenommen, dass sich dort alles vermischt. Bergoglio benutzt es, um das letzte Hasen spickende Mütterchen zu verderben. Wir haben schon darüber berichtet, wir haben die Erklärung des Bischofs übersetzt und es gibt wirklich nichts mehr dazu zu sagen. Falschmystik, nicht von Gott, Betrug, Hoax, Dämonisch! Die Anerkennung von Medjugorje zeigt aber auch, dass Bergoglio auch nichts auslässt, um die Gläubigen zu verderben, denn solch ein frommes Mütterchen, Hase hin oder her, wird: a. keinen Ehebruch begehen und darin kommunizieren, b. keine Homo-Ehe eingehen, c. die Todsünde meiden, d. aber nach Medjugorje pilgern, weil sie nach dem Übernatürlichen lechzt. Und genau dort wird der Teufel sie zu fassen bekommen, denn es wird gerade in Medjugorje von dämonischen Manifestationen berichtet und zwar bei Menschen, die vorher völlig normal und nicht besessen waren. Warum also dort? Weil sie sich dort etwas „eingefangen“ haben. Ja, das gibt es und es passiert oft den sog. „Geistesjägern„, welche heimgesuchte Orte besuchen und oft mit einer dämonischen Anhänglichkeit nach Hause kommen. Weil Bergoglio der Antipapst ist, so ist er jeder Geistesunterscheidung bar und daher wählt er das Schädlichste, was die meisten Seelen verderben kann. Er tut es aber bewußt, denn alle Aussagen zu Medju bis einschließlich Benedikt waren negativ. Uns wundert es nicht, denn es bestätigt nur unsere Antipapst-Theorie.  Hat es Ihnen gefallen? Damit dieser Beitrag auch für andere frei zugänglich bleibt, können Sie uns etwas spenden.

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Christoph A. Ferrara, Die Heiligsprechungskrise (6 von 8)

Kann eine Heiligsprechung auf zweifelhaft-wunderbaren „Wundern“ basieren? Morgen, am 14. Oktober, wird Papst Bergoglio, der bereits die Heilige Kommunion für öffentliche Ehebrecher genehmigt und die Todesstrafe als  unmoralisch definiert hat – in beiden Fällen steht das im Widerspruch zu der zweitausendjährigen Lehre und Praxis der Kirche – erklären, dass sowohl Paul VI. als auch Oscar Romero Heilige sind, die die Universalkirche als solche verehren muss. Doch Paul VI. löste ein beispielloses liturgisches Debakel und die postkonziliare Revolution als solche aus, worüber  er den Rest seines Lebens weinte und die Hände rang, während Glaube und Disziplin um ihn herum schnell zusammenbrachen. Während Romero, eine komplexe Figur, die man ehrlicherweise nicht als Marxist bezeichnen kann, nicht wegen des Hasses auf den Glauben als solchen damals mitten in einem Bürgerkrieg mit marxistischen Revolutionären ermordet wurde, sondern wegen seiner öffentlichen Agitation gegen die Regierung von El Salvador. Auch wurde nie mit Sicherheit festgestellt, welche Seite des Konflikts für seine Ermordung verantwortlich war, für den bisher noch  keiner verfolgt oder gar endgültig als Verdächtiger identifiziert wurde. Was sollen wir nun von diesen bevorstehenden Heiligsprechungen halten – dem jüngsten Ergebnis dessen, was von der Presse als „Heilige Fabrik“ verspottet, von Johannes Paul II. in Betrieb genommen wurde?  Unter Berücksichtigung dieser Frage wäre es angebracht, die zweiteilige Serie, die ich hier begonnen habe, abzuschließen und die Meinung eines Laien zu wagen, der nicht einsehen kann, dass die Unfehlbarkeit von Heiligsprechungen von allem möglichen anderen als von der Integrität des Ermittlungsprozesses abhängig sein soll, der dem päpstlichen Heiligsprechungsdekret vorausgeht. Im ersten Teil betrachtete ich die entscheidende Rolle, die das göttliche Zeugnis der Wunder bei der Heiligsprechung spielt. Ich zitierte den katholischen Gelehrten Donald S. Prudlo, einen Experten für die Geschichte der Heiligsprechungen, der bemerkte, dass, weil „das Problem der Heiligsprechung unwürdiger Gestalten durch lokale Heiligsprechungen durch Bischöfe immer wieder auftauchte“, Rom am Ende des 12. Jahrhunderts die Kontrolle über die Heiligsprechungen übernommen hatte, „das Papsttum, alle möglichen Garantien zur Gewährleistung von Wahrhaftigkeit und Heiligkeit einführte, wie lange Untersuchungen des Lebens und der Wunder“.  In diesem Zusammenhang zitiert Prudlo Papst Innozenz III. (regierte 1198-1216), der in seiner historischen Bulle, die Homobonus von Cremona heilig spricht, erklärte: „Zwei Dinge sind notwendig für jemanden, der in der Kirche als Heiliger öffentlich verehrt wird: die Macht der Zeichen, nämlich Werke der Frömmigkeit im Leben und das Zeichen der Wunder nach dem Tod“. Prudlo bemühte sich, darauf hinzuweisen: „Während Innozenz betont, dass lediglich nur die Beharrlichkeit bis ans Ende [im Glauben (Anm.d. Übers.)] für die Heiligkeit absolut notwendig ist,  behauptet er, dass die öffentliche Verehrung eines solchen Menschen göttliche Zeugnisse erfordert. Beides ist für die Heiligkeit erforderlich, denn weder sind Werke allein ausreichend, noch Zeichen allein.“ Betrachtet man die Heiligsprechungen von Paul VI. und Romero unter dem Aspekt der angeblichen medizinischen Wunder, die auf ihre Fürbitte zurückgeführt werden – ein unverzichtbares Element des Prozesses, wie er sich unter päpstlicher Autorität entwickelt hat -, so kann man nicht übersehen, dass keines von ihnen aufgrund der öffentlich zugänglichen Informationen alle traditionellen Kriterien für die Überprüfung eines Wunders als göttliches Zeugnis der Heiligkeit erfüllt. Diese Kriterien sind (1) eine Heilung, die (2) sofort, (3) vollständig, (4) dauerhaft und (5) wissenschaftlich unerklärlich ist, d.h. nicht das Ergebnis einer Behandlung oder natürlicher Heilungsprozesse, sondern ein Ereignis, das außerhalb der natürlichen Ordnung entsteht. (Sobald ein solches medizinisches Wunder nach diesen Kriterien verifiziert ist, muss ferner festgestellt werden, dass es „allein auf die Fürbitte des jeweiligen Kandidaten für die Heiligkeit“ statt auf Gebete im Allgemeinen oder Bitten an andere Fürsprecher erfolgte.) Es sollte offensichtlich sein, dass kein angebliches Wunder, das auch nur eines dieser Kriterien nicht erfüllt, rational als göttliches Zeugnis der Heiligkeit des Kandidaten angesehen werden könnte. Wenn es keine Heilung als solche gibt, dann gibt es überhaupt kein Wunder. Wenn die Heilung nur unvollständig ist, ist es kein Wunder.  Wenn die Heilung nicht unmittelbar, sondern nur schrittweise erfolgt, dann könnten nicht-wundersame natürliche Heilungsprozesse oder medizinische Behandlungen dafür verantwortlich sein. Wenn die Heilung nur vorübergehend ist und der Zustand zurückkehrt, ist nichts Wunderbares geschehen. Betrachten wir also die „Wunder“, die der Fürsprache von Paul VI. und Oscar Romero zugeschrieben werden.  Was Paul angeht, so betraf das erste angebliche Wunder, das seine Seligsprechung unterstützte, „ein Ungeborenes, bei dem festgestellt wurde,  dass es ein ernsthaftes Gesundheitsproblem habe, das zu Hirnschäden führen könnte. Ärzte rieten, die Schwangerschaft abzubrechen, aber die Mutter vertraute ihre Schwangerschaft Paul VI. an. Das Kind wurde gesund geboren.“  Das angebliche Wunder sollte vollständiger so beschrieben werden: Das angebliche Wunder betrifft ein ungeborenes Kind, das in den 90er Jahren in Kalifornien ein ernsthaftes Gesundheitsproblem mit einem hohen Risiko für Hirnschäden aufwies. Die Harnblase des Kindes war defekt, und die Ärzte berichteten von Aszites (das Vorhandensein von Flüssigkeit im Bauchraum) und Anhydramniose (das Fehlen von Flüssigkeit in der Fruchtblase). Ärzte rieten, das Kind abzutreiben, aber die Mutter vertraute ihre Schwangerschaft...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – 3. Sonntag nach Ostern

Evangelium des dritten Sonntags nach Ostern Joh 16, 16 – 22 „Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr; und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder [, denn ich gehe zum Vater].“ Da sagten einige seiner Jünger zueinander: „Was will er uns damit sagen: Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr; und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder? Und: Ich gehe zum Vater?“ Sie sagten also: „Was meint er mit den Worten: Noch eine kleine Weile? Wir verstehen nicht, was er sagt.“ Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: „Darüber fragt ihr einander, dass ich gesagt habe: Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr, und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Trauer wird sich in Freude verwandeln. Wenn eine Frau gebiert, hat sie Trauer, weil ihre Stunde gekommen ist; hat sie aber das Kind geboren, so gedenkt sie nicht mehr der Not, aus Freude darüber, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. So habt auch ihr jetzt Trauer; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude wird niemand von euch nehmen. Predigttext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus. Eine kleine Weile ist die ganze Dauer, in der die gegenwärtige Zeit verläuft. Deshalb sagt derselbe Evangelist in seinem Briefe: „Es ist die letzte Stunde da“. Deshalb hat er nämlich hinzugefügt: „Denn ich gehe zum Vater,“ was auf den ersteren Satz zu beziehen ist, wo er sagt: „Noch eine kleine Weile, und ihr werdet mich nicht mehr sehen.“ Durch den Gang zum Vater nämlich wollte er bewirken, daß sie ihn nicht mehr sehen. Und darum ist dies nicht deshalb gesagt, weil er sterben wollte und weil er bis zur Auferstehung aus ihren Anblick verschwinden sollte, sondern weil er zum Vater gehen wollte, was er getan hat, nachdem er auferstanden war und als er nach einem vierzigtägigen Verkehr unter ihnen in den Himmel aufstieg. Denjenigen also sagte er: „Noch eine kleine Weile, und ihr werdet mich nicht mehr sehen,“ die ihn damals leiblich sahen, weil er zum Vater gehen wollte und weil sie ihn von da ab als Sterblichen nicht mehr sehen sollten, wie sie ihn sahen, als er dies sagte. Wenn er aber hinzufügte: „Und wieder eine kleine Weile, und ihr werdet mich wieder sehen,“ so gab er ein Versprechen der ganzen Kirche, wie er auch der ganzen Kirche versprach: „Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt“. Es läßt der Herr sein Versprechen nicht unerfüllt. Nur eine kleine Weile, und wir werden ihn sehen; dort, wo wir nichts mehr zu erbitten, nichts mehr zu erfragen haben, weil nichts bleibt, was zu ersehnen wäre, nichts verborgen sein wird, was zu suchen wäre. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Gott! der Du denjenigen, die von dem Wege der Tugend abgewichen sind, das Licht deiner Wahrheit hast leuchten lassen; verleih allen denen, die sich zum Christentum bekennen, die Gnade, daß sie das, was deinem heiligen Namen entgegen ist, verabscheuen, und nach dem streben, was ein so heiliges Bekenntniß von ihnen fordert. Amen....

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Proprium missae – Dominica III Post Pascha

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Ps 65:1-2 Iubiláte Deo, omnis terra, allelúia: psalmum dícite nómini eius, allelúia: date glóriam laudi eius, allelúia, allelúia, allelúia. Ps 65:3 Dícite Deo, quam terribília sunt ópera tua, Dómine! in multitúdine virtútis tuæ mentiéntur tibi inimíci tui. V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen Ps 65:1-2 Iubiláte Deo, omnis terra, allelúia: psalmum dícite nómini eius, allelúia: date glóriam laudi eius, allelúia, allelúia, allelúia. Jubelt Gott ihr Lande all, alleluja, singet Psalmen Seinem Namen, alleluja; herrlich laßt Sein Lob erschallen, alleluja, alleluja, alleluja. Saget zu Gott: Wie gewaltig sind Deine Werke, o Herr! Ob der Fülle Deiner Macht huldigen selbst Deine Feinde Dir. V. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste; R. wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Jubelt Gott ihr Lande all, alleluja, singet Psalmen Seinem Namen, alleluja; herrlich laßt Sein Lob erschallen, alleluja, alleluja, alleluja.   ALLELUIA 1 Ps 110:9 Redemptiónem misit Dóminus pópulo suo. Allelúia. Erlösung sandte der Herr Seinem Volke. Alleluja. ALLELUIA 2 Luc 24:46 Oportebat pati Christum, et resúrgere a mórtuis: et ita intráre in glóriam suam. Allelúia. Christus mußte leiden und von den Toten auferstehen und so eingehen in Seine Herrlichkeit. Alleluja OFFERTORIUM Ps 145:2 Lauda, anima mea, Dóminum: laudábo Dóminum in vita mea: psallam Deo meo, quámdiu ero, allelúia. Lobe den Herrn, meine Seele. Loben will ich den Herrn mein Leben lang, will lobsingen meinem Gotte, solang ich bin, alleluja. COMMUNIO Ioannes 16:16 Módicum, et non vidébitis me, allelúia: íterum módicum, et vidébitis me, quia vado ad Patrem, allelúia, allelúia. «Noch eine kleine Weile, und ihr werdet Mich nicht mehr sehen», alleluja; «und wieder eine kleine Weile, und ihr werdet Mich wiedersehen; denn Ich gehe zum Vater», alleluja, alleluja....

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Christoph A. Ferrara, Die Heiligsprechungskrise (5 von 8)

Päpstliche Abhängigkeit von den Ermittlungen vor der Kanonisierung: Ein Rätsel Was genau bewohnt also die schmale Lücke zwischen der Zulässigkeit, die Unfehlbarkeit von Heiligsprechungen in Frage zu stellen, und der Unzulässigkeit, bestimmte Beispiele als kompletten päpstliche Kardinalfehler zu bestreiten? Diese Unsicherheitszone scheint sich aus der Natur der Heiligsprechung als Ergebnis einer vorherigen Untersuchung zur Feststellung der Existenz historischer Fakten über eine bestimmte Person zu ergeben, ohne die eine Heiligsprechung nicht möglich ist, im Gegensatz zu lehrmäßigen Formeln für die Universalkirche. Angesichts dessen, dass es eine Fakten-Abhängigkeit bei Heiligsprechungen gibt, gibt es kein Entkommen vor dem, was Prudlo ein wahres und eigentliches „Rätsel“ nennt, mit dem sich Kanonisten und Theologen, darunter St. Bonaventura und St. Thomas, auseinandersetzen mussten, als das Papsttum allmählich seine Autorität über einen Heiligsprechungsprozess konsolidierte, der seit Jahrhunderten eine lokale Angelegenheit war, die in nicht wenigen Fällen sehr zweifelhafte „Heilige“ betraf:   „In erster Linie ging es ihnen um die Möglichkeit von Irrtümern als Folge falscher menschlicher Aussagen. Das wurde kontinuierlich von Kirchenrechtlern und einigen Theologen dahingehend geprüft, die päpstliche Unfehlbarkeit der Heiligsprechung als Dogma des Glaubens zu bezeichnen, besonders im dreizehnten Jahrhundert. Das Problem der Heiligsprechung unwürdiger Gestalten tauchte immer wieder auf, so dass das Papsttum alle möglichen Garantien zur Gewährleistung von Wahrhaftigkeit und Heiligkeit einführte, wie z.B. lange Untersuchungen des Lebens und der Wunder.  Darüber hinaus stand die Möglichkeit der menschlichen Schwäche in den theologischen Schriften ganz oben.  Es war das  zentrale Argument gegen die Lehre im Mittelalter. Wie kirchliche Denker dieses Rätsel überwunden haben, ist ein zentraler Schlüssel zum Verständnis der Schaffung eines allgemeinen Konsenses[1].“ Aber welche Notwendigkeit besteht für „alle Arten von Garantien zur Gewährleistung von Wahrhaftigkeit und Heiligkeit“, einschließlich „langwieriger Untersuchungen des Lebens und der Wunder“, wenn, wie Prudlo gegen de Mattei argumentiert, „es nicht die Untersuchung ist, sondern die Inspiration des Heiligen Geistes, die diese Realität für uns bestätigt“ und „Päpste nicht unfehlbar sind wegen der Qualität der Untersuchungen, die der Definition vorausgehen, sie sind unfehlbar, gerade wegen der Handlung, die sie im liturgischen Rahmen der Heiligsprechung durchführen“? Darüber hinaus neigen die eigenen Studien Prudl`s dazu, seine Position gegen de Mattei zu untergraben.  Wie seine Untersuchung feststellt, erklärte Papst Innozenz III. (r. 1198-1216) in seiner Bulle in der er Homobonus von Cremona kanonisierte: „Zwei Dinge sind notwendig für jemanden, der in der Kirche öffentlich als Heiliger verehrt wird: die Macht der Zeichen, nämlich Werke der Frömmigkeit im Leben und das Zeichen der Wunder nach dem Tod.“[2] Unschuldiger weise macht das auch deutlich, dass das päpstliche Gebot der universellen Verehrung, das an die Heiligsprechung geknüpft ist, von mehr als der bloßen Überzeugung unterstützt werden muss, dass ein Kandidat die beseligende Gottesschau erreicht hat, wie einige jetzt in einer minimalistischen Verteidigung von Franziskus‘ Heiligsprechungen von Johannes Paul II. und Johannes XXIII. argumentieren: „Während Innozenz betont, dass einzig die Beharrlichkeit bis ans Ende für die Heiligkeit als solche betrachtet absolut notwendig ist, behauptet er, dass die öffentliche Verehrung einer solchen Person göttliche Zeugnisse erfordert. Beide sind für die Heiligkeit erforderlich, denn weder sind die Werke allein ausreichend, noch die Zeichen allein.“[3] Es ist von großer Bedeutung, dass, wie Prudlo zeigt, Innozenz III., der Papst selbst, es ist, der „das Muster festgelegt hat, das für die Aufklärung des qualitativen Unterschieds der päpstlichen Kanonisierungen, die nach seinem Tod entstehen würden, entscheidend sein würde“, d.h. ihre Unfehlbarkeit, indem er den Kanonisierungsprozess aus päpstlicher Sicht „neu ausgerichtet hat“. Zu dieser Neuausrichtung gehört „die Notwendigkeit von Zeichen und Wundern als wegweisende Voraussetzungen für die Heiligkeit, zusammen mit dem Zeugnis eines tugendhaft gelebten Lebens“[4]. Ist es wirklich tollkühn, darauf hinzuweisen, dass es ohne den Beweis wahrer Zeichen und Wunder keine wahre Heiligsprechung geben kann? Es scheint also, dass Prudlo selbst gezeigt hat, dass nach der päpstlichen Lehre eine zuverlässige Form der sachlichen Untersuchung des Kandidaten für die Heiligkeit, die sowohl Wunder als auch Tugenden bestätigt, eine Voraussetzung für die päpstliche Heiligsprechung ist, d.h. die Einsetzung der obligatorischen Verehrung eines Heiligen in der ganzen Kirche durch den Papst. Obwohl Prudlo zu dem Schluss kommt, dass die Päpste, als sich der Prozess der päpstlichen Heiligsprechung entwickelte, klar glaubten, dass sie in ihren Kanonisierungsurteilen persönliche Unfehlbarkeiten ausübten“,[5] bleibt die Frage bestehen: Auf welcher Basis gründeten sie diesen Glauben?  Sicherlich müssen die Untersuchungen, auf die sie sich stützen, etwas damit zu tun gehabt haben. Wie kann dann die Qualität der zur Heiligsprechung ggf. führenden Untersuchungen nicht zum Thema werden? Wenn die Qualität der Untersuchung irrelevant wäre, wäre dann nicht die Untersuchung selbst irrelevant?  In diesem Fall bliebe uns nur die bloße Behauptung, dass eine Inspiration des Heiligen Geistes garantiert, dass keine päpstliche Heiligsprechung jemals im Irrtum sein wird, solange der Papst die Kanonisationsformel „im liturgischen Rahmen der Heiligsprechung“ rezitiert (um an Prudlo’s Argument contra de Mattei zu erinnern). Aber diese Art von Unfehlbarkeit müsste sich von der Definition des Vatikanum I unterscheiden, die sich streng...

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Offener Brief an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Hl. Katholischen Kirche; Gesamttext, Teil 2.1

In diesem Teil erfolgt der Nachweis, dass die im ersten Teil als Häresien formalisierte Sätze tatsächlich in den päpstlichen Schriften, hauptsächlich in Amoris Laetitia und Aussagen vorhanden sind. Wir stellen die schlimmsten Passagen rot dar, damit es auch jeder begreift. Und worum geht es dabei? Sex ist lebensnotwendig Gebote Christi sind nur ein Ideal Es gibt zwar Regeln, was Sex anbelangt aber nur Ausnahmen Ja, Franziskus begeht Häresie und diese sieht wie folgt aus. Beweis dafür, daß Papst Franziskus des Deliktes der Häresie schuldig ist.  Diese Beweise sind zweifach: die öffentlichen Äußerungen von Papst Franziskus und seine öffentlichen Handlungen (die unten zitierten Äußerungen aus Amoris laetitia sind nicht als isolierte Äußerungen zu verstehen, sondern in ihrer wahren Bedeutung im Zusammenhang mit dem gesamten Kapitel VIII dieses Dokuments zu lesen.) Es gibt zwei Arten von Beweisen. Sein öffentliches Handeln dient der Feststellung, daß die nachstehend aufgeführten öffentlichen Äußerungen von ihm im häretischen Sinne verstanden werden sollten. (A) Papst Franziskus‘ öffentliche Äußerungen widersprechen den Glaubenswahrheiten Amoris Laetitia 295: „Der Heilige Johannes Paul II hat das sog. „Gesetz der Gradualität“ vorgeschlagen, im Wissen, daß der Mensch „auf verschiedenen Stufen der Entwicklung das moralische Gute kennt, liebt und erfüllt.“ Das ist keine „Gradualität des Gesetzes “ sondern eher eine Gradualität in der vorsichtigen Ausübung freier Handlungen eines Einzelnen, der nicht in der Lage ist, die objektiven Forderungen des Gesetzes zu verstehen, zu schätzen und voll zu erfüllen. (I, II, IV.) 2. Amoris Laetitia 298: „Die Geschiedenen, die eine neue Verbindung eingegangen sind, können sich z.B. in verschiedenen Situationen wiederfinden, die nicht in offensichtlich starre Kategorien gezwungen werden sollten, die keinen Raum für eine angemessene persönliche und pastorale Differenzierung lassen. Eine Sache ist eine mit der Zeit konsolidierte zweite Beziehung, mit neuen Kindern, erwiesener Treue, großzügiger Selbstschenkung, christlichem Engagement, Bewußtsein für ihr Irregularität und der großen Schwierigkeit zurück zu gehen, ohne im Gewissen zu fühlen, daß man neue Sünden begehen werde. Die Kirche erkennt Situationen an, die aus ernsten Gründen – wie die Erziehung von Kindern, ein Mann und eine Frau die Pflicht sich zu trennen, nicht erfüllen können. [Fußnote 329: In solchen Situationen weisen zahlreiche Menschen, die die Möglichkeit „wie Bruder und Schwester“ zusammen zu leben kennen und akzeptieren, die die Kirche ihnen anbietet, darauf hin, daß wenn ein gewisser Ausdruck der Intimität fehlt, „es oft vorkommt, daß die Treue und das Wohl der Kinder gefährdet werden.] Es gibt auch die Fälle derer, die jede Anstrengung unternommen haben, ihre erste Ehe zu retten und zu Unrecht verlassen wurden, oder die zum Wohl der Kinder eine zweite Ehe geschlossen haben und manchmal subjektiv in ihrem Gewissen sicher sind, daß ihre vorherige und irreparabel zerbrochene Ehe nie gültig war, „Eine andere Sache ist, daß eine neue Verbindung, die aus einer kürzlichen Scheidung hervorgegangen ist, mit dem ganzen Leiden und der ganzen Verwirrung für Kinder und ganze Familien mit sich bringt, oder der Fall von jemandem, der fortwährend in seinen Verpflichtungen gegenüber der Familie versagt hat. Es muß klar bleiben, daß das nicht das Ideal ist, das das Evangelium für Ehe und Familie anregt. Die Synodenväter haben festgestellt, daß immer eine Differenzierung durch die Hirten stattfinden muß „durch adäquate Unterscheidung „in einem Ansatz, der sorgfältig die Lage wahrnimmt.“ Wir wissen, daß es keine einfachen Rezepte gibt.“ (III, IV). Amoris Laetitia 299: „Ich bin mit vielen Synodenvätern einig, die der Meinung waren, daß „Getaufte, die geschieden und wiederverheiratet sind, auf verschiedene Weise mehr in die Christlichen Gemeinde eingebunden werden müssen – dabei aber jede Art von Skandal zu vermeiden ist. Die Logik der Integration ist der Schlüssel zu ihrer pastoralen Versorgung, eine Versorgung, die ihnen nicht nur ermöglichen sollte, festzustellen, daß sie zur Kirche und dem Leib Christi gehören, sondern auch zu wissen, daß sie freudige und fruchtbare Erfahrungen in ihr machen können. Sie sind getauft: sie sind Brüder und Schwestern; der Hl. Geist gießt zum Wohl aller Gaben und Talente in ihre Herzen. Diese Personen sollten sich nicht als exkommunizierte Mitglieder der Kirche fühlen, sondern statt dessen als lebendige Mitglieder, die in der Lage sind, in der Kirche zu wachsen und sie als Mutter zu erleben, die sie immer empfängt, die für sie mit Liebe sorgt und sie auf dem Weg des Lebens und des Evangeliums ermutigt.“ (II, IV)   4. Amoris Laetitia 301: „Man kann nicht länger einfach sagen, daß alle jene, die in irgendeiner „irregulären“ Situation sind, im Zustand der Todsünde leben und von der heiligmachenden Gnade ausgeschlossen sind. Hier geht es um mehr als eine bloße Unkenntnis der Regel. Ein Subjekt kann die Regel gut kennen und dennoch große Schwierigkeiten haben ihren innewohnenden Wert zu erkennen, oder in einer konkreten Situation sein, die ihm oder ihr nicht erlaubt, anders zu handeln und anders zu entscheiden ohne weiter zu sündigen,“  (II, III, IV) 5. Amoris laetitia 303: “ Das Gewissen kann mehr als zu erkennen, daß...

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35 Shades of Bergoglio oder die immerwährende Ermahnung

Der etwas reißerische Titel, der an das grauenhafte Buch 50 Shades  erinnert, will auf die Tatsache anspielen, dass der Antipapst Bergoglio wegen seiner Häresien wirklich mehr als einmal, von fast allen Seiten, ermahnt worden ist. Die fleißige Maike Hickson hat mit deutscher Gründlichkeit auf Lifesitenews alle 35 Versuche der Katholiken dargestellt Bergoglio auf seine Fehler aufmerksam zu machen. Bei 6 Jahren Pontifikat ergibt das ungefähr 6 Ermahnungen pro Jahr. Geben wir diese Momente nach Hickson wieder: Direkte Versuche von Geistlichen und Laien, Papst Franziskus zu erreichen  Im Oktober 2014 veröffentlichte eine große katholische Gemeinde in den USA – St. Johannes der Täufer (Front Royal, Virginia), eine Glaubensbekundung bezüglich Ehe und Familie , die mehr als 1.000 Unterschriften von Gemeindemitgliedern erhielt und an Papst Franziskus gesandt wurde.  Am 16. April 2015 veröffentlichte die katholische Zeitung The Wanderer einen offenen Brief an Papst Franziskus, in dem die Unterzeichner Papst Franziskus bitten, dass er „die Schlussfolgerung der Familiensynode mit einer klaren und nachdrücklichen Bekräftigung der zeitlosen Lehren der Kirche bekräftigen solle, d.h.  die Unauflöslichkeit der Ehe, die Ehe und die Definition der Ehe und der ehelichen Liebe und die Tugend der Keuschheit, wie sie im Katechismus der katholischen Kirche dargestellt wird.“ Nach der ersten beunruhigenden Synode im Dezember 2014 machte die Verfasserin dieses Artikels [Maike Hickson Red.] selbst einen kleinen Versuch, die kirchliche Lehre über die Ehe zu verteidigen, indem sie einen Offenen Brief an Papst Franziskus schrieb, der auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrung als Scheidungskind fußt. Dieser Brief wurde an Papst Franziskus geschickt, aber er hat nie geantwortet. Er wurde auch an das Sekretariat der Bischofssynode geschickt, aber auch darauf wurde nicht geantwortet.  Am 24. April, kurz nach der Veröffentlichung des päpstlichen Dokuments,  veröffentlichte Bischof Athanasius Schneider eine von Nächstenliebe gepräge aber auch klare Kritik an Amoris Laetitia, sprach über die Verwirrung und „widersprüchlichen Interpretationen auch im Episkopat“, die aus diesem päpstlichen Text resultieren. Er rief die die Hierarchie der Kirche und die Laien auf den Papst um Klarstellung und offizielle Interpretation von Amoris Laetitia im Einklang mit der ständigen Lehre der Kirche zu bitten.  Am 13. Juli 2016 baten 16 internationale Anwälte für das Leben und Familie Papst Franziskus im Geist der Liebe, Demut und Treue in einer wirkungsvollen „Bitte an den Papst „, eindeutig die Wahrheit des katholischen Glaubens zu sagen, um die Verwirrung in der Lehre zu beenden, um die Klarheit wiederherzustellen und derjenige Heilige Vater zu sein, den die Katholiken brauchen.  Im Juli 2016 veröffentlichten 45 Geistliche und Gelehrte ihren Brief an die Kardinäle der katholischen Kirche, in dem sie „die Kardinäle und Patriarchen an den Heiligen Vater baten, die in dem Dokument aufgeführten Fehler endgültig und endgültig zu verurteilen um autoritär zu sagen, dass Amoris Laetitia nicht verlangt, dass einer von ihnen geglaubt oder als möglicherweise wahr angesehen wird. “Der Brief enthält eine sehr detaillierte Liste potenziell häretischer oder heterodoxer Aussagen, die aus Amoris Laetitia gezogen werden könnten.“ Am 3. August 2016  veröffentlichte Professor Josef Seifert eine detaillierte Kritik an Amoris Laetitia, in der mehrere Fehler in dem Dokument aufgelistet werden, die potenziell ketzerisch sein könnten, und bat den Papst „sie zu widerrufen.“ Seifert veröfftentlichte später, im August 2017 einen zweiten Text über Amoris Laetitia mit der Bitte „an Papst Franziskus und an alle katholischen Kardinäle, Bischöfe, Philosophen und Theologen.“ Es handelt sich um ein Dubium über eine rein logische Konsequenz einer Bestätigung in Amoris Laetitia und endet mit einer Bitte an Papst Franziskus, mindestens eine Behauptung von AL zurückzuziehen. “Diese Frage bezieht sich auf die Behauptung von AL, dass wir mit „einer gewissen moralischen Sicherheit“ wissen können, dass Gott selbst uns auffordert, weiterhin unrechtmäßige Handlungen zu begehen, wie Ehebruch oder aktive Homosexualität“.  Am 14. November 2016 veröffentlichten vier Kardinäle einen Brief an Papst Franziskus, den sie am 19. September privat an ihn geschickt hatten und der unbeantwortet blieb, was sehr ungewöhnlich ist. Der Brief enthielt die inzwischen berühmten fünf Dubia über Amoris Laetitia, zum Beispiel, ob diejenigen, die nach einer Scheidung in einer zweiten „Ehe“ leben, nun die Sakramente erhalten dürfen und ob es immer noch intrinsisch böse Taten gibt, das heißt Handlungen, die unter allen Umständen als böse anzusehen sind. Die Kardinäle forderten, vom Papst empfangen zu werden, wurden aber nie empfangen. Die vier Dubia-Kardinäle sind die Kardinäle Joachim Meisner, Raymond Burke, Carlo Caffarra und Walter Brandmüller. (Zwei der vier Dubia Kardinäle sind seitdem gestorben.) Anschließend bekundeten 15 Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe ihre Unterstützung für die Dubia, darunter die Kardinäle Joseph Zen und Willem Eijk, Erzbischof Charles Chaput und Erzbischof Luigi Negri. Ende 2016 veröffentlichten zwei Wissenschaftler, Professor John Finnis und Professor Germain Grisez, einen offenen Brief an Papst Franziskus, in dem sie ihn aufforderten, „acht Positionen gegen den katholischen Glauben zu verurteilen, die durch den Missbrauch von Amoris Laetitia unterstützt werden oder wahrscheinlich sein werden. Sie forderten auch die Bischöfe auf, sich dieser Bitte anzuschließen. Am 23. September 2017, mehr als ein Jahr nach der Veröffentlichung von Amoris Laetitia, veröffentlichten 62 Kleriker und Gelehrte eine “ Correctio Filialis“ [Brüderliche Ermahnung] von...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (38). Über den göttlichen Geist (iii)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  „Deswegen muss man vorsichtig zu Werke gehen, um die verschiedenen Arten von Visionen wohl zu unterscheiden“, schreib hl. Petrus Damiani. Wer hat denn Visionen?, werden Sie wohl fragen. Mehr Menschen als noch vor 50 Jahren und viel mehr als vor 100 Jahren. Warum? Drogen, Okkultismus, Esoterik Privatoffenbarungsgläubigkeit Anderes. ad 1. Es ist gekannt, das verschiedene Drogen, insbesondere die THC-haltigen Halluzinationen spricht Visionen hervorrufen. Während aber ein naturalistischer Mediziner sagen wird, dass sich diese Vorgänge nur innerhalb des Gehirns abspielen, so meinen wir, dass wir bloß durch die neuen Techniken sehen können, dass sich diese Vorgänge im Gehirn abspielen, aber wir nicht sagen können, ob sie eine äußere Wirklichkeit widerspiegeln oder nicht. In allen heidnischen Kulturen wurde der Rausch samt Rauschgift als eine Toröffnung auf die dämonische Welt verstanden, was es auch ist. Die Verwendung der verschiedenen Rauschgifte, der heiligen Pflanze, welche einer Gottheit gewidmet war, war also eine Kulthandlung, welche an sich die Dämonen einlädt und beschwört. Menschen, die Drogen nehmen, bilden sich nicht ein mit dämonischen Wesenheiten zu verkehren, sie tun es tatsächlich auch nachdem der Rauschzustand verklungen ist. ad 2. Fast überall im Internet, auf Workshops, Seminaren etc. kann man lernen, wie man Dämonen, die natürlich nicht als solche genannt werden, beschworen, befreundet oder wie auch immer herbeigerufen werden können. Das resultiert natürlich auch in Visionen, die zu einer Besessenheit führen. Der Dämon verkleidet sich zuerst als ein Engel des Lichts und zwar buchstäblich, denn er stellt sich als ein Engel vor, was nicht mal gelogen ist, bevor er später, meistens wenn diese Person aussteigen will, sein wahres Gesicht zeigt. ad 3. Noch niemals waren die Katholiken so verwirrt wie jetzt, noch niemals haben sie mehr als Privatoffenbarungen geglaubt. Da aber jetzt, wie richtigerweise Ann Barnhardt sagt, es kaum in der Kirche gelehrte Männer gibt, welche eine echte Offenbarung erkennen können, so wird Gott jetzt keine von ihm kommenden Privatoffenbarungen senden. Auch an die anerkannten muss man nicht zwangsläufig glauben, denn sie sagen nichts Neues. Falls der Dämon aber die Schwäche für das „katholische Übernatürliche“ sieht, so verkleidet er sich dementsprechend, um zu verführen, siehe Faustina Kowalska, Garabandal, Heroldsbach und Medjugorje, womit wir wieder ein Diskussion vom Zaun brechen. ad 4. Es kommen recht selten Visionen bei Menschen vor, die zu keiner der o.a. Kategorien zählen. Gott lässt es manchmal zu, um sie zu prüfen. Die erste Vorsichtsmaßnahme, die uns von Kardinal Bona angeführten Autoren ans Herz legen ist Mißtrauen und Frage: Kommst Du von oben oder von unten? Es ist absolut falsch anzunehmen, dass etwas Paranormales, sollte es wirklich rational nicht erklärbar sein, von Gott kommt. Zu 90 % kommt es vom Teufel, weil Gott diese Regel, die er selbst gesetzt hat sehr selten überschreitet. Sollten Sie Visionen haben, dann sind diese Passagen an Sie gerichtet, denn man findet selten bessere Darstellung dieser Sachverhalte als bei Kardinal Bona.

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Offener Brief an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Hl. Katholischen Kirche; Gesamttext, Teil 1

Der Offene Brief besteht aus vier Teilen. Im ersten Teil werden die Häresien dargestellt samt ihrer Spiegelung in der Lehre der Kirche. Im zweiten Teil wird nachgewiesen, dass Bergoglio sie tatsächlich in Wort und Tat verkündet hat. Im dritten Teil wird die Hartnäckigkeit des Verbleibens in den Häresien dargestellt, was den Appell an die Bischöfe im vierten Teil nach sich zieht. Der zweite Teil besitzt noch diese Auffälligkeit, dass dort diejenigen Prälaten namentlich genannt werden, welche aufgrund ihrer häretischen und unmoralischen Umtriebe von Bergoglio in Amt gehalten und bestätigt werden. Denn für die Häresien von Franziskus sprechen seine Worte und Taten. Diese Vorgehensweise der Autoren des Offenen Briefes stellt das Gegenmittel gegen etwas dar, was wir hier als die Anatomie des Leugnens bezeichnen möchten. Es kommt bei frommen Seelen vor, die nicht unbedingt einen Hasen spicken müssen. Stufe 1: Was ist so falsch daran? (Ich glaub’s nicht!) Stufe 2: Hat er es wirklich gesagt? (Ich glaub’s nicht!) Stufe 3: Sind die Leute, die dies festgestellt haben wollen auch kompetent? (Ich glaub’s nicht!) Stufen 4: Wenn es so ist, warum haben denn die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle nicht reagiert? (Ich glaub’s nicht!) Stufe 5: Haben Sie auch ausreichend für sie gebetet? (Ich glaub’s nicht!) Obwohl den meisten von uns dies seltsam vorkommen wird, so gibt es tatsächlich noch fromme Seelen, welche glauben, dass wir gläubige, katholische Bischöfe und höhere Geistliche haben, Priester eingeschlossen, denen an der katholische Lehre liegt und dass der Papst, denn sie halten Bergoglio noch für Papst und nicht wie wir für den Antipapst, nur „falsch von der Presse und den Medien, denen man sowieso nicht glauben kann, verstanden worden ist“. Dieser Abwehrmechanismus kann zu einer beliebigen Tages- und Nachtstunde abgerufen werden und einem ist, als rede man gegen die Wände an. Natürlich ist es schwer die nachweisbare Apostasie der lehrenden Kirche (Ecclesia docens) anzunehmen, aber es ist auch nachweislich die lernende Kirche (Ecclesia discens), welche gegen den Gegenpapst auftritt und ihn der Häresien bezichtigt. DSDSZ (der Schreiber dieser Zeilen) weiß nicht, wie sich die Priester und die Bischöfe immer noch im Spiegel anschauen können, indem sie den Laien die ganze Angelegenheit überlassen, welche sie wiederum als die moralisch Überlegenen belehren. Vielleicht kann es uns jemand in einem Leserbrief erläutern, den wir gerne veröffentlichen werden. Wird man suspendiert, bekommt man immer noch zu essen. Wird man entlassen, kann man noch andere Dinge tun, wie romantisch auf dem Bau arbeiten. Apostasie ist schlimmer. Lesen wir aber lieber den Text, den wir der Veröffentlichung auf Beiboot Petri verdanken. Nachdem wir gestern die autorisierte Zusammenfassung des von LifeSiteNews veröffentlichten Offenen Briefes an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Heiligen katholischen Kirche online gestellt haben, legen wir heute den ersten Teil des Gesamttextes vor. Hier geht´s zum Original:  klicken „EURE EMINENZEN, EURE SELIGKEITEN, EURE EXZELLENZEN“ wir senden Ihnen diesen Brief aus zwei Gründen: erstens um Papst Franziskus des kanonischen Vergehens der Häresie anzuklagen und zweitens, um Sie zu bitten, die nötigen Schritte zu unternehmen, um mit der schwierigen Situation eines häretischen Papstes umzugehen. Wir greifen zu dieser Maßnahme als letzte Möglichkeit auf die jahrelange Anhäufung von Schaden durch Papst Franziskus´ Worte und Handlungen zu antworten, die die Entstehung einer der schwersten Krise in der Geschichte der Katholischen Kirche ausgelöst haben. Wir beschuldigen Papst Franziskus des kanonischen Deliktes der Häresie. Damit das kanonische Delikt der Häresie begangen wird, müssen zwei Dinge geschehen: die fragliche Person muß öffentlich durch Worte und/oder Taten einige der von Gott offenbarte Wahrheiten des Katholischen Glaubens leugnen, die Kraft des göttlichen und katholischen Glaubens geglaubt werden müssen; und dieser Zweifel oder dieses Leugnen muß dauerhaft sein, d.h. es muß im Wissen geschehen, daß die bezweifelte oder geleugnete Wahrheit durch die Katholische Kirche als göttlich offenbarte Wahrheit gelehrt wird, die -mit Zustimmung zum Glauben geglaubt werden muß – und Zweifel und Leugnen müssen dauerhaft sein. Während einen Papst der Häresie zu beschuldigen, ein außerordentlicher Schritt ist, der auf soliden Beweisen beruhen muß, sind diese beiden Voraussetzungen von Papst Franziskus beweisbar erfüllt worden. Wir beschuldigen ihn nicht, das Delikt der Häresie bei jeder Gelegenheit begangen zu haben, in denen er öffentlich der Glaubenswahrheit widersprochen zu haben scheint, Wir beschränken uns darauf, ihn in Fällen der Häresie zu beschuldigen, bei denen er öffentlich eine Glaubenswahrheit geleugnet hat und dann auf eine Weise gehandelt hat, die zeigt, daß er diese Wahrheiten nicht glaubt, die er öffentlich leugnete. Wir behaupten nicht, daß er Glaubenswahrheiten in Verkündigungen geleugnet hat, die die Bedingungen für eine unfehlbare päpstliche Lehre erfüllen. Wir versichern, daß das unmöglich wäre, weil es mit der vom Hl. Geist geführten Kirche unvereinbar wäre. Wir leugnen, daß das für irgendeine vernünftige Person der Fall zu sein scheinen könnte, weil Papst Franziskus nie eine Aussage gemacht hat, die die Bedingungen für Unfehlbarkeit erfüllen. Wir beschuldigen Papst Franziskus durch seine Worte und Handlungen öffentlich und andauernd seinen Glauben an folgende Sätze, die der göttlich offenbarten...

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Christoph A. Ferrara, Die Heiligsprechungskrise (4 von 8).

Gibt es Platz für Zweifel? Dennoch wurde die Unfehlbarkeit der päpstlichen Heiligsprechungen nie als Dogma definiert, noch kann man sie klar als explizite Doktrin des universellen gewöhnlichen Lehramtes bezeichnen. Wie Prof. de Mattei in dem oben zitierten Artikel feststellt, wird beispielsweise die Unfehlbarkeit von Heiligsprechungen nicht erwähnt, ebenso wenig wie eine Diskussion der vorherrschenden theologischen Sichtweise im Codex des kanonischen Rechts von 1917, im Codex des kanonischen Rechts von 1983 oder im Katechismus von Johannes Paul II. In einem 1848 veröffentlichten Aufsatz zu diesem Thema verteidigte Pater Fredrick William Faber, der berühmte anglikanische Konvertit, der für seine Gelehrsamkeit, seine „unerschütterliche Loyalität zum Heiligen Stuhl“ und Marienverehrung bekannt ist, der letztlich das  „Leben der modernen Heiligen“ verfasste, die wahrscheinliche theologische Meinung zugunsten der Unfehlbarkeit und diskutiert die Voreiligkeit und Pietätlosigkeit, den päpstlichen Heiligsprechungen Fehler zuzuschreiben. Aber er war auch bemüht, seine Diskussion mit Vorbehalten abzusichern, da die Ansichten der Minderheiten gegen die wahrscheinliche Meinung schwerwiegend waren: „Ist es de fide, dass die Kirche in dem Dekret der Heiligsprechung unfehlbar ist? Das ist eine offene Frage in den katholischen Schulen. … Thomas stellt das Urteil der Kirche in der Heiligsprechung als etwas zwischen einem Urteil in Glaubensfragen und einem Urteil über bestimmte Tatsachen dar, und deshalb würde folgen, dass die Unfehlbarkeit des Dekrets ein frommer Glaube ist, aber nicht mehr, da es sich nur auf das Glaubenbekenntnis bezieht. … Es ist de fide, dass die Kirche in der allgemeinen Lehre der Moral unfehlbar ist; aber es ist nicht so sicher, dass die Heiligsprechung der Heiligen sich auf die allgemeine Lehre der Moral bezieht. … Die Kirche hat ihre Unfehlbarkeit in dieser Angelegenheit nie als de fide definiert, noch können wir sie ihrer Praxis entnehmen. … Es scheint sodann wahrscheinlich, dass es de fide ist, dass das Urteil der Kirche in der Heiligsprechung unfehlbar ist; aber diese Behauptung einer starken Wahrscheinlichkeit dürfen wir nicht ausweiten, besonders wenn wir so große Namen für die gegenteilige Meinung sehen. Es ist sicherer, mit dem weisen und gelehrten Lambertini zu schließen, dass jeder Meinung ihre eigene Wahrscheinlichkeit zugewiesen werden sollte, bis ein Urteil vom Heiligen Stuhl ergeht; Denn wenn wir die Aufstellung eines Glaubensdogmas behandeln, sagt derselbe aufmerksame Theologe an anderer Stelle, müssen wir auf das Urteil des Apostolischen Stuhls, der Mutter und Gebieterin der anderen Kirchen und [das Urteil (Anm. d. Übers)] des regierenden Papstes warten, , dem es exklusiv gebührt, Definitionen des Glaubens festzulegen, bevor wir es wagen, diejenigen mit der berüchtigten Note der Ketzerei zu brandmarken, die einer entgegengesetzten Meinung folgen.[1]“ Ebenso schließt Prudlo in seiner eigenen Studie über die Entwicklung des päpstlichen Kanonisierungsprozesses und die damit verbundene Sicht auf die Unfehlbarkeit der päpstlichen Heiligsprechung: „Behauptungen über die Unfehlbarkeit tauchen erst relativ spät im Mittelalter auf, in der Regel nach dem … Zeitpunkt  der Übernahme der päpstlichen Hegemonie über solche Fälle“[2] Aber er stellt fest, dass „das scheinbar unerschöpfliche Angebot an Kandidaten, die von Johannes Paul II. so geehrt wurden, und die Übereile des Fortschritts [des Prozesses (Anm. d. Übers.)], die Papst Franziskus einigen jüngeren Persönlichkeiten zusprach, aktuelle Argumente angeregt hat“. Um es vorsichtig auszudrücken! Und genau das ist der Punkt: Aktuelle Argumente sind im Sinne der „Ursprünge der theologischen und historischen Debatte“, die Prudlo bis ins Mittelalter zurückverfolgt, zulässig. Diese Argumente werden sich zweifellos auf  irgendeiner Ebene fortsetzen, es sei denn, die Frage der Unfehlbarkeit der päpstlichen Heiligsprechungen wird aus dem Bereich der wahrscheinlichen theologischen Meinung eliminiert und durch eine Ex-Kathedra-Definition oder eine entschieden formulierte Enzyklika, die dieser Frage gewidmet ist, festgelegt. Zum Thema aktuelle Argumente – und ganz bezeichnend angesichts des Bestrebens von Papst Bergoglio, jeden mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil verbundenen Papst, einschließlich sogar Papst Johannes Paul I. (den er bereits für ehrwürdig erklärt hat), mit äußerster Eile zu Ehren der Altäre zu erheben – haben wir ein Interview von 2014, das von Inside the Vatican mit Bischof Giuseppe Sciacca veröffentlicht wurde. Sciacca ist ein renommierter Kanonist, der 2016 von Bergoglio selbst in das Amt des Sekretärs der Apostolischen Signatur befördert wurde. Auf die Frage des Interviewers: „Ist der Papst unfehlbar, wenn er einen neuen Heiligen proklamiert“, hat Bischof Sciacca, sich bei seiner Antwort windend, entgegnet: „Nach der herrschenden Lehre der Kirche ist das Urteil des Papstes, wenn der Papst einen Heiligen kanonisiert, unfehlbar. Bekanntlich ist die Heiligsprechung das Dekret, mit dem der Papst feierlich verkündet, dass die himmlische Herrlichkeit die Seligen erfüllt und den Kult des neuen Heiligen verbindlich und endgültig auf die Weltkirche überträgt. Es steht also außer Frage, dass die Heiligsprechung ein Akt des petrinischen Primates ist. Gleichzeitig sollte sie jedoch nicht als unfehlbar nach den in der dogmatischen Konstitution „Pastor aeternus“ des Ersten Vatikanischen Konzils festgelegten Kriterien der Unfehlbarkeit angesehen werden.“ Auf die nächste Frage, ob „der Papst einen Fehler machen kann, wenn er jemanden zum Heiligen erklärt“, gab Bischof Sciacca diese nuancierte Erklärung ab: „Das ist...

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