Tradition und Glauben

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Zweiter Sonntag nach Ostern

Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern Joh 10, 11 – 16 Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht, und der Wolf fällt die Schafe an und versprengt sie. Der Mietling flieht, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne. Ich gebe mein Leben für meine Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstall sind. Auch sie muss ich herbeiführen; sie werden auf meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirt sein. Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papst Gregor: Ihr habt, geliebteste Brüder, gehört aus der Lesung des Evangeliums, was ihr zu lernen habt; ihr habt auch gehört, in welch gefahrvoller Lage wir sind. Derjenige nämlich, der nicht infolge einer zufälligen Zugabe, sondern auf Grund seines Wesens gut ist, sagt: „Ich bin der gute Hirt“. Und er fügt die Art der Güte, die wir nachzuahmen haben, hinzu indem er sagt: „Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe hin“. Er hat das getan, wozu er auffordert; er hat (durch die Tat) gezeigt, was er geboten hat. Der gute Hirt hat für seine Schafe sein Leben hingegeben, um zu unserem Heiligungsmittel seinen Leib und sein Blut zu bestimmen und die Schafe, die er zurückerkauft hatte, mit seinem Fleische zu speisen. Uns ist bezüglich der Betrachtung des Todes der Weg gezeigt worden, auf dem wir zu folgen haben; es ist die Form beigefügt worden, der wir uns anpassen sollen. Als erstes gilt für uns, daß wir unsere äußeren Güter seinen Schafen in Barmherzigkeit mitteilen; als äußerstes aber, daß wir, falls es notwendig ist, uns auch m Tod für dieselben Schafe zur Verfügung stellen; von diesem ersten ganz Geringen gelangt man aber zu dem größeren Letzten. Da aber die Seele, auf Grund deren wir leben, in uns vergleichlicher Weise wertvoller ist als das Vermögen, das wir besitzen, wann wird derjenige, der sein Vermögen nicht für die Schafe gibt, seine Seele für sie hingeben? V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott, der Du durch die Erniedrigung deines Sohnes die gefallenen Menschen wieder aufgerichtet hast; verleih deinen Gläubigen eine immerwährende Fröhlichkeit, damit diejenigen, welche Du dem ewigen Tode entrissen hast, durch deine Gnade die ewigen Freuden genießen. Amen. Werbeanzeigen Werbeanzeigen __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-3-5d11ee87b5856', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422841', location: 120, width: 300, height: 250 }); }); __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-4-5d11ee87b585e', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422844', location: 130, width: 300, height: 250 }); });...

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Proprium missae – Dominica II Post Pascha

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Ps 32:5-6 Misericórdia Dómini plena est terra, allelúia: verbo Dómini coeli firmáti sunt, allelúia, allelúia. Ps 32:1 Exsultáte, iusti, in Dómino: rectos decet collaudátio. V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen  Ps 32:5-6 Misericórdia Dómini plena est terra, allelúia: verbo Dómini coeli firmáti sunt, allelúia, allelúia. Voll der Barmherzigkeit des Herrn ist die Erde, alleluja; durch das Wort des Herrn sind die Himmel geschaffen, alleluja, alleluja. Jubelt, ihr Gerechten, im Herrn; denn Gotteslob ist Pflicht der Guten. V. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. R. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Voll der Barmherzigkeit des Herrn ist die Erde, alleluja; durch das Wort des Herrn sind die Himmel geschaffen, alleluja, alleluja. ALLELUIA Luc 24:35. Cognovérunt discípuli Dóminum Iesum in fractióne panis. Allelúia Die Jünger erkannten den Herrn Jesus am Brotbrechen. Alleluja. ALLELUIA Ioannes 10:14. Ego sum pastor bonus: et cognósco oves meas, et cognóscunt me meæ. Allelúia. «Ich bin der gute Hirt und kenne Meine Schafe, und die Meinen kennen Mich.» Alleluja. OFFERTORIUM Ps 62:2; 62:5 Deus, Deus meus, ad te de luce vígilo: et in nómine tuo levábo manus meas, allelúia. O Gott, mein Gott, zu Dir erwach ich mit dem Morgenlicht; in Deinem Namen erheb ich meine Hände, alleluja. COMMUNIO Ioannes 10:14. Ego sum pastor bonus, allelúia: et cognósco oves meas, et cognóscunt me meæ, allelúia, allelúia. «Ich bin der gute Hirt», alleluja: «Ich kenne Meine Schafe, und die Meinen kennen Mich», alleluja, alleluja....

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Offener Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche – Einleitung

Aus aktuellem Anlass wollen wir hier in Abschnitten den offenen Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche veröffentlichen, in welchem 20 Gelehrte Bergoglio der Häresie anklagen und katholische Bischöfe um Intervention bitten. Dass Bergoglio formelle Häresien begeht, schreiben wir hier seit 2015, sodass es nichts Neues ist. Schauen wir uns den Verlauf des Widerstandes an: 2015 Offener Brief des emeritierten Erzbischofs Jan Pawel Lenga von Karaganda, Kasachstan Februar 2016 Interview mit Bischof Athanasius Schneider April 2016 Aussagen von Kardinal Brandmüller Mai 2016 Interview von Kardinal Burke September 2016 Brief der 45 November 2016 Wir klagen an von The Remnant November 2016 Dubia der vier Kardinäle November 2016 Correctio filialis de haeresibus propagandis Wir haben es also bei dem jetzigen offenen Brief mit der dritten Initiative zu tun, bei der Franziskus öffentlich der Häresie angeklagt wird. Die erste Initiative stellte der Brief der 45 aus dem Jahre 2016 dar, die zweite die Correctio filialis aus dem Jahre 2017. Von einzelnen Initiativen und Unterschriftenaktionen abgesehen, ist dies alles, was bisher vorgefallen ist. Die Dubia der Kardinäle waren nur Zweifel, auf die Bergoglio nicht geantwortet hat. Während aber die bisherigen Aktionen den Sachverhalt der formellen Häresie darstellten, stellt dieser neben einer neuen Darstellung den Appell an die katholischen Bischöfe dar etwas zu unternehmen. Die Anzahl der im jetzigen offenen Brief vorgestellten Häresien könnte sicherlich noch erhöht werden, da wirklich kaum ein Tag vergeht, an dem der Antipapst Franziskus keine von sich gibt. Aber die Autoren verbleiben bei sieben. Es ist natürlich recht mühselig den kritischen Apparat darzulegen, um eine Häresie wirklich nachzuweisen, denn schon eine ist eine zuviel. Diejenigen, die an dieser Thematik mehr interessiert sind, verweisen wir zur englischen Ausgabe von Denzinger-Bergoglio,  einer spanischsprachigen Initiative, welche schon von Anfang des Bergoglio-Pontifikats angefangen hat, seine theologischen Irrtümer zusammenzutragen, welche mittlerweile auf 160 angewachsen sind. Was wird diese neue Initiative bringen? Praktisch leider nichts, wie wir bereits schrieben. Denn die Bischöfe sind zu ungläubig als dass sie ihre eigene Stelle samt Bezügen riskieren sollten. Aber es ist etwas für die Akten, für die Geschichte, für das Protokoll, dass sich jetzt niemand davon freisprechen kann er habe „es nicht gewußt“, wie die Deutschen im Dritten Reich. Manche haben es gewußt, manche wollten es nicht wissen, aber nach dieser letzten Initiative wissen die Bischöfe zumindest, dass es Gelehrte gibt, welche Bergoglio zum dritten Mal der Häresien anklagen. Der deutsche Text wurde auf dem Blog Beiboot Petri gefunden, welcher sich entweder selbst die Mühe der Übersetzung machte oder dem die deutsche Übersetzung zur Verfügung gestellt wurde. Wenn also unser hasenspickendes Mütterchen sich die letzten Jahre die Sorgen machte: Dass, was der Papst sagt, kann doch so nicht stimmen. dann hatte es recht, was hiermit zum dritten Male nachgewiesen wurde. LifeSiteNews hat einen Offenen Brief von 20 katholischen Gelehrten, Klerikern und Laien an Bischöfe und Kardinäle veröffentlicht, in dem darum gebeten wird, den Pontifex  wegen wiederholter Häresien in Wort, Schrift und Gesten zu ermahnen und in manchen Fällen zum Widerruf aufzurufen. Im 23-seitigen Originaltext des Briefes werden die Vorwürfe detailliert und minutiös aufgelistet, der gültigen Kirchenlehre und den passenden Kanons des kanonischen Rechts gegenübergestellt. Hier geht´s zum Original:  klicken und hier zum Gesamttext im Original: klicken  Das Original beginnt so: „Eure Eminenzen, Eure Seligkeiten, Eure Exzellenzen, wir senden Ihnen diesen Brief aus zwei Gründen: erstens um Papst Franziskus des kanonischen Vergehens der Häresie anzuklagen und zweitens, um Sie aufzufordern, die nötigen Schritte zu unternehmen, um mit der schwierigen Situation eines häretischen Papstes umzugehen.Wir greifen zu dieser Maßnahme als letzte Möglichkeit auf die jahrelange Anhäufung von Schaden durch Papst Franziskus‘ Worte und Handlungen zu antworten, die die Entstehung einer der schwersten Krisen in der Geschichte der Katholischen Kirche ermöglicht hat.“ (….) „IN EINEM OFFENEN BRIEF BESCHULDIGEN PROMINENTE KLERIKER UND GELEHRTE PAPST FRANZISKUS DER HÄRESIE – EINE ZUSAMMENFASSUNG“   „Der offene Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche ist die dritte Stufe in einem Prozess, der im Sommer 2016 begann. Zu der Zeit hatte eine ad-hoc-Gruppe Katholischer Kleriker und Gelehrter einen privaten Brief an alle Kardinäle und Patriarchen der Ostkatholischen Kirchen geschrieben und auf Häresien und andere ernsthafte Irrtümer die in der Apostolischen Exhortation Amoris Laetitia enthalten sind, oder von Papst Franziskus begünstigt werden, hingewiesen. Im folgenden Jahr – nachdem Papst Franziskus fortfuhr durch Worte, Taten und Auslassungen viele derselben Häresien zu propagieren, wurde eine „Filial Correction“ sowohl von den gleichen Autoren als auch von anderen Klerikern und Gelehrten an den Papst adressiert. Dieser zweite Brief wurde im September 2017 veröffentlicht und in einer Petition von mehr als 14.000 Leuten unterschrieben. Die Verfasser dieses Briefes hatten jedoch beteuert, daß sie nicht darüber urteilen wollten, ob Papst Franziskus sich bewußt war, daß er Häresien verbreitete. Der jetzige offene Brief  an die Bischöfe der Katholischen Kirche geht einen Schritt weiter und behauptet, daß Franziskus des Vergehens der Häresie schuldig ist. Dieses Verbrechen wird begangen, wenn ein Katholik wissentlich und andauernd...

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Christoph A. Ferrara, Die Heiligsprechungskrise (3 von 8)

Die unfehlbare Definition des Dogmas als Vergleich Die Vorstellung, dass eine Inspiration des Heiligen Geistes die wirkliche Garantie für die Heiligsprechung ist, steht sicherlich nicht im Einklang mit der Art und Weise, wie der Papst Dogmen des Glaubens definiert hat. Natürlich führt der Heilige Geist die Kirche in Fragen des Dogmas, aber diese Führung hat im Laufe der Zeit stattgefunden, als Funktion der Bewahrung und Verkündigung der Offenbarung Christi und der Apostel, die von Jahrhundert zu Jahrhundert weitergegeben wurden, nicht durch momentane Ad-hoc-Impulse. So hat der selige Pius IX. zum Beispiel bei der Definition des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis sicherlich den Heiligen Geist angerufen, aber er hat auch absolut sichergestellt, dass die „Heilige Schrift, die ehrwürdige Tradition, [und] die beständige Ansicht der Kirche“ die Definition unterstützt. Seine Untersuchung umfasste die Ergebnisse einer Sonderkommission, die Konsultation mit den Bischöfen der Welt – die „mit einer Stimme … uns aufforderten, unser oberstes Urteil und unsere höchste Autorität anzuwenden, die Unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria, zu definieren“ – und ein Konsistorium des Kardinalskollegiums, das sich mit diesem Thema befassen sollte. Pius hätte wahrscheinlich über den Vorschlag gelacht, dass nur die Inspiration des Heiligen Geistes (auf die er sich im Moment der Definition bezog) und die Rezitation der traditionellen Formel die Unfehlbarkeit seiner Definition sicherstellten[1], nicht auch der objektive und überprüfbare Inhalt des Glaubens, wie er durch eine umfassende vorherige Untersuchung bestätigt wurde. Wenn eine solche immense Untersuchungsarbeit erforderlich ist, um das, was die Kirche ohnehin immer klar geglaubt hat, als Dogma zu definieren, wie kann dann eine angemessene Untersuchung der angeblichen Heiligkeit und der Wunder eines bestimmten Menschen, die heftig umstritten sein können, nicht entscheidend für die Entscheidung eines Papstes sein, ihn zu Ehren der Altäre zu erheben? Die „Lösung“ des Heiligen Thomas von Aquin In seinem meisterhaften Studium dieses Themas zitiert Prudlo die vom heiligen Thomas vorgeschlagene Lösung: dass der Heilige Geist die Zuverlässigkeit der Heiligsprechungen trotz des Potentials an menschlichem Versagen oder gar völliger Verlogenheit seitens der Untersucher und Zeugen gewährleistet. Aber Thomas argumentiert nur, dass „wir fromm glauben müssen“, dass der Papst bei der Heiligsprechung nicht irren kann und dass „die göttliche Vorsehung die Kirche sicher bewahrt, wenn es um Fragen geht, bei denen ein fehlbares menschliches Zeugnis[2] täuschen kann“. Er argumentiert nicht, und die Kirche hat es auch nie gelehrt, dass dieser fromme Glaube ein Glaubensartikel ist, der unter keinen Umständen bezweifelt oder in Frage gestellt werden darf. Darüber hinaus erklärt Prudlo selbst, dass es drei Gründe gibt, warum Thomas zu dem Schluss kommt, dass der Papst nicht in der Lage ist, sich bei der Heiligsprechung zu irren:   „(1) er führt eine gründliche Untersuchung der Heiligkeit des Lebens desjenigen durch; (2) dies wird durch das Zeugnis der Wunder bestätigt, und (3) der Heilige Geist führt ihn (für Thomas, der entscheidende Beweis)“[3] Aber wenn die Führung des Heiligen Geistes „der entscheidende  Beweis“ ist, muss es von vornherein etwas zu beweisen geben. Und das kann nur der Fall sein für die Heiligsprechung auf der Grundlage der nachgewiesenen Heiligkeit des Lebens und der Wunder nach einer Untersuchung beider. Ohne diese Untersuchung von Heiligkeit und Wundern scheint das alleinige Vertrauen in die Inspiration des Heiligen Geistes die unüberlegteste aller Vermutungen zu sein, zumindest im gewöhnlichen Fall. In der Tat würde die gleiche Vermutung die Verkündigung neuer Lehren rechtfertigen, die nicht durch die Untersuchung als „das ständige Denken der Kirche“ erwiesen sind, um an die Worte des seligen Pius IX. zu erinnern. Auf jeden Fall ist der heilige Thomas nicht unfehlbar, auch wenn er der mehrheitlichen Meinung der Theologen, zumindest seit dem 15. Jahrhundert, dass die päpstlichen Heiligsprechungen unfehlbar sind, eine gewichtige Autorität verleiht. Es ist in der Tat nicht leicht zu erkennen, wie die formale päpstliche Heiligsprechung einem Irrtum unterworfen sein könnte, denn dies würde den gesamten Kanon der Heiligen, die durch päpstlichen Akt zu Ehren der Altäre erhoben wurden, untergraben, die Kirche der Anklage, dass sie in ihrer universalen Lehramt einen Irrtum begangen hat aussetzen, und die Meinung der Ketzer unterstützen, dass die Kirche den eitlen und blasphemischen Götzendienst der Sünder fordert. [1] Pius IX., Apostolische Konstitution Ineffabilis Deus (1854).  Unglaublicherweise ist dieses monumentale päpstliche Dokument nicht unter den 76 Dokumenten von Pius IX. zu finden, die auf der Website des Vatikans archiviert sind. [2]   Donald S. Prudlo, Sichere Heiligkeit, Heiligsprechung und die Ursprünge der päpstlichen Unfehlbarkeit in der mittelalterlichen Kirche (Ithaka: Cornell University Press, 2016), 141; zitiert Quodlibet, IX, q. 8; Resp. & Ad. 2 (Anhang). [3]     Ebd. Hervorhebung hinzugefügt. Ursprünglich erschienen in The Remnant....

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Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. (30) 3. Kapitel: Kurzer Überblick über die Geschichte des inneren Gebets (3)

Pater Poulain SJ stellt in diesem Abschnitt die Gebetsschule der Kirche von St. Sulpice (vor kurzem abgebrannt) in Paris vor, einer Schule die wenigstens indirekt zur Verbreitung des häretischen Quietismus beigetragen hatte. Was ist Quietismus? Es ist die Irrlehre, dass man völlig in allem passiv bleiben sollte, weil „Gott es schon machen werde“. Sie erkennen es wieder. Es ist die Einstellung unserer lieben Geistlichen im Bergoglio-Pontifikat, was eine Art der Acedia oder der Feigheit ist.  Während es im Gebet durchaus Zeiten und Momente gibt, wo man passiv bleiben sollte, so kann man doch diese Momente nicht auf das ganze Leben übertragen. Daher ist der Quietismus sehr gründlich und mehr als einmal verurteilt worden (DH 2201-2269; DH 2181-2192). Wir stellen hier nur die ersten von den 68 verurteilten Thesen Miguel de Molinos vor, wie sie sich in der Konstitution Caelestis Pastor (20. Nov. 1687) einfinden: [Es stimmt nicht, dass:] 1. Es ist nötig, daß der Mensch seine Fähigkeiten vernichte, und dies ist der innere Weg. (DH 2201) [Es stimmt nicht, dass:] 2. Aktiv wirken zu wollen, heißt Gott verletzen, der selbst der allein Tätige sein will: und deshalb ist es notwendig, sich selbst ganz und völlig in Gott aufzugeben und hernach wie ein toter Leib zu verbleiben. (DH 2202) [Es stimmt nicht, dass:] 4. Die natürliche Aktivität ist der Gnade feindlich und behindert die Tätigkeiten Gottes und die wahre Vollkommenheit; denn Gott will in uns wirken ohne uns. (DH 2204) Wir haben das rote [Es stimmt nicht, dass:] davor gesetzt, weil Sie, für den Fall, dass Sie in irgendeiner Gebetsgruppe waren oder überhaupt fromm sind, Sie sicherlich quietistische Anwandlungen, wenn nicht gar eine Grundhaltung haben. Man bekommt gesagt, dass man alles Gott überlassen solle, sonst sei es nicht fromm. Lesen Sie doch die Herz-Rosenduft-Maria-Beiträge auf gloria.tv durch. Quietismus, Privatoffenbarungen und Passivität, wo man nur hinblickt. Diese Grundhaltung des Nichtstuns stimmt nur bedingt, weil Gott ohnehin über alles herrscht und das, was Er nicht will, einfach nicht geschieht. Christus und die Apostel haben sich auch nicht zurückgelehnt und gewartet. Wir haben aber nur ein Leben, den freien Willen, die Möglichkeit Verdienste zu erwerben innerhalb der streitenden Kirche, sodass jegliche Passivität fehl am Platze ist.  Bete so als würde alles von Gott abhängen und handle so als würde alles von Dir abhängen, sagt der hl. Ignatius von Loyola und dies ist die katholische Haltung. Man soll also alles machen, was in unserer Macht steht. Wenn es nicht wird, dann ist es halt so. Dann kann man passiv werden. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Anfangsmethode von St. Sulpice in der Nachfolgezeit verbessert wurde, denn man kann sein geistliches Leben nicht ausschließlich am Gefühl und am Nichtstun ausrichten. Jede Betrachtung oder affektives Gebet hat ein Ziel, ein Anfang und Ende. Sonst ist kein Fortschritt messbar, den es auch gibt. In der heutigen Kirche wird kein Gebetsleben gelehrt und falls doch, dann in der esoterisch-gnostischen Nabelschau à la Anselm Grün OSB (immer noch?) – „Wie finde ich zu mir selbst?“ – oder hysterisch-charismatisch – „Alleluja, Alleluja, Alleluja. Jesus liebt mich ganz dolle!“ Beides ist falsch und beides stellt eine Fehlentwicklung der Methodes von St. Sulpice dar. Lesen wir also Pater Poulain SJ, um zu erfahren, wie es richtig geht. (Um zu vergrößern bitten drauf klicken!)...

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Proprium missae – Fest vom hl. Joseph, dem Mann der Arbeit – Sancti Joseph Opificis

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Sap. 10:17 Sapiéntia réddidit iustis mercédem labórum suórum, et dedúxit illos in via mirábili, et fuit illis in velaménto diéi et in luce stellárum per noctem, allelúia, allelúia. Ps 126:1 Nisi Dóminus aedificáverit domum, in vanum labórant qui aedíficant eam. V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen Sap. 10:17 Sapiéntia réddidit iustis mercédem labórum suórum, et dedúxit illos in via mirábili, et fuit illis in velaménto diéi et in luce stellárum per noctem, allelúia, allelúia. Die Wahrheit gab den Gerechten für ihre Mühen den Lohn und führte sie wunderbar ihren Weg. Sie war ihnen am Tag eine schützende Decke und Sternenschein in der Nacht, alleluja, alleluja. Wenn das Haus nicht bauet der Herr, die Bauleute mühen sich vergeblich. V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Die Wahrheit gab den Gerechten für ihre Mühen den Lohn und führte sie wunderbar ihren Weg. Sie war ihnen am Tag eine schützende Decke und Sternenschein in der Nacht, alleluja, alleluja. ALLELUIA Allelúia, allelúia. De quacúmque tribulatióne clamáverint ad me, exáudiam eos, et ero protéctor eórum semper. Allelúia. V. Fac nos innócuam, Ioseph, decúrrere vitam: sitque tuo semper tuta patrocínio. Allelúia. Alleluja, alleluja. In jeder Not, aus der sie mich rufen, erhöre ich sie; ihr Beschützer bin ich auf immerdar. Alleluja. V Laß uns, Joseph, das Leben schuldlos durcheilen; laß es gesichert sein in deinem ständigen Schutz. Alleluja.    OFFERTORIUM Ps 89:17 Bónitas Dómini Dei nostri sit super nos, et opus mánuum nostrárum secúnda nobis, et opus mánuum nostrárum secúnda, allelúia. Über uns sei die Güte des Herrn, unseres Gottes! Segne, Herr, unsrer Hände Werk; ja, gib Segen dem Werk unserer Hände, alleluja. COMMUNIO Matt 13:54-55 Unde huic sapiéntia haec et virtútes? Nonne hic est fabri fílius? Nonne mater eius dícitur María? Allelúia. Woher hat Dieser solche Weisheit und solche Kraft? Ist Er nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt nicht Seine Mutter Maria? Alleluja.

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Christoph A. Ferrara, Die Heiligsprechungskrise (2 von 8)

Worauf basiert die Behauptung der unfehlbaren Heiligsprechung? Es scheint klar zu sein, dass die durch das 1. Vatikanum vorgenommene Definition des Dogmas der päpstlichen Unfehlbarkeit unter Beachtung dogmatischer Definitionen nicht auf Heiligsprechungen ausgedehnt werden kann. Die dogmatischen Definitionen des Außerordentlichen Lehramtes gehen über jeden möglichen Streit hinaus und etablieren als Glaubensartikel nur das, was bereits eine ständige Lehre der Kirche war, nicht etwa eine Lehre, die von einem bestimmten Papst als Neuheit verkündet wurde. Aber Heiligsprechungen künden von Natur aus etwas Neues an, indem sie eine Verpflichtung zur universellen Verehrung eines bestimmten Menschen begründen. Ich zitiere Johannes Paul II. selbst in dieser Hinsicht:   „(Der Apostolische Stuhl) schlägt den Gläubigen zur Nachahmung, Verehrung und Anrufung Männer und Frauen vor, die im Glanz der Liebe und anderer evangelischer Tugenden herausragend sind, und erklärt sie nach gründlicher Prüfung im feierlichen Akt der Heiligsprechung zu Heiligen.“ So fordert Johannes Paulus selbst als Voraussetzungen für die Heiligsprechung eine vorherige Untersuchung, obwohl er es war, der 1983 die Apostolische Konstitution Divinus Perfectionis Magister herausgab, die die jahrhundertealte Untersuchungs-Maschinerie für die Heiligsprechung weitgehend demontierte.  Das Ergebnis war ein „gestraffter“ Prozess, der (a) den Hauptteil der Untersuchung des Kandidaten, einschließlich der behaupteten Wunder, ohne vorherige Genehmigung Roms an den örtlichen Bischöfe zurückgibt; (b) die feste gegnerische Rolle des Förderers des Glaubens, allgemein bekannt als „Advokat des Teufels“, beseitigt; (c) die langjährige Notwendigkeit an Wundern von vier (zwei für die Seligsprechung und zwei weitere für die Heiligsprechung) auf zwei (je eines für die Seligsprechung und Heiligsprechung) reduziert; und (d) den gesamten Prozess vom traditionellen und recht rigorosen kanonischen Prozess aufgrund der Verdienste des Kandidaten in eine Überprüfung und Diskussion im Meeting-Stil umwandelt, der praktisch keinen hinterfragenden Charakter mehr hat.[1] Auf jeden Fall muss der Kanonisierung eine Form der zuverlässigen Untersuchung von bedingten historischen Fakten vorausgehen. Diese Untersuchung erfolgt entweder durch den „gewöhnlichen“ Prozess, der die systematische Überprüfung von Wundern und Tugenden beinhaltet, oder durch den „außergewöhnlichen“ Prozess der Bestätigung der Existenz eines langjährigen legitimen Kultes um eine bestimmte Person und eines „ununterbrochenen Ansehen von Wundern“ (die sogenannte „äquivalente“ Heiligsprechung), selbst wenn der anspruchsvollere gewöhnliche Prozess nicht angewendet wird. Wäre es anders, müssten wir der Absurdität glauben, dass jemand ohne jegliche vorherige Untersuchung als Heiliger verehrt werden soll, nur weil der Papst dies mit Hilfe einer rezitierten Formel sagt. Donald S. Prudlo, ein hoch angesehener Wissenschaftler auf dem Gebiet der Geschichte der Heiligsprechungen, ist offensichtlich verärgert über die Eile und die schwindende Qualität der Untersuchungen der Heiligsprechungen seit der Inbetriebnahme der „Heiligenfabrik“. Er schreibt:   „Als Historiker für Heiligsprechungen trage ich die größten Bedenken bei dem gegenwärtigen Prozess, in dem Johannes Paul II. selbst Heiligsprechungen vorgenommen hat.  Während seine lobenswerte Absicht darin bestand, Modelle der Heiligkeit aus allen Kulturen und Umständen des Lebens zu liefern, neigte er dazu, die Kanonisierung von ihrem ursprünglichen und grundlegenden Zweck zu trennen. Dieser sollte eine offizielle, öffentliche und formelle Bestätigung eines bestehenden Kultes der christlichen Gläubigen sein, der durch das göttliche Zeugnis der Wunder beglaubigt worden war.  Der Kult geht der Heiligsprechung voraus; es war nicht vorgesehen, dies umzukehren.  Wir laufen dann Gefahr, sich der Heiligsprechung als Instrument zur Förderung von Interessen und Bewegungen zu bedienen, anstatt sie als  eine Bestätigung und Befürwortung eines bestehenden Kultus anzuerkennen[2].“ Genau das. Doch angesichts des seit 1983 andauernden institutionalisierten Missbrauchs des Heiligsprechungssprozesses, der ihn zu einer Heiligenschein-Preisverleihung für begünstigte Personen oder Bewegungen reduziert – ein Trend, der sich während dieses Pontifikats beschleunigt hat -, entscheidet sich Prudlo für die Ansicht, dass der Prozess im Wesentlichen für die Unfehlbarkeit von Kanonisationen überflüssig ist.  Als Reaktion auf die Besorgnis von Roberto de Mattei über die Heiligsprechung Johannes Paul II. und Johannes XXIII. durch Papst Bergoglio  schließt er:   „Es ist der Akt der Heiligsprechung [an sich (Anm. d. Übers)], der der unfehlbare Akt des Papstes ist, denn, wie Thomas argumentiert, ist es keine bloße Disziplinarentscheidung, sondern das Quasi-Glaubensbekenntnis an die Verherrlichung eines Heiligen. Es ist nicht die Untersuchung, sondern die Inspiration des Heiligen Geistes, die diese Realität für uns bestätigt (Quod. 9, q. 16, ad 1).  Der Papst ist nicht unfehlbar wegen der Qualität der Untersuchungen, die der Definition vorausgehen, sondern gerade wegen des Aktes, den er im liturgischen Rahmen der Heiligsprechung vollzieht.“ Aber wenn die Untersuchung nichts dazu beiträgt, „diese Realität für uns zu beglaubigen“, was ist dann der Sinn der Untersuchung? Wenn der Kult eines Kandidaten für die Heiligkeit, wie Prudlo sagt, durch „das göttliche Zeugnis der Wunder“ bestätigt werden muss, gibt es dann nicht eine zuverlässige Untersuchung der dem Kandidaten zugeschriebenen Wunder, die in der Gewissheit endet, dass es sich tatsächlich um Wunder handelt? Tatsächlich wurde berichtet, dass Benedikt während seiner Entschleunigung der „Heiligenfabrik“ „jede einzelne Seite liest, so der Erzbischof [Michele di Ruberto, Sekretär der Kongregation für die Heiligsprechungsprozesse], und bis er persönlich mit den, einem Kandidaten zugeschriebenen Wundern zufrieden ist, ist kein Fortschritt...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Weißer Sonntag

Evangelium des weißen oder ersten Sonntages nach OsternJoh 20, 19 – 31Am Abend jenes ersten Wochentages waren die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen versammelt. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch!“ Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. Abermals sprach Jesus zu ihnen: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Nach diesen Worten hauchte er sie an und sprach: „Empfanget den Heiligen Geist. Denen ihr die Sünden nachlasset, denen sind sie nachgelassen; denen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“Einer von den Zwölfen, Thomas, mit dem Beinahmen Didymus, war nicht dabei, als Jesus kam. Die andern Jünger sagten ihm nun: „Wir haben den Herrn gesehen.“ Er aber erwiderte ihnen: „Wenn ich an seinen Händen nicht das Mal der Nägel sehen und meinen Finger nicht in die Stelle der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite legen kann, glaube ich nicht.“Acht Tage darauf waren die Jünger wieder drinnen, und Thomas war bei ihnen. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen und trat in ihre Mitte mit den Worten: „Friede sei mit euch!“ Dann sprach er zu Thomas: „Leg deinen Finger hierher und sieh meine Hände, reich deine Hand her und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Thomas sprach zu ihm: „Mein Herr und mein Gott!“ Jesus erwiderte ihm: „Weil du mich siehst, glaubst du? Selig, die nicht sehen und doch glauben!“Jesus hat noch viele andere Wunder vor den Augen seiner Jünger getan, die nicht in diesem Buche aufgezeichnet sind. Diese aber sind aufgezeichnet, damit ihr glaubt, daß Jesus ist Christus, der Sohn Gottes, und damit ihr im Glauben das Leben habt in seinem Namen. Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor: Als erste Frage aus der gegenwärtigen Lesung des Evangeliums klopft an unseren Geist die: Wie war nach der Auferstehung der Leib des Herrn ein wirklicher, da er doch durch verschlossene Türen zu den Jüngern eintreten konnte? Aber wir müssen beachten, daß das Wirken Gottes, wenn es mit der Vernunft erfaßt wird, nichts Wunderbares an sich hat, und daß der Glaube kein Verdienst hat, wenn ihm das menschliche Denken etwas aus der Erfahrung bietet. Aber diese Taten unseres Heilandes selbst, die aus sich allein nicht begriffen werden können, müssen nach einer anderen Tätigkeit desselben abgewogen werden, auf daß staunenswerten Dingen noch staunenswertere Taten Glaubwürdigkeit verschaffen. Derselbe Leib des Herrn trat nämlich bei verschlossenen Türen zu den Jüngern hinein, der, wie es sich von selbst versteht, vor die Augen der Menschen bei seiner Geburt aus dem verschlossenen Schoß der Jungfrau hervorging. Was soll man also staunen, wenn er bei verschlossenen Türen nach seiner Auferstehung, wo er auf ewig leben wollte, eintrat, da er doch, als er kam, um den Tod zu leiden, aus dem uneröffneten Schoß der Jungfrau heraustrat? Aber weil der Glaube der Zuschauer gegenüber dem Leib, der sichtbar war, Bedenken hegte, zeigte er ihnen sofort die Hände und die Füße; er bot ihnen den Leib zum befühlen an, den er bei verschlossenen Türen hineingeführt hatte. Dabei zeigte er zwei wunderbare und nach menschlichem Urteil sehr widersprechende Dinge, indem er nach seiner Auferstehung seinen Leib als einen unverweslichen und dennoch als einen fühlbaren zeigte. Denn einerseits muß das auflösbar sein was befühlt wird; und andererseits kann das nicht fühlbar sein, was nicht auflösbar ist. Aber auf eine wunderbare und unbegreifliche Weise hat unser Heiland nach der Auferstehung einen Leib gezeigt, der sowohl unauflösbar, als auch fühlbar war, so daß er durch das Vorzeigen des Unauflösbaren zur Belohnung einlud, durch den Hinweis auf die Fühlbarkeit Stärkung für den Glauben bot. Er hat also an sich sowohl die Unauflösbarkeit, wie auch die Fühlbarkeit erwiesen, gewiß um zu zeigen, daß nach der Auferstehung sein Leib sowohl dieselbe Natur, aber auch eine andere Herrlichkeit hatte. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Allmächtiger Gott! wir bitten Dich, verleih, daß wir nach vollendetem Osterfeste das Andenken an dasselbe durch alle unsere Handlungen und unsern ganzen Lebenswandel zeigen! Amen....

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Proprium missae – Dominica in Albis in Octava Paschae

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS 1 Pet 2, 2. Quasi modo géniti infántes, allelúia: rationabiles, sine dolo lac concupíscite, allelúia, allelúia, allelúia. Ps 80:2. Exsultáte Deo, adiutóri nostro: iubiláte Deo Iacob. V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen 1 Pet 2, 2. Quasi modo géniti infántes, allelúia: rationabiles, sine dolo lac concupíscite, allelúia, allelúia, allelúia. Wie neugeborene Kindlein, alleluja, doch schon voll Einsicht, verlangt ohne Falsch nach Milch, alleluja, alleluja, alleluja. Gott, unserem Helfer, jauchzet zu; jubelt entgegen dem Gotte Jakobs. V. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. R. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Wie neugeborene Kindlein, alleluja, doch schon voll Einsicht, verlangt ohne Falsch nach Milch, alleluja, alleluja, alleluja. ALLELUIA Matt 28:7. In die resurrectiónis meæ, dicit Dóminus, præcédam vos in Galilaeam. Allelúia. Es spricht der Herr: «Am Tage Meiner Auferstehung geh Ich euch voraus nach Galiläa.» Alleluja. ALLELUIA Ioannes 20:26. Post dies octo, iánuis clausis, stetit Iesus in médio discipulórum suórum, et dixit: Pax vobis. Allelúia. Acht Tage danach trat Jesus bei verschlossenen Türen in die Mitte Seiner Jünger und sprach: «Friede sei mit euch!» Alleluja OFFERTORIUM Matt 28:2; 28:5-6. Angelus Dómini descéndit de coelo, et dixit muliéribus: Quem quaeritis, surréxit, sicut dixit, allelúia. Ein Engel des Herrn stieg vom Himmel und sprach zu den Frauen: «Er, den ihr suchet, ist auferstanden, wie Er gesagt hat», alleluja. COMMUNIO Ioannes 20:27 Mitte manum tuam, et cognósce loca clavórum, allelúia: et noli esse incrédulus, sed fidélis, allelúia, allelúia. «Reiche deine Hand her und erkenne die Male der Nägel», alleluja, «und sei nicht ungläubig, sondern gläubig», alleluja, alleluja....

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Heute, am 26. April, beten wir die Bußpsalmen für die Lösung des Bergoglio-Problems und das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten! Praktische Anweisung Man bete wie folgt: Man knie sich hin. Man mache das Kreuzzeichen. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3) Ad 4. Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten. Wenn wirklich nicht knien kann? Sollte jemand alt und gebrechlich sein oder im Rollstuhl sitzen und wirklich nicht knien können, dann kann er dies halt nicht tun. Er kann sich eine andere machbare Abtötung für die Dauer des Gebets einfallen lassen. Die Rubriken sagen: flexis genibus – „mit gebeugten Knien“, dies bedeutet, dass, wenn jemand nicht kann, er auch mit gebeugten Knien teilweise sitzen kann, wie es in jeder Kirchenbank der Fall ist. Man kann sich auch auf ein Kissen knien, um es sich ein wenig einfacher zu machen. Aber je mehr Busse, desto größer unser Verdienst, siehe unsere Reihe. Was ist, wenn man kein Latein kann? Dann lernt man es eben dadurch, dass man es betet: learning by doing. Die Aussprache des Kirchenlateins ist wie folgt: C wird meistens wie K ausgesprochen (corpus – „korpusss“), außer Vor e, i, y, ae, oe, eu dann wir C wie z, c ausgesprochen (caeli – „zeli“) Q wird wie kw ausgesprochen (quoniam – „kwoniam“) Ngu, su wir wie ngw, sw (sanguis – „ssangwis“), aber das „w“ ist sehr leicht. X wie ks (capax – „kapaks“) Z wie s, stimmhaft (zizania – „sisania“) Ch wie ch (charta – „charta“) Ph wie f (philosophia – „filozofia“) Rh wie r (rhombus – „rombus“) Th wie t (thalamus – „talamus“) I am Wortanfang und vor einem Vokal wie j (iam – „jam“) Y wie y (thymiana – „tymiana“) V wie w (valde – „walde“) S am Wortanfang und Wortende wie ss (super – „ssuper“) S in Wortmitte wie das deutsche stimmhafte s (censebant – „zensebant“) Man kann die lateinische Aussprache bspw. bei den Mönchen von Le Barroux hören[3] oder in anderen Klöstern, die das vorkonziliare Offizium auf Lateinisch beten. Die Akzentuierung ist im Text angegeben. Bei Gloria Patri et Filio am Ende eines Psalms mache man eine leichte Verbeugung zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit. Es geht hier um ein fürbittendes Gebet in einem wichtigen Anliegen und um keine Radioaufnahme. Auch wenn man Fehler macht, wird es Gott genehm sein und wenigstens wir – die Beter – werden dadurch geheiligt werden und vielleicht manch einer Bischof auch. Man kann seine Erfahrungen auf unserem Forum oder anderswo mitteilen. Man solle sich auch auf irgendwelche unerwartet auftretende Probleme und Schwierigkeiten, wie z.B. plötzlicher Familienstreit oder Streit am Arbeitsplatz gerade an diesem Tag einstellen. Dies wird ein gutes Zeichen sein, dass die Mächte der Finsternis diese Initiative bekämpfen. Man solle sich auch auf alle möglichen Zweifel am Sinn dieses Gebetsaufrufs und der eigenen Mitarbeit vorbereiten. Aber von nichts kommt nichts und der Verfall der Kirche in den deutschsprachigen Ländern scheint kaum noch steigerungsfähig. Jemand muss es herausreißen. Packen wir es an! [1] Und zwar mit diesen Beiträgen https://traditionundglauben.com/category/gebetsaktion-bischofskonferenz/ [2] Beispielsweise hier: http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/09/deutschlandchurch-of-rich-or-church-of_16.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2015/04/the-german-catholic-collapse-priests.html http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/achtung-as-in-vatican-ii-germans-seem.html http://www.katholisches.info/2015/11/24/paepstliche-standpauke-fuer-deutsche-bischoefe-deutsche-kirche-nicht-die-fortschrittlichste-sondern-die-zerruettetste/ [3] http://www.barroux.org/fr/liturgie/ecoutez-nos-offices.html Ant.: Ne reminiscaris, Dómine, delícta nostra vel paréntum nostrórum, neque vindíctam sumas de peccátis nostris. Ant.: Herr, denke nicht an unsre und unsrer Eltern Sünden, und straf uns nicht für unsre Missetaten. Psalmus 6 Psalm 6 Dómine, ne in furore tuo árguas me, * neque in ira tua corípias me. Herr, straf mich nicht in Deinem Grimme, * Und züchtige mich nicht in Deinem Zorn! Miserére mei, Dómine, quóniam infírmus sum: * sana me, Dómine, quóniam conturbáta sunt ossa mea. Erbarm Dich meiner, Herr, den ich bin krank; * Mach mich gesund, o Herr, den morsch ist mein Gebein. Et ánima mea turbáta est valde: * sed tu, Dómine, úsquequo? Gar sehr bestürzt ist meine Seele. * Du aber, Herr, wie lange säumst du noch? Convértere, Dómine, et éripe ánimam meam: * salvum me fac propter misericórdiam tuam. Herr, wende Dich zu mir, errette mich, *Hilf mir in Deiner Güte! Quóniam non est in morte qui memor sit tui: * in inférno autem quis confitébitur tibi? Im Tode denkt ja keiner mehr an Dich, * Und in der Unterwelt, wer möchte dort Dich preisen? Laborávi in gémitu meo, lavábo per síngulas noctes lectum meum: * lácrimis meis stratum meum rigábo. Wie matt bin ich von meinem Seufzen, + mit Weinen netz ich jede Nacht mein Bett, * Mit Tränen bad ich meine Lagerstätte. Turbátus est a furóre óculus meus: * inveterávi inter omnes inimícos meos. Mein Auge ist vor Kummer trüb geworden, * Ich bin gealtert unter lauter Feinden. Discédite a me, omnes, qui operámini iniquitátem: * quoniam exaudívit Dóminus vocem fletus mei. Hinweg von mir, ihr Übeltäter alle, * Mein lautes Weinen hat der Herr erhört!

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Christoph A. Ferrara, Die Heiligsprechungskrise (1 von 8)

Um auf eine konkrete Frage zu antworten, wie etwa:   „Was halten Sie von der Kanonisation von Paul VI ?“ muss man zuvor etwas sehr Gründliches schreiben. Dies hat bereits Christopher Ferrara von The Remnant getan, sodass wir es selbst nicht zu tun brauchen, sondern wieder einmal in der vorzüglichen Übersetzung von davilatollkuehn wiedergeben. Das Fazit zuvor: Eine Heiligsprechung wurde von den meisten Theologen als unfehlbar gesehen, wenn der Heiligsprechungsprozess, wie er bis 1983 vorgeschrieben war, tatsächlich durchgeführt wurde. Da aufgrund der apostolischen Konstitution Divinus Perfectionis Magister (25. Januar 1983) von Johannes Paul II. die Bestimmungen zur Heiligkeitsfindung dermaßen verändert wurden, so wissen wir seitdem wirklich nicht, ob es sich bei den Menschen die aufgrund dieser Bestimmungen selig- oder heilig gesprochen wurden, wirklich um Heilige handelt. Kein Prozess – keine Unfehlbarkeit. So einfach ist es. Schauen Sie sich doch die Liste der katholischen Heiligen des XX. Jahrhunderts an. Insbesondere derjenigen, die von Johannes Paul II. heiliggesprochen wurden. Sagen diese Namen Ihnen irgendetwas? Der Papst aus Polen hat sage und schreibe 482 Menschen heilig gesprochen. Dies ist mehr als alle Päpste zusammengenommen davor, seit ein Heiligkeitsprozess eingeführt wurde.   Wie ist es möglich? Durch die Änderung des Beweisfindungsprozesses. Warum hat man das getan? Um zu zeigen, dass die Heiligkeit jedem zugänglich ist. Ist sie dann etwas wert? Nein. Wir sollten jede Vorbilder der Transzendenz verlieren, sowie jeglichen Tugendgrad. Das macht es Ihrem Novus Ordo Pfarrer leicht zu predigen:    Aber eine alleinerziehende Mutter, die von H-IV lebt und einen Lebensabschnittsgefährten als Vater ihrer Kinder nach dem anderen wechselt, ist doch viel heiliger. Ein muslimischer Flüchtling auch. Wir sind alle Heilige, wir wissen es nur nicht. Der Novus Ordo ist eine andere Religion. Mit anderen Dogmen (Klimaerwärmung, Migration, Miteinander), anderer Liturgie und anderen Heiligen. So einfach ist es.  Wird die Bergoglianische Dampfwalze die Rechtssicherheit der Unfehlbarkeit der Heiligsprechungen untergraben, indem sie Paul VI. zu Ehren der Altäre erhebt? Geschrieben von Christopher A. Ferrara Einführung:  Eine im Untergrund schwelende Debatte wurde wieder entfacht. Die Hochgeschwindigkeits-Heiligsprechungen Papst Bergoglio`s von Johannes Paul II. und Johannes XXIII. haben verständlicherweise dazu beigetragen, dass bei den Gläubigen die Besorgnis über die Zuverlässigkeit der „Heiligenfabrik“, die während der Herrschaft von Johannes Paul II. in Betrieb genommen wurde, wächst.  Johannes Paul kanonisierte mehr Heilige, einschließlich großer (Gruppen- (Anm. d. Übers.)) Heiligsprechungen, als die vorhergehenden siebzehn Päpste zusammen bis zurück zum Jahr 1588, als Sixtus V. die Kongregation für die Heiligsprechungsprozesse gründete. Während Benedikt XVI. sich bemüht hat, die Produktion der Fabrik zurückzufahren, wurde die Herstellungen unter Bergoglio wieder angekurbelt, der in fünf Jahren 885 Heilige, darunter eine Gruppe von 800 italienischen Märtyrern wie am Fließband produzierte, im Vergleich zu 483 Heiligen während der gesamten 27-jährigen Regierungszeit von Johannes Paulus.  Fünf dieser bergoglianischen Neuzugänge wurden ohne dass ihnen auch nur ein einziges bestätigtes Wunder zugeordnet wurde, zu Heiligen erklärt. Natürlich ist es unbestreitbar, dass die Kirche in jedem Zeitalter unzählige Heilige hervorbringt, auch Märtyrer, und dass die reichlichen Früchte der Gnaden, die sie zur Erhebung der Seelen zur Vollkommenheit vermittelt, anerkannt werden sollten, um die Gläubigen zu erbauen und zu ermutigen. Die Heiligsprechung ist jedoch traditionell solch einzigartigen Fällen der Heiligkeit vorbehalten, welche nach sorgfältiger Prüfung aufgrund des besonderen Beispiels, das jedes dieser bemerkenswerten Leben bietet, als Vorbilder für die Verehrung in der universalen Kirche gelten sollen. Nicht nur traditionalistische Kommentatoren stellen fest, dass durch die schiere Zahl der kürzlich promulgierten Heiligen dem eigentlichen Konzept der kanonisierten Heiligkeit eine radikale Abwertung droht. Sogar Kardinal Ratzinger schlug bereits 1989 vor, als er feststellte, dass viele von denen, die Johannes Paul II. selig gesprochen hatte, „der großen Menge der Gläubigen nicht viel zu sagen hatte“, dass denjenigen Vorrang gegeben werden sollte, die „wirklich eine Botschaft über eine bestimmte Gruppe hinaus vermitteln“. Aber jetzt hat die scheinbar bevorstehende Heiligsprechung von Paul VI. nach der Approbation zweier angeblicher Wunder, die aufgrund der veröffentlichten Informationen entschieden weniger als ein Wunder erscheinen (was in Teil II dieser Serie diskutiert werden soll), eine weit verbreitete Ungläubigkeit über den Heiligsprechungsprozess selbst hervorgerufen, die sogar über die Skepsis hinausgeht, die die Heiligsprechungen von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. umfing.  Wie konnte derselbe Papst, der das entfesselte, was er selbst als „Geist der Selbstzerstörung“ in der Kirche zu schwach und zu spät beklagte, einschließlich einer „liturgischen Reform“, die zu dem führte, was Kardinal Ratzinger „den Zusammenbruch der Liturgie“ nannte, derselbe Papst, der sich fragte, wie „der Rauch des Satans“[1] während seiner turbulenten Herrschaft in die Kirche eingedrungen war, (Wie konnte derselbe Papst) als Vorbild für die katholische Tugend der Verehrung und als Nachahmung durch alle Gläubigen zu Ehren der Altäre erhoben werden? Um die Washington Post zu zitieren:   „Aber auf Gedeih und Verderb erzeugt Franziskus‘ Tendenz, die normalen Kanäle zur Bestätigung von Wundern zu umgehen, Unstimmigkeiten innerhalb der alten vatikanischen Mauern, während sie eine uralte Debatte über die Natur...

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Tridentinische Messe (für Januar) für alle Wohltäter am 27. April 2019 um 7.00 Uhr

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die nächste Tridentinische Messe für die Wohltäter unserer Blogs am  27. April 2019 um 7 Uhr in der Abtei Fontgombault zelebriert werden wird. Die Messe wird für die Wohltäter des Monats Januar 2019 zelebriert werden. Für Frau B.D. Herr M.K. Frau G.S....

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Tridentinische Messe (für Dezember) für alle Wohltäter am 26. April 2019 um 7.00 Uhr

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die nächste Tridentinische Messe für die Wohltäter unserer Blogs am  14. Februar 2019 um 7 Uhr in der Abtei Fontgombault zelebriert werden wird. Die Messe wird für die Wohltäter des Monats Dezember 2018 zelebriert. Für Herr M.K. Herr D.R.O. Herr U.M. Frau R.H. Herr Th.R....

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Bäumer, Geschichte des Breviers. (7) Einleitung: § 2. Theologische Grundlage (2)

Wir nehmen nach sage und schreibe drei Jahren wieder an einem spirituellen Mittwoch die Lektüre von Bäumers „Geschichte des Breviers“ wieder auf, damit wir alle mehr erfahren können. Die Inhalte des deutschen Benediktiners sind dermaßen eng verwoben und inhaltsschwer, dass wir alle davon länger zehren können. Gebet für die Schöpfung und an der Schöpfung statt Der nachfolgende Text von Bäumer (S. 9) hat DSDZ (den Schreiber dieser Zeilen) nachhaltig geprägt und er denkt manchmal täglich an diese Zeilen, wenn er aus dem Fenster schaut. Worum geht es? Darum, dass der Mensch als die Krone der Schöpfung, gleich, was die Evolutionstheorie von sich gibt, Gott als Vertreter dieser Schöpfung und an ihrer statt das Lobopfer darbringt, wohl auch das Opfer der Sühne, da die Schöpfung nach Röm 8 durch die Erbsünde auch in Mitleidenschaft gezogen wurde. Während also das Pferd auf der Wiese wiehert und die Kuh muht, muss sich DSDZ hinknien und das Brevier rezitieren. Für die Kuh auch! Man erkennt diese Logik, welche Pater Bäumer aufzeigt daran, dass in den Laudes der Duplex-Heiligenfeste und auch am Sonntag, wenn das Sonntagsoffizium stattfindet, der Gesang der drei Jünglinge gebetet wird. Man dankt Gott mit aller Schöpfung für diesen Heiligen oder den Sonntag. Ebenso wird es empfohlen nach der Heiligen Messe, der Tridentinischen natürlich, dass der Priester als Danksagungsgebet diesen Hymnus betet. Unter Leon XIII. (Dekret vom 20. Dez. 1884) gab es für die Verrichtung dieser Gebete satte Ablässe, sodass man davon ausgehen kann, dass sie nicht immer vorgeschrieben waren. Denn die Heilige Messe ist ja der Höhepunkt des Gottesdienstes der ganzen Schöpfung. Das schreibt auch Teilhard de Chardin irgendwo, obwohl auf eine verquere, pantheistische Art und Weise. Das schlimme am Nachkonziliarismus ist einerseits der Kollektivismus zu dem er führte (Wir, Miteinander, die Gemeinde, etc.), andererseits paradoxerweise der Solipsimus, den er auch verursacht. „Ich finde zu mir selbst“ , „Ich meditiere, damit ich spirituell werde, was immer auch es bedeutet“. Kaum jemand weiß, dass, wenn man betet, man auch für andere betet, aber nicht im Sinne einer Fürbitte, sondern man produziert eine „Energiewand“ aus Heiligkeit, welche der Kirche und der Menschheit zugute kommt, weil man die Gnade auf die Erde herbei ruft. Nehmen wir einmal an: Es gibt das „Ozonloch“ wirklich. ausgewählte Menschen können es durch besondere Meditationstechniken kleiner halten oder gar verschwinden lassen, dann würde die „Erderwärmung“ (die es auch nicht gibt) aufhören, und wir alle würden davon profitieren, weil es weniger Umweltkatastrophen gäbe. Es ist alles eine Analogie, denn so wenig es das „Ozonloch“ gibt, so gibt es auch das nicht, was davon abhängt. Aber es gibt die Dämonen, die mehr als je auf die Menschheit einfallen, weil niemand eine Gebetswand gegen sie errichtet. Es fließen kaum Gnaden auf die Welt hinunter, weil sie niemand herabruft. Gäbe es aber 1. bis 4. und gäbe es 2. Menschen, die es könnten, dann wären sie hochqualifizierte staatliche Bedienstete, Kirchensteuer-Priester eben, welche für diese hochkomplexe Angelegenheit vorgesehen wären. Die Wand aus Heiligkeit ist eben Aufgabe der betenden Stände der Kirche und aller Katholiken. Während wir alle, Ozonloch hin oder her, sterben müssen, so hängt es von unserem Leben – auch vom Gebetsleben – ab, wo wir die Ewigkeit, die ja ewig dauert, verbringen werden. Stirbt man aber in Todsünde, dann geht man auf ewig in die Hölle. „Die Seelen fallen aber wie Schneeflocken in die Hölle“, so die echte Lucia und wir leben wohl in einer Zeit mit vielen Reprobierten, was man an dem großen Wohlstand ablesen kann. Noch nie ging es den Menschen materiell und gesundheitlich besser, noch nie waren sie sündiger, unzufriedener und depressiver, was mit der Sünde zusammenhängt und da Gott sie nicht in Ewigkeit belohnen kann, so belohnt er sie zu Lebzeiten, da sie in die Hölle gehen werden. Auf eigenen Wunsch hin, natürlich. Ja, auch deswegen, weil niemand für sie betet, aber in diesem Sinne, dass niemand durch das Gebet eine „Wand der Heiligkeit“ produziert, an der sie sich wärmen, erleuchten und heiligen könnten. DSDZ hat sich an einem Ort bekehrt, an dem viel gebetet wurde und es ist die „Atmosphäre“, die bekehrt, welche aus den vielen „stehengebliebenen“ und „eingefrorenen“ Gebeten und Sühnewerken besteht. Daher hat man im XX. Jahrhundert das vorgeschriebene Breviergebet reduziert, der hl. Piux X. hat damit leider angefangen, was zuerst die Geistlichen in Mitleidenschaft zog und danach die Kirche – siehe Bergoglio. Wenn die Kirche ein Leib ist, so besteht sie aus einem Körper und der Seele. Die Seele stellt die geistlichen Mittel: Sakramente, Sakramentalien, Bußwerke etc. dar. Deswegen hat die Zerstörung der Kirche mit der Zerstörung der Liturgie angefangen, damit der Körper der Kirche durch nichts beseelt wird. Jetzt sehen wir die Konsequenzen: die römische Sodomitenbande mit Bergoglio an der Spitze. Also kaufen Sie sich ein lateinisches Brevier und beten es. Jemand muss es tun. Amen....

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Notre Dame – Unsere Mutter hat uns verlassen …

Hier ein kurzer Beitrag von Anna Gallicana über den Notre Dame Brand. Aus der ersten Hand sozusagen. Es ist wohl schwierig sich vorzustellen, wie es für uns wäre, wenn unsere Lieblingskirche, in der die Hauptreliquien der Christenheit liegen, zu der wir gerade gehen wollten, in der Nacht abbrennen würde. Jetzt werden viele Prophezeiungen hervorgeholt, Schauungen und Visionen. Doch Lehre bleibt, dass wenn man etwas nicht zu schätzen weiß, dann nimmt es Gott einem weg. Aber nicht nur die unendlichen Touristenströme haben Notre Dame desakralisiert, sondern vor allem Novus Ordo. Der nachkonziliare „Mahltisch“ wurde ja beim Brand zerstrümmert , nicht der Hauptaltar. Wir sehen jetzt, wie geduldig doch Gott all die Jahre gewesen ist, eine Geduld, die wir als Nachsicht, Desinteresse oder gar Zustimmung zu den liturgischen und doktrinellen Greuel aufgefasst haben. Dem war aber nicht so. In ganz Frankreich brennen die Kirchen, doch die Verantwortlichen in Paris, konnten schon eine halbe Stunde nach dem Anfang des Brands völlig ausschließen, dass es sich um Brandstiftung handelt. Wie ist es möglich? So schnell? Ohne Untersuchung? Sehr unwahrscheinlich, es sei denn man weiß es besser und will keinen Bürgerkrieg provozieren. Unsere Mutter hat uns verlassen … Schutzmantelmadonna vom Monte di Berico Vicenza Nun, wie Sie inzwischen wissen, leben wir in Frankreich. Und als ich am Montag der Karwoche gerade vor meinen zahlreichen Mails saß, um noch vor Ostern etwas Ordnung in meine Papiere zu bringen und die Steuererklärung auszufüllen. Da kam eine Nachricht von Ann Barnhardt herein, dass Notre Dame de Paris brenne. Ich musste die Nachricht dreimal lesen, da ich nicht glauben wollte, was ich da las. Doch beim ersten Blick in die Nachrichten via Internet (wir gehören nämlich zu den Unverbesserlichen, die ohne Fernsehen oder Radio tatsächlich überleben …) kamen die schrecklichen Bilder, die Sie ja inzwischen alle kennen. Ja, DSDZ hat schon recht, wo kein Glaube, da braucht’s auch kein äußeres Zeichen. Doch gefühlsmäßig war das für uns viel schlimmer. Also erstens, weil wir am Karfreitag nach Notre Dame fahren wollten, um die Dornenkrone, die an diesem Tag durchgehend zur Verehrung ausgesetzt ist, zu verehren und dadurch Gnaden zu gewinnen. Wir haben schon öfters die Erfahrung gemacht, dass dadurch unschätzbare Gnaden zu erhalten sind und als sparsame Familienmutter muss man schon sorgfältig die Gnadenkonten aller Familienmitglieder auffüllen. Aber daraus wurde nun leider nix und da die Dornenkrone nun im Louvre im Tresor liegt (nicht mal ausgestellt!) sieht’s auch künftig schlecht aus. Ich verstehe nicht, warum man die Dornenkrone nicht in einer anderen Kirche aussetzen konnte, oder besser gesagt, das war wohl im Sinne des Erfinders. Wenn ich an all die Gnaden denke, die da verloren gehen, es ist zum Heulen und Wehklagen. Aber es ist ja noch viel, viel schlimmer. Ich weiß nicht, ob Sie die Marienerscheinungen von Pontmain kennen. Nun, falls Sie es noch nicht wissen, dort erschien die Gottesmutter 1871 während 3 Stunden vier Kindern. Sie stand über dem Dach einer Scheune, in der Nähe der kleinen Kirche in der das Bambina, also die künftige Gottesmutter als kleines Kind, verehrt wird und wurde. Sie sprach nicht, sondern die Botschaft erschien in einem Spruchband, Buchstabe für Buchstabe: „MAIS PRIEZ MES ENFANTS DIEU VOUS EXQUCERA EN PEU DE TEMPS. MON FILS SE LAISSE TOUCHER“ Was bedeutet: „Aber betet doch meine Kinder Gott wird euch in kurzer Zeit erhören. Mein Sohn lässt sich (von euren Bitten) erweichen“ Dabei trug sie einen dunkelblauen Morgenmantel und mit Hausschuhen. Soviel zu den Erscheinungen. Wie bei allen echten Marienerscheinungen, ermahnt SIE uns zum Gebet. Was die ortsansässigen Leute aber beeindruckt hat, war die Kleidung: Sie trug einen Morgenmantel und Hausschuhe! So verbreitete sich schnell die Kunde: die Muttergottes ist hier zu Hause, denn wo sonst trägt man Morgenmantel und Hausschuhe? In Pontmain stand SIE über einer Scheune, aber in Notre Dame, da wohnt SIE, das ist die einhellige Meinung von der Normandie bis Paris. Und genau deshalb ist es ja noch viel, viel schlimmer. Sie hat nun kein Zuhause mehr, hier in Frankreich, wo SIE im Morgenmantel an die Tür gehen konnte… Notre Dame war mehr als nur eine Kirche, sie war der zu Stein gewordene Glaube der ältesten Tochter der Kirche, gebaut aus Blut und Schweiß und unzähligen Gebeten. Sie war das auf Erden sichtbare Haus unserer Mutter. Und als dieses Haus brannte, da hat niemand SIE aufgenommen, niemand IHR einen Platz in einer anderen Kirche angeboten, nicht für SIE, nicht für die Reliquien. Wie grausam! Dies war die schreckliche Nachricht, die wir intuitiv verstanden haben, während wir fassungslos die Bilder aus dem Internet vor Augen hatten. Es bleibt uns nicht viel. So haben wir uns ängstlich unter den Mantel der Madonna von Monte Berico geflüchtet. Auch dort, in Vicenza ist die Muttergottes erschienen; 1426. Ich liebe diese Kirche ganz besonders und auch das Gnadenbild. Seit dem Brand von Notre Dame tragen wir es immer mit...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Ostermontag

Evangelium des Heiligen Ostermontags Lk 24, 13 – 35 Noch am selben Tage wanderten zwei von ihnen nach einem Flecken mit Namen Emmaus, sechzig Stadien von Jerusalem entfernt. Sie sprachen miteinander von allem, was sich zugetragen hatte. Während sie so miteinander redeten und sich besprachen, nahte Jesus selbst und ging mit ihnen. Ihre Augen aber waren gehalten, daß sie ihn nicht erkannten. Er sprach zu ihnen: „Was sind das für Reden, die ihr auf dem Wege miteinander führt?“ Da hielten sie traurig inne. Der eine aber, namens Kleopas, antwortete ihm: „Bist du der einzige Fremdling in Jerusalem, der nicht weiß, was dort in diesen Tagen geschehen ist?“ Er fragte sie: „Was denn?“ Sie erwiderten ihm: „Was mit Jesus von Nazareth geschehen ist. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und allem Volke. Unsere Hohenpriester und die Vorsteher aber haben ihn dem Tode überantwortet und gekreuzigt. Wir aber hatten gehofft, er werde Israel erlösen. Und nun ist nach alledem heute schon der dritte Tag, seit dies geschehen ist. Zwar haben uns einige aus unseren Frauen in Schrecken gesetzt. Sie waren frühmorgens am Grabe, fanden aber seinen Leichnam nicht. Sie kamen mit der Kunde, es seien ihnen Engel erschienen, die versichert hätten, daß er lebe. Einige von den Unsrigen gingen dann zum Grabe und fanden bestätigt, was die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.“ Da sprach er zu ihnen:“ O ihr Unverständigen und von langsamer Fassungskraft, um alles zu glauben, was die Propheten verkündet haben! Musste nicht Christus dies leiden und so in seine Herrlichkeit eingehen?“ Und er begann mit Moses und allen Propheten und erklärte ihnen, was in allen Schriften von ihm geschrieben steht. So kamen sie dem Flecken nahe, zu dem sie wanderten. Er tat, als wolle er weitergehen. Sie aber nötigten ihn und sprachen: „Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, der Tag hat sich schon geneigt.“ Da kehrte er mit ihnen ein. Während er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, segnete es, brach es und reichte es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Er aber entschwand ihren Augen. Und sie sprachen zueinander: „Brannte nicht das Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns die Schrift erschloß?“ Noch in derselben Stunde machten sei sich auf, kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die Elf mit ihren Gefährten versammelt. Diese sprachen: „Der Herr ist wahrhaft auferstanden und dem Simon erschienen.“ Nun erzählten sie, was sich auf dem Wege zugetragen hatte, und wie sie ihn am Brotbrechen errkannt hätten. Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papste Gregor. Ihr habt gehört, Brüder, daß der Herr den zwei Jüngern, die auf dem Wege dahingingen, die wohl noch nicht glaubten, aber doch von ihm redeten, sichtbar wurde; aber er zeigte ihnen nicht eine Gestalt, die sie hätten erkennen können. Das also wirkte der Herr äußerlich in den leiblichen Augen, was bei ihnen im Innern vorging, in den geistigen Augen. Denn sie waren im Innern bewegt von Liebe und von Zweifel; der Herr aber wurde ihnen äußerlich gegenwärtig und zeigte nicht, wer er war. Entsprechend dem Umstand, daß sie von ihm sprachen, gewährte er ihnen seine Gegenwart; aber entsprechend dem Umstand, daß sie über ihn Zweifel hegten, verbarg er die Gestalt, an der man ihn erkennen konnte. Er wechselte wohl Worte mit ihnen, tadelte die Härte ihres Geistes, erschloß ihnen die dunklen Stellen der Heiligen Schrift, die von ihm handeln; und dennoch, weil er noch in ihrem Herzen ein Fremder war in bezug auf den Glauben, stellte er sich dar, als ob er weiter gehen wollte. Darstellen1 bedeutet in unserer Sprache dasselbe wie bilden; deshalb nennen wir auch diejenigen, die aus Stoff etwas bilden, Darsteller. Also hat derjenige, der die einfache Wahrheit selbst ist, nichts Zweideutiges getan, sondern hat sich ihnen als das leiblich gezeigt, was er bei ihnen im Geiste galt. Sie sollten aber erprobt werden, ob sie, wo sie ihn noch nicht als Gott liebten, ihn wenigstens als Wanderer lieben könnten. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott, der Du der Welt durch die österliche Feierlichkeit Heilsmittel verliehen hast: wir bitten Dich, begleite dein Volk mit himmlischer Gabe, damit es vollkommene Freiheit und ewiges Leben zu erlangen würdig werden möge! Amen. 1Dieser Satz ist im Deutschen schwer zu geben, weil unsere Sprache das lateinische Bild nicht wiedergeben kann. Im Lateinischen Bedeutet fingere soviel wie „sich stellen oder darstellen“ und zugleich „bilden, herstellen“; und das davon abgeleitete Wort figulus bedeutet „Töpfer“ = Hersteller von Töpfen aus Lehm....

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Proprium missae – Ostermontag – Die II infra octavam Paschae

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Exod 13:5; 13:9 Introdúxit vos Dóminus in terram fluéntem lac et mel, allelúia: et ut lex Dómini semper sit in ore vestro, allelúia, allelúia. Ps 104:1 Confitémini Dómino et invocáte nomen eius: annuntiáte inter gentes ópera eius. V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen Exod 13:5; 13:9 Introdúxit vos Dóminus in terram fluéntem lac et mel, allelúia: et ut lex Dómini semper sit in ore vestro, allelúia, allelúia. Es führte der Herr euch ins Land, das fließt von Milch und Honig, alleluja. Nun sei auch des Herrn Gesetz allzeit in eurem Munde, alleluja, alleluja. Preiset den Herrn, ruft an Seinen Namen; macht kund Seine Werke unter den Heiden. V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Es führte der Herr euch ins Land, das fließt von Milch und Honig, alleluja. Nun sei auch des Herrn Gesetz allzeit in eurem Munde, alleluja, alleluja.   GRADUALE Allelúia, allelúia. Ps 117:24; 117:2. Hæc dies, quam fecit Dóminus: exsultémus et lætémur in ea. V. Dicat nunc Israël, quóniam bonus: quóniam in sǽculum misericórdia eius. Allelúia, allelúia. Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat; da laßt uns frohlocken und fröhlich sein. V Nun sage Israel: Ja, Er ist gut, denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluja, alleluja. ALLELUIA Matt 28:2. Angelus Dómini descéndit de cœlo: et accédens revólvit lápidem, et sedébat super eum. Ein Engel des Herrn stieg vom Himmel, trat hinzu, wälzte den Stein beiseite und setzte sich darauf. OFFERTORIUM Matt 28:2; 28:5-6 Angelus Dómini descéndit de cœlo, et dixit muliéribus: Quem quǽritis, surréxit, sicut dixit, allelúia. Ein Engel des Herrn stieg vom Himmel und sprach zu den Frauen: «Er, den ihr suchet, ist auferstanden, wie Er gesagt hat», alleluja. COMMUNIO Luc 24:34 Surréxit Dóminus, et appáruit Petro, allelúia. Der Herr ist auferstanden und dem Petrus erschienen, alleluja.

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Ostersonntag

Evangelium des Heiligen Ostersonntages Mk 16, 1 – 7 Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome würzige Kräuter, um hinzugehen und ihn zu salben. In der Morgenfühe des ersten Wochentages, als die Sonne eben aufging, kamen sie zum Grabe. Sie sprachen zueinander: „Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?“ Als sie hinblickten, sahen sie, daß der Stein schon weggewälzt war. Er war nämlich sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen zur Rechten einen Jüngling in weißem Gewande sitzen, und sie erschraken. Er aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht hier die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Geht nun hin und meldet seinen Jüngern, zumal dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.“ Predigtext des Kirchenvaters Auslegung vom heiligen Papst Gregor. Ihr habt gehört, geliebteste Brüder, daß die heiligen Frauen, die dem Herrn gefolgt waren, mit Wohlgerüchen zum Grab kamen und ihm, dem sie, so lange er lebte, in Liebe zugetan gewesen, auch, wo er tot war, in freundschaftlicher Absicht Dienste erweisen. Aber was sie getan, deutet etwas an, was in der heiligen Kirche zu geschehen hat. Wir müssen nämlich das, was sich ereignet hat, in der Weise hören, daß wir auch überlegen, was wir in Nachahmung desselben zu tun haben. Und so kommen wir, die wir an den Toten glauben, dann, wenn wir mit dem Wohlgeruch der Tugenden umduftet, mit dem Rufe des Eifers in guten Werken dem Herrn suchen, ganz gewiß mit duftenden Salben an sein Grab. Solchen Frauen aber, die mit duftenden Salben kamen, sind Engel sichtbar geworden, weil eben jene Seelen die himmlischen Bürger zu schauen bekommen, die mit dem Wohlgeruch der Tugenden in heiliger Sehnsucht an den Herrn herangehen. Wir müssen jedoch darauf achten, was das bedeuten soll, daß der Engel zur Rechten sitzend gesehen wird. Was anders wird denn durch die Linke angedeutet als das gegenwärtige Leben, was anders aber durch die Rechte als das ewige Leben? Daher steht ja im Hohenlied geschrieben: „Seine Linke ist unter meinem Haupt, und seine Rechte hält mich umfangen.“ Weil also unser Erlöser schon durch den diesem Leben anhaftenden sterblichen Zustand hindurchgegangen war, deshalb war es richtig, daß der Engel, der gekommen war, dessen unvergängliches Leben zu melden, zur Rechten saß. Er erschien bekleidet mit einem weißen Gewand, weil er die Freude verkündet, die mit unserer Festlichkeit verbunden ist. Die weiße Farbe seines Kleides verkündet nämlich den Glanz unserer Festesfreude. Sollen wir sagen: unserer oder seiner Festlichkeit? Um es in richtigerer Weise auszudrücken, wollen wir sagen: sowohl seiner als unserer. Jene Auferstehung unseres Erlösers ist nämlich einerseits unsere Festlichkeit, weil sie uns zur Unsterblichkeit zurückgeführt hat; anderseits wurde sie eine Festlichkeit der Engel, weil sie dadurch, daß sie uns zum Himmel zurückgerufen hat, ihre Zahl ausgefüllt hat. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet O Gott! der Du durch deinen Sohn uns den Eingang in den Himmel, aufgeschlossen hast; nimm gnädig an unsern Dank für deine Barmherzigkeit und gib, daß wir unsere guten Vorsätze getreu halten, damit wir, gespeiset durch das heiligste Osterlamm, zu einem frommen Leben in Christo auferstehen und einst in die ewige Seligkeit eingehen mögen, durch Christus, unsern Erlöser. Amen....

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Proprium missae – Ostersonntag – Dominica Resurrectionis

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Ps 138:18; 138:5-6. Resurréxi, et adhuc tecum sum, allelúia: posuísti super me manum tuam, allelúia: mirábilis facta est sciéntia tua, allelúia, allelúia. Ps 138:1-2. Dómine, probásti me et cognovísti me: tu cognovísti sessiónem meam et resurrectiónem meam. V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto. R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen Resurréxi, et adhuc tecum sum, allelúia: posuísti super me manum tuam, allelúia: mirábilis facta est sciéntia tua, allelúia, allelúia. Auferstanden bin Ich und bin nun immer bei Dir, alleluja. Du legtest Deine Hand auf Mich, alleluja. Gar wunderbar ist Deine Weisheit, alleluja, alleluja. Herr, Du prüfest Mich, und Du durchschaust Mich, Du kennst Mein Ruhen und Mein Auferstehen. V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Auferstanden bin Ich und bin nun immer bei Dir, alleluja. Du legtest Deine Hand auf Mich, alleluja. Gar wunderbar ist Deine Weisheit, alleluja, alleluja. KYRIE S. Kýrie, eléison. M. Kýrie, eléison. S. Kýrie, eléison. M. Christe, eléison. S. Christe, eléison. M. Christe, eléison. S. Kýrie, eléison. M. Kýrie, eléison. S. Kýrie, eléison. S. Kýrie, eléison. M. Kýrie, eléison. S. Kýrie, eléison. M. Christe, eléison. S. Christe, eléison. M. Christe, eléison. S. Kýrie, eléison. M. Kýrie, eléison. S. Kýrie, eléison. GLORIA Gloria in excelsis Deo Et in terra pax homínibus bonæ voluntátis. Laudámus te. Benedícimus te. Adorámus te. Glorificámus te. Grátias ágimus tibi propter magnam glóriam tuam. Dómine Deus, Rex coeléstis, Deus Pater omnípotens. Dómine Fili unigénite, Iesu Christe. Dómine Deus, Agnus Dei, Fílius Patris. Qui tollis peccáta mundi, miserére nobis. Qui tollis peccáta mundi, súscipe deprecatiónem nostram. Qui sedes ad déxteram Patris, miserére nobis. Quóniam tu solus Sanctus. Tu solus Dóminus. Tu solus Altíssimus, Iesu Christe. Cum Sancto Spíritu in glória Dei Patris. Amen. Ehre sei Gott in der Höhe. Und auf Erden Friede den Menschen, die guten Willens sind. Wir loben Dich. Wir preisen Dich. Wir beten Dich an. Wir verherrlichen Dich. Wir sagen Dir Dank ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr und Gott, König des Himmels, Gott allmächtiger Vater! Herr Jesus Christus, eingeborener Sohn! Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters! Du nimmst hinweg die Sünden der Welt: erbarme Dich unser. Du nimmst hinweg die Sünden der Welt: nimm unser Flehen gnädig auf. Du sitzest zur Rechten des Vaters: erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige. Du allein der Herr. Du allein der Höchste, Jesus Christus, Mit dem Hl. Geiste, in der Herrlichkeit Gottes des Vaters. Amen. GRADUALE Ps. 117:24; 117:1 Hæc dies, quam fecit Dóminus: exsultémus et lætémur in ea. V. Confitémini Dómino, quóniam bonus: quóniam in saeculum misericórdia eius. Allelúia, allelúia. Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat; da laßt uns frohlocken und fröhlich sein. V Preiset den Herrn, denn Er ist gut; denn ewig währet Sein Erbarmen. Alleluja, alleluja. ALLELUIA 1 Cor 5:7 V. Pascha nostrum immolátus est Christus. V Unser Osterlamm, Christus, ist geschlachtet. SEQUENTIA Víctimæ pascháli laudes ímmolent Christiáni. Agnus rédemit oves: Christus ínnocens Patri reconciliávit peccatóres. Mors et vita duéllo conflixére mirándo: dux vitæ mórtuus regnat vivus. Dic nobis, María, quid vidísti in via? Sepúlcrum Christi vivéntis et glóriam vidi resurgéntis. Angélicos testes, sudárium et vestes. Surréxit Christus, spes mea: præcédet vos in Galilaeam. Scimus Christum surrexísse a mórtuis vere: tu nobis, victor Rex, miserére. Amen. Allelúia. Weihet dem Osterlamme Lobgesänge, ihr Christen.Denn das Lamm erlöste die Schafe; Mit dem Vater versöhnte Christus, der Reine, Alle die Sünder.Tod und Leben da kämpften Seltsamen Zweikampf: Der Fürst des Lebens, dem Tode erliegend, Herrscht als König und lebt.«Maria, künde uns laut: Was hast auf dem Weg du geschaut?»«Sah Christ, des Lebendigen Grab, Und wie Glanz den Erstand´nen umgab.Sah himmlische Boten, Schweißtuch und Linnen des Toten.Christus erstand, Er, mein Hoffen; Nach Galiläa geht der Herr euch voraus.» Nun wissen wir: Christ ist erstanden Wahrhaft vom Tod. Du Sieger, Du König, Sieh unsre Not. Amen. Alleluja. OFFERTORIUM Ps. 75:9-10. Terra trémuit, et quiévit, dum resúrgeret in iudício Deus, allelúia. Die Erde erbebte und schwieg, als Gott aufstand zum Gerichte, alleluja. SANCTUS Sanctus, Sanctus, Sanctus Dóminus, Deus Sábaoth. Pleni sunt coeli et terra glória tua. Hosánna in excélsis. Benedíctus, qui venit in nómine Dómini. Hosánna in excélsis. Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe! Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe! AGNUS Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: dona nobis pacem. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: dona nobis pacem. COMMUNIO 1 Cor 5:7-8

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Resurrexit sicut dixit – ein frohes Osterfest!

Die Auferstehung Christi ist nicht nur eine Erfüllung der recht vagen Prophezeiungen des Alten Testaments diesbezüglich, sondern auch der eigenen Worte des Erlösers. Er hat es mehrmals gesagt (z.B. Mt 16, 21; Mk 8,31; Lk 9,22), doch die Jünger haben es nicht verstanden oder verdrängt. Vielleicht wussten sie schlicht nicht, was „auferstehen“ bedeutet (Mk 9,10), denn niemand hat es vorher oder nachher bewerkstelligt. So fassen wir zusammen: Christus hat angekündigt, dass er auferstehen wird und er ist auferstanden, Christus hat angekündigt, dass „die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen“ (Mt 16, 18) und sie werden sie nicht überwältigen Während man wohl keine Zweifel bezüglich des ersten der oben genannten Punkte hat, zweifelt man an dem zweiten Punkt. Denn zu Ostern 2019 haben wir: keinen gläubigen Papst, keine gläubigen Kardinäle, keine gläubigen Bischöfe, keine gläubigen Priester, kaum gläubige Laien Woher wissen wir das? Weil der Glaube ohne Werke tot ist (Jk 2, 24). Wären sie gläubig, würden sie etwas tun. Sie tun nichts, weil sie nicht glauben, d.h. weil sie die übernatürliche Wirklichkeit der Glaubenswahrheiten nicht wahrnehmen, denn glauben bedeutet nicht sich etwas einzubilden, was nicht ist, sondern etwas, dank Gottes Gnade, wahrzunehmen und zu verstehen, was ist. Aber Gott wird es schon selbst richten oder? Nein, das wird er nicht, denn von der Welterschaffung aus dem Nichts (creatio ex nihilo) abgesehen, hat sich Gott bislang immer der Menschen bedient, um Menschen zu erlösen. Deswegen ist auch Gott Mensch geworden. Gott hat Menschen berufen, Abraham, Moses, die Propheten, die Apostel, die Heiligen, welche in mühevoller Kleinarbeit, nach und nach die Kirche – die Arche für die Welt – auferbauten. Er hat in ihnen und durch sie gewirkt, aber nur insoweit sie ihn ließen. Der hl. Paulus bringt die Lehre der Zusammenarbeit der menschlichen Natur mit der göttlichen Gnade auf den Punkt: Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben. Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht – nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir. (1 Kor 15,10) Er hat sich nicht zurückgelehnt und gehofft, dass Gott selbst alles richtet, indem er mit Bischof Schneider sagte: Man muß in diesem seltenen und heiklen Fall dem Eingreifen der Göttlichen Vorsehung Raum lassen. Gott wird uns durch weitere Strafen und Züchtigungen, wie der Brand von Notre Dame, dazu bewegen, dass wenigstens manche von uns tätig werden die Wahrheit und die Heiligkeit der Kirche wieder aufzubauen und zwar dadurch, dass man sich der schlechten Hirten entledigt. So ist es immer gewesen. Die katholische Gegenreformation war nur deswegen möglich, weil durch die protestantische Reformation die schlechten Hirten: in Apostasie fielen, Protestanten wurden und die Kirche verließen, auf natürlichem Wege gestorben sind, in den Religionskriegen und durch Sacco di Roma niedergemetzelt wurden Dadurch also, dass eine „biologische Lösung“ bei den Schlechten erfolgte, konnten sich nach und nach die Guten langsam ausbreiten. Gott hat die Kirche, wie Christus, in der Vergangenheit mehrmals global und lokal auferweckt, weil es Menschen gab, die vorher dazu bereit waren sich für sie martern zu lassen und zu sterben. Bevor sich auch nicht jetzt welche finden, die etwas riskieren, wird es keine Auferstehung der Kirche geben. Denn Gott fordert unsere Mitwirkung. All unseren Abonnenten, Lesern und Gästen wünschen wir ein fröhliches Osterfest!

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Karsamstag

Evangelium des Heiligen Karsamstages Mt 28, 1 – 7 Nach Ablauf des Sabbats, beim Morgengrauen des ersten Wochentages, machten sich Maria Magdalena und die andere Maria auf den Weg, um nach dem Grabe zu sehen. Und siehe, da entstand ein starkes Erdbeben. Denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat hinzu, schob den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Die Wächter erbebten aus Furcht vor ihm und waren wie tot. Die Frauen aber redete der Engel an: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt, seht hier den Ort, wo der Herr gelegen hat. Und nun geht eilends hin und meldet seinen Jüngern, daß er von den Toten auferstanden ist. Seht, er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Seht, ich habe es euch gesagt.“ Hymnus Christus ist erstanden, befreit von Todesbanden; Deß wollen wir alle froh seyn, Christus will unser Trost seyn. Alleluja! Christus ist erstanden, befreit von Todesbanden; Der als das wahre Osterlamm Die Missethat der Welt hinnahm. Alleluja! Christus ist erstanden, befreit von Todesbanden; Wie Du vom Tod‘ erstanden bist, Laß uns ersteh’n Herr Jesu Christ! Alleluja!...

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Proprium missae – Karsamstag – Sabbato Sancto

Divinum Officium – Sancta Missa CANTICUM 1 Cantemus Domino: gloriose enim honorificatus est: equum et ascensorum proiecit in mare: adiutor, et protector factus est mihi in salutem. V. Hic Deus meus, et honorificabo eum: Deus patris mei, et exaltabo eum. V. Dominus conterens bella: Dominus nomen est illi. 1. Ch Laßt uns singen dem Herrn, denn machtvoll hat Er Sich kund­getan: / Roß und Reiter warf Er ins Meer. 2. Ch Er ist mein Hel­fer geworden zum Heile, / Er ist mein Beschützer. 1 Ch Er ist mein Gott, Ihn will ich preisen;/der Gott meines Vaters, Ihn will ich erheben. 2. Ch Der Herr macht zunichte den Krieg;/Herr ist sein Name. CANTICUM 2 Vinea facta est dilecto in cornu, in loco uberi. V. Et maceriam circumdedit, et circumfodit: et plantavit vineam Sorec: et ædificavit turrim in medio eius. V. Et torcular fodit in ea: vinea enim Domini Sabaoth, domus Israël est. 1. Ch Ein Weinberg war meinem Geliebten zu eigen / oben auf fruchtbarer Höhe. 2. Ch Und Er zog um ihn eine Mauer, / Er grub ihn um und pflanzte Reben von Sorek. 1. Ch In seine Mitte baute Er einen Turm, / und Er grub eine Kelter. 2. Ch Der Weinberg des Herrn der himmlischen Heere, es ist das Haus Israel. CANTICUM 3 Attende, cælum, et loquar: et audiat terra verba ex ore meo. V. Exspectetur sicut pluvia eloquium meum: et descendant sicut ros verba mea, sicut imber super gramina. V. Et sicut nix super fænum: quia nomen Domini invocabo. V. Date magnitudinem Deo nostro: Deus, vera opera eius, et omnes viæ eius iudicia. V. Deus fidelis, in quo non est iniquitas: iustus et sanctus Dominus. Ch Horche auf, o Himmel, ich rede! / Erde, vernimm die Worte meines Mundes; 2. Ch Meine Rede nimm auf wie den Regen,/niederfließen sollen meine Worte wie Tau; 1. Ch Gleich­wie Regen auf sprossende Kräu­ter / und wie Schnee auf welken­des Laub; / denn anrufen will ich den Namen des Herrn. 2. Ch Unserem Gott gebet Ehre! / Gottes Werke sind wahr, / gerecht sind all Seine Wege. 1. u. 2. Ch Gott ist getreu, in Ihm ist kein Trug; / heilig ist der Herr und gerecht. CANTICUM 4 Sicut cervus desiderat ad fontes aquarum: ita desiderat anima mea ad te, Deus. V. Sitivit anima mea ad Deum vivum, quando veniam, et apparebo ante faciem Dei? V. Fuerunt mihi lacrymæ meæ panes die ac nocte, dum dicitur mihi per singulos dies: Ubi est Deus tuus? V. Dóminus vobíscum. R. Et cum spiritu tuo. Ch Wie der Hirsch verlangt nach den Quellen der Wasser, / so verlangt, o Gott, meine Seele nach Dir. Ch. Meine Seele dür­stet nadi dem lebendigen Gott. / Wann darf ich kommen und treten vor Gottes Angesicht? 1u. 2. Ch. Meine Tränen sind mir zum Brot geworden bei Tag und bei Nacht; / an jedem Tage fragen sie mich: Wo bleibt dein Gott? ALLELUIA S. Allelúia. C. Allelúia. S. Allelúia. C. Allelúia. S. Allelúia. C. Allelúia. S. Alleluja! C. Alleluja! S. Alleluja! C. Alleluja! S. Alleluja! C. Alleluja! CANTICUM 5 V. Confitémini Dómino, quóniam bonus: quóniam in sǽculum misericórdia eius. V. Preiset den Herrn, denn Er ist gut! / In Ewigkeit währt Sein Erbarmen. CANTICUM 6 V. Laudáte Dominum omnes gentes: et collaudáte eum, omnes pópuli. V. Quóniam confirmáta est super nos misericórdia eius: et véritas Dómini manet in ætérnum. V. Lobet den Herrn, alle Völ­ker; / ihr Stämme alle, lobpreiset Ihn! V. Denn mächtig waltet über uns Seine Gnade, / und Seine Treue währt in Ewigkeit. PRO LAUDIBUS Ant. Allelúia, allelúia, allelúia. Laudáte Dóminum in sanctis eius * laudáte eum in firmaménto virtútis eius. Laudáte eum in virtútibus eius, * laudáte eum secúndum multitúdinem magnitúdinis eius. Allelúia, allelúia, allelúia. Ant. Alleluja, alleluja, alleluja. Lobpreist den Herrn in Seinem Heiligtum * lobt Ihn in Seiner starken Feste. Lobt Ihn ob Seiner Wunder taten, * lobt Ihn ob Seiner großen Macht. Allelúia, allelúia, allelúia. ANTIPHONA Et valde mane una sabbatorum, veniunt ad monumentum, orto iam sole, alleluia. Benedictus Dominus, Deus Israel, * quia visitavit et redemit populum suum. Et erexit cornu salutis nobis * in domo David pueri sui. Et valde mane una sabbatorum, veniunt ad monumentum, orto iam sole, alleluia. Und gar frühe, / am ersten Tag nach dem Sabbat, / da kommen sie zum Grab, als eben aufging die Sonne, alleluja Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! * Denn heimgesucht hat Er Sein Volk und ihm Erlösung bereitet. Er ließ uns erstehn ein Zeichen des Heiles * in dem Haus Seines Knechtes David. Und gar frühe, / am ersten Tag nach dem Sabbat, / da kommen sie zum Grab, als eben aufging die Sonne, alleluja...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Karfreitag

Evangelium des Heiligen Freitags Leidensgeschichte nach Johannes (18, 1-40 19, 1-42) + bedeutet Christus, C (Cantor, Chronista) den Erzähler, S (Succentor) die übrigen sprechenden Personen C Das Leiden unsres Herrn Jesus Christus nach Johannes. In jener Zeit begab sich Jesus mit seinen Jüngern über den Bach Cedron. Hier war ein Garten, in den Er mit Seinen Jüngern hineinging. Auch Judas, Sein Verräter, kannte den Ort; denn Jesus war oft mit Seinen Jüngern dorthin gekommen. Judas nahm nun eine Abteilung Soldaten und Diener von den Hohenpriestern und Pharisäern und begab sich dorthin mit Laternen, Fackeln und Waffen. Jesus, der alles wußte, was über Ihn kommen sollte, trat ihnen entgegen und sprach: † «Wen suchet ihr?» C Sie antworteten: S «Jesus von Nazareth.»  C Jesus erwiderte ihnen: † «Ich bin es.» C Judas, der Verräter, stand bei ihnen. Als nun Jesus zu ihnen sprach: «Ich bin es», da wichen sie zurück und fielen zu Boden. Er fragte sie wiederum: † «Wen suchet ihr?» C Sie sagten: S «Jesus von Nazareth.» C Jesus antwortete: † «Ich habe es euch gesagt, Ich bin es; wenn ihr also Mich suchet, dann lasset diese gehen!» C So sollte das Wort erfüllt werden, das Er gesprochen: «Von denen, die Du Mir gegeben hast, habe Ich keinen verloren.» Simon Petrus aber zog das Schwert, das er bei sich hatte, schlug auf den Knecht des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Name des Knechtes war Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: † «Stecke dein Schwert in die Scheide. Soll Ich den Kelch, den Mir der Vater gegeben hat, nicht trinken?» C Die Wache, der Hauptmann und die Diener der Juden ergriffen nun Jesus und banden Ihn. Sie führten Ihn zunächst zu Annas. Dieser war der Schwiegervater des Kaiphas, der in jenem Jahre Hoherpriester war. Kaiphas aber war es gewesen, der den Juden den Rat gegeben hatte: «Es ist besser, wenn ein Mensch für das Volk stirbt.» Simon Petrus und der andere Jünger (Johannes) folgten Jesus nach. Jener Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und gelangte so mit Jesus in den Vorhof des Hohenpriesters. Petrus aber stand draußen vor der Türe. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus, redete mit der Türhüterin und führte auch den Petrus hinein. Da sprach das Mädchen, das die Türe hütete, zu Petrus: S «Bist nicht auch du einer von den Jüngern dieses Menschen?»  C Er antwortete:  S «Nein.» C Die Knechte und die Diener standen um ein Kohlenfeuer und wärmten sich; denn es war kalt. Auch Petrus trat zu ihnen und wärmte sich. Der Hohepriester fragte nun Jesus über Seine Jünger und Seine Lehre. Jesus antwortete ihm: † «Ich habe öffentlich vor aller Welt geredet. Ich habe immer in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet. Was fragst du Mich also? Frage die, welche Mich gehört haben; sie wissen, was Ich zu ihnen geredet habe.» C Bei diesen Worten gab einer von den Dienern, der dabeistand, Jesus einen Backenstreich und sagte: S «So antwortest Du dem Hohenpriester?» C Jesus erwiderte ihm: † «Habe Ich unrecht geredet, so beweise Mir das Unrecht; habe Ich aber recht geredet, warum schlägst du Mich?» C Annas schickte Ihn nun gebunden zum Hohenpriester Kaiphas. Simon Petrus stand immer noch da und wärmte sich. Da sprachen sie zu ihm: S «Bist nicht auch du einer von Seinen Jüngern?» C Er leugnete es und sprach: S «Ich bin es nicht.» C Nun sagte einer von den Knechten des Hohenpriesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, zu ihm: S «Hab’ ich dich nicht im Garten bei Ihm gesehen?» C Petrus leugnete abermals, und sogleich krähte der Hahn. Sie führten nun Jesus von Kaiphas weg in das Gerichtshaus (in die Residenz des Landpflegers). Es war frühmorgens. Sie selbst gingen nicht ins Gerichtshaus hinein, um nicht unrein zu werden (durch das Betreten der Wohnung eines Heiden) und das Osterlamm noch essen zu können. Pilatus ging daher zu ihnen hinaus und fragte sie: S «Welche Anklage habt ihr wider diesen Menschen?» C Sie antworteten ihm: S «Wäre Dieser kein Missetäter, so hätten wir Ihn dir nicht überliefert.» C Pilatus sprach zu ihnen: S «Nehmt ihr Ihn hin und richtet Ihn nach eurem Gesetz.» C Die Juden erwiderten: S «Uns ist es nicht erlaubt, jemand zu töten.» C So sollte das Wort Jesu erfüllt werden, mit dem Er die Art Seines Todes angedeutet hatte. Pilatus ging wieder ins Gerichtshaus hinein, ließ Jesus vorführen und fragte Ihn: S «Bist Du der König der Juden?» C Jesus antwortete: † «Sagst du das aus dir selbst, oder haben es dir andere von Mir gesagt?” C Pilatus erwiderte: S «Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben Dich mir überliefert. Was hast Du getan?» C Jesus antwortete: † «Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wenn Mein Reich von dieser Welt wäre, so würden gewiß Meine Diener für Mich streiten, und Ich wäre nicht den Juden ausgeliefert worden. Nun aber ist Mein Reich nicht von hier.” C Da sprach Pilatus zu Ihm: S «Also bist Du doch ein König?” C Jesus antwortete: † «Ja, Ich bin ein König. Dazu bin Ich geboren und in die Welt gekommen, daß Ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der...

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Proprium missae – Karfreitag – Feria Sexta in Parasceve

Divinum Officium – Sancta Missa RESPONSORIUM 1 Domine, audivi auditum tuum, et timui: consideravi opera tua, et expavi. V. In medio duorum animalium innotesceris: dum appropinquaverint anni cognosceris: dum advenerit, tempus, ostenderis. V. In eo, dum conturbata fuerit anima mea: in ira, misericordiae memor eris. V. Deus a Libano veniet, et Sanctus de monte umbroso, et condenso. V. Operuit coelos maiestas eius: et laudis eius plena est terra. Herr, ich höre Deine Botschaft, und ich erschrecke; ich betrachte Deine Taten, und ich erbebe: V. Inmitten zweier Geschöpfe machst Du Dich offenbar; wenn die Jahre gekommen, wirst Du erkannt; wenn es an der Zeit ist, willst Du Dich zeigen. V. Vor Deinem Zorn muß meine Seele erbeben; aber gedenke Deiner Barmherzigkeit. V. Gott kommt vom Libanon: der Heilige vom Berg der düsteren Schatten. V. Seine Herrlichkeit ist ausgebreitet über die Himmel; und voll ist die Erde von Seinem Ruhm. RESPONSORIUM 2 Eripe me, Domine, ab homine malo: a viro iniquo libera me. V. Qui cogitaverunt malitias in corde: tota die constituebant praelia. V. Acuerunt linguas suas sicut serpentis: venenum aspidum sub labiis eorum. V. Custodi me, Domine, de manu peccatoris: et ab hominibus iniquis libera me. V. Qui cogitaverunt supplantare gressus meos: absconderunt superbi laqueum mihi. V. Et funes extenderunt in laqueum pedibus meis, iuxta iter scandalum posuerunt mihi. V. Dixi Domino, Deus meus es tu: exaudi, Domine, vocem orationis meae. V. Domine, Domine virtus salutis meae obumbra caput meum in die belli. V. Ne tradas me a desiderio meo peccatori: cogitaverunt adversus me: ne derelinquas me, ne unquam exaltentur. V. Caput circuitus eorum: labor labiorum ipsorum operiet eos. V. Verumtamen iusti confitebuntur nomini tuo: et habitabunt recti cum vultu tuo. Rette mich, Herr, vor dem bösen Menschen, vom gottlosen Manne befreie mich. V. Sie sinnen Böses in ihrem Herzen, den ganzen Tag erregen sie Streit. V. Wie die Schlangen machen sie scharf ihre Zunge, unter den Lippen haben sie Natterngift. V. Bewahre mich, Herr, vor der Hand des Sünders, vor gottlosen Menschen rette mich. V. Sie sinnen, wie ich käme zu Fall, die Stolzen, sie legen heimlich mir Schlingen. V. Sie spannen Netze zu meinen Füßen, an meinem Wege stellen sie Fallen. V. Ich sage zum Herrn: Mein Gott bist Du! Erhöre, o Herr, mein lautes Gebet! V. Herr, o Herr, Du meine mächtige Hilfe, am Tage des Kampfes beschirme mein Haupt. V. Gib mich nicht preis den Sündern, die gegen mich planen, verlaß mich nicht, auf daß sie nicht stolz sich erheben. V. Unheil reden die Lippen derer, die mich umlagern; möge es kommen über ihr eigenes Haupt. V. Doch die Gerechten werden Deinen Namen lobpreisen, die Guten werden wohnen vor Deinem Angesicht. ACCLAMATIO V. Ecce lignum Crucis, in quo salus mundi pependit. R. Venite, adoremus. V. Ecce lignum Crucis, in quo salus mundi pependit. R. Venite, adoremus. V. Ecce lignum Crucis, in quo salus mundi pependit. R. Venite, adoremus. V. Sehet das Holz des Kreuzes, an dem gehangen das Heil der Welt! R. Kommt, lasset uns anbeten! V. Sehet das Holz des Kreuzes, an dem gehangen das Heil der Welt! R. Kommt, lasset uns anbeten! V. Sehet das Holz des Kreuzes, an dem gehangen das Heil der Welt! R. Kommt, lasset uns anbeten! IMPROPERIA 1 V. Popule meus, quid feci tibi? aut in quo contristavi te? Responde mihi. V. Mein Volk, was habe Ich dir getan? Womit nur habe Ich dich betrübt? Antworte Mir! IMPROPERIA 2 V. Quia eduxi te de terra Aegypti, parasti crucem Salvatori tuo. V. Ich habe dich herausgeführt aus dem Lande Ägypten: dafür bereitest du deinem Heiland das Kreuz! TRISAGION R. Agios o Theos! R. Sanctus Deus! R. Agios ischyros! R. Sanctus fortis! R. Agios athanatos, eleison imas. R. Sanctus immortalis, miserere nobis. R. Heiliger Gott! R. Heiliger Gott! R. Heiliger, starker Gott! R. Heiliger, starker Gott! R. Heiliger, unsterblicher Gott! Erbarme Dich unser! R. Heiliger, unsterblicher Gott! Erbarme Dich unser! IMPROPERIA 3 V. Quia eduxi te per desertum quadraginta annis, et manna cibavi te, et introduxi te in terram satis bonam: parasti Crucem Salvatori tuo. R. Agios o Theos! R. Sanctus Deus! R. Agios ischyros! R. Sanctus fortis! R. Agios athanatos, eleison imas. R. Sanctus immortalis, miserere nobis. Vierzig Jahre lang habe Ich dich durch die Wüste geführt; Ich habe dich mit Manna gespeist, dich geleitet in ein reichgesegnetes Land: dafür bereitest du deinem Heiland das Kreuz! R. Heiliger Gott! R. Heiliger Gott! R. Heiliger, starker Gott! R. Heiliger, starker Gott! R. Heiliger, unsterblicher Gott! Erbarme Dich unser! R. Heiliger, unsterblicher Gott! Erbarme Dich unser! IMPROPERIA 4 V. Quid ultra debui facere tibi, et non feci? Ego quidem plantavi te vineam meam speciosissimam: et tu facta es mihi nimis amara: aceto namque sitim meam potasti: et lancea perforasti latus Salvatori tuo. R. Agios o Theos! R. Sanctus Deus! R. Agios ischyros! R. Sanctus

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Podcasts. Vorträge. 1. Gründonnerstag. Lamentationes der Tenebrae. Rating: *

Hier etwas Besinnliches vom letzten Jahr, was uns leider zeigt, dass unsere apokalyptischen Ahnungen in Paris wahr geworden sind. Da wir alle mehr oder weniger in einem „pastoralbesetztem Raum“, wie sich jemand ausdrückte leben, so werden wir wohl kaum in den ästhetisch-spirituellen Genuß kommen die Tenebrae der Kartage, auf Deutsch auf Karmetten genannt, zu beten und zu hören. Wir können Sie natürlich selbst privat beten, wir können in ein paar Klöster auf der Welt fahren, wo Sie auf Lateinisch im Alten Ritus nach den Brevieren von 1960 gebetet werden, aber in unserer schönen Amtskirche haben wir so etwas nicht. Seit DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) die Tenebrae als Beter entdeckt hat, musikalisch kannte er sie schon lange, so bedauert er es, dass andere diese Fülle nicht erfahren können, wie ein Radioreporter, der immer bedauerte, dass die Zuhörer das, was er sieht, nicht sehen können. Deswegen möchte er auf diesem Wege so gut es geht dieses Erlebnis mitteilen, indem er die Wehklagen des Jeremias, die den ersten Teil der ersten Matutin des Gründonnerstags bilden, vorstellt und kommentiert. Dieser Podcast ist kein akademischer Vortrag, sondern etwas ruhig-spirituelles Erbauliches, der Podcast-Kategorie: Ebene 1 – Einfach: Kein Studium, kein Abitur, keine Fremdworte oder diese sehr behutsam und erklärt eingesetzt. Kennzeichnung/Rating: * Es ist auch Musik vorgesehen, sodass Sie diesen Podcast ein wenig als Ersatz für all das ansehen können, was Ihnen die postkonziliare, reformierte Kirche nicht bietet, obwohl Sie dafür bezahlen. Wir hoffen, dass dieser Podcast Sie in die Tiefen der Liturgie, welche die Geheimnisse unserer Erlösung abbildet, einführt. Podcast: Gründonnerstag – Matutin...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Gründonnerstag

Evangelium des grünen Donnerstags der Heiligen Woche Joh 13, 1 – 15 Es war vor dem Osterfeste. Da Jesus wusste, dass für ihn die Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen, und da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, so liebte er sie bis ans Ende. Es war beim Abendmahle. Schon hatte der Teufel dem Judas Iskariot, dem Sohne Simons, den Entschluss ins Herz gelegt, ihn zu verraten. Obwohl Jesus sich bewusst war, dass der Vater ihm alles in die Hände gegeben hatte, dass er von Gott ausgegangen war und wieder zu Gott zurückkehrte, erhob er sich vom Mahle, legte sein Obergewand ab, nahm ein Linnentuch und umgürtete sich damit. Dann goss er Wasser in ein Becken und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Linnentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. So kam er zu Simon Petrus. Dieser sprach zu ihm.: Herr, du willst mir die Füße waschen?“ Jesus antwortete ihm: „Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht, du wirst es aber später verstehen.“ Petrus erwiderte ihm: „In Ewigkeit sollst du mir die Füße nicht waschen!“ Jesus entgegnete ihm: „Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.“ Da sprach Simon Petrus: „Dann, Herr, nicht allein meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt.“ Jesus sprach zu ihm: „Wer gebadet hat, braucht nur mehr die Füße zu waschen, dann ist er ganz rein. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.“ Er kannte seinen Verräter; darum sagte er: „Ihr seid nicht alle rein.“ Nachdem er ihnen die Füße gewaschen, sein Obergewand wieder angelegt und sich niedergesetzt hatte, sprach er zu ihnen: „Versteht ihr, was ich an euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr, und ihr habt recht; denn ich bin es. Wen nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr tut, wie ich an euch getan habe. Gebet Heute, o Herr! hast Du mit deinen Jüngern jenes Abendmahl gehalten, wo Du ihnen und durch sie allen Gläubigen dein Fleisch und Blut gegeben hast. Heute sollen Dich ehren alle Menschen und heilig essen von dieser hochheiligen Speise. O daß wir heute alle unsere unedlen Leidenschaften vertilgen könnten! O daß wir mit reuigem Herzen wohl bedächten dieses große, heilige Werk, und Dich, o höchstes Gut, geziemend ehrten! — Heute verstummet das Geläute der Glocken, damit der Mensch sich in heilsame Trauer versenke. Heute werden die Lichter gelöscht, die Altäre entblößt und ihrer Zierde beraubt zum Zeichen, daß Du, o Herr! das Licht der Welt, die Sonne der Gerechtigkeit, am Kreuze erloschen bist. Wir danken Dir heute für dein heiliges Leiden,und treten mit heiliger Furcht vor den Altar, auf dem dein hochheiliger Fronleichnam unter Brodesgestalt ruhet. Wir beten Dich an, und glauben, daß Du ganz und wahrhaft zugegen seyest in dem heiligen Sakramente des Altares. Wir wollen deinen heiligen Leib genießen, damit wir zum Leben gestärket werden. O Herr! verzeihe uns, wenn wir nicht würdig genug zu deinem Tische gehen. Reinige von der Sünde unsere Seelen, wie Du heute die Füße der Jünger gewaschen hast! Verlaß uns nicht, sondern lehre und hilf uns gehen den rechten Weg nach deinen Fußstapfen; denn nichts vermögen wir ohne Dich. Lehre und hilf uns insonderheit nachahmen deiner Demuth! Laß uns als arme Sünder in dieser heiligen Zeit andächtig ehren deine Leiden, und Geduld in den unsrigen erlernen! Hilf, daß wir in den Versuchungen nicht erliegen, sondern gnädig durch Dich von dem Uebel der Sünde erlöst werden und zuletzt erlangen das ewige Leben! Amen....

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Proprium missae – Gründonnerstag – Feria Quinta in Coena Domini

Divinum Officium – Sancta Missa INTROITUS Gal 6:14 Nos autem gloriári opórtet in Cruce Dómini nostri Iesu Christi: in quo est salus, vita et resurréctio nostra: per quem salváti et liberáti sumus Ps 66:2 Deus misereátur nostri, et benedícat nobis: illúminet vultum suum super nos, et misereátur nostri. Gal 6:14 Nos autem gloriári opórtet in Cruce Dómini nostri Iesu Christi: in quo est salus, vita et resurréctio nostra: per quem salváti et liberáti sumus Wir aber sollen uns rühmen im Kreuze unseres Herrn Jesus Christus. / In Ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben; / durch Ihn sind wir erlöst und befreit. Der Herr sei uns gnädig und segne uns; Er lasse Sein Angesicht über uns leuchten und schenke uns Gnade. Wir aber sollen uns rühmen im Kreuze unseres Herrn Jesus Christus. / In Ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben; / durch Ihn sind wir erlöst und befreit. GRADUALE Phil 2:8-9 Christus factus est pro nobis oboediens usque ad mortem, mortem autem crucis V. Propter quod et Deus exaltávit illum: et dedit illi nomen, quod est super omne nomen. Christus ist für uns gehorsam geworden bis in den Tod, / ja bis zum Tode am Kreuz. V Darum hat Gott Ihn erhöht / und hat Ihm einen Namen gegeben, / über alle Namen erhaben. ANTIPHONA 1 Ant. Mandátum novum do vobis: ut diligátis ínvicem, sicut diléxi vos, dicit Dóminus. Beáti immaculáti in via: qui ámbulant in lege Dómini. Ant. Mandátum novum do vobis: ut diligátis ínvicem, sicut diléxi vos, dicit Dóminus. V Ein neues Gebot gebe Ich euch: / Liebet einander, wie Ich euch geliebt! / So spricht der Herr. V Selig, die makellos gehen auf dem Wege, / die da wandeln im Gesetze des Herrn. ANTIPHONA 2 Ant. Postquam surréxit Dóminus a cœna, misit aquam in pelvim, et cœpit laváre pedes discipulórum suórum: hoc exémplum réliquit eis. Magnus Dóminus, et laudábilis nimis: in civitáte Dei nostri, in monte sancto eius. Ant. Postquam surréxit Dóminus a cœna, misit aquam in pelvim, et cœpit laváre pedes discipulórum suórum: hoc exémplum réliquit eis. V Der Herr erhob Sich vom Mahle / und füllte ein Becken mit Wasser; / und Er fing an, den Jüngern die Füße zu waschen. / Solch ein Beispiel vermachte Er ihnen. V Groß ist der Herr und gar würdig des Ruhmes, / in unsseres Gottes Stadt, auf Seinem heiligen Berg. ANTIPHONA 3 Ant. «Dómine, tu mihi lavas pedes?» Respóndit Iesus et dixit ei: «Si non lávero tibi pedes, non habébis partem mecum». V. Venit ergo ad Simónem Petrum, et dixit ei Petrus. Ant. «Dómine, tu mihi lavas pedes?» Respóndit Iesus et dixit ei: «Si non lávero tibi pedes, non habébis partem mecum». V. «Quod ego fácio, tu nescis modo: scies autem póstea». Ant. «Dómine, tu mihi lavas pedes?» Respóndit Iesus et dixit ei: «Si non lávero tibi pedes, non habébis partem mecum». V So kam er zu Simon Petrus; / und Petrus sagte zu Ihm: V Herr, Du willst die Füße mir waschen? / Jesus antwortete ihm und sprach: / Wenn Ich nicht die Füße dir wasche, / hast du keinen Anteil an Mir. V Was ich tue, noch verstehst du es nicht, / du wirst es aber später erkennen. ANTIPHONA 4 Ant. «In hoc cognóscent omnes, quia discípuli mei estis, si dilectiónem habuéritis ad ínvicem». V. Dixit Iesus discípulis suis. Ant. «In hoc cognóscent omnes, quia discípuli mei estis, si dilectiónem habuéritis ad ínvicem». V Jesus sprach zu Seinen Jüngern: V Alle werden erkennen: / Ihr seid Meine Jünger; / da ihr Liebe habt zueinander. ANTIPHONA 5 Ant. Máneant in vobis fides, spes, cáritas, tria hæc: maior autem horum est cáritas. V. Nunc autem manent fides, spes, cáritas, tria hæc: maior horum est cáritas. Ant. Máneant in vobis fides, spes, cáritas, tria hæc: maior autem horum est cáritas. V Glaube, Hoffnung und Liebe; / diese drei mögen bleiben in euch; / am größten von ihnen ist aber die Liebe. V Es bleiben nun diese drei: / Glaube, Hoffnung und Liebe; / am größten von ihnen ist aber die Liebe. ANTIPHONA 6 Ubi cáritas et amor, Deus ibi est. V. Congregávit nos in unum Christi amor. V. Exsultémus et in ipso iucundémur. V. Timeámus et amémus Deum vivum. V. Et ex corde diligámus nos sincéro. Ubi cáritas et amor, Deus ibi est. V. Simul ergo cum in unum congregámur: V. Ne nos mente dividámur, caveámus. V. Cessent iúrgia malígna, cessent lites. V. Et in médio nostri sit Christus Deus. Ubi cáritas et amor, Deus ibi est. V. Simul quoque cum Beátis videámus V. Gloriánter vultum tuum, Christe Deus: V. Gáudium, quod est imménsum atque probum, V. Sǽcula per infiníta sæculórum. Amen. Ch Wo Eintracht und Liebe, da wohnet Gott. V Christi Liebe hat uns geeint, laßt uns frohlocken und jubeln in Ihm! Fürchten

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Der Wille Gottes Teil 1

Von der Vereinigung unseres Willens  mit dem Willen Gottes Heiliger Alfons Maria von Liguori Kirchenlehrer 1696 – 1787 Vorwort Das ganze Leben dieses berühmten Heiligen war Kreuznachfolge! Leiden und Sorgen, Rückschläge und Verfolgungen begleiteten ihn durch das ganze Leben. Er war der älteste Sohn des neapolitanischen Adeligen und Admirals Josef von Liguori und erhielt eine vorzügliche Erziehung. Mit bereits 16 Jahren promovierte er zum Doktor der Rechte. Schon als Neunzehnjähriger war er ein äußerst gesuchter Rechtsanwalt. Nachdem er mehrere Jahre diese Tätigkeit ausgeübt hatte, vertrat er in einem Prozeß ein Fürstengeschlecht. Er verlor den Prozeß vor Gericht, jedoch nicht, weil er schlecht argumentierte, sondern weil die Gegenseite mit Bestechung gearbeitet hatte. Seine Enttäuschung war so groß, daß er von dieser Stunde an sagte: „Welt, ich kenne dich jetzt, Gerichtshöfe, ihr seht mich nie wieder!“ Alfons wird Priester. Er will sich für die Armen Neapels einsetzen. Die unsagbare geistige Not der Landbevölkerung erschüttert ihn. Niemand will sich für diese Armen als geistlicher Betreuer und Lehrer zur Verfügung stellen, die Geistlichen bleiben lieber in den Städten. Daher gründet er eine Kongregation, die diese Aufgabe übernehmen soll. Er stellt an seine Mitarbeiter harte Anforderungen: „Wer nicht heilig werden will, kann nicht bei uns bleiben.“ Nach schweren Rückschlägen gelang es ihm schließlich, das Werk durchzuführen, und Papst Benedikt XIV. bestätigte am 25. Februar 1749 die Ordensregel. Sie nennen sich Redemptoristen und haben als Hauptaufgabe, sich der religiös Verlassenen anzunehmen. Sie missionieren Dorf um Dorf, halten zehntägige Missionen ab und reißen die Menschen aus Gleichgültigkeit und religiöser Unwissenheit heraus. Die Persönlichkeit von Alfons ist überwältigend. Er bringt es fertig, daß die Menschen ihr Leben ändern. „Predigt so, daß alle mitkommen!“ Künstliche, verschnörkelte Predigten zu halten, wie es damals üblich war, verbietet er seinen Missionaren. Seine Predigten sind einfach, volksnah, für jeden verständlich. Er predigt von der Liebe Gottes zu den Menschen, die sich in der Menschwerdung, im Leben und Sterben Jesu zeigt. „Sucht überall!“ ruft er in einer seiner Predigten, „sucht, wo ihr wollt, ob ihr jemanden findet, der euch mehr geliebt hätte als Jesus!“ Alfons läßt kein Mittel außer acht, wo es um die Verkündigung des Evangeliums geht. Auch seine künstlerische Begabung stellt er in den Dienst der Seelsorge. Er malt wunderschöne Bilder von der Mutter des Herrn und vom Tode Jesu. Alfons ist aber auch als Dichter und Komponist tätig. Er schreibt religiöse Lieder, die beim Volk sehr beliebt sind. „Tu scendi dalle stelle — Du steigst von den Sternen“, ist bis heute das Weihnachtslied Italiens. Als Schriftsteller ist er überaus aktiv. Er verfaßt rund 120 Werke. Schwerpunkte: über das Gebet, Betrachtungsbücher und moralisch aszetische Werke. Sie werden bis heute nachgedruckt und auch in viele andere Sprachen übersetzt. Mit 66 Jahren wird Alfons zum Bischof ernannt. Vergebens hat er sich gegen dieses Amt gesträubt. Doch nun begann seine fruchtbarste Tätigkeit. Er setzte sich für die Armen ein, für die Kinder und sorgt für eine gute Ausbildung des Priesternachwuchses. Er investiert Geld für den Wohnungsbau. Von schmerzhafter Krankheit gezeichnet legt Alfons 1775 das Bischofsamt nieder. Er stirbt 1787. Sein Orden breitet sich nun weiter aus und faßt auch in anderen Ländern Fuß. In Österreich ist es Klemens Maria Hofbauer aus Südmähren, der seine Idee mit ganzer Tatkraft verwirklicht. Er wirkte auch drei Jahre in Jestetten, daher übernahm der Miriam Verlag gerne die Veröffentlichung dieser Schrift. Josef Künzli Von der Vereinigung unseres Willens mit dem Willen Gottes I. Die Übereinstimmung mit dem Willen Gottes stellt das Wesen unserer Liebe zu Gott und der Vollkommenheit dar. Unsere ganze Vollkommenheit besteht darin, unseren über alles liebenswerten Gott zu lieben: die Liebe „ist das Band der Vollkommenheit“ (Kol 3, 14). Nun, unseren Willen mit dem allheiligen Willen Gottes zu vereinigen: Das ist die ganze Vollkommenheit der göttlichen Liebe. Die hauptsächliche Wirkung der Liebe, so lehrt der hl. Dionysius, ist genau dies: Die Vereinigung der Willen, so daß bei denen, die sich lieben, nur mehr ein Wille bleibt. Je mehr also eine Seele dem göttlichen Willen geeint ist, um so größer wird ihre Liebe sein. Ohne Zweifel sind Gott die Abtötungen, die Betrachtungen, die hl. Kommunionen, die Werke der Nächstenliebe wohlgefällig; aber unter welcher Bedingung sind sie es? Nur dann, wenn sie Seinen heiligen Willen als Richtschnur haben. Wenn dagegen bei all diesen Werken Sein heiliger Wille abwesend ist, so sagt man noch zu wenig, wenn man sagt: Er nimmt sie nicht an. Vielmehr sind sie Ihm ein Abscheu und Er bestraft sie. Stellen wir uns zwei Diener vor: Der eine ist den ganzen Tag in Bewegung, ohne einen Augenblick zu ruhen; aber er will nur nach seinem Kopf handeln. Der andere macht sich weniger Mühe, aber er gehorcht in allem. Wer von den beiden wird seinem Meister gefallen? Sicherlich der zweite und nicht der erste. Wie könnten unsere Werke denn zur Ehre Gottes dienen, wenn sie nicht Seinem göttlichen Willen...

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„Der Wille Gottes“ von Alfons Liguori oder Grand Cru der Heiligkeit

Es gibt manche Texte, welche eine dermaßen große Ballung an Heiligkeit und die Quintessenz des Lebens des Heiligen enthalten, dass man sie mit Grand Cru der Rotweinwelt vergleichen kann. Was bedeutet das? Dass bei den Grand Cru Rotweinen, insbesondere bei den Premiers Crus, es wohl nur jede hundertste der hochgezüchteten Weintrauben in die Weinverarbeitung schafft. Der Rest wird entsorgt, ausgelesen, um die hohe Qualität und den hohen Preis zu halten.  Diese Weine sind nicht mit den Discounter-Weinen zu vergleichen, auch nicht mit den Weinen Ihrer Weinhandlung um die Ecke. Es ist eine andere Welt! Und solche Vergleiche kommen einem in den Sinn, wenn man die Abhandlung „der Wille Gottes“ des Kirchenlehrers und Heiligen Alfons von Liguori liest. Es ist dermaßen dicht, gesammelt, durchlebt und durchlitten. Jemand, der in der Lage ist solches zu schreiben, muss sich dem Willen Gottes sein ganzes Leben gefügt zu haben und zwar: indem er den gut bezahlten Anwaltsberuf als Wunderkind verließ, indem er sich zum Priester weihen ließ, indem er zu den Armen ging, indem er einen Orden gründete, indem er sich widerwillig zum Bischof weihen ließ, indem er eine hochkomplexe Moraltheologie verfasste, indem er an solch starken Gichtschmerzen litt, dass er buckelig wurde, indem er vor dem Lebensende schreckliche Zeiten der Gottverlassenheit durchlebte. Gott ist schon fair und er lässt niemanden etwas Gutes schreiben, der es nicht vorher durchlebt hat. Gott wirkt an uns aber nur insoweit, inwieweit wir Ihn lassen und mit der Gnade mitarbeiten, denn wir haben einen freien Willen. Abgerechnet wird am Ende, beim persönlichen Gericht. Wir leben in einer Zeit, wo die Seelen wie Schneeflocken in die Hölle fallen und fast alle Geistlichen, insbesondere die Bischöfe, vom Glauben abgefallen sind. Siehe die ausbleibenden Reaktionen auf die Bergoglio-Häresien. Warum ruft Gott niemanden auf? Er ruft schon, nur sie hören nicht. Die Ohren sind ertaubt, das Herz ist verhärtet, die Seele ist vertrocknet. Und diejenigen, die hören, gehen diesem Ruf nicht nach. Da sie nicht mitgehen, gibt Gott keine Gnade. So einfach ist das. Der Hl. Alfons von Liguori ging mit, verwirklichte den erkannten Willen Gottes und es hat ihn bis zuletzt viel gekostet. Wir können uns jetzt an den Früchten seiner Heiligkeit, wie an einer Grand Cru, laben. Prost! Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitrag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden....

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage II – Mittwoch der Karwoche

Evangelium des Mittwochs in der Karwoche Leidensgeschichte nach Lukas 22, 39-71; 23, 1-53 † bedeutet Christus, C (Cantor, Chronista) den Erzähler, S (Succentor) die übrigen sprechenden Personen Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Lukas. In jener Zeit ging Jesus hinaus und begab Sich nach Seiner Gewohnheit an den Ölberg. Die Jünger aber folgten Ihm. Als Er dort angekommen war, sprach Er zu ihnen: «Betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet.» Dann entfernte Er sich von ihnen einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: «Vater, wenn Du willst, so nimm diesen Kelch von Mir; doch nicht Mein Wille geschehe, sondern der Deine.» Da erschien Ihm ein Engel vom Himmel und stärkte Ihn. Nun befiel Ihn Todesangst, und Er betete noch flehentlicher. Sein Schweiß ward wie Blutstropfen, die zur Erde rannen. Er erhob Sich nun vom Gebet und kehrte zu Seinen Jüngern zurück, fand sie aber vor Traurigkeit schlafend. Er sprach zu ihnen: «Warum schlafet ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet!» Während Er noch redete, erschien eine Rotte. Einer von den Zwölfen, Judas mit Namen, ging voran. Er schritt auf Jesus zu und küßte Ihn. Jesus sprach zu ihm: «Judas, mit einem Kusse verrätst du den Menschensohn?» Als Seine (Jesu) Begleiter sahen, was kommen werde, riefen sie: «Herr, sollen wir mit dem Schwerte dreinschlagen?» Und einer von ihnen (Petrus) schlug auf den Knecht des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Jesus aber sprach: «Laßt ab! Es ist genug!» Dann berührte Er dessen Ohr und heilte es. Zu den Hohenpriestern aber und zu den Hauptleuten der Tempelwache und den Ältesten, die mitgekommen waren, sprach Jesus: «Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Knütteln. Als Ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr nicht Hand an Mich gelegt. Doch dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.» Hierauf nahmen sie Ihn gefangen und führten Ihn zum Hause des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne. Sie zündeten in der Mitte des Vorhofes ein Feuer an und saßen im Kreise herum. Petrus gesellte sich zu ihnen. Als eine Magd ihn am Feuer sitzen sah, faßte sie ihn fest ins Auge und sprach: «Auch dieser war bei Ihm.» Er aber leugnete und sprach: «Weib, ich kenne Ihn nicht.» Nach einer Weile sah ihn ein anderer und sprach: «Du bist auch einer von ihnen.» Petrus erwiderte: «Nein, o Mensch.» Etwa eine Stunde später versicherte ein anderer: «Wahrhaftig, der war auch bei Ihm: er ist ja ein Galiläer.» Petrus aber sprach: «Mensch, ich verstehe nicht, was du sagst.» Während er noch redete, krähte der Hahn. Da wandte Sich der Herr um und schaute Petrus an. Nun erinnerte sich Petrus an das, was der Herr gesagt hatte: «Ehe der Hahn kräht, wirst du Mich dreimal verleugnen.» Petrus ging nun hinaus und weinte bitterlich. Die Männer, die Jesus bewachten, verspotteten und schlugen Ihn. Sie verhüllten Ihm die Augen, schlugen Ihm ins Gesicht und fragten: «Sag an, wer hat Dich geschlagen?» Und noch viele andere Lästerungen stießen sie gegen Ihn aus. Bei Tagesanbruch kamen die Ältesten des Volkes, die Hohenpriester und Schriftgelehrten zusammen, ließen Ihn in ihre Versammlung bringen und sprachen: «Bist Du Christus, so sag es uns.» Er antwortete ihnen: «Wenn Ich es euch sage, glaubt ihr Mir nicht; wenn Ich euch frage, antwortet Ihr Mir nicht, noch laßt ihr Mich frei. Aber von nun an wird der Menschensohn zur Rechten der Macht Gottes sitzen.» Da sprachen alle: «Du bist also der Sohn Gottes?» Er antwortete: «Ihr sagt es, Ich bin es.» Da riefen sie: «Was brauchen wir noch ein Zeugnis? Wir haben es ja selbst aus Seinem Munde gehört.» Jetzt erhob sich die ganze Versammlung. Sie führten Ihn zu Pilatus und begannen Ihn anzuklagen: «Wir haben gefunden, daß Dieser unser Volk aufwiegelt, daß Er verbietet, dem Kaiser Steuer zu zahlen, und Sich für Christus, den König, ausgibt.» Pilatus fragte Ihn: «Bist Du der König der Juden?» Er antwortete: «Ja, Ich bin es.» Da erklärte Pilatus den Hohenpriestern und dem Volke: «Ich finde keine Schuld an diesem Menschen.» Sie aber riefen noch ungestümer: «Er bringt das Volk im ganzen Judenlande durch Seine Lehre in Aufruhr, angefangen von Galiläa bis hierher.» Als Pilatus von Galiläa reden hörte, fragte er, ob der Mann ein Galiläer sei. Als er vernahm, daß Er aus dem Machtgebiete des Herodes sei, sandte er Ihn zu Herodes, der in jenen Tagen gleichfalls in Jerusalem war. Herodes freute sich aber sehr, als er Jesus sah. Lange schon hatte er sich darnach gesehnt, Ihn zu sehen, weil er vieles von Ihm gehört hatte. Auch hoffte er, ein Wunder von Ihm zu sehen. Er stellte daher viele Fragen an Ihn. Doch Jesus gab ihm keine Antwort. Die Hohenpriester und Schriftgelehrten standen dabei und klagten Ihn fortwährend an. Da verhöhnte und verspottete Ihn Herodes mit seinen Soldaten; er ließ Ihm...

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