Pater Demaris, Katholiken ohne Priester (5 von 10)

Das Bekenntnis (martyria), womit öffentliches zu Christus und seiner Lehre, Verleumdung, Verfolgung, Folter bis zum Tode hin ist eine Form die Vergebung der Sünden zu erlangen und zwar außersakramental. Das ist von Anfang an die Lehre der Kirche gewesen. Viele Christen waren am Anfang der Verfolgung lau, doch mit der Verfolgung wurden sie glaubensfester. Ja, lieber Leser, auch wenn man Ihnen in Ihrem Kaninchenzuchtverein das zweite Stück Kuchen nur widerwillig auf den Teller legt, weil man Sie für einen traditionellen Katholiken hält, so ist das eine kleine Verfolgung – auf der Kaninchenzuchtvereinebene. Durch dieses Erleiden wird Ihnen eine sehr kleine, lässliche Sünde nachgelassen. Aber eine wirklich kleine. Wollen Sie einen größeren Nachlass erleben, dann müssen Sie schon mehr aushalten. 

Beichte

    1. Die Anwendung dieser Maximen hat Platz für alle, [die] wie wir durch Verfolgung des apostolischen Dienstes beraubt sind, der alle wahren Diener Jesu Christi entfernt oder in den Kerker schließt, die des Glaubens und der Frömmigkeit der Gläubigen würdig sind. Sie ist vor allem dann anzuwenden, wenn wir mit Verfolgung geschlagen werden; wir leiden dann um der Gerechtigkeit willen. Das Kreuz Christi hinterlässt keine Makel, wenn es angenommen und getragen wird, wie es sein sollte. Hier lasst uns, anstatt zu argumentieren, der Rede der Heiligen zuhören. Die Bekenner und Martyrer von Afrika, die an den Heiligen Cyprian schrieben, sagten mutig, dass man sein Gewissen im Gericht wieder rein und fleckenlos macht, wenn man den Namen Jesu Christi bekannt hat. Sie sagten nicht, dass jemand mit einem reinen Gewissen dorthin ging. Nichts beruhigt Skrupel so sehr wie das Kreuz [es tut]. Umgeben von drastischen Maßnahmen, welche die Prüfungen der Heiligen sind, bekennen wir Gott unsere Sünden, wenn wir sie nicht den Priestern beichten können. Ich fühle, meine Kinder, dass eure Sorgen und Bedenken verschwinden, und dass euer Glaube und eure Liebe zum Kreuz zunehmen. Sagt euch, und sagt durch euer Verhalten allen, die euch sehen, was der Heilige Paulus sagte: „Wer vermag uns zu scheiden von der Liebe Christi?  Etwa Trübsal oder Bedrängnis oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? (Röm 8, 35). Der Heilige Paulus war also in eurer Lage, und er sagte nicht, dass ein Diener Gottes, wo er einen finden konnte, fähig sei, ihn von Jesus Christus zu trennen und seine Liebe für Ihn zu ändern. Er wusste, da aller menschlichen Hilfe und eines Mittlers zwischen ihm und dem Himmel beraubt, ihm in seiner Liebe, seinem Eifer für das Evangelium und das Kreuz alle Sakramente notwendigerweise Mittel zur Erlösung sind.
  1. Von dem, was ich eben gesagt habe, ist es für euch leicht, eine große Wahrheit zu sehen, zu eurem Trost und um euch Mut zu geben. Es ist dies, dass euer Verhalten ein wahres Bekenntnis vor Gott und den Menschen ist. Wenn das Bekenntnis der Lossprechung vorangehen muss, geht euer Verhalten hier den Gnaden der Heiligkeit und Gerechtigkeit voraus, die Gott euch gibt, und [es] ist ein Bekenntnis, öffentlich und andauernd. „Bekenntnis ist notwendig,‟ sagt der Heilige Augustinus, „weil es die Verdammung der Sünde einschließt.‟ Hier verdammen wir in einer so öffentlichen und feierlichen Weise, dass es alle wissen, und diese Verdammung ist der Grund, warum wir zu keinem Priester gehen können; ist das nicht befriedigender und erbaulicher? Die heimliche Verdammung unserer Sünden einem Priester gegenüber kostet uns wenig, während das, was wir heute tun, durch das allgemeine Opfer unserer Besitztümer, unserer Freiheit, unserer Ruhe, unseres Rufes und vielleicht sogar unseres Lebens getragen wird! Das Bekenntnis, das wir einem Priester gegenüber ablegten, nützte nur uns selbst, während das, was wir derzeit tun, für unsere Brüder nützlich ist und der gesamten Kirche dienen kann. Gott überträgt uns, so unwürdig wir sind, die Gnade zu wünschen, dass er uns benutze, um Allen zu zeigen, dass es ein gewaltiges Verbrechen ist, gegen die Wahrheit und die Gerechtigkeit zu verstoßen, und unsere Stimme wird viel verständlicher sein, wenn wir größere Übel mit mehr Geduld erleiden. Unser Beispiel sagt den Gläubigen, dass es mehr nützt die Wahrheit zu tun als man denkt, was unter diesen Umständen die vornehmste Art und Weise ist. Wir bekennen unsere Sünden nicht im Geheimen, wir bekennen die Wahrheit in der Öffentlichkeit. Wir werden verfolgt, die Wahrheit ist nicht gefangen, und wir haben diesen Trost in der Hoffnung, dass wir leiden. Dass wir Gottes Wahrheit und Gerechtigkeit nicht zurückhalten werden, wie der Völkerapostel sagt, und dass wir unsere Brüder lehren, sie nicht zurückzuhalten.

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