Pater Demaris, Katholiken ohne Priester (6 von 10)

Pater Demaris stellt zurecht fest, dass man oft oberflächlich beichtet, die Lossprechung für selbstverständlich hinnimmt und davon ausgeht, dass die “Beichtdienstleistung” ständig verfügbar ist. Würde man bei Eis und Schnee 100 km zu Fuß zu einem einigen, gottgefälligen Priester alle 6 Monate zurücklegen müssen, so würde man vorher und nachher mehr auf sich achten. So ist es nun mal. Wenn wir aber uns wirklich vorstellen, dass wir Christus selbst unsere Sünden bekennen, der alles weiß und sieht, den wir nicht besch…können und der für uns so viel erlitten hat, dann sieht die Sache ganz anders aus. DSDZ hat seit vielen Jahren die Sehnsucht nach einem richtigen Beichtvater, der frommer und gelehrter wäre als er selbst, der ihn durchschauen könnte und ihm in all seinen Angelegenheiten gut raten könnte. Diesen hat er aber nicht und es sieht nicht danach aus, dass es vor dem Tod von DSDZ noch was wird. Die Lösungen kommen aber selbst, durch das Licht der Gnade und DSDZ ist in der letzten Zeit in der Lage Menschen sehr schnell zu analysieren und ihnen zu helfen. Nein, es ist keine sakramentale Beichte, aber eine Unterweisung. Dennoch beichtet DSDZ bei einem Novus Ordo Priester, bei dem keine Heiligkeit vorhanden ist, dessen Lossprechung dennoch gültig ist und dessen Ratschläge DSDZ per Umkehrschluss interpretiert. So interpretiert sind sie sehr weise und hilfreich, denn DSDZ stellt auf diese Weise fest, was ihm der Widersacher durch diesen, ja zu 90% in Todsünde lebenden Priester sagen will und liest es mit umgekehrten Vorzeichen. Natürlich wäre es besser jemanden zu haben, den man nicht uminterpretieren müsste, aber es ist nun mal wie es ist. Also zuhause zu bleiben, keine Novus Ordo Priester gelten zu lassen, gilt nicht. Noch können sie gültig lossprechen.

Beichte

18. Schließlich, wenn wir unsere Sünden nicht bekennen, bekennt die Kirche sie für uns. Das sind die vortrefflichen Regeln der Vorsehung, welche erlaubt, dass diese Prüfungen uns Verdienst erlangen und uns ernsthaft darüber nachdenken lassen, wie wir die Sakramente genutzt haben. Diese Gewohnheit und Leichtigkeit, mit der wir beichteten, machte uns oft lau. Stattdessen geht man heute, eines Beichtvaters beraubt, in sich, und der Eifer wird größer. Lasst uns auf diese Entbehrung sehen wie ein Fasten für die Seele und eine Vorbereitung darauf, dass das Brot der Buße, sehr begehrt, eine heilsamere Nahrung werden wird. Trachtet danach, von unserem Verhalten, das unsere Beichte vor den Menschen und unsere Anschuldigung vor Gott ist, alle Fehler zu verbannen, die sich in unsere gewöhnlichen Beichten eingeschlichen haben; vor allem, strebt nach innerer Demut. Was ich gesagt habe, ist mehr als genug. Jedoch bin ich nicht sicher, dass ich in der Lage war, eure Ängste und Bedenken zu beruhigen, die unweigerlich in einer Seele heraufbeschworen werden, die sich selbst richten und ihren eigenen Anweisungen folgen muss. Ich verspüre, liebe Kinder, die Wichtigkeit eurer Einsamkeit, doch wenn einer auf Gott vertraut, darf er das nicht halb tun, denn dies würde einen Mangel an Vertrauen zeigen, wenn man die außergewöhnlichen Mittel betrachtet, durch die Gott Seine Auserwählten ruft und in Gerechtigkeit erhält. Ihr habt in der Weisheit, Reife und Erfahrung der Diener Gottes Rat und weise Übungen gefunden, um die Sünde zu meiden, Gutes zu tun und Tugend zu erwerben. All dies hatte keinen sakramentalen Charakter, sondern kam aus persönlicher Erkenntnis. Ein tugendhafter, eifriger, aufgeklärter, liebender Freund könnte hier euer Richter und Führer sein. Gottesfürchtige Menschen gingen nicht nur zum Gerichtshof der Buße, um Anleitung und Erkenntnis zu erhalten. Sie öffneten ihre Herzen in privaten Gesprächen Menschen, die für ihre Heiligkeit berühmt waren. Tut ihr das Gleiche, jedoch lasst die diskreteste Liebe diesem gegenseitigen Austausch eurer Seele, eures Willens und eurer Wünsche herrschen. Gott wird sie segnen, und ihr werdet die Führung finden, die ihr braucht. Wenn euch dieses Mittel nicht offen steht, vertraut auf das Erbarmen Gottes. Er wird euch nicht verlassen. Sein Geist wird selbst durch heilige Eingebungen zu euren Herzen sprechen, welche sie entzünden und den heiligen Zielen eurer Bestimmung zuwenden wird.

19. Ihr werdet finden, dass ich dieses Thema kurz und bündig behandle, eure Wünsche gehen weit darüber hinaus, aber habt Geduld, und der Rest wird euren Erwartungen entsprechen. Man kann nicht alles auf einmal sagen, besonders über ein solch schwieriges Thema, das die größte Genauigkeit erfordert. Ich werde weiterhin mit euch sprechen, wie ich mit mir spreche. Entfernt von den Quellen des Heiligtums und beraubt jeglicher Ausübung des Priestertums bleibt uns kein Vermittler, außer Jesus Christus. Zu Ihm müssen wir mit unseren Bedürfnissen gehen. Vor Seiner Höchsten Majestät müssen wir unverblümt den Schleier von unseren Gewissen reißen, und in der Suche nach dem Guten und Schlechten, das wir getan haben. Dankt Ihm für Seine Gnaden; bekennt eure Sünden und bittet um Vergebung und darum, dass Er uns die Führung Seines Priesters gibt, wann immer wir dies tun können. Das ist es, meine Kinder, was ich ‚zu Gott bekennen‛ nenne! In einer solchen Beichte, wenn sie gut verrichtet ist, wird Gott Selbst uns lossprechen.

20. Das Evangelium selbst lehrt uns das, indem es uns das Beispiel des Zöllners gibt, der, indem er sich vor Gott demütigte, gerechtfertigt hinweg ging; denn das beste Zeichen für Vergebung ist Gerechtigkeit, die nicht gebunden werden kann, weil sie verbindet. Also müssen wir in der totalen Isolation, in der wir uns befinden, genau dies tun. Die Heilige Schrift zeichnet hier unsere Pflichten auf. Alles, was an Gott bindet, ist heilig. Wenn wir um der Wahrheit willen leiden, sind unsere Leiden die Jesu Christi, Der uns dann mit einer besonderen Ähnlichkeit zu Ihm ehrt, mit Seinem Kreuz. Diese Gnade ist das größte Glück, das einem Sterblichen in diesem Leben geschehen kann. So ist es in allen schmerzvollen Situationen, welche uns der Sakramente berauben. Wenn wir das Kreuz wie ein Christ tragen, ist dies die Quelle der Vergebung unserer Sünden, so wie einst Jesus Christus das Kreuz getragen hat; Er tat es für die Sünden der ganzen menschlichen Rasse. Dies bezweifeln heißt, den Gekreuzigten Erlöser verwunden. Man muss bekennen, dass man die Verdienste und die Tugend des Kreuzes nicht tief genug erkennt. Sagt mir, wäre es möglich, dass der Gute Dieb am Kreuz die Vergebung all seiner Sünden erhielt, und der Gläubige, der Alles für Seinen Gott aufgibt, sollte seine nicht vergeben bekommen? Die Heiligen Kirchenväter beobachteten, dass der [reuige] Dieb, der Dieb rechts des Kreuzes [Christi] war, um zu zeigen, dass er gläubig war; was sie von diesem Kreuz erhoffen müssen, wenn sie es annehmen, und ihm treu bleiben um der Gerechtigkeit und Wahrheit willen. Jesus vollendete Seine Leiden und trat durch das Kreuz in den Himmel ein. Um durch das Kreuz geheiligt zu werden, müssen unsere Taten die Tugenden Jesu widerspiegeln. In diesen Zeiten reicht es nicht aus, dass wir, angeregt durch Seine Liebe, wie der Heilige Johannes an Seiner Brust ruhen. Wir müssen Ihm dienen mit Festigkeit und Beharrlichkeit, auf dem Kalvarienberg und am Kreuz. Dort, im Bekenntnis vor Gott, wenn euer Bekenntnis nicht von der Auflegung der Hände des Priesters gekrönt wird, wird dies durch die Auflegung der Hände Jesu Christi geschehen. Seht diese anbetungswürdigen Hände, die von Natur aus so schwer erscheinen, die aber so leicht sind für jene, die Ihn lieben. Sie sind vom Morgen bis zum Abend über euch ausgestreckt, um euch mit allen Arten von Segen zu überhäufen, wenn ihr Ihn nicht selbst zurückweist. Es gibt keinen Segen wie den des Gekreuzigten Jesus, wenn Er Seine Kinder vom Kreuz aus segnet.

21. Das Sakrament der Buße ist in diesem Moment für uns wie der Brunnen Jakobs, dessen Wasser rein und heilbringend war, aber der Brunnen ist tief. Ohne Beistand haben wir keinen Zugang. Das ist ein Bild für unsere Situation. Betrachtet die Taten unserer Verfolger als Bestrafung für unsere Sünden. Es ist sicher, dass wenn wir uns dem Brunnen mit Glauben nähern könnten, wir Jesus fänden, der mit der Samariterin spricht. Aber lasst euch nicht entmutigen, lasst uns hinuntergehen in das Tal von Bethesda, wo wir einige Quellen finden werden, die nicht bewacht werden, wo wir unseren Durst in Ruhe stillen können. Lassen wir Christus in unseren Herzen leben, und Seinen Heiligen Geist es [unser Herz] entflammen, und wir werden die Quelle des lebendigen Wassers für uns finden, das Leben gibt und uns für den Jakobsbrunnen entschädigt. Als oberster Hoherpriester, nimmt Jesus Christus selbst unsere Beichte entgegen, die wir auf unauslöschliche Weise vor Gott ablegen und die kein Mensch wegnehmen kann. Wenn wir auf diese Weise Jesus in uns tragen, Der unaufhörlich auf uns achtet, können wir dies jederzeit, an jedem Ort und in jeder Verfassung tun. Es ist etwas Bewunderns- und Beachtenswertes zu sehen, dass dies, was die Welt tut, um uns von Ihm zu entfernen, uns Ihm nur näher bringt. Die Beichte darf nicht nur ein Gegenmittel gegen vergangene Sünden, sondern muss ein Schutz vor kommenden Sünden sein. Wenn wir diese Doppelwirkung des Bußsakramentes ernsthaft bedenken sind wir in der Lage, viel zu haben, um uns zu demütigen und zu beklagen, und wir sollten viel besser darin gegründet sein, dass unsere Fortschritte in der Tugend sollen langsamer gewesen sein und wir dieselben geblieben sind, vor und nach der Beichte.  Wir sind nun in der Lage, unsere Fehler wiedergutzumachen, die von einem zu großen Vertrauen in die Absolution kommen und davon, dass man seine Schwächen nicht gründlich genug geprüft hat. Da sie [sich] nun vor Gott [an-]klagen muss, betrachtet die gläubige Seele all ihre Fehler. Und dort, zu Füßen Unseres Erlösers, ergriffen vom Gram der Reue, bleibt sie dort, schweigend, nur mit Tränen sprechend, wie es die Sünderin im Evangelium tat. Auf der einen Seite ihre Erbärmlichkeit, auf der anderen die Güte Gottes sehend, warf sie sich vor Seiner Majestät auf ihr Gesicht nieder, bis ihre Sünden unter einem Seiner Blicke gereinigt wurden. Auf diese Weise erleuchtet das Göttliche Licht ein zerknirschtes und demütiges Herz, bis zu den geringsten Kleinigkeiten, die es verdunkeln können. Lasst dieses Bekenntnis vor Gott eure kurze, tägliche Übung sein, jedoch eifrig, und von Zeit zu Zeit tut dies über einen größeren Zeitraum, so wie ihr es täglich tut. Die erste Frucht, die ihr daraus ernten werdet – abgesehen von der Vergebung eurer Sünden -, wird sein, euch selbst und Gott zu [er]kennen, die zweite, jederzeit bereit zu sein, euch einem Priester vorzustellen, wenn die Möglichkeit dazu besteht, charakterstark durch die Gnade des Herrn. Ich denke, dass ich alles gesagt habe, meine Kinder, was ihr während der Zeit eurer Entbehrung des Bußsakraments tun müsst. Nun werde ich mich der Entbehrung des Sakraments der Heiligen Eucharistie zuwenden und danach all dem, was ihr in eurem Brief erwähnt habt.

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