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Pater Demaris, Katholiken ohne Priester (7 von 10)

Die Heilige Messe ist ein kultischer Opferdienst, aber das eigentliche Ziel ist es Gott zu opfern. Kann dieses Opfer kultisch, wegen Priestermangels, nicht erbracht werden, dann können wir unser ganzes Leben in einen Opferdienst umgestalten und Gott dennoch opfern. Wir können täglich die geistliche Kommunion machen. Aber unsere Lage sieht so aus, dass wir um uns herum Novus Ordo Messen haben, von welchen die meisten immer noch gültig sind, d.h. die Wesenswandlung findet trotz der bürstenschnittigen Pastoralassistentin immer noch statt. Manche dieser Novus Ordo Events sind leider ungültig. Sollten wir Zweifel haben, dann gehen wir dorthin, wo wir keine haben. Messen der FSSPX sind ebenfalls gültig, da aber weiterhin alle Piuspriester suspendiert sind und keine kirchlichen Ämter innehaben, so begeht ein solcher Priester immer bei dem Sakrament, das er vollbringt (confecit) eine Todsünde und ein Gläubiger, der darum weiß, ebenso. Wir gehen also nicht dorthin, weil wir viele spirituelle Probleme haben werden. Dies gilt mutatis mutandis für ale Ex-Pius-Sedi-Priester. Da die Wenigsten von uns Zugang zu Ecclesia Dei Gemeinschaften haben oder zu Priestern, die auch Vetus Ordo feiern, so sitzen wir alle mehr oder weniger auf dem Trockenen. Aber opfern kann man dennoch.

Die Heilige Eucharistie

22. Die Heilige Eucharistie brachte euch viele Freuden und Vorzüge, als ihr an diesem Sakrament der Liebe teilnehmen konntet, aber da ihr nun dessen beraubt seid, um Verteidiger der Wahrheit und Gerechtigkeit  zu sein, sind eure Vorteile dieselben. Denn wer hätte es gewagt, sich diesem furchterregenden Tisch zu nähern, wenn nicht Jesus Christus uns ein Gebot gegeben hätte, und wenn die Kirche, die wünscht, dass wir uns mit dem Brot des Lebens stärken, uns nicht durch die Stimme ihrer Diener eingeladen hätte, zu essen, die uns wieder mit einem hochzeitlichen Gewand bekleideten. Das Alles war Gehorsam, aber wenn wir den Gehorsam mit dem vergleichen, dessen wir nun beraubt sind, mit dem was uns hierher geführt hat, wird es leicht sein, seinen Wert zu beurteilen. Abraham war gehorsam, indem er seinen Sohn opferte, und indem er ihn nicht opferte, aber sein Gehorsam war größer, als er das Schwert in seine Hand nahm als beim Zurückstecken desselben in die Scheide. Wir sind gehorsam, wenn wir zur Kommunion gehen, aber indem wir uns vom Opfer zurückhalten, opfern wir Uns selbst. Vor Durst nach Gerechtigkeit schmachtend und dem Blut des Lammes beraubt, das ihn allein stillen kann, opfern wir unser eigenes Wünschen so viel wie es in uns ist. Das Opfer Abrahams war das eines Augenblicks, und der Engel stoppte das Messer, unseres ist täglich, sich jeden Tag erneuernd, jedesmal, wenn wir in Unterwerfung die Hand Gottes anbeten, die uns von Seinen Altären vertreibt, und dieses Opfer ist freiwillig. Es geschieht, um zum eigenen Vorteil der Eucharistie beraubt zu sein, um die Messlatte des Kreuzes höherzulegen, um Christi und der Herrlichkeit Seiner Kirche willen. Beachtet, liebe Kinder, dass Jesus, nachdem Er Seinen Leib dahingegeben hatte, nichts Schweres darin fand, für uns zu sterben. Das ist die Tat eines Christen in der Verfolgung; die Eucharistie zieht das Kreuz nach sich. Lasst nicht zu, dass die Liebe zur Eucharistie uns das Kreuz verlassen lässt. Es lässt uns auferstehen und herrliche Fortschritte in der Gnade des Evangeliums machen, um vom Zönakel [des Gründonnerstags] hin zum Kalvarienberg zu gehen. Ja, ich fürchte mich nicht, dies zu sagen. Wenn der Sturm der Bosheit der Menschen gegen Wahrheit und Gerechtigkeit tobt, ist es für den Gläubigen vorteilhafter für Christus zu leiden als in der Kommunion an Seinem Leib Anteil zu erhalten. Es scheint mir, als höre ich den Erlöser zu uns sagen: „Fürchtet nicht, um der Bekenntnis Meines Namens willen von Meinem Tisch getrennt zu sein: Dies ist eine Gnade, die ich euch gebe, die sehr selten ist. Macht durch diesen erniedrigenden Verlust, der Mich ehrt, alle Kommunionen wieder gut, die Mich entehren. Verspürt diese Gnade. Ihr könnt nichts für Mich tun, Ich gebe in eure Hände ein Mittel das zu tun, was Ich für euch getan habe, und Mir mit Pracht das zurückzugeben, was Ich euch im Höchstmaß gegeben habe. Ich habe euch Meinen Leib gegeben, und ihr gebt ihn Mir zurück, denn ihr seid in Meinem Dienst von Ihm getrennt. Ihr gebt die Wahrheit zurück, die ihr von Meiner Liebe erhalten habt. Ich hätte euch nichts größeres geben können. Eure Dankbarkeit entspricht der Gnade, die Ich euch gegeben habe – die größte der Gaben, die ich euch gegeben habe. Tröstet euch, wenn ich euch nicht dazu rufe, wie die Märtyrer euer Blut auszugießen; Meines gleicht das wieder aus. Jedesmal, wenn ihr daran gehindert werdet, es zu trinken, betrachte Ich das, als hättet ihr das eure vergossen; und Meines ist kostbarer.‟

23. So also finden wir die Eucharistie, sogar während der Entbehrung der Eucharistie. Aus einem anderen Blickwinkel – wer kann uns von Christus und Seiner Kirche trennen, in der Kommunion, wenn wir uns im Glauben Seinen Altären nähern, in einer viel wirksameren Weise, da sie geistlich ist und weiter entfernt von den Sinnen. Dies nenne ich geistige Kommunion, indem man sich mit den Gläubigen vereint, die an verschiedenen Orten auf der Erde in der Lage sind, dies zu tun. Ihr wart zu der Zeit, als ihr zum heiligen Tisch gehen konntet, mit dieser Art des Kommunionempfangs vertraut. Ihr kanntet ihre Vorteile und die Art und Weise, dies zu tun, so dass ich es nicht mit euch diskutieren werde, aber ich werde euch nun zeigen, was die Heilige Schrift und die Annalen der Kirche in Betrachtungen zur Entbehrung der Hl. Messe anbietet, und dass die Gläubigen in Zeiten der Verfolgung fortwährend Opfer bringen.

24. Achtet besonders, meine Kinder, auf die Prinzipien, die ich euch in Erinnerung rufe. Sie dienen eurer Erbauung. Nichts geschieht ohne den Willen Gottes! Ob wir Gottesdienst [worship] haben, die uns erlaubt, die Heilige Messe zu besuchen, ob wir ihrer beraubt sind, lasst uns Seinen Heiligen Willen annehmen, aber unter allen Umständen lasst uns würdig sein. Die Anbetung/Gottesdienst [worship], die wir Christus schulden, hängt ab von der Hilfe, die Er uns gibt, und welche Hilfe wir von Ihm brauchen. Dieser Gottesdienst [worship] unsere Pflichten als isolierte Gläubige, genauso wie sie früher für uns umschrieben waren, in der öffentlichen Ausübung unserer Religion. Als Kinder Gottes, gemäß den Zeugnissen der Heiligen Petrus und Johannes, hatten wir Anteil am Priestertum Jesu Christi, Gebete und Versprechen zu opfern. Wenn wir nicht das Recht haben auf sichtbaren Altären zu opfern, sind wir nicht ohne Opfer, da wir sie durch unsere Liebe im Gebet darbringen können, indem wir Christus uns selbst Seinem Vater darbringen auf dem unsichtbaren Altar unserer Herzen. Treu diesem Grundsatz werden wir all die Gnaden erlangen, die wir hätten erlangen können, wären wir in der Lage gewesen, beim Heiligen Opfer der Messe teilzunehmen. Die Liebe vereint uns mit allen Gläubigen des Universums, welche dieses Göttliche Opfer darbringen oder ihm beiwohnen. Wenn uns ein stofflicher [steinerner, tatsächlicher] Altar und die sinnenhaften [dazugehörigen] Dinge fehlen – diese gibt es auch im Himmel nicht mehr, wo Jesus Christus auf die vollkommenste Weise geopfert wird. Ja, meine Kinder, die Gläubigen, die ohne Priester sind, bringen ihre Opfer ohne Tempel dar, ohne Diener und ohne irgendwas, das man mit den Sinnen erfassen könnte. Wir brauchen nur Jesus, um unser Opfer darzubringen. „Für das Opfer des Herzens, wo das Opfer vom Feuer der Liebe zum Heiligen Geist verzehrt werden muss, ist es notwendig, dass es mit Jesus Christus vereint ist‟, sagt der Heilige Klemens von Alexandrien, „mit Worten, Taten und mit dem Herzen. Wir sind mit Ihm vereint mit Worten, wenn diese wahr sind, mit unserem Tun, wenn es gerecht ist, mit unseren Herzen, wenn die Liebe sie entzündet.‟ Lasst uns also die Wahrheit sprechen, nichts als der Wahrheit folgen, nichts als die Liebe lieben. Dann werden wir Gott die Ehre erweisen, die Er verdient. Wenn wir wahrhaftig in unseren Worten sind, gerecht in unseren Aktionen, Gott unsere Wünsche und Gedanken unterordnen, Ihm allein sprechen, Ihn für Seine Gaben preisen, uns selbst um unserer Sünden willen erniedrigen, bringen wir Gott ein angenehmes Opfer dar, das uns nicht genommen werden kann. Es bleibt mir nur, die Eucharistie als ein letztes Sakrament zu betrachten. Ihr könntet es in der Stunde des Todes entbehren, so muss ich euch lehren und vor einer solch schrecklichen Entbehrung warnen.

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