Polyanna und das Durchhalten

In den Zeiten der vermeintlichen Hoffnungslosigkeit braucht man eine gute mentale Verfassung, um jeder Situation etwas Gutes abzugewinnen und wie man so schön auf Deutsch sagt „durchzuhalten“. Bei diesem Wort kommt DSDZ (dem Schreiber dieser Zeilen) Friedrich der Große und „Hunde wollt ihr ewig leben?“ und der Führerbunker in den Sinn. Das Wort „Durchhalten“ hat etwas Militärisch-Deutsches an sich. Es geht nicht um das Aushalten oder das Ertragen, um das Halten, sondern es ist etwas Transitives, man hält nicht nur, man hält es durch den Sturm durch.

Menschen, die keinen Krisen unterworfen wurden, wie die meisten in der heutigen westlichen Welt, wissen gar nicht, dass jede Höhe ein Tal voraussetzt und dass nach jedem Aufwärts ein Abwärts folgt. War man niemals krank, so hat man keine Abwehrkräfte. Lief für einen immer alles glatt, dann hat man nicht die psychische Stärke die Schwierigkeiten und Herausforderungen zu meistern. Daher ist jede Krise als eine Möglichkeit des Wachstums zu betrachten. Man sollte sich die Einstellung von Pollyanna, der Heldin des berühmten Kinderbuches von Eleanor Hodgman Porter, sich zum Lebensziel zu machen sich doch täglich an etwas erfreuen zu können. Die Einstellung Pollyannas hat sogar die englische Sprache geprägt, denn das Wort pollyanism bedeutet einen übertriebenen Optimismus oder im Original

„the overly optimistic and benevolently cheerful state of mind and point of view of a Pollyanna”.

Pollyannas sind vielleicht nicht übermäßig stark verbreitet, aber sitzen Sie dann in einem Bunker, vielleicht nicht gerade mit dem Führer, von einer angeblichen Seuche umbringt, dann haben Sie lieber eine Polly Anna neben sich sitzen als einen „Wir-werden-alle-umkommen“- Untergangs-Menschen. Pollyanna selbst musste sich aber diese Lebenseinstellung hart erarbeiten; sie war ein verwaistes protestantisches Pastorenkind. Ja, ja nicht mal katholisch war sie. Eine doppelte Härte also.

Die Lage im Frühjahr 2020 hätte sich aber wirklich keiner auch so pessimistischen Kassandra, um an dieser Stelle eine zweite Frauenfigur einzuführen, träumen lassen. Denn wir haben:

  • eine angebliche Seuche mit Ausgangssperre und Polizeistaat,
  • Aufhebung aller bürgerlichen Freiheiten, wie Versammlungs- und Religionsfreiheit,
  • einen Antipapst, der Ostern verbietet,
  • Aussetzung der kirchlichen Osterfeierlichkeiten,
  • Aussetzung der Sonntagspflicht,
  • Verbot in Italien den angeblich oder tatsächlich Sterbenden die Sakramente zu bringen

Unsere lieben Geistlichen tun also buchstäblich nichts und die Kirchensteuer fließt nach wie vor. Die schlimmsten sarkastischen Witze von DSDZ wurde nicht nur von der Wirklichkeit erfüllt, sondern um mehrere 100 % übertroffen. Was würde aber eine Polly Anna dazu sagen? Worüber kann man sich noch freuen? Hier eine mögliche Liste:

  • Sie haben endlich Zeit zu Hause all die frommen Bücher und Traktate durchzulesen, das Sie eingesperrt sind.
  • Sie haben Zugang zu unserem Blog und alle Zeit der Welt, sich auch die alten Beiträge noch einmal durchzulesen.
  • Sie denken mehr über die vier letzten Dinge nach sowie über die außersakramentale Sündenvergebung.
  • Sie sind nicht gezwungen zu den grauenvollen Novus Ordo Gottesdiensten zu gehen, da es diese nicht gibt.
  • Sie sehen ein, dass es im Leben nicht Sicheres und Gewisses gibt und dass Sie Ihre Rente vielleicht gar nicht erleben werden.
  • Sie wissen, dass sie in ihrem religiösen Leben einzig und allein auf sich selbst gestellt sind, weil es praktisch und theoretisch keine Priester mehr gibt.
  • Ihnen wird nicht vorgeworfen, dass sie sich zu wenig sozialisierten, da Ausgangsverbot herrscht.
  • Sie sehen, wie schön es doch ist die ganze Familie endlich mal die ganze Zeit um sich herum zu haben.
  • Sie fühlen sich wie ein Held, wenn sie Toilettenpapier gekauft haben.
  • Spätestens jetzt hören Sie auf fernzusehen, weil das Fernsehen lügt.

Obwohl Pollyanna nicht katholisch war, so kam sie doch aus einem christlichen Elternhaus. Dort wurde ihr auf eine protestantische Art und Weise beigebracht doch auf die göttliche Vorsehung zu hoffen.

DSDZ glaubt nicht an eine Seuche. Er glaubt nach wie vor fest daran, dass es sich um eine mediale Panikmache handelt, die dazu gemacht wurde, eine Wirtschaftskrise herbeizuführen. Wenn es sich nicht mehr rechnet diese Situation aufrechtzuerhalten, so wird der Coronavirus als überwunden deklariert werden, wie die vorigen angeblichen Pandemien. Es ist wichtig sich immer wieder klarzumachen, dass diese Pandemie nur virtuell stattfindet. Denn wenn sie die Medien ausschalten, dann sehen Sie, dass vom fehlenden Toilettenpapier abgesehen, sich wirklich nichts verändert hat. Gott ist unveränderlich, die Welt ist wandelbar, daran halten wir uns. Amen.

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