Tradition und Glauben

Predigten der Kirchenväter – Festtage – Pfingstmontag

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Evangelium des Pfingsmontags

Joh 3, 16 – 21 „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht glaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das aber ist das Gericht: Das Licht ist in die Welt gekommen, doch die Menschen hatten die Finsternis lieber als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Lichte, damit seine Werke nicht zutage treten. Wer aber nach der Wahrheit handelt, kommt zum Lichte, damit offenbar wird, daß seine Werke in Gott getan sind.“

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus.

Soweit es auf den Arzt ankommt, ist er gekommen, um den Kranken zu heilen. Selbst tötet sich derjenige, der die Vorschriften des Arztes nicht befolgen will. Der Heiland kam in die Welt. Wozu anders ist er Heiland der Welt genannt worden als dazu, daß er die Welt zum Heile führe, nicht daß er die Welt verurteile? Willst du nicht von ihm zum Heil geführt werden, so wirst du durch dich selbst verurteilt werden. Doch, was sage ich: du wirst verurteilt werden? Gib acht, was er sagt: „Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt“. „Wer aber nicht glaubt“ – was erwartest du anders als daß er sagt: „Er wird verurteilt“. Wenn er nun hinzufügend sagt“ „Er ist schon verurteilt“, so ist das Urteil noch nicht offenkundig geworden, aber das Urteil ist schon geschehen.

Der Herr kennt diejenigen, die zu ihm gehören; ihm ist es bekannt, wer zum Empfang der Krone bleibt und wer zum Brennen in den Flammen bleibt. Er kennt auf seiner Tenne den Weizen, er kennt auch die Spreu; Er kennt, was er gesät hat; er kennt auch das Unkraut. „Schon ist verurteilt derjenige, der den Glauben verweigert.“ Weshalb verurteilt? „Weil er den Glauben verweigert der Majestät des eingeborenen Gottessohnes. Das aber ist der Urteilsgrund, daß, wo derjeinge, der das Licht ist, in die Welt gekommen ist, die Menschen mehr die Finsternis geliebt haben, als das Licht; ihre Taten waren nämlich böse.“ Wie also haben einige Echtgutes getan und sind zum Licht gekommen? Und auch dieses steht im folgenden: „Wer Echtgutes tut, der kommt zum Licht“.

Aber so heißt es, „sie liebten mehr die Finsternis, als das Licht“. Hierauf legt er den Nachdruck. Viele nämlich liebten ihre Sünden, viele bekannten ihre Sünden; denn wer seine Sünden bekennt und wer sich seiner Sünden anklagt, der arbeitet schon mit Gott. Gott klagt dich deiner Sünden an; wenn auch du dich anklagst, verbindest du dich mit Gott. Es sind gleichsam zwei Dinge: der Mensch und der Sünder. Was du bei dem Worte „Mensch“ hörst, das hat Gott gemacht; was du unter dem Namen Sünder hörst, das hat der Mensch gemacht. Vernichte, was du getan hast, auf daß Gott das zum Heile führe, was er gemacht hat. Du mußt in dir dein Wort hassen und das Wort Gottes in dir lieben. Wenn dir aber das, was du gemacht hast, anfängt zu mißfallen, so fangen von hier deine guten Werke an, weil du dich deiner schlechten Werke anklagst. Der Anfang zu guten Werken ist das Geständnis der bösen Werke.

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V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Gott, der du deinen Aposteln den Heiligen Geist geschenkt hast, verleihe deinem Volke die Frucht eines kindlichen Flehens, damit du denjenigen, denen du den Glauben gewährt hast, auch den Seelenfrieden verleihest. Durch unsern Herrn … mit demselben Heiligen Geiste. Amen.

Quelle: Erzpriester Stephan, Das kirchliche Stundengebet Teil II, S. 392

Wenn Sie o.a. Kirchengebet mit der Intention einer Ablassgewinnung beten, empfangen Sie einen Ablass, den Sie für sich selbst oder für die Armen Seelen verwenden können. (Enchiridion indulgentiarum (1999) Nr. 21 § 1: „Ein Teilablass wird einem Gläubigen gewährt, der an einem beliebigen Heiligentag, der im Kalender vermerkt wurde, zu Ehre dieses Heiligen fromm ein aus dem Messbuch entnommenes oder ein anderes rechtskräftig approbiertes Gebet verrichtet“) .

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