Tradition und Glauben

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Sechster Sonntag nach Epiphanie

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Evangelium des sechsten nachgeholten Sonntags nach Epiphanie

Mt 13, 31 – 35 Noch ein anderes Gleichnis trug er ihnen vor. „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann nahm und auf seinen Acker säte. Dies ist zwar kleiner als alle andern Samenkörner. Ist es aber ausgewachsen, so ist es größer als die anderen Gartengewächse. Es wird ein Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen wohnen.“ Er trug ihnen noch ein weiteres Gleichnis vor: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Sauerteige, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl mengte, bis das Ganze durchsäuert war.“ Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Volksscharen, und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen. So sollte sich das Wort des Propheten erfüllen: „Ich will meinen Mund auftun zu Gleichnissen, will offenbaren, was verborgen war seit Grundlegung der Welt.“

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus:

Das himmlische Reich ist die Verkündigung des Evangeliums und die Kenntnis der heiligen Schriften, die zum Leben führt, und von der den Juden gesagt wird: „Sie wird euch weggenommen und dem Volke gegeben, das die ihr entsprechenden Früchte zeigt.“ „Es besteht also eine Ähnlichkeit zwischen dem himmlischen Reich und dem Senfkorn, das ein Mensch nimmt und auf seinen Acker sät.“ Unter dem Menschen, der auf seinen Acker sät, wird von den meisten der Heiland verstanden, weil er seinen Samen in die Seelen der Gläubigen hineinlegt; von anderen dagegen der Mensch selbst, der auf seinen Acker sät, d. h. in sich selbst und in sein Herz Samen streut.

V: Du aber, o Herr, sei uns gnädig.

R: Gott sei Dank gesagt.

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Kirchengebet zum 6. Sonntag nach Epiphanie

Verleihe, wir bitten Dich, allmächtiger Gott! daß wir, was seyn soll, immerdar überlegend. Dir Wohlgefälliges durch Wort und That voll bringen! Amen.

 

 

 

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