Betrachtungen zum Evangelium Predigten der Kirchenväter Premium-Archiv:

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage III – 2. Sonntag nach Ostern

Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern

Joh 10, 11 – 16 Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht, und der Wolf fällt die Schafe an und versprengt sie. Der Mietling flieht, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne. Ich gebe mein Leben für meine Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstall sind. Auch sie muss ich herbeiführen; sie werden auf meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirt sein.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papst Gregor:

Ihr habt, geliebteste Brüder, gehört aus der Lesung des Evangeliums, was ihr zu lernen habt; ihr habt auch gehört, in welch gefahrvoller Lage wir sind. Derjenige nämlich, der nicht infolge einer zufälligen Zugabe, sondern auf Grund seines Wesens gut ist, sagt: “Ich bin der gute Hirt”. Und er fügt die Art der Güte, die wir nachzuahmen haben, hinzu indem er sagt: “Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe hin”. Er hat das getan, wozu er auffordert; er hat (durch die Tat) gezeigt, was er geboten hat. Der gute Hirt hat für seine Schafe sein Leben hingegeben, um zu unserem Heiligungsmittel seinen Leib und sein Blut zu bestimmen und die Schafe, die er zurückerkauft hatte, mit seinem Fleische zu speisen.

Uns ist bezüglich der Betrachtung des Todes der Weg gezeigt worden, auf dem wir zu folgen haben; es ist die Form beigefügt worden, der wir uns anpassen sollen. Als erstes gilt für uns, daß wir unsere äußeren Güter seinen Schafen in Barmherzigkeit mitteilen; als äußerstes aber, daß wir, falls es notwendig ist, uns auch im Tod für dieselben Schafe zur Verfügung stellen; von diesem ersten ganz Geringen gelangt man aber zu dem größeren Letzten. Da aber die Seele, auf Grund deren wir leben, in uns vergleichlicher Weise wertvoller ist als das Vermögen, das wir besitzen, wann wird derjenige, der sein Vermögen nicht für die Schafe gibt, seine Seele für sie hingeben?

Und doch gibt es einige, denen, weil sie mehr den irdischen Besitz lieben als die Schafe, mit Recht der Name eines Hirten entzogen wird; und von diesen wird gleich angefügt: „Der Mietling aber, und der nicht Hirt ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und läßt die Schafe gehen und läuft weg.“ Nicht Hirt, sondern Mietling wird genannt, der nicht auf Grund innigster Liebe, sondern zum Zweck zeitlichen Lohnes die Schafe des Herrn hütet. Ein Mietling ist eben derjenige, der die Stelle eines Hirten einnimmt, aber auf den Nutzen der Seelen nicht achtet, der nach irdischen Bequemlichkeiten lechzt, über die Ehrung seines Vorrangs Freude hat, sich mit zeitlichem Verdienst nährt, an der ihm von den Menschen erwiesenen Achtung sich ergötzt.

  1. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
  2. Gott sei Dank gesagt.
  1. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
    R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott, der Du durch die Erniedrigung deines Sohnes die gefallenen Menschen wieder aufgerichtet hast; verleih deinen Gläubigen eine immerwährende Fröhlichkeit, damit diejenigen, welche Du dem ewigen Tode entrissen hast, durch deine Gnade die ewigen Freuden genießen. Amen.

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