Rückkehr der Bischofsperlen oder Bischof Wilmer und die Logik

Wir haben vor einiger Zeit unsere populäre Reihe die Bischofsperlen aufgegeben, weil man sie unendlich fortsetzen könnte und das Nachtreten in diesem Falle wirklich zu einfach ist. Ferner wollen wir unsere Leser aufmuntern und nicht zur Verzweiflung bringen. Außerdem verbietet es sich über die Behinderungen der Mitmenschen intellektueller, spiritueller oder moralischer Natur zu lachen. Sicherlich können wir sagen, dass die Mitglieder der DBK wirklich alles verwirkt haben:

  • Autorität, 
  • Respekt,
  • geistliche Würde,

indem sie sich entschieden den synodalen Schismaweg zu gegen, samt Kommunion für Ehebrecher und Protestanten und mit einer Homo-Segnung, einem Anliegen von Bischof Bode, die um die Ecke lugt. Interessanterweise glauben wir fest daran, dass im Falle eines nächsten ultraorthodoxen Pontifikats eines “Pius XIII” mit Alter Messe, Scholastik und Brimborium und Co., fast alle deutschen Bischöfe wieder “konservativ” werden würden. Da sie keine Ansichten haben, so können sie diese schnell ändern, was die Wandlungen vom “konservativen” Saulus zu ‘liberalen” Paulus erklärt, welche die ehemals konservativ-johanneo-paulinischen Bischöfe wie Marx, Schönborn oder Gänswein durchmachten. Wenn ein Katholik heutzutage nach priesterlichen und bischöflichen Vorbildern sucht, dann muss er viel lesen und zwar Vergangenes.

Die deutsche Kirche macht Front gegen das Zölibat, welches, so die deutschsprachige Vatican.news 95% der Priester in Deutschland nicht einhält. Dies sind zwar keine offiziellen Zahlen, sondern die Schätzungen eines Therapeuten aus Berlin, aber weit von der Wahrheit sind sie wohl nicht entfernt, wie wir schon vor Jahren im Jahre 2016 schrieben, indem wir polnische Statistiken auf Deutschland extrapolierten. Dies bedeutet aber für uns, das 95% aller Priester uns unwürdig, doch gültig die Sakramente spenden und da die Spendung der Sakramente in Todsünde eine weitere Todsünde darstellt, was leider auch für die FSSPX gilt, so bekommen wir Gläubigen kaum Gnade. Ja, wenn Sie in Ihrer Umgebung lauter Konkubinarier haben, dann müssen Sie dennoch, falls Sie selbst gesündigt haben, bei ihnen zur Beichte gehen und ihre Lossprechung ist gültig. Aber es ist trotzdem verheerend. Was außerdem auffällt, ist die Vorgehensweise der DBK, welche die Restkatholiken in Deutschland auf die Aufgabe des Priesterzölibats vorbereitet, welches wohl “an der Lebenswirklichkeit der Priester” vorbeigeht. Nach Thomas von Aquin unterdrückt keine andere Sünde so die Verstandeskraft, wie die Unzucht (luxuria) und die Unmäßigkeit im Essen und Trinken (gula). (Summ. theol. 22 q. 53 6. o. et q. 55. 8. ad 1 et q. 48. 2 ad 3). Unzucht macht also dumm und äußert sich als Schwierigkeiten mit logischer Schlußfolgerung. Zitieren wir dazu Bischof Heiner Wilmer von Hildesheim, der doch tatsächlich sagte:

 „Ich wäre dafür, den Zölibat noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem er nicht einfach für alle Geistlichen verpflichtend ist.”

Wir können diese Denkstrategie nachahmen und auf andere Lebenswirklichkeiten der Menschen anwenden:

Version 1: “Ich wäre dafür, die eheliche Treue noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem sie nicht einfach für alle Eheleute verpflichtend ist”.

Version 2: “Ich wäre dafür, die Kirchensteuer noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem sie nicht einfach für alle Katholiken verpflichtend ist”.

Version 3: “Ich wäre dafür, das Strafrecht noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem es nicht einfach für alle Straftäter verpflichtend ist”.

Version 4: “Ich wäre dafür, die Körperhygiene noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem sie nicht einfach für alle U-Bahn-Fahrgäste verpflichtend ist”.

Version 5: “Ich wäre dafür, das Gehirn noch stärker zum Leuchten zu bringen, indem es nicht einfach für alle Bischöfe verpflichtend ist”.

  1. Ist aber X an sich gut, dann muss man es doch allen zugänglich machen wollen.
  2. Ist jedoch X an sich schlecht, dann sollten es alle scheuen.

Ist denn das Zölibat, nach Bischof Wilmer etwas Gutes oder Schlechtes? 

Das weiß man nicht. Es soll zwar “zum Leuchten” gebracht werden und dazu noch “stärker”, aber nur durch eine Minderheit. Aber eine Minderheit leuchtet nicht. Wenn aber etwas verpflichtend ist, wie Strahlenschutzkleidung in einem Atomkraftwerk oder Sicherheitsgurte im Auto, dann kann man doch davon ausgehen, dass es an sich gut ist, sonst wäre es nicht verpflichtend. Zölibat ist etwas an sich Gutes, denn es dient dem geistlichen Leben, falls man eins führt. Führt man keins, wie unsere 95%, dann es es störend. Bischof Wilmer scheint aber anzunehmen, dass Sex an und für sich und an sich etwas Gutes ist, das, seiner Argumentation zufolge, auch “stärker zum Leuchten” gebrachte werden könnte, wenn es eine Minderheit praktizieren würde. Aber nach der katholischen Lehre ist Sex an sich nichts Gutes, sondern es dient der Fortpflanzung um derentwillen seine dunklen Machenschaften – die Konkupiszenz – in Kauf genommen wird. Sex in der Ehe ist nur ein Mittel zum Zweck: Fortpflanzung, gegenseitige Hilfe, ehelicher Frieden, aber niemals der Zweck an sich. Wäre der Sex an sich der Zweck und das Lebensziel, dann wäre der promiske Schwule ein Vorbild und Held. Denn niemand betätigt sich sexuell mehr als er. Im Vatikan oder auch außerhalb. 

Beten wir, tun wir Buße, vielleicht wird sich Gott unserer erbarmen, weil wir zu feige gewesen sind gegen Bischof Wilmer vorzugehen! 

 

 

 

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