Tradition und Glauben

Russland-Weihe wird nichts bringen und Franziskus weiß es

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Überraschendes Vorhaben

Wie man überraschenderweise nachlesen kann, plant Franziskus am 25. März 2022 die Weihe von Russland und Ukraine an das Unbefleckte Herz Marias. Diese Weihe soll zeitgleich mit dem päpstlichen Almosenpfleger Kardinal Konrad Krajewski in Fatima erfolgen und vielleicht auch tatsächlich von allen Bischöfen der Welt mit vollzogen werden.

Es ist sehr verwunderlich, dass die Initiative der Russlandweihe nach 100 Jahren ausgerechnet von Bergoglio kommt, da er:

  1. kein Papst,
  2. Häretiker,
  3. und kein ausgewiesener Marienverehrer ist.

Über die Punkte 1 (Gegenpapst) und 2 (Häretiker) sind unsere Leser seit Langem informiert, was den Punkt 3 (kein Marienverehrer) anbelangt, so ist Franziskus ein inverser Marienverehrer, da er diejenigen Schreiben, die am meisten die Kirche schädigen, an Marienfesten oder kurz davor veröffentlicht. Schauen wir uns ein paar Beispiele dafür an:

  • Mitis Iudex Dominus Jesus „Über die Reform des kanonischen Verfahrens für Ehenichtigkeitserklärungen im Kodex des kanonischen Rechts“ oder Eheungültigkeitserklärung auf Verlangen, 11. September 2015 – ein Tag vor dem Fest Mariä Namen am 12. September
  • Amoris laetitia Nachsynodales Apostolisches Schreiben zur Bischofssynode (Oktober 2014 und Oktober 2015) oder Ehebruch und Sex überalles, 19. März 2016 – St. Joseph Fest (veröffentlicht am 8. April 2016 – Sieben Schmerzen Mariä in manchen Jahren)
  • Gaudete et exsultate Apostolisches Schreiben Über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute 19. März 2018 – St. Joseph Fest. (veröffentlicht am 9. April 2018)
  • Patris corde Apostolisches Schreiben Anlässlich des 150. Jahrestages der Erhebung des heiligen Josef zum Schutzpatron der ganzen Kirche, 8. Dezember 2020 – Unbefleckte Empfängnis
  • Traditionis custodes Apostolisches Schreiben in Form eines Motu proprio über den Gebrauch der römischen Liturgie in der Form vor der Reform von 1970 oder Nieder mit der Alten Messe, 16. Juli 2021 – Maria vom Berge Karmel
  • Apostolische Konstitution Episcopalis communio, 15. September 2018 – Sieben Schmerzen Mariä
  • Apostolische Konstitution Veritatis gaudium über die kirchlichen Universitäten und Fakultäten, 8. März 2017 – Unbefleckte Empfängnis

Nicht alle seine Schreiben werden an Marienfesten veröffentlicht, aber man kann getrost ausgehen, dass es diejenigen sind, die besonders destruktiv wirken. Wir erinnern uns auch an das okkulte Schauspiel am 8.12. 2015 an den Wänden der St. Petrus Basilika. Kurz und gut: Bergoglio ist kein glühender Marienverehrer, er tut Böses, um die Mutter Gottes zu verspotten und glaubt sicherlich an keine Privatoffenbarungen.

Warum will er Russland weihen? Weil er es nicht kann.

Da Bergoglio kein Papst ist, deswegen wird diese Russlandweihe nichts bringen. Da er als ein Gegenpapst nicht dazu bevollmächtigt ist, wird es ein sakrilegischer Akt sein, der Gott noch zusätzlich beleidigen wird.

Und wenn Benedikt dabei ist?

Dann wird es auch nichts nützen, denn Benedikt müsste die rechte Intention erwecken und die Handlung selbständig als Papst durchführen, was er wohl nicht tun wird.

Wenn aber Benedikt und Franziskus gleichzeitig die Weihe durchführen würden?

Dann wäre es gültig.

Und wenn alle Bischöfe daran teilnehmen würden?

Dann wäre es auch gültig, falls dies überhaupt durchführbar ist und die Bischöfe die rechte Intention haben.

Das große Aber oder Fatima is over

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) ist kein Fatima-Fan, wovon diese Reihe zeugt, weil er glaubt, dass die Zeit der Weihe einfach vorbei ist.

Wann hätte man es durchführen sollen?

Zwischen 1917 und 1960, danach war es zu spät. Wenn man sich aber anschaut, wer die sog. Fatima-Botschaft seit 100 Jahren verbreitet, dann sind es wirklich wirre Menschen, Pius-Anhänger und andere Traditionalisten, meistens zerstritten und suspendiert, die einen neuen katholischen Millenarismus pflegen, statt aber „Weltuntergang“ „Fatima“ sagen und sich davon ein katholisches Schlaraffenland erhoffen. Es ist dasselbe Paradigma wie bei den Adventisten: Christus soll kommen und alles wird neu oder er ist geistig gekommen, wir aber sind zu sündhaft, um es zu sehen. Aber Gott wirkt nicht auf diese Weise und er hat niemals auf diese Weise gewirkt.

Fatima wird nicht kommen, weil sie unmöglich ist. Das ist die bittere Wahrheit. Menschen, die an die nicht näher spezifizierte „Botschaft von Fatima“ glauben, wodurch man alles und nichts verstehen kann, haben entweder wirklich unverdient ein hartes Leben und hoffen auf ein Wunder oder sie haben ein hartes Leben auf eigenen Wunsch, weil sie die echte Mühe scheuen und lieber viele, viele Rosenkränze beten. Das ist aber Quietismus und eine Häresie. Wir können einfach nicht alles Gott überlassen, weil er uns den freien Willen und unsere Lebensaufgaben gegeben hat, und Gott wird sich selbst nicht widersprechen, indem er uns die Mühen und Möglichkeit der Verdienste, die er uns aufgetragen hat, wieder auf eine wunderbare Weise wegnimmt.

Jedoch ist Passivität meistens die bequemere Lösung und der Teufel möchte nicht, dass sich der Mensch entwickelt und regt. Ferner sind zumindest die meisten amerikanischen Fatima-Apostolate sind von der FSSPX mitfinanziert und unterwandert, da es sich um eine Zielgruppe handelt, die gerne bei der Piusbruderschaft gesehen wird: passiv, folgsam, offenbarungsgläubig und die Welt hassend. Die Piusbruderschaft lebt als Ganzes in Sünde, daher hat sie leider nicht die richtige geistige Sicht der Dinge. Daher ist es falsch auf sie zu hören oder dorthin hinzugehen. Aus der kommerziellen Sicht wäre es wirklich verkehrt eine „richtige Fatima-Weihe“ zu erleben, da nach dieser die ganze Kundschaft wegfallen würde. Daher war die Fatima-Weihe wie der Horizont, je mehr man sich ihm nähert, desto mehr entschwindet er.

Aber das eigentliche Hauptproblem mit Privatoffenbarungen besteht darin, dass sogar diejenigen von ihnen, die anerkannt wurden, völlig überbewertet und zum zweiten und eigentlichen Lehramt erhoben werden. Der Teufel fördert diese Offenbarungsgläubigkeit, damit die Menschen, wie die Adventisten von damals, völlig enttäuscht sind, wenn das Erhoffte nicht eintritt. Aber nicht Gott hat sie betrogen, sondern ihre eigenen Erwartungen.

Diese bergoglianische Fatima-Weihe wird ein nimmer endendes Fass mit Diskussionen eröffnen:

War’s das schon oder doch noch nicht?

Es wird mit den Forderungen der Nachweihe, der Sonderweihe und der gesonderten Nachweihe einhergehen, die sich mindestens über mehrere Jahrzehnte erstrecken werden. DSDZ stammt aus einem Land, wo fast ständig irgendetwas „geweiht“, „übergeben“ und „überantwortet“ wird und dennoch bleibt alles beim Alten. Die Bischöfe machen mit, um die hasenspickenden Mütterchen, die sie finanzieren nicht zu verscheuchen und ein bisschen fromm zu tun, aber theologisch gesehen ist das Quatsch. Und zwar nicht aus der rationalistisch-agnostischen Sicht, sondern aus der traditionell-theologischen Sicht, siehe unsere Fatima-Reihe. Schauen wir uns die Kirchengeschichte an. Bis ins 19 Jhdt. hinein gab es kaum Weihen und sicherlich nicht alle Jahrzehnte einmal. Dies begann erst im XX Jhdt., wo alles den Bach runter ging. Fatima erfüllt einfach das psychologische Bedürfnis nach Sensation, Grusel und dem Übernatürlichen und bedient sehr gut die Was-Wäre-Wenn-Mentalität. Aber das ist eine Weltflucht, und zwar keine gute.

Daher glauben wird, dass diese Weihe nichts zum Positiven wenden wird, sondern wohlmöglich noch zusätzliche Katastrophen verursacht. Wenn die bisherigen Päpste diese Weihe scheuten, um Russland nicht zu verärgern oder aus anderen Gründen, dann ist es recht verwunderlich, dass Bergoglio es nicht tut. Er ist kein Papst, was er weiß und daher fürchtet er keine Konsequenzen.

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