Tradition und Glauben

Russlandweihe: „Terra del Cielo“ bedeutet Pachamama

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Übersetzung als Zensur

Die englischsprachige Welt stellte fest, dass italienische Original des Fatima-Weihe-Gebetes „terra del Cielo“, wörtlich. „Erde des Himmels“ lautete, die englische Übersetzung hingegen „Queen of Heaven“ – Himmelskönigin. Der deutsche Weihetext lautet: „du Irdische im Himmel“, was uns hier nicht weiter interessieren wird. Durch die Abkehr von der lateinischen Sprache entstand der nachkonziliare Turm von Babel, in dem sich offizielle kirchliche Texte unterscheiden. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) machte sich ab und zu die Mühe verschiedene landessprachlichen Übersetzungen mit dem lateinischen Original zu vergleichen und die Unterschiede sind manchmal nicht unerheblich, da hier und da die Übersetzer den Zensor und Korrektor spielen, je nach Glaubensstärke. Der englischsprachigen Welt fiel daher die Queen of Heaven nicht auf, ebenso wenig wie der deutschsprachigen die „Irdische im Himmel“.

Was bedeutet „Erde des Himmels“

Wenden wir uns aber dem italienischen Original zu. „Erde des Himmels“ ist wirklich nie und nimmer er marianischer Titel. Zwar bemüht sich Bischof Schneider im vorauseilendem Gehorsam verschiedene Parallelen oder ähnlich klingende Titel bei den Kirchenvätern zu finden, er scheitert aber daran. Maria wird zwar als die „jungfräuliche Erde“ bezeichnet, aber nirgendwo als die „Erde des Himmels“, was einen Widerspruch in sich selbst darstellt. Denn wenn Erde, dann nicht Himmel, wenigstens nicht im Katholizismus. Taylor Marshall bringt es gut auf den Punkt und dieser Beitrag ist sehenswert.

Es stellt sich heraus, siehe Beitrag von Marshall, dass „Erde des Himmels“ ein Pachamama-Titel ist, was die Schale mit Erde auf dem vatikanischen Altar erklärt.

Weiter interessant ist es, dass „Erde des Himmels“ in den heidnischen Praktiken der indigenen Völker im heutigen Chile einen Ort bezeichnete, wo man die Sterne befragte oder, wie wir heute sagen würden, mit Kosmos eins wurde, ebenfalls in Marshalls Beitrag [1:50 – 2:34]. „Erde des Himmels“ schien ein sakraler Raum zu sein, wo man die göttlichen Sterne befragte, welche wohl an diesem Ort mit der Mutter Erde – Pachamama – eins wurde. Denn Pachamama ist pantheistisch, d.h. alles ist göttlich, alles ist Gott, alles fließt ineinander über und alles ist miteinander verbunden. „Erde“ und „Himmel“ ist daher austauschbar, weil sie nur verschiedene Modalitäten der weiblichen Allgottheit – Pachamama – darstellen. Daher ist der Titel „Erde des Himmels“ im Pachamama-Kult stringent und konsequent.

Ist Maria „Erde“?

Die von Bischof Schneider angeblich so schnell gefundenen Passagen (es sei denn der Vatikan hat ihn vorher gebrieft, im Falle, dass jemand fragt, denn diese Zitate sind sehr speziell und schwierig zu finden), zeigen, dass die Mutter Gottes zwar manchmal und sehr poetisch mit „Erde“ verglichen wird, aber „Erde“ war niemals ein marianischer Titel, wenigstens im Westen nicht. Die Lauretanische Litanei stellt alle, im Westen gebräuchliche marianischen Titel vor und natürlich kommt dort „Erde des Himmels“ nicht vor. Sollte auch dieser Maria-Erde-Vergleich patristisch sein, so fand er niemals seinen Weg in die Liturgie und den marianischen Titel „Erde des Himmels“ gibt es gar nicht.

Außerdem ist die Andacht zur Unseren Lieben Frau von Fatima recht jung, an der Kirchengeschichte gemessen, denn knapp 100 Jahre lang, was bringt es also dermaßen unbekannte und frühe patristische Vergleiche auszukramen? Es bringt schon was, wenn man unter dem Titel „Erde des Himmels“ Pachamama anbetet. Denn, bewusst oder nicht, Bischof Schneider macht sich für den folgenden Sylogismus stark:

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Maria = Mutter

Pachamama = Mutter

Maria = Erde

Pachamama = Erde

Maria = Pachamama= Mutter Erde = kommt aufs selbe raus = Alles ist miteinander verbunden

Wir sind also zeugen eines neuen synkretistischen Maria/Pachamama-Kultes im Vatikan, der unter dem Vorwand der Russlandweihe stattfindet. Man schlägt hier mehrere Fliegen mit einer Klappe:

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  1. Man führt äußerlich einen katholischen kultischen Akt durch.
  2. Eigentlich aber huldigt man Pachamama.
  3. Man ergeht sich wieder in Blasphemie.
  4. Beleidigt Gott.
  5. Fordert seinen Zorn heraus.
  6. Irgendetwas wird kommen, ziehen wir uns warm an.

Bergoglio ist der Meister des Doppeldeutigen und Ungewissen und so wird es noch jahrelange Diskussionen geben, ob der Titel „Erde des Himmels“ doch nicht „gut patristisch“, wofür Bischof Schneider eine Steilvorlage geliefert hat oder doch häretisch ist. Zu der Diskussion „hat er oder hat er nicht“, kommt noch die Diskussion „Erde des Himmels“ oder „Himmelskönigin“. Man sollte Bergoglio nichts segnen oder weihen lassen, denn kaum kann er es, dann huldigt er Pachamama.

Er sagte ja selbst am Anfang seines Pontifikats, was auch dessen Programm darstellt:

Wer nicht zu Gott betet, betet zum Teufel!

Und da sich diese Zeremonie nicht an Gott richtete, dann …..

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