Tradition und Glauben

„Sie wollen einem Bischof vorschreiben, wann er joggen darf?“ oder ein Nachschlag zu Bischof Schicks Rücktritt

Warum man seinen Tag mit dem Beten und nicht mit dem Joggen beginnen sollte.
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Auf unsere „Bischofsperle“ aus dem Jahre 2016 folgte am 1. November 2022 die folgende Reaktion des users gloria.tv Lucky Strike1:

Sie wollen also einem Bischof vorschreiben, wann er joggen darf und wann nicht, wann er beten soll und wann nicht etc. etc.? Das ist nur lächerlich! Ich an Ihrer Stelle würde mich auf meine eigenen Gebets- und Joggingzeiten konzentrieren und weniger hier posten mit Ihren Links voller lästiger Popup-Fenster, die sich dann als reine Zeitverschwendung herausstellen.

Fassen wir zusammen:

  1. Lucky Strike 1 konnte unseren Beitrag lesen, weil dieser umsonst war.
  2. Lucky Strike 1 sieht sich zu keiner Gegenleistung verpflichtet.
  3. Lucky Strike 1 beschimpft DSDZ [den Schreiber dieser Zeilen] und bezeichnet sein Werk „als reine Zeitverschwendung“.
  4. Die Antwort von Lucky Strike 1 auf gloria.tv ist natürlich keine Zeitverschwendung.
  5. Lucky Strike 1 findet es anmaßend einem Bischof etwas vorzuschreiben.
  6. Aber dieser Kommentar von Lucky Strike 1 an DSDZ ist nicht anmaßend.
  7. DSDZ zu beleidigen ist völlig ok, aber sich über die Jogginggepflogenheiten eines Bischof Gedanken zu machen ist anmaßend.

Liest man sich aber unseren Artikel wirklich durch und versteht ihn auch, dann findet man keine Vorschriften. DSDZ wunderte sich damals über die weltlichen Sitten eines deutschen Bischofs, deren Weltlichkeit in seinen Predigten ihren Niederschlag fand.

Jetzt in November 2022 als die DBK:

  • Kommunion für Ehebrecher,
  • Kommunion für Protestanten,
  • Homo-Segnung
  • den Synodalen Weg

verabschiedet hatte, wundert sich DSDZ nicht mehr, denn er erwartet nichts anderes. Bischof Schick war ein Teil dieses subversiv-apostatischen Großen und Ganzen, weil er so lebt, dass er solche Entscheidungen mittragen kann. Natürlich hat Schick auch den Missbrauch eines Pfarrers gedeckt, wie alle in der DBK auch.

Bischof Schick darf zwar die Berufsbezeichnung „Bischof“ führen, aber ein richtiger katholischer Bischof ist er nicht. Denn er hat wirklich alles in seinem Leben dafür getan diese Kirche, der er dienen sollte zu schädigen und zu untergraben. Sicherlich ist in allen Diözesen, denen Schick vorstand, die Anzahl der Katholiken überhaupt, der praktizierenden Katholiken insbesondere zurückgegangen. In der Weltkirche ebenso, denn er war ja 15 Jahre lang der Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz, somit hat er auch dazu beigetragen.

Was macht die DBK mit der Weltkirche?

  • Man verbreitet durch das Kirchensteuergeld überall falsche Lehren.
  • Man holt sich nach Deutschland Stundenten, wie eint Bergoglio, um sie hier mit falschen Lehren zu infizieren.
  • Man exportiert ins Ausland pädophile Priester und Ordensleute, um sie dort gewähren zu lassen und vor dem Zugriff der deutschen Justiz zu schützen (der Missbrauchspriester von Bamberg war ja in Bolivien, Ratzinger hat es auch getan, das Münchener Gutachten hat es offengelegt.)

Niedergang, wo man nur hinschaut und man kann sich nur darüber freuen und stolz auch sich sein, wenn man darauf bedacht war ihn herbeizuführen. Und wie alle, die alles zugrunde gerichtet haben, ist Bischof Schick stolz auf sich und die DBK auch. Bischof Bätzing würdigt ihn:

„Du bist dahin gegangen, wo sonst niemand hinreist: in Krisengebiete der Welt, an Orte, wo das Elend zum Greifen nahe ist. In entlegensten Gegenden, wo kaum ein Besucher hinkommt, warst Du zu Hause.“ Mit „ausgestreckten Händen“ sei er auf die Menschen zugegangen und habe die Solidarität aus Deutschland vermittelt. „Wie kein anderer hast Du weltweite Brücken gebaut und Solidarität gelebt. Dir ist es zu verdanken, dass die Verantwortung für die verfolgten Christen lebendig ist in unserer Kirche. Ihnen galt Dein selbstloser Einsatz.“

Ja, liebe Leserinnen und Leser, entweder befindet sich die DBK im falschen Film oder wir – die Restkatholiken – tun es. Wenn das, was sie tun katholisch ist, dann sind wir es nicht, wenn wir es sind, dann sind sie nicht katholisch. Tertium non datur. Oder wir werden deutsch-idealistisch und hegelianisch, verwerfen den Satz von Widerspruch und sagen, dass der Katholizismus im Auge des Betrachters liegt.

DSDZ machte sehr lange den Fehler, wie er jetzt reumütig zugibt, bei katholischen Geistlichen oder Bischöfen katholische Maßstäbe anzusetzen, um sie danach zu beurteilen. Deswegen die Verwunderung im Artikel „Bischof Schick geht joggen“ über die Belanglosigkeiten, die ein katholischer Bischof von sich gibt und die Reihenfolge seines Tagesablauf:

  1. Joggen
  2. Duschen
  3. Kaffetrinken
  4. Beten

Werter Lucky Strike 1 hat wieder mal keine Ahnung, denn bei den vielen Ratschlägen, die man überall zum Thema Morgenrituale nachlesen kann, wird empfohlen gleich am Morgen als erstes das zu machen, was einen beruhigt und fokussiert. Deswegen meditieren so viele Menschen am morgen.

Warum?

Weil der Geist noch gleichsam jungfräulich und unberührt ist, sodass sich all diese sanften geistlichen Eindrücke in ihm niederschlagen können, vgl. Teich Betesda (Joh 5,1-9). Deswegen wird in allen Ordensregeln verlangt oder empfohlen die Betrachtung im Sinne der Meditation als das erste Tageswerk zu halten. Denn zu keiner Tageszeit ist die Seele aufnahmebereiter als am Morgen. Lucky Strike 1, vielleicht ein kirchlicher Mitarbeiter, vielleicht ein Priester, weiß davon auch nichts, da er nicht betet.

Wie man den Tag beginnt, so beendet man ihn, wie man betet oder nicht betet, so lebt und predigt man auch, siehe Bischof Schick. Hl. Thomas von Aquin vergleicht irgendwo die göttliche Weisheit mit dem Morgentau. Nicht die Weisheit ist dürftig, sondern unsere Aufnahmefähigkeit. Es ist wirklich manchmal ein Tautropfen am Morgen, mit dem man über den Tag kommt. Heute betete DSDZ das Votivoffizium zu den Engeln, das im Tridentinischen Brevier für Montag an denjenigen Tage gebetet werden darf, wo kein höheres Fest ansteht. Auch heute sind neue Erkenntnisse bezüglich der Engelshierarchie dazu gekommen, obzwar nur ein Tropfen. Es bleibt immer etwas hängen, wenn auch wenig, was der menschlichen Natur und der recht kurzen Aufmerksamkeitsspanne geschuldet ist, siehe das lesenswerte Buch Kopf frei! von Prof. Dr. Volker Busch. Die Grundaussage dieses Buches, die sich mit den Erkenntnissen in Neurowissenschaften deckt, ist recht simpel:

Je mehr Reize das Gehirn verarbeiten muss und je häufiger es unterbrochen wird, desto schlechter arbeitet es.

Um produktiv und kreativ zu sein, muss das Gehirn manchmal nichts tun, damit sein Ruhenetzwerk richtig arbeiten kann. Wird man unterbrochen, verfliegt das, woran man gerade dachte und man vergisst es. Das Ziel des Gebetslebens ist das Ständige Gedenken Gottes, die Theomnesia, wie es die Griechen nannten. Gott kommt dann ins Ruhenetzwerk des Gehirns, wie es schön Gerhard Tersteegen in Gott ist gegenwärtig fasste:

Wo ich geh’, Sitz und steh’,
Laß mich dich erblicken
Und vor dir mich bücken!

Es ist möglich dies einzuüben, wenn man sich auf Eines konzentriert und sein Ruhenetzwerk walten lässt. Deswegen schreiben alle monastischen Regeln Handarbeit vor. Man kann arbeiten und an etwas Anderes denken, ohne unterbrochen zu werden. Tersteegen war Leinenwerber, später als Seidenbandweber. Deswegen konnte er gleichzeitig, ungestört beten und Handarbeit verrichten.

Aber kommen wir jetzt auf Bischof Schick zurück und seinen Verteidiger Lucky Strike 1. Beide haben keine Ahnung vom geistlichen Leben, denn ansonsten würde Bischof Schick den Tag mit Gebets beginnen und konsequenterweise nicht die unsäglichen Entscheidungen der DBK mittragen, Lucky Strike 1 würde auch den Grundsatz – „Erster Tagespunkt Gebet“ kennen, weil es einfach nicht anders geht. Wenn man etwas macht, dann weiß man es, wenn man es nicht macht, dann macht man es nicht. So erzieht sich Bischof Schick solche Schüler wie Lucky Strike 1 die ebenso wie er keine Ahnung haben und diejenigen, von denen sie etwas lernen können, beschimpfen.

Beschimpfung ist immer eine gutes Zeichen, das zeigt, dass man emotional angesprochen wurde und sich deswegen gegen den Angreifer verteidigen muss.

Fassen wir also zusammen:

  • Wie der Tagesablauf eines Bischofs so die Apostasie.
  • Wie der Tagesablauf eines Posters so seine Posts.

Vielleicht ist Lucky Strike 1 auch Bischof und er lässt sich auch nicht vorschreiben, wann er zu joggen oder zu beten hat. DSDZ glaubt, dass Lucky Strike 1 weder das eine noch das andere tut. Daher lässt er sich nicht vorschreiben etwas zu tun, was er nicht tut. Das wäre ja anstrengend.

Als DSDZ gestern darüber las, dass drei französische Bischöfe wegen der Nichtanzeige von Missbrauch und weitere acht wegen sexueller übergriffe angeklagt wurden, sowie darüber, das Kardinal Poupard wegen Exhibitionismus vor Minderjährigen angezeigt wurde und darüber hinaus andere Frauen belästigt haben soll, so fühlte DSDZ eine große Traurigkeit in sich aufsteigen, da wir es mit solchem Dreck in Gestalt der Kardinäle und Bischöfe zu tun haben. Aber vielleicht liegt seitens DSDZ wieder mal ein Denkfehler vor. Er nahm lange Zeit an, dass bei denen Glaube, spirituelles Leben und theologisches Interesse wenigstens am Anfang vorhanden sein müssten. Dies kann aber falsch sein. Vielleicht war da niemals etwas da, kein Gott, keine Moral, gegen die man verstoßen konnte, was Zusammen mit der Diplomatenimmunität eines Kardinals dazu führen kann, dass man wirklich sich alles leisten kann, weil man straffrei bleibt und Vatikan ihn nicht ausliefert (siehe Fall Erzbischof Marcinkus).

Bergoglio legt all diese Skandale offen, um die Kirche zu zerstören, aber Gott bedient sich seiner, wie der Dämonen auch, um die Kirche zu reinigen, dass all diese Kloake muss ans Licht kommen, bevor sie trockengelegt wird. Was also in den 1980-ern, 1990-ern und später begannen wurde, kommt jetzt ans Licht. Und nach dem Tod Benedikts wird noch sehr viel Unrat aus seinem Leben und aus dem Leben seiner Umgebung, Stichwort Gänswein, kommen.

Sollten Sie ein geistlichen Leben führen, dann haben Sie am einen Leib erfahren, wie oft Gott sie reinigt. Tut er das nicht, dann hat er Sie schon aufgegeben und Sie werden brennen.

„Das Gericht Gottes fängt beim Haus Gottes an“ (1 P 4,7).

DSDZ weiß nicht, ob er zu seinen Lebzeiten noch erleben wird, dass die katholische Kirche wenigstens ein Quäntchen der Glaubwürdigkeit wiedergewinnen wird. Denn wir werden Päpste brauchen, die sich nicht für das Katholische, sondern für Vat. II und seine Folgen entschuldigen müssen und dafür Sühne tun. Um das aber tun zu können, muss man die richtige Sicht der Dinge erlagen, was dann möglich ist, wenn man zuerst betet und dann joggt.

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