Tradition und Glauben

Ratzinger – kein „Mozart der Theologie“: Spadafora-Kritik. (1) Der Theologe Ratzinger.

Laut Msgr. Spadafora hatte Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation dieselben Ansichten als Theologie, die leider nicht orthodox gewesen sind.
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Spadafora macht uns auf etwas aufmerksam, was einige nicht wissen. Von den Bischöfen nach Vat. II Orthodoxie zu erwarten war größtenteils verfehlt, weil fast alle nachkonziliaren Bischöfe aus den Mitarbeitern zweier theologischen Zeitschriften ernannt wurden: Communio und Concilium. Das, was Pius XII in Humani generis (1950) als heterodox verurteilte, kam nach Vat. II (1962-65) als orthodox oder orthodox-light an die Macht. Wir alle, DSDZ mit eingeschlossen, die wir uns für „katholisch und konservativ“ halten, sind es wahrscheinlich nicht, weil uns schon der verfälschte Glaube überliefert worden ist. Man muss sich das eingestehen, viel lesen und sich nicht für unbeirrbar halten, weil man gloria.tv liest oder die Alte Messe besucht. Der blaue Text stammt von Spadafora, der Rest von uns.

Ratzinger, ein Theologe ohne Glaube, Präfekt der Kongregation für den Glauben

Der Theologe Ratzinger

Die „Diskretion“ und die Hartnäckigkeit des Papstes Montini haben der „Neuen Theologie“ die unbestrittene Vorherrschaft in der katholischen Welt sichergestellt.

Dem Triumph der „Neuen Theologie“ folgte indes nicht der Triumph des katholischen Glaubens. Im Gegenteil.

„Niemals zuvor dürfte die Enzyklika eines Papstes, die keine 15 Jahre alt war, genau von den Leuten, die sie verurteilte, in kürzester Zeit so gründlich desavouiert werden wie ‚Humani Generis‚ (1950)“,

hat der deutsche Theologe Dörmann bezüglich des Konzils geschrieben (Der Theologische Weg Johannes Pauls des zweiten. Zum Weltgebetstag der Religionen in Assisi, S. 42, Sittaverlag Senden,1990).

Das Bild der gegenwärtigen Situation wird von dem Jesuiten Henrici, „Neu-Theologe“, folgendermaßen gezeichnet:

„Während die theologischen Lehrstühle durch Kollegen des Concilium [fortschrittlicher Flügel des Modernismus] besetzt wurden, kommen fast alle zu Bischöfen ernannten Theologen der letzten Jahre aus den Jahren der Mitarbeiter von ‚Communio‘ [gemäßigter Flügel des gleichen Modernismus] …Balthasar, de Lubac und Ratzinger, die Gründer [von Communio] sind alle Kardinäle geworden“ (30 Tage, Ausgabe Dezember 1991, S. 68).

An den kirchlichen Universitäten (die päpstlichen eingeschlossen) werden die Gründerväter der „Neuen Theologie“ gelehrt und Doktorarbeiten über Blondel, de Lubac und von Balthasar geschrieben. Der Osservatore Romano, die Civiltà Cattolica preisen ihre Gestalt und ihr „Denken“, und die katholische Presse schließt sich an:

„ad instar principis, totus componitur orbis“ [auf nach der Art der Führer ordnet sich der Erdkreis].

Ein Neu-Theologe leitete die Kongregation für die Glaubenslehre, die früher als Heiliges Offiziums die höchste Kongregation war: Kardinal Joseph Ratzinger.

Wenn wir in ihm den Theologen vom Präfekten unterscheiden, so allein um der Bequemlichkeit der Darlegung willen. In dem Fall, der uns interessiert, ist eine solche Unterscheidung eigentlich nicht gestattet, sei es, weil wir uns, wie wir noch sehen werden, auf dem Gebiet des Glaubens und nicht auf dem Gebiet der freien Meinung befinden und deswegen ein Präfekt der Glaubenskongregation ohne Glaube ein Widersinn wäre; sei es, weil der Präfekt Ratzinger in voller Übereinstimmung mit dem Theologen Ratzinger steht.

Das Buch des „Theologen“ Ratzinger Einführung in das Christentum – Vorlesungen über das apostolische Glaubensbekenntnis (dtv, Wissenschaftliche Reihe, 1971) gilt als sein Hauptwerk, verkauft in den katholischen Buchhandlungen.

In Italien hat das Buch 1986 seine 8. Auflage gesehen im Verlag Queriniana di Brescia – und dies ist typisch, nicht zufällig; denn dieser Verlag gibt ausschließlich Werke der „Neuen Theologie“ heraus. Einführung ins Christentum wird in Zur Lage des Glaubens folgendermaßen dargestellt:

„eine Art Klassiker, der ständig neu aufgelegt wird und eine ganze Generation von Klerikern und Laien geformt hat, die von einer katholischen und gleichzeitig dem neuen Klima des zweiten Vatikan so gänzlich aufgeschlossenen Denkweise angezogen waren“ (S. 15/16).

Wir werden uns hier auf wenige, allerdings fundamentale Betrachtungen beschränken müssen, die sicherlich genügen werden, um ein genaues Bild über die „Theologie“ des gegenwärtigen Präfekten der Glaubenskongregation zu geben.

Einführung ins Christentum gibt es überall zu kaufen und sein Inhalt ist haarsträubend. Man kann wirklich nicht behaupten, dass Ratzinger seine Ansichten im Verborgenen hielt, denn:

  • seine Bücher sind dick – wenig gelesen,
  • seine Bücher sind wirr – wenig verstanden,
  • er galt als „fromm und blitzgescheit“ (Seewald) – sodass man sie im Sinne des Angeklagten interpretiert, der auch Papst war.

Wir haben es wieder einmal mit der Situation wie in Des Kaisers neuen Kleider zu tun. Leider ist die Nacktheit des Kaisers nicht so leicht zu sehen, da man dazu folgendes braucht:

  • Glauben,
  • vorkonziliare theologische Ausbildung,
  • kritisches Denken,
  • Mut zum Schreiben,

Kritisiert man jetzt Ratzinger, der wohl bald „santosubituiert“ werden wird, dann ist man wirklich bei allen durch.

  • Bei den Bergoglianern, weil sie ihr Regime dem Rücktritt Benedikts verdanken,
  • Bei den Tradis, weil sie für Summorum Pontificum dankbar sind,
  • Bei den Konservativen, weil sie Ratzinger für „konservativ und fromm“ halten,
  • Bei den Frommen, weil ihnen Ratzinger sympathisch war,
  • Bei den gloria.tv – Lesern, weil sie jemanden brauchen, an dem sie sich klammern können.

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