Tradition und Glauben

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – 4. Adventsonntag

Evangelium des vierten Adventssonntags Lk 3, 1 – 6 Es war im fünfzehnten Jahre der Regierung des Kaisers Tiberius. Pontius Pilatus war Landpfleger von Judäa, Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus Vierfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis, Lysanias Vierfürst von Abilene. Hohepriester waren Annas und Kaiphas. Da erging der Ruf Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. Er durchzog die ganze Gegend am Jordan und predigte die Bußtaufe zur Vergebung der Sünden, wie geschrieben steht im Buche der Reden des Propheten Isaias: „Eines Herolds Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, Macht gerade seine Pfade. Jedes Tal soll ausgefüllt, Jeder Berg und Hügel abgetragen werden; Was krumm ist, soll gerade, Was uneben ist, soll ebener Weg werden. Und alles Fleisch wird schauen das Heil Gottes.“ Predigtext des Kirchenvaters Aus der Auslegung vom heiligen Papst Gregor. In der 7. Lesung zeigt er auf Grund eines Textes, der nicht im heutigen Evangelium steht, die Strafwürdigkeit der Sünder: Johannes sprach zu den Scharen, die hinausgingen, um von ihm getauft zu werden: „O ihr Natternbrut, wer hat euch gelehrt, wie ihr dem kommenden Zorntag entgehen könnt?“ Der kommende Zorntag ist nämlich die Handhabung der am Ende erfolgenden Bestrafung, der alsdann der Sünder nicht entgehen kann, der sich hier nicht beim reuigen Klagen einfindet. Und es ist darauf zu achten, dass die bösen Sprösslinge, weil sie die Taten der bösen Eltern nachahmen, Natternbrut genannt werden; denn insofern als sie die Guten hassen und sie verfolgen, als sie dem und jenem ein Übel zufügen, als sie auf Schädigungen der Nächsten ausgehen, sind sie, weil sie in alledem den Pfaden ihrer leiblichen Väter folgen, als giftige Kinder von giftigen Eltern geboren. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. In der 8. Lesung betont er die Notwendigkeit...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – 4. Adventssonntag

Evangelium des vierten Adventssonntags Lk 3, 1 – 6 Es war im fünfzehnten Jahre der Regierung des Kaisers Tiberius. Pontius Pilatus war Landpfleger von Judäa, Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus Vierfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis, Lysanias Vierfürst von Abilene. Hohepriester waren Annas und Kaiphas. Da erging der Ruf Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. Er durchzog die ganze Gegend am Jordan und predigte die Bußtaufe zur Vergebung der Sünden, wie geschrieben steht im Buche der Reden des Propheten Isaias: „Eines Herolds Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, Macht gerade seine Pfade. Jedes Tal soll ausgefüllt, Jeder Berg und Hügel abgetragen werden; Was krumm ist, soll gerade, Was uneben ist, soll ebener Weg werden. Und alles Fleisch wird schauen das Heil Gottes.“ Predigtext des Kirchenvaters Aus der Auslegung vom heiligen Papst Gregor. Aus der Hom. 20 zu den Evang., vor der Mitte Johannes sprach zu den Scharen, die hinausgingen, um von ihm getauft zu werden: „O ihr Natternbrut, wer hat euch gelehrt, wie ihr dem kommenden Zorntag entgehen könnt?“ Der kommende Zorntag ist nämlich die Handhabung der am Ende erfolgenden Bestrafung, der alsdann der Sünder nicht entgehen kann, der sich hier nicht beim reuigen Klagen einfindet. Und es ist darauf zu achten, dass die bösen Sprösslinge, weil sie die Taten der bösen Eltern nachahmen, Natternbrut genannt werden; denn insofern als sie die Guten hassen und sie verfolgen, als sie dem und jenem ein Übel zufügen, als sie auf Schädigungen der Nächsten ausgehen, sind sie, weil sie in alledem den Pfaden ihrer leiblichen Väter folgen, als giftige Kinder von giftigen Eltern geboren. V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt. Kirchengebet Sey Du, o Herr! uns Hilfe, daß nicht von uns einst gesagt werden darf, Du habest keine...

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