Tradition und Glauben

Peter Kwasniewski, Wiederaufbau des authentischen Katholizismus auf den Ruinen des Konzilsexperiments (2 von 2)

Peter Kwasniewski hat Recht. Der Vetus Ordo ist eine Untergrundbewegung, es ist eine Konspiration, in die man eingeweiht wird, wie früher bei der Christenverfolgung in der Alten Kirche. Aber jetzt verfolgt die Novus Ordo Kirche oder die Anti-Kirche ihre eigenen Kinder. Die schlimmsten Feinde der Liturgie der Kirche sind die Diener der Kirche, d.h. die Priester und die Bischöfe selbst. DSDZ wird doch tatsächlich auch von Priestern angeschrieben, welche ihm berichten, wie viel sie von ihren Vorgesetzten auszustehen haben. Es heißt immer: „Nein, nein, nein. Du denkst, Du bist mit Deiner Alten Messe besser als wir? Du bist nicht demütig!“ Dieser Widerstand ist wirklich dämonisch, denn wäre die Alte Messe gleichgültig, wäre sie irgendeine ästhetische Narretei einer Gruppe von Sonderlingen, so würde man sie doch erlauben, so wie man jeder lesbisch-katholischen Hausfrauengruppe erlaubt den Gottesdienst zu „gestalten“ oder „ihren Gottesdienst zu feiern“. Je wirrer, desto besser. Aber dies gilt für die Alte Messe nicht. Was aber Peter Kwasniewski unerwähnt lässt ist dieses: Die Alte Messe wirkt objektiv heiligend. Sie wirkt! Sie ist nicht nur deswegen besser, weil sie älter, würdiger, schöner und katholischer ist. Sondern, weil man in ihr durch sie wirklich die Glaubensgeheimnisse gleichsam „schauen“ kann. Man beginnt zu verstehen, man sieht die Zusammenhänge, man weiß worauf es im Katholizismus ankommt. Und deswegen wird sie praktisch verboten, weil man nicht deswegen das Konzil veranstaltet hat, damit die Menschen wirklich etwas geistlich verstehen. Nein, so nicht! Auf dem Kongress zum zehnten Jahrestag von Summorum Pontificum hieß es, „den alten Ritus zu feiern, bedeutet, mit Hoffnung in die Zukunft zu schauen“. Auf welche Art und Weise ist die Rückkehr des usus antiquior ein effektiver Weg, der Krise der Kirche zu begegnen, in deren Schatten wir zur Zeit leben? Die Lösung für das Chaos, in das wir durch eine lange Reihe von Fehlentscheidungen geraten sind, ist einfach und gleichzeitig außerordentlich schwierig: Wir müssen immer wieder die entgegengesetzten Entscheidungen treffen. Die Kirche muss aufhören, über neue Strategien, neue Programme, neue pastorale Initiativen oder statistische Erfolgsmaßstäbe nachzudenken, und sich entschlossen wieder der Verkündigung des vollen Evangeliums einschließlich seiner „harten Aussagen“ widmen, weiterhin der Zelebration der feierlichen und schönen Liturgie; dem Aufbau von Klöstern und religiösen Gemeinschaften auf der Grundlage des usus antiquior; der Pflege eines intellektuell robusten Lehrplans in Seminaren und Universitäten; einer Förderung großer Familien, wie in den alten Tagen, und der Unterstützung von Homeschooling. Nur wenn man einen ernsthaften gegenkulturellen Weg einschlägt, gibt es eine langfristige Hoffnung für den Katholizismus. Als Gläubiger bin ich überzeugt, dass der Glaube überleben und wieder gedeihen wird, aber nur dort, wo solche Dinge getan werden oder in dem Maße, in dem sie getan werden. Was kann getan werden, um zukünftigen Generationen die Bedeutung der Messe nach dem usus antiquior zu vermitteln und verständlich zu machen ? Zuerst und vor allen Dingen muss die Zahl der Orte, an denen die alte Liturgie angeboten wird, trotz allen gegenteiligen Drucks weiter zunehmen. In dieser Zeit offizieller Feindseligkeiten, besonders in Europa, müssen viele Priester die Alte Messe erlernen und sie im Geheimen lesen, wie es die „undercover“ Jesuitenmissionare im elisabethanischen England in ihrem Jahrhundert getan haben. Wie kein Mensch glauben kann, was er niemals gehört hat, kann kein Katholik lernen, als Katholik zu denken und zu leben, ohne Zugang zu dem herausragenden Schatz des Glaubens zu haben, nämlich dem römischen Ritus in seiner Fülle. Wann und wo immer diese Messen angeboten werden, werden unweigerlich ihre Verehrer bei ihnen auftauchen. Ich erinnere mich, dass wir im College einen Kaplan hatten, der die traditionelle lateinische Messe im Geheimen anbot, aber jeder, der es wissen wollte, wusste dass sie stattfand, und viele Studenten nutzten diese Gelegenheit – auch zukünftige Mitglieder der Priesterbruderschaft St. Petrus. So wurde ich in den alten Ritus eingeführt: als ein disciplina arcani [Arkandisziplin, wo man nur den Eingeweihten bestimmte Informationen zukommen lässt Red.], wie in der frühen Kirche! Und selbst jetzt, so viele Jahre nach Ecclesia Dei und Summorum Pontificum, müssen wir immer noch darum kämpfen, Territorium für die Messe aller Zeiten zu erobern. Viele Menschen „konvertieren“ heute vom Novus Ordo „Katholizismus Lite“ zum traditionellen katholischen Glauben, was teilweise auf die Travestie des Pontifikats von Papst Franziskus zurückzuführen ist. Aber es gibt auch Kinder in katholischen Familien, die ihn sozusagen mit der Muttermilch aufsogen. Für sie ist das Erlernen der alten Liturgie nichts anders als das Erlernen des Alphabets oder des Katechismus. Ich kenne einige Erwachsene in den USA, die seit ihrer Kindheit treu die Alte Messe besucht und noch nie am Novus Ordo teilgenommen haben oder die ihn (den Novus Ordo) zum ersten Mal sehen, wenn sie das College besuchen. Für mich ist dies ein enorm hoffnungsvolles Zeichen: eine neue Generation von Menschen, die nicht von den falschen Annahmen und Grundsätzen der liturgischen Reform befallen ist und die die katholische Tradition in die Zukunft tragen kann. Eine Generation, die von außen kommend sehr...

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Mode für Männer oder wie kleide ich mich zur Alten Messe?

Nachdem wir hier mehr als einmal uns über die Frauenmode im Sinne des Tragens einer Mantilla samt geschmackvollem Zubehör zu Alten Messe verbreitet haben, kommen diesmal die Männer an die Reihe, welche sich auch zur Alten Messe sauber, ordentlich und schick zu kleinen haben. Um die Schlussfolgerung gleich vorweg zu nehmen: Frage: Wie kleide ich mich zu einer Alten Messe? Antwort: In einen Anzug! Tracht geht auch! Frage: Und wenn ich keinen habe? Antwort: Dann kaufen Sie sich einen! Frage: Und wenn ich mir keinen leisten kann? Antwort: Dann gehen Sie zu H&M, C&A, Irgendwas&Irgendwas oder kaufen Sie Second-Hand!...

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Splendor Missae oder wenn man es nicht selber macht….

Es ist wirklich sehr schwer jemandem die Schönheit und den Glanz der wahren katholischen Liturgie, d.h. der Alten Messe, zu zeigen, weil sie so gut wie nirgends in ihrer Fülle eines Pontifikalamtes in einer schönen Kirche stattfindet. Wenn Kardinal Burke irgendwo hin kommt, dann wird kurz eine Barockkirche „angemietet“ oder vielleicht auch umsonst zur Verfügung gestellt und die Gläubigen strömen wie in ein Konzert. Ja, ja das ist natürlich auch narzisstisch – Cardinal Burke on tour. Es werden Anzeigen aufgegeben mit dem Text:  In der Kirche so  und so wird die Heilige Messe aufgeopfert von Hwd. Dr. Dr. hab Soundso in der Begleitung der Schola dirigiert von Soundso. Das ist natürlich richtig, denn die Messe ist auch ästhetisch ein Genuss oder sollte es einer sein, wenn sie im richtigen liturgischen Ambiente zelebriert werden könnte. Was steht uns aber zur Verfügung? Kurz zur Verfügung gestellte Novus Ordo Kirchen oder Kapellen, die so lokalisiert sind, damit sie keiner findet oder ebenfalls abgeschabte Kirchen oder Kapellen der Ecclesia Dei Gemeinschaften oder der FSSPX. Der Schreiber dieser Zeilen konnte es nicht verstehen, wie es möglich ist, dass man um den Wert der Hl. Messe weiß und ihr keinen würdigeren Raum sichern möchte. Diese schlechte Kirchenmusik, diese narzisstischen Priester, die darauf warten, dass man ihnen die Hände abküsst und diese „Mia san mia“-Selbstzufriedenheit. Wie geht das?...

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Eugenie Roth, Das Mantilla-Experiment (4 von 4)

Mantillageschichten Tag 7: Weiterer Verlauf: An weiteren Tagen (für die Zähnung „Tag 7“) – scheinen die anderen Gottesdienstbesucher erst „richtig“ auf die Mantilla aufmerksam zu werden. Jemand, der sich auskennen sollte meint, sowas sei doch überhaupt nicht nötig (die Mantilla ist meines Wissens ein Sakramentale, ebenso wie der Rosenkranz und das Weihwasser, und eine Kopfbedeckung war für Frauen bis zum Vatikanum II verpflichtend während des Gottesdienstes zu tragen), jemand anders, ich solle doch die Mantilla unter dem Kinn binden, weil die Enden beim Gehen hin und her schwanken … Und: Nein, ich werde mich dadurch nicht davon abbringen lassen, die Mantilla zu tragen. Und ich werde die Mantilla auch nicht unter dem Kinn binden, obwohl mir ein orthodoxer Christ gesagt hat, dass das die Frauen bei ihnen wohl tun. Aber ob die eine so feine Mantilla tragen oder einfach ein Kopftuch? – Vermutlich schon, denn dieser Mann hat mir früher einmal eine Mantilla gezeigt, die er für eine Frau aus seiner Gemeinde besorgt hatte. …...

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Eugenie Roth, Das Mantilla-Experiment (3 von 4)

Mantillageschichten Tag 5: Ich besitze eine braune Mantilla für Advent und (Vor-) Fastenzeit, eine weiße für die übrigen (Sonn-) Tage. Werktags ist nur Gottesdienst bei besonderen Anlässen. Wie z. B. heute: Mitten in der „violetten  Kirchenjahreszeit“ (während der ich die braune Mantilla trage) wird ein „weißer“ Heiliger gefeiert: gebotener Festtag, d. h. Der Festtag hat die gleiche Wichtigkeit wie ein Sonntag. Wie zu der Zeit, da ich begonnen habe, in die TLM zu gehen, bin ich auch jetzt – trotz aller äußerlichen Ruhe – nervös … ob wohl … denn heute sind wieder andere Gottesdienstbesucher da, und auch wieder eine andere Organistin. Hallo, Eugenie, das ist nicht wichtig! Du tust das um Gottes Willen! Sie werden sich noch daran gewöhnen … ja, das werde ich mir noch etliche Male sagen müssen! Aber ich bin dankbar, dass es die Mantilla gibt und dass ich die Möglichkeit habe, eine zu tragen … schon seit Jahren wünsche ich mir „irgendein“ Kleidungsstück, das ich nur beim Beten trage, oder zu besonderen Anlässen … obwohl ich die Mantilla im Grunde erst vor einigen Wochen kennengelernt habe. Dass man so etwas IRGENDWANN FRÜHER getragen hat, wusste ich ja von Bildern… aber heutzutage …...

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Eugenie Roth, Das Mantilla-Experiment (2 von 4)

Mantillageschichten Tag 3: Der Sonntag, an dem meine Freundin in „ihren“ Gottesdienst geht. Der Sonntag, an dem ich schon vor dem Gottesdienst die geweihten Mantillas in Händen halte. Am Vorabend habe ich vorsorglich die raue Haut an meinen Händen „gebändigt“, die den Mantillas durchaus gefährlich werden kann, denn sie sind aus einem sehr feinen Gewebe. Ich will mir doch Tipps holen, wie ich sie am besten aufsetze, dazu muss ich sie ja in die Hand nehmen. Hmm … soll ich? Die Entscheidung fällt leicht. Natürlich! Einen Moment lang bin ich im Vorraum alleine, da nehme ich die braune Mantilla aus ihrer Hülle und setze sie mir auf den Kopf um zu sehen, ob ich die Pelikanschnäbel brauche oder ob die Mantilla auch ohne hält. Ergebnis: das bisschen „Stroh“ auf meinem Kopf hält die Mantilla so, wie ich sie aufsetze! Seidig weiches Haar hatte ich noch nie und diese Mantilla ist auch etwas steifer. Die Mantilla kann nicht herunterfallen....

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Eugenie Roth, Das Mantilla-Experiment (1 von 4)

Mantillageschichten Wir sind dazu übereingekommen unserer Mitarbeiterin Eugenie Roth in einem polnischen online-shop zwei Mantillas zu kaufen, eine braune für die Advents- und Fastenzeit und die gewöhnlichen Sonntage und eine weiße für die hohen Feste, die Weihnachts- und Osterzeit. Ja, soviel Liturgie muss sein! Eugenie Roth sollte das Mantilla-Experiment absolvieren und ihre Eindrücke des Selbstversuchs dokumentieren. Hier sind sie: ehrlich und frisch. Sicherlich werden sich viele Leserinnen und wie wir hoffen künftige Mantilla-Trägerinnen damit identifizieren können. Es bleibt an dieser Stelle zu sagen: Wenn Sie etwas selbstbewußt genug tragen, dann werden es die Menschen nach einer Zeit akzeptieren, es als normal empfinden und sich nach einiger Zeit die Frage stellen, warum sie selbst es nicht tragen. Die Tugend des Muts kann man nur bei Widerständen gewinnen und das Leben ist halt ein Kampf. Die Mantilla ist ein Sakramentale, sie ärgert den Teufel und würden Sie einen Bottich bei der Heiligen Messe auf dem Kopf tragen, wohlgemerkt zu einer Lederjacke und Springerstiefel, so würde diese Aufmachung die Menschen weniger stören als eine Mantilla, vor allem die Frauen. Es gibt eine Comic-Geschichte vom Häger dem Schrecklichen, wo Häger, Helga – seine Frau – und sein Freund Sven Karten spielen. „Ich habe einen König“, sagt Sven, „ich gewinne.“ „Pech gehabt“, sagt Helga, „ich habe eine Dame!“ „Wenn Helga mitspielt, schlägt die Dame alles“, erläutert Häger. Und in diesem Sinne: Durchhalten! Tag 1: Die Mantillas sind da! Eine braune für den „Alltag“, eine weiße für die kirchlichen Feiertage, so hatte ich mir das gedacht. Vorschriften dazu gibt es nicht. Ich zeige sie einem Bekannten, der von Beruf Schneider ist. Die Qualität sei sehr gut, meint er. Zu Hause werden sie fotografiert und wieder in die Schutzhüllen gesteckt. Nun warte ich auf den einen Tag im Monat, an dem Kerzen und Sakramentalien geweiht werden. Ich nehme mir vor, die Mantillas am großen Feiertag in einigen Wochen das erste Mal zu tragen. Der Anblick meines Gesichtes, umrahmt von einer Mantilla, wird ungewohnt sein, ich muss mich erst an den Gedanken gewöhnen. Nein, ich setze sie mir nicht auf den Kopf. Heute noch nicht. Wenn sie geweiht sind, werde ich sie meiner Nachbarin zeigen, die hat einen guten Geschmack und kann mir sicherlich sagen, wie ich sie am besten aufsetze. Für so etwas habe ich keinen Blick und bei ihr bin ich sicher, keinen unangenehmen Kommentar zu hören, denn sie ist nicht katholisch und steht dem allem neutral gegenüber....

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Mantilla – die katholische Eleganz und ein Abglanz der Schönheit Gottes

Um unseren Blog noch frauenfreundlicher zu gestalten, veröffentlichen wir einen Beitrag in der Übersetzung von Eugenie Roth, den wir hier, auf einer amerikanischen traditionsverbundenen Seite gefunden haben. Wir wollen hiermit bei uns eine kleine Lanze für die Entdeckung einer Mantilla im deutschen Sprachraum brechen, wo sie wohl innerhalb der letzten 200 Jahre kaum verbreitet war (Vielleicht weiß jemand etwas mehr darüber?), was aber niemanden daran hindern sollte sie wieder oder zum ersten Mal zu tragen. Nein, meine Damen, es ist kein Kopftuch und keine Burka. Es ist eine Mantilla, denn Sie sind katholisch. Wir wollen dennoch keine jahrzehntelang dauernden Grabenkämpfe zwischen den Mantilla-Befürworterinnen und Mantilla-Gegnerinnen auslösen, wie sie leider immer wieder vorkommen. Tja, Frauen sind da wirklich unerbittlich, was Mode anbelangt.

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Steven Skojec, Warum die Liturgie wirklich der Schlüssel zu allem anderen ist

Wir präsentieren wieder einmal einen Aufsatz von Peter Skojec, dem Herausgeber von onepeterfive, in der ausgezeichneten Übersetzung von davillatollkuehn. Menschen und besondere Geistliche, die ausschließlich Novus Ordo kennen, wundern sich oft über die Hartnäckigkeit der Traditionalisten, mit welcher diese auf die Wichtigkeit der Tridentinischen Messe pochen. Sogar diese „toleranten“ Novus Ordo – Vertreter, welche die Alte Messe für zulässig und kein „Teufelswerk“ halten, denken sich: „Messe hin oder her. So einen Unterschied kann es ja nicht machen, wenn beide gültig sind. Das andere ist bloß kulturell angewachsenes Brimborium. Es gibt Wichtigeres in der Kirche. Familie, Gesellschaft, Lehre und jetzt haben wir einen häretischen Papst. Wenn wieder alles ins Lot kommt, werden wir uns um die Liturgie kümmern. Jetzt aber gibt es Wichtigeres“....

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Pater Richard G. Cipolla, Die Entmännlichung der Liturgie im Novus Ordo (2 von 3)

Zunächst ist Männlichkeit der Gegensatz von Sentimentalität, nicht von Gefühl an sich, sondern von Sentimentalität. Im ganzen traditionellen Ritus, der auch außerordentliche Form des römischen Ritus genannt wird, gibt es keine Spur von Sentimentalität. Dieses ist an den Rubriken und Gebeten [des Vetus Ordo Red.] ersichtlich, welche prägnant und auf den Punkt genau sind, ohne die Schönheit der Sprache zu opfern. In seinen Rubriken verhindert [der Vetus Ordo], dass die Persönlichkeit des Priesters ihre eigenen Gefühle und Entscheidungen dem Ritus aufdrückt. Wenn wir die Erkenntnis des seligen Kardinal Newman ernst nehmen, der sagte, dass Sentimentalität Säure für die Religion ist, in diem Sinne, dass sie die wahre Religion zersetzt, dann sind die Rubriken des traditionellen Ritus die kleine lila Pille, welche den Reflux der Sentimentalität in die Liturgie verhindert.[1] Zweitens ist mit der traditionellen römischen Messe die volle Akzeptanz der Stille als das Herz der Kommunikation mit Gott gewährleistet. Die aktive Teilnahme wird hier als Kontemplation, als Gebet verstanden. Die Worte des Ritus sind nie das Entscheidende. Sie sind festgelegt und weisen immer über sich selbst hinaus. Jedermann weiß, dass bei zwei wirklichen Freunden in der Gegenwart des jeweils anderen die Herzen zueinander in absoluter Stille sprechen können. Dies ist das Schweigen des Moses vor dem brennenden Dornbusch, die Stille der Wüstenväter, die Stille, die von St. Benedikt in der Höhle von Sacro Speco ausging.

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Pater Richard G. Cipolla, Die Entmännlichung der Liturgie im Novus Ordo (1 von 3)

Von Pater Richard G. Cipolla, Ph.D., D. Phil.(Oxon.), das Original fand sich hier. Der Briefwechsel zwischen Kardinal Heenan von Westminster und Evelyn Waugh[i] vor der Promulgierung des Novus Ordo, in dem Waugh seinem Herzensschrei über die nachkonziliare Liturgie Luft macht und im Kardinal einen sympathischen, wenn auch unwirksamen Zuhörer findet, ist allgemein bekannt.[1] Nicht allgemein bekannt ist Kardinal Heenans Kommentar auf der Bischofssynode in Rom nach Präsentation einer experimentellen Messe, einer sogenannten Missa normativa, die zum ersten Mal im Jahre 1967 einer Gruppe von ausgewählten Bischöfen präsentiert wurde. Das folgende Essay ist von den Worten Kardinal Heenans inspiriert: „Bei uns zu Hause besuchen nicht nur Frauen und Kinder, sondern auch Familienväter und junge Männer regelmäßig die Messe. Wenn wir ihnen diese Art von Zeremonie anbieten würden, die wir gestern sahen, wären wir in unseren [Gottesdienst-]Gemeinden bald mit Frauen und Kindern allein.“[2] Der Kardinal bezieht sich auf die Lügen, die den eigentlichen Kern der Novus Ordo Form der Römischen Messen betreffen, sowie auf die Gottesdienstbesucher und die tiefen Probleme, welche  die Kirche seit der Aufzwingung der Novus Ordo Form des römischen Ritus 1970 begleiten.[3] Man könnte versucht sein das, was Kardinal Heenan erfahren hatte als die Verweiblichung der Liturgie zu subsumieren. Aber dieser Begriff wäre unzureichend und letztlich irreführend. Denn es gibt einen wirklichen marianischen Aspekt der Liturgie, die deswegen weiblich ist. Die Liturgie bringt das Wort Gottes zur Welt (gebärt), weiterhin bringt sie den Leib des Wortes hervor, damit es angebetet wird und als Speise dargebracht wird. Präziser sollte man sagen, dass die Liturgie im Novus Ordo „ver-weibisch-t“ und verweichlicht (effeminized)  wurde.

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Novus Ordo und Mann-Sein oder Vorbemerkungen zum Text von Pater Cipolla.

Wir stellen hier, wieder einmal in der hervorragenden Übersetzung von davillatollkühn, einen profunden und dichten Text von Pater Cipolla vor, einem der bekannteren Autoren auf Rorate Caeli. Wenn wir Pater Cipolla schreiben, dann trifft diese Anrede die Sache nicht genau, denn seit 50 Jahren ist die korrekte Anrede eines Priesters in der deutschen Sprache verschwunden. Korrekt wäre es „Hochwürden“ zu schreiben, aber dies erscheint sogar uns zu antiquiert und am Rande der Lächerlichkeit. Denn Cipolla ist kein Ordensgeistlicher, sodass er kein „Pater“ ist, er ist ein Hilfsgeistlicher, somit kein „Pfarrer“ und kein Bischof und daher kein „Monsignore“, obwohl dieser Ehrentitel nicht nur für Bischöfe gilt. Von „Priester“ Cipolla zu sprechen erscheint despektierlich und undeutsch, sodass wir das amerikanische Father – Pater für Priester hier einfach lassen. In anderen Sprachen, wie im Polnischen, gibt es eine gebräuchliche Anredeform für einen Priester, die sich recht antiquiert der 3 Person Singular bedient, wie es in manchen Regionen Deutschlands noch heute üblich ist: „Er nehme“ anstatt „Du nimmst“ oder „Sie nehmen“. Diese besondere Priesterform lautet: „der Priester nehme“. Was hat das mit dem Text von Pater Cipolla zu tun? Dass es im deutschsprachigen Raum so wenige Priester gibt, dass es nicht einmal eine korrekte und allseits bekannte Anredeform für sie gibt. Es ist so, als würden alle Doktoren aussterben! Oh weh!

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Paypal-Spenden möglich oder über den Wert der Almosen

Was sind Almosen? Ab und zu kommt es vor, dass sich jemand anbietet uns Geld zu spenden und nach unserer Kontonummer fragt. Nicht oft zwar, aber immerhin. Wir haben bisher geantwortet, dass wir uns bedanken, es nicht brauchen und um Gebet bitten. Nach dem katholischen Verständnis gelten Almosen als gutes Werk, im Sinne eines Werkes der Barmherzigkeit, durch welches wir an unserem Heil mitarbeiten, denn eine Mitarbeit des Menschen mit der Gnade Gottes ist gemäß der katholischen Lehre notwendig. Almosen werden von der Kirche als gutes Werk für: Genugtuung für begangene Sünden und Fürbitte für Verstorbenen empfohlen. Ad. a. Almosen als Genugtuung für begangene Sünden Was bedeutet das? In einer sakramentalen Beichte werden zwar Ihnen die Sünden selbst und die ewige Strafe, die im Fall einer Todsünde ewig in der Hölle abzubüßen wäre, vergeben. Aber die zeitlichen Sündenstrafen bleiben.[1] Es sind die geistlichen Konsequenzen der Sünden, welche durch Bußwerke (Beten, Fasten, auf dem Boden schlafen, Nachtwachen halten, Selbstkasteiung und Abtötung verschiedener Art und Weise), Ablässe aber auch Almosen abgetragen und getilgt werden können. Und warum ist es so? Weil das Gift, dass Sie durch Ihre Sünden in die Welt setzen, irgendwie abgetragen werden muss. Tun Sie es nicht zu Lebzeiten, so haben Sie dafür das Fegefeuer, sollten Sie im Gnadenstand sterben....

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Priesterhilfe aber wie? (2) Der Ausweg: die Tridentinische Messe.

Für den recht unwahrscheinlichen Fall, dass uns jetzt ein Priester liest, der seine priesterliche Existenz: entdecken, bereichern wiederentdecken möchte, schreiben wir hier ein paar praktische Anweisungen, welche natürlich auch von Nicht-Priestern gelesen werden dürfen. Wir fangen hier gleich mit Punkt a. an und lassen alle anderen außen vor. Die allermeisten Priester haben keine priesterliche Identität. Und wir meinen hier die richtige priesterlicher Identität und nicht das Wischi-Waschi-Zeug. Wodurch unterscheidet sich ein Priester, natürlich ein römisch-katholischer, denn von anderen schreiben wir hier nicht, von allen anderen Menschen? Dadurch, dass er mit Christus ontisch also wesenhaft durch die Priesterweihe verbunden ist und sich Christus seines Leibes hauptsächlich bei der Sakramentenspendung bedient. Während jeder Getaufte in Christus eingepflanzt wurde, kann er dennoch nicht buchstäblich von sich sagen, dass Christus durch ihn handelt, sondern höchsten metaphorisch. Der Priester kann es durchaus von sich sagen, denn er ist mit Christus durch das zusätzliche Weihesakrament, welches zu den sog. sozialen Sakramenten gehört, wesenhaft verbunden....

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