Splendor Missae oder wenn man es nicht selber macht….

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Es ist wirklich sehr schwer jemandem die Schönheit und den Glanz der wahren katholischen Liturgie, d.h. der Alten Messe, zu zeigen, weil sie so gut wie nirgends in ihrer Fülle eines Pontifikalamtes in einer schönen Kirche stattfindet. Wenn Kardinal Burke irgendwo hin kommt, dann wird kurz eine Barockkirche „angemietet“ oder vielleicht auch umsonst zur Verfügung gestellt und die Gläubigen strömen wie in ein Konzert. Ja, ja das ist natürlich auch narzisstisch – Cardinal Burke on tour. Es werden Anzeigen aufgegeben mit dem Text:

 In der Kirche so  und so wird die Heilige Messe aufgeopfert von Hwd. Dr. Dr. hab Soundso in der Begleitung der Schola dirigiert von Soundso.

Das ist natürlich richtig, denn die Messe ist auch ästhetisch ein Genuss oder sollte es einer sein, wenn sie im richtigen liturgischen Ambiente zelebriert werden könnte. Was steht uns aber zur Verfügung? Kurz zur Verfügung gestellte Novus Ordo Kirchen oder Kapellen, die so lokalisiert sind, damit sie keiner findet oder ebenfalls abgeschabte Kirchen oder Kapellen der Ecclesia Dei Gemeinschaften oder der FSSPX. Der Schreiber dieser Zeilen konnte es nicht verstehen, wie es möglich ist, dass man um den Wert der Hl. Messe weiß und ihr keinen würdigeren Raum sichern möchte. Diese schlechte Kirchenmusik, diese narzisstischen Priester, die darauf warten, dass man ihnen die Hände abküsst und diese „Mia san mia“-Selbstzufriedenheit. Wie geht das? Weiterlesen!

Eugenie Roth, Das Mantilla-Experiment (4 von 4)

Mantilla with me

Mantillageschichten

Tag 7:

Weiterer Verlauf: An weiteren Tagen (für die Zähnung „Tag 7“) – scheinen die anderen Gottesdienstbesucher erst „richtig“ auf die Mantilla aufmerksam zu werden. Jemand, der sich auskennen sollte meint, sowas sei doch überhaupt nicht nötig (die Mantilla ist meines Wissens ein Sakramentale, ebenso wie der Rosenkranz und das Weihwasser, und eine Kopfbedeckung war für Frauen bis zum Vatikanum II verpflichtend während des Gottesdienstes zu tragen), jemand anders, ich solle doch die Mantilla unter dem Kinn binden, weil die Enden beim Gehen hin und her schwanken …

Und: Nein, ich werde mich dadurch nicht davon abbringen lassen, die Mantilla zu tragen. Und ich werde die Mantilla auch nicht unter dem Kinn binden, obwohl mir ein orthodoxer Christ gesagt hat, dass das die Frauen bei ihnen wohl tun. Aber ob die eine so feine Mantilla tragen oder einfach ein Kopftuch? – Vermutlich schon, denn dieser Mann hat mir früher einmal eine Mantilla gezeigt, die er für eine Frau aus seiner Gemeinde besorgt hatte. …

Tag 8:

Und dennoch überlege ich mir bei der nächsten Gelegenheit, ob ich denn überhaupt noch Lust(!!!) habe, die Mantilla zu tragen. Nein. Zu dem Zeitpunkt definitv nicht.

Aber: Die Mantilla ist ein Sakramentale. Der Teufel hasst so etwas. Also: AUFLEGEN!!! Das war dann gleich ein Mantilla-„Marathon“, da nach dem Gottesdienst noch Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten war. Zwischendurch immer wieder der Gedanke, nach der Heiligen Messe die Mantilla abzunehmen. Was? Wirklich? – Nein, das kommt gar nicht in Frage! – Und es war gut, dass ich die Mantilla aufbehalten habe. Der innere Kampf hat sich gelegt …

Tag 9 (gewissermaßen):

Ich sitze im Novus-Ordo-Gottesdienst. Da heute ausnahmsweise ein anderer Priester die Heilige Messe hält als sonst*, sitze ich an meinem ansonsten üblichen Platz, nicht vorne, von wo man aus in wenigen Schritten an den Ambo treten kann. Da spricht mich nach dem Gottesdienst eine Frau aus der Bank hinter mir an, was ich denn hier hinten zu suchen hätte und ich bräuchte gar nicht so zu frömmeln und mich (im Vetus Ordo-Gottesdienst) zu verschleiern, diese Messe sei kein Automatismus, bessern müsse man sich schon selbst. Nachdem sie auf meine Frage erklärt hat, wie sie zu dieser Anschuldigung kommt (sie ist völlig unbegründet, die Frau hat falsche Rückschlüsse gezogen), vermute ich zu wissen, warum ich immer wieder dazu geneigt bin, die Mantilla im Vetus-Ordo-Gottesdienst weg zu lassen. Habe ich ihre Abneigung und Vorurteile gespürt? Ich versuche, das Missverständnis aufzuklären, aber sie hält an ihrer Behauptung fest. Warum quält sie sich selbst?

* Der „übliche“ hat eine Stimmbanderkrankung, und deshalb habe ich mich entschlossen, für ihn die Lesung zu lesen – sebstverständlich nachdem ich ihm das angeboten hatte, ansonsten halte ich mich an die Regel aus dem Vetus Ordo, dass der Chorraum den Männern vorbehalten ist. Das hier zu erklären reicht mein Verständnis dessen noch nicht aus und würde auch zu weit führen.

Eugenie Roth, Das Mantilla-Experiment (3 von 4)

Mantilla with me

Mantillageschichten

Tag 5:

Ich besitze eine braune Mantilla für Advent und (Vor-) Fastenzeit, eine weiße für die übrigen (Sonn-) Tage. Werktags ist nur Gottesdienst bei besonderen Anlässen. Wie z. B. heute: Mitten in der „violetten  Kirchenjahreszeit“ (während der ich die braune Mantilla trage) wird ein „weißer“ Heiliger gefeiert: gebotener Festtag, d. h. Der Festtag hat die gleiche Wichtigkeit wie ein Sonntag.

Wie zu der Zeit, da ich begonnen habe, in die TLM zu gehen, bin ich auch jetzt – trotz aller äußerlichen Ruhe – nervös … ob wohl … denn heute sind wieder andere Gottesdienstbesucher da, und auch wieder eine andere Organistin. Hallo, Eugenie, das ist nicht wichtig! Du tust das um Gottes Willen! Sie werden sich noch daran gewöhnen … ja, das werde ich mir noch etliche Male sagen müssen! Aber ich bin dankbar, dass es die Mantilla gibt und dass ich die Möglichkeit habe, eine zu tragen … schon seit Jahren wünsche ich mir „irgendein“ Kleidungsstück, das ich nur beim Beten trage, oder zu besonderen Anlässen … obwohl ich die Mantilla im Grunde erst vor einigen Wochen kennengelernt habe. Dass man so etwas IRGENDWANN FRÜHER getragen hat, wusste ich ja von Bildern… aber heutzutage …

Tag 6:

Wieder ein außergewöhnlicher Tag, wieder Feier eines Heiligen mit der liturgischen Farbe weiß – und eigentlich Zeit für die weiße Mantilla. Aber ich denke nicht daran und greife zu Hause nach der braunen … UND heute ist ein fremder Priester da. Und heute singt die Schola nicht, ich sitze etliche Bänke weiter vorn, mitten im „Kirchenvolk“. Ja, doch, es ist alles noch gewöhnungsbedürftig. Die Mantilla setze ich erst auf, als die Glocke an der Sakristeitür den Beginn des Gottesdienstes ankündigt (husch, husch!!!). Ich bin schon weniger nervös als im ersten Gottesdienst, trotz meines Platzes recht weit vorn und trotz des fremden Priesters … Da ich die Mantilla ausschließlich für liturgishe Handlungen (Hl. Messe, Andacht, Anbetung etc.) nutzen möchte und es doch immer wieder einmal vorkommt, dass nochmal kurz etwas zu klären ist bezüglich des Gottesdienstverlaufs etc. – nicht nur die Schola musste neu aufgestellt werden wegen des Wegfalls wichtiger Mithelfer – möchte ich die Mantilla wirklich erst kurz vor Beginn der Liturgie auflegen um zu vermeiden, dass ich nach Auflegen der Mantilla noch einmal den Gottesdienstraum verlasse.

Nun erwarte ich nicht mehr, dass mich jemand wegen der Mantilla anspricht, inzwischen müsste das jeder gesehen haben. Das nimmt einen Großteil der Nervosität.

Eugenie Roth, Das Mantilla-Experiment (2 von 4)

Mantilla with me

Mantillageschichten

Tag 3:

Der Sonntag, an dem meine Freundin in „ihren“ Gottesdienst geht. Der Sonntag, an dem ich schon vor dem Gottesdienst die geweihten Mantillas in Händen halte. Am Vorabend habe ich vorsorglich die raue Haut an meinen Händen „gebändigt“, die den Mantillas durchaus gefährlich werden kann, denn sie sind aus einem sehr feinen Gewebe. Ich will mir doch Tipps holen, wie ich sie am besten aufsetze, dazu muss ich sie ja in die Hand nehmen.

Hmm … soll ich? Die Entscheidung fällt leicht. Natürlich! Einen Moment lang bin ich im Vorraum alleine, da nehme ich die braune Mantilla aus ihrer Hülle und setze sie mir auf den Kopf um zu sehen, ob ich die Pelikanschnäbel brauche oder ob die Mantilla auch ohne hält. Ergebnis: das bisschen „Stroh“ auf meinem Kopf hält die Mantilla so, wie ich sie aufsetze! Seidig weiches Haar hatte ich noch nie und diese Mantilla ist auch etwas steifer. Die Mantilla kann nicht herunterfallen.

An dieser Stelle möchte ich nun einige Punkte aus dem 50-Punkte Programm zur Mantilla (nenne ich das jetzt mal) erwähnen und mit meinen Erfahrungen vergleichen, die ich im ersten Gottesdienst mit Mantilla gemacht habe:

  1. Atmen Sie tief und regelmäßig, während Sie ihn auf Ihren Kopf legen.

Doch, ja, ich habe schon tiefer eingeatmet … das tut gut …

  1. Gehen Sie nervös in die Kirche.

Meine Nervosität war nicht so groß, wie ich es erwartet hatte, aber deutlich spürbar.

  1. Fühlen Sie sich sehr unsicher.

Unsicher war ich durchaus, aber ich hatte ja etwas „getrickst“ (wie, das erzähle ich gleich).

  1. Ziehen Sie an Ihrer Mantilla, um sicherzugehen, dass sie sicher sitzt, aber tun Sie es heimlich (WAS, WENN JEMAND ES SIEHT???)

So sicher, wie die Mantilla im Vorraum auf meinen Haaren gesessen hatte, war dies absolut NICHT notwendig und ich hatte keinerlei Bedürfnis, das zu tun.

  1. Schauen Sie um sich um zu sehen, ob die Leute Sie nun vollends verurteilen.

Auch dieses Bedürfnis war eher gering ausgeprägt, ich konnte mich, im Vergleich zu dem, was ich mir auf Grund der neuen und ungewohnten Situation erwartet hatte, gut auf den Gottesdienst konzentrieren. Einer gewissen Ablenkung ist der Mensch ja immer unterlegen, ich denke, die war nicht wesentlich größer als sonst.

  1. Seien Sie überrascht, dass sie es nicht tun.

Der einzige Anlass, dessentwegen mir etwas mulmig zu Mute war – der Gang nach vorne zur Kommunionbank. Wie viele der Gläubigen würden mich sehen – und nach dem Gottesdienst ansprechen???

  1. Seien Sie ein wenig enttäuscht, dass es die Leute nicht einmal berührt.

Nein, enttäuscht war ich nicht, eher etwas verwundert und dankbar.

Die Neigung der Mantilla zum Verrutschen war zu meiner höchsten Zufriedenheit getestet, ich steckte die Mantilla wieder gefaltet in die Tasche zu Schott und Gesangbuch (nicht in die Hülle, ich wollte sie ja zum Gottesdienst tragen) und setzte mich hinten neben die Orgel auf den gewohnten Platz. Der Rosenkranz wurde schon gebetet, es waren wohl noch 25 Minuten bis zum Beginn des Gottesdienstes. Wer in den Gottesdienstraum trat, musste mich sehen (zur Erinnerung: die Mantilla steckte noch in der Tasche).

Nach dem Ende des Rosenkranzgebetes bereitete ich die Orgel für den Organisten vor. Die Organisten kommen und gehen leider immer sehr knapp, da sie vorher und nachher in anderen Kirchen den Orgeldienst zu verrichten haben. Daher kommen sie manches Mal leider auch zu spät. Also macht immer vorher jemand die Orgel „startklar“.

Kurz vor dem Beginn des Gottesdienstes ein schneller Griff in die Tasche, Schott und Gesangbuch auf ihren Platz, ebenso die Mantilla. Im Vorraum gibt es keinen Spiegel, da hatte das ja (vermutlich, ich konnte es ja nicht sehen) auch auf Anhieb geklappt. Da huscht noch schnell eine Mitsängerin herein, die mich zuvor ohne Mantilla hatte sitzen sehen und fängt (zwar dem Ort ensprechend SEHR gedämpft, aber) prustend an zu lachen (nur gut, dass die Schola nicht im Chorraum sitzt … Niemand scheint das Lachen zu hören). Offensichtlich weiß sie überhaupt nicht, was das ist und was das bedeutet … (Schade!). Ich kannte die Mantilla bislang nur von Bildern, die wohl während Gottesdiensten aufgenommen worden waren … immerhin …

Gottesdienstbeginn. Vor dem Asperges stellt sich die Schola zum Singen auf. Nun sehen mich auch die anderen Scholasänger, die ansonsten vor mir ihre Plätze haben. Ich kann keine Reaktion erkennen, höchstens einen kurzen erstaunten Blick aus dem Augenwinkel. Den anderen scheint nichts aufzufallen.

Der Sakristan weiß, dass ich die geweihten Mantillas habe. Der Priester hat sie geweiht, und er wird wohl auch wissen, wem sie gehören (die Segnungen und Weihen geschehen hinter verschlossener Tür, da der Raum sehr kein ist. Wollte jeder dabei sein …). Bei der Verlesung von Lesung und Evangelium auf Deutsch sowie bei der Predigt steht der Priester dem Volk zugewandt. Es ist keine Reaktion auf seinem Gesicht erkennbar, man könnte denken, dass er kurz in meine Richtung schaut.

Beim Gang zur Hl. Kommunion nehme ich mir vor, mich auf das Geschehen zu konzentrieren – mein Gott möchte in mein Herz einziehen – die Menschen um mich herum sollten mich jetzt nicht interessieren. Und auch hier bin ich wohl nicht wesentlich mehr abgelenkt als sonst. Gott sei Dank!

Nach dem Gottesdienst habe ich gleich die Mantilla abgesetzt und eingepackt. Eine Gottesdienstbesucherin, der ich Mantillas gezeigt hatte, als ich sie zum Weihen mitgebracht hatte, und die wusste, dass ich die nun geweihten Mantillas wieder hatte, fragte mich vorwurfsvoll, warum ich sie denn nicht aufgesetzt hätte … So andächtig möchte ich auch Gottesdienst mitfeiern können, dass ich praktisch nichts sonst wahrnehme. Und ich habe bemerkt: die Mantilla hilft dabei! Der Segen macht’s!

Tag 4:

Heute wollte meine Freundin aus dem Osten mit mir zusammen in die TLM gehen, aber sie ist verhindert. Schade! Sonst wären wir zu zweit mit Mantilla gewesen.

Inzwischen hat sich wohl „herumgesprochen“, dass die eine aus der Schola … letzte Woche hat ja anscheinend (!?!) kaum jemand bemerkt, dass ich mit Kopfbedeckung im Gottesdienst war (das war von mir so beabsichtigt). Heute haben zwei aus der Schola schon etwas mehr hingeschaut, auch im „Kirchenvolk“ haben sich einige umgedreht. – Um zu sehen, ob ich heute wieder …? Hallo, Eugenie, das ist nicht wichtig! Du tust das um Gottes Willen! Sie werden sich noch daran gewöhnen – und für mich ist das ja auch neu. Letzte Woche war auch eine orthodoxe Organistin da, die ist das gewohnt. Heute hat jemand anders gespielt. So ein wenig „menschliche“ Unterstützung tut am Anfang doch sehr gut, das ist mir heute aufgefallen.

Eugenie Roth, Das Mantilla-Experiment (1 von 4)

Mantilla with me

Mantillageschichten

Wir sind dazu übereingekommen unserer Mitarbeiterin Eugenie Roth in einem polnischen online-shop zwei Mantillas zu kaufen, eine braune für die Advents- und Fastenzeit und die gewöhnlichen Sonntage und eine weiße für die hohen Feste, die Weihnachts- und Osterzeit. Ja, soviel Liturgie muss sein! Eugenie Roth sollte das Mantilla-Experiment absolvieren und ihre Eindrücke des Selbstversuchs dokumentieren. Hier sind sie: ehrlich und frisch. Sicherlich werden sich viele Leserinnen und wie wir hoffen künftige Mantilla-Trägerinnen damit identifizieren können. Es bleibt an dieser Stelle zu sagen:

Wenn Sie etwas selbstbewußt genug tragen, dann werden es die Menschen nach einer Zeit akzeptieren, es als normal empfinden und sich nach einiger Zeit die Frage stellen, warum sie selbst es nicht tragen.

Die Tugend des Muts kann man nur bei Widerständen gewinnen und das Leben ist halt ein Kampf. Die Mantilla ist ein Sakramentale, sie ärgert den Teufel und würden Sie einen Bottich bei der Heiligen Messe auf dem Kopf tragen, wohlgemerkt zu einer Lederjacke und Springerstiefel, so würde diese Aufmachung die Menschen weniger stören als eine Mantilla, vor allem die Frauen. Es gibt eine Comic-Geschichte vom Häger dem Schrecklichen, wo Häger, Helga – seine Frau – und sein Freund Sven Karten spielen.

„Ich habe einen König“, sagt Sven, „ich gewinne.“

„Pech gehabt“, sagt Helga, „ich habe eine Dame!“

„Wenn Helga mitspielt, schlägt die Dame alles“, erläutert Häger.

Und in diesem Sinne: Durchhalten!

Tag 1:

Die Mantillas sind da! Eine braune für den „Alltag“, eine weiße für die kirchlichen Feiertage, so hatte ich mir das gedacht. Vorschriften dazu gibt es nicht. Ich zeige sie einem Bekannten, der von Beruf Schneider ist. Die Qualität sei sehr gut, meint er. Zu Hause werden sie fotografiert und wieder in die Schutzhüllen gesteckt. Nun warte ich auf den einen Tag im Monat, an dem Kerzen und Sakramentalien geweiht werden. Ich nehme mir vor, die Mantillas am großen Feiertag in einigen Wochen das erste Mal zu tragen. Der Anblick meines Gesichtes, umrahmt von einer Mantilla, wird ungewohnt sein, ich muss mich erst an den Gedanken gewöhnen. Nein, ich setze sie mir nicht auf den Kopf. Heute noch nicht. Wenn sie geweiht sind, werde ich sie meiner Nachbarin zeigen, die hat einen guten Geschmack und kann mir sicherlich sagen, wie ich sie am besten aufsetze. Für so etwas habe ich keinen Blick und bei ihr bin ich sicher, keinen unangenehmen Kommentar zu hören, denn sie ist nicht katholisch und steht dem allem neutral gegenüber.

Tag 2:

Ich frage meine Freundin aus dem Osten (auch katholisch wie ich), ob sie gewohnt ist, eine Mantilla zu tragen. Ja, sagt sie, bei Ihnen zu Hause ist das selbstverständlich, und wenn hier Gottesdienst in der Muttersprache ist, setzt sie diese auch auf. Nein, nicht in den deutschen Gottesdiensten, die sie sonst besucht, da bleibt die Mantilla zu Hause. …  Ob ich ihr denn zeigen könne, wo man Mantillas kaufen kann, sie möchte gerne noch eine haben. Als ich ihr im Internet die Mantillas zeige, die ich geschenkt bekam (ohne dies zu erwähnen), sagt sie, nein solche Mantillas möchte sie nicht, die sind ihr zu billig (pro Stück deutlich weniger als 20 € umgerechnet), sie hat eine solche (vergleichbare, hat wohl an die 100 € gekostet), und so eine ähnliche möchte sie sich noch kaufen. – So viel Geld möchte sie dafür ausgeben? Ja, denn so etwas kauft man nur einmal und schließlich ist das für Gott! – Ob ich eine Mantilla habe? Ich weiche aus und sage, dass mir ein Freund die Links geschickt hat, über die wir auf die Seiten gekommen sind. Ich möchte sie überraschen.

Schon vor einiger Zeit habe ich sie eingeladen, mit mir in die TLM zu gehen, nun sagt sie mir zu, dass sie übernächsten Sonntag mit mir gehen wird. Nächsten Sonntag ist Gottesdienst in der Muttersprache, den besucht sie natürlich lieber … und da tragen alle Frauen eine Mantilla, wie sie das von zu Hause gewöhnt ist.

Wie ich zur Traditionellen Lateinischen Messe kam (1 von 2)

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Auf die Traditionelle Lateinische Messe wurde ich durch eine Bekannte aufmerksam, die mich bat, doch meine Unterschrift auf eine Liste zu setzen, damit in der Bischofsstadt die Heilige Messe nach den Büchern von 1962 gefeiert werden durfte. Nein, ich sei durch diese Unterschrift zu nichts verpflichtet (wie beruhigend war das damals für mich!). Dies war noch die Zeit, in der man die Erlaubnis des Bischofs einholen musste, welcher der beantragenden Gruppe dann einen Priester und eine Kirche zuwies.

So bin ich dann, neugierig geworden durch die Begeisterung meiner Bekannten, auch einmal in den Gottesdienst nach dem Vetus Ordo gegangen. Der „alte“ Schott stand seit Jahrzehnten unbenutzt in meinem Regal, den hatte ich irgendwann – man brauchte ihn ja nicht mehr – geschenkt bekommen. Also:

In die Hand nehmen. Abstauben. … Lesen … Zunächst die Erläuterungen. Wenn man den Verlauf des Gottesdienstes nicht kennt – für mich waren das viele unverständliche Worte.

– Zwar gehöre ich zu denen, die sich noch an Gottesdienste nach dem Vetus Ordo erinnern müssten, doch habe ich daran keine Erinnerung. So war mir im Gottesdienst alles fremd:

Die häufigen Kniebeugen (vor allem der Ministranten), das Hin- und Hertragen des Missale auf dem Altar, … alles fremd. Bis auf die Lateinischen Messgesänge, die wir als „Relikt der vergangenen Zeit“ ab und zu als Kinderschola während des regulären deutschen Gottesdienstes zu Gehör bringen durften … Doch irgendwie spürte ich, dass dieser Gottesdienst – trotz der von mir empfundenen Fremdheit – „etwas hatte“. Ich kam ab und zu wieder … bis ich mir eines Tages vornahm, regelmäßig dorthin zu gehen.

Bis „das Leben“ mich in eine andere Stadt schickte, hatte ich schon etliche Jahre lang (unregelmäßig) die Möglichkeit, diese Heiligen Messen mitzufeiern.

Heute, seit langem wieder hierher zurückgekehrt und um die Erfahrung vieler Heiliger Messen nach dem Vetus Ordo reicher, kann ich sagen:

Die Heilige Messe nach dem Vetus Ordo ist nicht nur reicher am Schmuck der alten Gewänder und der Bücher, die der Priester während der Heiligen Messe verwendet, sondern die Texte sind viel reicher, haben mehr „Biss“. Sowohl die Lesungen aus der Bibel, als auch die Gebete des Priesters.

Wer meint, im Novus Ordo höre man mehr aus der Bibel, da nicht im einjährigen, sondern im dreijährigen Turnus gelesen wird, irrt sich gewaltig. Sollten Sie einen alten und einen neuen Schott zu Hause haben – machen Sie den Vergleich! Nehmen Sie den alten Schott, schlagen Sie ihn auf und suchen Sie dann diese Bibelstelle im neuen Schott … ich habe da schon manche Überraschung erlebt …

Wer meint, er möchte etwas TUN während des Gottesdienstes, dem sage ich als frühere Lektorin und Kommunionspenderin: knieen Sie sich hin! Schauen Sie! Hören Sie zu, lesen Sie mit!

Und genießen Sie die Ruhe, die diese Messfeiern ausstrahlen, nehmen Sie sich wie Maria die Zeit, das, was Sie hören, in Ihrem Herzen zu bewegen. DAS ist die Teilnahme, die den Gottesdienst für das persönliche Leben reich und fruchtbar macht.

Mantilla – die katholische Eleganz und ein Abglanz der Schönheit Gottes

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Um unseren Blog noch frauenfreundlicher zu gestalten, veröffentlichen wir einen Beitrag in der Übersetzung von Eugenie Roth, den wir hier, auf einer amerikanischen traditionsverbundenen Seite gefunden haben. Wir wollen hiermit bei uns eine kleine Lanze für die Entdeckung einer Mantilla im deutschen Sprachraum brechen, wo sie wohl innerhalb der letzten 200 Jahre kaum verbreitet war (Vielleicht weiß jemand etwas mehr darüber?), was aber niemanden daran hindern sollte sie wieder oder zum ersten Mal zu tragen. Nein, meine Damen, es ist kein Kopftuch und keine Burka. Es ist eine Mantilla, denn Sie sind katholisch. Wir wollen dennoch keine jahrzehntelang dauernden Grabenkämpfe zwischen den Mantilla-Befürworterinnen und Mantilla-Gegnerinnen auslösen, wie sie leider immer wieder vorkommen. Tja, Frauen sind da wirklich unerbittlich, was Mode anbelangt.

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Steven Skojec, Warum die Liturgie wirklich der Schlüssel zu allem anderen ist

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Wir präsentieren wieder einmal einen Aufsatz von Peter Skojec, dem Herausgeber von onepeterfive, in der ausgezeichneten Übersetzung von davillatollkuehn. Menschen und besondere Geistliche, die ausschließlich Novus Ordo kennen, wundern sich oft über die Hartnäckigkeit der Traditionalisten, mit welcher diese auf die Wichtigkeit der Tridentinischen Messe pochen. Sogar diese „toleranten“ Novus Ordo – Vertreter, welche die Alte Messe für zulässig und kein „Teufelswerk“ halten, denken sich:

„Messe hin oder her. So einen Unterschied kann es ja nicht machen, wenn beide gültig sind. Das andere ist bloß kulturell angewachsenes Brimborium. Es gibt Wichtigeres in der Kirche. Familie, Gesellschaft, Lehre und jetzt haben wir einen häretischen Papst. Wenn wieder alles ins Lot kommt, werden wir uns um die Liturgie kümmern. Jetzt aber gibt es Wichtigeres“.

Dieser Aussprucht könnten von einem „guten, konservativen Bischof“ stammen, den es in Deutschland nicht gibt, siehe die letzte Entscheidung der DBK Sakramente an die Ehebrecher, d.h. an Todsünder, zu spenden. Es ist ein Denken, das sicherlich sowohl von bona fide zeugt als auch von der Unkenntnis der Alten Messe gekennzeichnet ist, ein Denken, welches von der fehlenden Erfahrung geprägt wird, dass die Alte Liturgie wirklich wirkt. Sie wirkt gnadenbringender, erleuchtender, heiligender, die lässlichen Sünden mindernder als die Novus Ordo Liturgie. Dies ist auch die katholische Sakramentenlehre insbesondere über das Sakrament der Eucharistie, welche diese Wirkungen aufzählt. Und warum erfahren wir es meistens nicht? Weil die Novus Ordo Sakramente viel weniger wirken, insbesondere die Neue Messe wirkt kaum. Wie kann aber ein gültiges Sakrament „weniger wirken“? Weil ein Sakrament nicht nur aus der Gütligkeit besteht und die Messe viel mehr ist als die Wandlungsworte selbst, welche samt Materie und der Intention des Priesters das zu tun, was die Kirche mit diesem Sakrament tut, das eigentliche Sakrament ausmachen. Liturgie ist auch viel mehr als das Sakrament. Liturgie ist ein Sich-Einklinken in die göttlichen Wirklichkeit, an das himmlische Jerusalem, an der wir gerade durch die Liturgie teilnehmen. Der Schreiber dieser Zeilen hatte wirklich sein Leben lang mit allem Ernst nach der Wahrheit, warum es um die Theologie und die Kirche so schlecht steht, gesucht. Aber erst als er mit dem täglichen Beten der Alten Breviere auf Lateinisch anfing, also mit einer liturgischen Handlung, welche für ihn keine Pflicht war, begann er gleichsam „zu sehen“. Die Antworten kamen von selbst mit der Einsicht, wie und warum die Dinge so stehen wie sie stehen. Als hätte man mehr Licht erhalten, um die Unordnung in einem Zimmer zu sehen, wo man früher, in der Dunkelheit, nur gegen Möbel lief und sich fragte, was es wohl war. Es war als würde man sich immer höher erheben, um die Dinge aus der Vogelperspektive zu betrachten, um auf diese Art und Weise die verschlungenen Wege und die Sackgassen zu sehen. Es ist die Wirkung der Liturgie, nicht sein Verdienst oder nur insoweit, dass er sich dieser Liturgie, wie bei der Messe, aussetzte oder diese, wie beim Brevier, verrichtete. Die Alte Messe wird deswegen unterbunden und verfolgt, weil sie „sehend“ macht. Es ist so, als hätten Sie im tiefsten Kommunismus den Westen besucht und stellten fest, dass der „real existierende Sozialismus“ doch nicht das beste System war. Hilary White spricht von der nachkonziliaren Kirche als von dem „Novus Ordo Konzentrationslager“. Ein wenig übertrieben, wie wir finden, „Lager“ oder „Gulag“ hätten gereicht, doch Recht hat sie. Fahren wir zur Alten Messe, wenn wir können, scheuen wir nicht den Weg oder das Geld. Wir werden an göttlichen Mysterien teilnehmen und zwar so, wie die Kirche sie immer hielt, wir werden verständiger und schauender. Wir müssen Gnade horten, um bei dem kommendem Kampf bestehen zu können.

Der o.a. Aufsatz von Steven Skojec wurde ursprünglich hier publiziert.

Nichts ist so großartig wie die Eucharistie. Wenn Gott uns etwas Kostbareres zu geben hätte, hätte ER es getan.

– Saint Jean-Marie Vianney

Das erste Mal, als ich durch die Tore des Petersdomes in Rom ging, war ich überwältigt. Dieser größte Schatz der christlichen Architektur beeindruckte mich und erzeugte in mir ein unglaubliches und beeindruckendes Gefühl der Kleinheit. Als ich von draußen von der sonnigen Piazza in das gewaltige Innere der Kirche der Kirchen trat, wurde ich gleichsam verschlungen. Hier, in diesem majestätischen Testament aus Stein und Marmor, Silber und Gold, wurde mir die überwältigende Herrlichkeit Gottes und meine eigene Bedeutungslosigkeit klar.

Keine Religion in der Geschichte der Welt hat jemals solche Tempel inspiriert; keine heidnische Gottheit konnte die Ausgießung menschlicher Erfindungsgabe, handwerklichen Könnens und Leistungsfähigkeit hervorrufen, die sich im Dienst an der Ehre des einzig wahren Gottes manifestierte. Die Menge und Qualität der Architektur, der Kunst, der Musik, der Poesie und theologischen Darlegung, die der Welt in zwanzig Jahrhunderten des Katholizismus geschenkt wurde, macht den Geist taumeln.

Es gibt keine größere Inspirationsquelle als IHN, der uns alles gibt – unser Leben, unsere Talente, unsere Freuden, unsere Ewigkeit. Dadurch, dass wir durch die besten Werke unserer Kreativität IHN verehren, kehren wir selbst zu IHM zurück und geben IHM das wieder, was wir von IHM empfingen.

„Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk stammt von oben, herabsteigend vom Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung statthat, noch ein Schatten von Wandel ist.“ Jak 1: 17

Es ist daher nur passend, dass Gott uns befiehlt, IHN zu verehren. Wir sind geschaffen, um IHN in dieser Welt zu erkennen, zu lieben und IHM zu dienen und mit IHM für immer im Himmel glücklich zu sein. Aber glauben wir, dass diese Vorschriften zu unseren eigenen Bedingungen ausreichend zu erfüllen sind? Verlangt nicht Gott streng von uns das, wozu ER uns verpflichtet? Ist Gott nicht ein eifernder Gott, im wirklichen Sinn des Wortes, der das von uns erwartet, was IHM zusteht? Und ist das weniger als das Beste, was wir haben?

Es war schon immer so. Die meisten Menschen kennen die biblische Geschichte von Kain, der seinen Bruder Abel ermordet, aber nicht viele könnten sagen, was Kain zum Mord trieb. Es war Neid – Neid, der entstand, weil Abels Anbetung Gott wohlgefälliger als Kains eigene war.

Abel aber war ein Schafhirt, und Kain ein Ackerbauer. Es begab sich aber nach vielen Tagen, dass Kain von den Früchten der Erde dem Herrn Opfergaben darbrachte. Aber Abel brachte gleichfalls ein Opfer dar, von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fette. Da sah der Herr auf Abel und sein Opfer, aber auf Kain und sein Opfer sah er nicht, und Kain ergrimmte so heftig, dass sein Angesicht einfiel. Da sprach der Herr zu ihm: Warum bist du ergrimmt und warum ist dein Angesicht eingefallen? Wirst du nicht, wenn du Gutes tust, Lohn empfangen? Tuest du aber Böses, wird nicht sogleich die Sünde vor der Tür sein? Aber ihre Begier soll unter dir sein und du sollst über sie herrschen. Und Kain sagt zu Abel, seinem Bruder: Lass uns hinausgehen! Als sie nun auf dem Felde waren, erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und erschlug ihn. (Gen 4, 2-8)

Warum bist du ergrimmt und warum ist dein Angesicht eingefallen? Wirst du nicht, wenn du Gutes tust, Lohn empfangen?“ Als Abel Gott opferte, brachte er IHM sein Kostbarstes, sein Bestes dar. Er opferte seine Erstgeburt, gab Gott nicht nur das Beste aus der Herde, sondern das Fett der Schafe, das wertvollste, was sie zu bieten haben. Er hielt nichts zurück; insbesondere nicht die Teile, die er wirklich eigentlich für sich haben wollte. Es war ein Ausgießen, eine Entleerung des Selbst, sein Flehen vor Gott war IHM wohlgefällig in seiner Gesamtheit.

Wir wissen nicht, was Kain Gott anbot – nur, dass er IHM von den Früchten der Erde gab. Wir wissen auch, durch die Worte Gottes an Kain, dass sein Opfer Gott gefälliger gewesen wäre, wenn er großzügig gehandelt hätte. Es ist daher klar, dass nicht alle Opfer, die Gott dargebracht werden von ihm als gleich angesehen werden. Es gibt einen Unterschied zwischen einer Verehrung, die ihm gefällt und einer Verehrung, die er nicht akzeptiert.

Es ist nicht egoistisch von Gott, von uns unser Kostbarstes zu verlangen. Nicht nur hat er uns jede gute Sache gegeben, und nicht nur, dass er uns in jedem Moment, in dem wir atmen,  in unserer Existenz hält, sondern

„Er hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe“ (Joh. 3,16).

Während Gott den Engel zu Abrahm sandte, um dessen Hand zurückzuhalten und damit  Isaaks (dessen Sohn) Leben zu schonen, ließ er jedwede grausame Folter bis hin zum grausamen und schändlichen Tod am Kreuz an seinem eigenen göttlichen und unschuldigen Sohn Christus zu. Diesen Kelch des Leidens, wie Christus sich ausdrückte, trank ER bis zur Neige. Es ist die Wahrheit, dass es für uns nichts Wertvolleres gibt, als die Eucharistie, den Leib, das Blut, die Seele und die Gottheit des gekreuzigten Christus. Gott liebt uns so sehr, dass er uns dieses unsagbar selbstlose Geschenk gab, um unsere Erlösung zu realisieren. Nichts ist größer, als seine Liebe zu uns, die er uns gibt, damit wir sie IHM zurückgeben

Aber behandeln wir dieses Geschenk als das größte Geschenk, das es überhaupt geben kann? Ehren wir die Eucharistie als das Kostbarste, was im Universum existiert? Erkennen wir, dass dieses Geschenk SEINER Selbst unsere ganze Hingabe an IHN fordert?

Jede Liturgie stellt uns aufs neue in diesem Zyklus des sich selber Schenkens. Gott gibt uns das Beste, was er hat, und er fragt nach dem Besten, das wir IHM im Gegenzug dafür geben können. Aber wir können IHM nicht wirklich angemessen etwas geben, dass auch nur annähernd mit dem vergleichbar ist, was ER uns gibt. In unserer Ohnmacht eines angemessenen Gegengeschenkes gibt Gott sich selbst uns als Geschenk an IHN. ER nimmt auch unseren Platz ein als der, der Gott dieses Opfer anbietet. Er ist beides: Priester und Opfergabe. Jeder Priester, der an jedem Altar steht, wird von Christus selbst umfangen und eingeschlossen. Es ist Christus, der das Allerheiligste Altarsakrament seines eigenen Leibes und Blutes konsekriert. Es ist Christus, der opfert und gleichzeitig ist Christus der, der dem Vater im Namen von uns armen Sündern geopfert wird.

Das heilige Messopfer ist keine Mahlzeit. Es ist ein totales und vollkommenes Opfer. Der Priester deckt nicht den Tisch für ein Abendessen. Er bringt das geschlachtete und mit Blut befleckte Opfer auf dem Opferaltar dar, weil ER durch seinen Tod den Tod besiegt hat – den ewigen Tod der Sünde – und weil ER uns durch seine Auferstehung zum ewigen Leben transformiert. Die Messe wird, wesenhaft verstanden, nicht gefeiert, sondern sie wird IHM aufgeopfert, um seinen göttlichen Zorn wegen unseren vielfältigen und schweren Sünden zu stillen. Dieses Opfer ist nicht nur vollkommen, sondern IHM so lieb und teuer, dass wenn Gott IHN (seinen geopferten Sohn – Gott) sieht, und uns sieht, die wir IHN empfangen, ER uns so mit seiner Gnade übergießt, wie Christus sein Blut vergoss.

Wenn wir zur Messe gehen, stellt das die intimste Erfahrung Gottes dar, die wir in diesem Leben jemals erfahren können. Wir kommen zum Altar, um an diesem göttlichen sich gegenseitig selbst  Ausgießen und Hingeben teilzuhaben. ER gibt uns SICH SELBST, SEIN ALLES, und obwohl das unendlich mehr ist, als wir zurückgeben können, können  wir IHM doch uns selbst, unser alles zurückgeben. Während sich ein Mann und eine Frau in der unvollkommenen Vereinigung der ehelichen Umarmung zu einem Fleisch vereinigen, erlaubt uns Gott, IHN selbst uns einzuverleiben, so dass er buchstäblich eins mit unserem Körper und unserer Seele werden kann und dadurch, das wir das vollziehen, kann er sich uns einverleiben. Das ist eine atemberaubende Erfahrung.

Sobald wir die Natur der Messe und unsere Bestimmung wirklich zu verstehen beginnen, wird es uns möglich, zu erkennen, wie wichtig es ist, dass sie in einer angemessenen Art und Weise gefeiert wird. Obwohl man sagen kann, dass die Messe um des Menschen willen gemacht wurde, geht es konkret darum, dass der Mensch eine angemessene Gabe bekommt, die er Gott anbieten kann. Der Gegenstand unserer Anbetung ist Gott, nicht wir selbst. Aus diesem Grund ist jede Messe, in welcher der Mensch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, eine gefährliche Verfälschung und Karikatur.

Einige argumentieren, dass die Form der Liturgie so lange keine Rolle spielt, wie Christus vorhanden ist. Es ist wahr, dass, wenn Christus gegenwärtig gemacht wird, das Gott angebotene Opfer selbst perfekt ist, aber das bedeutet nicht, dass das auch für unsere Anbetung oder unser Verständnis des Opfers gilt.

Die eucharistische Gegenwart Christi manifestiert sich durch göttliches Handeln. Es ist Christus, der Priester Christus, der das Opfer dem Vater im Himmel durch die Kraft des Heiligen Geistes anbietet. Das, was wir sehen, was auf dem Altar geschieht, ist ein Einblick in das innere Leben der Heiligsten Dreifaltigkeit, ein Einblick in die Liebe und die Interaktion zwischen den göttlichen Personen, – ohne irgendein eigenes Verdienst unsererseits. Wie der Priester im Quam oblationem Gebet des ALTEN Ritus betet:

Diese Opfergabe mache du, o Gott, wir bitten dich, huldvoll in jeder Hinsicht zu einer gesegneten, bei dir eingetragenen, gültigen, geistigen und genehmen, damit sie uns werde Leib und Blut deines vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.

Es ist Gott, der das Opfer Gott wohlgefällig macht, und zwar deswegen, weil Gott selbst das Opfer ist.

Was wir in der Liturgie bringen, was wir Gott anbieten, ist unsere Ehre, unsere Ehrfurcht, unser Flehen, unsere Zerknirschung, unsere Anbetung, und unser Lob. „Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein reuiges und gedemütigtes Herz wirst du, o Gott nicht verschmähen“ (Ps 51:19.). Der Priester, der die Gaben konsekriert, tut dies nicht durch eine Kraft, die er besitzt, sondern durch eine, die er aus der Vereinigung mit dem einzig wahren Priestertum Christi bezieht.

„Wenn ich die Messe zelebriere:“ sagte mir einmal ein junger traditioneller Priester: „bin ich ein Sklave der Liturgie. Die Kirche sagt mir, wo ich zu stehen, wie ich meine Hände zu legen habe, wann ich knie oder den Altar küssen soll … Mein Selbst verschwindet und Christus wirkt durch mich. „Das Opfer des Priesters ist eines der Demut, der Ehrfurcht, der Entleerung seiner selbst. „Schaff Recht mir, Gott“, fleht er am Fuße des Altars, die Worte des Psalmisten wiederholend, „und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk; von frevelhaften, falschen Menschen rette mich „

Auch wir kommen als demütige Bittsteller, mit einer empfänglichen und aufmerksamen Disposition. Die Liturgie geschieht unabhängig von uns, aber sie zieht uns in ihre Geheimnisse hinein und gewährt uns himmlische Gaben, um uns zu vervollkommnen und treibt uns in Richtung Himmel. Wir vereinen unser Gebet mit dem des Priesters, der in unserem Namen betet, der kraft seiner Vereinigung mit Christus das vollzieht, was wir nicht vollziehen können.

Es ist die wichtigste und schönste Sache auf dieser Seite des Himmels.

Von daher ist es unausweichlich, dass ein angemessenes Verständnis von Liturgie uns in einer richtigen Weise auf unseren Platz im Universum erdet. Eine Liturgie, die das Opfer unseres Herrn betont und uns mental und spirituell demütig unter das Kreuz auf dem Kalvarienberg stellt, macht uns empfänglich für unsere absolute Abhängigkeit von Gott, und offen für alle guten Dinge, vor allem für unser Heil. Eine Liturgie, in der der Priester und die Menschen sich gleichermaßen in Richtung Himmel orientieren und wo heilige Dinge verschleiert und verhüllt und in angemessener Weise verehrt werden, lehrt uns, wer wir sind – und welche Aufgaben wir haben – in Bezug auf IHN, von dem alle guten Dinge kommen und auf den wir vertrauen müssen. denn wir haben keine andere Wahl, als uns mehr durch unseren Glauben, als durch unseren Verstand leiten zu lassen. Liturgie sollte uns unsere Kleinheit fühlen lassen. So wie es die großen Bauten der Christenheit tun.

Der Angriff auf die Liturgie, den wir im letzten halben Jahrhundert erlebt haben, kann als nichts weniger als ein Versuch des Teufels verstanden werden, unsere wichtigste und innigste Verbindung mit unserem Schöpfer in unserem  Herzen zu zerschlagen, – und uns durch diesen Verlust der richtigen Perspektive zu verwirren und zu desorientieren. Wir sind damit zum Götzendienst übergegangen – zur Vergötterung unseres Selbst, so dass wir die Welt nur noch durch die Linse unserer eigenen Wünsche sehen.

Das Opfer Christi wurde durch ein Gemeinschaftsmahl ersetzt, Sein Opferaltar wurde zum Buffet, sein Priestertum wurde von Menschen verfälscht, die in den priesterlichen Bereich eindrangen, jedoch nicht die Fähigkeit besitzen, in Persona Christi zu handeln. Die universelle Ausrichtung des Priester und der Menschen auf Gott hin, wurde zueinander gekehrt, so dass sich im Wesentlichen alles um uns selbst dreht, und fast jedem Akt der Ehrfurcht der heilige Boden entzogen wurde.

Christus bleibt in dieser neu erfundenen, banalisierten, und Mensch-zentrierten Liturgie gegenwärtig, aber er wird ignoriert, vergessen, missbraucht, und ihm wird die Show gestohlen. Wie Kain bieten wir Gott nicht mehr unser Bestes an, sondern behalten es für uns. Jeder, der versucht, Gott das zu bieten, was er verdient, wird wie Abel, mit Neid, Verachtung und sogar Gewalt bedroht.

Die Krise in der Kirche ist offensichtlich eine Krise des Egoismus und des Anthropozentrismus. Es ist die Frucht dieser neuen Abgötterei. Wir sind dahin gekommen, zu glauben, dass wir besser als Gott wissen, was für uns am wichtigsten ist.

Das Zweite Vatikanische Konzil sagt uns:

„[A] lle Dinge auf der Erde sollten auf den Menschen als Zentrum und Höhepunkt bezogen sein“  (Gaudium et Spes 12, 1. Satz)

Das müssen wir ablehnen.

 Alle Dinge auf der Erde sollten auf Christus als ihr Zentrum und Höhepunkt bezogen sein. Wir sind nicht Verehrer des Menschen; wir sind Verehrer Jesu Christi! Verehrer der Heiligsten Dreifaltigkeit! Aber wenn unsere Liturgien nicht Gott als Gegenstand der Verehrung zeigen, ist es ein Wunder, dass wir von uns selbst besessen sind? Wir sprechen ständig darüber, wie wir Liturgie „erleben“ und was wir „aus ihr herausnehmen“ und ob sie „uns bewegt “ – aber wem wenden wir uns da zu?

Die Architekten der Neuen Liturgie wussten genau, was sie taten. Und sie waren erfolgreich. Sie haben mit einem einzigen Schlag das gesamte liturgische Gebäude der Kirche auf ein Fundament aus Sand gesetzt. Und jetzt, wo das Gebäude zusammenbricht, und der Glauben zusammen mit ihm, kommen sie, um uns zu sagen, dass die anderen Wahrheiten unseres Glaubens nichts anderes als ein „Ideal“ sind,  zu schwer, um sie zu leben bis dahin, dass, weil die Dinge so weit abgekommen sind, wir nun Wege finden müssen, diese zu akzeptieren und mit diesen Situationen zu arbeiten „wie sie sind.“ Dadurch dass sie den zentralen Akt des Gebetes der Kirche zerstört haben, haben sie unser Verständnis unserer Beziehung zu Gott und alles andere untergraben. Jetzt, nach einem halben Jahrhundert des Abrisses, sind sie ohne wesentlichen Protest dabei, auch das noch abzureißen, was vom Glauben übrigblieb.

Diejenigen, die die Krise in der Kirche wahrnehmen, haben das Recht, die Frage zu stellen:

„Warum können wir sehen, was passiert, wenn andere es nicht können? Warum scheint Gott dies nur uns wenigen zu zeigen? „Könnte es sein, dass es wegen dem ist, was er zu Kain sagte „Wirst Du nicht, wenn du Gutes tust, Lohn empfangen?“

Jemand schrieb mir vor kurzem über das Ausmaß der Leugnung katholischer Weggefährten darüber, was in der Kirche geschieht „Es ist einzig die lateinische Messe „, sagte sie, „die mich das mit meinen Augen sehen lässt“.

Es ist nicht zu spät. Liebe katholische Weggefährten, verliert nicht die Orientierung! Lasst euch nicht täuschen. Gute Liturgie – und damit meine ich heilige, andächtige, gottesfürchtige Liturgie – wird Euer Leben verändern, auch wenn Ihr große Opfer bringen müsst, sie zu besuchen.

 Gibt es etwas wichtigeres als dein Heil, oder das deiner  Kinder? Wenn Du eine gute Messe besuchen kannst, spute dich! Wenn Du keine traditionelle lateinische Messe finden kannst, wende dich dem Osten zu, der von den Zerstörern weitgehend ignoriert worden ist!

Die Saboteure hatten einen Versuch, und so zerschlugen sie die eine Form der Liturgie, die die größte Zahl der Katholiken beeinflussen würde. Sie gaben alles, was sie hatten, aber, wie Gott es wollte, war es nicht der Todesstoß. Gott wird immer noch wirklich verehrt. Und wir sind verpflichtet, in dieser wahren Anbetung zu bleiben um seinetwillen und wegen unseres Heiles. Keine weiteren Entschuldigungen.

Zwar trifft es zu, dass eine gute Liturgie allein nie ein Allheilmittel sein wird, aber es gibt doch nichts wirkungsvolleres, was Sie für Ihren Glauben tun können, was Sie für Ihr Verständnis von dem tun können, was in der Welt geschieht, was Sie für das Wohl Ihrer Seele und das Ihrer Lieben tun können, als aufzuhören, an einer Liturgie teilzunehmen, die entworfen wurde, Sie selbst vom Allerheiligsten, dem man zu gedenken behauptet, zu trennen. Man kann nicht vergiftetes Wasser ohne schädliche Wirkung trinken, egal wie durstig oder wie belastbar man ist. Es wird nicht nähren, sondern auszehren.

Hier ist keine Zukunft.

Das neue Paradigma stürzt jetzt in sich selbst zusammen. Es wird noch zu unseren Lebzeiten aufgegeben werden, Es wird zu einer Karikatur seiner selbst werden, unkenntlich für alle, die den Glauben bewahren. Wie die arianischen „Christentümer“ des 4. Jahrhunderts wird dieses neue Paradigma zu einem ausschließlichen Wirkungsbereich der Feinde unseres Herrn werden.

Die Liturgie ist der Schlüssel unseres gesamten Verständnisses von dem, womit wir konfrontiert sind, wer wir sind, und von dem, was wir tun müssen.

Es wird auch keinen anderen Weg geben, um das Kommende zu überstehen. Die Liturgie ist unser wesentlicher und wirkmächtigster Begegnungsraum mit Gott. Wir haben die Pflicht, einen Ort zu finden, wo der Priester und das Volk Gott in einer Weise anbeten, die IHM wohlgefällig und angemessen für IHN ist.

Sobald dieser Ort gefunden ist, fliehe zu ihm. Klammere dich an ihn. Mach dir keine Sorgen über die Widerwärtigkeiten die du ertragen musst, um ihn zu erreichen, denn Gott weiß diese Dinge, und er wird dich für diese Mühen segnen.

Sei an deinen Platz im Universum erinnert. Unterwirf dich DEM, der es regiert. Liebe ihn aus deinem ganzem Herzen, deinem Verstand und mit aller  Kraft, und verehre ihn so, wie er es verdient. Es ist eine Entscheidung, die Du nie bereuen wirst.

Pater Richard G. Cipolla, Die Entmännlichung der Liturgie im Novus Ordo (2 von 3)

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Zunächst ist Männlichkeit der Gegensatz von Sentimentalität, nicht von Gefühl an sich, sondern von Sentimentalität. Im ganzen traditionellen Ritus, der auch außerordentliche Form des römischen Ritus genannt wird, gibt es keine Spur von Sentimentalität. Dieses ist an den Rubriken und Gebeten [des Vetus Ordo Red.] ersichtlich, welche prägnant und auf den Punkt genau sind, ohne die Schönheit der Sprache zu opfern. In seinen Rubriken verhindert [der Vetus Ordo], dass die Persönlichkeit des Priesters ihre eigenen Gefühle und Entscheidungen dem Ritus aufdrückt. Wenn wir die Erkenntnis des seligen Kardinal Newman ernst nehmen, der sagte, dass Sentimentalität Säure für die Religion ist, in diem Sinne, dass sie die wahre Religion zersetzt, dann sind die Rubriken des traditionellen Ritus die kleine lila Pille, welche den Reflux der Sentimentalität in die Liturgie verhindert.[1]

Zweitens ist mit der traditionellen römischen Messe die volle Akzeptanz der Stille als das Herz der Kommunikation mit Gott gewährleistet. Die aktive Teilnahme wird hier als Kontemplation, als Gebet verstanden. Die Worte des Ritus sind nie das Entscheidende. Sie sind festgelegt und weisen immer über sich selbst hinaus. Jedermann weiß, dass bei zwei wirklichen Freunden in der Gegenwart des jeweils anderen die Herzen zueinander in absoluter Stille sprechen können. Dies ist das Schweigen des Moses vor dem brennenden Dornbusch, die Stille der Wüstenväter, die Stille, die von St. Benedikt in der Höhle von Sacro Speco ausging.

Drittens gibt es die Tatsache der Männlichkeit der lateinischen Sprache. Diese Sprache ist im Gegensatz zu der Weiblichkeit der romanischen Sprachen, sie aus ihr hervorgehen männlich in ihrer Prägnanz, ihrer Präzision, ihrer Förmlichkeit, ihrer Unbequemlichkeit und ihrem Mangel an Biegsamkeit. Selbst in den Händen eines Dichter wie Ovid, der es mit Sicherheit verstandenhat, die weiblich Seite der römischen Poesie ans Licht zu bringen, bleibt auch dort die Männlichkeit der Sprache gegen jeden Versuch, das zu ändern, in ihrer Männlichkeit bestehen.

Viertens verlangt der traditionelle römische Ritus, nicht nur in seinen Rubriken, sondern auch in seinem Wesen, eine Unterwerfung unter die Form. Er verlangt eine Unterdrückung der Selbstverwirklichung. Man wählt diesen Weg, um sich unterzuordnen. Man trifft eine Wahl, die immer eine geradezu heldenhafte Selbstlosigkeit, ein Selbstvergießen, eine Selbsthingabe an das größere Ziel einschließt.

Fünftens, sehr eng mit dem vorhergehenden Aspekt verbunden ist die Liturgie etwas Vorgegebenes, nichts Gemachtes. Man kann hier nur eintreten. Dieser Aspekt wird in den östlichen Riten noch deutlicher, in denen Rationalismus und Sentimentalität bisher nie die Chance hatten, die Gott-Gegebenheit der Liturgie zu erodieren. Diese Vor-Gegebenheit ist weder Versteinerung noch eine Leugnung organischer Entwicklung. Vielmehr ist sie wie ein großes Haus, in das man eintritt und das über viele Jahrhunderte durch die Inspiration des Geistes gebaut wurde. Das Genie und die Wahrheit von Romano Guardinis „Geist der Liturgie“ das den gegenwärtigen Papst Benedikt XVI. inspiriert, der in seinem eigenen Verständnis der Liturgie ein große Tiefe erreicht, erfasst diese absolute Vorgegebenheit der Liturgie; denn man kann nicht „im Hause des Herrn spielen“, ohne dass das Haus schon da ist, in dem man spielt. Der Priester akzeptiert das Verbot, seine eigenen Vorlieben und Missgunst hier auszuleben, zugunsten der Liturgie. Er wird dazu aufgerufen, sich nur auf das zu konzentrieren, und nur das zu tun was getan werden muss. Diese Ablösung von sich selbst akzeptiert er als Notwendigkeit, ohne die man nicht in die kosmische Liturgie eintreten kann, die Zeit und Raum transzendiert.[2]

Sechstens ist die Liturgie mannhaft in ihrem Verständnis und Gebrauch zweideutiger Gesten wie dem Kuss. Der Kuss findet sicherlich einen festen Platz im Bereich der Erotik. Und doch ist der Kuss ein Zeichen des Respekts und der Liebe sowohl zu den Kult-Gegenständen, die in der Liturgie verwendet werden als auch im Friedenskuss für diejenigen, die an der Liturgie teilnehmen. Der Kuss wird als erotisches Symbol gereinigt und auf die höchste und objektivste Ebene der Anbetung der Gegenwart Gottes in der Liturgie gehoben. Ich bin immer amüsiert und verwirrt über diejenigen, die die traditionelle römische Messe ohne die üblichen Küsse mit der Begründung feiern, dass sie irgendwie „exzessiv“ und anfällig für Missverständnisse seien. Sie sind nie übertrieben. Jesus wies Judas darauf hin, als die Frau seine Füße mit kostbarer Narde salbte. Diese Küsse sind nur dann anfällig für Missverständnisse, wenn die Liturgie ihrer angeborenen Mannhaftigkeit beraubt wird.

Schließlich akzeptiert die Liturgie in ihrer Mannhaftigkeit das wesentliche Alleinseins des Priesters inmitten seiner Gemeinde, die seine behütenswerte Herde ist, die er liebt, und für die er sterben würde, wen das notwendig wird. Der so geformte Priester steht allein am Altar, um das Heiligste für sein Volk zu opfern. Er steht in der Linie von Melchisedek, von Moses, von Paulus, von Augustinus und in der Linie von allen Heiligen, die sich nicht davor fürchteten allein vor Gott für und mit der Gemeinschaft zu sein. Dieser Priester steht vor allem in der Linie derjenigen die sich nicht scheuten, das Alleinsein des Martyriums zu erdulden.

Aus der obigen Diskussion über die Männlichkeit und Mannhaftigkeit der Liturgie folgt offensichtlich, dass die Entmannung der Liturgie die Entmannung des Priesters zur unmittelbaren Folge hat. Im Folgenden möchte ich zwei Beziehungsfelder charakterisieren, in denen der Priester genau das erfährt: eine, die direkt aus dem weltweit gefeierten Novus Ordo resultiert und eine zweite, die daraus folgt, dass die Mannhaftigkeit des Priesters vergessen und verloren wurde.

Der Priester wird durch nichts stärker entmannt als durch die moderne Gewohnheit der  Zelebration der Messe zum Volk hin. Weder ihr nicht traditionelles Wesen, weder ihre Begründung durch eine falsch verstandene und sentimentalisierende Rückbindung an eine romantisierte Antike (die Pius XII. schon in Mediator Dei als Archäologismus geißelte), noch die Verfälschung der Messe durch Betonung des völlig sekundären Mahlaspektes und Negierung des primären Opfercharakters ist hier das Problem. Das Priestertum wird in allererster Linie  geradezu geistlich kastriert durch die der Tradition völlig unbekannte und absolut neue Zelebration zum Volke hin.[3]

[1] Die Thematik der Zerstörung der wahren Religion durch ihre Reduzierung auf Gefühle allein durchzieht alle Predigten und Werke von Newman. In seiner Rede zur Verleihung der Kardinalswürde bringt er dieses Thema neu auf und nennt es Liberalismus. Diese Rede ist zugleich machtvoll wie auch vorausschauend.

[2] Zu diesem Punkt siehe: Romano Guardini, The Church and the Catholic and The Spirit of the Liturgy (Sheed and Ward: New York 1935), especially chapters 3 and 9.

[3] Die dritte Revision der Allgemeinen Einführung zum römischen Messbuch macht es mehr als deutlich, dass die Messe zum Volk hin nicht auferlegt wurde und dass die traditionelle Haltung ad orientem sicherlich erlaubt ist. Eines der großen Geheimnisse der nachkonziliaren Liturgierevolution ist die Frage, wie die Messe zum Volk hin zur Vorschrift wurde trotz der Abwesenheit von offiziellen Dokumenten, welche diese Haltung rechtfertigen würden. Über die detaillierte und nüchterne Geschichte des theologischen Verständnisses der „Ostung“ des Priesters und des Volkes bei der Zelebration der Liturgie, siehe: Uwe Michael Lang, Turning to the Lord, (San Francisco: Ignatius Press 2009). Deutsche Fassung: Conversi ad Dominum, Johannes Verlag.

Pater Richard G. Cipolla, Die Entmännlichung der Liturgie im Novus Ordo (1 von 3)

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Von Pater Richard G. Cipolla, Ph.D., D. Phil.(Oxon.), das Original fand sich hier.

Der Briefwechsel zwischen Kardinal Heenan von Westminster und Evelyn Waugh[i] vor der Promulgierung des Novus Ordo, in dem Waugh seinem Herzensschrei über die nachkonziliare Liturgie Luft macht und im Kardinal einen sympathischen, wenn auch unwirksamen Zuhörer findet, ist allgemein bekannt.[1] Nicht allgemein bekannt ist Kardinal Heenans Kommentar auf der Bischofssynode in Rom nach Präsentation einer experimentellen Messe, einer sogenannten Missa normativa, die zum ersten Mal im Jahre 1967 einer Gruppe von ausgewählten Bischöfen präsentiert wurde. Das folgende Essay ist von den Worten Kardinal Heenans inspiriert:

Bei uns zu Hause besuchen nicht nur Frauen und Kinder, sondern auch Familienväter und junge Männer regelmäßig die Messe. Wenn wir ihnen diese Art von Zeremonie anbieten würden, die wir gestern sahen, wären wir in unseren [Gottesdienst-]Gemeinden bald mit Frauen und Kindern allein.“[2]

Der Kardinal bezieht sich auf die Lügen, die den eigentlichen Kern der Novus Ordo Form der Römischen Messen betreffen, sowie auf die Gottesdienstbesucher und die tiefen Probleme, welche  die Kirche seit der Aufzwingung der Novus Ordo Form des römischen Ritus 1970 begleiten.[3] Man könnte versucht sein das, was Kardinal Heenan erfahren hatte als die Verweiblichung der Liturgie zu subsumieren. Aber dieser Begriff wäre unzureichend und letztlich irreführend. Denn es gibt einen wirklichen marianischen Aspekt der Liturgie, die deswegen weiblich ist. Die Liturgie bringt das Wort Gottes zur Welt (gebärt), weiterhin bringt sie den Leib des Wortes hervor, damit es angebetet wird und als Speise dargebracht wird. Präziser sollte man sagen, dass die Liturgie im Novus Ordo „ver-weibisch-t“ und verweichlicht (effeminized)  wurde.

Es gibt eine berühmte Passage in Caesars „De bello Gallico“, wo der Verfasser erklärt, warum der Stamm der Belgae so gute Soldaten hatte. Er führt dies auf ihren Mangel an Kontakt mit den Städten, den Zentren der Kultur zurück. Caesar nahm an, dass ein solcher  Kontakt ad effeminandos animos – zur Verweichlichung der Seelen führen, zur Verweichlichung und Verweibischung ihres Charakters.[4] Aber wenn man über die Risiken der Verweibischung/Verweiblichung der Liturgie spricht, wird man deswegen falsch verstanden, weil das als Abwertung der Frau und des Frauseins an sich verstanden wird. Ohne die Ansicht Caesars über den Einfluss der Kultur auf die Soldaten, welche sicherlich als macho bezeichnet werden kann, zu übernehmen, kann man sicherlich über die Entmännlichung des Soldaten sprechen, welche seine Strenge minimiert und das auflöst, was einen Soldaten ausmacht. Es ist keine Abwertung der Weiblichkeit. Es kann vielmehr als eine Abschwächung dessen beschreiben, was es bedeutet ein Mann zu sein.

Um zu beschreiben, was Kardinal Heenan bei der ersten Feier der experimentellen Messe im Jahr 1967 sah,[5] möchte ich den Begriff Entmännlichung (devirilization) verwenden. Die Liturgie wurde in der Novus Ordo Form, welche Benedikt XVI. etwas umständlich, aber verständlicherweise die ordentliche Form des Römischen Ritus nennt, entmännlicht (devirilized). Man muss sich die Bedeutung des lateinischen Wortes vir ins Gedächtnis rufen. Sowohl vir als auch homo bedeuten „Mensch“, aber es ist vir allein, die die Konnotation des Mannes als Held enthält und es ist genau dieses Wort, das oft für „Mann“ verwendet wird. Die Aeneis beginnt mit den berühmten Worten: arma virumque cano („Ich singe von Waffen und Helden“). Was Kardinal Heenan im Jahr 1967 vorausschauend und richtig sah, war die faktische Beseitigung der mannhaften Natur der Liturgie. Er sah den Ersatz der männlichen Objektivität, notwendig für den öffentlichen Kult der Kirche, durch Weichheit, Sentimentalität und einer Personalisierung, welche auf die mütterliche Person zentriert ist.

Das Volk steht während der Liturgie[6] in einer marianischen Beziehung zur Liturgie: achtsam, innerlich offen und  nach-denkend  wartet man, um erfüllt zu werden. Innerhalb der Liturgie ist es der Priester als Vater, der spricht, verkündet und das Wort so vermittelt, dass das Wort zur Nahrung werden kann für diejenigen, die in dieser erhebendsten Betätigung der Kirche, das ist in der Liturgie, stehen.[7] Es ist der Priester, der Christus dem Vater opfert. Dieser Akt ist es, der die tiefste Bedeutung dessen vermittelt, was es heißt Priester zu sein. Und so macht die Rolle des Priesters als Vater seine Rolle unterscheidbar nicht nur in seiner Funktion, sondern in der eigentlichen Ontologie der Sexualität[ii].[8] Der Priester am Altar steht in persona Christi [in der Person Christi, d.h. an Christi statt Red.], in persona Verbi facti hominem [in der Person des Wortes, das Mensch wurde], und das nicht nur als homo [Mensch], da dies ein Wort ist, welches gewissermaßen das Geschlecht transzendiert, sondern in persona Christi viri [in der Person Christi des Mannes][iii], in diesem Sinne, dass  homo factus est ut fiat vir, ut sit vir qui destruat mortem, ut sit vir qui calcet portas inferi [er ist Mensch geworden, um ein Mann zu werden, damit er ein Mann ist, der den Tod zerstören wird, damit er ein Mann ist, der die Pforten der Hölle niedertreten wird Red.]: Gott ist Mensch geworden, um ein männlicher Held zu werden, welcher den Tod zerstören und die Pforten der Hölle mit eigenen Füßen niedertreten wird.

Die Entmännlichung der Liturgie und die Entmännlichung des Priesters kann aus praktischen Gründen nicht voneinander getrennt werden. Im Folgenden möchte ich, obwohl lückenhaft und unvollständig, zunächst spezieller auf die Entmännlichung der Liturgie als solcher in der Novus Ordo Form des römischen Ritus zu sprechen kommen. Im Weiteren will ich die notwendige (da sie vom entmännlichten Ritus stammt) Entmännlichung des Priesters zu sprechen kommen und diese anhand von konkreten Beispielen beschreiben.

Die Beschreibung der römischen Liturgie mit Adjektiven wie „streng“, „präzise“, „edel“ und „einfach“ ist ein Gemeinplatz unter denen, die über die Liturgie in der modernen liturgischen Bewegung des zwanzigsten Jahrhunderts geschrieben haben. Viele dieser Autoren haben jedoch diese Strenge des römischen Ritus verklärt oder habe sie benutzt, um den Ritus seiner organisch über mehrere Zeitalter gewachsenen Gestalt zu entblößen, in dem sie die organisch gewachsene Gestalt mit Begriffen wie „gallikanische Zusätze“ und „nutzlose Wiederholungen“ diskreditierten. Anstatt den römischen Ritus als „streng“ zu bezeichnen, ein Adjektiv, das wohl puritanischen Unterton hat, ist es besser, von der Männlichkeit oder Mannhaftigkeit des traditionellen römischen Ritus zu sprechen. Eine Definition von Männlichkeit in diesem Zusammenhang ist deswegen notwendig. Dies ist etwas schwierig, und diese Frage verdient ein tieferes Studium. Deswegen werde ich einige Aspekte des traditionellen römischen Ritus aufgreifen, die zu erklären helfen, was ich mit der inhärente Männlichkeit und Mannhaftigkeit im Zusammenhang mit diesem Ritus meine.[9]

[1] Evelyn Waugh and John Carmel Cardinal Heenan, A Bitter Trial, 2nd ed. (South Bend: St. Austin Press, 2000)

[2] Ibid., 70.

[3] Die wichtige Frage bezüglich der Gültigkeit der Aufzwingung von Novus Ordo und die effective Verbannung des Missale des Römischen Ritus 1962 wurde von Joseph Ratzinger in seinem Buch Der Geist der Liturgie (San Francisco: Ignatius Press, 2000, 165-66) aufgeworfen. Es scheint, dass die Antwort auf diese Frage in der Promulgierung von Summorum Pontificum und in dem Begleitschreiben an die Bischöfe geklärt wurde. Die Frage ist aber nicht diese, ob ein Papst ein reformiertes Missale herausgeben kann. Der Hl. Pius V tat dies gewiß als Antwort auf das Tridentinum. Die Frage lautet, ob ein Papst der Kirche eine neue Form des Missale auferlegen [aufzwingen] und den traditionellen römischen Ritus unterdrücken kann. Dieses Kult-ähnliche Verständnis der päpstlichen Gewalt wurde von Paul VI vertreten und es wurde von denen unterstützt, welche ihn dazu ermutigt haben den traditionellen römischen Ritus zu unterdrücken, sowie von Bischöfen, welche sich diesem kühnen Manöver angeschlossen haben. All das würde Pius IX [dem ersten Papst, welchem das Jurisdiktionsprimat dogmatisch zugestanden wurde Red.] vor Scham und vielleicht von Neid erröten lassen [weil er sich niemals so viel Macht hätte träumen lassen Red.].

[4] Caesar, De bello Gallico, 1.1

[5] Kardinal Heenan stellte dieser Bemerkung die Beobachtung voraus, dass er nicht wisse, wer die Neue Messe vorgeschlagen habe, aber es sei ihm klar, dass nur wenige von ihnen Pfarrer waren [oder in der Gemeinde arbeiteten].

[6] Man sollte nicht vom Volk [als dem liturgischen Gegensatz zum Priester Red.] sprechen, das während der Liturgie anwesend ist, sondern eher vom Volk, das innerhalb der Liturgie ist. Die Liturgie ist etwas, was zu betreten ist, es ist nichts, was betrachtet, gemacht oder durch das anwesende Volk ins Sein gebracht wird.

[7] Sacrosanctum Concilium 10: “Dennoch ist die Liturgie der Höhepunkt, dem das Tun der Kirche zustrebt, und zugleich die Quelle, aus der all ihre Kraft strömt.”

[8] Über die ontologische Natur der Sexualität siehe Angelo Scola, “The Nuptial Mystery: A Perspective for Systematic Theology?”, Communio 30 (Summer 2003).

[9] Dieser Aufsatz hat nicht vor, den verbalen Inhalt des Novus Ordo Ritus zu thematisieren, wie zum Beispiel die radikalen Änderungen in den Kollekten und in den Offertorien. Die wichtigen und auf ihre Weise verheerenden Ergebnisse der Forschung von Dr. Lauren Pristas wurde in einer Reihe von Aufsätzen und einem zu folgenden Buch behandelt, welches die Revisionen des post-konziliaren Consiliums [eines ökumenischen Gremiums von Theologen und Liturgiewissenschaftlern Red.] zum Inhalt hat, welche an den Kollekten der Messe vorgenommen wurden, um die rationalistische und modernistische Politik [des Conciliums] darzustellen und was zu den neuen Kollekten innerhalb der Novus Ordo Messe führte. Diese Politik fällt ebenfalls unter die Kategorie der „Entmännlichung“. Lauren Pristas, “The Orations of the Vatican II Missal: Policies for Revision”, Communio 30 (Winter 2003) 621-653; “Theological Principles that Guided the Redaction of the Roman Missal 1970”, The Thomist 67(2003) 157-95; “The Collects at Sunday Mass: An Examination of the Revisions of Vatican II”, Nova et Vetera, 3:1 (Winter, 2005) 5-38. Siehe auch Aidan Nichols, Looking at the Liturgy, (San Francisco: Ignatius Press 1997). Dieses kurze Buch ist immer noch die beste Quelle, um die rationalistischen und antiliturgischen Voraussetzungen der spät-modernen liturgischen Bewegung zu verstehen, welche in die Novus Ordo Form der Messe mündete.  [Diese Thematik der neuen Kollekten und Offertorien wurde auch im folgenden Buch thematisiert in Cekada, Anthony, Work of Human Hands. A Theological Critique of the Mass of Paul VI, Philothea Press: West Chester 2010, 219-246;275-304. Red.]

[i] Evelyn Waugh (1903-1966) britischer Schriftsteller und Konvertit. Bekannt für seinen Roman „Wiedersehen mit Brideshead“ (Brideshead revisited), einer der bessern Stilisten der englischen Sprache im XX Jahrhundert. Ebenfalls empfehlenswert sind  aus der katholischen Sicht seine Romane „Schwert der Ehre“ (Sword of Honour) und „Helena“, welche auf Deutsch verlegt wurden, denn die Originalprosa Waughs ist sprachlich recht anspruchsvoll, dennoch lesenswert. [Red.]

[ii] Der Autor will hier wohl sagen, dass der Priester nicht nur der Gemeindevorsteher oder –bespasser ist, weil dies leider die Priesterrolle im Novus ordo ist, sondern, dass er liturgisch gesehen ein Vater ist, weil er ein Mann ist. Der Mann kann nur ein Vater sein, keine Mutter.

[iii] Dies ist auch eines der Hauptargumente gegen die Frauenweihe. Christus war ein Mann oder ein biologischer Mann, wie man heutzutage näher bestimmen muss, und daher kann nur ein Mann an Christi statt wirken und zwar real und nicht metaphorisch.