Hilary White, „Cor Orans ist die Totenglocke des Karmels‟ (2 von 2)

Wie Cor orans St. Teresa von Avilas Reform des Karmels beenden wird

Schwester T. fuhr fort und sagte, dass das Dokument explizit die Gründungsintentionen der Heiligen Teresa missbilligt, für die echte Autonomie ein entscheidendes Element ihrer Reform des Karmels war. Sie räumt ein, dass klausurierte Frauenorden einige Zeit lang in Föderationen zusammengeschlossen waren.

Dies tut das Programm Cor orans bereits, indem es gemeinsame Programme für die Grundausbildung von Postulantinnen und Novizinnen herausgab, „fortlaufende Ausbildung‟ – Kurse für Professen, eine „Bundesäbtissin‟ oder Präsidentin, die alle zusammengeschlossenen Klöster überwacht. Ihre Guthaben sind bereits miteinander vernetzt und sie haben regelmäßige Treffen und Eingaben von den männlichen Zweigen.

2015 erhielten Karmelitinnenklöster einen Fragebogen vom Vater General, Camilo Maccise, einem Mexikaner und Anhänger der Befreiungstheologie, der fragte, ob sie eine internationale Kommission von Nonnen haben wollten, welche anstelle der Karmeliten die Frauenklöster überwachen sollte. Dieser Vorschlag wurde zurückgewiesen, zum Ärger von Maccise. Maccise bewarb auch die Idee, in den einzelnen Klöstern keine Oberinnen zu haben, sondern nur Verbandspräsidentinnen, und eine gemeinsame Ausbildung der Novizinnen. Der Vorstoß für diese Änderungen hält jedoch unter dem gegenwärtigen General an, einem Italiener, Saverio Cannistrà. Angesichts der marxistischen Neigungen der Generals  der letzten Zeit scheint es klar, dass das, was wir als „fortlaufende Ausbildung‟ erwarten dürfen, im Wesentlichen eine Art von politischer Indoktrination ist, mit einer hauchdünnen Lage frommer Sprache überdeckt.

Aber für die Karmelitinnen, sagte die Schwester, sind diese Ideen die Antithese der Intentionen der Heiligen Teresa. Echte Autonomie, Unabhängigkeit von Ausbildung und Finanzen

„sind wesentliche Punkte unseres Charismas, das Unsere Heilige Mutter festgeschrieben hat und diese abzuschaffen heißt, das Charisma abzuschaffen.‟

 

„Sie gehen gegen unsere Konstitutionen an, sogar obwohl Cor Orans erklärt, dass alles in Übereinstimmung mit dem Charisma und den Konstitutionen getan werden muss. Jeder Karmel hat seinen eigenen Geist, sein eigenes Tempo, sein eigenes ‚Gefühl‛. Jede Nonne ist berufen, nicht einfach in den Orden, sondern in ein bestimmtes Kloster. Gemeinsame Ausbildung ist etwas, gegen das wir seit Jahren kämpfen.‟

 

„Eine gemeinsame Bundeäbtissin zu haben, die entscheiden kann die Novizinnen wegzunehmen, oder all unsere Finanzen zu nehmen, oder dem Heiligen Stuhl mitzuteilen, wir seien nicht länger ‚lebensfähig‛ – das ist ein Desaster. St. Teresa richtete die Klöster ausdrücklich so ein, dass nichts davon stattfinden würde. Und nun wird dies an uns getan werden.‟

Sie weist auf die verlängerte Ausbildungszeit für neue Nonnen hin – früher sechs Jahre für Karmelitinnen und unter Cor orans nun neun Jahre, wie absurd, und sagt, dies wird eher dazu führen, neue Berufungen zu verhindern.

„Als wenn die Kirche den Laien sagt, sie müssten neun Jahre lang verlobt sein, bevor sie heiraten. Unsere Konstitutionen bieten bereits eine Verlängerung der zeitlichen Gelübde um drei Jahre an, wenn nötig, aber dies zur Pflicht zu machen wird Frauen davon abbringen, einzutreten. Dies wird dem Kloster auch helfen, ‚weniger lebensfähig‛ zu werden, denn bis irgendjemand von den jüngeren die ewigen Gelübde ablegt, werden die anderen tot sein.‟

Eine andere Forderung wird die nach einem „religiösen Assistenten‟ sein, einem Priester, der das Kloster zusammen mit einem Kaplan überwacht; dieser wird von der Föderation ernannt. Die Schwester schreibt, dass dies „vor Jahren‟ von den Karmelitenklöstern als unzulässige Einmischung zurückgewiesen wurde. Der religiöse Assistent wird bespiellose Macht haben. Artikel 23 stellt z. B. fest:

„Bei der Beurteilung der Gründung eines neuen Klosters als Einzelkloster greifen der Präsident der Föderation und der religiöse Assistent ein, um dem Oberinnen des zu gründenden Klosters zu helfen. Die Einsicht der Föderation in die Gründung eines neuen Klosters geschieht im Rahmen der Bundesversammlung.‟

 

„Etwas anderes, was ich sehr bemerkenswert finde ist der vollkommene Verlust unserer Rechte. Es gibt keine Zusätze in diesem Dokument, keine Wahl, keine Möglichkeit des Einspruchs. Dies alles wird uns angetan. Hier und heute, während Franziskus wenn nicht Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit verkündet, so doch mindestens Konzessionen und ‚Wahl‛ für alle, zusätzlich zu den ‚Rechten‛ der Frau, werden unsere Rechte hier ganz und gar weggenommen.‟

Eine andere Nonne hat geschrieben und ausgedrückt, sie könnten nicht begreifen, was diese Leute mit „kontinuierlicher Weiterbildung‟ meinen. Nach anderen Dokumenten von bereits vereinigten Karmeliten in Europa zu urteilen, bedeutet dies praktisch, für einige Tage oder Wochen in Gruppen aus dem Kloster zu gehen, um gemeinsam „Kurse‟ mit Novizinnen anderer Klöster zu besuchen. Der Inhalt dieser Kurse wird selbstverständlich von „Expertenteams‟ zusammengestellt, die durch die Föderation ernannt werden.

Die Schwester schreibt:

„Klausurierte Nonnen haben einen sehr vollen Tagesplan, der viele andere Dinge nicht erlaubt. Wir müssen schon mit der Million unerwarteter Dinge zurechtkommen, die jeden Tag auftauchen. Ich habe keine Ahnung, wie wir all diese lächerlichen Pläne einer ‚kontinuierlichen Weiterbildung‛ umsetzen sollen. Können sie nicht verstehen, dass das einfache gläubige Leben im Alltag genügend Möglichkeiten einer kontinuierlichen Weiterbildung bietet?‟

Offensichtlich nicht.

Wie ich in meiner ersten Analyse schrieb, beginnt das Dokument selbst – wir erinnern uns: das eine Gesetzesvorlage ist, ein rechtliches Dokument, das darlegt, was alle kontemplativen Frauenklöster nun tun müssen – damit, seine Prämisse für die Arbeit darzulegen:

„Im Kielwasser der Lehren vom  Papst Pius XII , bekräftigt durch das II. Vatikanische Konzil, beabsichtigte Papst Franziskus, in Vutum Dei quaerere den intensiven und fruchtbaren Weg vorstellen, den die Kirche in den letzten Jahrzehnten im Lichte der Lehren desselben Konzils und unter Berücksichtigung der veränderten soziokulturellen Bedingungen gegangen ist.“

Mit anderen Worten: Es ist der „intensive und fruchtbare Weg‟ der letzten Jahrzehnte der Kirche seit dem II. Vatikanum, den alle Klöster klausurierter kontemplativer  Nonnen nun gehen müssen. Jeder der nun meint, dass die Autoren des Dokuments Freiraum lassen werden, dass es Dispensen für traditionelle oder „konservative‟ Gemeinschaften geben wird von ängstlichen und eingeschüchterten vatikanischen Körperschaften wie Ecclesia Dei, hat es versäumt, aufmerksam zu sein.

In den letzten 20 Jahren haben „konservative‟ Katholiken auf das Aufblühen einiger Gruppen von Schwestern – hauptsächlich in den USA – hingewiesen, die sich vom „intensiven und fruchtbaren Weg‟ entfernt und einiges des traditionellen Beiwerks des Ordensliebens wieder eingeführt hatten. Sie verweisen auf die Dominikanerinnen von Nashville, die Missionarinnen der Nächstenliebe, die Armen Klarissen in Alabama, wo es zumindest die Habits, (einige) Gesänge, Gemeinschaftsleben und gemeinsame Apostolate gibt. Aber genau diese Zeichen von Verweigerung des Programms sind es, welche die Despoten des Neuen Paradigmas erzürnt haben, die nicht ruhten, bis das auch das letzte selbstständige Haus eines Ordenslebens vereinnahmt war, unterwandert mit der neuen Ideologie. Die kleinen grünen Schösslinge der Hoffnung, welche die gläubige katholische Welt mit so großer Freude gesehen hat, sollen nun in den Frost des ewigen Winters von Vatikan II zurückgestampft werden.

In in der weiterführenden Analyse, die diesen Artikel folgen wird, können wir sehen, dass es der Zweck dieses Dokumentes ist, die totalitären Fantasien der antikatholischen Revolutionäre zu erfüllen, die sich nun, 50 Jahre nach ihrem ursprünglichen Beinahe-Erfolg, dem Ende ihres Lebens nähern. Seine Absicht ist es, zu säubern; entweder die verbliebenen Widerspenstigen in die volle nachkonziliare „Reform“, die in den 60er von den Revolutionären eigeführt wurde [gewissermaßen wie Vieh] zusammenzutreiben – jene, die sogar den besänftigten und beschwichtigenden Stufen widerstanden, die typisch sind für „Konservative“ –– oder sie zu schließen.

Die Sache ist die: das Ergebnis wird offensichtlich dasselbe sein, egal auf welchem Wege es erreicht wird. Die ganze Welt kann sehen was dem Ordensleben geschieht, welches das Neue Paradigma des Deuterovatikanismus annimmt. Ich habe eben ein privat erstelltes Dokument erhalten, das die Sitzungsergebnisse der vereinigten Unbeschuhten Karmelitinnen in Europa von 2009 zusammenfasst. Die Zahlen sind absolut trostlos.

Föderation: Belgien

Anzahl der Konvente: 11

Anzahl der Nonnen: 120
Feierlche Professen: 119
In Ausbildung: 1

Durchschnittsalter: 73

Föderation: Belgien-Luxemburg

Anzahl der Konvente: 11

Anzahl der Nonnen: 122
Feierlche Professen: 117
In Ausbildung: 5

Durchschnittsalter: 75

Föderation: Deutschland

Anzahl der Konvente: 14

Anzahl der Nonnen: 178
Feierlche Professen: 170
In Ausbildung: 8

Durchschnittsalter: 66

Die übrigen Zahlen sind ähnlich, und ich werde einige Details des Dokuments im nächsten Beitrag dieser Serie analysieren, aber die übrigen Antworten zum Frageboben des Generals erzählen eine ähnliche Geschichte. Die deutsche Föderation veröffentlichte eine Zusammenfassung der Anstrengungen, die unternommen wurden, um diese Probleme anzugehen.

„Eingeschlagener Weg: 15 Jahre lang haben sie Ausbildungskurse organisiert: kontinuierliche Ausbildung und Erstausbildung, ebenso für Ausbilder. Meetings für Priorinnen.

Derzeitige Probleme: Sind sehr alt geworden. Manche Schwestern sind in Pflegeheimen, die von Franziskanerinnen geführt werden. Mögliche Lösungen: Zwei Konvente beabsichtigen sich zusammenzuschließen.“

Das ist die Todesspirale. Und es ist genau dieser „intensive und fruchtbare Weg“, der seit 1965 von fast allen katholischen Klöstern der Welt eingeschlagen wurde, den nun Cor orans den sehr, sehr wenigen Verweigerern aufzuzwingen versucht.

Werbeanzeigen

Hilary White, „Cor Orans ist die Totenglocke des Karmels‟ (1 von 2)

bl-anna-maria-von-jesus-die-heilige-teresa-von-avila-und-bl-anne-des-hl-bartholomaus-karmeliten-heiligen-kirche-stella-maris-haifa-israel-cc3f3p

Eine Schwester spricht: „Cor Orans ist die Totenglocke des Karmels‟

Written by  Hilary White

Unter den ersten Teil meiner laufenden Analyse von „Cor Orans‟ schrieb ein Kommentator:

„Wenn der Feind eine Seele nehmen will, versucht er, dass sie das Beten aufgibt.‟

Was aber geschieht, wenn der Feind die Kirche einnehmen will?

Der Vatikan präsentiert eine Wahlmöglichkeit: Die Welt oder Christus.

„Der Prolog (der Regel des Heiligen Benedikt) hat uns diese Wahlmöglichkeiten gegeben, die Welt oder Unsern Herrn, als sich gegenseitig ausschließende Alternativen; wir können nicht neutral bleiben, sondern müssen uns ganz für das eine oder das andere entscheiden.‟  Dom Paul Delatte, OSB, Abt von Solesmes

Heute erhielt ich eine Email von einem Kloster klausurierter Karmelitinnen bezüglich des neuen Dokuments der Kongregation für das geweihte Leben des Vatikans. Sie helfen mir, dieses Dokument zu prüfen, indem sie sich freundlicherweise freiwillig als Berater zur Verfügung stellten um es mir aus der „Innensicht‟ zu verstehen helfen. Ich sollte hinzufügen, dass dies kein Kloster ist, das man als „traditionalistisch‟ bezeichnen würde. Sie haben nur die Novus Ordo Messe und benutzen das neue Stundenbuch in ihrer Landessprache. Aus nahe liegenden Gründen kann ich sie nicht identifizieren oder gar sagen, in welchem Land sie leben.

Schwester T., eine Ewige Professe und leitendes Mitglied des Klosterrates, schrieb mir auf Englisch in Form einleitender Bemerkungen in ihrer längeren Analyse des Dokuments, das in Kürze erscheinen wird:

„Das Dokument Cor Orans ist die Totenglocke des Karmels. Es signalisiert das Ende des kontemplativen monastischen Lebens. Es zerstört nicht nur die Autonomie der Klöster, etwas, worauf unsere Heilige Mutter, St. Teresa, in höchstem Maße bedacht war, sondern es beseitigt die Ordensoberin, löst ihre Autorität und Macht auf, schafft die finanzielle Unabhängigkeit jedes Klosters ab und zerstört die Besonderheit eines jeden Charismas.

Dies ist ein Desaster. Besonders für den Karmel.‟

Ich stelle diesem erschreckenden Kommentar jene Worte gegenüber, die von dem Mann kommen, der unmittelbar für „Cor orans‟ verantwortlich ist, Kardinal João Braz de Aviz, der brasilianische Präfekt der Kongregation für das geweihte Leben und die Gesellschaften für das apostolische Leben, in einer Rede von 2015 zu Leitern der religiösen Ausbildung, in der er ganz klar darlegte, was drei Jahre später in diesem Gesetzentwurf kommen würde; wie die Zeitschrift National Catholic Reporter in einem Artikel schrieb, war dieses Treffen „beispiellos‟; 1200 Ausbildungsleiter [Novizenmeister] für religiöses Leben waren bei der Kongregation für das geweihte Leben zusammengekommen, um die neuen Marschbefehle zu hören.

Dies ist das Programm:

„Entfernen Sie sich nicht von den großartigen Grundsätzen des Zweiten Vatikanischen Konzils.‟

„In der Tat, bringen sich jene um, die sich vom Konzil distanzieren, um einen anderen Weg zu gehen – früher oder später werden sie sterben. Sie werden keine Bedeutung haben. Sie werden außerhalb der Kirche sein. Wir müssen aufbauen, indem wir das Evangelium und das Konzil als Ausgangspunkte nehmen.‟

Nachdem er diese Drohung ausgesprochen hatte, fuhr der Kardinal fort, indem er sagte, dass, weil die „Bedürfnisse‟ des modernen Menschen grundlegend anders seien als sie in der Vergangenheit waren, es keinen Grund gebe, zu sehr an dem festzuhalten, was die Gründer – Menschen wie St. Antonius, St. Augustinus, St. Johannes Cassian, St. Benedikt, St. Bruno, St. Dominikus, die Heiligen Franziskus und Klara, Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz – wollten.

„Diese Umstände haben sich geändert. Und das Konzil erinnert uns daran, dass das konsekrierte Leben Jüngerschaft Christi sein muss … Jüngerschaft der Gründer, deren wir uns erinnern, aber [wir] müssen auch offen sein für die Kultur des gegenwärtigen Augenblicks.‟

„Wir dürfen uns neuen Dingen nicht verschließen. Gott ist nicht statisch‟, sagte der Kardinal. „Gott ist immer neue Bewegung – von Licht, von Hitze, von Darlegung. Er spricht in jeder Zeit zu Frauen und Männern mit der wahren Sprache der jeweiligen Zeit.‟

Vom Sekretär der Kongregation, Erzbischof José Rodríguez Carballo, wird berichtet, er habe gesagt:

„Mit dieser ausdrücklichen Reverenz an das Zweite Vatikanische Konzil weisen wir auf unsere tiefe Überzeugung hin, dass wir das Konzil als in der Ausbildung zum konsekrierten Leben nicht verhandelbarer Wert verehren.‟

Weder das Charisma des Ordens, noch die Regel oder die Tradition der Kirchenväter, noch die Kirchenlehrer, noch die Mystiker noch irgendeine der 2000 Jahre alten Traditionen des Klosterlebens, von den Wüstenvätern zu den Giganten der Tridentinischen Zeit; nur Vatikan II. Und nur, offensichtlich, eine einzige „Interpretation‟ desselben, als sollten wir uns nach dem Gutdünken von  Braz de Aviz richten, die über die zerzausten Federn der Leadership Conference of Women Religious ausgegossen wurden – die giftigste antikatholische Organisation „katholischer‟ Ordensleute auf der Welt – und nach derer teuflischen Verfolgung der Franziskaner der Immakulata (FFI).

Carballo fährt mit seinen Bemerkungen fort, indem er uns einen Hinweis zu seinen Gefühlen bezüglich des streng klausurierten kontemplativen Ordenslebens gibt:

„Ein geweihtes Leben, ein Leben in Gott, jedoch eingefügt in die ekklesiale Familie, in die Kirche – eingefügt in die Welt. Nicht in Konflikt mit der Welt, sondern eingefügt in Kontinuität‟ sagte er.

Da muss man sich fragen, was dieser Mann aus einem Kommentar des großen Dom Paul Delatte machen würde, dem zweiten Abt von Solesmes und Nachfolger des Wiederbegründers, der in seinem Kommentar zur Regel des Heiligen Benedikt schrieb:

„Der Prolog stellt uns vor diese Wahl: die Welt oder Unser Herr, als sich gegenseitig ausschließende Alternativen; wir können nicht neutral bleiben, sondern müssen ganz dem einen oder ganz dem anderen gehören.‟

„Nachdem wir in Christus eingetreten sind durch die Taufe und durch das klösterliche Versprechen, sollten wir uns so weit wie möglich von der Welt fernhalten und keine Verbindung zu ihr haben. Es soll zwischen uns nicht mehr Umgang sein als zwischen zwei Körpern ist: ‚Die Welt ist mir gekreuzigt und ich der Welt.‛‟

„Lasst uns auf der Hut sein gegenüber dem Denken, es könne manchmal angemessen sein, die Differenzen abzumildern, die Distanz, die uns trennt, zu vermindern. Der Apostel warnt uns, dass wir Gott nur gefallen können, indem wir die Integrität unseres wahren Lebens erhalten: ‚Niemand, der ein Soldat Gottes ist, verwickelt sich in weltliche Geschäfte, auf dass er dem gefalle, dem er sich verlobt hat.‛ Die Welt nimmt Anstoß, wenn wir nachgeben, und die Worte der Nachfolge [Christi] sind immer erfüllt: ‚Manchmal denken wir, anderen mit unserer Gesellschaft zu gefallen; wohingegen wir vielmehr beginnen, ihnen zu missfallen durch die schlechten Eigenschaften, die sie in uns entdecken.‛‟

Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (4 von 4)

Armand_Gautier_-_Three_Nuns_in_the_Portal_of_a_Church_-_Walters_371383

Wer gründet neue Klöster und warum?

Im Lauf der Kirchengeschichte war es das Vorrecht der Bischöfe, neue Häuser kontemplativer Orden in ihren eigenen Diözesen zu errichten. Nun, da der Papst den Bischöfen verboten hat, dieses alte Recht auszuüben, können die Föderationen laut diesem Dokument selbst Gründungen errichten.

  1. Die Gründung eines Nonnenklosters – unter Beachtung der Ausführungen unter Nr. 39 der vorliegenden Instruktion – kann von einem einzelnen Kloster oder durch Initiative der Föderation durchgeführt werden, wie von der Föderationsversammlung festgesetzt[9].

Einer einzelnen monastischen Gemeinschaft, die sich entscheidet, ein Kloster zu gründen, muss überdies von der Föderation „geholfen“ und es muss von ihr geführt werden:

  1. Bei der Entscheidung eines einzelnen Klosters, ein neues Kloster zu gründen, intervenieren die Föderationspräsidentin und die Ordensassistentin der Oberin des gründenden Klosters. Das Urteil über die Gründung eines neuen Klosters durch die Föderation wird im Rahmen des Föderationsrates gefällt.

Artikel 39 berichtet uns einige Kriterien für die Klostergründung, die „im Ganzen und in ihrer Gesamtperspektive betrachtet werden müssen.“

  1. a) Eine Gemeinschaft, der ein gutes Zeugnis des brüderlichen Lebens ausgestellt wurde, zusammen mit „der notwendigen Vitalität im Leben und Weitergabe des Charismas“, die aus mindestens acht Nonnen mit feierlichen Gelübden besteht, „sofern die meisten nicht im vorgerückten Alter sind.“

  1. b) Neben der Anzahl werden besondere Fertigkeiten einiger Nonnen der Gemeinschaft erfordert, die im Besitz folgender Fähigkeiten sein müssen: als Oberin: Dienst der Autorität; als Ausbilderin: Erstausbildung der Kandidatinnen; als Cellerarin [Ökonomin]Verwaltung der Güter des Klosters.

  1. c) Räume, die an den Lebensstil der Gemeinschaft angepasst sind, um sicherzustellen, dass die Nonnen regelmäßig das kontemplative Leben pflegen können nach der Natur und dem Geist ihres Instituts.

  1. d) Wirtschaftliche Verhältnisse, die garantieren, dass die Gemeinschaft selbst für den Lebensunterhalt sorgen kann.

Einer dieser Punkte ist nicht wie die anderen. Haben Sie es bemerkt? Ein Kriterium sticht unbestimmt und vage heraus im Vergleich mit den anderen konkreten und messbaren Standards. Ein Aspekt der legislativen Analyse, den ich früher gelernt habe, war, dass die benutzten Begriffe von größter Wichtigkeit sind. Wenn ein Begriff vage oder nicht korrekt definiert ist, so ist dies ein „Schlupfloch“. Oder man könnte es vielleicht als Vorwand beschreiben: Etwas, wo jemand, der ein bestimmtes Ergebnis erzielen möchte, einen Gesetzestext ergreifen kann, um ihn wie eine Axt zu verwenden.

Wie also soll exakt bestimmt werden – und durch wen -, dass eine Gruppe von Nonnen die „notwendige Vitalität im Leben und Weitergeben des Charismas“ besitzt? Was genau bedeutet der Begriff „Vitalität“ und wie misst man sie und wie viel davon wird verlangt?

Ist dies einer der kleinen persönlichen heimlichen Ausdrücke von Papst Franziskus, deren Bedeutung er alleine weiß? Wie das Geheimnis, wie Nonnen geziemend lächeln müssen? Gehört die Einbeziehung komplett subjektiver Kriterien in ein juristisches Dokument? Oder stehen sie in diesem Dokument, um Prälaten Deckung zu bieten? Der nächste Artikel sagt uns: „Es liegt in der Verantwortung des Heiligen Stuhls, das Vorhandensein dieser Bedingungen zu beurteilen“ Haben sie in der Kongregation für das Geweihte Leben ein elektronisches Messgerät in einem Schrank, das die „Vitalität des Charismas“ misst?

Dies scheint eine wichtige Frage zu sein, da Artikel 70 über die Auflösung eines Klosters sich darauf bezieht:

Unter den Kriterien die dazu beitragen können, das Urteil der Schließung eines Klosters zu bestimmen, nachdem alle Umstände untersucht wurden, sollten die folgenden Punkte insgesamt betrachtet werden: die Anzahl der Nonnen, das vorgerückte Alter der Mehrzahl der Mitglieder, die reale Fähigkeit das Haus zu führen und [den Nachwuchs/die Nonnen] aus-/weiterzubilden, Mangel an Kandidaten für eine Anzahl von Jahren, Mangel an der nötigen Vitalität im Leben und Weitergabe des Charismas in dynamischer Treue[10].

Sie werden angegliedert; Widerstand zwecklos …

Es scheint, dass zwei Themen dieses Dokument bestimmen: einen gewissen Wert der „Autonomie“ als unverzichtbares Kriterium für Lebensfähigkeit zu schaffen, und gleichzeitig Übersicht und Kontrolle bis ins Kleinste darüber zu haben, wer dies bestimmt. Kurz gesagt, ein Kloster muss autonom sein, aber Himmel hilf der Gemeinschaft, die ihre Unabhängigkeit geltend macht.

Die Artikel 54 – 64 bieten zwischenzeitlich einen Maßstab für den Fall der „Unfähigkeit“, was wirklich mehr als zweitrangig ist. Wenn einmal ein Mangel an Autonomie festgelegt wurde …

54. Eingliederung ist eine besondere Form der Hilfe, welche der Heilige Stuhl in besonderen Situationen festsetzt, zugunsten einer Klostergemeinschaft sui juris die nur eine behauptete Autonomie hat, aber in Wahrheit eine bedenkliche oder tatsächlich nichtexistierende.

 

55. Eingliederung wird wie eine juristische Unterstützung gestaltet, die bestimmen muss, ob die Unfähigkeit, das Leben des autonomen Klosters in all seinen Dimensionen nur vorübergehend oder irreversibel ist, indem sie der Gemeinschaft des eingegliederten Klosters hilft, Schwierigkeiten zu überwinden oder alles zu ordnen was notwendig ist, um dieses Kloster auflösen zu können.

Wie funktioniert die Eingliederung? Nun, die Föderation und der Heilige Stuhl haben es herausgearbeitet:

56. In diesen Fällen ist es die Aufgabe des Heiligen Stuhls, die Möglichkeit der Einrichtung einer ad hoc Kommission zu beurteilen, die vom Ordinariat, der Föderationspräsidentin, die Föderationsassistentin und der Generaloberin des Klosters gebildet wird.

 Es wird nun langsam klar, dass die Föderation nichts weniger sein wird als das Big Brother Killerkommando der Kongregation für das geweihte Leben. Es ist erinnerungswürdig, was im Fall eines deutschen Männerklosters geschah, in dem der Obere versuchte, die Gemeinschaft zu den Gebräuchen vor dem II. Vatikanum zurück zu führen. Trappistenkloster Mariawald – 900 Jahre alt – wurde schließlich aufgelöst, zu Tode eingegliedert.

Der Ordensobere hatte den fatalen Fehler begangen offen zu erklären – 2008, nach der Veröffentlichung von Summorum Pontificum – dass die Probleme des Klosters begannen, als es die neuen liturgischen Riten angenommen hatte und die Trends aller Ordensleute nach dem II. Vatikanum einführte, und dass die Lösung ganz klar die war, zu den Pfaden vor dem Konzil zurückzukehren. Mariawald wurde daraufhin eingegliedert – auf die Art und Weise, die das Dokument beschreibt – in ein liberales Haus in den Niederlanden, dessen Oberer – wen wird es überraschen – entdeckte, dass das Haus hoffnungslos gespalten war und nicht gerettet werden konnte.

Was eine erzwungene Eingliederung zu einer wahrhaft verheerenden Waffe gegen konservative oder traditionelle Gemeinschaften macht ist die Bedingung, dass ein eingegliedertes Kloster seine eigenen Novizen nicht ausbilden darf:

60. Das eingegliederte Kloster kann Kandidaten aufnehmen, aber das Noviziat und die Ausbildung muss im aufnehmenden Kloster geschehen oder in einem anderen Kloster, das von der Föderation gegründet wurde.“

Das bedeutet selbstverständlich, dass das Ausbildungsteam des aufnehmenden Klosters bestimmt, dass widerspenstige, „neo-pelagianische“ Postulanten und Novizen entlassen werden.

~

Wir sind nun ungefähr bei Artikel 155 des Dokuments. Teil zwei folgt.

 

[9] So viel zum Prinzip der Subisidiarität. Ich kann mir vorstellen, wie es wäre, in einem Kloster zu leben, das von einem Komitee gegründet wurde.

[10] Wir gehen nun von der „dynamischen Treue“ in Schweigen über …

Quelle: https://remnantnewspaper.com/web/index.php/ fetzen-fliegen/item/3906-pope-francis-vs-contemplative-orders

Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (3 von 4)

Armand_Gautier_-_Three_Nuns_in_the_Portal_of_a_Church_-_Walters_371383

Lustig, falls Sie Autonomie erwähnen: Bioethik und die Auflösung „nicht lebensfähiger“ Klöster

Es ist witzig, dass das Schlagwort des Tages in Rom „Autonomie“ sein sollte. Wie wir sehen werden, ist das Dokument das, was ich oben einen „Hackklotz“ genannt habe. Vultum Dei quaerere machte klar, dass dieser Gesetzestext eine Reihe rechtskräftiger Kriterien bringen würde, durch die ein Kloster als lebensfähig – Ordensleben als wert zu leben gewissermaßen – betrachtet werden kann, und dass jene, die als beim Test „durchgefallen“ betrachtet werden, geschlossen werden.

Beachten Sie die Sprache, die hier verwendet wird:

Wenn die Situation der Unfähigkeit irreversibel ist, ist die Lösung [des Problems], ebenso schmerzhaft wie notwendig, die Auflösung des Klosters.

Dies rief eine Erinnerung in mir wach. „Unfähigkeit“ … wo hatte ich diesen Ausdruck zuvor schon einmal gehört? Die Meisten Anhänger der Pro-Life-Bewegung in Großbritannien werden Ihnen sagen, dass es der Mental Capacity Act” [übersetzt etwa: Denkvermögensgesetz] von 2005 war, das im Britischen Gesetz das Konzept einführte, dass eine Person mit dauerhaft „reduzierter Kapazität“ [des Denkvermögens] legal von den Ärzten verhungert und/oder verdurstet werden lassen kann, damit er stirbt.

Das ist die Welt, die Sprache, der Bioethik, angewendeter Utilitarismus, nach seinen drei bioethischen Kriterien „Gerechtigkeit, Wohltätigkeit und Autonomie[6]“ auch „Prinzipienethik“ genannt – d. h. Die Fähigkeit des Patienten, seine „Autonomie“ oder „Lebensqualität[7]“ zu beweisen, ob gegenwärtig oder potentiell, entscheidet über sein Schicksal. Diese Reihe von Kriterien werden nun in medizinischen Einrichtungen der gesamten westlichen Welt angewandt, ein „neues Paradigma“ der Ethik, welches die traditionelle Medizin-Ethik des „Hippocrates-“ oder „Naturrechts” ersetzt.

Unter diesem System liegt die Beweislast im Endeffekt auf dem Patienten, der nach den neuen Kriterien beweisen muss, dass er wert ist, medizinische Behandlung zu erhalten – weiter zu leben. Medizinische Behandlung (die nach der Rechtsprechung Essen und Trinken beinhaltet) kann Patienten entzogen werden, denen es nicht gelingt zu zeigen, dass sie sich genügend erholen werden, um zu einem autonomen Leben zurückzukehren.

Gesundheitssysteme wie das Großbritanniens haben Regierungsverordnungsbehörden die „Richtlinien“ herausgeben, um allgemein gültig zu bestimmen, wie die Gelder im Gesundheitswesen zugeteilt werden. Die Umsetzung dieser Richtlinien werden von professionellen Bioethikern kritisch begutachtet, die dabei ihre utilitaristischen Kriterien anwenden. Wenn die Beurteilung zu Ungunsten des Patienten ausfällt, beinhaltet die „Behandlung“, die man zum „besten Nutzen“ des Patienten empfiehlt, sein Ableben, häufig dadurch herbeigeführt, indem man ihm Nahrung und Flüssigkeit entzieht und/oder langsam tödliche Dosen von Beruhigungsmitteln verabreicht. Der Staatliche Gesundheitsdienst (NHS) in Großbritannien ist gerade mit der Erklärung vor Gericht gegangen, dass sie das Recht erhalten müssen, Patienten zu töten, welche den Bioethik-Test nicht bestehen, und hat gewonnen.

Das Ergebnis war eine stille Terrorherrschaft, in der ältere und behinderte Menschen begannen, Karten bei sich zu tragen, auf denen in Juristensprache geschrieben steht, dass sie nicht von ihren Ärzten getötet werden möchten. In einem Fall zog ein Mann mit ALS gegen den NHS vor Gericht, in einem letztendlich erfolglosen Versuch, seinen medizinischen Mord von vornherein auszuschließen, wenn seine Krankheit ihn unfähig macht. In anderen Worten, das System ist gegen den Patienten verbündet, zugunsten der Regierung, die alle Karten in der Hand hat.

Behalten Sie diese Tatsachen im Hinterkopf, wenn wir nun den Rest des Dokumentes lesen. Ich denke, wir können eine beinahe perfekte Analogie finden, indem wir den Begriff „Patient“ durch „Kloster“ ersetzen. Nun denken Sie darüber nach, wie man Konzepte wie „Autonomie“, „Lebensfähigkeit“, „Unfähigkeit“, „Lebensqualität“ und „gerechte Verteilung rarer Ressourcen“ auf diesen Kontext anwenden könnte.

Wenn die Sprache des Utilitarismus als Leitkriterien für das kontemplative Ordensleben in Dokumenten des Vatikans erscheint, muss man sich fragen, wann das ganze Projekt so verhängnisvoll entgleist ist.

Föderationen als Wachhunde des Vatikans

Nach diesem Gesetz müssen alle Klöster kontemplativer Nonnen zu einer Föderation gehören. Früher nur freiwillig und beratend, werden Föderationen nun die Macht haben, die Ausbildung der Kandidatinnen, Nonnen und ihrer Ausbilder zu überwachen, ebenso weitreichende Befugnisse bezüglich der zeitlichen Güter einzelner Klöster und die Macht, sie aufzuheben.

Das Dokument lässt keinen Zweifel daran, dass die Hauptaufgabe der Föderation sein wird, Konformität zu einem bestimmten Programm herzustellen und zu überwachen – der „starke und fruchtbare Weg“ der Kirche seit 1965 – sowohl innerhalb der verschiedenen Orden als auch zwischen ihnen:

141. Die Föderationsversammlung: 

  1. behandelt Themen von großer Wichtigkeit;
  2. trifft Entscheidungen und erlässt Normen, die von allen Nonnen befolgt werden sollen, nach der der definitiven Bewilligung durch den Heiligen Stuhl;

Mehr als einfach nur Föderationen; ein vielfältig bindendes Kontrollsystem

  1. Konferenz von Klöstern bedeutet eine Struktur der Gemeinschaft zwischen autonomen Klöstern, die zu verschiedenen Institutionen gehören und in derselben Gegend gelegen sind … insbesondere geographisch und sprachlich.

In anderen Worten, benediktinische Föderationen einer bestimmten Gegend werden eine „Konferenz“ bilden mit karmelitischen, dominikanischen und franziskanischen Föderationen, etc. Dies wird insbesondere für die Häuser der Karmelitinnen von Interesse sein, da diese generell mehr „konservativen“ Zielen zugeneigt sind. Stellen Sie sich ein Haus traditioneller Karmelitinnen vor, die regionalen Konferenzen beiwohnen – und versuchen, ihre Gebetszeiten einzuhalten – mit den Franziskanerinnen und ihren Break-Dance mit Luftballons und Gitarren … was für ein Spaß!

Und schließlich, im Falle, dass eine gesamte Föderation sich entscheidet, die Uhr zurückzudrehen, wird es einen Regenschirm für die Regenschirme geben; es wird Wächter geben, welche die Wächter überwachen:

  1. Konföderation bedeutet eine Verbindungsstruktur unter den Föderationender Klöster, errichtet vom Heiligen Stuhl, der die Statuten genehmigt, für das Studium der Themen, die mit dem kontemplativen Leben in Bezug auf das selbe Charisma zusammenhängen, um eine einheitliche Richtung und eine gewisse Koordination vorzugeben für die Tätigkeit der einzelnen Föderationen.

Weitreichende Macht

Föderationen werden nun besonders weitreichende Macht haben, sowohl über Finanzen und Besitz, und, insbesondere, über die Ausbildung der Nonnen. Die Föderation hat nun die Macht, die Erfüllung der Regeln zu überwachen, Regelverstöße dem Heiligen Stuhl zu berichten, neue Klöster zu gründen und dies, offensichtlich, um einzelne Klöster dazu zu „ermutigen“, ihre Güter „mitzuteilen“.

  1. Die rechtmäßig errichtete Föderation ist eine öffentliche juristische Person in der Kirche und daher in der Lage, zeitliche bewegliche und unbewegliche Güter zu erwerben, besitzen, verwalten und zu verkaufen, die in Übereinstimmung mit dem allgemeinen und besonderen Gesetz kirchliches Eigentum sind.

  1. Um die Einheit der Klöster am Leben zu erhalten und ein Ziel der Föderation umzusetzen, wird zu einem gewissen Austausch von Gütern unter den Klöstern ermutigt, der von der Föderationspräsidentin koordiniert wird.

  1. Der Austausch von Gütern in einer Föderation wird ausgeführt in Form von Spenden, Geschenken und Leihgaben,die Klöster andern Klöstern anbieten, die finanzielle Schwierigkeiten haben, und für den allgemeinen Bedarf der Föderation.

  1. Die Föderation betrachtet die Güter in ihrem Besitzals notwendige und nützliche Mittel, um ihre Ziele zu erreichen.

Finanzielle Anreize

Angesichts der Tatsache – wie wir unten sehen werden -, dass die Mittel zur Aufhebung von Klöstern vage und undefinierbare Begriffe wie „Lebensfreude und Förderung des Charismas“ und „dynamische Treue“ zum Charisma des Ordens beinhalten, und dass die Güter aufgelöster Klöster von der Föderation übernommen werden, mag einem die Frage vergeben werden, ob dies einen Anreiz schafft dafür zu sorgen, dass bestimmte Häuser aufgelöst werden[8]. Da das Dokument mehrere Mechanismen bestimmt, durch die eine Föderation Schwestern aus einem Kloster entfernen kann, könnte dies eine der unbedeutenden Fragen sein, die manche Oberinnen im Gedächtnis behalten möchten.

Artikel 94 fordert, dass, wenn eine Föderation kanonisch errichtet ist, sie danach streben muss, „rechtliche Anerkennung auch im bürgerlichen Bereich zu erhalten.“ Dies wird vermutlich auf Rechtsstreitigkeiten in Zivilgerichten über das Eigentum aufgelöster Klöster beruhen.

Artikel 73 über die Aufteilung der materiellen Güter eines Klosters, das komplett aufgelöst wurde:

Bei der Auflösung eines komplett aufgegebenen Klosters, wenn es keine überlebenden Nonnen gibt, wird bestimmt, dass die materiellen Güter eines aufgelösten Klosters in Übereinstimmung mit dem kanonischen und zivilen Recht in das Eigentum der nächsthöheren juristischen Person übergehen, dies ist die Föderation der Klöster, oder eine andere gemeinsame Struktur über den Klöstern, die ihr [der Föderation] oder der monastischen Frauenkongregation entsprechen, außer es wird vom Heiligen Stuhl anders bestimmt.

 

  1. Das Kapital (der Föderation)wird genährt durch die freiwilligen Spenden der Klöster, die Spenden der Wohltäter und durch die Einnahmen, die von der Veräußerung der Güter aufgelöster Klöster gewonnen werden, wie von der vorliegenden Instruktion festgesetzt.

 Verantwortung der Föderationen für die Ausbildung

117. Die Föderationspräsidentin wacht insbesondere über die Erstausbildung und Weiterbildung in den Klöstern um zu sehen, ob sie mit dem Charisma übereinstimmt, die dem Institut eigen ist, so dass jede Kommunität ein Leuchtturm sein kann, der den Lebensweg der Männer und Frauen unserer Zeit erleuchtet. Am Ende des Besuchs wird sie den Heilige Stuhl über die realen Möglichkeiten unterrichten, die das Kloster hat oder nicht hat, die Erstausbildung zu garantieren.

 

118. Die Ausbildung der Ausbilder und ihrer Mitarbeiter wird zum Teil den Klöstern und zum Teil der Föderation anvertraut; daher ist die Vorsitzende der Föderation aufgerufen, die Ausbildung in der Föderation zu stärken und die Teilnahme derer zu verlangen, welche den Dienst der Ausbildung durchführen; wenn dies nicht geschieht, wird sie den Fall dem Heiligen Stuhl berichten.

 

120. Nachdem die Föderationspräsidentin die Meinung der Föderationsversammlung gehört hat, wählt sie die passendsten Orte für die Abhaltung der Ausbildungskurse für die Ausbilder und ihre Mitarbeiter aus, ebenso wie jene, die berufen wurden, den Dienst der Amtsgewalt ausführen, die Länge der Kurse auf eine Art und Weise ausarbeiten, dass sie nicht nachteilig für das kontemplative Leben und die Gemeinschaft sind

[6] „Recht und Wohltätigkeit“ beziehen sich hier auf die Kommune, nicht auf den Patienten

[7] Bioethiker mögen es als abgetan erachten, dass, damit ein Leben genügend „Qualität“ hat, es genügend Autonomie demonstrieren muss. Abhängigkeit von anderen ist, wörtlich, ein Kapitalverbrechen.

[8] Der geneigte Leser mag denken ich übertreibe die Gefahr der materiellen Interessen, die hinter den Klosterschließungen steht, jedoch werden wir sehen, dass der Unterschied zwischen den Föderationen und dem Heiligen Stuhl auch eine Sache der Formalitäten ist, und es ist gut sich zu erinnern, dass der Sekretär der Kongregation für das geweihte Leben, Jose Rodrigues Carballo, eine polizeilich international gesuchte Person war, wegen des Verlustes von „zehntausenden von Millionen“ Euros aus den Kassen der Franziskanischen Minderbrüder, dem ersten Franziskanerorden, von dem er der Vorgesetzter war. Kurz nach Carballos Ernennung wurde entdeckt, dass das Büro der Schweizer Staatsanwaltschaft den Fall des verschwundenen Geldes der Franziskanerminoriten in Verbindung mit Drogen, Geldwäsche und Waffenhandel untersuchte. Carballo was Franziskus’ allererste Ernennung, am 6. April 2013, drei Wochen nach dem Konklave, und ihm gab der Papst den Auftrag, die verschiedenen Zweige der FFI [Franziskaner der Immakulata] u zerstören, und einen Hauptteil dieser Operation war es, die [Zweige der] FFI von Liegenschaften im Wert von etwa 30 Millionen Euro zu trennen.

Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (2 von 4)

Armand_Gautier_-_Three_Nuns_in_the_Portal_of_a_Church_-_Walters_371383

Autonomie versus Unabhängigkeit

Eines der Themen, dem sich die Medien verschrieben haben, ist die ganze Geschichte der „Autonomie“ von Klöstern. Viele der Schlagzeilen schrien: „Der Vatikan bestätigt die Autonomie der Nonnen“ oder ähnlich. Aber dieses Wort bedeutet nicht das, was sie meinen. Tatsächlich ist das Wort „Autonomie“ der Schlüssel zum Verständnis dieser ganzen Sache. Es erscheint in dem Dokument 16mal, und „autonom“ 30mal.

Tatsächlich wird „Autonomie“ als das einzige wichtigste Kriterium der Lebensfähigkeit eines Klosters dargestellt. Dies wird so oft wiederholt, dass man beinahe meinen könnte es gebe in Rom Bedenken, dass das „fruchtbare“ nachkonziliare monastische Leben in Gefahr sei, zu verpuffen … mit … Grund …

6. Monasterium sui juris bezieht sich auf das Ordenshaus einer weiblichen monastischen Gemeinschaft, die, im Besitz der notwendigen Mittel für ein Leben in echter Autonomie, legitim vom Heiligen Stuhl errichtet wurde und sich juristischer Autonomie unter dem Gesetz erfreut.

18. Um für ein Frauenkloster juristische Autonomie zu erhalten, wird echte autonome Lebensfähigkeit vorausgesetzt, d. h. die Fähigkeit, das Leben im Kloster in all seinen Dimensionen (Berufungen, Ausbildung, Leitung, Beziehungen, Liturgie, Wirtschaft …) zu leiten. In diesem Fall ist ein autonomes Kloster am Leben und lebensfähig.

43. Die Autonomie des Lebens, eine ständige Voraussetzung, die juristische Lebensfähigkeit zu erhalten, muss ständig von der Föderationspräsidentin verifiziert werdendie, wenn einem Kloster nach ihrem Urteil die Lebensautonomie fehlt, den Heiligen Stuhl im Hinblick auf die Bestellung einer ad-hoc-Kommission informieren muss.

67. Der Zusammenschluss (mit einem anderen Kloster, das vom Vatikan ernannt wird), kann eine Möglichkeit zur Erholung und Wiederbelebung sein, wenn die Autonomie teilweise gefährdet ist. Wenn die Situation der Unfähigkeit irreversibel ist, bleibt als ebenso schmerzvolle wie notwendige Lösung die Auflösung des Klosters.

121. Wenn ein autonomes Kloster keine echte Lebensautonomie besitzt, liegt es in der Verantwortung der Föderationspräsidentin, die Angelegenheit dem Heiligen Stuhl anzuzeigen.

Gleichzeitig definiert dieses Dokument den Begriff „autonom“ um, um Unabhängigkeit auszuschließen. Was in der kurzen Pressemeldung keine Erwähnung fand, war das Bestehen des Dokuments darauf, dass alle Nonnenklöster einer Föderation angehören müssen, und obwohl die Klöster „Autonomie“ demonstrieren müssen, wird ihnen wenig davon in Form von Selbstverwaltung zugestanden.

Wie wir sehen werden, sind die Föderationen nun ein vielschichtiges System interner Überwachung und zentralisierter Kontrolle, das Orwell in den Schatten stellt:

7. Föderation von Klöstern bedeutet eine Struktur der Gemeinschaft zwischen einigen autonomen Klöstern des selben Instituts[4], sie wird vom Heiligen Stuhl errichtet, der die Statuten genehmigt, so dass die zusammengeschlossenen Klöster dasselbe Charisma teilen und so die Isolation überwinden und regelmäßige Überwachung und ein kontemplatives Leben fördern.

Beachten Sie die Veränderung: „unabhängig“ wird durch „isoliert“ ersetzt[5].” Das erinnert mich an eine Unterredung, die ich mit der Oberin eines Benediktinerinnenklosters im Königreich England hatte. Sie sagte, sie hatte gedacht, dass der psychiatrische Test, der 2008 noch immer die große Mode in den Häusern ihrer Föderation war, übertrieben und nicht hilfreich war. Sie traute dem übermäßig säkularisierten Feld der Psychologie nicht zu bestimmen zu helfen, ob eine Kandidatin für das Ordensleben geeignet war; daher verlangte sie diesen Test nicht von den Postulantinnen ihres Klosters. Sie sagte auch, dass sie unter ständigem Druck stand, sowohl dem unterschwelligen Druck der allgemeinen Missbilligung der Mitschwestern als auch der offenen Bitte der Föderationsleitung, sich anzupassen. War dieses Kloster „isoliert“? Oder führte es gesetzeskonforme Selbstverwaltung durch?

Und gesetzt den Fall, Autonomie ist das einzige Kriterium für die Lebensfähigkeit eines Klosters so scheint es, dass der Heilige Stuhl nicht daran interessiert ist zu fragen, ob das Kloster tatsächlich dem Charisma treu ist, oder gar dem katholischen Glauben – eine Frage, die ernsthaften Katholiken eine zeitlang auf den Nägeln brannte. Das Wort „Treue“ erscheint in dem Dokument viermal, was uns eine Idee davon vermitteln mag, wie groß das Interesse des Vatikans an dieser Fragestellung ist.

[4] „Dasselbe Institut“ bedeutet den fraglichen Orden, ob Benediktinerinnen, Dominikanerinnen, Karmelitinnen etc.

[5] Ich würde so gerne von einem Oberen eines monastischen Klosters hören, der den Mut hatte, Rom zu sagen: „Tatsächlich, gesetzt den Fall, all unsere Ordensnächsten sind wütende neomodernistische Häretiker, wenn nicht Schismatiker, so denken wir, dass „Isolation“ etwas erstrebenswertes ist – wie eine Quarantäne während dem Ausbruch der Beulenpest – und wären daher gerne befreit von den Anforderungen der Föderation.“ Ich würde gutes Geld dafür bezahlen um den Purpurton zu sehen, der das Gesicht des wohlgenährten Braz de’Aviz überzieht.

Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (1 von 4)

Armand_Gautier_-_Three_Nuns_in_the_Portal_of_a_Church_-_Walters_371383

Wir präsentieren hier den Originaltext von Hilary White in der ausgezeichneten Übersetzung von Eugenie Roth, welche viele Opfer bringen musste, um diesen Text übersetzen zu können. Beten Sie für die beiden.

Ein Aspekt des Charakters von Papst Franziskus, der sowohl von den katholischen als auch den weltlichen Medien noch wenig erforscht scheint, ist seine offensichtliche Verachtung für das kontemplative Ordensleben – eine Facette des katholischen Lebens, die man als das am reinsten religiös von allen Unternehmungen der Kirche beschreiben könnte. Die Welt versteht es nicht oder will es nicht. Daher ist es so etwas wie ein Dorn im Fleisch von Bergoglio, und er hat wiederholt seine Verachtung dafür ausgedrückt. Als er z. B. 2016 ein Dokument über kontemplative Nonnen herausgab, machten sich die Gläubigen auf einen Anschlag gefasst.

Die Art und Weise der Herangehensweise an das kontemplative Leben vom Vatikan des Franziskus ist vermutlich das anschaulichste unserer gesamten Krise. Das Ziel des kontemplativen Lebens ist ein rein übernatürliches. Es hat keinen „Nutzen“ in dem Sinn, den die Bergoglianer – in den Worten ihrer politischen Machenschaften – oder die Welt verstehen könnte. Es gibt vermutlich keinen anderen Ort, wo die Unterschiede zwischen den beiden Programmen – das katholische Programm Christi und das Programm von Bergoglio/Kasper – sich deutlicher unterscheiden.

In seinem jüngsten Dokument „Gaudete et exultate“, angeblich über die Heiligkeit, attackierte der Papst den Wunsch der Ordensleute nach Stille und Einsamkeit, um im Gebet mit Gott allein zu sein, die Einheit mit Ihm zu suchen, indem er im Wesentlichen sagte, dass es der Natur des christlichen Lebens entspricht, gesellschaftlich aktiv zu sein, sich um materielle, weltliche Ziele zu sorgen. Bezüglich dieser Pfeiler des kontemplativen Lebens – tatsächlich jeder Form des Ordenslebens in der Kirche – setzte Franziskus eine weitere seiner falschen Dichotomien, Kontemplation im Gegensatz dazu, anderen zu dienen, indem er eine jesuitische Maxime als Imperativ für alle Katholiken ausrief: „Wir sind berufen, kontemplativ zu sein inmitten der Aktion, und in der Heiligkeit zu wachsen, indem wir verantwortlich und großzügig unsere besondere Mission ausführen.“

Der italienische Vaticanist Marco Tosatti kommentierte trocken:

„Freuet euch und frohlocket … aber nicht, wenn ihr klausurierte kontemplative Ordensleute seid.“

2016 schrieb ich, dass Franziskus‘ Apostolische Konstitution „Vultum Dei quaerere“ in gewisser Hinsicht das schädlichste Objekt des Abrissbirnen-Pontifikats bis dato war. Unglücklicherweise behandelte es ein Thema, das die Welt, und damit die moderne Kirche, so wenig kümmert, dass kaum jemand davon Notiz nahm. Das Dokument, das insbesondere an kontemplative Ordensfrauen gerichtet war, drohte damit, dass in etwa einem Jahr ein weiteres [Dokument] folgen würde, das genau darlegen sollte, was nun von den Nonnen verlangt würde, um ihre Berufung weiter ausüben zu können.

Das neue Dokument, das letzte Woche herausgegeben wurde, „Cor orans“, ist ein Gesetzestext, das bedeutet, es ist nicht mehr als eine Liste besonderer Normen oder Regeln – 289 an der Zahl! – die alle Gemeinschaften kontemplativer Nonnen nun befolgen müssen.

Eine kleine Bemerkung in Artikel 19 ist möglicherweise die knappste Beschreibung der Richtung, die für die Kontemplativen geplant wird:

„Ein Nonnenkloster wird wie jedes Kloster im Hinblick auf seinen Nutzen für die Kirche und für das Institut errichtet.“ (Hervorhebung vom Verfasser)

Moment mal … sein „Nutzen“? Ich denke, es ist berechtigt, wenn die Gläubigen dieses Vatikanische Dikasterium fragten:

„Nach welchen besonderen Kriterien wird der „Nutzen“ eines Klosters denn tatsächlich bestimmt?“

Man kommt nicht umhin, den Kriterien Beachtung zu schenken, die den Klöstern erlaubten, die revolutionären Säuberungen Europas im 18. und 19. Jahrhundert zu überleben. Ein Kloster, das den Säkularisten beweisen konnte, dass es „nützlich“ war, dass es für bedürftige Alte sorgen, Kinder unterrichten oder Kranke pflegen konnte, durfte bestehen bleiben. Jene, die rein kontemplativ waren – allein das Ziel der Anbetung Gottes hatten – wurden geschlossen.

Dies ist keine bedeutungslose Spitzfindigkeit der modernen Geschichte, sondern eine, die uns mehr über die Natur des gegenwärtigen Pontifikats sagt, dass die Häuser kontemplativer Orden von weltlichen Regimen immer angegriffen werden, angefangen bei Heinrich VIII. bis zur Sowjetunion.

Bruch? Was für ein Bruch?

Das erste, was Cor orans tut ist Kontinuität zu behaupten, sowohl mit der Theologie vor als auch nach dem II. Vatikanum. Im Vorwort scheint es ängstlich bemüht, eine „Hermeneutik der Kontinuität“ mit Pius XII und seinem Dokument Sponsa Christi Ecclesia von 1950 zu schaffen. Die Autoren bestehen darauf, dass es zwischen den beiden keinen Widerspruch gebe – außer, natürlich, wo es Widersprüche gibt – und dass beide, Pius XII und Franziskus, leidenschaftlich zu sehen wünschen, dass die Nonnen das „Ziel ihrer besonderen Berufung“ erreichen. Es beschreibt Franziskus als den, der dieses Dokument „im Kielwasser“ von Pius XII veröffentlicht[1].

Tatsächlich lud Papst Franziskus, indem er die Apostolische Konstitution Vultum Dei quaerere am 29. Juni 2016 veröffentlichte, um den Kontemplativen zu helfen, das Ziel ihrer besonderen Berufung zu erreichen, dazu ein, über den genauen Inhalt des geweihten Lebens allgemein und die monastische Tradition im Besonderen nachzudenken und ihn zu erkennen, aber er beabsichtigte nicht, Sponsa Christi Ecclesia zu widerrufen, das nur in einigen Punkten beeinträchtigt wurde. Als Konsequenz sind die beiden päpstlichen Dokumente als normgebend und in Kraft für Frauenklöster zu betrachten und müssen im Zusammenhang gelesen werden.

Aber selbstverständlich wird das ganze Spiel im nächsten Absatz verraten:

Im Kielwasser der Lehre von Papst Pius XII und bekräftigt durch das Ökumenische II. Vatikanische Konzil, beabsichtigte Papst Franziskus, den starken und fruchtbaren Weg, den die Kirche in den letzten Jahrzehnten eingeschlagen hat, im Licht der Lehren des selben Konzils und in Anbetracht der veränderten soziokulturellen Veränderungen in Vultum Dei quaerere darzulegen.

Ja, das sagt es aus.

Hier meine Übersetzung:

„Der ‚Weg‘ der Kirche in den letzten 50 Jahren war ‚fruchtbar‘. Woher wissen Sie das? Weil wir Ihnen das sagen.“

Mit anderen Worten, es gab seit dem II. Vatikanum keinerlei Probleme mit dem eingeschlagenen Weg, weder der Kirche noch des Ordenslebens. Alles, was geschehen ist, war in vollständiger und perfekter Kontinuität zwischen der Kirche vor und der Kirche nach [dem II. Vatikanum. Wörtlich: der Vor-Kirche und der After-Kirche]; Es gab keinen Riss oder Bruch mit der Vergangenheit. Alle Veränderungen, die von Klöstern vorgenommen wurden, waren vollkommen legitim und gut – „fruchtbar“ wenn, vielleicht ein wenig „intensiv“ – und wurden im „Licht der Lehren“ von Vatikan II und der „veränderten soziokulturellen Bedingungen“ vorgenommen. Es gibt also keinen legitimen Grund welcher Art auch immer für irgendein Kloster zu versuchen, die „Uhr zurückzudrehen“ in die Zeit der Normen oder Stile, die vor dem II. Vatikanum für das Ordensleben galten. Wer auch immer dies versucht, sind schlechte Nonnen (fügen Sie hier eine Reihe unverständlicher päpstlicher Beschuldigungen ein).

Dies könnte als der leitende Grundsatz des Dokuments betrachtet werden:

„Hier gibt es nichts zu sehen. Und wenn Sie sagen, sie sehen etwas, sind Sie das Problem.“

Selbstverständlich passt diese Art der mutigen Verkündigung sehr gut zu der Gewohnheit dieses Pontifikats, einfach zu behaupten, es gebe keine Probleme, und schwer beleidigt und wütend zu werden, wenn man auf das Gegenteil hinweist. Es ist Ihr Fehler, wenn Sie Widersprüche finden, nicht deren; sie haben gesagt, es gibt keine Widersprüche, also gibt es keine. Letztendlich ist dies das Pontifikat, in dem 2 + 2 = 5, wenn der Papst das sagt.

Die Ironie liegt selbstverständlich in der Sache, da dieses Dokument als legaler Hackklotz für die Auflösung eines jeden Hauses kontemplativer Nonnen dienen soll, das aus dem einen oder anderen Grund als kurz vor der Auslöschung stehend beurteilt wird oder aus irgendeinen Grund den Axthieb braucht. Warum braucht wohl der Vatikan ein Dokument, das umfassende Normen für die Klausur von Klöstern erlässt, die zu wenige Nonnen haben oder nicht ihren ursprünglichen Charismen folgen, wenn alles im Ordensleben seit dem II. Vatikanum erste Sahne war?

Erinnern Sie sich, dass dies von der Kongregation für das Geweihte Leben von Braz de’Aviz und Jose Rodriguez Carballo kommt. Dies ist der Kardinal Braz de’Aviz[2] der keine Zeit verschwendete und sich nach dem Neuen Paradigma richtete, als er gleich nach dem Konklave den Versuch seines Vorgängers endgültig abwies – und somit auch Papst Benedikt – den Vorsitz in der berüchtigten  Leadership Conference of Women Religious in the US [Anm. d. Übers. Vereinigung der progressiven Nonnen in den USA] innezuhaben. Er beklagte sich, dass er unter Kardinal Rode von dem Prozess ausgeschlossen worden war,  und später machte er große und öffentliche Anstrengungen, die ganz offen häretischste und politisierteste Organisation von Ordensschwestern auf der ganzen Welt zu beschwichtigen und zu besänftigen. Offensichtlich hatte der totale statistische Kollaps des Ordenslebens, der auf das II. Vatikanum folgte,[3] nichts mit den massiven Systemänderungen dieser Lebensform zu tun – von denen man immer behauptete, sie seien „vom Konzil verfügt“.

Und selbstverständlich sprechen wir über die Prioritäten eines Papstes, der sagte, dass der Anblick einer “restauratorischen” [d.h. traditionellen] Gemeinschaft, die sich einer großen Anzahl von Berufungen erfreut, ihn „quält“. Offensichtlich war diese Qual ernsthaft genug in dazu zu bewegen, eine der blühendsten Gemeinschaften in der modernen Kirche zu torpedieren; die hagere Erscheinung der Franziskaner und Franziskanerinnen der Immakulata spukt durch dieses Dokument.

[1] Daher scheint es für jemanden, der darüber schreibt was der Papst mit den Nonnen vorhat, eine nützliche Aufgabe zu sein, Sponsa Christi Ecclesia ebenso zu lesen wie Franziskus’ Apostolische Konstitution und diese aufmerksam zu vergleichen. Ich werde dies hier nicht tun, aber es wäre sicher hilfreich, die beiden Dokumente irgendwann einmal mit der Hilfe eines Experten zu untersuchen.

[2] Es ist wert sich daran zu erinnern, dass es der „konservative“ Benedikt war, nicht Franziskus, der Braz de’ Aviz in die Behörde berief, um Kardinal Rode zu ersetzen – vermutlich unter der guten alten „konservativen“ Rubrik des „großen Regenschirms“ – unter dem diese schuldhaft verspäteten Versuche begonnen wurden, das Ordensleben in den USA zu retten.

[3] Wir betrachten selbstverständlich nur die Zahlen und lassen lehramtliche Fragen außen vor.

Cor orans – die geplante Zerstörung

IMG_4733

Man muss etwas sehr gut kennen, um es zerstören zu können. So weiß man aus der Militärgeschichte, dass es genügte nur einen Bergpass zu besetzen, eine Brücke zu sprengen oder an einer Stelle den Nachschub abzuschneiden, um die Schlacht oder gar den ganzen Krieg zu gewinnen. Kennen Sie sich mit dem Bau von Industrieanlagen aus, so wissen Sie, dass das Anbringen einer einzigen zu kleinen Pumpe oder eines falsch ausgelegten Ventils zur Katastrophe führen wird, weil diese Fehlkonstruktion eine Kettenreaktion freisetzen wird. Um etwas zu zerstören, braucht man aber nicht nur das Know-How, sondern auch die kriminelle Energie oder die Bosheit. Eine jede Fehleranalyse kommt irgendwann einmal an den Punkt, an welchem man annimmt, dass man bewusst und willentlich oder unbewusst und unwillentlich mit einer falschen Prämisse arbeitete. Woran sieht man aber, dass es eine falsche Prämisse war? An den Auswirkungen. Wenn das sozialistische Wirtschaftsmodell überall auf der Welt nach 70 Jahren zusammenbrach, so erfolgte dies deswegen, weil es in seinem Ansatz (kein Privateigentum, Priorität des Kollektivs) falsch war. Reform hin oder her. Wenn die Reformen des Vatikanum II überall auf der Welt zum Zusammenbruch der Kirche führten, dann waren sie falsch. Punkt.

Nehmen wir mal die folgende Prämisse an:

I. Man wollte durch das Zweite Vatikanische Konzil der Kirche zum Aufschwung verhelfen, welcher in:

  1. Anzahl der Priesterberufungen,
  2. Anzahl der Ordensberufungen,
  3. Anzahl der Katholiken,
  4. Halten an der katholischen Lehre
  5. wachsender Heiligkeit

messbar ist.

Da alle Maßstäbe 1) bis 5) negativ sind, muss man zugeben, dass das Konzil sein Ziel nicht erreicht hat. Dennoch macht man auf dem Wege der Konzilsreformen weiter. Wir müssen also annehmen, dass unsere Ausgangsprämisse falsch war und die richtige lautet:

II. Man wollte durch das Zweite Vatikanische Konzil die irdische Kirche zerstören, was in:

  1. schwindender Anzahl der Priesterberufungen,
  2. schwindender Anzahl der Ordensberufungen,
  3. schwindender Anzahl der Katholiken,
  4. schwindendem Halten an der katholischen Lehre
  5. schwindender Heiligkeit

messbar und erfolgt ist.

Da man das Ziel (II) erreicht hat, so macht man erfolgreich bis zur Endzerstörung oder dem diabolischen Endsieg weiter. Macht das Sinn? Und wie!

Das Problem die zweite, richtige Prämisse anzunehmen, ist psychologischer Natur. Man weigert sich zu glauben, dass die Männer der Kirche die Kirche hassen und diese zerstören wollen. Aber genau das tun sie, sie tun es bewusst, weil sie Gott hassen und „diesen Bullshit“ nicht glauben. Woran glauben sie denn? An eigene Lust, Macht, Geld und Vergnügen, weil sie diabolische Narzissten sind. Warum verlassen sie die Kirche nicht? Weil sie nirgendwo an dieses Geld kommen werden, um sich z.B. Stricher und Kokain zu leisten. Auch an keine solche Macht. Denn die eigentliche Lust besteht in der Zerstörung, welche man so verpackt, dass die Opfer das Gift als eine Medizin runterschlucken werden. Das ist eben das Diabolische dabei. Es sind Saboteure Gottes, Saboteure der Heiligkeit. Es bereitet einem CIA-Maulwurf, der von innen heraus z.B. die Al-Kaida zerstört auch Lust das Werk des Gegners zu zerstören, es so zu tun, dass es keiner merkt und das Vertrauen der Feinde zu genießen. Mutatis mutandis einem KGB-Agenten bei der CIA. So denken diese Priester, Bischöfe und Kardinäle, so denkt Bergoglio. Das Ziel ist die Zerstörung, je mehr Ärgernis, desto besser. Nach uns die Sintflut!

Je mehr man aber im geistlichen Leben fortschreitet, desto mehr lernt man auch den Widersacher Gottes kennen. Der Teufel ist ein geistliches Wesen und er hat ausschließlich geistliche Prioritäten. Geld, Sex und Macht sind ihm gleich, er verwendet sie nur als Mittel zum Zweck. Wir haben in unserer Redaktion schon viele, technische und persönliche Probleme gehabt, aber niemals so viele wie von der Veröffentlichung der Übersetzung des Textes Papst Franziskus versus kontemplative Orden von Hilary White. Der Teufel hasst wirklich die kontemplativen Nonnen und er fürchtet sie. Warum? Weil sie Heiligkeit generieren. Nehmen wir ein Beispiel. Sie sind vermögend und haben viele Geldanlagen: A, B, C und D. Gleich wie viel Sie bei Kursverlusten bei A, B und D einbüßen, die Anlage C bringt Ihnen immer so viel, dass Sie davon überleben können. Würden Sie die Anlage C abstoßen, so sind Sie bald pleite, weil nichts Sicheres reinkommt. Das Ziel von Bergoglio ist nicht nur immer mehr Sünde, Sakrileg und Ärgernis in die Welt zu rufen – dies wäre mit Geldverlust gleichzusetzen – sondern langfristig zu bewirken, dass keine Heiligkeit produziert wird – keine Geldanlage C.

Wodurch wird Sünde verursacht?

  1. Amoris Laetitia – sakrilegische Kommunion für Ehebrecher,
  2. Mitis Iudex – Ungültigkeitserklärung auf Verlangen, faktischer Ehebruch und (a).

Geplant sind:

  1. Aufhebung des Priesterzölibats – Verringerung der Gnadenkraft der Sakramente
  2. Frauenpriestertum – keine Sakramente

Durch (a) und (b) wird Sünde produziert, durch (c) und (d) Gnade reduziert. Wer produziert denn noch Heiligkeit, d.h. wer bringt Gott ein wohlgefälliges Opfer des Gebets, der Sühne, der Keuschheit dar? Ausschließlich weiblichen kontemplativen Frauenorden.

Was sind 99,9% unserer Priester?

Ungläubige, modernistische, homosexuell/heterosexuelle Konkubinarier. Bei Bischöfen ist der Koeffizient 2, bei Erzbischöfen 3, bei Kardinälen 4 zu setzen.

Was sind 99,9% unserer tätigen Frauenorden?

Verweltlichte, aktivistische Wirtschaftsunternehmen.

Was sind 99,9% unserer tätigen Männerorden?

Verweltlichte, aktivistische Wirtschaftsunternehmen, die ungläubige, modernistische, homosexuell/heterosexuelle Konkubinarier enthalten.

Was sind 99,9% unserer Laien?

Das wissen Sie doch selbst …..

Welche Geldanlage bringt also noch überhaupt Geld? Die kontemplativen Frauenorden. Daher ist ihre geplante Zerstörung absolut logisch und strategisch nachvollziehbar. Sie sollen aufgelöst, zu Föderationen zusammengelegt werden, ihr Nachwuchs, falls sie welchen haben, soll indoktriniert und vertrieben werden. Wer wird denn noch in einen kontemplativen Frauenorden eintreten, wenn sie diese Regelungen kennt? Niemand und darum geht es ja. Der Schlag gegen die kontemplativen Frauenorden ist, allem Anschein zum Trotz, der verheerendste der gesamten Bergoglio-Herrschaft. Denn, wenn Sie auch fast pleite sind und dennoch eine einzige Einkommensquelle haben, dann können Sie sich mit der Zeit emporarbeiten. Haben Sie aber keine Einkommensquellen, dann ist das nicht mehr möglich. Die kontemplativen Frauenorden waren wirklich die einzige, verbleibende Einkommensquelle der nachkonziliaren Kirche, welche zwar viel geringer als die vorkonziliare ist, dennoch aber noch vorhanden war. Jetzt soll auch noch diese Gnadenquelle trockengelegt werden.

„Was geht es uns an? Wir haben doch unsere Familien.“

Sehr viel, denn es wird so sein als würde kein  Niederschlag  verdunsten und sich kein Regen bilden. Der Wasserkreislauf wäre unterbrochen, das Wetter auseinander reguliert, der Polarstrom würde zu fließen aufhören. Die Konsequenzen werden bald sichtbar sein. Wenn Sie als Vater und Mutter sich über die Verrohung der Sitten in der Schule Ihres Kindes Sorgen machen, dann setzte diese Verrohung im Jahre 1962 an als der Schalthebel der Heiligkeit umgelegt wurde. Man begann Gott weniger zu opfern und Ihn weniger anzubeten, sodass sich die dämonische Dunkelheit ausbreiten konnte, welche jetzt alles verschlingt. Es war nicht „die Gesellschaft“, es war die Kirche, welche am 1962 den geistlichen Kampf aufgab. Es ist ein spiritueller Kampf, mit spirituellen Mitteln, mit spirituellen Eliteeinheiten – den kontemplativen Nonnen, die sich noch irgendwie halten, aber jetzt ausgemerzt werden sollen. Der Teufel hasst die Nonnen, er hasst die Reinheit, die Keuschheit, er hasst auch die Frauen, weil eine Frau, Maria, ihn bezwungen hatte. Jeder Katholik hat marianisch zu sein, weil er in seinem Innern Christus zur Welt bringt, dem er in sich die Wohnstätte bereitet. Aber nicht jeder ist so rein, keusch und aufopferungsbereit wie eine kontemplative Nonne. Deswegen haben sie einen höheren Umrechnungsfaktor als wir. Stellen Sie sich vor in Ihrer Gemeinde gebe es eine Kopfsteuer von 10% Ihres Einkommens und dorthin würde ein Milliardär ziehen. Seine 10% wären doch mehr als die Steuergelder aller Bewohner zusammengenommen. Genauso ist es auch mit dem Generieren der Heiligkeit. Deswegen hat der Teufel die Heiligen so sehr verfolgt, weil für ihn nur die Qualität und nicht die Quantität zählt. Beten wir mehr, opfern wir mehr, vielleicht wird Gott sich unserer aller erbarmen. Amen.

 

Cor orans oder die Bergoglio-Walze macht die Klausurnonnen platt

ae48acc58615299bc2ac016432d37752--illuminated-manuscript-medieval-art

Aus gegebenem Anlass der Veröffentlichung von Cor orans, den Ausführungsbestimmungen zu Vultum Domini querere  erinnern wir an unsere alten Beiträge zu diesem Thema, die oben in den Featured oder den herausgehobenen Inhalten erscheinen. Wir werden die Texte der Spezialistin Hilary White zu Cor orans übersetzen, bis dahin können Sie warten oder diese in The Remnant nachlesen.

Was ist Cor orans?

  • Die Ausführungsbestimmung zur praktischen Aufhebung der kontemplativen Frauenorden.

Warum Aufhebung?

  • Weil die kontemplativen Frauenorden in Kongregationen zusammengelegt werden, ihre finanzielle  und strukturelle Unabhängigkeit verlieren,
  • Ihre Novizen einer gemeinsamen „Ausbildung“ nach den Richtlinien des Vat. II  unterworfen werden,
  • Jedem Kloster ein zusätzlicher „geistlicher Assistent“ zugeordnet wird, um sie auf die „Errungenschaften des Konzils“ einzustimmen,
  • Die Nonnen einem fortdauernden Prozess der Umerziehung durch permanente Schulungen und Kurse unterworfen werden.

Welches Ziel hat es?

  • Die kulturelle Revolution in den kontemplativen Frauenorden.
  • Um sie zu zerstören, damit sie, wie die tätigen Orden, völlig verweltlicht werden und gänzlich zugrunde gehen.

Warum gerade kontemplative Frauenorden?

  • Weil diese Heiligkeit „abliefern“ und das dem Teufel, dem Chef von Bergoglio, nicht gefällt.

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) plant selbst Cor orans kritisch wie ein Hollywood-Anwalt einen Filmvertrag durchzusehen und darüber etwas zu schreiben. Aber Hilary macht es so gut, dass wir zuerst ihre Texte veröffentlichen und danach das Ergänzende selbst schreiben, um nichts zu wiederholen.

„Kommt ihr Töchter, helft mir klagen!“

„Einen guten Kampf habe ich gekämpft“ oder die katholische Dolchstoßlegende

St_George_and_the_Dragon-altar_wing-NG-Praha

Wie wir heute aus katholisches.info erfahren haben, hat (vorerst?) die tapfere Postulantin und Rechtsanwältin Claudia Schwarz gegen den Kampf gegen die vatikanischen Mühlen der Justiz verloren und das Brigittenkloster von Altomünster wird aufgelöst. Die Apostolische Signatur hat die Auflösung des St. Brigitta-Klosters bewilligt, weil Claudia Schwarz als keine offizielle Postulantin anerkannt wurde und somit, nach der Apostolischen Signatur, also dem höchsten Gericht des Vatikans in Sachen Orden, von dem es keine weitere Berufung gibt, im Kloster Altomünster

„es keine Kandidatinnen, Postulantinnen oder Novizinnen gab“,

so katholisches.info.

Es hilft alles nichts, dass Claudia Schwarz eine Postulantin war und, nach spiegel.de, sie fünf Frauen gefunden hatte, „die nun auch in den Brigittenorden eintreten wollten“, was das Erzbistum München-Freising, das nun das Kloster samt Besitz und Land übernehmen kann, nicht bestätigen konnte oder wollte. Claudia Schwarz konnte soviel anwaltliches Fachkönnen und Recht haben wie sie nur wollte. Franziskus hat die Frauenorden zum Aussterben verurteilt und nachdem er Burke gefeuert hatte, natürlich die Apostolische Signatur so besetzt, dass es seinen Wünschen genehm ist. Da DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) aus einem äußerst korrupten osteuropäischen Land stammt, so weiß er, dass in solchen Verhältnissen nicht das Recht zählt, sondern das,  dass man mit eigenen Leuten die Schlüsselpositionen, ein Prälat und Richter der Rota Romana ist neulich wegen Kinderpornographie verhaftet worden. Man besetzt diese Positionen natürlich vorwiegend in der Justiz, falls man selbst in den Knast kommen sollte. Claudia Schwarz hätte auch 20 Kandidatinnen finden können, wenn das Erzbistum beschlossen hat das Kloster zu übernehmen und da Kardinal Marx, der C9-Kardinal, wohl für die Finanzierung der nächsten Papstwahl Geld braucht, so hat nichts ihr geholfen. Dies tut uns leid, aber es war wirklich vorauszusehen.

Warum wollen denn die jetzigen Vatikan-Besetzer, von der Geldgeilheit abgesehen, die kontemplativen Frauenorden auslöschen, siehe Vultum Domini Quaerere? Damit zu Gott kein wohlgefälliges Gebetsopfer aufsteigt, denn so eine kontemplative Nonne, falls sie wirklich ihre Berufung lebt, hat einen anderen „Umrechnungsfaktor“ als Sie und ich. Sie produziert ein heiliges „Energiefeld“, welche die Welt heilig und den Dämonen verhasst ist. Deswegen geht es den heiligmäßigen Orden, wie neulich der Priesterbruderschaft der Heiligen Apostel, an den Kragen. Die Dämonen spüren die Heiligkeit und informieren den Franziskus und seine Mannen. Wenn also eine Ordensgemeinschaft oder Priesterbruderschaft vom Vatikan noch nicht verboten wurde, dann stellt dies ihr kein gutes Zeugnis aus.

„Ein anständiger Bürger sitzt im Gefängnis“,

soll Joseph Stalin gesagt haben und in seinem Reich saßen die Anständigen ein, falls sie vorher nicht hingerichtet wurden. Wir erleben zurzeit dasselbe und freuen uns in der Welt zu leben, wo wir soviel beten, fasten und sühnen können, wie wir nur wollen.

„In einem Orden könnten Sie dies nicht tun“, meint immer eine bekannte Ordensfrau zu DSDZ, „seien Sie froh, dass Sie in der Welt leben“.

Ja, DSDZ ist froh darüber, jetzt mehr als zuvor. Aber wohin sollen all die Menschen mit einer Ordensberufung gehen? Nirgends, denn es gibt fast keine Orden, was Hilary White für Frauenorden bestätigen kann.

Warum gibt es heute kaum Ordensberufungen?

Aus zweierlei Gründen:

  1. Novus Ordo bringt fast niemanden auf eine Stufe des religiösen Lebens, auf welcher er über eine ganzheitliche Lebenshingabe aus Gott nachdenkt.

Falls er/sie es dennoch tut, dann

  1. Gibt es keine (a) Orden und/oder (b) Seminare, wo man diese Berufung realisieren könnte.

Erläutern wir hier nur den zweiten Punkt.

Warum gibt es keine Orden, die Heiligkeit und Andersartigkeit ausstrahlen?

Weil nach dem Konzil man sich der Welt angleichen sollte und das letzte „Lehrschreiben“ des Antipapstes Franziskus Gaudete et Exultate, welche der nachkonziliaren Entwicklung das I-Tüpfelchen aufsetzt, bestätigt es durch und durch. Da der außerweltliche, d.h. der transmundane und transzendente Gott, zu einem innerweltlichen, d.h. immanenten, panentheistischen und panentheistischen Gott der Nachkonzilszeit wurde, zu einem „Gott des Miteinanders“ also und ein  solcher Gott niemanden anziehen, denn es ist nicht der wahre Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Die gesamten nachkonziliare Entwicklung führte zu einer Auslöschung der Orden und diejenigen, die es noch gibt, sind dermaßen verkommen, ausgetrocknet und verzweifelt, dass man niemanden empfehlen kann dorthin einzutreten.

Wie fing es an?

Durch die Veränderung der Liturgie, durch die Abspeckung der Liturgie. DSDZ macht ständig irgendwelchen Sport und weiß, dann man, z. B, beim Kraftsport zweierlei braucht:

a) Die Übungen – die Askese

b) Die Nahrung – die Proteine

Im Falle des Ordenslebens ist (a) die Ordensregel und alle Ordensregeln wurden nach Vat. II „reformiert“, d.h. entheiligt, abgespeckt, um sie „der heutigen Welt anzugleichen“. Aber das Ordensleben dient nicht dazu sich der Welt anzugleichen, sondern vor der Welt zu fliehen und Gott zu suchen. Es gibt also kein Training. Durch die Liturgiereform wurde den Orden (b) die Nahrung entzogen, denn sie können sich weder mit dem Novus Ordo Brevier noch mit den Psalmen nähren. Und somit wachsen die Orden, mangels (a) und (b) nicht und können niemanden anziehen. So einfach ist das und die „Reformer“ oder Zerstörer haben es vorausgesehen, unter Einfluss der Dämonen, denn kein Mensch ist so vorausschauend. Franziskus setzt einen Sargnagel nach dem anderen und freut sich, wie hier.

Warum tut er das?

Weil er Gott hasst.

Warum?

Weil er in Sünde lebt und als diabolischer Narzist die Eigenschaften von Dämonen verinnerlichte.

Er kann zwar den nicht leidensfähigen Gott nicht angreifen, aber die irdische Kirche, so gut er kann, zerstören.

Warum lässt das Gott zu?

Weil er sich Franziskus bedient, um all das Unheilige auszumerzen und irgendwann einmal einen heiligen Rest aufleben zu lassen, der die Kirche erneuert.  Franziskus ist wie eine Säure, die alles zerstört, ist man nicht fest und widerstandsfähig genug, so wird man aufgelöst. Schauen Sie, wir haben keine Priester, keine Bischöfe und keine kirchliche Hierarchie. Die haben doch alle keinen Glauben, denn sonst hätten sie doch schon längst gehandelt. Bergoglio leugnete wieder einmal die Existenz der Hölle, wieder eine formelle Häresie. Aber wen wundert es? Die Kirche ist hierarchisch und pyramidenförmig. Wenn sie fast nur ungläubige, Konkubinarierpriester haben, ebensolche Bischöfe, Erzbischöfe und Kardinäle, dann hat man früher oder später solch einen Papst, weil es keine anderen gibt, die man hätte wählen können, so ist auch Alexander VI. Papst geworden. In unserem Falle betrug das „Früher oder Später“ ganze 51 Jahre von Konzilsbeginn 1962 gerechnet. Ja, Bergoglio ist wirklich die Frucht des Konzils.

Was können wir tun?

Spenden Sie etwas, damit DSDZ weniger Stunden in seinem derzeitigen Brotberuf vergeudet und Ihnen

  • eine schöne Einführung zum Beten des Diurnale schreibt,
  • das Diurnale auf Deutsch und Lateinisch schön einspricht,
  • und dieses als Podcast, zum bezahlten Download, anbieten kann.

So erhalten Sie:

  1. eine Einführung zum Brevierbeten im Do-It-Yourself Modus
  2. Gebete, die man Nachsprechen kann und dabei Latein lernt,
  3. Etwas, was man sich nebenbei im Auto oder bei der Hausarbeit nebenbei laufen lassen kann.

DSDZ hat zwar all diese Texte schon eingesprochen, es sind ca. 26 Stunden, aber die Audio-Qualität ist leider zu schlecht als man es als Produkt anbieten könnte, denn es geht ja schließlich um Liturgie. DSDZ muss ausgeschlafen und entspannt sein, damit seine Stimme gut klingt und er konzentriert sprechen kann, sodass, sozusagen Geld von Geld kommt. Werden wir diesen Podcast samt Einführungstext anbieten, dann kaufen Sie sich hoffentlich ein Diurnale und „beten zurück“ Bergoglio zum Trotz. Und die können uns nichts tun, ätsch!

P.S.

Update vom 15.03.2018

Die neuesten Nachrichten von Claudia Schwarz lauten, nach einem Kommentar aus katholisches.info  wie folgt:

Ich würde mich freuen, wenn Sie nicht nur die inhaltlich falsche Wiedergabe des Dekrets der Apostolischen Signatur durch das Ordinariat München und Freising zitieren würden, sondern auch berücksichtigen würden, daß es in dem Dekret nicht heißt, es gäbe uns Kandidatinnen und Postulantinnen nicht, sondern daß dort steht, daß wir wie auch Schwester Walburga, die im römischen Zweig des Birgittenordens Profeß abgelegt hatte, bei der Auflösungsentscheidung nicht zu berücksichtigen sind.

Nähere Ausführungen sind auf facebook zu finden.  Für alle, die kein FB haben. Die Apostolische Signatur hat nicht geschrieben, dass es keine Kandidatinnen gibt, sondern dass „diese nicht zu berücksichtigen sind“. Wir hatten also recht, Claudia Schwarz hätte auch 50 Kandidatinnen bereitstellen können, wenn Vatikan sie nicht berücksichtigen will, dann wird man sie nicht berücksichtigen.  Und was ändert das? Gar nichts. Gegen Willkür ist man machtlos. Quod erat demonstrandum – was zu beweisen war.

Die Bußpsalmen wirken oder sieben deutsche Bischöfe zeigen Anzeichen von Katholizismus

Hildegard_of_Bingen_Rupertsberg_Scivias_Fol_86r_II-6_Crucifixion

Wir freuen uns allen mitteilen zu können, dass anscheinend unsere Bußpsalmen mit denen wir die Änderung der „Bergoglio-Situation“ und Bekehrung unserer Bischofskonferenzen bei Gott erflehen wollen, tatsächlich wirken, denn ganze sieben, sage und schreibe, deutsche Bischöfe von allen 65 der DBK (Zustand April 2018) haben doch tatsächlich an die Glaubenskongregation und den Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen geschrieben, indem sie, so Kölner Stadtanzeiger, „Vatikan um Klärung und Hilfe bitten“. Wie aber gloria.tv informiert, sind ihre Motive die folgenden:

Die sieben Prälaten finden die Entscheidung „unrechtmäßig“. Sie verstoße gegen den katholischen Glauben und gegen die Einheit der Kirche. Die Bischofskonferenz habe ihre Kompetenz überschritten.

Wer sind diese sieben Bischöfe oder sechs Bischöfe und ein Kardinal?

  1. Kardinal Woelki  von Köln
  2. Bamberger Erzbischof Ludwig Schick,
  3. Augsburger Bischof Konrad Zdarsa,
  4. Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke,
  5. Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt,
  6. Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer
  7. Passauer Bischof Stefan Oster.

Freuen wir uns, dass einige unsere Bischöfe Anzeichen von katholischer Gesinnung zeigen. Freuen wir uns, dass die Gauss-Kurve wirkt. Denn in unserem Beitrag  Was können wir für die Kirche tun? Die sieben Bußpsalmen beten (2). Bischofskonferenz und die Gauss-Kurve vom 22. November 2015 schrieben wir:

Wie viele Bischöfe sind noch katholisch? oder Die Aussagen der deutschen Bischöfe!

Diese zugegeben recht direkt gestellte Frage, d.h. nach der Katholizität der Bischöfe, lässt sich mathematisch recht exakt, aufgrund der Gauß-Kurve, beantworten. […]

Gibt es innerhalb der 67 Bischöfe,[6] denn die Weihbischöfe zählen auch dazu, die zur Vollversammlung der DBK gehören, noch überhaupt irgendwelche Bischöfe mit katholischen Ansichten? Rein mathematisch und statistisch gesehen, sollte es dennoch dort zwischen 6 bis 7 Katholiken geben. Warum gerade so viel? Weil die Gauss-Kurve (siehe unten) es sagt.

gauss-kurve

[…]

Dies bedeutet, dass in jeder Population 2/3 dem Durchschnitt entspricht, ungefähr 10% über–oder unterdurchschnittlich sind und davon ca. 2% wirklich, über-über oder auch unter-unterdurchschnittlich. Dies bedeutet, dass es bei 67 Bischöfen der DBK 6 bis 7 weniger schlimme als der Rest geben muss, wovon vielleicht ein bis zwei wirklich fromm sind, natürlich alles im Rahmen der Normen oder der Normverteilung der DBK und nicht des Himmels oder es vollumfänglichen katholischen Lehramts (leider). Nichtdestotrotz geht unser Gebet nicht an die jeweilige Bischofskonferenz verloren, denn ein paar Bischöfe werden doch im Gnadenstand sein und für die Gnaden des fürbittenden Gebets empfänglich.

Wir hatten also Recht und es sind wirklich exakt 7, welche weniger schlimm als der Rest ist. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) freut sich immer, wenn er irgendeine Gesetzmäßigkeit entdeckt, die er anderen zu deren Erbauung mitteilen kann. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, der Sie die ganze Zeit gebetet haben, haben etwas erreicht. Glückwunsch. Vielleicht ist es nicht viel, aber es ist auch die DBK. Interessanterweise erschien heute auf onepeterfive ein interessanter Artikel, welcher vom geistlichen Kampf und fürbittenden Gebet handelt. Einem Seher, Hwd. Louis Cestac, Mitte des 19 Jahrhunderts soll die Mutter Gottes gesagt haben:

“Prayer is a condition set by God Himself in order to obtain graces.”

„Das Gebet ist eine Bedingung, welche von Gott selbst errichtet wurde, um Gnaden zu erhalten“.

Dies kann die Mutter Gottes auch tatsächlich behauptet haben, obwohl es sich um eine Privatoffenbarung handelt, denn dies ist auch die Lehre der Kirche. Gnaden müssen erbetet werden, dass ist die Gnadenordnung Gottes. Wenn wir also um bestimmte Gnaden nicht bitten, so erhalten wir diese auch nicht. Dies wussten die Reformer ganz genau, weil sie fast alle Kollekten also die Gebete während der Messe änderten, sodass z. B. nicht mehr für bestimmte Anliegen (Rückkehr der Häretiker in die Kirche, Sieg über die Feinde der Kirche, etc.) gebetet wird. Und wenn Sie, werter Leser, werte Leserin, nicht auf den Knien die Bußpsalmen beten wollen, dann dürfen Sie sich über Bergoglio und die DBK nicht beschweren, denn Sie haben nicht alles getan, um dem entgegenzuwirken.

Der heutige Aufsatz auf onepeterfive An Intention the Devil Doesn’t Want You to Pray For zeigt auch die Wahrheit, dass sich der Teufel dort mehr wehrt, wo er mehr zu verlieren hat und wir anhand unserer Anfechtungen die Rangordnung des Guten erkennen können. Dies bedeutet: je schwieriger uns etwas zukommt, je mehr Kämpfe wir zu bestehen haben und Widerstände zu überwinden, umso gottgefälliger ist dieses Werk, denn was nichts kostet ist auch nichts wert.

Und warum macht Gott es nicht automatisch?

Weil er keine Wunschfee ist und wir die Kämpfende Kirche sind. Kein Kampf, kein Verdienst, keine Heiligung. So ist das. Nicht jammern.

Wir können aber durchaus außer den monatlichen Bußpsalmen täglich zusätzliche Gebete für die Lösung des Bergoglio-Problems beten, wie dieses Gebet, welches das Abschlussgebet der Auxilium Christianorum Gebete bildet:

Hehre Königen der Himmel, himmlische Herrscherin der Engel, die Du von Beginn an von Gott die Macht und den Auftrag erhalten hast, den Kopf Satans zu zertreten, wir bitten Dich flehentlich Deine Heiligen Legionen zu senden, damit sie unter Deinem Befehl und durch Deine Macht die Dämonen verfolgen und überall bekämpfen, ihre Dreistigkeit unterdrücken und sie in den Abgrund der Hölle zurückdrängen mögen.

O gute und liebevolle Mutter, Du seist immer unsere Liebe und Hoffnung! O Himmlische Mutter, sende Deine Heiligen Engel, uns zu verteidigen und den grausamen Feind weit von uns zu vertreiben.

Heilige Engel und Erzengel, verteidigt uns, beschützt uns. Amen

Die lateinische Fassung lautet wie folgt:

Augusta Regina cœlorum, cœleste Superana Angelorum, quæ ab initio à Deo recepisti potentiam et missionem ad caput satanæ conterendum, supplices deprecamur te mittere tuas legiones sanctas, ut te imperante et potentiâ tuâ, ubique persequantur demonia et confligant eos, deprimant audacitatem et expellant eos in abysso. O bona et piissima Mater, semper amor et spes nostra eris! O Mater divina, mitte Sanctos Angelos tuos ad nos defendendos et longe hostem efferum expellendum. Sancti Angeli et Archangeli, defendite et custodite nos. Amen.

Wenn Sie aber jetzt sagen, dass Sie dafür keine Zeit haben, dann erwidern wir, dass Sie im Fegefeuer, falls Sie dieses überhaupt erreichen, alle Zeit der Welt haben werden, die Konsequenzen dieser Unterlassungssünde auszubaden; noch sind Sie am Leben.

Machen wir also weiter mit der Mutter Gottes bis zum Endsieg. Amen.