Tradition und Glauben

Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (11 von 20). Woher dieser Abfall oder das abnehmende Brevier.

Sicherlich wird fast allen unseren Lesern die im letzten Beitrag vorgestellte Lehre von den Wirkungen der Sakramentalien neu sein. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) wusste es auch nicht, denn niemand hat es ihm gesagt, obwohl er Theologie studierte. Er konnte also aufgrund seines Nichtwissens gezielt keine aktuellen Gnaden erbeten. Dennoch stellte er fest, dass er durch das Beten des Alten Breviers spirituell sehr schnell fortgeschritten ist. Dazu aber später. In dieser Lage, wie es DSDZ war, sind wohl 99% aller Priester und Ordensleute. Sie wissen nicht, wie man mehr aktuelle Gnaden erhält, die meisten wissen nicht mal, dass es aktuelle Gnade gibt. Es gibt aber durchaus Personen des geistlichen Standes, die um ihre eigene Heiligung bemüht sind, dennoch irgendwie nicht weiterkommen. Warum? Weil die nachkonziliaren Sakramentalien dermaßen geändert worden sind, dass sie entweder gar keine oder kaum aktuelle Gnade vermitteln. Wie will man das beweisen? Novus Ordo Sakramente ungültig? Durch die Auswirkungen der Konzilsreformen und den jetzigen Zustand unserer Geistlichkeit. Unter vielen traditionellen Katholiken, Anhängern der FSSPX und hauptsächlich unter den Sedisvakantisten herrscht die Meinung, dass die Novus Ordo Sakramente ungültig seien. Dies ist aber falsch und das aus zweifachen Grund. Es ist wirklich nicht mit den Dogmen von der göttlichen Vorsehung und von der Allgemeinheit des göttlichen Heilswillens vereinbar, dass Gott es zulassen würde, dass ab ca. 1970 alle Sakramente ungültig werden würden. Weil viele Sakramente absolut heilsnotwendig sind, so würde ihre Ungültigkeit das Heil für allermeisten Menschen ausschließen. Sedis und Anhänger der FSSPX reden sich so raus, dass die Sakramente in ihren Kapellen natürlich gültig seien. Dies stimmt zwar, sie sind gültig (valide), aber unerlaubt (illicite) und daher dürfen sie nicht ohne Not, d.h. nur dann wenn kein regulärer Priester erreichbar sind, dort empfangen werden. Aber angenommen Sedisvakantisten haben Recht und Sakramente sind ausschließlich bei ihnen gültig, dies würde praktisch fast alle Katholiken ausschließen, die zu keiner Sedi-Kapelle Zugang haben oder wissen Sie, wo die nächste Sedi-Kapelle ist? Eine falsche Prämisse führt immer zu absurden Lösungen. Aber die Annahme von der Ungültigkeit der Novus Ordo Sakramente ist auch aus rein theologischen Gründen falsch. Denn sie unterscheidet nicht streng genug zwischen dem eigentlichen Sakrament (sacramentum tantum) und den beigefügten Zeremonien (caeremoniae adnexae). Die letzteren sind Sakramentalien,[1] sodass man sagen kann, dass der Ritus der Sakramentenspendung zu 98% oder 99% aus Sakramentalien besteht. Wie wir hier schon öfters schrieben: die Anforderung an die Gültigkeit (validitas) eines Sakraments sind wirklich minimal.[2] Im Falle der Taufe genügt es, wenn ein Laie und sogar ein Ungetaufter Wasser nimmt,[3] jemanden besprengt und sagt, auch in der Landessprache, Ich taufe Dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Diese Art der Taufe, auch Laientaufe genannt, wurde schon immer von der Kirche anerkannt.[4] Die Taufe ist gültig, weil ihr aber alle die Sakramentalien fehlen welche einer vorkonziliaren Taufe beigefügt sind, ist sie natürlich weniger heiligend und wirkungsvoll als eine Taufe, die sozusagen „die ganze Packung“ der Heiligung beinhaltet. Ebenso verhält es sich mit anderen Sakramenten. Bei allen Novus Ordo Sakramenten ist die Form und Materie unverändert geblieben, gleich was Father Cekada über die Priesterweihe oder sonst noch schreibt. Die Novus Ordo Sakramente heiligen dennoch weniger, weil sie fast aller Sakramentalien entledigt worden sind. Ebenso ist die Novus Ordo Messe gültig, in diesem Sinne, dass darin ein Sakrament verwirklicht wird (sacramentum confecit), wenn die Wandlung stattfindet, was sie ja meistens tut. Da aber eine Novus Ordo Messe, sollte sie auch tatsächlich nach den Rubriken zelebriert werden, was in D, A und CH kaum stattfindet, fast keine Sakramentalien der Tridentinischen Messe enthält, so heiligt die Novus Ordo Messe als Messe viel weniger, weil das eucharistische Sakrament von der Messe selbst kaum abzusondern ist. Da uns die Sakramentalien dazu disponieren, wie es Bischof Müller darlegt, „damit mit reichlicher Frucht die Sakramente empfangen werden können und dem Messopfer beigewohnt wird,“[5] so sind wir durch die Novus Ordo Messe schlechter zum Kommunionempfang disponiert und wir erleben die Messe als Messe ebenso weniger heiligend. Die Thematik der Novus Ordo Sakramente werden wir sicherlich noch in anderen Beiträgen vertiefen. Hier beantworten wir die Frage, warum die nachkonziliaren Geistlichen dermaßen ungläubig geworden sind, dass sie nicht einmal die bergoglianischen Häresien sehen geschweige denn ermahnen. Die Antwort darauf lautet: weil die Sakramente, die sie spenden und empfangen, aufgrund der fehlenden Sakramentalien, ihnen, wie uns ja auch, kaum aktuelle Gnaden vermitteln. Denn der tägliche Strom der aktuellen Gnaden fließt uns durch Sakramentalien – nicht durch Sakramente – zu, da wir die letzteren viel seltener empfangen. Das nahrhafte Brevier oder die Brevierreform Damit die geistlichen Stände der Kirche (Ordensleute, Priester) auch geistlich bleiben, so schreibt ihnen die Kirche ein Mindestmaß an täglichen Praktiken vor. Unterschreitet man diese ohne Not (z.B. Krankheit), so begeht man eine Todsünde. Zu welchen Praktiken sind die geistlichen Stände täglich verpflichtet? Zum Stundengebet Zur hl. Messe (bei den meisten Orden)...

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Vigil des Weihnachtsfestes

Weniger Breviergebet ist weniger geistliche Leistung Da wir alle heute und morgen den Kirchgang vor uns haben, auf den wir uns mental einstellen müssen, falls wir wieder einer nachkonziliaren „Jedoch-Aber-Wenn-Miteinander-Flüchtlinge-Rettet-die-Wale-Predigt“ ausgesetzt sein werden, so wollen wir uns mit Texten trösten, die wirklich katholisch sind und welche uns das Geheimnis der Menschwerdung Gottes nahebringen. Der Schreiber dieser Zeilen hat die heutige Matutin der Vigil des Weihnachtsfestes bereits gelesen und die heutigen Lesungen haben ihn so erfreut, dass er diese Freude den Lesern unseres Blogs mitteilen möchte. Dank der Mühe von divinum officium.com sind diese Lesungen auf Deutsch übersetzt, sodass wir sie hier bloß einzukleben brauchen. Die vorgestellten drei Lesungen gelten für alle vorkonziliaren Breviere: das tridentinische, Divino Afflatu, das Pianische und das aus dem Jahre 1962. Diese drei Lesungen werden heute im Officium der Weihnachtsvigil nach den Psalmen gebetet und zwar: im tridentinischen Brevier nach zwölf ganzen Psalmen (ergibt insgesamt 290 Psalmenverse), im Divino Afflatu-Brevier aus dem Jahre 1911 nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse), im Pianischen Brevier aus dem Jahre 1955 nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse), im Brevier des Johannes XXIII aus dem Jahre 1962 nach nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse)....

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Charpentier, Missa assumpta est oder die Oktaverinnerung

Als das letzte Konzil den liturgisch-rubrizistischen Kahlschlag durchführte, so war dieser durch das vorherige Ausdünnen schon vorbereitet. Dies betraf zum Beispiel die Oktave des Festes Mariä Himmelfahrt, welche im Brevier von 1960 schon nicht mehr vorkommt, da sie einer Reform der Rubriken von Johannes XIII zum Opfer fiel....

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Lesungen der Matutin der Vigil des Weihnachtsfestes

Weniger Breviergebet ist weniger geistliche Leistung Da wir alle heute und morgen den Kirchgang vor uns haben, auf den wir uns mental einstellen müssen, falls wir wieder einer nachkonziliaren „Jedoch-Aber-Wenn-Miteinander-Flüchtlinge-Rettet-die-Wale-Predigt“ ausgesetzt sein werden, so wollen wir uns mit Texten trösten, die wirklich katholisch sind und welche uns das Geheimnis der Menschwerdung Gottes nahebringen. Der Schreiber dieser Zeilen hat die heutige Matutin der Vigil des Weihnachtsfestes bereits gelesen und die heutigen Lesungen haben ihn so erfreut, dass er diese Freude den Lesern unseres Blogs mitteilen möchte. Dank der Mühe von divinum officium.com sind diese Lesungen auf Deutsch übersetzt, sodass wir sie hier bloß einzukleben brauchen. Die vorgestellten drei Lesungen gelten für alle vorkonziliaren Breviere: das tridentinische, Divino Afflatu, das Pianische und das aus dem Jahre 1962. Diese drei Lesungen werden heute im Officium der Weihnachtsvigil nach den Psalmen gebetet und zwar: im tridentinischen Brevier nach zwölf ganzen Psalmen (ergibt insgesamt 290 Psalmenverse), im Divino Afflatu-Brevier aus dem Jahre 1911 nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse), im Pianischen Brevier aus dem Jahre 1955 nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse), im Brevier des Johannes XXIII aus dem Jahre 1962 nach nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse)....

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Bäumer, Geschichte des Breviers. (4) Einleitung: § 1. Begriff und Inhalt des Breviers

Breviarium als die Kurzfassung Das Werk von Pater Bäumer beginnt leider mit einer Wissenslücke, die wahrscheinlich zu seiner Zeit nicht zu schließen war und auch jetzt vom Schreiber dieser Zeilen nicht geschlossen werden kann. P. Bäumer schreibt, dass man in der zweiten Hälfte des Mittelalters anfing das vorherige Gebet zu kürzen und die vielen Hilfsbücher wie: Psalterium, Antiphonale, Hymnales, Lectionale etc....

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Jetzt alle vorkonziliaren Breviere auch auf Deutsch online

Wir freuen uns unseren Lesern mitteilen zu können, dass dank der göttlichen Vorsehung und der emsigen Arbeitsamkeit der Kollegen von divinum officium schon jetzt alle vorkonziliaren Breviere, samt ihrer deutschen Übersetzung, online parat sind.[1] Somit kann jeder, der ein internetfähiges Handy hat online gehen und die dort aufgeführten Gebete auf Lateinisch beten und die deutsche Übersetzung, falls er kein Latein kann, gleich mit verfolgen. Die deutsche Übersetzung ist gut, sprachlich gelungen und stammt von dem breslauer Erzpriester Dr. Stanislaus Stephan (1867-1926).[2] Dennoch muss man sagen, dass die Übersetzung natürlich nur ein Hilfsmittel ist, denn gebetet wird auf Lateinisch. Auch die online Version ist ein Hilfsmittel, denn, wie der Schreiber dieser Zeilen ausprobiert hat, am meisten wirkt das Breviergebet, wenn man es in der liturgisch vorgeschriebenen Haltung mit einem tatsächlich vorhandenen Brevier betet, welches sicherlich für den Gebrauch gesegnet wurde und daher ein Sakramentale darstellt. Der Schreiber dieser Zeilen betet zwar das Tridentinische Brevier auch per Handy, wenn er irgendwo unterwegs ist, aber er muss schon sagen, es ist nicht dasselbe. Dies alles zwecks Einführung....

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Alma redemptoris Mater oder das nahrhafte Brevier

Liturgiereform und Brevierreform Der Katholik wird durch die Liturgie erzogen. Er wurde bis zum Vatikanum II zu seinem Wohl erzogen, nach dem Vatikanum II hingegen leider zu seinem Verderben. Derjenige, der das Brevier aus Pflicht betet oder es freiwillig tut, unterliegt dieser Veränderung noch vielmehr. Die alten Breviere wurden nach den Jahreszeiten unterteilt und so haben wir die pars verna, aestiva, autumnalis et hiemalis – also den Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterteil. Das Jammern über die Liturgiereform versuchen wir uns an dieser Stelle zu sparen, obwohl die Klage sicherlich hier und da noch durchbrechen wird. Die Natur ist zyklisch, das Brevier auch. Da der Schreiber dieser Zeilen schon das zweite Jahr hindurch das Tridentinische Brevier betet, also dasjenige, das zwischen 1570 und 1910 verpflichtend war, so stellt er fest, dass er immer mehr in diesen liturgischen Zyklus hineinwächst und sich an die Lesungen des Vorjahres erinnert, was ihm bei dem nachkonziliaren Brevier, das er über 25 Jahre lang gebetet hatte, nie passierte. Es liegt einfach an dem Brevier, nicht am Beter. Die alten Gebete und Lesungen hinterlassen halt einen bleibenden und heiligenden Eindruck, die neuen tun es nicht. Das Beten der alten Breviere erinnert an das Anfassen von Blattgold oder von Goldstaub. Irgendetwas bleibt an uns hängen und wir werden gleichsam vergoldet. Im Gegensatz zum natürlichen Goldstaub geht der „Gebetsstaub“ nicht aus. Die Fülle aber des Goldes bleibt übrig und geht nicht zur Neige....

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