„Ich zahle Kirchensteuer, dafür möchte ich auch eine Oblate“ oder Bergoglio und DBK machen es möglich

Gregormesse7 munster-1491

Verfall der Kirche

Es ist schwer Informationsportale zur Lage der Kirche durchzuschauen, denn es ist so als würde man Krankmeldungen von einer sterbenden, geliebten Person wahrnehmen. Um es mit E. Waughs Roman „Wiedersehen mit Brideshead“, der über das Sterben des Lord Marchmains schreibt, zu sagen:

„Bald gab es überhaupt keine Stadien der Besserung mehr, man konnte nur von kurzen Schwankungen im Tempo des Verfalls sprechen“.[1]

Die sichtbare, irdische Kirche wird nach und nach zerstört, ihr Gebäude abgetragen. Cogitavit Dominus dissipare murum filiae Sion – „der Herr hat beschlossen die Mauern der Tochter Sion abzutragen“, wie es in Klagen des Jeremias heißt. Weil sich die „Kirche des Konzils“ so schwer gegen Gott versündigte und versündigt, wird nichts von ihr übrig bleiben.  Haben Sie auch gemerkt, dass wir keine Priester, Bischöfe und Kardinäle haben? Warum haben wir keine? Weil, falls wir welche hätten, diese gegen Bergoglio vorgegangen wären. Das Herumreisen, wie Kard. Burke und Bischof Schneider es tun und dabei Interviews geben, dass jemand doch endlich etwas tun müsse, ist kein Vorgehen. Vielleicht ist es nicht nur Feigheit, vielleicht wissen die heutigen Geistlichen dermaßen nicht, was Sache ist, dass sie nicht für die Sache kämpfen wollen. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) hat neulich eine sehr umfangreiche Dogmatik zum Thema Gnade durchgelesen, woraus ersichtlich ist, dass Gott einen Menschen im Gnadenstand, wo er nur kann unterstützt und ihm weitere Gnaden gibt. Jedoch ein Mensch in Todsünde fällt immer tiefer in den Abgrund und dieser wird von keiner Gnade gehalten.

Was ist denn die Todsünde unserer Geistlichen?

Häresie und Apostasie. Irrlehre und Glaubensabfall, dazu noch Gotteslästerung also Blasphemie. Wie DSDZ auch neulich lernte: die Materie der Sünde ist bei Häresie und Blasphemie immer schwer, d.h. wenn Sie auch unwissentlich Häresien und Blasphemien von sich geben, dann begehen sie immer eine leichte Sünde. Wenn Sie aber ein gebildeter Geistlicher sind, dann wissen Sie genau wogegen Sie sprechen und es sind schwere Sünden, welche Sie begehen, die aufgrund Ihres Standes und der Auswirkung des Ärgernisses zusätzlich noch multipliziert werden.

Was bedeutet das konkret?

Dass fast alle unsere Geistlichen in der Todsünde der Häresie und Blasphemie leben und seit Bergoglio noch zusätzlich in der Sünde Apostasie. Sie fallen in den Abgrund, wie einst die gefallenen Engel es taten und es gibt für sie keinen Halt mehr. Sie werden zusätzlich immer mehr verblendet, sodass sie das Schlechte, was sie tun, als etwas Gutes ansehen.

Was ist denn so schlecht?

  1. Kommunion an Ehebrecher
  2. Kommunion an Protestanten

Wir haben in einem Beitrag von März 2017 geschrieben, dass Bergoglio eine ökumenische Messe und Interkommunion plant. Wir dachten, dass dies in dieser Reihenfolge vorgenommen werden wird, irrten aber dabei. Denn zuerst soll durch die DBK die berühmte „Einzelfalllösung“ für die Ehegatten der Katholiken Kommunion für Protestanten eingeführt werden, weil ansonsten „ihre Ehe vor einem schweren Zerwürfnis steht“ oder so ähnlich und danach wird diese „deutsche Lösung“ wie die Handkommunion und die Kommunionhelfer für die gesamt Kirche eingeführt werden, wie damals schon um das Jahr 1970. Zusätzlich wird die Aufhebung des Zölibats als Einzelfall für das „Amazonas-Gebiet“ geplant, worauf Bischof Bode gleich einwarf: „Das wollen wir auch“. Es ist leider immer diese unselige deutsch-österreichische Allianz, welche die Zerstörung der Kirche betreibt, denn der altprogressive Bischof Kräutler ist ein Österreicher, Gott sei’s geklagt. Es war ein kluger Schachzug vom Bergoglio-Team, nennen wir diese Apostaten so, der DBK die Entscheidung mit der Kommunion für Protestanten zuzuweisen, sodass die Initiative gleichsam  von der „Regionalkirche“ und nicht von der „vatikanischen Zentrale“ aufoktroyiert wird. Sonst leiden ja die Kinder, wie beim fehlenden Sex bei Ehebrechern auch, siehe Amoris Laetitia. Sieben deutsche Bischöfe wandten sich an Bergoglio, damit dieser entscheidet, er will aber nichts entscheiden, weil er ein Schisma vorantreibt. Auf deisem Wege werden wir sogar in „unserem“ Kirchensteuerparadies ein Klein-Schisma haben, weil manche Diözesen die Protestantenkommunion nicht zulassen werden.

 Warum darf ein Protestant nicht zur Kommunion?

Um aber in diesem Kontext mit der grundsätzlichsten Fragen anzufangen:

Warum kann ein Protestant nicht zur Kommunion bei den Katholiken gehen?

Antworten wir wie folgt.

Erstes Argument:

  • Weil er kein Katholik ist.

Das Wort Kommunion kommt von Communio, was eine Glaubens- und Kircheneinheit bedeutet. Um kommunizieren zu können, muss man voll und ganz den katholischen Glauben ohne irgendwelche Abstriche bejahen, also: Jungfrauengeburt, Fegefeuer, Ablässe, Primat des Papstes, Transsubstantiationslehre etc. Außerdem muss man auch in einer kanonischen Einheit mit dem Ortsbischof stehen. Sehr richtig sagt Bischof Schneider im letzten Interview dazu folgendes:

Seit den Zeiten der Apostel (vgl. Apg 2,42) sind die Integrität des Glaubens (Doctrina Apostolorum), die hierarchische Gemeinschaft (communicatio) und die eucharistische Gemeinschaft (fractio panis) untrennbar miteinander verbunden. Bei der Zulassung eines getauften Menschen zur Heiligen Kommunion sollte die Kirche ihn nie vom Bekenntnis des vollständigen katholischen und apostolischen Glaubens entbinden. Es genügt nicht, von ihm nur den katholischen Glauben an das Sakrament der Eucharistie (oder das Sakrament der Buße und der Krankensalbung) zu verlangen.

Einen Getauften zur Heiligen Kommunion zuzulassen und von ihm als unabdingbare Voraussetzung dafür nicht die Annahme aller katholischen Wahrheiten zu fordern (z.B. die Dogmen des hierarchischen und sichtbaren Charakters der Kirche, des juristischen Primats des Papstes, der Unfehlbarkeit des Papstes, der Ökumenischen Konzile, des universalen und allgemeinen Lehramtes, die Mariendogmen usw.), bedeutet einen Widerspruch zur notwendigen, sichtbaren Einheit der Kirche und zum Wesen des eucharistischen Sakraments selbst. Die eigentliche Wirkung der Eucharistischen Kommunion ist nämlich die Manifestation der vollkommenen Vereinigung der Glieder der Kirche im sakramentalen Zeichen der Eucharistie. Der wirkliche Empfang der Heiligen Kommunion in der Katholischen Kirche – sogar in Ausnahmefällen – durch einen protestantischen oder durch einen orthodoxen Christen ist letztlich eine Lüge. Es widerspricht dem sakramentalen Charakter und der inneren, sakramentalen Wirklichkeit insofern, als die Nichtkatholiken, die zur Heiligen Kommunion zugelassen werden, bereitwillig weiterhin sichtbar einem anderen Glauben ihrer protestantischen bzw. orthodoxen Gemeinschaften anhängen.

Wir können in diesem Zusammenhang auch das problematische und widersprüchliche Prinzip des Canons 844 des Codex des Kirchenrechts (über die Verwaltung bestimmter Sakramente wie der Heiligen Eucharistie für nichtkatholische Christen in Notsituationen oder Todesgefahr) erkennen. Dieses Prinzip widerspricht der apostolischen Tradition und der beständigen Praxis der katholischen Kirche durch zweitausend Jahre hindurch. Schon in der unmittelbaren nachapostolischen Zeit des zweiten Jahrhunderts befolgte die römische Kirche diese Regel, wie der heilige Justinus bezeugt: „Dieses Mahl wird unter uns die Eucharistie genannt, an der niemand teilhaben darf, außer dem, der glaubt, daß die Dinge, die wir lehren, wahr sind“ (Apol. I,66).

Das ist alles sehr richtig und man kann daran erkennen, dass das neue Kirchenrecht rechtlich sehr vieles vorbereitete, die Kommunion für die Protestanten leider auch.

Also wir halten fest:

  • Ein Protestant ist kein Katholik und folglich kein Mitglied der katholischen Kirche.
  • Er teilt den katholischen Glauben nicht.
  • Er steht in keiner kanonischen Einheit mit der katholischen Kirche.

Das zweite Argument lautet:

  • Ein Protestant ist aller Wahrscheinlichkeit nach nicht im Gnadenstand, weil er niemals beichtet und es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Erwachsener seit seiner Taufe in keine Todsünde fällt. Wäre er aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz doch im Gnadenstand, dann wäre er immer noch kein Katholik.

Wenn man also Protestanten, die per se oder ipso facto nicht im Gnadenstand sind, die Kommunion spendet, dann macht es überhaupt keinen Sinn, dass auch Katholiken noch im Gnadenstand sind, weil augenscheinlich kein Gnadenstand mehr gefordert wird.

Das dritte Argument lautet:

  • Durch die sakrilegische Kommunion isst und trinkt sich der Protestant den Tod und landet todsicher in der Hölle.

Es stellt sich die Frage, ob die DBK noch an die Wesenswandlung glaubt oder unsere Bischöfe wirklich wissen, dass der Leib Christi keine „Oblate“ ist. Wenn sie jetzt Kommunion an jeden Hinz und Kunz erlauben, dann vielleicht deswegen, weil sie positiv wissen, dass keine Wandlung stattfindet und es sich schlichtweg um nichts mehr als um „Oblaten“ handelt. Vielleicht ist dies hier und da tatsächlich der Fall, aber dadurch könnte man keine Sakrilegien begehen und das Maß der Sünde nicht in die Höhe treiben. Denn

  1. Kein Christus,
  2. Keine Profanierung,
  3. Keine Todsünde des Empfängers,
  4. Keine Todsünde des Priesters,
  5. Keine Todsünde des Bischofs, der es erlaubt.

Dies wäre aber zu schön, um wahr zu sein. Sie müssen sich immer vor Augen halten, dass die Leute, die dahinter stecken, hochintelligente Satanisten sind, welche vor allem geistlich denken. Sie möchten möglichst viel spirituellen Schaden anrichten und möglichst viele Seelen, auch protestantische Seelen, in die Hölle ziehen. Deswegen ist leider in den allermeisten Fällen „Jesus drin“, wie wir uns ausdrückten oder korrekt ausgedrückt es handelt sich tatsächlich um den Leib Christi, des Menschen und Gottes, welcher den Unwürdigen die ewige Verdammnis bringt. Leib Christi ist wie Uran, Plutonium oder Polonium. Es ist pure Radioaktivität, welche gut eingesetzt ganze Kriegsschiffe oder U-boote zum Laufen bring, ungeschützt aber Tod und Verwüstung anrichtet. Es ist wie die Bundeslade, welche von den Philistern entführt eine dermaßen große Seuche verursachte, dass die Philister sie samt Entschädigung freiwillig den Israeliten zurückbrachten, weil sie Angst hatten völlig daran zugrunde zu gehen (1 Sam 4-5). Dieser Text wird im Tridentinischen Brevier in der Oktav nach Fronleichnam gelesen, um die Größe, Würde und auch Gefährlichkeit der Hl. Eucharistie zu unterstreichen, denn Eucharistie ist Christus – Gott selbst. Unwürdig die hl. Kommunion zu empfangen, ist der sicherste Weg den Glauben zu verlieren, wie der Atheist Voltaire einem Schüler beibrachte. Hier nochmals kurz und bündig zusammengefasst:

Wollen Sie schnell und unwiederbringlich den Glauben verlieren, dann müssen Sie in schwerer Sünde kommunizieren oder wie man sagt sakrilegische Kommunion empfangen.

Deswegen pusht die DBK die Agenda „Kommunion an alle“ seit so vielen Jahrzehnten. Damit alle den Glauben verlieren, weil fast alle nicht im Gnadenstand sind.

  • Verhütung
  • Masturbation
  • Homosexualität
  • Häresie
  • andere schwere Sünden.

Es gibt wirklich massenweise Atheisten unter Priestern und Ordensschwestern, deren Atheismus irgendwann mal mit der ersten sakrilegischen Kommunion anfing. So können Sie für die Kirchensteuerkirche vollberuflich arbeiten, weil sie nicht sehen und es ihnen nicht weh tut. Sie haben wohl eine andere Sicht der Dinge, denn der Teufel stattet die Seinen auch mit einer, wie es scheint, kohärenten Sicht aus, welche da lautet:

  • Ehebrecher müssen Sex haben, damit ihre Kinder nicht leiden.
  • Ehebrecher bedürfen keiner Lossprechung von der Sünde, weil es in ihrem Falle kein Ehebruch ist.
  • Ehebrecher dürfen zur Kommunion gehen, damit sie sich nicht ausgeschlossen fühlen.
  • Protestanten als Ehegatten von Katholiken dürfen zur Kommunion gehen, damit ihre Ehe nicht leidet.

Sehen Sie irgendwelche Logik oder Sinn in diesen Äußerungen? Nein? Es gibt auch keinen, aber unter dem Einfluss des Teufels erscheint dies wohl als pure Logik. Man will also nicht nur noch mehr Seelen in die Hölle schicken, sondern man will sich auf diese Weise sozusagen an Gott rächen, indem man den Leib seines Sohnes profaniert. Denn ein Todsünder ist eine Kloake.

Ein gelungenes Konzil – aus der Sicht der Teufels

Vor einem Tag kam DSDZ der Geistesblitz, dass es völlig verfehlt ist von Vat. II als von einem verfehlten Konzil zu sprechen. Es war nicht verfehlt. Es wurde ins Leben gerufen, um die Kirche zu zerstören und es hat die Kirche zerstört. Wir gingen jahrzehntelang von der falschen Prämisse aus, dass Konzilien von Kirchenmännern ins Leben gerufen werden, um der Kirche zu nützen. Dieses Pastoralkonzil wurde deswegen ausgerufen, um die Kirche zu ruinieren. Ja, es war ein lang geplantes, bewusstes und strategisch durchgeführtes Vorgehen. Bergoglio stellt uns allen dies vor Augen, indem er viel schneller, offener und rücksichtsloser vorgeht als Vat. II. Es werden fast ganze 300 Seiten um einer Fußnote Willen geschrieben, welche das Gesetz Christi aufhebt und keiner muckt auf. Es ist falsch, wie Michael Davies es tat, nach den Zeitbomben in den „sonst guten“ Konzilisdokumenten zu suchen als nach der Ausnahme im Großen und Ganzen. Das Große und Ganze, die orthodoxe Hülle diente ausschließlich der Irreführung. Es gibt die ganze Zeit nur um die Zeitbomben: subsistiert in, jedoch-aber-wenn, Ökumenismus, Dialog mit den Religionen etc. Das Konzil hat Bergoglio möglich gemacht und er bringt es jetzt zu Ende, weil die gesamte nachkonziliare Priestergeneration dermaßen degeneriert und verblendet ist, dass sie nichts sieht und nichts taugt, siehe die Untätigkeit Bergoglio gegenüber. Es ist nicht nur dies schlimm, dass wir einen häretischen Antipapst haben, sondern dass offenbar wird, dass wir keine Priester, Bischöfe oder Kardinäle haben. DSDZ wird jetzt klar, warum er immer so schlecht behandelt wurde, warum er all diese Schwierigkeiten hatte, warum sie ihn so bekämpften. Weil sie nicht glaubten. Weil sie die dämonische Sicht der Dinge assimiliert haben. Deswegen schmeißen sie den Leib des Herrn in die erstbeste Kloake, weil sie selbst zu Kloaken geworden sind, so sprach Christus von den Priestern zur hl. Katharina von Siena. Die Mutter Gottes von La Salette benutzt diese Wortwahl auch. Und mit jeder Sünde werden sie schwärzer, verbohrter und verstockter. Es gibt nur „kurze Schwankungen im Tempo des Verfalls“, um mit Evelyn Waugh zu sprechen.

Hirschhausen ist nicht witzig

Deswegen ist der arme, dumme von Hirschhausen mit seiner blasphemischen Bemerkung weniger schuld als Kardinal Marx oder die DBK, welche solche Äußerungen erst möglich machten. Nach DBK ist ein Kirchenaustritt die Apostasie schlechthin, weil die Zahlung von Kirchensteuer mit Kirchenzugehörigkeit gleichgesetzt wird. Es ist falsch und wurde vom Vatikan verurteilt und abgewiesen. Weil aber die DBK die Gleichung aufsetzt:

Kirchensteuer = Kirchenzugehörigkeit = Anrecht auf Sakramente als Dienstleistung

dann denkt sich der Hirschhausen:

„Ich zahle durch meine Frau die Kirchensteuer, dafür möchte ich eine Oblate“.

Ist Hirschhausen dumm? Natürlich ist er das. Er ist auch nicht witzig, denn sein Witz ist ein bemühter Akademikerwitz, welchen jeder Dozent hin und wieder fallen lässt, wenn seine Studenten ermüden. Manche schreiben es sich sogar in den Vorlesungsskript: „Hier ein Witz“. Diesmal wirklich kein Witz. Hirschhausen hat keine vis comica, denn zum Witz gehört der Mut zur Autodestruktion, welcher man  dermaßen Herr wird, indem man eine Kunstfigur wie Cindy aus Marzahn, Mr. Bean etc. erfindet oder gleich eine kleine Welt wie Loriot, welche all das Destruktive, Selbstzerstörerische und Aggressive durch die Komik entwaffnet. Deswegen ist Komik leider immer derb und prollig. Von Hirschhausen hat aber zwei Titel. Er ist Dr. und „von“, ein „Vönlein“ oder ein Zaunadeliger, wie man in Adelskreisen sagt, jemand also der vom Stammbaum her nicht viel aufzubieten hat. Den Intendanten der öffentlich-rechtlichen (unsere Steuern) und vielen Frauen ist es gleich, was er tatsächlich bietet,  denn heißt jemand „Dr.“ und „von“, dann muss er „was“ sein und er bekommt als vermeintlich „niveauvoll“ (zwei Titel) gleich die beste Sendezeit (unsere Steuern). Und dann haben wir die „Oblate“ (seine Steuern) und der Kreis schließt sich (GEZ-Steuer, Kirchensteuer). Kein Adel, nicht Edles, kein Titel, kein Humor nur gequälter Akademikerwitz. Aber vielleicht wurde von Hirschhausen diese „Oblaten-Rolle“ von jemand zugewiesen. Durch die Staatsmedien soll die Ansicht verbreitet werden, dass sich die Katholiken mit „ihrer Oblate“ nicht so haben sollen. Es ist nur eine „Oblate“, das sagt ein „Dr.“ und dazu ein „von“ und schließlich zahlt er auch die Kirchensteuer. Und das ist es, was wirklich zählt. Vielleicht haben sich das Kardinal Marx und Pater Langendörfer SJ bei der Schweinshaxe und dritten Maß Bier selbst ausgedacht und den Text von Hirschhausen geschrieben. Möglich ist wirklich viel und alles.

Bischöfe durchprügeln

Wie soll man diesen Beitrag schließen? DSDZ kam neulich die Idee die Bischöfe einfach durchzuprügeln. Wir Männer würden uns einen Bus mieten, uns mit Stöcken, am besten mit Bambusstöcken bewaffnen, weil die schön federn und einen Bischof nach dem andern aufsuchen, um ihn richtig durchprügeln. Ein wenig krankenhausreif, nicht zum Tode, aber so, dass er daran denkt, wenn er wieder sein Sitzfleisch bei den Gremiensitzungen benutzt. Es tut ihnen nichts weh, sie verdienen eh 12.000 € im Monat. Wenn aber jeder von ihnen wüsste: bei der nächsten unkatholischen Entscheidung kommen die wieder und prügeln auf mich los, diesmal nicht metaphorisch, sondern real, dann würde er sich dies wohl auch überlegen. Denn die sind alle sehr feige. Aber dazu werden sich wohl keine Willigen finden, denn:

  • Volksverhetzung,
  • Aufruf zur Gewalt,
  • Gründung einer kriminellen Vereinigung,
  • Störung des sozialen Friedens,
  • Androhung einer Straftat,
  • „Ich habe Frau und Kinder und außerdem eine Kaninchenzüchterausstellung nächstes Wochenende“,
  • „Also Gewalt ähm…“
  • Etc.
  • Seufz!

DSDZ müsste sich mit einem guten Strafrechtler zusammensetzen, um auszurechnen für wie viel Jahre er danach mit seinem Knastköfferchen in den Knast wandern müsste. Es sei denn wir würden dies als eine politische Aktion starten und dann die Macht übernehmen, wie die Grünen. Aber dazu müsste es mehr Willige geben, denn DSDZ ist immer allein. Wir würden bei den Kardinälen anfangen, zu den Erzbischöfen übergehen, dann zu den Bischöfen, Weihbischöfen und schließlich bei den Priestern landen. Wären alle durchgeprügelt, so hätten wir eine andere Kirche und zwar schon seit 1965. Und wessen schuld ist das? Ihre. Nicht  deswegen, weil sie „nicht genug für unsere armen Geistlichen, die es so schwer haben“ gebetet haben, sondern deswegen, weil Sie sie nicht durchgeprügelt haben. Und jetzt redet von Hirschhausen von einer „Oblate“.

[1] Waugh, Evelyn, Wiedersehen mit Brideshead, Berlin 1990, 294.

Markus Günther, Kirche in der Krise Diaspora Deutschland (2 von 2)

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Religionen müssen absolute Wahrheiten formulieren

Für die große Mehrzahl der Menschen in- und außerhalb der Kirche bleibt die Frage nach Gott ein Leben lang ein Thema, mit dem sie nie ganz fertig werden. Die Wechselfälle des Lebens spiegeln sich auch in der Biographie des Glaubens. Entschlossener Atheismus ist die Ausnahme; ein vager, oft diffuser Glaube ist heute der Normalfall. Man könnte auch sagen: Es gibt sie noch in großer Zahl, die Suchenden und Zweifelnden, die, die nach Gott fragen und neugierig sind auf Antworten – aber die Kirchen erreichen diese Menschen immer seltener.

Aber warum finden die Suchenden die Wegweiser nicht mehr? Warum passen Angebot und Nachfrage nicht zusammen? Die populärste Antwort auf diese Frage lautet: weil die Kirche nicht mehr zeitgemäß ist. Sie müsste sich stärker der Lebenswirklichkeit der heutigen Menschen anpassen. Das klingt vorderhand plausibel, ist aber bei genauerem Hinsehen Unsinn. Denn die Evangelische Kirche in Deutschland hat so ziemlich alles getan, was von der katholischen Kirche immer noch verlangt wird, um endlich zeitgemäß zu sein: Frauenpriestertum, Abschaffung des Zölibats, Liberalität bei Moralfragen, volle Akzeptanz von Homosexuellen und Geschiedenen. Wären das tatsächlich die Gründe für die Malaise des Christentums, müsste es den Protestanten viel besser gehen als den Katholiken. Doch das ist nicht so. Ein zweiter Denkfehler kommt beim populären Zauberwort zeitgemäß“ hinzu: Wo sich die Kirche nicht auf zeitlose, unverfügbare Wahrheiten beruft, entlarvt sie sich selbst als reines Menschenwerk. Politische Programme müssen zeitgemäß sein, Unterhaltungsangebote auch; eine Religion muss absolute Wahrheiten für sich in Anspruch nehmen können – oder es ist keine Religion.

Außer Tamtam und Brimborium nix gewesen

Stattdessen haben beide Kirchen in Deutschland – nicht immer offiziell, aber de facto, im praktischen Leben halt – zentrale Glaubensinhalte längst aufgegeben. Im Versuch, niemanden zu verprellen und den Zugang zum Glauben möglichst leicht zu machen, wurde vieles ein bisschen weichgespült: Aus Jesus als „Sohn Gottes“ wurde Jesus, ein vorbildlicher Mensch wie Buddha und Gandhi auch. Aus der Auferstehung Christi wurde eine Legende, die man nicht wörtlich nehmen soll, sondern mehr so im Sinne von „Wer im Herzen seiner Lieben lebt, ist nicht tot“. Der kleinste gemeinsame Nenner dieser Verkündigung besteht oft nur noch aus einer Wohlfühlprosa, die ein möglichst breites Publikum ansprechen soll und gerade dadurch beliebig wirkt. Frieden in der Welt, mehr Gerechtigkeit für alle, auch selbst nicht immer so egoistisch sein – darauf kann sich jede Versammlung halbwegs anständiger Menschen einigen. Ein Appell der Unesco oder von Greenpeace klingt auch nicht viel anders. Gott braucht’s dafür nicht.

Wenn alle Jahre wieder, zu Weihnachten nämlich, die Kirchen doch noch einmal voll sind, geht es festlich zu, doch der Funke des Glaubens springt nur selten über. Viele Gottesdienstbesucher wundern sich – über die Kirche und über sich selbst. Was genau haben sie hier gesucht? Und warum haben sie nichts gefunden? Von sakralen Handlungen ist meist nur wenig zu spüren. Landet der spirituelle Nomade in einer traditionell geprägten Liturgie, ist das Ergebnis auch nicht besser. Denn der Fremde bleibt hier erst recht fremd und wendet sich ratlos wieder ab. Liturgie setzt viel Wissen voraus, sonst sieht man nichts als Tamtam und Brimborium.

Glauben ohne Bilder ist Ideologie

Vielleicht steht sich der Mensch von heute mit seiner aufgeklärten Schlauheit auch manchmal selbst im Weg. Glaube braucht einen Schuss Naivität, die Bereitschaft, die Kontrolle aus der Hand zu geben und sich auf Unbegreifliches einzulassen. Tastend und hoffend. Kein Wunder, dass das den meisten immer schwerer fällt in einer Welt, die gerade dabei ist, die letzten unberührten Domänen des Daseins – Sexualität, Liebe, Geburt, Sterben – industriell durchzuorganisieren. Die totale Kontrolle, die volle Alleinherrschaft über das eigene Leben ist angesagt; ein ungünstigerer Nährboden für den Glauben ist kaum denkbar.

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Doch die Kirchen haben auch selbst viel dazu beigetragen, Frömmigkeit und Glaubensnaivität, oder besser: die Unmittelbarkeit religiöser Bilder zu zerstören. In den Köpfen wurde der Sturm auf die traditionellen Vorstellungen angezettelt. Vielleicht ist das die verhängnisvollste Entwicklung der modernen Theologie gewesen: die Inhalte von ihren Bildern lösen zu wollen, den Glauben zu abstrahieren und darauf zu vertrauen, dass der Mensch von heute mehr mit einem Begriff als mit einem Bild anfangen kann. Ein Irrtum. Ein Glaube ohne Bilder ist eine Ideologie, und über eine Ideologie entscheiden der individuelle Verstand und die Mode der Zeit. Ein Bild bleibt ein Bild, fordert heraus, fasziniert, irritiert, wird angenommen oder abgelehnt, aber es behauptet sich selbst. Wer die Bilder zerstört, lässt auch von den Begriffen nichts mehr übrig. Wer sich Gott nicht mehr als Person vorstellen will, sondern lieber als abstraktes Wesen, als Energie oder Kraft, der wird darüber auch den Glauben verlieren. Jede menschliche Beziehung – und der Glaube ist nichts anderes als das – braucht als Gegenüber eine lebendige Person.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/krise-der-kirche-ist-deutschland-noch-ein-christliches-land-13342759-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

Markus Günther, Kirche in der Krise Diaspora Deutschland (1 von 2)

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Wir geben hier einen Artikel von Markus Günther wieder, welcher Ende 2014 in der FAZ erschienen ist. Jawohl, in der FAZ, die Super-Dupper-Antikatholiken-Zeitung, welche sich in der Kirchenbekämpfung mit der Süddeutschen, dem Spiegel und der Zeit einen erbitterten Kampf liefert. Wer stärker drauf schlägt, hat gewonnen.  Ein ehemaliger Französisch-Lehrer von DSDZ (dem Schreiber dieser Zeilen) meinte einmal, dass in Frankreich keine Kritik der katholischen Kirche stattfindet, weil die Kirche dermaßen am Boden ist, dass ein einigermaßen fairer und redlicher Mensch nicht mehr drauf tritt. Wozu denn? Es ist doch tot. In Deutschland ist die Kirche noch mehr am Boden als in Frankreich, aber dank der Kirchensteuer steht die hohle Institution noch, wie ein Potemkinsches Dorf. Nur Fassade, kein Inhalt, keine Gläubigen, kein Nachwuchs. Durch die letzte Entscheidung der DBK Kommunion an Protestanten, also schwere Sünder, und an Ehebrecher, also schwere Sünder auszuteilen, wurde wieder einmal klar, dass es wirklich die Bischöfe sind, welche die Kirchenzerstörung betreiben. Sie können es tun, denn sie haben die Macht. Dürfen sie es denn? Natürlich nicht, denn die Kirche ist das Eigentum Gottes, welcher sie schon abstrafen wird. Diese Bischöfe sind also die Wächter des Glaubens und diese Bischöfe stellen einem Theologen, wie DSDZ, die Bescheinigung aus, dass er mit dem katholischen Glauben übereinstimmend lehrt, was man die venia legendi nennt. Ja, ja, nachdem wir jetzt alle gelacht haben, kommen wir zum Eigentlichen zurück. Welche katholischen Glauben bekennen die deutschen Bischöfe? Keinen. Ihren Eigenen, den deutsch-katholischen Staatskirchentum-Glauben, wo man aufgrund ein wenig Blah-blah-blah ein Staatsbeamter ist, 12.000 € im Monat verdient und einen Dienstwagen mit Chauffeur hat. Dabei würde der Staat es durchaus zu schätzen wissen, wenn der eine oder andere Bischof etwas zu sagen hätte und die Aufhängung der Kreuze in Bayern, angesichts der Islamisierung Deutschlands, nicht bekämpfen würde. Das gibt es aber nicht. Fehlanzeige. Die Bischöfe haben nichts zu sagen und betreiben die Dekonstruktion ihrer eigenen Kirche fleißig weiter. 

Warum tun sie das?

Weil sie Gott hassen und die Agenda derer betreiben, welche sie an diese Positionen gehievt haben. Eine andere Antwort gibt es nicht. Ann Barnhardt schreibt, dass die altliberalen Ordensleute absolut frohlocken, dass sie keinen Nachwuchs haben und ihre Gemeinschaften zugrunde gehen.

Warum?

Weil sie es auf diesem Wegen „dem System“ heimzahlen können, welches sie „dermaßen ungerecht“ behandelt hat.

Worin besteht diese Ungerechtigkeit?

Dass sie zölibatär leben mussten und offiziell keinen Sex haben durften. Sie hatten doch welchen, meistens miteinander, wovon sich das große deutsche „Miteinander“ wohl ableitet.  In anderen Ländern ist es nicht besser. Die Geistlichen hassen die Kirche, weil sie „an ihr leiden“, durch die angebliche Sexlosigkeit und „diesen ungeheuren Druck“, welchen manch eine Pastoralassistentin bestätigen wird. Wenn man sich selbst hasst, dann hasst man jeden und alles, was mit einem selbst zu tun hat. Man hasst seine Familie, seine Freunde, seinen Beruf, seine Firma. Wenn man aber ständig in der Sünde, im Widerspruch und der Lüge lebt, dann hasst man sich selbst ständig. Das ist der ewige Zustand der Dämonen, welche nicht wollen, dass es den Menschen besser geht als ihnen. Sie hassen sich und sind zugleich unsäglich stolz auf sich. Ja, daher kommt die hegelianische Dialektik der DBK und des letzten Konzils. Es ist doch nicht möglich, dass ein Bischof, der ein Quäntchen Glauben an die Wesensverwandlung hat, die Kommunion an die Ehebrecher und Protestanten beschlossen hätte. Wenn er also annehmen würde,  dass die hl. Kommunion tatsächlich der Leib Christi ist und demjenigen, der sie unwürdig empfängt, die ewige Verdammnis und ewige Höllenqualen bringt, den Bischöfen, die es beschlossen haben, natürlich auch. Und sie haben es beschlossen! Alle! Alle werden sich daran halten! Die „pastoralen Richtlinien“ dazu werden jetzt herausgegeben. Aber diese Entwicklung, welche in den letzten Entscheidungen der DBK zugespitzt offenbar wird, läuft ja seit längerer Zeit. Mindestens seit dem Konzil, eigentlich wohl aber seit der liturgischen Bewegung in den 1920ern, denn irgendwoher mussten ja Rahner und Ratzinger ihre Ideen herhaben. Markus Günther stellt die Tatsachen des Niedergangs der Kirche richtig dar und vielleicht freut er sich darüber. Wir beweinen die Zerstörung der Kirche, weil die Gnadenquellen versiegen, Christus geschändet wird und so viele Seelen auf die Hölle zurasen. Auf Wunsch und Bestimmung der „katholischen“ Bischöfe Deutschlands.

Ist Deutschland ein christliches Land? Wie man’s nimmt. Auf dem Papier binden die Kirchen noch Millionen Menschen. Doch im Leben des Einzelnen ist ihre Macht gering. Aus der Spätzeit des Christentums.

29.12.2014, von Markus Günther

In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember, fast auf den Tag genau vor 50 Jahren, irrte ein Student namens Franz durch die Straßen Münsters. Er konnte nicht schlafen. Zu aufgewühlt war er von der Predigt, die er am frühen Abend im Dom gehört hatte von einem jungen Priester und Professor, nur ein paar Jahre älter als er selbst, der Advent und Weihnachten auf ganz neue, ja revolutionäre Art deutete: Die alte Lehre, nach der die menschliche Geschichte sich in die Zeit des Dunkels und die des Heils teilt, die Zeit vor und nach Christi Geburt nämlich, könne doch heute niemand mehr ernst nehmen, sagte der junge Theologe. Wer wolle nach den Weltkriegen, nach Auschwitz und nach Hiroshima noch von der Zeit des Heils sprechen, die vor 2000 Jahren in Bethlehem begonnen habe? Nein, die Grenze zwischen dem Dunkel und dem Licht, zwischen Gefangenschaft und Erlösung, gehe nicht mitten durch die Geschichte, sondern mitten durch unsere Seele. Der Advent finde nicht im Kalender statt, sondern in unseren Herzen – oder er breche genau dort ergebnislos ab. Das ist starker Tobak, und man kann sich gut vorstellen, dass der Student nach dieser Predigt keinen Schlaf fand, sondern allein sein wollte, um das alles für sich zu durchdenken.

Heute sind die beiden alte Männer, der Student und der Prediger dieses denkwürdigen Abends in Münster, Franz Kamphaus, der damals eine schlaflose Nacht erlebte, und Joseph Ratzinger, der als 37-jähriger akademischer Jungstar die Theologiestudenten aufrüttelte. Erstaunlich, wie sich da die Lebenswege der beiden zum ersten Mal kreuzten. Im Rückblick stehen gerade diese beiden Namen, Ratzinger und Kamphaus, für zwei Wege der Kirche in Deutschland, die man nicht mit rechts und links beschreiben muss, die aber doch sehr gegensätzlich waren. Beide versuchten, das Christentum unter veränderten Bedingungen neu zu verkünden und irgendwie in die moderne Welt hinüberzuretten – und sie stritten erbittert um die richtigen und falschen Kompromisse im Verhältnis zwischen Christ und Welt. Aber jetzt, am Lebensende, verbindet die beiden über alle Distanzen hinweg eine gemeinsame Bilanz des Scheiterns: Das Christentum in Deutschland ist ideell bankrott.

Kirche in Deutschland gleicht der späten DDR

Daran hat die bescheidene, gewinnende Art von Kamphaus nichts geändert und auch nicht die kluge Theologie Ratzingers, der von Rom aus Deutschland mitregierte. Nicht einmal ein deutscher Papst – wer hätte das übrigens 1964, keine 20 Jahre nach Kriegsende, überhaupt für denkbar gehalten? – konnte das Christentum in Deutschland reanimieren. Vom deutschen Pontifikat ist außer ein bisschen Nationalstolz und schönen Fotos nichts geblieben. Kamphaus und Ratzinger, Modernisten und Traditionalisten, eifrige Reformer und eiserne Konservative, sie alle stehen in Deutschland vor einem gemeinsamen Scherbenhaufen.

Natürlich kann man all das bestreiten. Man kann etwa sagen, dass Deutschland doch immer noch ein christliches Land sei, weil fast zwei Drittel aller Deutschen einer der beiden großen Kirchen angehören, weil die Kinder auch in staatlichen Schulen Religionsunterricht bekommen, weil in unseren Gerichten und Schulen die Kreuze hängen und weil die Kirchen wertvolle Arbeit leisten in Kindergärten und Krankenhäusern. Sogar in der Präambel des Grundgesetzes steht noch der Gottesbezug, und die Kanzlerin hat beim Amtseid Gottes Hilfe beschworen. Ist Deutschland etwa kein christliches Land?

Ja, die historische Kulisse steht noch, das ist wahr, und sie ist verblüffend gut erhalten. Doch in vielem gleicht die Kirche in Deutschland heute der späten DDR: sieht stabil aus, steht aber kurz vor dem Kollaps. Und wie in der späten DDR machen sich viele Funktionäre etwas vor. Pfarrer und Bischöfe, auch viele Aktive in den Pfarrgemeinden sehen blühende Landschaften, wo längst Wüste ist. Liebe macht eben blind. Und dort, wo es um die eigene Existenz geht, vernebelt oft Zweckoptimismus den nüchternen Blick auf die Realität.

Als Glaubensgemeinschaft versagt

Bei der Selbsttäuschung helfen die glänzenden Fassaden und robusten Strukturen: Es gibt hierzulande 45.000 Kirchen, und die meisten sind – rein baulich – gut in Schuss. In diesem Jahr nehmen die katholische Kirche und die evangelische Kirche in Deutschland so viel Geld ein wie nie zuvor. Die deutsche Kirchenmusik ist die beste der Welt. Es gibt noch 44000 katholische Trauungen pro Jahr und 225.000 evangelische Konfirmationen. Ist das nichts? Fehlt nur noch das Argument, dass die Kirchen der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland sind und mehr als einer Million Menschen einen sicheren Arbeitsplatz bieten. – Dann ist die Kirche endgültig auf dem Legitimationsniveau der örtlichen Müllverbrennungsanlage angekommen.

Nein, eine Kirche kann weder allein als Arbeitgeber noch als Stütze des Sozialsystems ernst genommen werden, sondern nur als Glaubensgemeinschaft. Und genau das, die gemeinsamen Glaubensinhalte, hat sich weitgehend in Luft aufgelöst. Dass nur ein Drittel der Deutschen an die Auferstehung Christi glaubt, müsste die Kirchen schon einigermaßen beunruhigen, wenn doch nach Aktenlage zwei Drittel Christen sind. Doch es ist noch viel schlimmer: Selbst unter den Gläubigen werden zentrale Inhalte der christlichen Botschaft massenhaft abgelehnt. 60 Prozent glauben nicht an ein ewiges Leben. Dagegen glaubt jeder vierte Deutsche, dass die Begegnung mit einer schwarzen Katze Unglück bringt. An Ufos glauben zwischen Flensburg und Oberammergau mehr Menschen als ans Jüngste Gericht. Willkommen in der deutschen Diaspora.

Gottesdienste werden einfach ohne Gott weitergefeiert

Wie wenig die Kirchenmitgliedschaft heute noch mit dem Glauben zu tun hat, offenbarte eine Meinungsumfrage des Instituts Allensbach im Auftrag der katholischen Kirche. Sie fiel allerdings so verheerend aus, dass die Ergebnisse nie veröffentlicht wurden. Auf die Frage, warum sie katholisch seien, antworteten 68 Prozent: „Weil man dann wichtige Ereignisse im Leben kirchlich feiern kann, zum Beispiel Hochzeit, Taufe.“ Auch beim zweithäufigsten Grund kann man die herzerfrischende Ehrlichkeit nur bewundern: „Es gehört für mich einfach dazu, das hat in unserer Familie Tradition.“ Es versteht sich von selbst, dass diese Gründe nicht als religiös gelten können, sondern einfach kulturelle, soziale Gründe sind. Die meisten Geistlichen vor Ort können den Befund bestätigen: Kirche funktioniert heute dort am besten, wo sie eine glänzende Feier verspricht. Eine Trauung in Weiß, oft in einer fremden, aber imposanten Kirche, ist immer noch sehr gefragt, ebenso die Bilder vom Kommunionkind im weißen Kleid oder vom Konfirmanden im dunklen Anzug. Doch fast jeder dritte Konfirmand glaubt gar nicht an Gott. Da drängt sich noch mal der Vergleich zur DDR auf: Als der Sozialismus längst bankrott war, stand die Jugendweihe immer noch hoch im Kurs. Sie hat sogar den Untergang der DDR überlebt und wird inzwischen, von sozialistischen Inhalten befreit, einfach sinnentleert weitergefeiert. Auch viele Gottesdienste sind heute so ausschließlich kulturelle Ereignisse (also: wöchentlicher Treffpunkt, jährliche Folklore, Familienfest), dass sie auch nach dem endgültigen Beweis von Gottes Nichtexistenz genauso gut weitergefeiert werden könnten.

Die Spätzeit des Christentums in Deutschland hat begonnen. Die Kirchensteuer wird entweder unter politischem Druck abgeschafft oder versiegt spätestens ab 2030 sowieso; die letzte christlich sozialisierte und kirchlich aktive Generation scheidet bald aus dem Arbeitsleben aus und stirbt in den nächsten drei Jahrzehnten. Dann bricht auch die Fassade der Kirche zusammen. Dahinter wird eine Minderheit zum Vorschein kommen, die nicht viel größer sein wird als die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas.

Es geht konstant bergab

Dagegen wird alle paar Jahre in den Medien die Renaissance des Religiösen ausgerufen, vorzugsweise zur Weihnachtszeit. Journalisten und Soziologen wollen dann wieder einmal einen Trend ausgemacht haben: die Rückbesinnung auf die christlichen Wurzeln, die Sinnsuche einer neuen Generation, erst einen Benedikt- und neuerdings einen Franziskus-Effekt. Tatsächlich gibt es keinerlei Anhaltspunkte für eine solche Wendung. Die Zahlen bewegen sich konstant in eine Richtung: bergab. Allein im Jahr 2013 verlor die katholische Kirche schon wieder zehn Prozent ihrer Gottesdienstbesucher.

Die Rückbesinnung aufs Religiöse gibt es nicht. Aber interessanterweise steigt auch die Zahl der Atheisten kaum. Man könnte ja meinen, dass die Abwendung von den Kirchen mit einem kräftigen Aufschwung des Atheismus einhergehe. Doch davon kann keine Rede sein. Selbst denen, die mit traditionellen Religionen wenig anfangen können, reicht die Erklärung offenbar nicht, dass es irgendwann einmal nichts gab und dann durch einen Urknall das Weltall entstand; dass die Menschheit durch evolutionäre Zufälle entstanden ist und jeder einzelne Mensch auch; dass die Welt nur aus dem besteht, was man sehen, messen und begreifen kann; dass mit dem Tod einfach alles aus ist. Die Frage nach dem Woher und Wohin, die Frage nach Gott ist im Menschen angelegt. In den entscheidenden Momenten – also etwa wenn es um Krankheit und Tod geht, um die Abgründe des eigenen Lebens, um Schuld und Scheitern, Hoffnung und Trauer und nicht zuletzt: um die Erfahrung der Liebe – dort dringt die Frage nach Gott auch immer wieder ins Bewusstsein vor. „Wäre eines Tages jede Religion verschwunden und sogar das Wort „Gott“ vollständig ausgetilgt“, sagte einmal Karl Rahner, „dann würde man doch dieses Wort neu erfinden für das namenlose Geheimnis unserer Existenz.“

Die Bußpsalmen wirken oder sieben deutsche Bischöfe zeigen Anzeichen von Katholizismus

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Wir freuen uns allen mitteilen zu können, dass anscheinend unsere Bußpsalmen mit denen wir die Änderung der „Bergoglio-Situation“ und Bekehrung unserer Bischofskonferenzen bei Gott erflehen wollen, tatsächlich wirken, denn ganze sieben, sage und schreibe, deutsche Bischöfe von allen 65 der DBK (Zustand April 2018) haben doch tatsächlich an die Glaubenskongregation und den Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen geschrieben, indem sie, so Kölner Stadtanzeiger, „Vatikan um Klärung und Hilfe bitten“. Wie aber gloria.tv informiert, sind ihre Motive die folgenden:

Die sieben Prälaten finden die Entscheidung „unrechtmäßig“. Sie verstoße gegen den katholischen Glauben und gegen die Einheit der Kirche. Die Bischofskonferenz habe ihre Kompetenz überschritten.

Wer sind diese sieben Bischöfe oder sechs Bischöfe und ein Kardinal?

  1. Kardinal Woelki  von Köln
  2. Bamberger Erzbischof Ludwig Schick,
  3. Augsburger Bischof Konrad Zdarsa,
  4. Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke,
  5. Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt,
  6. Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer
  7. Passauer Bischof Stefan Oster.

Freuen wir uns, dass einige unsere Bischöfe Anzeichen von katholischer Gesinnung zeigen. Freuen wir uns, dass die Gauss-Kurve wirkt. Denn in unserem Beitrag  Was können wir für die Kirche tun? Die sieben Bußpsalmen beten (2). Bischofskonferenz und die Gauss-Kurve vom 22. November 2015 schrieben wir:

Wie viele Bischöfe sind noch katholisch? oder Die Aussagen der deutschen Bischöfe!

Diese zugegeben recht direkt gestellte Frage, d.h. nach der Katholizität der Bischöfe, lässt sich mathematisch recht exakt, aufgrund der Gauß-Kurve, beantworten. […]

Gibt es innerhalb der 67 Bischöfe,[6] denn die Weihbischöfe zählen auch dazu, die zur Vollversammlung der DBK gehören, noch überhaupt irgendwelche Bischöfe mit katholischen Ansichten? Rein mathematisch und statistisch gesehen, sollte es dennoch dort zwischen 6 bis 7 Katholiken geben. Warum gerade so viel? Weil die Gauss-Kurve (siehe unten) es sagt.

gauss-kurve

[…]

Dies bedeutet, dass in jeder Population 2/3 dem Durchschnitt entspricht, ungefähr 10% über–oder unterdurchschnittlich sind und davon ca. 2% wirklich, über-über oder auch unter-unterdurchschnittlich. Dies bedeutet, dass es bei 67 Bischöfen der DBK 6 bis 7 weniger schlimme als der Rest geben muss, wovon vielleicht ein bis zwei wirklich fromm sind, natürlich alles im Rahmen der Normen oder der Normverteilung der DBK und nicht des Himmels oder es vollumfänglichen katholischen Lehramts (leider). Nichtdestotrotz geht unser Gebet nicht an die jeweilige Bischofskonferenz verloren, denn ein paar Bischöfe werden doch im Gnadenstand sein und für die Gnaden des fürbittenden Gebets empfänglich.

Wir hatten also Recht und es sind wirklich exakt 7, welche weniger schlimm als der Rest ist. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) freut sich immer, wenn er irgendeine Gesetzmäßigkeit entdeckt, die er anderen zu deren Erbauung mitteilen kann. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, der Sie die ganze Zeit gebetet haben, haben etwas erreicht. Glückwunsch. Vielleicht ist es nicht viel, aber es ist auch die DBK. Interessanterweise erschien heute auf onepeterfive ein interessanter Artikel, welcher vom geistlichen Kampf und fürbittenden Gebet handelt. Einem Seher, Hwd. Louis Cestac, Mitte des 19 Jahrhunderts soll die Mutter Gottes gesagt haben:

“Prayer is a condition set by God Himself in order to obtain graces.”

„Das Gebet ist eine Bedingung, welche von Gott selbst errichtet wurde, um Gnaden zu erhalten“.

Dies kann die Mutter Gottes auch tatsächlich behauptet haben, obwohl es sich um eine Privatoffenbarung handelt, denn dies ist auch die Lehre der Kirche. Gnaden müssen erbetet werden, dass ist die Gnadenordnung Gottes. Wenn wir also um bestimmte Gnaden nicht bitten, so erhalten wir diese auch nicht. Dies wussten die Reformer ganz genau, weil sie fast alle Kollekten also die Gebete während der Messe änderten, sodass z. B. nicht mehr für bestimmte Anliegen (Rückkehr der Häretiker in die Kirche, Sieg über die Feinde der Kirche, etc.) gebetet wird. Und wenn Sie, werter Leser, werte Leserin, nicht auf den Knien die Bußpsalmen beten wollen, dann dürfen Sie sich über Bergoglio und die DBK nicht beschweren, denn Sie haben nicht alles getan, um dem entgegenzuwirken.

Der heutige Aufsatz auf onepeterfive An Intention the Devil Doesn’t Want You to Pray For zeigt auch die Wahrheit, dass sich der Teufel dort mehr wehrt, wo er mehr zu verlieren hat und wir anhand unserer Anfechtungen die Rangordnung des Guten erkennen können. Dies bedeutet: je schwieriger uns etwas zukommt, je mehr Kämpfe wir zu bestehen haben und Widerstände zu überwinden, umso gottgefälliger ist dieses Werk, denn was nichts kostet ist auch nichts wert.

Und warum macht Gott es nicht automatisch?

Weil er keine Wunschfee ist und wir die Kämpfende Kirche sind. Kein Kampf, kein Verdienst, keine Heiligung. So ist das. Nicht jammern.

Wir können aber durchaus außer den monatlichen Bußpsalmen täglich zusätzliche Gebete für die Lösung des Bergoglio-Problems beten, wie dieses Gebet, welches das Abschlussgebet der Auxilium Christianorum Gebete bildet:

Hehre Königen der Himmel, himmlische Herrscherin der Engel, die Du von Beginn an von Gott die Macht und den Auftrag erhalten hast, den Kopf Satans zu zertreten, wir bitten Dich flehentlich Deine Heiligen Legionen zu senden, damit sie unter Deinem Befehl und durch Deine Macht die Dämonen verfolgen und überall bekämpfen, ihre Dreistigkeit unterdrücken und sie in den Abgrund der Hölle zurückdrängen mögen.

O gute und liebevolle Mutter, Du seist immer unsere Liebe und Hoffnung! O Himmlische Mutter, sende Deine Heiligen Engel, uns zu verteidigen und den grausamen Feind weit von uns zu vertreiben.

Heilige Engel und Erzengel, verteidigt uns, beschützt uns. Amen

Die lateinische Fassung lautet wie folgt:

Augusta Regina cœlorum, cœleste Superana Angelorum, quæ ab initio à Deo recepisti potentiam et missionem ad caput satanæ conterendum, supplices deprecamur te mittere tuas legiones sanctas, ut te imperante et potentiâ tuâ, ubique persequantur demonia et confligant eos, deprimant audacitatem et expellant eos in abysso. O bona et piissima Mater, semper amor et spes nostra eris! O Mater divina, mitte Sanctos Angelos tuos ad nos defendendos et longe hostem efferum expellendum. Sancti Angeli et Archangeli, defendite et custodite nos. Amen.

Wenn Sie aber jetzt sagen, dass Sie dafür keine Zeit haben, dann erwidern wir, dass Sie im Fegefeuer, falls Sie dieses überhaupt erreichen, alle Zeit der Welt haben werden, die Konsequenzen dieser Unterlassungssünde auszubaden; noch sind Sie am Leben.

Machen wir also weiter mit der Mutter Gottes bis zum Endsieg. Amen.

DBK erlaubt Kommunion für Protestanten­. Warum?

Hell

Als DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) nach Deutschland kam und nach und nach die „konservativen“ katholischen Medien wie kath.net entdeckte, wir sprechen von der Zeit vor Franziskus, obwohl kath.net eher neukonservativ war, so wunderten ihn die dort befindlichen gehässigen Kommentare über die DBK, mutatis mutandis über die ÖBK und die Schweizer Bischofskonferenz, von denen die höflichsten lauteten, dass so wenig etwas Gutes aus Nazareth kommen, so wenig  etwas Katholisches von der DBK kommen kann. DSDZ war zu damaliger Zeit noch recht naiv und durch seine Heimat geprägt, wo die Bischöfe als:

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Was können wir für die Kirche tun? Die sieben Bußpsalmen beten (2). Bischofskonferenz und die Gauss-Kurve

 

Procession to transfer the relics of the Holy Bishops to the Old Cathedral of St Peter, 1656, by Francesco Maffei (1605-1660), painting, Old Cathedral...
Procession to transfer the relics of the Holy Bishops to the Old Cathedral of St Peter, 1656, by Francesco Maffei (1605-1660), painting, Old Cathedral…

Wie man im ersten Beitrag nachlesen kann:

  • ist es eine Tat der Nächstenliebe für andere zu beten;
  • man soll für alle Menschen beten,
  • da man nicht weiß, wer erwählt und wer verworfen ist.

Es ist sicherlich sehr löblich für die Hirten der Kirche zu beten, da man durchaus davon ausgehen kann, dass nicht alle Bischöfe der jeweiligen Bischofskonferenz zu den Verworfenen gehören. Manche hingegen schon, da das Verbreiten von Häresien oder der Häresie nahen Aussagen durch einen katholischen Bischof sicherlich nicht für seine Prädestination spricht.

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