Meine Auxilium christianorum Ecke

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Gleichsam als Antwort auf den gestrigen Beitrag zur Vermeidung des Schmutzes schickte uns unser Leser und Mitarbeiter Davillatollkuehn den Beitrag zu seinem Hausaltar/Auxilium christianorum-Ecke samt Bildern.  Die Gebetsecke ist in diesem Falle nicht freistehend, sondern in ein Regal eingepasst, was dem Beter bei Tageslicht mehr Konzentration abverlangt. Die selbstgemachte Kniebank gibt dem ganzen eine monastisch-männlich strenge Note, wie es sich für die kämpfende Kirche gehört.  Wir hoffen, dass diese Gebetsecke andere Leser inspiriert und diese uns ebenfalls ihre Bilder samt Kommentar schicken.

Der Mensch

braucht ein Plätzchen,

und wär`s noch so klein,

von dem er kann sagen:

„Sieh hier Dies ist mein!“

Hier leb ich,

hier lieb ich,

hier ruh ich mich aus

hier ist meine Heimat

hier bin ich zu Haus!

Als Kind habe ich diesen in ein Bild eingepassten Spruch im Haus meiner Großeltern im Harz immer bewundert. Dort (bei meinen Großeltern) verbrachte ich ganze Winter und Sommer, jeweils in den Ferien, die in der DDR sehr lang waren. Meine Oma starb im vorletzten Jahr und das für mich wichtigste Erbstück ist dieses Bild.  Seit meiner Hinwendung zur Tradition ist die Gebetsecke, die mir immer mehr zu dieser Heimat und zu diesem Platz, an dem ich mich ausruhe, wird, gewachsen, hat sich verändert und wird langsam zum Hausaltar, den ich hier kurz vorstellen will.  In meinem Arbeitszimmer gibt es an der Wand die nach Osten geht (die liturgische Richtung, aus der wir den wiederkehrenden Christus erwarten und in die die Liturgie gefeiert wird) eine große Bücherwand, in die ich die Gebetsecke eingepaßt habe.  Den Betstuhl nebst Sitzbank habe ich für meine Größe angepasst selbst gezimmert (für handwerklich geschickte eine preiswerte Alternative, allerdings ohne wesentliches „Ambiente“). Nach den Anregungen Tradition und Glaubens habe ich mir dann die Skulpturen besorgt und kann hier noch einmal den folgenden Shop[1] empfehlen. Die Kerzen sind schon geweiht (mit Drei Königs Wasser, dessen Weihe 70 Minuten dauert: viel hilft viel) die Skulpturen folgen demnächst.

Das Innerste des Altarbildes ist das wunderbare Christus Bild von Manopello[2], das mir/uns Christus in seiner Menschheit authentisch zur Anbetung offenbart. Dem Heiligen Josef verdanke ich inzwischen schon 2 sehr bedeutsame und schwerwiegende Gebetserhörungen, eines davon in aussichtsloser Lage, deshalb kommt er hier zu Ehren. Der Erzengel Michael ist in vielfach erprobter Unruhe- und Dämonenverjagung ein von mir oft angerufener Helfer. Die Immaculata verehre ich als meine Himmlische Mutter und Königin tief und innig, deshalb thront sie als Gnadenmittlerin über allem. Die Ikone ist aus Griechenland und wurde mir vor Jahren von meinem Sohn, der es von einem Freund bekam, geschenkt. Mein 7 jähriger Sohn, der Kleinste kommt oft zu mir und wir beten seine Morgen und Abendgebete hier. Für längere Gebetszeiten nutze ich die geweihten Kerzen. Für die kürzeren Morgen- und Abendgebete habe ich mir eine elektrische Alternative installiert. Anbei einige Fotos, die das Geschriebene verdeutlichen können.

 

 

[1]     https://www.krippenfiguren-holzschnitzereien.de/

[2]     ZB: https://antlitz-christi.de/

 

Meine Auxilium christianorum Ecke

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Anbei nur die ACH-Ecke des Schreibers dieser Zeilen, welcher gestern beim Beten festgestellt hat, dass dreidimensionale Figuren wirklich zu einem sprechen und abhängig von der Beleuchtung wirklich ganz anders wirken können.  Deswegen eignen sie sich mehr zur Meditation als Bilder, weil durch ihre Dreidimensionalität verschiedene Aspekte der Skulptur sichtbar werden. So entdeckt man beim Anschauen der Madonna und des Engels wirklich ihre verschiedenen, nicht nur optischen, sondern auch theologischen Seiten. Die Madonna wirkt im Kerzenlicht sehr warm und mütterlich, ohne ins Kitschige überzuschlagen, der Erzengel mannhaft und kämpferisch. Wir sollten uns unsere Figuren vor Augen halten, damit sie in uns das bewirken, was sie darstellen. Es ist gut zuhause etwas Schönes und Sakrales zu haben.

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Meine Auxilium christianorum Ecke

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Abei eine Auxilium christianorum – Ecke einer anonymen Leserin, welche recht schüchtern ist und leider noch keinen Text beifügen wollte, sodass sich unsere Redaktion daran versucht. Der Größenunterschied zwischen der Mutter Gottes aus Altbeständen sozusagen und dem St. Erzengel Michael, der aus Südtirol kommt, ist sicherlich theologisch korrekt zu nennen, da die Mutter Gottes Regina Angelorum – Königin der Engel genannt wird und demzufolge größer, aufgrund der ihr größeren, zustehenden Verehrung (laetria), zu sein hat. Das Grünliche unter Marias Füssen lässt durchaus auf eine zertretene Schlange schließen, welche koloristisch zu dem grünen Drachen eine Brücke schlägt, welchen St. Michael bezwingt. Die grünen Pflanzenblätter runden das ganze mit der geweihten Kerze und dem Rosenkranz und dem entsprechenden Gebet ab.

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Bitte schicken Sie uns Ihre ACH-Ecken.

Auxilium christianorum, Lateranbasilika und heilige Räume

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Kirche als der Ort der Anwesenheit Gottes

Durch die göttliche Vorsehung herbeigeführte, obzwar nicht geplante Weise, erscheint der zweite Teil unserer Auxilium christianorum-Ecke genau am 9. November, an dem die Kirche die Weihe der Lateranbasilika (unteres Bild) begeht. Was hat es denn mit der Lateranbasilika auf sich?

Lateranbasilika

Es war die erste Kirche der Christenheit, welche nach der Konstantinischen Wende geweiht wurde. Weiterlesen!

Meine Auxilium christianorum – Ecke: Einführung (2 von 2)

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Nachdem Sie sich jetzt die Marien- und die St. Erzengelstatue sowie die notwendigen Kerzen oder Teelichter gekauft haben, kommen Sie zum schwierigeren Teil des Programms. Sie müssen nämlich einen Priester dazu bringen Ihnen diese Andachtsgegenstände auf Lateinisch nach den Segenstexten aus dem Rituale romanum segnen zu lassen. Die Tricks und Kniffe, wie man es machen kann, haben wir schon hier dargestellt, die Segensgebete sind hingegen hier u finden.

Bevor wir die Schwierigkeiten darstellen zuerst die gute Nachricht. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich doch tatsächlich seine Statuen samt ein paar Kerzen von einem jungen Novus Ordo Priester auf Lateinisch segnen lassen, seinen gesamten Kerzenvorrat hingegen, ebenfalls auf Lateinisch von einem älteren Priester, bei dem er regelmäßig beichtet. Es ist also möglich. Dennoch haben unsere Leser, auch die polnischen Leser, denen diese Tipps zuerst präsentiert wurden, eine Heidenangst davor sich mit dem eigenen Pfarrer anzulegen, aus der Sakristei rausgeworfen zu werden und anderen Unangenehmlichkeiten zu erfahren. Der Teufel schürt diese Ängste, aber man muss sich auch darauf einstellen, dass die Sache auch so verlaufen kann.

Kirchenrechtliche Argumente

Deswegen ein paar kirchenrechtliche Argumentationshilfen für den Härtefall:

  1. Sie haben als ein Gläubiger Recht darauf Ihre Sakramentalien segnen zu lassen, so sagt das Kirchenrecht (CIC 1983):

Kann. 213 – Die Gläubigen haben das Recht, aus den geistlichen Gütern der Kirche, insbesondere dem Wort Gottes und den Sakramenten, Hilfe von den geistlichen Hirten zu empfangen.

  1. Sie haben das Recht Ihre Rechte, bspw. das Recht sich die Sakramentalien segnen zu lassen, geltend zu machen:

Kann. 221 § 1  – Den Gläubigen steht es zu, ihre Rechte, die sie in der Kirche besitzen, rechtmäßig geltend zu machen und sie nach Maßgabe des Rechts vor der zuständigen kirchlichen Behörde zu verteidigen.

  1. Das Segnen der Sakramentalien ist eine priesterliche Aufgabe, die Segnung durch Laien lassen wir außen vor, denn diese wirken nicht:

Kan. 1168 – Spender der Sakramentalien ist der Kleriker, der mit der erforderlichen Vollmacht ausgestattet ist; einige Sakramentalien können gemäß den liturgischen Büchern nach dem Ermessen des Ortsordinarius auch von Laien gespendet werden, welche die entsprechenden Eigenschaften haben.

  1. Den Sakramentalien, auch wenn sie den Laien gehören, gebührt Respekt:

Kan. 1171 – Heilige Sachen, die durch Weihung oder Segnung für den Gottesdienst bestimmt sind, sind ehrfürchtig zu behandeln und dürfen nicht zu profanem oder ihnen fremdem Gebrauch verwendet werden, selbst dann nicht, wenn sie Eigentum von Privatpersonen sind.

Kurz und gut: Sie haben das Anrecht darauf sich ihre Sakramentalien vom Priester, den Sie durch Ihre Kirchensteuer bezahlen, segnen zu lassen.

Aber auch nach Rituale romanum auf Lateinisch?

Ja, durchaus, denn in der INSTRUKTION über die Ausführung des als Motu proprio erlassenen Apostolischen Schreibens Summorum Pontificum von PAPST BENEDIKT XVI., welche von der Kommission Ecclesia Dei verfasst wurde, lesen wir folgendes:

Pontificale Romanum und Rituale Romanum

  1. Der Gebrauch des Pontificale Romanum und des Rituale Romanum wie auch des Caeremoniale Episcoporum, die 1962 in Geltung waren, ist nach Nr. 28 dieser Instruktion erlaubt, unbeschadet der Vorschrift in Nr. 31.

Dies bedeutet allen Priestern ist der Gebrauch des Rituale Romanum und der darin stehenden Segensgebete erlaubt. Das Pontificale Romanum, welches uns hier nicht interessiert, ist in Ecclesia Dei Instituten erlaubt.

  1. Nur in den Instituten des geweihten Lebens und in den Gesellschaften des apostolischen Lebens, die der Päpstlichen Kommission Ecclesia Die unterstehen, und in jenen, die weiterhin die liturgischen Bücher der forma extraordinaria verwenden, ist der Gebrauch des Pontificale Romanum von 1962 für die Spendung der niederen und höheren Weihen erlaubt.

Anders formuliert: ein Priester, der sich weigert Ihnen Ihre Andachtsgegenstände auf Lateinisch zu weihen, verstößt gegen das geltende Kirchenrecht.

Ist er denn rechtlich verpflichtet sie nach dem Rituale romanum zu weihen?

Dies wohl nicht, aber hier gilt der obere Grundsatz salus animarum suprema lex – „das Heil der Seelen ist das oberste Gesetz“. Sie haben ein pastorales Anliegen, er, als Hirte, hat dieses zu erfüllen. Sollte es nicht so sein, so beschweren Sie sich über ihn schriftlich bei seinem Ordinariat, schreiben Sie gleichzeitig eine Anfrage an die Ecclesia Dei, ob ein Priester sich weigern kann auf den Wunsch eines Gläubigen das Rituale Romanum zu benutzen. Die Adresse der Kommission lautet wie folgt:

Pontifical Commission Ecclesia Dei

Palazzo della Congr. per la Dottrina della Fede,

00120 Citta del Vaticano

Wenn sich also der Priester weigern sollte, so drohen Sie ihm die folgenden Konsequenzen an:

  1. Schriftliche Beschwerde beim Ordinariat. (Er wird lachen, denn dort hat er Kumpels)
  2. Gleichzeitige schriftliche Anfrage bei Ecclesia Dei, wovon das Ordinariat in Kenntnis gesetzt wird. (Er wird die Schultern zucken, denn Rom ist weit und die können ihn mal)
  3. Sie informieren die Presse. (Da wird er hellhörig, denn davor hat er Angst)

Muss es immer so hart auf hart kommen?

Nein, aber es ist besser, dass Sie vorbereitet erscheinen und Ihre Ängste überwinden. Wir sind die kämpfende Kirche, wir müssen mit unseren Pfarrern kämpfen, damit sie das tun, wozu sie eigentlich da sind. Der Schreiber dieser Zeilen bereitete sich entsprechend geistlich und intellektuell vor und rechnete in einer unbekannten Gemeinde, die nahe an seiner ehemaligen Arbeitsstelle lokalisiert war, mit einer Auseinandersetzung wegen der Weihe der Andachtsgegenstände. Es kam aber anders und positiv. Es kam ein sehr junger, neugeweihter Priester, der auch als solcher gekleidet war, der vom Sakristan informiert wurde, dass jemand seine Devotionalien weihen lassen möchte. Der  Schreiber dieser Zeilen brachte sein Rituale mit, sagte dem Priester, dass er den Segen auf Lateinisch möchte, dass er selbst Latein könne und dem Priester helfen werde. Der Priester wurde noch von ihm angewiesen eine weiße Stola anzulegen, was er auch tat und er begann recht ungeübt vorzulesen, wobei der Schreiber dieser Zeilen ihm vorhersagte, was er wann einzusetzen hatte. Am Ende gratulierte er dem Jungpriester und dankte ihm, dass er es gut gemacht habe. Der Jungpriester war glücklich und erleichtert. Der Schreiber dieser Zeilen auch. Geht doch.

Weihe der Figuren – Übersetzung

Das Haupthindernis für willige Novus Ordo Priester besteht darin, dass sie kein Latein können, nicht wissen, was sie da lesen und Angst haben sich lächerlich zu machen. Ein junge polnische Leserin kaufte sich die ACH-Statuen, hatte aber Angst sie weihen zu lassen, weswegen sie die Segnung vor sich hin schob. Sie fasste sich aber ans Herz und bekannte in der Beichte in einer fremden Gemeinde, dass Sie aus Angst unterlassen hatte sich die Andachtsgegenstände weihen zu lassen. Es stellte sich aber heraus, dass ein emeritierter Exorzist ihre Beichte hörte (ja, es war in Polen), der ihr selbst anbot die Gegenstände zu segnen, was er auch mühevoll, aber auf Lateinisch tat. Die Segensgebete hatte sie von unserem polnischen Blog. Gott belohnt also die Treue und die Treuen. Dadurch ermutigt, beschloss sie sich die Kerzen in ihrer eigentlichen Heimatgemeinde von einem jungen Kaplan, von dem sie weniger Angst als vor dem Pfarrer hatte, weihen zu lassen. Sie dachte sich, dass auch im Falle, dass sie weggejagt werden sollte, sie sich in Tapferkeit üben werde. Der Kaplan war freundlich bis er hörte, dass der Segen auf Lateinisch stattfinden sollte. Er stellte das Weihwasser zurück und sagte, dass er nichts weihen werde, was er nicht versteht. Die Leserin, statt Krach zu schlagen, bot dem Kaplan an eine polnische Übersetzung des Segenstextes zu bringen, ebenfalls von unserem polnischen Blog, was er akzeptierte. Sie verabredeten sich auf einen anderen Tag, er verglich mühevoll das Original mit der Übersetzung und segnete noch mühevoller auf Lateinisch, aber er segnete. Die Leserin war überglücklich, sprach von künftigen Kerzensegnungen und das Eis war gebrochen. Eine success story von ihr selbst beschrieben. Um unseren deutschsprachigen Lesern ebenfalls solche Erfolgserlebnisse bescheren zu können, zeigen wir zuerst die Segensgebete als jpg-Datei und übersetzen sie anschließend mit ein paar Worten Kommentar. Die Quelle lautet: Rituale Romanum, Pauli V Pontifixis Maximi jussu editum Aliorumque Pontificum cura recognitum atque Auscoritate Pii Papae XI ad normam codicis juris canonici accommodatum, Editio juxta typicam vaticanam, Roma 1944, 247-248. Für Neulinge: das Schwarze ist zu tun, das Rote nur zu lesen.

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Solemnis Benedictio Imaginis Feierlicher Bildersegen
Jesu Christi Domini nostri vel B. Mariae Virginis vel alius Sancti Unseres Herrn Jesus Christus oder der Seligsten Jungfrau Maria oder eines anderen Heiligen

Si imagine, publicae venerationi expositae, solemniter benedicantur, haec benedictio Ordinario reservatur, qui tamen potest eam cuilibet Sacerdoti commettere.

Privatim autem haec benedictio a quolibet Sacerdote fieri potest sine ulla Ordinarii licentia.

Wenn das Bild zur öffentlichen Verehrung ausgestellt werden sollte, so muss es feierlich gesegnet werden. Dieser Segen ist dem Ortsbischof vorbehalten, der ihn an einen jeden Priester delegieren kann.

Ist das Bild zum Privatgebrauch vorgesehen, dann darf dieser Segen von einem jeden Priester erteilt werden, ohne irgendwelche Erlaubnis des Ortsbischofs.

V. Adjutorium nostrum in nomine Domini.

R. Qui fecit caelum et terram.

V. Dominus vobiscum.

R. Et cum spiritu tuo.

V. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.

R. Der Himmel und Erde geschaffen hat.

V. Der Herr sei mit Euch.

R. Und mit deinem Geiste.

Oremus.

Oratio

Omnipotens sempiterne Deus, qui Sanctorum tuorum imagines (sive effigies) sculpi, aut pingi non reprobas, ut quoties illas oculis corporis intuemur, toties eorum actus et sanctitatem ad imitandum memoriae oculis meditemur: hanc, quaesumus, imaginam (seu sculpturam) in honorem et memoriam unigeniti Filii tui Domini nostri Jesu Christi (vel beatissimae Viriginis Maria, matris Domini nostri Jesu Christi, vel beati N. Apostoli tui, vel Martryris, vel Pontificis, vel Confessoris, vel beatae N. Virginis, vel Martyris) adaptatam bene+dicere, et santi+ficare digneris: et praesta; ut quicumque coram illa unigenitum Filium tuum (vel beatissimam Virginem, vel gloriosum Apostolum, vel Martyrem, vel Pontificem, vel Confessorem, vel gloriosam Virginem, vel Martyrem) suppliciter colere et honorare studuerit, illius meritis et obtentu a te gratiam in praesenti, et aeternam gloriam obtineat in futurum, Per (eumdem) Christum Dominum nostrum.

R. Amen.

Et aspergatur aqua benedicta.

Lasset uns beten

Gebet

Allmächtiger, ewiger Gott, der Du es nicht verwirfst Deiner Heiligen Bilder (oder Statuen) zu schnitzen oder zu malen, damit wir, wie oft wir jene [Bilder, Skulpturen] mit den Augen unseres Körpers anschauen, sooft wir ihre Taten und Heiligkeit zur Nachahmung mit den Augen unseres Gedächtnisses erwägen: so bitten wir Dich für dieses Bild (oder für diese Skulptur), dass Du es [diese], welches [welche] zur Ehre und zur Erinnerung an Deinen eingeborenen Sohn Jesus Christus unseren Herrn (oder an die seligste Jungfrau Maria, der Mutter unseres Herrn Jesus Christus, oder an den seligen Apostel N., oder an den Märtyrer, oder an den Bischof, oder an den Bekenner, oder an die selige Jungfrau N., oder an den Märtyrerer) gemacht wurde seg+nen und hei+ligen mögest: und gewähre uns, dass jeder, der vor diesem Bild [dieser Skulptur] Deinen eingeborenen Sohn (oder die seligste Jungfrau Maria, die Mutter unseres Herrn Jesus Christus, oder den seligen Apostel N., oder den Märtyrer, oder den Bischof, oder den Bekenner, oder die selige Jungfrau N., oder den Märtyrerer) demütig heilig zu halten und zu verehren sich müht, dass er durch dessen Verdienste und Schutz von Dir Gnade und jetzigen Leben und ewige Ehre im kommenden Leben erhalten möge, durch (diesen) Jesus Christus unseren Herrn.

R. Amen.

Und er soll es mit Weihwasser besprengen.

Wie wir sehen ist dieses Segensgebet recht fakultativ, d.h. es deckt alle Möglichkeiten ab ein Bild oder eine plastische Darstellung (effigies) Christi, der Mutter Gottes oder eines Heiligen zu segnen. Bei unserem Segen bereiten wir dem Priester einen Zettel vor auf dem es steht:

  • Erste Klammer: effigies
  • Zweite Klammer: sculpturam
  • Dritte Klammer: beatissimae Viriginis Maria, matris Domini nostri Jesu Christi und beati Michaeli Archangeli
  • Vierte Klammer: beatissimam Virginem und beatum Michaelum Archangelum

Da man für ACH kein Christus-Bild zu segnen hat bleibt die erste Anrufung aus.  Wir können leider nicht sagen, dass der Priester es schon wissen wird, denn ein Novus Ordo Priester, der zum ersten Mal das Rituale liest und der zum letzten Mal Latein im vierten Semester hatte, wird es sicherlich nicht wissen. Ein Priester der Tradition (Pius oder Ecclesia Dei) wird es schon eher wissen. Damit auch der letzte Zweifel ausgeräumt ist, hier nochmals der Segen der Maria- und St. Erzengel Michael – Figur wie er in unserem Falle zu halten ist:

V. Adjutorium nostrum in nomine Domini.

R. Qui fecit caelum et terram.

V. Dominus vobiscum.

R. Et cum spiritu tuo.

Oremus.

Oratio

Omnipotens sempiterne Deus, qui Sanctorum tuorum effigies sculpi, aut pingi non reprobas, ut quoties illas oculis corporis intuemur, toties eorum actus et sanctitatem ad imitandum memoriae oculis meditemur : hanc, quaesumus, sculpturam in honorem et memoriam beatissimae Viriginis Maria, matris Domini nostri Jesu Christi et beati Michaeli Archangeli adaptatam bene+dicere, et santi+ficare digneris: et praesta; ut quicumque coram illa beatissimam Virginem et beatum Michaelem Archangelum suppliciter colere et honorare studuerit, illius meritis et obtentu a te gratiam in praesenti, et aeternam gloriam obtineat in futurum, Per Christum Dominum nostrum.

R. Amen.

Wozu dienen also diese Statuen oder Bilder?

Dazu, dass wir uns an die Verdienste dieser Heiligen erinnern und wir durch die Verehrung an ihren Verdiensten und ihrem Schutz teilnehmen mögen. Die Verdienste und die Heiligkeit der zu verehrenden Personen werden diesen Gegenständen sozusagen eingegossen, wodurch diese dem weltlichen Gebrauch entzogen werden.

Weihe der Kerzen – Übersetzung

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Benedictio Candelarum Segnung der Kerzen
V. Adjutorium nostrum in nomine Domini.

R. Qui fecit caelum et terram.

V. Dominus vobiscum.

R. Et cum spiritu tuo.

V. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.

R. Der Himmel und Erde geschaffen hat.

V. Der Herr sei mit Euch.

R. Und mit deinem Geiste.

Oremus.

Oratio

Domine Jesu Christe, Filii Dei vivi, bene+dic candelas istas supplicationibus nostris: infunde eis, Domine, per virtutem sanctae Cru+cis, benedictionem caelestem, qui eas ad repellandas tenebras humano generi tribuisti; talemque benedictionem signaculo sanctae Cru+cis accipiant, ut quibuscumque locis accensae, sive positae fuerint, discedant prinpices tenebrarum, et contremiscant, et fugiant pavidi cum omnibus ministris suis ab habitationibus illis, nec praesumant amplius inquietare, aut molestare servientes tibi omnipotenti Deo: Qui vivis et regnas in saecula saeculorum.

R. Amen.

Et aspergatur aqua benedicta.

Lasset uns beten

Gebet

Herr Jesus Christus, Sohn des Lebendigen Gottes, seg+ne diese Kerzen auf unsere Bitten hin: gieße ihnen, o Herr, durch die Kraft des heiligen Kreu+zes den himmlischen Segen, der Du sie zum Vertreiben der Dunkelheit dem menschlichen Geschlecht gewährt hast; durch diesen Segen mögen Sie das Siegel [Zeichen] des heiligen Kreu+zes empfangen, damit sie, an welchen Orten auch immer entzündet oder aufgestellt werden, von diesen Behausungen die Fürsten der Finsternis zurückweichen, erzittern und erschrocken mit allen ihren Dienern fliehen. Noch mögen sie [Mächte der Finsternis] es wagen weiterhin jene, die Dir allmächtiger Gott dienen, zu beunruhigen oder zu belästigen: Der du lebst und herrschst in Ewigkeit.

R. Amen.

Und er soll es mit Weihwasser besprengen.

Warum wirken also die geweihten Kerzen?

Weil sie tätige Exorzismen sind. Ihnen wird das siegreiche Zeichen des Kreuzes gleichsam eingemeißelt, wovon sich die Mächte der Finsternis fürchten. Die Kerzen werden also mit dem Zeichen des Kreuzes besiegelt (ein Kreuzzeichen für die ganze Packung reicht, jede einzelne Kerze braucht nicht mit dem Kreuzeszeichen bezeichnet werden). Nicht nur die Dämonen werden diese Orte scheuen, sondern auch „all ihre Diener“ also schlechte Menschen. Der Schreiber dieser Zeilen stellt fest, dass seit er die Kerze auch Nachts brennen lässt, er viel besser schläft, seit er aber zuhause viele Gegenstände im Alten Ritus weihen ließ, viele Menschen von sich aus den Kontakt mit ihm abgebrochen haben, was er nicht bedauert, wofür jedoch keine rationalen Gründe vorliegen. Es ist wirklich so, wie das Rituale schreibt. Sie werden Ruhe von den Dämonen und ihren Helfershelfer haben, zwar keine völlige, aber im Falle des Schreibers dieser Zeilen sind die Anfechtungen um ca. 80% zurückgegangen, von zwei Wochen abgesehen, welche mit der Kündigung und den Anwaltsproblemen zu tun hatten.

Praktisches Vorgehen

  1. Sie finden einen Priester Ihres Vertrauens.
  2. Sie drucken sich die Scans aus dem Rituale romanum aus, damit er sieht, dass es offizielle Texte sind.
  3. Sie drucken sich die Übersetzung aus oder den vorbereiteten Segen der Figuren aus.
  4. Sie kämpfen um Ihre Rechte.
  5. Habe fertig!

Die geweihten Gegenstände werden Ihnen helfen, aber sie sind nur ein Beiwerk und sie „reißen es nicht raus“, wenn Sie selbst nicht im Gnadenstand leben und die übrigen Verpflichtungen von Auxilium christianorum nicht erfüllen. Dennoch empfiehlt sich allen sowohl ihre heiligen Figuren als auch die Kerzen weihen zu lassen. Wir müssen in unseren Häusern heilige Räume schaffen, denn unter Franziskus verschwinden sie immer mehr von der Bildfläche oder werden entweiht, wie bei dem unseligen „Kathedralessen“ in Bologna. Gott wird sich das nicht lange gefallen lassen und wenn er dreinschlägt werden wir vielleicht, aufgrund der geweihten Gegenstände milde behandelt werden. Amen.

Bitte zeigen Sie uns allen Ihre Auxilium christianorum-Ecke, beschreiben Sie Ihre Einkäufe und die Segnung. So könnnen wir von einander lernen und uns gegenseitig auferbauen.

 

Anlagen:

1. Rituale – Bildersegnung Original auf Lateinisch als pdf

Rituale – Bildersegen 1

Rituale – Bildersegen 2

2. Bildersegnung Übersetzung Lateinisch-Deutsch

Rituale – Bildersegnung lat-dt

3. Segnung der Marien- und St. Erzengel Michael Figuren Lateinisch

Rituale Segnung der Maria und St. Michael Statue lat

4. Rituale – Kerzensegnung Original auf Lateinisch als pdf

Rituale – Kerzenweihe

5. Kerzensegnung Übersetzung Lateinisch-Deutsch

Rituale Kerzenweihe lat-dt

 

 

Meine Auxilium christianorum-Ecke: Einführung (1 von 2)

auxilium christianorum 3

Die Ausgangslage

Ja, es geht mit der Kirche abwärts. Der Amerikaner bezeichnet es als nosediving, als „mit der Nase nach unten eintauchen“, der Deutsche würde an dieser Stelle von einem Sturzflug sprechen. Was droht uns jetzt?

  • Motu proprio Magnum principium: Willkürliche Übersetzung der liturgischen Texte durch die jeweiligen Bischofskonferenzen.
    • Konsequenz: keine einheitliche Lehre, keine einheitliche Liturgie, keine einheitliche sakramentale Form
  • Geplante Aufhebung des Priesterzölibates durch die sog. Amazonas Konferenz
    • Konsequenz: Aushebelung des katholischen Priestertums, Sakrileg
  • Geplantes Frauendiakonat
    • Konsequenz: Aushebelung des katholischen Priestertums, Sakrileg
  • Geplante „ökumenische Messe
    • Konsequenz: das Ende des Hl. Messopfers, Gültigkeit der ökumenischen Messe fraglich

Bevor wir uns in der Zukunft den o.a. Punkten widmen werden, stellen wir gleich die Frage, was sein wird, wenn wir:

  • keine katholischen Priester
  • keine gültige Messe haben werden?

Dann müssen wir uns trotzdem übers Wasser halten und nicht in schwere Sünde fallen. In dieser Lage waren schon viele verfolgte Christen in allen Jahrhunderten und all diejenigen Katholiken, die während der arianischen Krise in die Wüste zogen. Sie hatte ja auch weder Priester, denn diese waren größtenteils häretische Arianer, noch die Heilige Messe. Das Sonntagsgebot gilt, wenn ich in meiner Gegend eine gültige Messe von einem gültig geweihten Priester besuchen kann. Ja, Novus Ordo Messe gilt auch. Wäre die Novus Ordo Messe ungültig, bräuchte man jetzt keine neue „ökumenische Messe“ zu erfinden. So einfach ist das.

  • Ist es ein verheirateter Diakon, der zelebriert, dann ist die Messe ungültig, denn er ist kein Priester.
  • Ist es eine weibliche Diakonin oder „Priesterin“, die zelebriert, dann ist die Messe ungültig, denn sie ist kein Priester.
  • Ist es ein verheirateter Priester, dann ist die Messe gültig, denn um eine gültige Priesterweihe zu empfangen, muss man ein getaufter Mann sein.

Ob die „ökumenische Messe“ gültig sein wird, wird davon abhängen, ob die Materie und Form des Sakraments beibehalten wurden. Falls nicht, wird sie ungültig sein. Die praktische Lösung bei all diesen Problemen: fahren Sie zu einer Tridentinischen Messe oder ziehen Sie dorthin um, wo es welche gibt. Es bleibt auch an dieser Stelle beruhigend zu sagen, dass eine absolute Notwendigkeit des Mittels (necessitas medii) beim Kommunionempfang nicht besteht.[1]

Was bedeutet das?

Es bedeutet, dass der Empfang der hl. Kommunion im Gegensatz zur Taufe oder Beichte nach der schweren Sünde, nicht heilsnotwendig ist. Die Kirche verpflichtet jeden Gläubigen einmal im Jahr, zu Ostern, zum Kommunionempfang, was die unterste Pflichtgrenze darstellt (DH 812, 1656, CIC 859). Da Christus „nehmet und esset“ sagte, so besteht zwar eine Notwendigkeit des Gebotes (necessitas praecepti) des Kommunionempfangs,[2] natürlich wenn man im Gnadenstand ist und eine wenigstens gültige Messe zelebriert wird. Das Sonntagsgebot bezieht sich auf die Teilnahme an der Messe, nicht auf den Kommunionempfang. Große Heilige der nachtridentinischen Zeit wie z.B. Hl. Karl Borromäus (1538-1584) oder Hl. Franziskus von Borja SJ (1510-1572) stachen dadurch hervor, dass sie sogar einmal im Monat kommunizierten, später einmal die Woche, was Erstaunen auslöste und von den Zeitgenossen als Missbrauch angesehen wurde. Wenn es wirklich hart auf hart kommt und wir ausschließlich die ungültige „neue ökumenische Messe“ haben werden, dann kann man immer noch einmal im Jahr z.B. nach Fontgombault fahren, um dort zu kommunizieren und die göttliche Vorsehung wird doch in jedem Land uns ein paar gültige Messen, auch Novus Ordo-Messen, lassen. Der Schreiber dieser Zeilen fährt bereits 250 km oder 500 km an einem Tag, um eine Tridentinische Messe zu besuchen, also auf die paar hundert Kilometer mehr kommt es wirklich nicht mehr an.

Was ist eine Auxilium christianorum-Ecke?

Sollten wir aber wirklich keine gültige Messe mehr haben, so bleiben uns nur die Mittel der Selbstheiligung wie die Auxilium christianorum-Ecke, von der jetzt die Rede sein wird. Die Bedingungen der Mitgliedschaft von ACH schreiben folgendes vor:

  1. Wenn es finanziell möglich ist, soll jedes Mitglied von ACH Statuen Unserer Lieben Frau und St. Michaels in ihrer Wohnung aufstellen, vor denen eine Votivkerze brennen soll.

Dies ist eine der weniger wichtigen Bedingungen, es ist keine conditio sine qua non (keine notwendige Bedingung), aber es ist sehr hilfreich. Die bedeutet in Klartext, dass Sie sich

  1. eine Marienstatue,
  2. eine St. Erzengelstaue
  3. Kerzen
  • kaufen

und

  • diese auf Lateinisch nach dem Rituale romanum weihen lassen sollen.

Bevor wir uns dem Weihen widmen, sprechen wir zuerst vom Kaufen.

Ad 1. Marienstatue

Es stellt sich natürlich die Frage, warum es ein Statue und kein Bild sein muss. Vielleicht deswegen, weil das Dreidimensionale und Räumliche mehr Raum einnimmt, auch geistlichen Raum? Es ist wohl so, dass Statuen das „Sondergut“ der katholischen Kirche darstellen, denn die Orthodoxen haben es nicht. Die Ikonen wirken zwar dreidimensional, sind aber an sich eindimensional. Vielleicht liest uns hier ein versierter Kunsthistoriker, der die Frage beantworten kann, wann und wieso die Statuen in die Kirchen Einzug hielten, wann dies genau stattfand und weswegen. Wahrscheinlich geschah es spätestens in der romanischen Zeit und vielleicht wurde es von jemand theologisch erklärt. Wir wissen es nicht, aber wenn Auxilium Christianorum uns heißt Statuen oder Figuren zu kaufen, dann müssen welche her. Der Schreiber dieser Zeilen hatte niemals eine Marienstatue besessen, weil er es, Gott vergib ihm, für „einen weiblichen Krimskrams“ hielt, er hatte zwar einige Marienikonen, musste sich aber eine Marienstatue anschaffen, seit er ein Mitglied von Auxilium christianorum geworden ist, was er auch tat. Da er ein kleiner Ästhet ist und ihm das Plastikzeug, welches auf ebay oder im Devotionalienhandel verfügbar ist, nicht gefiel, so dauerte es ein wenig, bis er die passende Marienfigur fand.

Darf denn eine Marienstatue überhaupt kitschig und aus Plastik sein?

Wir meinen nein, denn es ist eine Beleidigung Gottes für den nur das Beste aufgeopfert werden sollte. Wenn Sie sich all die Opfergesetze des Alten Testaments durchlesen, in welchen wirklich ganz genau steht was geopfert, aus welchen Materialien die Priestergewänder oder der Tempel selbst zu bestehen hat, dann muss es Ihnen doch klar sein, dass das Neue Testament die Überhöhung und die Erfüllung des Alten Testaments zu sein hat. Der Schreiber dieser Zeilen war neulich in einer Stadt, in der das Kircheninnere einer alten Kirche so ausgewechselt wurde, dass die edlen Bausteine des Kircheninneren, wie es wohl Marmor etc., gegen das billigste Betongemisch ausgetauscht wurden. Es ist wirklich schwierig solch ein Betongemisch, das wohl aus den 1980-gern stammt, noch irgendwo zu finden, weil alles, was so aussah und in Deutschland der sog. „öffentlichen Hand“ angehörte ausgetauscht wurde. In dieser Diözese jedoch, die lange von einem Rotary-Club-Bischof regiert wurde, wurde dieses Betongemisch, weil es das Kircheninnere betraf, natürlich nicht ausgewechselt, da die deutsche Kirche, als die reichste der Welt, die hässlichsten und billigsten Kirchen hat. Die Fenster waren auch „modern“ also grauenhaft, die Bänke ebenso. Da das Betongemisch aus den 1980-gern stammte und die Bänke wohl aus den 1990-gern, so kann diese Ausstattung kaum originell gewesen sein, da diese Kirche seit 1293 urkundlich verbürgt ist. Wikipedia informiert uns:

Der Innenraum der Kirche wurde 1912, 1936, 1972 und zuletzt 1998 teilweise umgestaltet.

1972 kam der nachkonziliare Kahlschlag, 1998 der Todesstoß. Der Schreiber dieser Zeilen betete in dieser Kirche für seine Anliegen und teilweise fühlte er einen sakralen Raum, teilweise fühlte er sich wie in einer, pardon, öffentlichen Toilette in Nordrhein-Westfahlen, da in anderen Bundesländern auch diese besser als diese Kircheninnere aussehen. Wenn man also eine Kirche nicht zerstören oder als „Flüchtlingsunterkunft“ entweihen kann, dann muss man sie doch wenigstens durch die Materialienwahl entweihen, was der Rotarier-Bischof zu verantworten hat, denn ohne seine Zustimmung wäre es nicht gegangen. Daher haben minderwertige und weltliche Materialien in einem Gotteshaus und auch in einer Gebetsecke nichts zu suchen. Dementsprechend empfehlen wir Ihnen nicht eine Madonna-Figur aus Plastik oder aus Polyresin (Kunstharz) zu kaufen, sondern eine aus Holz. Der Schreiber dieser Zeilen ist hier fündig geworden, da er erstens wenig Platz hat und demzufolge eine kleine Marien-Statue suchte, die außerdem nicht allzu teuer sein durfte. Das Problem ist aber, dass die meisten Holzmadonnas in diesem Geschäft und im Handel bei einer Größen von 40 cm anfangen und eher für Kirchen gedacht sind. Dies bedeutet einen Preis ab 400 EUR aufwärts plus Versandkosten, was für eine Privatperson recht teuer ist. Deswegen hat jemand, der sich für eine kleine Madonna von 12 cm entscheidet, eine kleinere Wahl. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich für diese Madonna entschieden, welche in seinem Falle in echt so aussieht.

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Sie sieht in Wirklichkeit besser als auf dem Bild des Online-Shops aus, was ihn wirklich freut. In seinem Falle kostete die Madonna-Statue 56 EUR inklusive Versand, was natürlich recht viel Geld für 12 cm Holz ist, was er aber nicht bereut. Die Madonna ist handwerklich sehr schön gearbeitet, nicht kitschig und wirklich jeden Cent wert. Sie strahlt durch ihre Dreidimensionalität eine Wärme und Mütterlichkeit aus und da es sich bei dieser Holzschnitzerei um Einzelanfertigung handelt, so sieht eine jede Madonna, auch vom gleichen Typus, etwas anders aus. Eine andere mögliche Adresse für Holzemadonnas ist Südtirol, wo es viele Betriebe gibt, die sich der sakralen Holzschnitzerei widmen (kleine Ausführungen finden Sie hier). Wenn Sie sich durchklicken, werden Sie schon fündig werden. Der Schreiber dieser Zeilen hat schnell zugeschlagen, ist aber mit seiner Madonna zufrieden.

Ad 2. St. Erzengel Michael

Während der Markt noch einiges an Marienstatuen bietet, sieht die Lage bei St. Erzengel Michael Statuen um einiges schlechter aus. Sie sind entweder nicht vorhanden, oder  sie sind grauenvoll hässlich (bei ebay oder bei amazon.de nachschauen).

Warum braucht man denn überhaupt eine St. Michael Statue?

Damit die Dämonen, die um uns herum kreisen, daran erinnert werden, wer sie besiegt hat. Es war die Muttergottes durch ihre Unbefleckte Empfängnis und St. Erzengel Michael kurz nach dem Engelsturz. Der Schreiber dieser Zeilen brauchte einige Zeit bis er hier fündig wurde (unter Heilige Männer, Hl. Michael Erzengel nachschauen, da diese Seite nicht das Gewünschte öffnet). Das Problem lag wieder einmal in der Größe, da auch in diesem Geschäft die St. Erzengel Michael-Figuren ab 20 cm und ca. ab 140 EUR anfangen. Da sich aber der Schreiber dieser Zeilen für eine Madonna von 12 cm entschied, so durfte der Engel nicht größer sein. In seinem Falle wurde es dieser 7 cm Engel (13-212000 Hl. Michael G.Reni), der kein Plastik, sondern eine ausgezeichnete Holzarbeit ist und in echt so aussieht.

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Insgesamt kostete der Erzengel Michael 41,90 € (30, 40 € Engel, 11,50 € Versand). Sollten Sie sich in diesem Geschäft für eine der vielen Madonnen entscheiden, von denen die meisten ebenfalls bei 20 cm anfangen, dann können Sie wahrscheinlich an den Versandkosten sparen. Es gibt die folgenden Ausführungen, aber sparen Sie nicht am falschen Ende, indem Sie sich etwas Unbemaltes und Unvollkommenes ins Haus holen. Das haben Sie auch in Ihrer Novus Ordo Kirche um die Ecke.  Sie sollen sich auch an der Schönheit, die von Gott ausgeht und zu Gott führt erfreuen. Der Schreiber dieser Zeilen ist mit seinen Figuren sehr zufrieden und besonders der St. Michael ist viel weniger kitschig oder „plastikbetont“ als es vielleicht auf dem Bild scheint.

Da in seinem Falle er eine Art Seitenkapelle errichten musste, so brauchte er ein Eckregal, wobei er sich für dieses entschied.

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Dieses Regal ist recht knifflig, kommt ohne die versprochenen Dübel und Sie brauchen unbedingt eine Bohrschablone, um es richtig anzubringen. Angebracht sieht es so aus und hält die beiden Figuren.

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Ad 3. Kerzen

Die Anleitung aus Auxilium christianorum schreibt vor die ganze Zeit, während wir zuhause sind eine geweihte Kerze vor den geweihten Figuren brennen zu lassen. Natürlich sollen Sie die Kerze nur dann brennen lassen, wenn Sie keine kleinen Kinder haben, für die diese Kerze eine Gefahr darstellt. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich für 8 Stunden Teelichter entschieden, welche wirklich mit Stoppuhr nachgemessen 8 Stunden lang brennen können. Da in seinem Falle das Teelicht geschützt in einem Glasgefäß steht, so lässt er die Kerze auch in der Nacht brennen, da sein Gebetsraum gleichzeitig sein Schlafzimmer ist. Wirkt es denn? Ja, es wirkt tatsächlich, seit die Figuren und die Kerzen geweiht wurden, schläft der Schreiber dieser Zeilen viel besser, hat kaum Alpträume und wacht interessanterweise genau dann auf, wenn die Kerze verlöscht. Er hat schon experimentiert indem er keine Kerze brennen ließ oder die verlöschte nicht austauschte und die Wirkung ist immer dieselbe: keine Kerze = Alpträume und Anfechtungen. Brennende, geweihte Kerze: guter Schlaf und weniger Anfechtungen. Wie wir im nächsten Beitrag sehen werden, sind die Figuren selbst und die Kerzen sozusagen ein stehender Exorzismus, welche als konstitutive Sakramentalien ihre Wirkung entfalten. Deswegen ist es gut sie zu besitzen.

Seine Auxilium christianorum Ecke sieht so, wie o.a. aus und alle sind eingeladen ihre ACH-Ecken, wenn sie erst mal eingerichtet sind, zu zeigen. Ann Barnhardt sagt zurecht, dass die neue Bergoglio-Antikirche absolut alle Ressourcen sich unter den Nagel reißen wird, in D, A und CH, hat sie es schon längst getan, sodass wir auf die sakralen Räume angewiesen sein werden, die wir uns selbst schaffen. Auf geht’s!

[1]Ott, Ludwig, Grundriss der Dogmatik, Bonn 2010, 542

[2] Ebd.

Wir basteln uns einen Hausaltar (8 von 8): Betstuhl, Gesamteindruck

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Stufe 8. Der Betstuhl

Ein Betstuhl stellt natürlich die größte Ausgabe dar. dsc_0298Der abgebildete wurde geschenkt, sodass diese Ausgabe nicht anfiel. Gebrauchte Betstühle finden sich bei Ebay ab 100 €, neue sind schon ab 330 € zu haben.

Der Gesamteindruck:

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Wir basteln uns einen Hausaltar (7 von 8): Ikone, Weihwasserbecken

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Stufe 6. Die Ikone

Da das Kreuz recht hoch hängt, so brauchen Sie etwas worauf Sie ihren Blick richten können. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich nach vielen Jahren von Ikonen-Reproduktionen für eine echte, handgemalte Ikone (H: 31cm x B: 17 cm [zugeklappt] H:31 cm x 33,4 cm aufgeklappt) entschieden:

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Wir basteln uns einen Hausaltar (6 von 8): Wandregal, Kruzifix, Leuchter

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Stufe 3. Das freischwebende Wandregal

Wenn Sie sich eine Gebetsecke einrichten, dann brauchen Sie eine leere Wand, an die Sie etwas anbringen können. Eine sehr praktische Lösung ist ein freischwebendes Wandregal, auf das Sie etwas stellen können und über welches Sie etwas hängen können. Ein Wandregal bekommen Sie in fast jedem Baumarkt oder im Onlinehandel.

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Wir basteln uns einen Hausaltar (2 von 8): Priesterlicher Segen

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Der priesterliche Segen

Um etwas, ein Haus, eine Wohnung, einen Andachtsgegenstand zu weihen oder zu segnen, brauchen Sie einen Priester. Warum? Weil er durch seine Priesterweihe, die ihn ontisch mit Christus verbindet, die Vollmacht erhalten hat an Christi statt (in persona Christi) zu wirken.

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