Tradition und Glauben

Anna Gallicana, Partnersuche (2 von 4)

Schauen wir doch einmal in die Bibel und beginnen wir bei Adam und Eva. Ja, schon ganz am Anfang kommt es zur ersten Ehe: Nachdem Gott Adam erschaffen hatte, begann dieser sich in seiner Welt umzusehen. Er benannte Tiere und Pflanzen und lebte in paradiesischen Verhältnissen. Trotzdem war er nicht zufrieden. Er beschwerte sich beim lieben Gott und verlangte einen Partner, der ihm entspräche. Ups, erster Fehler? Na ja, zumindest war das nicht besonderes lobenswert. Wie schon erwähnt, gibt uns Gott immer was wir brauchen und was gut für uns ist. Manchmal gibt er uns zur Strafe oder ‚Belehrung‘ auch das, worum wir so ungeduldig bitten. Und so bekam Adam eine Frau … und das Schicksal nahm seinen Lauf. Dann kam die berühmte Geschichte mit dem Apfel (ja, zu zweit macht man Dummheiten, die man alleine nicht machen würde …) und er verlor seine Heimat und musste fort. Mit den beiden großen Söhnen hatte er auch nicht so viel Glück, nur Streit, Mord und Totschlag – und dann noch ein langes Leben mit viel Mühe und Arbeit und vergeblicher Hoffnung auf eine baldige Erlösung. Es ist müßig zu spekulieren, was sich ohne Adams törichtes Begehren ereignet hätte. Persönlich bin ich davon überzeugt, dass Gott ihm zur rechten Zeit eine Gefährtin zugeführt hätte. Hätte Adam seinen eigenen Willen in allem Gott untergeordnet, hätte Eva dies auch getan, sie hätten sich nicht mit der Schlange eingelassen und wir lebten alle glücklich und zufrieden im Paradies. Ehen werden nämlich im Himmel geschlossen. Dafür brauchen wir auch nicht lange nach einem Beispiel zu suchen, hatte nicht die Jungfrau Maria beabsichtigt, ehelos zu bleiben? Und in Anbetracht des vorgerückten Alters des Heiligen Josef sowie der Legende können wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dieser ebenfalls nicht zu heiraten gedachte. Aber Gott hatte...

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Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (6 von 7) Amoris Laetitia.

III.  AMORIS LAETITIA Wie können wir daran zweifeln, dass diese Enzyklika, die von demselben Kardinal Caffara, dem Schwester Lucia geschrieben hatte, öffentlich in Frage gestellt wurde, keinen Anteil hat am Zusammenprall zwischen der Kirche und Satan, wie wir oben erwähnt haben? In diesem kurzen Blick auf Amoris Laetitia betrachten wir Ehe, Ehebruch und „Sexualerziehung“.           1)    Ehe a) Ehe in sich selbst          Die Exhortation Amoris Laetitia Die Exhortation Amoris Laetitia sagt in § 80: Die Ehe ist an erster Stelle eine »innige Gemeinschaft des Lebens und der Liebe«, die ein Gut für die Ehegatten selbst darstellt, und die Geschlechtlichkeit ist »auf die eheliche Liebe von Mann und Frau hin geordnet … Trotzdem ist diese Vereinigung »durch ihre natürliche Eigenart auf die Zeugung ausgerichtet.«....

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Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht? (6 von 7) Der Untergang oder Amoris Laetitia als Ziel.

Wenn man sich die nachkonziliare Ehe- und Sexuallehre näher anschaut, wird einem im Nachhinein deutlich, dass seit mindestens 50 Jahren auf Amoris Laetitia hingearbeitet wurde. Wer konkret hat darauf hingearbeitet? Vat. II mit Gaudium et Spes 48 und 49: Gleichstellung des ersten (Kinder) und zweiten (gegenseitige Hilfe) Ehezweckes Paul VI. Humanae vitae: Anerkennung und Zulassung der natürlichen Verhütung, deren Anwendung so ausgeweitet wurde, dass sie zu einer legitimen Verhütung avansierte. Johannes Paul II. Theologie des Leibes: Ehelicher Sex als Selbstzweck und als Weg zu Gott Johannes Paul II. Familiaris consortio (1981): Zusammenleben von Ehebrechern wird zwecks Erziehung der Kinder geduldet, wenn sie keusch leben. (84) Johannes Paul II. Codex iuris canonici (1983): Umkehrung des ersten und zweiten Ehezweckes im Canon 1055 § 1:...

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Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (5 von 7) „Überhöhung der ehelichen Liebe“.

B. Die Überhöhung der ehelichen Liebe  1. Vergöttlichung und Zielsetzung        Wir haben erklärt, wie die eheliche Liebe durch ihre Vergöttlichung erhöht wurde, durch ihre Angleichung an die göttliche Liebe der Barmherzigkeit.         Durch die Angleichung der ehelichen Liebe an die Nächstenliebe, vergöttlicht sie der Papst nicht nur, sondern legt sie auch dadurch fest, dass er sie als einen Weg zur Verwirklichung des Sinns des menschlichen Lebens präsentiert. Denn da Gott die Summe alles Guten und Vollkommenen ist, ist die raison d’être (die Daseinsberechtigung) jedes gegebenen Dinges durch die Nachahmung des Gutseins und der Vollkommenheit Gottes selbst bestimmt. Die Vollkommenheit Gottes, zu deren Nachahmung der Mensch imstande ist, ist sein (Gottes) Wissen über und vor allem die Liebe zu sich selbst. Diese Liebe, wie wir oben erklärt haben, ist eine totale sich selbst hingebende Liebe. Indem er behauptet, dass die eheliche Liebe einer total sich selbst hingebenden Liebe gleich kommt, behauptet der Papst dann, dass der Mensch seine raison d’être, Daseinsberechtigung,  durch die eheliche Liebe (einschließlich des dazugehörigen Aktes) erfüllen kann. Tatsächlich behauptet der Papst ausdrücklich, dass die totale Selbsthingabe in der Ehe (dem Menschen (Anm. d. Übers.) die „Verwirklichung des eigentlichen Sinns seines Seins und seiner Existenz“ (16 Jan. 1980) ermöglicht....

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Don Pietro Leone, Angriff auf die Ehe – Aufsatz (2 von 3)

VERSCHIEBUNG IM BEGRIFF DER EHELICHEN LIEBE  Wir betrachten hier ausführlicher die These, der Akt der ehelichen Liebe bestehe darin, daß ‘sich Mann und Frau einander vorbehaltlos gegenseitig schenken’ (Familiaris Consortio 32, zitiert im Neuen Katechismus 2370). Wenn diese These falsch ist, dann ist auch das ganze Gebäude der Theologie des Leibes hinfällig. Wir müssen nun bekennen, daß  diese These unhaltbar ist: Zuerst metaphysisch, weil die menschliche Person  unmittelbar ist; zweitens physisch, weil der Akt der ehelichen Liebe wesentlich das Suchen und den Genuß von Vergnügen mit sich bringt, ohne das er in der Tat unmöglich wäre; drittens moralisch, weil die Kirche lehrt erstens, daß der Ehemann Macht über den Leib der Frau, und die Frau Macht über den Leib des Mannes hat’ (I. Kor. 7.4), was bedeutet, daß jeder Partner nicht nur geben sondern auch nehmen soll; und zweitens (und allgemeiner), daß die Liebe des vorbehaltlosen Sich-Schenkens allein Gott gebührt und auch nur gegenüber Ihm möglich ist (Lk. 10.27), während die Nächstenliebe dem Menschen auf einer niedrigeren Stufe und in den ehelichen Beziehungen mit Zurückhaltung und Mäßigung geboten ist[1]. Tatsächlich bedeutet eine ganzheitliche Nächstenliebe Götzendienst....

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Don Pietro Leone, Angriff auf die Ehe – Aufsatz (1 von 3)

 ANGRIFF AUF DIE EHE Die Krise in der Familie und in der Ehe, die sich in der Schwangerschaftsverhütung, Scheidung, Abtreibung, Unzucht, und Homosexualität unaufhörlich ausbreitet, stammt offensichtlich vom Geist der Welt her und letztendlich von der gefallenen Natur. Der selbe Geist ist aber jetzt ins kirchliche Lehramt selbst hineingeschlichen, das somit eine mitwirkende Rolle in der Krise spielt. Die folgenden Auszüge von ‚Angriff auf die Ehe’ (Patrimonium Verlag 2016) bezeugen diese Tatsache und versuchen, sie nach den traditionellen theologischen Prinzipien der kirchlichen Lehre zu analysieren.   VERSCHIEBUNG IM LIEBESBEGRIFF Die Kirchentradition unterscheidet zwischen drei grundlegenden Liebesarten. Erstens gibt es die sinnliche Liebe (oder die Leidenschaft der Liebe), für welche die geschlechtliche Liebe ein Beispiel ist; zweitens gibt es die vernünftige Liebe (oder die Tugend der Liebe); drittens gibt es die Liebe der Caritas, also jene Art der vernünftigen Liebe, die durch die übernatürliche Gnade erhöht ist, um Gott in Sich Selbst zu lieben und den Nächsten in und wegen Gott.      Die Änderung der Lehre Kirchenmänner ab dem Zweiten Vatikanischen Konzil bis zum heutigen Tage mit ihrer Öffnung gegenüber der Welt in all ihren Erscheinungen und besonders in ihrer Lehre über die Ehe besteht wesentlich in der Verschiebung von der Liebe der Caritas zur sinnlichen Liebe hin....

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Buchempfehlung: Don Pietro Leone, Angriff auf die Ehe

Wir freuen uns wirklich sehr ein Buch auf Deutsch vorstellen zu können, welches von einem der wenigen katholischen Theologen stammt, die international publizieren und international bekannt sind. Wir sprechen hier von einem italienischen Priester, der unter dem Pseudonym Don Pietro Leone publiziert und dessen Aufsatz über die „Theologie des Leibes“ von Johannes Paul II in der Übersetzung von Eugenia Roth bereits bei uns veröffentlicht haben. Don Pietro Leone publiziert vornehmlich auf Englisch auf Rorate Caeli und seine Beiträge zeichnen sich durch die folgenden Kriterien aus, welche in der heutigen Kirche sehr selten sind: Gute Kenntnis der vorkonziliaren – traditionellen – Theologie. Fähigkeit selbständige Vergleiche und Analysen anzustellen. Einfachheit der Sprache und der Darstellung. Subtile, wenn auch fundierte Kritik. Frömmigkeit und Liebe zur Kirche....

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Fr. Pietro Leone: “Die Theologie des Leibes”. (7) Eros oder Agape? Eros.

3.   Die Sprache der Agape Der Papst fährt fort, die sexuelle oder “fleischliche Liebe” zu supernaturalisieren und nennt sie: “die Sprache der Agape”, und behauptet, dass sie die Liebe Christi und der Kirche verkündet “mittels Gesten und Reaktionen, mittels der ganzen Dynamik … von Spannung und Vergnügen.” (22. Aug. 1984, West S.91). Er zählt vier Vergleichspunkte auf zwischen den zwei Formen der Liebe: beide sind frei, gänzlich, treu und fruchtbar. Hierauf ist zu antworten, dass alle Formen der Liebe von Natur aus frei sind; jede Liebe, die den Menschen zum Ziel hat, ist fruchtbar (wie wir in Kapitel 2 erörtert haben im Teil über die Natur der Liebe); es ist wahr, dass beide Formen der Liebe treu sind; Christi Liebe für Seine Kirche ist gänzlich, wohingegen wir erwiesen haben, dass eheliche Liebe es nicht ist. Der Römische Katechismus vergleicht Christi Liebe zu seiner Kirche nicht so sehr mit dem Akt der ehelichen Liebe im Allgemeinen: Er vergleicht Christi intimste Vereinigung mit der Kirche, Seine immense Güte zu uns, und die Göttlichkeit des Geheimnisses mit der Tatsache, dass das eheliche Band das intimste Band ist, das zwischen Menschen besteht, dass keine Liebe starker als diese ist, und dass diese Vereinigung heilig ist. Bezüglich des Aktes der ehelichen Vereinigung im Besonderen spricht der Katechismus in seiner Erörterung des zweiten Segens der Ehe, welche die Treue ist, von einer “besonderen, heiligen, reinen Liebe” … einer Liebe, die “immens” ist. Am Ende des Abschnitts über den Ehestand führt er aus, dass diese [eheliche] Liebe sowohl maßvoll als auch sittsam sein sollte. 4.   Das tiefgreifendste Zeichen der Agape „Nirgends tun Eheleute Gottes Liebe tiefergreifender kund als wenn sie ‚ein Fleisch‘ werden“, erklärt Mr. West (S.104), und fügt später hinzu: “Johannes Paul sagt, dass das wesentliche Element der Ehe als eines Sakraments die Sprache des Leibes...

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Fr. Pietro Leone: “Die Theologie des Leibes”. (6) Ehelicher Akt als Abbild der Beziehung zwischen Kirche und Christus?

B. Eheliche Liebe im Verhältnis zu Christus und Seiner Kirche Der Papst vergleicht die Einheit zwischen Christus und Seiner Kirche einerseits und der ehelichen Liebe andererseits in mehreren, unterschiedlichen Darstellungen.  1.  Die gegenseitige Unterordnung der Eheleute In seinem Kommentar zu Eph 5. 21-2, dass Ehemänner und Ehefrauen “einander untertänig in der Furcht Christi” (V. 21) sein sollen und “die Frauen [seien] ihren Männern untergeben wie dem Herrn”, behauptet der Papst, dass gegenseitige Unterordnung eine “gegenseitige Schenkung des Selbst” bedeute, dass der Ehemann “gleichzeitig der Frau untergeben” sei (11. Aug. 1982), und dass diese Ehrerbietung “keine andere ist als eine geistlich gereifte Form” der gegenseitigen Anziehung der Geschlechter (4. Juli 1984, West S.81). Als Antwort hierauf ist zu sagen, dass es in diesen beiden Versen nichts gibt, das auf einen Akt der ehelichen Vereinigung hinweist. Sie mögen ohne Weiteres im Bezug auf die eheliche Liebe im Allgemeinen interpretiert werden, d. h. die gegenseitige Hilfe der Eheleute (als zweites Ziel der Ehe). Diese Interpretation wird bestätigt durch die gleiche Geisteshaltung, ausgedrückt in Röm 12. 10: honore invicem servientes: kommet einander in Ehrerbietung zuvor. (Allioili).  Bezüglich der Unterordnung der Frau unter ihren Mann erinnert St. Thomas (in Summa I q. 96 a.4) daran, dass jede Gesellschaft eine Form der Autorität braucht, um die Aktivitäten dieser Gesellschaft zum Gemeinwohl hin zu leiten. In der Tat ist christliche Autorität nicht gebieterisch oder egoistisch, sondern beinhaltet Dienst und Hingabe nach dem Beispiel des Menschensohnes, der nicht kam um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen (Mt 20, 25-8). Was die Ehrerbietung Christus gegenüber betrifft, so drückt diese den Geist aus, der die Eheleute bewegen sollte, sich einander unterzuordnen, einen Geist, der weit entfernt von Servilität ist. 2.   Die Einheit des einen Fleisches Wir wenden uns nun der Interpretation des Papstes der Einheit “des einen Fleisch”...

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Fr. Pietro Leone: “Die Theologie des Leibes”. (5) Ehelicher Akt als Abbild der Trinität?

III Eheliche Liebe im Verhältnis zu Gott betrachtet Die eheliche Liebe und Gott Papst Johannes Paul II bringt den Akt der ehelichen Liebe auf zweierlei Weisen in Verbindung mit Gott: erstens mit der Liebe Gottes zu sich selbst in der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, zweitens in der Liebe Christi zu der Kirche. A. Eheliche Liebe im Verhältnis zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit Der Papst stellt fest, dass Gottes Geheimnis der Liebe “zur sichtbaren Realität durch die Vereinigung des ersten Mannes und der ersten Frau wird” (Rede vom 13. Okt. 1982, West S. 89). In seiner Darstellung der Theorie des   Papstes behauptet West, dass “eheliche Vereinigung gewissermaßen als  Ikone Bild des innerentrinitatischen Lebens gedacht ist” (West S. 25), und erklärt, dass “ein Fleisch werden” sich daher nicht nur auf die Vereinigung zweier Leiber beziehe (wie unter den Tieren), sondern “ein ‘sakramentaler’ Ausdruck sei, welcher der Kommunion (communion) von Personen entspreche” (Rede vom 25. Juni 1980, West S.25); Der Mensch bilde Gott “nicht nur durch seine/ Menschheit sondern auch durch die Gemeinschaft (communion) von Personen, welche Mann und Frau ja von Anfang an bilden” (14. Nov. 1979, West S.25). Hier haben wir folglich die Theorie, dass der Akt der ehelichen Liebe der Ausdruck bzw. das sakramentale Zeichen der innertrinitarischen göttlichen Liebe sei. Zu sagen, das eine Sache der Ausdruck oder das sakramentale Zeichen einer anderen sei, setzt zumindest voraus, dass: 1) eines mit dem anderen in einem direkten kausalen Zusammenhang verbunden ist, 2) eine die andere Sache darstellen muss. Dies ist jedoch für den Akt der ehelichen Liebe nicht der Fall, da 1) er nicht direkt von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit verursacht wird, sondern vielmehr von dem Ehepaar, die in Freiheit handeln; und 2) offenbart dieser Akt nicht die die innertrinitarische Liebe, da (wie wir weiter ausführen werden) er dazu zu unähnlich ist. Der Akt der ehelichen...

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Fr. Pietro Leone: “Die Theologie des Leibes”. (4) „Eheliche Bedeutung des Leibes“ und Jungfräulichkeit.

3. Die eheliche Bedeutung des Leibes Nach der Theologie des Leibes ist die eheliche Bedeutung des Leibes die “Fähigkeit des Leibes, Liebe auszudrücken: genau diese Liebe, in der die Person zum Geschenk wird …” (Päpstliche Ansprache vom 16 Januar 1980, West S.29). In anderen Worten: die eheliche Bedeutung des Leibes ist eine Tatsache, dass er die sich völlig selbst hingebende Liebe ausdrückt. Der Papst fährt fort: “… und – durch diese Gabe – erfüllt [der Leib] genau die Bedeutung seines Seins und seiner Existenz.” An anderer Stelle im selben Diskurs beschreibt er die eheliche Bedeutung des Leibes als “das grundlegende Element menschlicher Existenz in der Welt.”[1] In einer späteren Ansprache (28. April 1982, West S.74) fügt er hinzu: “Auf der Grundlage derselben ehelichen Bedeutung des Leibes … kann diejenige Liebe gestaltet werden, die den Menschen der Ehe für die Dauer seines gesamten Lebens überantwortet, aber es kann auch diejenige Liebe gestaltet werden, welche zu einem Leben der Enthaltsamkeit »um des Himmelsreiches willen« beiträgt.” Überdies werden jene, die zum ewigen Leben auferstehen, “die absolute und ewige Bedeutung des verherrlichten Leibes in Vereinigung mit Gott selbst” erfahren. (24. März 1982, West S. 61.) Vom Naturrecht darauf antwortend, lässt sich dazu sagen, dass sich die Bedeutung des Leibes für die Sexualität von dem, was der Papst vorschlägt, unterscheidet, denn dem Naturrecht nachz (siehe Anfang des Kapitels 4) ist alles, was man über den menschlichen Leib diesbezüglich sagen kann, dass 1) die sexuelle Verschiedenheit von Mann und Frau auf die sexuelle Vereinigung hin geordnet ist; und 2) die natürliche Folge dieser sexuellen Vereinigung die Zeugung von Kindern ist.  Bezüglich der ersten Tatsache haben wir keinen Beweis auf der körperlichen Ebene, d.h. auf der rein natürlichen Ebene, dass dieser Akt der Vereinigung durch Geben, Nehmen oder beides charakterisiert wird. Bezüglich der zweiten Tatsache lässt sich...

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Fr. Pietro Leone: “Die Theologie des Leibes”. (3) „Selbsthingabe“ und „Erlösung des Leibes“

II Eheliche Liebe an sich betrachtet 1.     Eine Liebe, die sich völlig selbst hingibt Die Grundlage der Theologie des Leibes ist die These, dass der Akt ehelicher Liebe in “der völligen gegenseitigen Selbsthingabe von Ehemann und Ehefrau”  (Familiaris Consortio 32, zitiert im Neuen Katechismus 2370) bestehe. Für den Fall, dass diese These falsch wäre, fiele das gesamte Gedankengebäude der Theologie des Leibes in sich zusammen. In Kapitel 4 des vorliegenden Buches haben wir dargestellt, dass diese These falsch ist: erstens metaphysisch, weil die menschliche Person nicht mitteilbar ist; zweitens physisch, weil der Akt der ehelichen Liebe wesentlich die Suche nach der Lust und die Inanspruchnahme der Lust beinhaltet, ohne welche der Akt tatsächlich unmöglich wäre; und drittens moralisch, weil die totale Selbsthingabe Gott allein geboten ist und auch nur ihm allein  (Lk. 10.27) möglich ist, wohingegen dem Menschen geboten wird, seinen Nächsten in geringerem Maße zu lieben, und wo es eheliche Beziehungen betrifft, ist Maß und Anstand verlangt.[1] (siehe Der Römische Katechismus zum Gebrauch der Ehe). Tatsächlich wäre es Götzendienst, seinen Nächsten mit einer völligen, im Sinne von totalen, Liebe zu lieben.[2]  2. Die Erlösung des Leibes In der Theologie des Leibes, zumindest wie sie von West dargestellt wird, befähigt die Gnade Männer und Frauen in der gegenseitigen und aufrichtigen Hingabe seiner selbst zu leben (cf. Päpstliche Ansprache vom 30 Januar 1980, West S.42), genau so, wie zu Beginn Mann und Frau mit Gnade erfüllt wurden. Durch diese Gnade befruchtet der Heilige Geist unsere sexuellen Begierden “mit allem, was edel und schön ist”, mit „dem höchsten Wert, welcher die Liebe ist.” (Päpstliche Ansprache vom 29 Oktober 1980, West S. 43-44). Gleicherweise lässt die Keuschheit „uns den menschlichen Körper, den eigenen und den des Nächsten – als Tempel des Heiligen Geistes erkennen, als eine Manifestation der göttlichen Schönheit“. (Der Neue Katechismus...

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Fr. Pietro Leone: “Die Theologie des Leibes”. (2) Personalismus und die Zwecke der Ehe.

I Die Theologie des Leibes als eine Lehre des Personalismus   Die Kirche lehrt drei Zwecke der Ehe: 1)     die Zeugung und Erziehung von Kindern; 2)     die gegenseitige Hilfe der Eheleute; 3)     als Gegenmittel gegen die Konkupiszenz (siehe den Römischen Katechismus, dargelegt oben in Kapitel 10). Die Kirche lehrt weiterhin, dass das erste Ziel auch das vorrangige Ziel ist (vgl. Kapitel 5 für die maßgeblichen Erklärungen des Lehramtes und die Beweise aus der Schrift, Patristik und spekulativen Theologie). Im Gegensatz zu dieser Lehre vertreten bestimmte moderne Autoren die Meinung, dass das Gut der Eheleute (vgl. zweiter Zweck der Ehe) von gleicher oder höherer Wichtigkeit ist als das Gut der Kinder (vgl. erster Zweck der Ehe) ist. Wir verweisen den Leser hierzu auf Kapitel 5 des vorliegenden Buches. Diese moderne Sichtweise wurde vom Magisterium verurteilt. Eine Erklärung des Heiligen Stuhls vom März 1944 (AAS XXVI p.103) stellt die Frage: „Kann man die Doktrin bestimmter moderner Schriftsteller zulassen, die verneinen, dass die Zeugung und Erziehung des Kindes der  oberste Zweck der Ehe ist, oder lehren, dass der Zweck dem ersten nicht wesentlich untergeordnet ist, sondern vielmehr von gleichem Wert ist und unabhängig vom ersten? Sie antworteten: Nein, dieser Lehre kann  nicht zugestimmt werden.“ In seiner Ansprache an die Hebammen (1951) bezeichnet Papst Pius XII eine solche Lehre als eine „ernsthafte Umkehrung der Ordnung der Werte und der Ziele, welche der Schöpfer selbst festgesetzt hat.“ Trotz dieser lehramtlichen Klärungen haben wir (in demselben Kapitel 5) gesehen, wie diese moderne Ansicht auf der Grundlage des Zweiten Vatikanischen Konzils wieder hervorgebracht wurde, wie sie, obgleich in versteckter Form ihren Weg in die Texte von Humanae Vitae gefunden hat und daraus in den neuen Kodex des Kirchenrecht, in den neuen Katechismus und ins Familiaris Consortio unter anderem.  Die Theologie des Leibes muss von diesem Hintergrund heraus betrachtet werden. Auch...

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Fr. Pietro Leone: “Die Theologie des Leibes” – eine Darstellung aus der Sicht des traditionellen Katholizismus. (1) Einleitung.

Anbei beginnen wir die Veröffentlichung von eigens aus dem Englischen übersetzten, wertvollen Texten, um ihre Lektüre auch denjenigen Lesern möglich zu machen, welche kein Englisch können oder es nicht ausreichend tun. Ja es ist mühevoll, aber Eugenie Roth macht es möglich. Obwohl wir Leser mit verschiedener theologischen Vorbildung haben, so werden wir den Text zuerst veröffentlichen und ihn anschließen kommentieren, da er, unserer Meinung nach, wirklich für sich selbst spricht. Er zeigt uns die traurige Wahrheit, wie das ordentlichen Lehramt schon unter Johannes Paul II von der katholischen Lehre abzuweichen begann. Traurig, traurig. Einleitung   Der folgende Aufsatz ist ein Teil des Buches von Don Pietro Leones über Ehe und Familie, The Family Under Attack (Die Familie unter Beschuss), bei Amazon erhältlich. Er wird ausschließlich von Rorate Caeli veröffentlicht, mit freundlicher Genehmigung des Autors. Fr. Pietro Leone sendet uns die folgende Nachricht: „Ich möchte dem Herausgeber von Rorate Caeli am Beginn seines zehnten Jahres für all seine wertvolle Arbeit gratulieren, die er für diese höchst zuverlässige und wirklich katholische Site aufwendet. Ich möchte ihm auch danken, daß er meine Schriften in den letzten Jahren veröffentlicht hat, beginnend mit meiner Analyse des Neuen Ritus‘ der Heiligen Messe, welches heute erschient, bis zu den Auszügen aus meinem jüngsten Buch ‚The Family under Attack‘. „Ich erachte es für die Katholiken von heute für wichtig, die “Theologie des Leibes” zu verstehen, was sie wirklich ist: eine Hilfe, den Glauben besser zu verstehen, ihn voller zu praktizieren, und so mit Hilfe der Göttlichen Gnade das Gelobte Land des Himmels zu erreichen, wo wir eines Tages gemeinsam von den Ewigen Gnaden Gottes singen mögen. „Ich sende allen Lesern meinen priesterlichen Segen und verspreche, für sie zu beten und Fürsprache zu halten vor dem Thron des Höchsten und dem der Heiligsten Mutter Gottes. „Ich bitte sie auch...

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Don Pietro Leone: Johannes Paul II, „Theologie des Leibes“ – eine Kritik. Einführung.

Einführung Amoris Laetitia fiel nicht vom Himmel. Diese Adhortation stellt leider den bisherigen Höhepunkt, im Sinne des objektiven Tiefpunkts, der nachkonziliaren Entwicklung dar, welche die Person von Papst Franziskus am deutlichsten darstellt. Es begann mit schwarzen Schuhen, „Nehmen Sie das Zeug weg, Karneval ist vorbei“, sagte er zu den Pontifikalgewändern,[1] „Wer bin ich, um zu urteilen?“, meinte er zur Homosexualität[2] und dann folgte vieles, vieles mehr. Mit dem Pontifikat des Papstes befassen sich mehr oder weniger hasserfühlt verschiedene Blogger,[3] so wollen wir diese Thematik anderen überlassen. Aber die Ideen, welche Amoris laetitia vorbringt, waren in der nachkonziliaren Lehre, auch des ordentlichen Lehramtes, d.h. in den offiziellen Aussagen der Päpste, in nuce schon vorhanden. War es schon damals Häresie? Nein, denn nicht jeder Unsinn ist gleich eine Häresie, sondern nur das, was der dogmatischen Aussage direkt widerspricht. Aber auch bei Johannes Paul II finden sich Aussagen, welche mit der kirchlichen Tradition nicht übereinstimmen und zumindest verwirrend sind. Wir stellen dazu eine eigene Übersetzung, welche von der Bloggerin Eugenie Roth angefertigt wurde, des Aufsatzes, welcher von Don Pietro Leones, einem traditionalistischen Priester, auf Rorate Caeli verfasst wurde. Um diesen wirklich ausgezeichneten Aufsatz verstehen und würdigen zu können, muss man aber vorher entweder mit der Theologie des Leibes von Johannes Paul II / Karol Wojtyla auf dem Laufenden sein oder die Darstellung dieser Theologie auf Englisch Theology of the Body for Beginners von Christopher West (Ascension Press, 2004), auf welche sich Leone bezieht, durchlesen.[4] Wahrscheinlich gibt es auch solche Darstellungen dieser Lehre von Johannes Paul II auch auf Deutsch, da wir aber von dieser Theologie des polnischen Papstes wenig halten, werden wir hierzu nichts empfehlen. Da Buch von Don Pietro Leone The Family Under Attack scheint hingegen wirklich ausgezeichnet zu sein, was man der dargestellten Zusammenfassung entnehmen kann und diese wollen wir wärmstens empfehlen....

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Kard. Brandmüller: Jesus sagt: ‚Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen‘

Wie vielleicht einige unserer Leser festgestellt haben, veröffentlichen wir keine „Bischofperlen“ mehr. Warum? Weil dieser Blog dazu dienen soll die Schönheit der katholischen Wahrheit darzulegen, sodass die häretischen oder der Häresie nahen Aussagen der deutschsprachigen Bischöfen dazu nicht gebraucht werden können. Die „Bischofsperlen“ sind dermaßen leicht zu finden, dass wir aus sportlichen Gründen nicht nachtreten wollen. Außerdem sollte ein deutschsprachiger Rest-Katholik, so wollen wir ihn nennen, irgendwoher die Hoffnung schöpfen und sich nicht zusätzlich durch die Aussagen der eigenen Bischöfe, der Nachfolger der Apostel, in die Verzweiflung treiben lassen. Andererseits ist es schwierig etwas katholisch Erbauliches zu publizieren, weil unsere Bischöfe so etwas nicht von sich geben.  Es ist wirklich eine Quadratur des Kreises. Dennoch kommt dergleichen schon mal vor, denn Kardinal Brandmüller, in Rom lebend, kein Papstwähler mehr und emeritiert, hat doch Stellung bezogen, da er wirklich nichts zu verlieren hat. Aber etwas ist auch besser als gar nichts. Das postsynodale Schreiben Amoris laetitia, aha, nicht einmal Dilectionis oder Caritatis, sondern Amoris,[1] scheint es in sich zu haben, dass sogar Kard. Brandmüller sich wagt vor die Reihe der Schweiger zu treten. Diejenigen, die sich wagen, wagen sich meistens immer und so freuen wir uns über den Kardinal. Den Beitrag verdanken wir kath.net über den Umweg von Rorate Caeli, denn kath.net lesen wir seit der Franziskus-Wahl nicht mehr, wie wohl unsere Leser auch nicht. Wir sind also froh und stolz eine katholische Aussage eines deutschsprachigen und sogar deutschen Bischofs und Kardinals zu präsentieren, was uns vielleicht zeigt, dass Polen, pardon Deutschland, noch nicht verloren ist. Ein paar Katholiken, auch unter den Geistlichen scheint es noch zu geben, sie sind nur ausgelagert und im Ausland. Schade. Zum bevorstehenden Postsynodalen Schreiben „Amoris laetitia“. Von Walter Kardinal Brandmüller Vatikan (kath.net) Im Hinblick auf die vorausgegangenen Diskussionen werden besonderes Interesse jene Paragraphen des Postsynodalen...

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Eines tut Not – das geistliche Leben. Eine Einleitung in das Werk von A. Poulain SJ. (5 von 7): Jungfräulichkeit und Zölibat über der Ehe

  Jungfräulichkeit und Zölibat über der Ehe Besonders Ansichten, welche der Auffassung widersprechen, dass die Jungfräulichkeit über der Ehe steht, sind eindeutig verurteilt worden. So spricht das Konzil von Trient in seinem Dekret Tametsi (11. Nov. 1563) zur Reform der Ehe: Kan. 10 „Wer sagt, der Ehestand seit dem Stand der Jungfräulichkeit oder des Zölibat es vorzuziehen, und es sei nicht besser oder seeliger, in der Jungfräulichkeit und dem Zölibat zu bleiben, als sich in der Ehe zu verbinden [vgl. Mt 19, 11 f.; 1 Kor 7, 25 f. 39, 40]: der sei mit dem Anathema belegt.“ (Denz. = DH 1810) Dieser Kanon sagt natürlich nicht aus, dass jeder im Stand der Jungfräulichkeit oder des Zölibats zu leben habe oder dazu berufen worden sei, denn erstens, wie bereits vorangestellt, ruft Gott nicht jeden zu diesem Stand und zweitens stellt er an diese viel höhere Ansprüche, welche er beruft. Es ist wichtig sich darüber klar zu werden, dass Gott nicht von jedem exakt dieselbe Vollkommenheit verlangt, sondern nur diejenige Vollkommenheit, die jedem Stand, aber auch jedem Menschen, eigen ist. Dies ist kein Relativismus. Um wieder auf ein sportliches Beispiel zurückzugreifen, stellt das maximale Gewicht beim Bankdrücken für den einen 120 Kilo, für den anderen nur 80 kg dar, obwohl alle beide 100 % ihrer Maximalkraft pressen. Nicht jeder sollte mit 120 kg trainieren, nicht jeder sollte es mit 80 kg tun. Es kommt auf den jeweiligen Sportler an. Wenn also Gott jemanden zum kontemplativen Leben oder zum kontemplativen Ordensleben beruft, dann stellt er auch höhere Ansprüche an ihn oder an sie.  Auch die Sünden derjenigen, die dem geistlichen Stand angehören, werde viel schwerer bewertet, was nicht unbedingt überraschend ist, da wir alle bei der Beichte unseren Stand und unser Alter nennen müssen, um dem Beichtvater die Einordnung der Verfehlungen an den...

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