Tradition und Glauben

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

Evangelium des Festes Mariä Verkündigung Lk 1, 26 – 38 Im sechsten Monate ward der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa mit Namen Nazareth zu einer Jungfrau, die verlobt war mie einem Manne namens Joseph, aus dem Hause Davids. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sprach: „Gegrüßt seist du, voll der Gnade; der Herr ist mit dir. [Du bist gebenediet unter den Weibern.]“ Bei diesen Worten erschrak sie und dachte nach, was dieser Gruß bedeute. Der Engel sprach zu ihr: „Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast Gnade gefunden bei Gott. Siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären. Dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und der Sohn des Allerhöchsten genannt wrden. Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird herrschen über das Haus Jakob in Ewigkeit, und seines Reiches wird kein Ende sein.“ Maria sprach zu dem Engel: „Wie wird das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“ Der Engel erwiderte ihr: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das [aus dir] geboren wird, Sohn Gottes genannt werden. Siehe, auch Elisabeth, deine Verwandte, hat in ihrem Alter noch einen Sohn empfangen, und sie, die für unfruchtbar gilt, zählt schon den sechsten Monat. Denn bei Gott ist nichts unmöglich.“ Da sprach Maria: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Worte.“ Und der Engel schied von ihr. Betrachtung zum Fest Mariä Verkündigung Allerseligste Jungfrau Maria! Dein Erschrecken und deine Verwirrung über die Botschaft des Engels lehren mich, in dir das schönste Beispiel der Demuth und Schamhaftigkeit zu verehren; denn du würdest aus Liebe zur Reinigkeit sogar die Ehre der Mutterschaft Gottes ausgeschlagen haben, wenn du dieselbe nicht anders, als mit Verlust deiner Jungfrauschaft hättest erhalten können. O Maria! die du voll der Gnaden Gottes, die du ob deiner vielen Tugenden aus allen Weibern zu der Mutter des Allerhöchsten bist erwählt und mit der Gnade des Vaters des Allmachtigen, mit der kindlichen Zuneigung des Sohnes, des Menschgewordenen, und mit der heiligen Liebe des Geistes, des Seligmachers, bist begabt worden; o du höchste Zierde, du Königin des Himmels und der Erde! bleibe meine liebevolle Fürsprecherin, beschütze und schirme mich auf allen meinen Lebenswegen, und sey mir in den Tagen der Gesundheit, in den Stunden des Krankenlagers und in den Augenblicken des irdischen Absterbens eine gnädige und huldvolle Mutter. Kollekte zum Fest Mariä Verkündigung Kirchengebet. O Gott! der Du gewollt hast, daß dein Wort auf die Verkündung des Engels vom Leibe der seligsten Jungfrau Fleisch annehmen sollte; verleihe unsern flehentlichen Bitten, daß uns, die wir sie wahrhaft als Gottesgebärerin erkennen, durch ihre Fürbitte bei Dir geholfen werde durch eben denselben unsern Herrn Jesum Christum. Amen.   Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden.           Werbeanzeigen Werbeanzeigen __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-3-5d11eebfbdc00', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422841', location: 120, width: 300, height: 250 }); }); __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-4-5d11eebfbdc08', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422844', location: 130, width: 300, height: 250 }); });...

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Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

Evangelium des 1. Sonntags in der Fastenzeit Mt 4, 1 – 11 Alsdann [nach der Taufe durch Johannes den Täufer] wurde Jesus vom Geiste in die Wüste geführt, um vom Teufel versucht zu werden. Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Da trat der Versucher an ihn heran und sprach: „Wenn du der Sohn Gottes bist, so befiehl, daß diese Steine da zu Brot wreden. Er ganb ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Worte, das aus dem Munde Gottes kommt.“ Dann nahm ihn der Teufel mit in die Heilige Stadt, stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprachh zu ihm: „Wenn du der Sohn Gottes bist, so stürze dich hinab. Es steht ja geschrieben: Deinetwegen hat er seinen Engeln befohlen: Sie sollen dich auf ihren Händen tragen, damit du deinen Fuß an keinen Stein stoßest.“ Jesus entgegnete ihm: „Es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“ Sodann nahm ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: „Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“ Da gebot ihm Jesus: „Hinweg, Satan! Es steht geschrieben: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen.“ Da verließ ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm. Betrachtung zum Evangelium des 1. Sonntags in der Fastenzeit Allmächtiger Gott! sende deinen heiligen Geist, daß er uns hinführe zu Jesus, dem siegenden Heilande, und uns in der Wüste dieser Welt gegen die Versuchungen des bösen Geistes bewahre. — Gib, daß wir standhaft die Lüste der Welt fliehen, uns nicht selbst in Versuchung führen, die vorkommenden Versuchungen überwinden und in heiliger Stille, in aufrichtiger Buße und guten Werken unser Leben führen und vollenden! — Dazu gib uns Licht, das Wort Gottes zu verstehen, behüte uns vor falscher Lehre; verleih uns eine so starke Liebe zu Dir, daß wir stets suchen, Dir zu dienen und Dich anzubeten, wie es die heiligen Engel thaten; daß wir lieber die größte Pein, ja selbst den Tod erdulden, eher Alles verlieren wollen, als in eine schwere Sünde willigen, bis wir von allen Leiden und Versuchungen im Tode befreit, von den Engeln in das Reich der Ruhe und Freude getragen werden! Amen. Kollekte zum 1. Sonntag in der Fastenzeit K i r ch e n g e b e t. O Gott! der Du deine Kirche durch die Beobachtung einer jährlichen vierzigtägigcn Fasten reinigest: verleihe deiner gläubigen Gemeinde, daß sie durch gute Werke thätig vollziehe, was sie sich durch ihre Enthaltsamkeit von Dir zu erlangen bestrebet! Amen. Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden.  ...

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Evangelium am Sonntage nach der Geburt des Herrn (oder am Sonntage zwischen Neujahr und heil. Drey Könige.) (Evangelium Luk. II. 33 — 40.) In jener Zeit (als Simeon das göttliche Kind bei der Darstellung im Tempel als das Licht der Welt pries) wunderten sich Joseph und Maria, die Mutter Jesu, über das, was von Ihm gesagt wurde. Und Simeon segnete sie; dann sprach er zu Dessen Mutter Maria: «Sieh, Dieser ist gesetzt zum Falle und zur Auferstehung vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird. Und auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen, auf daß die Gedanken vieler Herzen offenbar werden.» (Das Leiden des Heilandes wird zum Prüfstein der Geister werden; die einen werden sich für ihn, die andern gegen ihn entscheiden.) – Damals lebte auch eine Prophetin, Anna mit Namen, die Tochter Phanuels, aus dem Stamme Aser. Sie war schon hochbetagt; nach ihrer Jungfrauschaft hatte sie sieben Jahre mit ihrem Manne gelebt und war nun eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie verließ nie den Tempel und diente [Gott] mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Auch sie kam zur selben Stunde hinzu und pries den Herrn. Dann redete sie von Ihm zu allen, die auf die Erlösung Israels harrten. – Nachdem sie alles nach dem Gesetze des Herrn erfüllt hatten, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth zurück. Der Knabe aber wuchs heran und erstarkte; Er war voll Weisheit, und die Gnade Gottes ruhte auf Ihm. Betrachtung zum Sonntage nach der Geburt des Herrn Wie Simeon, der fromme Greis, wie Anna, die fromme Wittwe, bist auch du zum Glauben an Jesus, den Sohn Gottes, den Heiland berufen. Mache dich bekannt mit der Lehre Jesu, lebe nach ihrer Anleitung und trachte, durch Gebet, durch Fasten und andere deinem Stande gemäße gute Werke dir Schätze im Himmel zu sammeln, damit dir Jesus nicht zum Falle, zur Verdammung, sondern zur Auferstehung, zur Seligkeit gereiche! Am Sonntage nach der Geburt des Herrn II (Evangelium Mt II. 19 — 23.) Als Herodes gestorben war, siehe, da erschien dem Joseph in Ägypten ein _Engel des Herrn im Traum und sprach: „Steh auf, nimm das Kind und seineMutter und zieh in das Land Israel, Denn die dem Kinde nach dem Leben strebten, sind gestorben.“ Da stand er auf, nahm das Kind un seine Mutter und zog in das Land Israel. Als er aber vernahm, daß Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes in Judäa regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Auf eine Weisung hin, die er im Traum erhielt, zog er in die Landschaft Galiläa und ließ sich nieder in einer Stadt mit Namen Nazareth. So sollte das Prophetenwort in Erfüllung gehen: „Man wird ihn einen Nazaräer nennen.“ Betrachtung zum Sonntage nach der Geburt des Herrn II Gott lenkt die natürlichen Ereignisse nach seinen Ansichten. — So mußte selbst sein eingeborner Sohn vor einem Sterblichen fliehen und sich verborgen halten, bis dieser starb. Da sendete Gott seinen Engel, ihn in seine irdische Heimath, in das Land Israel zurückzuführen. Auch uns sendet Gott Engel, die uns lieben und für unser Heil sorgen. Selbst Jesus mußte schon in seiner Jugend Bitteres erfahren; sollten also wir Sterbliche davon ganzlich befreit seyn? Nein! Gott schickt bald traurige, bald angenehme Ereignisse .— den Guten Alles zum Heile! Gebet Allmächtiger, ewiger Gott! richte unsere Handlungen nach deinem Wohlgefallen ein, damit wir durch den Namen deines geliebten Sohnes an guten Werken Ueberfluß haben! Amen. (Dieses Gebet kann am Neujahr’s Morgen gebraucht werben.) Gieb mir, o Gott! daß ich das, was Dir wohlgefällig ist, innig verlange, klug erforsche, wahrhaft erkenne und vollkommen erfülle zum Lobe deines heiligen Namens! Ordne meinen Stand und verleihe, daß ich stets wisse, was ich nach deinem Willen thun solle! Gieb mir, o Herr mein Gott! daß ich nicht falle, weder im Glück noch im Unglück; lehre mich verachten das Vergängliche, allein schätzen das Ueberirdische und Dich, o Gott! über Alles. Mache, daß ich gehorsame ohne Widerrede und befehle ohne Stolz! Gib mir ein wachsames Herz, welches durch keine neugierigen Ausschweifungen zerstreut, ein edles und großes Herz, welches durch keine unreine Absicht von Dir abgewendet werde; ein unerschrockenes Herz , welches keine Drangsal erschüttern könne; ein freies und unüberwindliches Herz, welches über alle Leidenschaften siege! Verleihe mir, o Herr! den Verstand, der Dich erkenne; den Fleiß, der Dich suche; die Weisheit, die Dich finde; den Wandel, der Dir gefalle: die Beharrlichkeit, die Dich standhaft erwarte; und die Hoffnung, die Dich am Ende umfasse, daß ich auch deine Freude einst in der Glorie des himmlischen Vaterlandes gemessen könne, durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herrn! Amen. Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden.  ...

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Evangelium des heiligen Christtags Joh 1, 1 – 14 Im Anfang war das Wort [der Sohn Gottes], und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Schon im Anfang war Es bei Gott. Durch das Wort ist alles geworden; und nichts, was geworden, ward ohne das Wort. In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis [der Sünde]; aber die Finsternis hat es nicht begriffen. Da ward ein Mann von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Dieser kam als Zeuge; er sollte Zeugnis geben von dem Lichte, auf daß alle durch ihn zum Glauben gelangten. Er selbst war nicht das Licht, er sollte nur Zeugnis von dem Lichte geben. Das war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt. Er [Christus] war in der Welt, und die Welt ist durch Ihn geworden. Allein die Welt hat Ihn nicht erkannt. Er kam in sein Eigentum; doch die Seinigen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die Ihn aufnahmen, gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden, all denen, die an Seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blute, nicht aus dem Verlangen des Fleisches, nicht aus dem Wollen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind (hier knien alle nieder). Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Und wir haben Seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit. Betrachtung zum Evangelium des vierten Adventsonntags Jesus wird geboren. Was die Propheten verkündet, das ging heute in Erfüllung. Jesus, der versprochene Heiland der Welt wurde geboren. Laßt uns hinstürzen auf die Kniee und ihn, den Mensch gewordenen Sohn des Allerhöchsten, verehren und anbeten! Er, der Herr aller Herren, der höchste, machtigste König nimmt die niedere, schwache, menschliche Natur an, um uns zu retten, die wir verdorben durch die Sünde unter dem Zorne Gottes lagen. Was wäre aus den Menschen geworden, wenn er, der Ewiggute, den Himmel nicht verlassen, zur unglückseligen Erde nicht herabgekommen, nicht Mensch geworden wäre? Er ist das Licht des Lebens, das uns erleuchtet; er ist der rechte Weg, der uns zum Vater führet; er ist die ewige Wahrheit und das ewige Leben. Darum laßt uns einstimmen in den Lobgesang der Engel, der Kirche! Ehre sey Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen, die eines guten Willens sind. Wir loben Dich, wir preisen Dich, wir beten Dich an, wir verherrlichen Dich, wir sagen Dir Dank für deine große Herrlichkeit. Denn Du allein bist heilig, Du allein bist der Herr, Du allein bist der höchste Herr, Jesus Christus, mit dem heiligen Geiste in der Herrlichkeit Gottes des Vaters. Amen. Kollekte zum vierten Adventsonntag Gebet der Kirche. Gott! durch Dich ward diese heilige Nacht mit dem Schimmer des wahren Lichtes erleuchtet; laß uns auch im Himmel zu Theil werden die Freude dieses Lichtes, dessen hohe Erscheinung wir auf Erden durch den Glauben erkannt haben. — Allmächtiger Gott! ein neues Licht ist über uns durch dein menschgewordenes Wort ausgegossen worden; gieb, daß dieses Licht in unsern Werken erscheine, so wie es durch den Glauben unser Gemüth erleuchtet. Allmachtiger Gott! laß uns durch den Heiland der Welt, dessen Geburt wir heute feiern, zu Kindern Gottes neu geboren und einst zum unsterblichen Leben erwecket werden! Amen....

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Evangelium des vierten Adventsonntags Lk 3, 1 – 6 Das Auftreten des Täufers Es war im fünfzehnten Jahre der Regierung des Kaisers Tiberius. Pontius Pilatus war Landpfleger von Judäa, Herodes Vierfürst von Galiläa, sein Bruder Philippus Vierfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis, Lysanias Vierfürst von Abilene. Hohepriester waren Annas und Kaiphas. Da erging der Ruf Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. Er durchzog die ganze Gegend am Jordan und predigte die Bußtaufe zur Vergebung der Sünden, wie geschrieben steht im Buche der Reden des Propheten Isaias: „Eines Herolds Stimme in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, Macht gerade seine Pfade. Jedes Tal soll ausgefüllt, Jeder Berg und Hügel abgetragen werden; Was krumm ist, soll gerade, Was uneben ist, soll ebener Weg werden. Und alles Fleisch wird schauen das Heil Gottes.“ Betrachtung zum Evangelium des vierten Adventsonntags Johannes predigt Buße. Johannes, dieser Morgenstern, kam und verkündete den Tag des Lichtes, zeigte die neue Schöpfung! Erfüllet waren nun die Worte der heiligen Gottesseher. Israel, gedrückt durch die mächtigen Flügel des römischen Adlers, seufzte nach Rettung, setzte all sein Hoffen auf das Erscheinen des Messias. Aber leider, wie sonderbar wurden ihre Erwartungen getäuscht, da die Meisten wähnten, der erwartete Retter Jsraels würde, mit königlichem Glanz und Pomp umgeben, unter ihnen erscheinen, Israels gestürzten Thron in seinem vorigen Glanze wieder erheben. Da trat aber Jesus auf, arm an irdischen Gütern, reich dagegen an Liebe, um uns zu retten vom ewigen Feinde und ewigen Verderben. Darum wollen wir in Demuth den Weg des Herrn bereiten, um ihn, die Weisheit des Allerhöchsten, den Herrn und Führer des Hauses Israel, den Sproßen aus der Wurzel Jesse, den Schlüssel Davids, die Morgenröthe des Heils/ den König der Völker, den erwarteten Emanuel, Gott mit uns, unsern König und Gesetzgeber, würdig zu empfangen. Kollekte zum vierten Adventsonntag G e b e t. Sey Du, o Herr! uns Hilfe, daß nicht von uns einst gesagt werden darf, Du habest keine Herberge gefunden! Kehre ein bei uns, und stehe uns bei in diesem Jammerthale, bis wir zu Dir kommen und Dich mit allen Heiligen von Ewigkeit zu Ewigkeit preisen können! Amen....

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Evangelium des Festes Mariä Empfängnis Lk 1, 26 – 28 In jener Zeit ward der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt Galiäas namens Nazareth zu einer Jungfrau gesandt. Sie war verlobt mit einem Manne namens Joseph aus dem Hause David, und der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sprach: «Gegrüßet seist du, voll der Gnade! Der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen.» Betrachtung zum Evangelium des Festes Mariä Empfängnis Maria, du seligste Iungfrau und Gottes Mutter! Dich ehren wir mit andachtigem Herzen.— Heute danken wir mit unendlicher Wonne des Herzens Gott, daß Er zu uns armen, sündigen Menschen herabstieg und in dir sich eine Statte bereitet hat, welche würdig war. Ihn, den Eingebornen des Ewigen, des Unendlichen, aufzunehmen. An diesem Tage ist euer Gebeth, ihr glückseligen Eltern, heiliger Joachim und heilige Anna! über euer Hoffen und Erwarten erhöret worden. Immer näher und näher rückt unser Heil heran; denn durch euch wurde erbaut der Tempel, in welchem es geoffenbaret werden soll. Bald wird die Sonne der göttlichen Liebe, Jesus Christus, strahlen, da schon die Morgenröthe — Maria — glänzet. Ihr Christen alle, freuet euch und frohlocket! denn heute ist empfangen worden Maria, die erste, reine, mackellose Blume, die nach der ersten Eltern Sünde auf dieser Erde geblühet hat. Die Schönheit, Würde, Reinheit und Glückseligkeit, die der Mensch durch die Sünde verloren hat, besitzest du, heilige Maria! im vollsten Glanze. — O bitt für uns, daß wir von den Mackeln der Sünde gereiniget, unbefleckt auf den Wegen des Herrn wandeln ! Kirchengebet . Wir bitten Dich , o Herr! ertheile deinen Dienern das Geschenke der himmlischer Gnade, damit uns, denen die Geburt der seligen Jungfrau zum Anfange des Heils gereichte, die Feierlichkeit ihrer Empfängniß den Frieden vermehre, durch unsern Herrn Jesum Christum. Amen....

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Evangelium des 24. Sonntags nach Pfingsten Mt 24, 15 – 35 „Wenn ihr nun an heiliger Stätte den Greuel der Verwüstung seht, von dem der Prophet Daniel gesprochen hat – wer es liest, der beachte es wohl! -, dann sollen die Leute in Juda ins Gebirge flüchten. Wer auf dem Dache ist, steige nicht hinab, um noch etwas aus dem Hause mitzunehmen. Wer auf dem Felde ist, kehre nicht erst heim, um seinen Mantel zu holen. Wehe den hoffenden und stillenden Müttern in jenen Tagen! Betet, dass eure Flucht nicht in den Winter fällt oder auf einen Sabbat. Alsdann wird eine so große Drangsal eintreffen, wie es von Anbeginn der Welt bis jetzt keine gegeben hat noch je geben wird. Ja, würden jene Tage nicht abgekürzt, so würde kein Mensch gerettet werden. Aber um der Auserwählten willen werden jene Tage abgekürzt. Wenn dann jemand zu euch sagt: ‚Hier ist der Messias oder dort‘, so glaubt es nicht. Denn es werden falsche Propheten auftreten und große Zeichen und Wunder wirken, um so möglich selbst die Auserwählten irrezuführen. Seht, ich sage es euch voraus. Wenn man dann zu euch sagt: ‚Er ist in der Wüste‘, so geht nicht hinaus; ‚er ist in den Gemächern‘, so glaubt es nicht. Denn wie der Blitz im Osten aufzuckt und bis zum Westen leuchtet, so wird es auch mit der Wiederkunft des Menschensohnes sein. Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. Sogleich nach der Drangsal jener Tage wird sich die Sonne verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und alle Völker auf Erden werden wehklagen. Sie werden den Menschensohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. Er wird seine Engel aussenden mit lautem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten von den vier Windrichtungen zusammenbringen, von einem Ende des Himmels bis zum andern. Vom Feigenbaum lernt das Gleichnis: Wenn seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. So sollt ihr auch, wenn ihr dies alles seht, wissen, daß es vor der Türe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Betrachtung zum Evangelium des XXIV Sonntags nach Pfingsten Wie es der Heiland vorhergesagt, ist das schrecklichste Elend über Jerusalem und seine Kinder gekommen, weil sie den Messias nicht angenommen, sondern ihn verfolgt und gekreuziget haben. Hüten wir uns, die uns angebotene Gnade Gottes zu verschmähen, damit wir nicht verworfen werden! Was macht aber den Menschen den göttlichen Ruf überhören? Die sündhafte Liebe zum Irdischen. O vergiß nicht: Die Welt mit ihrer Begierlichkeit vergeht! Wann vergeht sie für dich? Du weißt weder den Tag noch die Stunde des Todes. Darum bekehre dich und wache im steten Streben nach dem Guten, daß dich der Tod nicht in Sünde erreiche und in die Hölle stürze! Kollekte zum 24. Sonntag nach Pfingsten Kirchengebet. Wir bitten Dich, o Herr! ermuntere die Gemüther deiner Gläubigen, damit sie mit größerem Eifer die Früchte guter Werke hervorbringen und hiedurch größeren Beistand deiner Gnade erlangen mögen. Amen....

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Anmerkung: Sind mehr als 24 Sonntage nach Pfingsten, so werden vor dem letzten die nach dem Feste der heil. 3 Könige ausgebliebenen eingeschaltet. Evangelium des VI. nachgeholten Sonntags nach Epiphanie Mt 13, 31 – 35 Noch ein anderes Gleichnis trug er ihnen vor. „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann nahm und auf seinen Acker säte. Dies ist zwar kleiner als alle andern Samenkörner. Ist es aber ausgewachsen, so ist es größer als die anderen Gartengewächse. Es wird ein Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen wohnen.“ Er trug ihnen noch ein weiteres Gleichnis vor: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Sauerteige, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl mengte, bis das Ganze durchsäuert war.“ Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Volksscharen, und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen. So sollte sich das Wort des Propheten erfüllen: „Ich will meinen Mund auftun zu Gleichnissen, Will offenbaren, was verborgen war seit Grundlegung der Welt.“ Von einem kleinen Anfange breitete sich die christliche, der bösen Menschen-Natur so sehr widerstreitende Lehre gegen alle nur möglichen Hindernisse der Lüge, des Eigennutzes, der Hoffart, der Sinnlichkeit, der Grausamkeit siegreich auf Erden aus und brachte die seligsten Wirkungen. Sieh da die Göttlichkeit des Christenthums! Bleibe standhaft im christlichen Glauben! Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn der Gerechte lebt aus dem Glauben. Kollekte zum 6. nachgeholten Sonntag nach Epiphanie Kirchengebet. Verleihe, wir bitten Dich, allmächtiger Gott! daß wir, was seyn soll, immerdar überlegend. Dir Wohlgefälliges durch Wort und That voll bringen! Amen....

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9 November – Weihefest der Lateranbasilika Evangelium des Kirchweihfestes Lk 19, 1 – 10 In jener Zeit kam Jesus nach Jericho und zog durch den Ort. Und siehe, da war ein Mann mit Namen Zachäus. Er war ein Oberzöllner und reich. Gar gern hätte er Jesus von Angesicht gesehen, aber wegen der Menge Volkes konne er es nicht; denn er war klein von Gestalt. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn sehen zu können; denn dort mußte er vorbeikommen. Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sprach zu ihm: „Zachäus, steig schnell herab; denn heute muß ich in deinem Hause weilen. „ Er stieg schnell herab und nahm ihn mit Freuden auf. Alle, die das sahen, murrten und sagten: „Bei einem Sünder ist er eingekehrt.“ Zachäus aber trat hin und sprach zum Herrn: „Siehe, Herr, die Hälfte meines Vermögens gebe ich den Armen; Und wenn ich jemand betrogen habe, so erstatte ich es vierfach.“ Jesus sprach zu ihm: „Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist. Der Menschensohn ist ja gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren war.“ Betrachtung zum Evangelium des Kirchweihfestes Vergiß nie die Wohlthaten, welche dir in der heil. Kirche zu Theil werden: Gottes Wort, die heil. Sakramente, das Opfer der heil. Messe, gemeinschaftliches Gebet, gemeinschaftliche Erbauung! Und du wirst mit David sprechen: „Ich freue mich, wenn man mir sagt: ‚Lasset uns in das Haus des Herrn gehen!’“ Bedenke aber auch zur Verherrlichung, zur Erbauung des Mitmenschen, zum eignen Heile: „Dem Hause Gottes gebührt Ehrfurcht und Heiligkeit.“ Mache durch Heiligkeit deinen Leib und deine Seele, durch ein gutes Herz mit guten Reden und Thaten deine Wohnung, jeden Ort, an dem du weilst, zum Tempel Gottes; denn nirgends ist Gott von dir ferne! Gehörst du nicht zu denen, welche das Kirchweihfest durch Unmaß und andere Sünden entehren? Kollekte zum Kirchweihfeste Kirchengebet. O Gott! der Du uns jährlich das Andenken an die Weihe dieses Tempels feiern lassest und uns durch die heiligen Geheimniße stets erneuern willst: erhöre die Bitten deines Volkes und verleihe, daß, wer um Wohlthaten zu bitten, diesen Tempel betritt, Alles erlangt zu haben sich freue und einst in’s himmlische Jerusalem eingehe! Amen....

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Anmerkung: Sind mehr als 24 Sonntage nach Pfingsten, so werden vor dem letzten die nach dem Feste der heil. 3 Könige ausgebliebenen eingeschaltet. Evangelium des V. nachgeholten Sonntags nach Epiphanie Mt 13, 24 – 30 Ein anderes Gleichnis trug er ihnen vor: „Mit dem Himmelreich ist es wir mit einem Manne, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während alles schlief, kam sein Feind, säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Als dann der Halm aufschoß und Frucht ansetzte, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da kamen die Knechte des Hausherrn herbei und sprachen zu ihm: „Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?“ Er antwortete ihnen: „Das hat der Feind getan.“ Die Knechte fragten nun: „Sollen wir hingehen und es einsammeln?“ Er antwortete: „Ja nicht! Ihr möchtet sonst, wenn ihr das Unkraut sammelt, zugleich auch den Weizen mit ausreißen. Lasst nur beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Zur Zeit der Ernte will ich dann den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Büschel zum Verbrennen. Den Weizen aber bringt in meine Scheune.“ Gott ist die Wahrheit, sein Wort der gute Saame; das Unkraut, die Lüge, kömmt vom Satan, von der argen Welt, von unserer bösen Begierlichkeit. Seyen wir gegen diese wachsam! Gibt es dann arge und verführende Menschen, die Gott duldet, damit sie sich bessern mögen und eine Prüfung seyen für die Gerechten, so fluchen wir ihnen nicht, sondern beten und arbeiten wir, selbst standhaft in allem Guten, für ihre Bekehrung! Kollekte zum 5 nachgeholten Sonntag nach Epiphanie Kirchengebet. Wir bitten Dich, o Herr! schütze immerhin deine Familie in deiner Güte, daß sie, die sich nur auf die Hoffnung himmlischer Gnade stützt, durch deinen Schutz gekräftiget werde! Amen....

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Betrachtung zum Evangeliumstext der Alten Messe

Anmerkung: Sind mehr als 24 Sonntage nach Pfingsten, so werden vor dem letzten die nach dem Feste der heil. 3 Könige ausgebliebenen eingeschaltet. Evangelium des IV. nachgeholten Sonntags nach Epiphanie Mt 8, 23 – 27 Dann stieg er in ein Boot, und seine Jünger folgten ihm. Da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, so daß das Boot von den Wogen überflutet wurde. Da traten seine Jünger zu ihm, weckten ihn auf und riefen: „Herr, hilf [uns], wir gehen unter!“ Er aber entgegnete ihnen: „Was seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen?“ Dann stand er auf, gebot dem Wind und dem See, und es trat eine große Stille ein. Voll Staunen sprachen die Leute: „Wer ist doch dieser? Selbst Wind und See gehorchen ihm!“ Auch unser Leben gleicht einer Fahrt auf dem Meere; und ach! wie viele Stürme haben wir zu bestehen! wie vielen Gefahren ist unsere Tugend ausgesetzt! Jedoch verlieren wir den Muth nicht! Scheint es auch, als schliefe Gott und als hätte er uns verlassen; er wacht immer und wird uns helfen zur rechten Zeit. Darum sey immerdar unsere Bitte : Herr, rette uns, daß wir nicht zu Grunde gehn! Kollekte zum IV. nachgeholten Sonntag nach Epiphanie Kirchengebet. O Gott! der Du weißt, daß wir nach unserer menschlichen Schwäche in so großen Gefahren nicht bestehen können: gib uns Heil an Seele und Leib, daß wir, was wir zufolge unserer Sünden dulden, durch deine Hilfe überwinden! Amen....

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Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

  Evangelium des XXIII Sonntags nach Pfingsten Mt 9, 18 – 26 Während er so zu ihnen redete, kam ein Vorsteher, warf sich vor ihm nieder und sprach: „[Herr,] meine Tochter ist soeben gestorben. Aber komm und leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder leben.“ Jesus machte sich auf und folgte ihm samt seinen Jüngern. Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre am Blutfluss litt, hinter ihm heran und berührte eine Quaste seines Gewandes. Denn sie sagte sich: „Wenn ich nur sein Gewand berühre, werde ich gesund.“ Jesus wandte sich um, sah sie und sprach: „Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht.“ Von der Stunde an war die Frau gesund. Als Jesus dann in das Haus des Vorstehers kam und die Flötenspieler und die lärmende Menge erblickte, sprach er: „Gehet hinweg! Das Mädchen ist ja nicht tot, es schläft nur.“ Da verlachten sie ihn. Er aber wies die Leute hinaus und ging in das Gemach. Er faßte das Mädchen bei der Hand, und es erhob sich. Die Kunde davon verbreitete sich in jener ganzen Gegend. Betrachtung zum Evangelium des 23 Sonntags nach Pfingsten Flehen wir in unsern Krankheiten und Widerwärtigkeiten mit demüthigem und vertrauungsvollem Herzen Gott um Hilfe an! Erweisen wir Leidenden mit Bereitwilligkeit und Liebe Hilfe; kränken wir sie nie durch harte, rauhe Worte! Unter den leiblichen Gütern ist die Gesundheit das größte. Sind wir dieser Wohlthat beraubt, so wenden wir uns an einen Arzt und gebrauchen die uns vorgeschriebenen Mittel! Vor Allem aber nehmen wir unsere Zuflucht zu Gott, der den Arzt erleuchten und die Heilmittel segnen muß, wenn wir die verlorne Gesundheit wieder erlangen sollen. Ergeben wir uns in den Willen Gottes! Läßt uns seine Güte die Heilkraft nicht erfahren, so wird er uns nach diesem qualvollen Leben desto glücklicher machen. Gott heilt aber auch manchmal durch unbedeutende Dinge die schädlichsten und verältesten Übel, um seine Gnade mehr glänzen zu lassen und den Sündern Vertrauen einzustoßen. Der Glaube allein schon kann heilen, das sehen wir bei dem Weibe im heutigen Evangelium. O wär‘ auch unser Glaube so beschaffen! Der Allmacht Jesu ist es eben so leicht, einen Todten zum Leben zurückzurufen, als es uns leicht ist, einen Schlafenden vom Schlafe aufzuwecken. Er ist Herr über Leben und Tod! — Der Schlaf ist ein Bild des Todes. Der Tod des Gerechten ist nichts anderes, als ein sanft erquickender Schlummer, der seine Seele in ein beßeres Leben bringt. Warum sollen wir ihn fürchten? Soll aber der Tod alles Schreckliche für uns verlieren, so leben wir unsträflich, so daß wir vernünftig hoffen können, den Tod des Gerechten zu sterben! Kollekte zum 23 Sonntag nach Pfingsten Kirchengebet. Wir bitten Dich, o Herr! Du wollest deinem Volke seine Missethaten vergeben, damit wir von den Banden der Sünde, die wir aus Schwachheit uns selbst angelegt haben, durch deine Güte erlöset werden! Amen....

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Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

  Evangelium des XXII Sonntags nach Pfingsten   Mt 22, 15 – 21 Darauf gingen die Pharisäer hin und berieten miteinander, wie sie ihn in einem Ausspruche fangen könnten. Sie schickten also ihre Schüler zusammen mit den Herodianern zu ihm und ließen sagen: „Meister, wir wissen, du bist wahrhaft, du lehrst den Weg Gottes der Wahrheit gemäß und fragst nach niemand; denn du siehst nicht auf das Ansehen der Menschen. So sage uns denn deine Meinung: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen oder nicht?“ Jesus durchschaute ihre Arglist und antwortete: „Ihr Heuchler, was versucht ihr mich? Zeigt mir die Steuermünze!“ Sie reichten ihm einen Denar. Jesus fragte sie: „Wessen Bild und Aufschrift ist das?“ Sie antworteten ihm: „Des Kaisers.“ Da sprach er zu ihnen: „Gebt also dem Kaiser, was dem Kaiser gebührt, und Gott, was Gott gebührt.“ Betrachtung zum Evangelium des 22 Sonntags nach Pfingsten Wie sehr sollen gute Menschen auf ihre Reden Acht haben! Auf jedes ihrer Worte lauern die Bösen, wenn sie an ihren Handlungen nichts zu tadeln finden. So glaubten auch die Pharisäer Jesum durch Schmeichelei zu bewegen, daß er sich freimüthig über die vorgelegte Frage äussere. Aber, Jesus die ewige Weisheit, sprach nicht, da die Bejahung der Frage die Juden, die Verneinung die Herodianer aufgebracht hätte. Er floh jede Heuchelei und Schmeichelei. O laßt uns ihm nachfolgen! Seyen wir, wie Jesus, aufrichtig und freimüthig; lieben wir die Wahrheit! achten wir nicht auf die Gunst und das Ansehen der Menschen; bleiben wir im Dienste Gottes getreu! Aber nur durch Gottes Weisheit entgehen wir den Schlingen der Schalken, ohne die Wahrheit und Gerechtigkeit zu verletzen, ohne selbst nach Leidenschaft zu handeln, oder den Leidenschaften Anderer zu schmeicheln. Bitten wir Gott um diese Weisheit, und trauen wir unserer eigenen Klugheit nicht! Geben wir auch Jedem, was wir schuldig sind: Gott, was Gottes ist, und dem Fürsten, was des Fürsten ist!   Kollekte zum 22 Sonntag nach Pfingsten   O Gott, unsere Zuflucht und Stärke, höre gnädig das fromme Flehen deiner Kirche, Du Quelle aller frommen Gesinnungen, und verleihe, daß wir dasjenige wirklich erhalten, um was wir Dich vertrauungsvoll bitten! Amen....

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Betrachtung zum Evangeliumtext der Alten Messe

  Evangelium des XXI Sonntags nach Pfingsten Mt 18, 23-35: Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloß, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen.  Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld.  Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist!  Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe.  Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt. Betrachtung zum Evangelium des 21 Sonntags nach Pfingsten   Kollekte zum 21 Sonntag nach Pfingsten  ...

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  Evangelium des XX Sonntags nach Pfingsten Joh 4, 46-53: „In Kafarnaum lebte ein königlicher Beamter; dessen Sohn war krank. Als er hörte, daß Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben. Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht. Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.  Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg.  Noch während er unterwegs war, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt.  Da fragte er sie genau nach der Stunde, in der die Besserung eingetreten war. Sie antworteten: Gestern in der siebten Stunde ist das Fieber von ihm gewichen.  Da erkannte der Vater, daß es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus.  So tat Jesus sein zweites Zeichen, und zwar nachdem er von Judäa nach Galiläa gekommen war.“ Betrachtung zum Evangelium des 20 Sonntags nach Pfingsten Kollekte zum 20 Sonntag nach Pfingsten...

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Betrachtung zum Evangeliumtext der Alten Messe

  Evangelium des XIX Sonntags nach Pfingsten   Mt 2, 1-14: „Jesus erzählte ihnen noch ein anderes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete.  Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen.  Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, mißhandelten sie und brachten sie um.  Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert (eingeladen zu werden).  Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein.  Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wußte der Mann nichts zu sagen. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.  Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.“ Betrachtung zum Evangelium des 19 Sonntags nach Pfingsten Kollekte zum 19 Sonntag nach Pfingsten...

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Betrachtung zum Evangeliumtext der Alten Messe

  Um unser Versprechen einzulösen und um mehr geistliches Licht auf diesem Blog zu sorgen, wollen wir eine neue Reihe einführen, welche sowohl die Evangelientexte der Alten Messe als auch vorgefundene Betrachtungen zu diesen Texten, sowie den Text der Kollekte, ebenfalls des Alten Ritus vorstellen werden. Wie vielleicht nicht alle wissen, so wurde durch die Konzilsreform nicht nur der Liturgiekalender geändert, sondern auch alle Lesungen der Messe mit dem Evangelium. Jemand, der sowohl zu Novus Ordo als auch zu Vetus Ordo Messen geht, lebt sozusagen in zwei Zeitzonen. Wir wollen dieses Thema woanders eingehender besprechen, es bleibt an dieser Stelle zu sagen, dass Sie mit anderen Texten und anderen Kollekten, d.h. den Sonntags-Gebeten, konfrontiert werden. Da die Alte Messe eine viel kleinere Auswahl an Evangelientexten hat, so ist es möglich, sich immer z.B. an das Evangelium des 18 Sonntags nach Pfingsten zu erinnern und damit in die Tiefe zu gehen.   Wir wollen hier immer an einem Sonntag das Sonntagsevangelium, sowie einen Betrachtungstext mit der Sonntagskollekte vorstellen, wie er im Andachtsbuch „Bittet, so wird euch gegeben werden! Vollständiges Gebet- und Erbauungsbuch nach dem katholischen Kirchenjahre“, Straubing 1839 vorkommen. Das Buch kann man sich hier runterladen und zur eigenen Andacht verwenden. Wie schön, dass im richtigen Katholizismus die Zeit keine Rolle spielt, obwohl sich die deutsche Sprache seitdem verändert hat und deswegen, liebe Leserinnen und Leser, soll man das unveränderliche Latein beim Beten verwenden, sofern man es kann, um es selbst in die eigene Sprache zu übersetzen. Man kann also eine Woche lang das Sonntagsevangelium betrachten und täglich die Kollekte beten, was uns sicherlich heiligen wird. Evangelium des XVIII Sonntags nach Pfingsten   Matthäus 9, 1-8: „Jesus stieg in das Boot, fuhr über den See und kam in seine Stadt. Da brachte man auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! Da dachten einige Schriftgelehrte: Er lästert Gott. Jesus wusste, was sie dachten, und sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Und der Mann stand auf und ging heim. Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.“[1] Betrachtung zum Evangelium des 18 Sonntags nach Pfingsten   Kollekte zum 18 Sonntag nach Pfingsten     [1] Hier entnommen: https://gloria.tv/video/sNVBvDPcoe7mJydLCPQYKV7qj...

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