Father Ripperger, Warum verhüllen wir etwas? Die Theologie des Verhüllens (6 von 7)

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Mißstände beim Gottesdienst

Eine Frage der Schicklichkeit

In der Gegenwart Gottes einen Schleier zu tragen ist Lehre der Heiligen Schrift, der Heiligen Tradition, des kirchlichen Lehramtes. Es steht tatsächlich in der Heiligen Schrift, dass Frauen einen Schleier zu tragen haben, es ist das unfehlbare Wort Gottes. In 1 Korinther 11, 1 – 15 lesen Sie, dass Frauen einen Schleier zu tragen haben. Das ist die Eingebung des Heiligen Geistes:

1 Folgt meinem Beispiele, wie ich Christi Beispiel folge!

2 Ich finde es lobenswert von euch, dass ihr in allem meiner gedenkt und die Vorschriften einhaltet, wie ich sie euch übergeben habe.

3 Ich möchte euch aber wissen lassen: Das Haupt für einen jeden Mann ist Christus, das Haupt für die Frau ist der Mann, das Haupt für Christus ist Gott.Das ist die Ordnung: Gott ist das Haupt – sogar das Haupt Christi. Es geht hier also nicht um Gleichberechtigung, es geht um eine echte Hierarchie, die Ordnung bringt. Der Sohn ist dem Vater gleich, doch er gehorcht dem Vater.

4 Jeder Mann, der mit verhülltem Haupte betet oder prophetisch redet, entehrt sein Haupt. 5 Jede Frau, die mit unverhülltem Haupte betet oder prophetisch redet, entehrt ihr Haupt. Sie gleicht einer, die geschoren ist. 6 Wenn eine Frau sich nicht verhüllt, dann mag sie sich auch die Haare abschneiden lassen. Ist es aber für eine Frau schimpfllich, sich die Haare abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie sich auch verhüllen.

7 Der Mann braucht sein Haupt nicht zu verhüllen. Er ist das Ebenbild und der Abglanz Gottes; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes. 8 Denn der Mann stammt nicht von der Frau, wohl aber die Frau vom Manne. 9 Auch wurde der Mann nicht um der Frau willen erschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. 10 Darum soll die Frau auf ihrem Haupt ein Zeichen dafür tragen, dass sie unter der Herrschaft steht – um der Engel willen. 11 Indes ist im Herrn die Frau nicht unabhängig vom Manne und der Mann nicht unabhängig von der Frau. 12 Denn wie die Frau vom Manne stammt, so ist der Mann wieder durch die Frau; alles aber kommt von Gott.

13 Urteilt selbst! Schickt es sich für eine Frau, mit unverhülltem Haupte zu Gott zu beten? 14 Lehrt euch nicht schon die Natur, daß langes Haar dem Manne zur Unehre gereicht, 15 für die Frau dagegen langes Haar eine Zierde ist? Das Haar ist ihr doch als Schleier gegeben.

Über diese Passage könnte man sehr viel sagen, doch das Fazit ist, dass es eine Ordnung gibt: Gott, Christus, Mann, Frau, und jeder hat seine eigene Art und Weise, dem anderen Respekt und Ehre zu erweisen. Und für die Frau ist es dies: ihren Schleier zu tragen, für den Mann: sein Haupt nicht zu bedecken. Und dies ist göttliche Offenbarung, denn es spricht von der unveränderlichen Rolle der Frau. Und so lehrt der Heilige Paulus ganz klar, dies ist ein Gebot, das von Gott kommt. Der Heilige Paulus schreibt den Frauen vor, einen Schleier zu tragen. Er sagt, dies sollte uns sogar schon die Natur lehren. Dies hat nichts mit bestimmten Eigenschaften zu tun, dass der Mann höher steht als die Frau, denn der Vater steht nicht höher als der Sohn, denn sie sind gleich. Dies erinnert uns daran, dass die Frau vom Manne kommt, aber der Mann auch von der Frau, und alle kommen von Gott.

Das sollten die Frauen sehr ernst nehmen, denn wenn sie keinen Schleier tragen, missachten sie das heilige Gesetz Gottes, wie es unfehlbar vom Heiligen Geist geoffenbart wurde. Der heilige Paulus sagt, wegen der Engel hat sie dieses Zeichen der Macht auf ihrem Haupt zu tragen. Ein Aspekt dessen ist schlicht, dass die Engel während der Göttlichen Liturgie anwesend sind. Und die Frauen wegen der Macht, und die Frauen müssen der Gegenwart der Allerheiligsten Eucharistie Gott Respekt erzeigen, indem sie ihr Haupt mit der Mantilla verhüllen. Wenn schon die Engel vor der Allerheiligsten Eucharistie in Anbetung fallen, so sind sie außerordentlich verärgert, wenn andere Gott nicht die Ihm gebührende Verehrung zeigen. Die Engel sind es, die Gottes Gesetz schützen und ihm sogar Nachdruck verleihen. Ihr starker und gerechter Zorn gegenüber jedweder Art der Respektlosigkeit gegen Gott, ganz besonders bei liturgischem Missbrauch.

Ein Grund, warum sie Gottes Werkzeug für Gottes Zorn sind, lesen wir in der Offenbarung des Johannes (Apokalypse), wie sie auf all die Flaggen regneten und der Zorn Gottes. Und wie sie das Weihrauchgefäß halten und die Gebet zu Gott tragen, aber sie sind auch dazu da, Strafe zu bringen, und so könnte man sagen, dass die Engel, die während der Liturgie anwesend sind, sehr missbilligend auf jede Frau sehen, die ihren Kopf nicht verhüllt – und Missbilligung durch die Engel ist nicht mal eben ein Stirnrunzeln oder ein missbilligender Blick, die Missbilligung der Engel offenbart sich immer physisch in der Form göttlicher Züchtigung nach der geistlichen Ordnung und der physischen Ordnung. Was meinen Sie, passiert z. B. in unseren Novus-Ordo-Kirchen, wo die Frauen ihr Haupt nicht verhüllen? Den Engeln gefällt das überhaupt nicht. Dies steht auch in der Heiligen Schrift und ist unfehlbar. Da kommt man nicht drum herum.

Es gibt da viele Argumente, aber das Hauptargument ist, dass Paulus uns da nur einen Rat gibt, und das hängt alles von der Kultur und der Zeit ab, in der man lebt. Heute macht man das nicht mehr, weil wir heute freier sind und gleichwertig. Wir wissen es besser und wir brauchen das nicht mehr zu tun. Das Problem ist: Wenn Sie so über diese Bibelstelle sprechen, wie sprechen Sie dann über die anderen Bibelstellen? Sie bagatellisieren das heilige Wort Gottes und sagen, das gilt nicht für Sie, wegen der Umstände, der geschichtlichen, kulturellen und sozialen Veränderungen. … Dann gilt für Sie also möglicherweise keine Bibelstelle … denn der „Hintergrund‟ jeder Bibelstelle kann geschichtlichen, kulturellen oder sozialen Veränderungen unterliegen. Das tun viele Menschen: Sie nehmen die Bibelstellen, die sie nicht mögen und streichen sie: das ist auf mich nicht anwendbar … Wenn wir also die Heilige Schrift ernst nehmen, geben Sie diesen Gedanken über Geschichte, Kultur etc. keine Beachtung. Das ist das heilige Wort Gottes. Niemand kann die Bibel lesen und behaupten, dass Gott nicht sagt, Frauen sollen ihr Haupt verhüllen. Das ist ganz einfach, denn von Anfang an war es in der heiligen Liturgie brauch, dass die Frauen ihren Kopf verhüllen, denn dies ist apostolisch. Es geht zurück bis auf Papst Linus, welcher der zweite Papst nach dem Heiligen Petrus war. Er sagt uns tatsächlich, dass dies die Lehre des Heiligen Paulus ist, dass von Frauen erwartet wird, dass sie ihr Haupt verhüllen. Wir wissen also, dass dies apostolische heilige Tradition ist. Dies ist sogar im Liber Pontificalis niedergeschrieben.

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Father Ripperger, Warum verhüllen wir etwas? Die Theologie des Verhüllens (4 von 7)

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Und was die Frau betrifft, so sehen Sie ihre charakteristische, einzigartige Charakteristik, dass sie tatsächlich Leben hervorbringen kann. SIE ist es, die Leben hervorbringen kann, nur Frauen können dies tun. Nur Frauen können neues Leben hervorbringen. Offensichtlich kommt dies daher, wie sie das Wirken Gottes widerspiegelt, aber vor allem ist es ihre Mitarbeit mit Gott. Und alles, was im Geistlichen mit der Eucharistie geschieht – sie bringt nämlich geistliches Leben hervor -, lässt Gott uns auch physisch sehen, indem ein Baby aus dem Leib der Mutter hervortritt. Die Frau ist es also, die das Leben in die Welt bringt. SIE nährt das Leben und lässt es wachsen. Sie ist das Herz und die Freude der Familie. Durch ihre nährende Sorge, ihre Weiblichkeit vereinigt sie die Familie in den Banden der Liebe. Und dies ist eine Ausdehnung für ihre erweiterte Familie, für ihre Gemeinde und die Nachbarschaft, dies ist … groß! Die Frau, wie jede Seele, sucht die intime Vereinigung mit Christus. Und all dies stellt die Mantilla dar.

Deshalb tragen die Frauen die Mantilla, um ihre einzigartige Identität als Frau zu zeigen, ihre Weiblichkeit, ihre Fähigkeit, mit Christus vereint zu werden und Leben hervorzubringen. Oder ihre Fähigkeit, mit einem Mann vereint zu werden und Leben hervorzubringen. In der Vereinigung mit Christus bringen sie geistliches Leben hervor, in der Vereinigung mit einem Mann bringen sie physisches Leben hervor.

Das ist es, was die Mantilla zeigt, die große Sakralität, ja die Heiligkeit, Leben hervorzubringen. Dies ist unsere größte Macht, Gott ähnlich zu sein. Und davon sprechen wir. Die Bescheidenheit, die Reinheit, die Keuschheit schützt diese größte Macht Leben hervorzubringen!

Wenn wir uns nun diese große Macht ansehen, wo hat Gott diese größte Macht eingepflanzt, die  Er dem Menschen gab? Er pflanzte sie der Frau ein. Und all das zeigt die Mantilla. Die Gnade der eucharistischen Theologie, aber auch die Identität der Frau und ihr Verhältnis zu Christus. Das ist auch der Grund, warum Ordensfrauen, die immer in diesem Verhältnis leben, die sich Ihm ganz geschenkt haben, die nicht mit einem Mann leben, sondern sich ganz Christus gegeben haben, immer einen Schleier tragen. Selbst wenn sie ihren täglichen Geschäften nachgehen, bleiben tragen sie den Schleier. Das ist die Konsequenz des Lebens als Frau.

Wenn wir dies zusammenfassen, so muss die Frau die Moral der Gesellschaft aufrechterhalten, sie bringen das Leben in die Gesellschaft und haben die große  Verantwortung, mit Christus vereint zu sein und geistliches Leben in die Welt zu bringen, es zu nähren und zu pflegen. Dies ist eine großartige, ehrfurchtgebietende Verantwortung. Große Macht beinhaltet große Verantwortung und große Würde.

Das mag etwas erschreckend sein. Aber wenn Gott Sie herausfordert und Sie zur Größe, zur Heiligkeit erhebt, so beten Sie darum, dass Sie Furcht ergreift, eine heilige Furcht, eine kindliche Furcht Gottes. Vertrauen Sie immer darauf,  dass Gott Ihnen ausreichend Gnade gibt, alles zu vollbringen, zu dem Er uns ruft.

Es gibt auch eine hierarchische Dimension der Mantilla. Wir haben davon bereits ein wenig gesprochen. Gott hat im Universum eine Ordnung geschaffen. Das ist der Hauptgrund, warum es eine Hierarchie gibt. Wenn Sie denken, dass Hierarchie dasselbe ist wie Unterdrückung oder Macht, dann missverstehen Sie vollkommen, warum Gott die weltliche Hierarchie geschaffen hat, und dann werden Sie auch nicht die Lehre der Kirche zur Hierarchie verstehen. Der Grund, warum es eine Hierarchie gibt ist, heißt: damit es Ordnung gibt. In der Welt muss es eine Ordnung geben. Gott erschafft, er wählt aus, er wird das Chaos los! Er gibt allem einen Platz: Hell und Dunkel, Wasser und Land. Die gesamte Schöpfung ist ein Prozess, Ordnung in das Chaos zu bringen. Gott möchte Ordnung. Und der Teufel ist ganz Chaos und Unordnung. Anarchie und Revolution sind vom Teufel. Das bringt keine Ordnung hervor. Und Gott selbst ist das Haupt der Ordnung. Und alles ist unter Ihm, alles ist Ihm gehorsam. So wurde die Ordnung geschaffen. So muss es sein.

Wenn wir alle versuchen, Gott zu sein, gibt es Chaos und große Sünde. Wenn wir Gott sein möchten, sagen wir, ICH sage, was falsch und richtig ist. Und wenn jeder Mensch das bestimmt, dann tut er das so, wie er es gerade möchte, und das ergibt Chaos.

Tod, Zerstörung, Gewalt und so weiter.

Es muss Ordnung geben, und Gott als Haupt der Hierarchie. Daher hat auch die Kirche eine Hierarchie. Es ist sehr wichtig sich daran zu erinnern, dass diese Ordnung eine des Dienens ist.

Erinnern Sie sich: Der Herr wäscht den Aposteln die Füße. Damit zeigte Er, dass Er, obwohl Er ihr Herr und Meister war, ihnen diente. Wir denken daran, wie Gott die Welt erschuf. Er tat dies, weil Er es liebte, und weil Er uns glücklich machen wollte. Das tat Er aus Liebe, und um uns zu dienen.

Deshalb gab Er uns auch die Gebote. Sie sind keine Methode der Unterdrückung, sondern sie schaffen Ordnung, und Gott liebt die Ordnung. Er möchte uns gut dienen, damit wir in diesem Leben und in der künftigen Welt ewig glücklich sein können. So ist also die Hierarchie da, um Ordnung zu schaffen und uns zu dienen. Und als Gott die Hierarchie schuf, setzte Er den Mann über die Frau. Aber noch einmal: dies ist nicht als Unterdrückung, Macht oder Tyrannei gedacht.

Vom Mann erwartet Gott, dass er Ordnung in sein Heim bringt, und dies soll er tun, indem er seine Familie lehrt, regiert und heiligt. Er soll die Familie führen, indem er ihr dient. Er soll seiner Frau und seinen Kindern dienen. Er soll ihre Bedürfnisse über seine Bedürfnisse setzen. DESHALB hat der Mann Autorität. Im 5. Kapitel des Epheserbriefes lesen wir, der Mann stellt Christus dar, die Frau die Kirche. Und ebenso, wie Christus die Kirche so sehr liebte, dass Er bereit war, für sie zu sterben und Sein Leben für sie zu geben, so ist jeder Mann aufgerufen, seine Frau so sehr zu lieben, dass er bereit ist, für sie zu sterben. Aber nicht auf diese romantische Art und Weise, nach dem Motto: Ja, wenn eines Tages die Kerle auftauchen mit ihren Gewehren, dann bin ich bereit, für sie zu sterben, sondern in den kleinen, alltäglichen Dingen, in denen Sie eher nicht sterben möchten: den Müll rauszutragen, aus dem Sessel aufzustehen, wenn sie etwas braucht, ihr in den täglichen Kleinigkeiten im Alltag zu helfen, ihr bei der Kindererziehung zu helfen, ihr zuzuhören, wenn sie etwas zu sagen hat, für sie da zu sein, wenn sie Begleitung oder Gesellschaft braucht, und all diese zahllosen Kleinigkeiten, in denen der Mann wirklich ihre Bedürfnisse über seine Wünsche oder Freuden stellt. Und das ist es, wo der Mann wirklich versagt.

Der Mann versagt hier, aber auch die Frau versagt. Denn die Frau hat seine Rolle zu akzeptieren, dass sie unter dem Befehl des Mannes steht, und dass sie diejenige ist, die das Leben hervorbringt. Sie hat da eine sehr unterschiedliche Rolle als der Mann: sie nährt, sorgt für das Leben, bringt es hervor! Der Mann muss die Ordnung dazu schaffen.

Kardinal Siri, Männerkleidung, die von Frauen getragen wird (2 von 2)

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Hier der zweite Teil des Aufsatzes von Kardinal Siri und diejenigen der Herren, die sich nach fundierten Hegel-Kritik sehnen statt nach Abhandlung der unmännlichen Rockfrage, werden hier fündig. Ja, ein katholischer Theologe muss vielseitig sein: Rock und Hegel mit Auschluss der hegelianischen Synthese natürlich.

III.

Lassen Sie uns ernsthaft über die Tragweite dessen nachdenken, was bislang gesagt wurde, auch wenn die Erscheinung einer Frau in Männerkleidern nicht sofort die selbe Verstörung hervorruft wie bei schwerer Unanständigkeit.

Die Veränderung der weiblichen Psychologie zeitigt grundlegende und – auf lange Sicht – irreparable Schäden für die Familie, die eheliche Treue, zwischenmenschliche Zuneigung und die menschliche Gesellschaft. Es ist wahr, die Effekte des Tragens unpassender Kleidung werden nicht binnen kurzer Zeit erkennbar. Aber man muss daran denken, was langsam und heimtückisch mürbe gemacht, auseinandergerissen und pervertiert wird.

Ist irgendeine Art von befriedigendem gegenseitigen Geben und nehmen zwischen Ehemann und Ehefrau denkbar, wenn die weibliche Psychologie geändert ist? Oder kann man sich eine wirkliche Erziehung von Kindern vorstellen, die so heikel im Ablauf ist, so verwoben mit unwägbaren Faktoren, in denen die Intuition und der Instinkt der Mutter in diesen empfindlichen Jahren die entscheidende Rolle spielen? Was werden diese Frauen ihren Kindern geben können, wenn sie möglicherweise schon so lange Hosen getragen haben, dass ihre Selbstachtung eher darauf gerichtet ist, mit den Männern zu konkurrieren als zu wirken [handeln] wie eine Frau?

Warum, so fragen wir, warum wurde der Mensch, seit er Mensch war – oder vielmehr seit der Mensch zivilisiert wurde – warum wurde der Mensch zu allen Zeiten und an allen Orten der Welt unwiderstehlich davon getragen, die Funktionen der beiden Geschlechter zu unterscheiden und zu trennen? Ist dies nicht ein klares Zeugnis der Anerkennung einer Wahrheit und eines Gesetzes, die über dem Menschen stehen?

Zusammenfassend ist zu sagen, dass wo immer Frauen Männerkleidung tragen, dies als ein Faktor zu betrachten ist, der über längere Zeit hinweg die menschliche Ordnung zersetzt.

IV.

Die logische Konsequenz all dessen, was bisher gesagt wurde ist, dass jedermann, der in einer verantwortlichen Position ist, einen „Alarmsinn‟haben sollte im Vollsinn des Wortes, sich ernsthaft und entschieden um diese Entwicklung sorgen sollte.

Wir warnen ernsthaft alle Pfarrer, alle Priester im Allgemeinen und Beichtväter im Besonderen, Mitglieder jeglicher Gemeinschaft, alle Ordensleute, alle Nonnen, besonders die lehrenden Schwestern.

Wir bitten Sie, sich dieses Problems ganz klar bewusst zu werden, so dass Maßnahmen folgen werden. Dieses Bewusstsein ist außerordentlich wichhtig. Es wird zur angemessenen Maßnahme zur rechten Zeit führen. Aber lassen Sie nicht zu, dass es dazu führt, dass wir angesichts einer unvermeidbaren Veränderung aufgeben, als seien wir mit einer natürlichen Entwicklung der Menschheit und so weiter konfrontiert!

Menschen mögen kommen und gehen, denn Gott hat viel Raum für die Ebbe und Flut des freien Willens gegeben; aber die wesentlichen Richtlinien der Natur und die nicht minder wesentlichen Richtlinien des Ewigen Gesetzes haben sich nie geändert, ändern sich nicht und werden sich niemals ändern. Es gibt Grenzen, über die man abirren mag, so weit man möchte, aber wenn man dies tut, bedeutet das den Tod. Leere philosophische Fantasien mögen einen dazu führen, sich über diese Begrenzungen lustig zu machen oder sie zu trivialisieren, aber die stellen einen Verbund harter Fakten und der Natur dar, die jeden züchtigt, der sie übertritt. Die Geschichte hat uns ja – mit erschreckenden Beweisen vom Leben und Tod von Nationen – gelehrt, dass die Antwort an alle Verletzer dieses Entwurfs der „Menschlichkeit‟ früher oder später immmer die Katastrophe ist.

Seit der Dialektik von Hegel werden wir mit nichts weiter als Fabeln gefüttert, und da man diese so oft hört, dulden viele Leute sie schließlich, wenn vielleicht auch nur passiv. Aber es ist eine Tatsache, dass Natur und Wahrheit, und das Gesetz, das mit beiden verbunden ist, unbeirrt ihren Weg gehen und die Einfaltspinsel zerstückeln, die ohne jeglichen Grund an radikale und weitreichende Veränderungen in der dem Menschen eigenen Struktur glauben.

Die Konsequenzen solcher Übergriffe auf den Menschen sind nicht ein neues Menschenbild, sondern vielmehr Störungen [kann auch als Erkrankungen übersetzt werden (d. Übs.)], Instabilitäten jeglicher Art, erschreckende Trockenheit der menschliehen Seele, eine schockierende Zunahme menschlicher Schiffbrüchiger, die vertrieben werden, um ihren Abstieg in Langeweile, Traurigkeit und Zurückweisung zu leben. Auf dem Strand des vorsätzlichen Schiffsbruchs der ewigen Normen findet man zerbrochene Familien, Herde und Häuser, die kalt geworden sind, vor der Zeit abgebrochene Leben, zur Seite gestoßene alte Menschen, eine mutwillig degenerierte Jugend und – am Ende all dessen – Seelen in Verzweiflung, die sich selbst das Leben nehmen. All diese menschlichen Wracks geben von der Tatsache Zeugnis, dass die „Grenzlinie Gottes‟ nicht nachgibt noch den wahnbesessenen Träumen der sogenannten Philosophen irgendwelche Anpassungen erlaubt!

V.

Wir haben gesagt, dass jene, an welche diese Bekanntmachunggerichtet ist, sich ernsthaft sorgen sollten angesichts des gegenwärtigen Problems. Danach wissen sie, was sie zu sagen haben, angefangen bei den kleinen Mädchen auf den Knien ihrer Mütter.

Sie wissen das ohne zu übertreiben oder zu Fanatikern zu werden, sie werden streng festsetzen müssen, in wiefern sie es tolerieren, dass Frauen sich wie Männer kleiden (als generelle Regel).

Sie wissen, dass sie niemals so schwach sein dürfen, jemanden glauben zu lassen, dass sie einem Brauch gegenüber die Augen verschließen, der abrutscht und die Moral aller Institutionen untergräbt.

Sie, die Priester, wissen, dass die Grenzlinie, die sie im Beichtstuhl zu ziehen haben – ohne jedoch Frauen, die sich wie Männer kleiden, automatisch für Todsünder halten – scharf und entschieden sein muss.

Ein jeder wird sich freundlicherweise Gedanken darüber machen, dass eine gemeinsame Handlungsweise erforderlich ist, auf allen Seiten gestärkt von der Zusammenarbeit aller Menschen guten Willens und erleuchteten Verstandes, um so einen regelrechten  Damm zu schaffen, um die Flut zurückzuhalten.

Diejenigen unter Ihnen, die in welcher Position auch immer für Seelen verantwortlich sind verstehen, wie nützlich es ist, als Verbündete in dieser Kampagne Männer der Künste zu haben, der Medien und des Handwerks. Die Position der Modedesigner, der brillanten Designer und der Bekleidungsindustrie ist in der gesamten Frage von entscheidender Bedeutung. Eine künstlerische Ader, Vornehmheit und guter Geschmack, die zusammentreffen, können passende, aber würdige Lösungen für Frauen finden, wenn sie Motorrad fahren oder diese oder jene Arbeit verrichten müssen. Entscheidend ist, Bescheidenheit und den ewigen Sinn für Weiblichkeit zu bewahren, den mehr als alles andere alle alle Kinder weiterhin mit dem Gesicht ihrer Mutter verbinden werden.

Wir bestreiten nicht, dass das moderne Leben Probleme macht und Erfordernisse zeitigt, die unseren Großeltern unbekannt waren. Aber wir stellen fest, dass es Werte gibt, die mehr des Schutzes bedürfen als flüchtige Erfahrungen, und dass es für jeden intelligenten Menschen es immer einen gesunden Menschenverstand und guten Geschmack gibt, um akzeptable und würdige Lösungen für auftretende Probleme zu finden.

Bewegt von Nächstenliebe kämpfen wir gegen eine Abwertung der Menschheit um der Anpassung willen, gegen den Angriff auf diese Unterschiede, auf welchen die complementarity von Mann und Frau beruht.

Wenn wir eine Frau in Hosen sehen, sollten wir nicht so sehr an sie denken, als vielmehr an die gesamte Menschheit: an das was wäre, wenn die Frauen sich vermännlichten. Niemand kann davon profitieren, wenn er dazu beiträgt, ein zukünftiges Zeitalter der Unklarheit, der Zweideutigkeit, der Unvollkommenheit und, mit einem Wort, der Ungeheuerlichkeit herbeizuführen.

Dieser unser Brief ist nicht an die Öffentlichkeit gerichtet, sondern an jene, die für die Seelen verantwortlich sind, für Erziehung, für katholische Gemeinschaften. Lasst sie ihre Pflicht tun und nicht Wachen sein, die schlafend auf ihrem Posten gefunden werden, während der Feind sich einschleicht.

Erzbischof von Genua

Quelle: http://www.national-coalition.org/modesty/modsiri.html

Übersetzer: Eugenie Roth im Auftrag von www.traditionundglauben.wordpress.com