Die Bußpsalmen-Erweiterung – für die Lösung des Bergoglio-Problems

praying Moses

Gebetserhörung

Laut der katholischen Lehre gibt Gott allen Menschen, auch schweren Sündern und Ungläubigen, jede mögliche aktuelle Gnade, welche ihr Rettung ermöglicht, aber für konkrete Gnaden, die wir für uns fordern (Gesundheit, Glauben, Arbeit), müssen wir selbst bitten, denn es heißt ja:

„Bittet und es wir euch gegeben“ (Mt 7,7).

Gott ist aber, wie treffend es ein Leser in den Kommentaren ausdrückte, kein Kaffeeautomat, in den man ein Gebet reinwirft, wonach die Gebetserhörung raus kommt. Gott erhört diejenigen Bitten, die mit seinem und nicht mit unserem Willen übereinstimmen. Er erhört sie erst dann, wenn Er es für richtig hält. Der Schreiber dieser Zeilen (DSDZ) hat in seinem Leben sehr selten eine sofortige Gebetserhörung erfahren und kann wirklich sagen, dass er öfters nicht erhört wurde als er erhört worden ist. Warum? Weil Gott andere Pläne mit ihm hatte, die Er ihm nach und nach offenbarte. Die Gebetserhörung fand dann schließlich statt als DSDZ dafür vorbereitet war und sie fand so statt, dass diese Erhörung DSDZ nicht mehr schaden könnte.

Weiterlesen

Vom Schmutz und den Abwehrkräften

Saint_Paul_the_hermit

Bei der Durchsicht der traditionellen Seiten oder der überhaupt konservativ-religiösen Seiten macht sich Unmut und Verzweiflung breit, weil man fast ausnahmslos den Schmutz des Franziskus-Pontifikats, seine Skandale und dementsprechend scharfe Polemik findet. Das ist normal, denn auf Aktion folgt Reaktion. Der vermeintlich konservative Katholizismus schmilzt zusammen, wie der Schnee in der Frühlingssonne, der Kaiser ist nackt, was uns gar nicht fröhlich stimmt. Viele Menschen verlieren den Glauben, manche Neokonservative werden zu Traditionalisten und viele Seelen rasen auf die Hölle zu. Als der hl. Paulus der Einsiedler mit 15 während der arianischen Apostasie in seine Höhle kroch, wo er mit 105 starb, so hat er wirklich nichts verpasst, sondern seine eigene Seele gerettet und den hl. Antonius am Lebensende unterrichtet, der dieses Wissen an seine eigenen Schüler weitergab.

Wir geben uns Mühe, wenig vom und aus dem Vatikan zu berichten, weil es niemandem hilft und unseren Seelen nur schadet. Ist es nicht besser für die eigene Heiligung zu sorgen und sich eine kleine, heile Welt in seiner eigenen Einsiedlerhöhle zu schaffen, wie einst der hl. Paulus der Einsiedler? Natürlich ist es das! Seien wir Gott für Franziskus dankbar, denn er ist wie eine Seuche, welche die Krankheit der nachkonziliaren Kirche offenlegt und diese jetzt konsequent zerstört. Stichwort Amazonas-Synode, Abschaffung des Zölibats, die Neue Ökumenische Messe.

Warum lässt Gott es zu?

Weiterlesen

Ingmar Mathias Bauer, Mein Hausaltar

Am 24. April 2017 riefen wir die Aktion aus Bilder von eigenen Hausaltären uns zu schicken, damit wir einander auferbauen können. Und schon nach fünfeinhalb Monaten finden sich die ersten Früchte in der Form des Beitrags und des Hausaltars unseres Lesers Ingmar Mathias Bauer.  Die Bilder sowie der Beitrag sprechen für sich und die Thematik, dass eine Meditationsbank doch nicht die optimale Lösung ist, werden wir hier noch vertiefen. Die größte Ausgabe stellt wohl der Betstuhl oder die Kniebank dar. In unserem katholischen Nachbarland Polen, welcher durch die letzte Rosenkranzaktion in Erscheinung getreten ist, kann man sich Kniebänke recht günstig, im Vergleich zu den Preisen aus Deutschland oder Italien kaufen, denn dank des günstigen Euro-Kurses kostet eine Kniebank ohne Sitz ca. 171 EUR, eine mit Sitz 208 EUR, wie auch hierEine einfachere Ausführung mit Sitz kostet woanders nur 100 EUR oder ohne Sitz nur 85 EUR. Obwohl diese Kniebänke günstig sind und augenscheinlich von guter Qualität, welche von uns vorort nicht geprüft wurde, so ist der Onlineeinkauf in Polen leider nur bedingt zu empfehlen. Der Grund: fehlende Kommunikation. Wir haben zwei dieser Produzenten vor zwei Wochen auf Polnisch angeschrieben und nach dem Versandpreis nach Deutschland, sowie nach der außer-polnischen Kommunikationspsrache gefragt, für den Fall, dass sich jemand aus Deutschland solch eine Kniebank bestellen wollte. Wir haben bis heute keine Antwort erhalten, was diese Produzenten wirklich disqualifiziert. In Polen ticken die Uhren halt anders, man antwortet auf Polnisch gar nicht oder sehr spät. Will dennoch jemand unserer Leser etwas riskieren, dann kann er sie auf Englisch anschreiben und abwarten, was sich tut. Vielleicht werden unsere polnischen Leser dort bestellen und wir können etwas Positives darüber berichten. So kann die Vervollständigung eines Hausaltars tatsächlich dauern, weil man viele Dinge eventuell in verschiedenen Ländern bestellen muss, worüber wir noch in einem anderen Kontext berichten werden. Wir freuen uns über diese erste Leserzuschrift und hoffen auf mehr.

Nun habe ich mir also auch einen Hausaltar gebaut, angeregt durch die Beitragsserie „Wir basteln uns einen Hausaltar“ auf diesem Blog. Zunächst hat es einige Zeit gedauert, bis ich damit angefangen habe, da ich erst noch ein paar schöne Dinge dafür kaufen wollte, mich aber nicht entscheiden konnte. Eines Tages habe ich dann einfach genommen, was ich schon hatte, und daraus einen Hausaltar gebaut, damit einmal ein Anfang gemacht ist. Denn ohne einen ersten Schritt erreicht man natürlich kein Ziel. Wichtig ist dabei aber, es so gut zu machen wie man kann, auch wenn man darin vielleicht wenig Talent hat. Denn es ist für Gott, und wenn man Gott nicht das Schönste und Beste gibt, dann hat man in Wirklichkeit einen anderen Gott.

Wie auf den Bildern zu sehen, ist alles noch sehr einfach gehalten, sozusagen die Minimalkonfiguration. Aber da nichts davon im Novus-Ordo-Stil ist, erfüllt es trotzdem schon ganz gut seinen Zweck. Ja, es macht wirklich einen Unterschied, ob man ein traditionelles Kruzifix ansieht oder eine Novus-Ordo-Klimmzugstange. Also keine Novus Ordo Sachen verwenden, sonst hat man auch eine Novus Ordo Wirkung.

Damit die jeweilige liturgische Farbe des Tages sichtbar wird, habe ich mir Kerzen in den entsprechenden Farben gekauft. Statt eines Betstuhls habe ich erst einmal nur eine Decke zusammengerollt, auf der man im Prinzip wie auf einem Betstuhl auch gut knien kann. Von den mittlerweile so verbreiteten Meditationshockern, auf denen man so halb kniet, halb hockt, rate ich eher ab. Ich kann es mir zwar nicht genau erklären, aber die Körperhaltung, die man auf diesen Hockern einnimmt, fördert einfach keine christliche Gebetshaltung, eher im Gegenteil. Vielleicht sind sie deshalb in der Novus-Ordo-Kirche oder auch in Taizé so beliebt.

Eine kleine Besonderheit ergibt sich bei mir dadurch, dass ich für den Hausaltar ein ganzes Zimmer zur Verfügung habe und sich sonst nichts darin befindet. Deshalb hallt der Raum etwas, wodurch eine Art Kathedralen-Effekt entsteht, was sich bei gregorianischem Gesang sehr schön anhört.

Hierzu vielleicht noch eine Nebenbemerkung: Bei mir geschah es insbesondere durch das Singen von gregorianischem Choral, dass ich aus den Fängen des Novus Ordo befreit wurde. Angefangen hat es damit, dass ich beziehungsweise wir eine Gebetsgruppe von Männern begonnen haben, in der wir auf männlichere Weise beten wollten, also auf gar keinen Fall eine „Novus-Ordo-Stuhlkreismeditation“ um eine „gestaltete Mitte“ herum mit einer „Vorstellungsrunde“ zu Beginn, wonach wir dann im Kerzenschein Taizélieder singen. Um das zu vermeiden, haben wir uns die alte monastische Tradition zum Vorbild genommen und uns ihr nach und nach angenähert, was dann eben Latein und gregorianischen Choral mit einschließt. Verteidiger des Novus Ordo sagen immer wieder gerne, dass man auch im Novus Ordo Latein verwenden und gregorianischen Choral singen kann. Das stimmt. Das heißt aber noch lange nicht, dass es dazu passt. Ich kann zum Beispiel auch einem Schimpansen ein Priestergewand anziehen und in einem Bordell Lateinisch sprechen. Das macht den Schimpansen nicht zum Priester und das Bordell nicht zu einem reinen Ort. Zumindest in meinen Ohren klang es immer nach Konzert, wenn einmal eine Schola in einer neuen Messe gesungen hat, wofür schon der übliche Applaus zum Ende der Messe spricht. In meiner ersten alten Messe mit Schola habe ich zum ersten Mal gemerkt, wie der gregorianische Gesang ein echter Teil der Liturgie ist und das heilige Mysterium auf besondere Weise dem Herzen nahe bringt. Da er eine so positive geistliche Wirkung entfaltet, ist es natürlich klar, dass es ihn im Novus Ordo nicht geben darf oder eben nur als exotisches Konzert.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Insgesamt kann ich einen Hausaltar sehr empfehlen. Als Christen sollen wir ja heilig sein und heilig sein hat immer etwas mit Absonderung zu tun – Absonderung vom Weltlichen und natürlich von der Sünde – und da ist ein abgesonderter Bereich, den ein Hausaltar darstellt, von Nutzen. Es entsteht fast automatisch eine geistliche Atmosphäre, durch die man geheiligt wird. In diesem Zusammenhang ist mir folgender Vergleich eingefallen: In der heutigen Zeit ist die Verehrung Gottes weitgehend verschwunden und an ihre Stelle ist unter anderem ein umso ausgeprägter Körperkult getreten, was man an den vielen Fitnessstudios, die es mittlerweile gibt, erkennen kann.

Wie sehen nun diese Hallen des Körperkults aus? Es stehen darin erstklassige Fitnessgeräte, es laufen ausgebildete Trainer herum, um den Trainierenden die besten Trainingspläne aufzuzeigen, und an den Wänden hängen Bilder von durchtrainierten Körpern beziehungsweise von Starathleten, denen man nacheifert. Oft wird auch spezielle Fitnessnahrung angeboten.

In Bezug auf die Verehrung Gottes und das Heil unserer Seelen sollten Kirchen im Grunde recht ähnlich sein: erstklassige Altäre und Beichtstühle, hervorragende Priester, die uns den Weg zur Heiligkeit führen, Bilder von Heiligen, denen wir nacheifern, und besonders die heilige Eucharistie als Nahrung für die Seele.

Ein Hausalter ist also wie ein Fitnessgerät zu Hause, ein Hometrainer sozusagen. Natürlich, man kann auch ohne Geräte trainieren, allein mit seinem Körpergewicht, aber beides zusammen ist noch besser. Und mit dem richtigen Trainingsplan, das heißt Gebetsplan, sind die Erfolgsaussichten gut. Seit ich dem Novus Ordo entflohen bin, verwende ich hierfür in erster Linie vorgefasste Gebete, also Psalmen, Rosenkranz, Angelus und andere Gebete aus dem großen Gebetsschatz der Kirche. Denn richtig Beten lernen ist ähnlich wie eine Sprache richtig lernen, und das lernen Kinder ja auch nicht, indem sie ihrem eigenen Gebrabbel zuhören, sondern indem sie die Sprache der Erwachsenen nachahmen.

Einige Zeit zuvor habe ich bei Freunden mehrere Male Erfahrungen mit einer Novus-Ordo-Gebetsecke sammeln können. Wir saßen dabei auf Meditationshockern und vor uns auf dem Boden standen ein paar Figuren, in Sand gesteckte Kerzen und noch ein paar Dinge. Ich weiß gar nicht mehr, ob auch ein Kreuz dabei war, wahrscheinlich schon, erinnern kann ich mich aber nicht, was schlimm genug ist. Das Gebet war eine Mischung aus modernem Stundengebet, modernen Lobpreis- und Taizéliedern und freiem Gebet. Rein subjektiv hat es sich für mich immer wie sentimentale fromme Berauschung angefühlt, im Grunde genommen nicht geistlich, sondern fleischlich. Das wurde schon allein durch die komischen Hocker und das Hinabschauen auf die Figuren bewirkt, statt dass man auf normale Weise kniend zum Herrn aufblickt. Das moderne Gebet hat das noch verstärkt. Eigenartigerweise haben traditionelle Gebete wie zum Beispiel das Vaterunser, die vereinzelt auch vorkamen, immer eine entgegengesetzte Spannung zur ganzen Atmosphäre erzeugt. Selbst eine Andacht aus dem neuen Gotteslob war schon zu traditionell. Ich konnte mich durch all das allerdings nicht fromm berauschen, so wie das vielen anderen besonders in charismatischen Kreisen gelingt. Das liegt vielleicht auch daran, dass bei mir gewöhnliche Rauschmittel wie Alkohol oder laute, moderne Musik ebenfalls keinen Rausch hervorrufen, sondern nur zu Benebelung führen. Dementsprechend habe ich mich nach solchem Gebet auch nur benebelt gefühlt und nicht geistlich gestärkt.

Bei dem traditionellen Hausaltar in Verbindung mit traditionellen Gebeten kann ich diese Wirkungen nicht feststellen. Im Gegenteil: Es passt alles zusammen, es ist geistlich, man verfällt nicht in Sentimentalität, sondern wird aus ihr herausgehoben, wodurch eine echte Anbetung Gottes in Geist und Wahrheit erst möglich wird.

Es lohnt sich also, zur Ehre Gottes und zu unserem Heil.

Viele Bilder von Hausaltären lassen sich im Internet finden unter den Begriffen „home altar“, „family altar“ oder „prayer corner“.

 

 

 

Die Zeit kritisiert Kardinal Marx oder vielleicht wirken die Bußpsalmen wirklich?

Francis birds

Schon die Alten (Äsop, Fabel 304) meinten, dass eine Schwalbe keinen Sommer macht, dennoch ist es schön nach dem tiefsten Winter eine Schwalbe beobachten zu können. Da es sich bei Schwalben um Zugvögel handelt, so sind sie im Winter in Europa nicht anzutreffen, wovon die alten „marianischen“ Bauerregeln zeugen:

„Am Tage von Maria Geburt fliegen die Schwalben furt [d.h. fort Red.].“ (8. September)

„Marienverkündigung kommen sie wiederum.“ (25. März)

Kurz und gut: wenn Sie eine Schwalbe sehen, dann ist kein Winter mehr, aber lange noch kein Sommer. Wir haben unsere Bußpsalmen-Gebetsaktion am 20.11.2015 ausgerufen, ohne bis jetzt sichtbare Erfolge zu sehen, denn um unsere, d.h. die deutsche, österreichische oder schweizerische Bischofskonferenzen ist es schlimmer denn je bestellt. Siehe die Reaktionen zu, nach und wegen Amoris Laetitia. Es ist sicherlich schwierig, sowohl im Natürlichen als auch im Übernatürlichen, motiviert zum bleiben, wenn man gar keine Erfolge sieht.

Dennoch scheint sich der Herrscher dieser Welt, d.h. der Teufel, seiner Maskottchen und Marionetten zu entledigen, da vor kurzem die Zeit, das Mainstream-Medium in Deutschland schlechthin, auf das Versagen von Kardinal Marx in einem Mißbrauchsfall aufmerksam machte.[1] Die Zeit macht auch nicht zum ersten Mal auf diesen Fall aufmerksam.[2] Hier also zum Mitschreiben: die Zeit schreibt von dem Super-Dupper-Weltfreundlichen-C-9-Schweinshaxen-Kurienkardinal Marx nicht in höchsten Tönen. Was ist denn passiert? Woher diese Verstimmung? Ist es nicht der erste Schritt zur Bischofsabsetzung nach einem Szenario, das wir von den Bischöfen Mixa und Tebartz-von-Elst schon können. Wann ziehen andere Medien mit? Wann wird in den Mainstream-Medien der „Bauprotz“ des Kardinals: das Münchener Ordinariat zu 130 Millionen und die Kardinalsvilla in Rom für schlappe 10 Milionen Euro thematisiert werden? Ja, diese Zahlen stammen auch aus der Presse, aber sie wurden bislang noch nicht in eine stringente Reihe des Bischofs-Bashing gestellt, weil Kardinal Marx „der Gute“ war und Papst „der barmherzige“ Franziskus ihn mochte. Wann können wir wieder das gesammelte Vorgehen: der FAZ, der Welt, der Bild und der Zeit erwarten? Vielleicht ist die Zeit-Publikation tatsächlich die erste Schwalbe eines neuen Anti-Marx-Kurses?

Von einer ähnlichen Schwalbe kann man bei der Publikation des Wall Street Journals sprechen, wo behauptet wird, dass Franziskus der Führer der Welt-Linken geworden ist. Dies ist natürlich zutreffend und etwas, was ein Blinder mit Krückstock sieht, aber wenn es ausgerechnet die Wall Street Journal publiziert, so geschieht dies nicht von ungefähr. Auch andere englischsprachige Mainstream-Medien sind Bergoglio immer weniger gewogen,[3] Matthias Matussek ist es auf Deutsch ebensowenig.[4] Das, was bisher „verrückte traditionalistische Verschwörungsfanatiker“ behaupteten, dass Benedikts Rücktritt erzwungen worden ist, wird auf einmal von einem italienischen Militärtheoretiker Professor Dottori auf Umwegen bestätigt.[5] Wir sehen jedoch, im Gegensatz zu unseren Freunden von katholisches.info, Benedikt nicht als den „Guten“ und „das Opfer“ an, sondern glauben, dass dieser amerikanische Druck den Teil eines größeren Komplexes darstellte und das Benedikt durch etwas Schwerwiegenderes erpresst wurde als durch das SWIFT-System. Dass aber jetzt überhaupt solche Stimmen hörbar werden, lässt auf einen politischen Umschwung schließen, welcher der Trump-Wahl in den USA geschuldet sein durfte. Viele machen sich auch Sorgen über die Zeit nach Franziskus, der selbst von einer fünfjährigen Regierungszeit sprach.[6] Dies bedeutet nicht, dass der Nachfolger von Franziskus besser sein wird, wenn man auf die Zusammensetzung des Kardinalskollegiums schaut. Dennoch scheint es eine weltweite Wende bezüglich Franziskus und seiner Mannen, wie Marx, zu geben, was uns ermutigen sollte weiterhin die Bußpsalmen auf den Knien zu beten.

Eine Schwalbe macht zwar noch keinen Sommer, aber sicherlich auch keinen Winter. Amen.

[1] http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kardinal-marx-sieht-versaeumnis-in-missbrauchsskandal-leider-erst-im-nachhinein-a2109923.html  http://de.radiovaticana.va/news/2017/05/04/d_marx_%C3%BCbt_selbstkritik_bei_missbrauchskandal/1309964

[2] http://www.zeit.de/2016/36/kardinal-marx-missbrauchsvorwuerfe-deckung http://www.zeit.de/thema/reinhard-marx

[3] http://theweek.com/articles/685573/why-conservative-catholics-think-pope-francis-fraud http://www.latimes.com/world/europe/la-fg-pope-conservatives-2017-story.html https://www.theguardian.com/world/2017/feb/23/pope-francis-better-to-be-atheist-than-hypocritical-catholic

[4] http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-14/artikel/papst-allerlei-die-weltwoche-ausgabe-142017.html http://www.spiegel.de/politik/deutschland/franziskus-und-die-katholische-kirche-der-sponti-papst-a-1143566.html

[5] http://www.katholisches.info/2017/05/ratzinger-von-usa-zur-abdankung-gezwungen-obama-intrige-fuer-den-islam-und-gegen-russland/ http://www.freiewelt.net/nachricht/wurde-papst-benedikt-xvi-von-obama-zum-ruecktritt-gezwungen-10070334/

[6] http://remnantnewspaper.com/web/index.php/fetzen-fliegen/item/3208-the-path-to-rome-and-the-ascendency-of-pope-peter-ii

Wir basteln uns einen Hausaltar (1 von 8) Heilige Räume schaffen

hausaltar

Einführung: Heilige (Privat-)Räume schaffen

Anm. der Red.: Da es sich hierbei um einen theologischen Blog und um keinen Bastel-Blog handelt, so wird den eigentlichen Bastel- und Einkaufstipps zur Errichtung eines Hausaltars eine theologische Einführung vorangestellt. Alle, die mehr am Praktischen interessiert sind, bitten wir um Geduld. Zuerst die Theologie also, dann das Basteln, sonst landen wir im Novus Ordo und dem Kinderbastelkram im Altarraum und das wollen wir doch nicht, gell?

Weiterlesen

Der Reisealtar (4 von 4): Einen Reisealtar „basteln“

gregormesse

Wir basteln uns einen Reisealtar

Da in unserem Leben also es hauptsächlich um Selbstheiligung geht, da wir an fremden Orten geistliche Räume schaffen sollen, so ist es höchst zuträglich auf Reisen nicht nur zu beten, sondern es auch qualifiziert zu tun, indem wir einen Reisealtar aufstellen und davor beten. Zuerst ist es gut das Hotelzimmer mit dem Weihwasser, aus einer Weihwasserflasche zu besprengen, damit wir uns wohl und die Dämonen unwohl fühlen. Da der Schreiber dieser Zeilen auf Reisen oder in Urlaub ebenfalls betet, so hat er sich einen Reisealtar zusammengebastelt, da der Markt nicht derartiges bietet und das, was man antiquarisch erwerben kann entweder zu teuer, zu kitschig oder zu wenig praxistauglich ist. Die meisten Reisealtäre dienen eigentlich dazu, wenn man denn welche finden, davor eine Messe zu zelebrieren und nicht davor zu beten. Deswegen fand der Schreiber dieser Zeilen im Laufe der Jahre mehrere Bestandteile, welche zusammengesetzt ihn einigermaßen ästhetisch befriedigen. Es ist noch nicht vollkommen, aber besser als nichts. Der Reisealtar sieht wie folgt aus (ja, abgenutzt, weil benutzt):

Weiterlesen!

Der Reisealtar (3 von 4): Geistlicher Raum und Heilsegoismus

gregormesse

Geistlichen Raum schaffen

Wenn man betet, dann schafft man an dem betreffenden Ort einen geistlichen Raum. Dies ist wörtlich zu verstehen. Alle unsere Gebete, Opfer, Sühnehandlungen etc. bleiben am Ort, an dem sie erbracht wurden, sozusagen stehen. Dies ist eine weitverbreitete Erfahrung der sakralen Atmosphäre in alten Kirchen auch in solchen, welche leider in den letzten Jahrzehnten desakralisiert wurden. All die Hl. Messen, die Beichten und all diese Gebete sind immer noch an diesem Ort vorhanden und strahlen nach wie vor eine Heiligkeit aus. Aber auch in privaten Räumen merkt man, vielleicht nicht jeder, manche aber schon, wer dort wohnt und wie und ob er dort betet. Diese Erfahrung kann man machen, wenn man verschiedene Klosterzellen oder Wohnungen von Priestern „visitiert“. Mal ist es Licht und Klarheit, mal eine verdorrte Trockenheit, ein stehender Staub. Wenn Sie also am Ort, an dem Sie wohnen, beten oder viel beten, dann schaffen Sie dort einen geistlichen Raum, der dableibt, auch wenn Sie wegziehen. Manche Menschen werden davon angezogen, manche fortgetrieben. Als der Schreiber dieser Zeilen seine Wohnung verkaufte, so war einer der Kaufargumente der Käuferin dieser, dass sie an diesem Ort eine „positive Atmosphäre“ spürte und sich fragte, wer wohl darin wohnte. Da sie eine Künstlerin war und ist, so hatte sie ein Gespür für diese Dinge, obwohl der Schreiber dieser Zeilen, als er in dieser Wohnung lebte, noch viel weniger geistlich fortgeschritten war als er jetzt ist, da er damals weder die Tridentinische Messe noch die Alten Breviere kannte.

Weiterlesen!

Der Reisealtar (1 von 4): Das Reisen an sich

gregormesse

Das Reisen an sich

Der Schreiber dieser Zeilen verreist ungern. Er tut es deswegen ungern, da, wie er erfahren hatte, dass die benediktinische stabilitas – die Stabilität oder Beständigkeit – die Grundlage des geistlichen Lebens bildet. Es ist nicht nur die stabilitas loci, die Stabilität des Ortes, was man wirklich sehr frei als einen festen Wohnsitz übersetzen könnte, es ist auch die stabilitas vitae, die Stabilität des Lebens, womit die Beständigkeit der Abläufe des Alltags gemeint ist. Es ist die Routine, es ist der Rhythmus, es sind diejenigen Gewohnheiten, welche automatisiert uns überhaupt ein intellektuelles oder geistliches Leben ermöglichen, weil durch den Automatismus das Nachdenken über diese Tätigkeiten und der damit verbundene Stress wegfällt, der immer dann auftritt, wenn man es mit etwas Manuell-Neuem zu tun hat. Wenn Sie zum ersten Male operieren, sticken, kitesurfen, klettern, tanzen oder irgendetwas Manuelles tun, dann sind Sie zumindest nervös und außerordentlich damit beschäftigt diesen Bewegungsablauf zu koordinieren. Daher die Notwendigkeit der Wiederholung, Wiederholung und Wiederholung, damit dieser Bewegungsablauf sitzt und Sie ihn automatisch ausführen können. Deswegen legten die frühesten Apothtegmata, die Sprüche der Wüstenväter, eine manuelle Handarbeit nahe, wie das Flechten von Körben, bei welcher man automatisch handwerklich arbeitet und dabei beten und meditieren kann. Deswegen schreiben auch die Mönchsregeln, besonders die benediktinische Regel, die Handarbeit vor, was wirklich wörtlich gemeint ist. Sie sollen mit ihren Händen etwas hervorbringen. Deswegen ist das Abschreiben von Büchern Handarbeit, aber das Schreiben von Büchern nicht. Warum? Weil, während Sie schreiben, Sie an nichts Anderes, als das, was Sie gerade schreiben, denken können. Das Tippen verläuft schon automatisch, das Nachdenken darüber, was man gleich oder gleichzeitig eintippen wird, nicht. Das Schreiben ist immer eingleisig, das Abschreiben nicht, Sie können einen beliebigen Text abtippen und an etwas Anderes denken, wenn Sie beim Eintippen geschickt genug sind. Gute Sekretärinnen von damals, in der Zeit als noch nicht jeder das Eintippen beherrschte, konnten gleichzeitig eintippen, Musik hören und sich mit einer andern Sekretärin über den Büroalltag unterhalten. Und was hat das mit dem Beten zu tun? Dass Sie bei automatisierten Vorgängen gleichzeitig beten können, weil Sie das Manuelle intellektuell nicht in Anspruch nimmt. Daher die Empfehlung der Handarbeit.

Weiterlesen!

Die „Matrix“ der Kirche ernähren

padua baptistery

Besessenheit und die Argumente ex contrario

Wie ein erfahrener Exorzist ist einmal sagte, ist die Besessenheit der Einen eine große Chance für die Anderen. Warum? Weil durch die Aussagen der Besessenen die Strategie der Dämonen, die in ihnen stecken, erkennbar wird, wenn man ihre Aussagen der Umkehrschluss (ex contrario) interpretiert. Wenn also ein Besessener beim Anblick von Reliquien schreit: „Ich hasse diesen Gestank“, so ist davon auszugehen, dass es sich um echte Reliquien handelt, die von einer Person stammen, die zu Ihren Lebenszeiten tatsächlich der Tempel des Heiligen Geistes war (1 Kor 3,16). Wie sagte doch die Heilige Schrift:

„Denn wir sind Christi Wohlgeruch für Gott unter denen, die gerettet werden, wie unter denen, die verlorengehen. Den einen sind wir Todesgeruch, der Tod bringt; den anderen Lebensduft, der Leben verheißt. Wer aber ist dazu fähig?“ 2 Kor 2,15-16

Auch im Alten Testament spricht die Schrift vom Wohlgeruch des Opfers oder vom Wohlgeruch der Frömmigkeit.

Angelologie – eine verkannte, praktische Wissenschaft

Was aber ein Mensch per Analogieschluss oder durch das diskursive Denken erkennen kann, das fasst ein Engel, auch ein gefallener Engel, intuitiv auf. Über die Art und Weise, wie die Engel die göttliche aber auch irdische Wirklichkeit auffassen, schreibt umfassend und abstrakt der heilige Thomas von Aquin. Seine Engellehre – Angelologie – ist in den Quaestiones 50-64 der Prima der Summ. Theol. enthalten, wobei von der Erkenntnis der Engel die Quaestiones 54-58 handeln.[1] Diese Ausführungen sind recht umfangreich und erfordern viel Vor- und Nachbereitung. Wir werden dennoch auch zu diesem Thema etwas publizieren. Man kann es auch selbst in der Zwischenzeit in der Bibliothek Kirchenväter nachlesen, wobei für die Genauigkeit der Übersetzung von uns keine Verantwortung übernommen wird.[2]

Seit längerer Zeit, denn wahrscheinlich seit den Anfängen der Scholastik, wird den Theologen vorgeworfen, dass sie sich mit so unnützen Themen wie Angelologie abgeben und über beispielsweise über Fragen nachdenken, wie viele Engel sich am Ende einer Nadelspitze befinden können. Mit dieser Frage hat sich auch der Physiker Andreas Sandberg beschäftigt und seine Antwort lautet, dass die Anzahl der Engel 8.677 · 1049 beträgt, die kritische Engelmasse hingegen 3.8807 · 10-34 kg. Alles natürlich unter der Voraussetzung, dass

(1) es Engel gibt,

(2) diese sich materialisieren können und

(3) die Materie in Energie umgewandelt werden kann.

Der lesenswerte Aufsatz, der beweist, dass bestimmte Fragestellungen auch über die Scholastik hinaus nicht nur die Theologen faszinieren können, ist im u.a. Link einzusehen.[3] Die Theologie sagt, dass sich zwar bei den Engeln um geistliche Wesen handeln, diese aber doch tatsächlich Einfluss auf die Materie haben. Wie dies genau passiert liegt im Bereich einer opinio theologica und nicht des Lehramtes und deswegen wollen wir vorerst nicht dazu Stellung nehmen.

Warum ist Angelologie so interessant? Weil all ihre Erkenntnisse auf die gefallenen Engel, deren Engelsnatur sich ja nicht gewandelt hat, angewendet werden können. Deswegen wird diese theologische Disziplin dermaßen stark verlacht und zwar nicht nur nach dem letzten Konzil, weil die gefallenen Engel, sprich die Dämonen, die ja die Menschen inspirieren können, nicht erkannt werden wollen. Denn würde man ihr Wesen und ihr modus operandi erkennen, so könnte man sich gegen sie besser wehren. Da einerseits verschiedene Engels-oder „Wesenheiten“-Erscheinungen in der Esoterik und im Okkulten zum Alltag gehören, andererseits sehr viele Privatoffenbarungen, wie die von Gabrielle Bitterlich, von Engeln, leider den falschen, inspiriert wurden, so tut eine gute katholische Angelologie wirklich Not. Sehr viele Menschen, die von der Esoterik zum Christentum kommen, haben in der Kirche keine Ansprechpartner, da die durchschnittlichen Geistlichen an keine Engel glauben und diejenigen, die an sie glauben keine theologische Untermauerung ihrer Ansichten geben können. Da es leider die gefallenen Engel tatsächlich gibt, so haben sie seit vielen Jahrhunderten dafür Sorge getragen, dass sie unerkannt bleiben. So bekommt man einerseits in den deutschsprachigen Ländern nirgendwo eine katholische und rechtgläubige Angelologie gelehrt, wo anderes auch nicht, andererseits kann man auch nirgendwo sich augenscheinlich von der Existenz der gefallenen Engel überzeugen, da es seit 1976 (Fall Klingenberg) in Deutschland praktisch keine Exorzismen mehr gibt. Wenigstens offiziell nicht und wie es in offiziell aussieht, entzieht sich unserer Kenntnis.

Da es in Italien und in Polen in jeder Diözese mindestens einen Exorzisten gibt und diese Priester ab und zu die Aussagen der Dämonen, welche interessanterweise gleich oder ähnlich lauten, veröffentlichen, so erschließt sich aus diesen Publikationen eine bestimmte Strategie des Bösen, welche in der letzten Zeit recht erfolgreich ist. Zu dieser Strategie werden wir noch einiges schreiben. Aber kurz und gut: da, wo der Dämon am lautesten schreit und sich wehrt, da ist auch die meiste Heiligkeit vorhanden.

Die „Matrix“ der Kirche

Leider ist der deutschsprachige Leser, der weder Italienisch noch Polnisch lesen kann, von dieser interessanten Wissensquellen, d.h. der Aussagen der Besessenen, getrennt, welche einfach nur das, als eine spezielle Form der Privatoffenbarungen bestätigen, was die Theologie schon längst weiß. Und wie lautet diese Lehre: Je mehr Gebet, Opfer, Sühne und Heiligkeit, desto mehr wird die Kirche – „das Licht der Völker“ – genährt. Diese „Nahrung“ stellt den Gnadenstrom, welcher der irdischen und kämpfenden Kirche seitens der himmlischen und triumphierenden Kirche zuteilwird. Denn unser Opfer steigt wie Weihrauch zu Gott auf und erbittet uns bestimmte Gnaden. Diese ganze Fülle befindet sich natürlich bei Gott, aber wird sie nicht „abgezapft“, so bleibt sie unnütz. Warum? Weil uns Gott den freien Willen gegeben hat und wenn wir nicht beten wollen, dann tun wir es auch nicht. Fällt das Gebet oder das wahre Opfer der Messe aus, dann erhält die Kirche und durch sie die Welt immer weniger Gnaden und Licht. Und alles versinkt in Chaos und Dunkelheit. Wo ist man vor dieser Dunkelheit sicher? Innerhalb der institutionellen, katholischen Kirche, welche eine vollkommene und hierarchische Gesellschaft (societas perfecta et hierarchica) ist. Aber dieser irdische Leib Christi muss auch genährt werden und zwar durch die Heiligkeit ihrer Glieder, welche für die Anderen bitten. Dies ist die eigentliche und wichtigste Aufgabe der Orden und daher müssen die Ordensleute viel heiliger als die Weltmenschen sein. Damit ihr Gebet erhört wird.

Aussagen eines vermeintlich Besessenen

Interessanterweise kann man dieselbe Lehre von der „Ernährung der Kirche“ ein wenig über einen Umweg doch aus dem Mund der Dämonen vernehmen. Wie denn? Können wir hier einen Exorzismus veröffentlichen? Nein, aber die Aussagen eines höchst wahrscheinlich Besessenen. Es gibt nämlich einen ehemaligen Mönch und Priester, der sein Amt aufgegeben und sich der Esoterik zugewandte. Sein Benehmen und seine Aussagen lassen darauf schließen, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach besessen ist. Die Sicherheit diesbezüglich würde ein Exorzismus geben, der unsererseits online natürlich nicht durchführbar ist. Woher wollen wir also von seiner vermeintlichen Besessenheit wissen? Weil er genau diejenige Erkenntnis der Wirklichkeit besitzt, welche der hl. Thomas von Aquin den Engeln zuordnet. Nicht diskursiv, sondern intuitiv. Wir werden die Quelle seiner Aussagen hier nicht angeben, aber seine Statements sind sehr interessant, wenn man sie per Umkehrschluss deutet.

So behauptet der Ex-Priester, dass die Menschen durch die Taufe in der Kirche, wie in einem Netz gefangen sind, wie die Fische, welche aus dem Meer ans trockene Land gehievt werden. Dies ist eine theologisch wahre Aussage, obgleich aus der dämonischen Perspektive dargestellt. Das Meer steht im Buch der Offenbarung für den Bereich des Teufels (z. B. Off 13,1), aber auch das Rote Meer wird von den Kirchenväter als das Reich des Satans gedeutet. Nach der katholischen Lehre wird der Mensch tatsächlich durch die Taufe der Gewalt des Teufels entrissen, sodass das Herausziehen des Fisches aus dem Meer ein guter Vergleich ist. Dass der Fisch (ichthys) schon in der Katakumbenzeit für die Christen stand, ist allen bekannt. Dass die Christen durch die Taufe aus der Dunkelheit des Meeres in das Reich des Lichtes emporgezogen worden sind, ist im Neuen Testament zu lesen (Eph 5, 8-9; Kol 1,12; 1 P 2,9 u.a.). Es stimmt also alles und auch wenn der Teufel lügt, so sagt er die Wahrheit. Des Weiteren sagt dieser Ex-Mönch, dass durch die Taufe „das dritte Auge“, welche den Einblick ins Übersinnliche ermöglicht, geschlossen wird. So direkt sagt es die Kirche zwar nicht, sie spricht von der Erleuchtung für die göttliche Wirklichkeit, aber wo Eines erleuchtet wird, da wird das Andere geblendet und es erblindet. Daher verschwinden bei vielen Menschen mit okkulten Gaben die Letzteren nach der Bekehrung oder Taufe. Und wodurch erhält man „das dritte Auge“ wieder? Wir ahnen es schon: durch die Besessenheit, durch welche die gefallenen Engel den Menschen ihre Erkenntnis mitteilen. Und so entstehen die paranormalen Phänomene, wie Geistheilung, Telekinese, Telepathie, Out of Body-Experience etc.

Wir werden die Aussagen dieses Ex-Priesters noch in anderen Beiträgen kommentieren, an dieser Stelle wollen wir noch anfügen, dass er die Kirche mit der „Matrix“ vergleicht. All denen, die diesen sehenswerten Film nicht gesehen haben, sei gesagt, dass er eine virtuelle, herrschende Wirklichkeit zeigt, welche durch lebendige Menschen am Leben gehalten wird. „Die Kirche“, so der Ex-Mönch, „ist eine Matrix und sie muss am Leben gehalten werden“. Das ist richtig und gut erkannt. Der hl. Paulus schreibt ja:

„Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt. Ich diene der Kirche durch das Amt, das Gott mir übertragen hat, damit ich euch das Wort Gottes in seiner Fülle verkündige, jenes Geheimnis, das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war. […] Ihn verkündigen wir; wir ermahnen jeden Menschen und belehren jeden mit aller Weisheit, um dadurch alle in der Gemeinschaft mit Christus vollkommen zu machen. Dafür kämpfe ich unter vielen Mühen; denn seine Kraft wirkt mit großer Macht in mir.“ (Kol 1, 24-29)

Ja, wir können alle die Kirche durch unser Beten, Leiden und Wirken am Leben erhalten, denn Gott wirkt durch Menschen. Wie wir hier öfters schreiben, ist durch die Verkleinerung des Gebetspensums die geistliche Speise für die Stände der Kirche weggebrochen, was, wie wir jetzt sehr deutlich sehen können, zur absoluten Verblendung der Hierarchie geführt hat. Und so führen Blinde – die Geistlichen – die Blinden – die Gläubigen. Sicherlich stürmen auf uns alle täglich verschiedene Eindrücke oder Informationen ein, die wir aber im göttlichen Licht unterscheiden können, wenn wir zu diesem Licht Zugang haben. Und früher ist es auch nicht anders gewesen. Nur ein wirklich gut ausgebildeter Philosophiehistoriker kann sagen, aus welcher Fülle an negativ-heidnischen Wissen, welches nicht nur ein intellektuelles, sondern auch ein geistlichen Wissen darstellte, und Konstrukten der hl. Thomas von Aquin, aber auch andere Scholastiker, ihre reine und heilige Lehre entwerfen und weitergeben konnten. Warum gerade sie? Weil sie im Gnadenstand waren und sich vom göttlichen Licht nähren konnten. Die eucharistische und sonstige Frömmigkeit des Aquinaten ist ja bekannt. Denn außer dem Göttlichen gibt es das Dämonische leider auch. Es ist sehr intelligent und kann gut verführen. Aber manchmal sagt es, wie im Falle dieses Ex-Mönchs, auch per Umkehrschluss die Wahrheit und zeigt uns den richtigen Weg, worüber wir uns freuen. Wir sollen also daran denken, dass durch unsere „privaten“ Gebete und eigentlich sind keine Gebete privat, die Kirche, als die göttliche Matrix, tatsächlich genährt wird. Und da zurzeit so viel Sünde und Dunkelheit herrscht, so müssen wir es, so gut wir können, es herausreißen, bspw. durch das Beten des Kreuzweges in der Fastenzeit.

[1] Also Summ. Theo. I, q. 54-58.

[2] http://www.unifr.ch/bkv/summa/kapitel55.htm

[3] http://www.aleph.se/Nada/Angels/angels.pdf

Bischofsperlen: Bischof Schick geht joggen

Saint-Nicholas-With-The-Three-School-Children-And-A-Carthusian-Monk

Da die Fortsetzung unserer Acedia-Reihe noch auf sich warten lassen wird, so wollen wir wieder eine kleine Bischofsperle publizieren, um unsere Leser bei der Stange zu halten. Es ist wieder eine Perle der Kategorie Light, für die Kategorie „gewichtig“ werden wir uns den Aussagen von Kardinal Marx widmen, dennoch Bischofsperle ist Bischofsperle. Wie die Medien berichten, sowohl die weltlichen als auch die katholisch-lobhudlerischen geht Bischof Schick von Bamberg, im Alter von 66 Jahren, jeden Tag um fünf Uhr eine halbe Stunde joggen, wobei er so schnell läuft, dass ein jüngerer Sportreporter Mühe hatte den Bischof einzuholen. Der Morgen des Bischofs sieht wie folgt aus:

  1. Joggen
  2. Duschen
  3. Kaffetrinken
  4. Beten[1]

Die kna, die selten gelesene Nachrichtenagentur mit einem Budget von 2 Milionen Euro pro Jahr, weiß außerdem noch zu berichten:

Nicht fehlen durfte hinterher [im bischöflichen Palais] dann das Bild der erzbischöflichen Laufschuhe. Nicht nur die morgendlichen Jogging-Runden durch die Bamberger Altstadt verlangen von dem Sportabzeichen-Träger und bekennenden Fan des 1. FC Nürnberg Ausdauer, sondern auch sein Terminkalender. Der nämlich ist immer gut gefüllt, dank des großen Erzbistums und der weiten Welt.[2]

Ja, was wollen wir denn? Ist das nicht eine gute Nachricht? Ein Bischof, aber sportlich, weltoffen, dialogbereit, etc. etc. Würde es sich um einen Beitrag in der Men‘s Health handeln zum Thema: „Meine tägliche Laufeinheit“, dann könnte der Bischof mit gutem Beispiel sportlich vorangehen. Aber bei unserem Blog geht es um das innere Leben und die Theologie. Was ist die erste Amtshandlung eines Geistlichen? Wann ist die Seele am aufnahmefähigsten? Wo ist sie noch vom Schlaf benommen, aber neuer Eindrücke ledig? Wann haben die Ordensleute ihre Betrachtung zu machen? Jawohl, am Morgen und zuerst am Morgen. So wurde es in jedem Priesterseminar, in jedem Noviziat und bei allen Exerzitien gelehrt. Der Schreiber dieser Zeilen ging auch morgens zuerst joggen, obwohl nicht täglich, manchmal auch eine halbe Stunde, manchmal auch mehr. Er stellte aber fest, dass ohne das morgendliche Gebet er irgendwie gereizt und unausgeglichen war, auch wenn das Gebet nach dem Joggen und nach dem Frühstück folgte. Man kann sich dann zwar etwas besser konzentrieren, aber die geistliche Aufnahmefähigkeit ist wirklich schlechter. Deswegen gleich nach dem Aufstehen und Duschen, falls dieses Detail erwähnt werden muss und danach sogleich beten. Man lädt sich auf und erhält Inhalte über die man zum Beispiel beim Joggen oder im Auto oder Bus zur Arbeit nachdenken kann. Bei vorkonziliaren Brevieren sind es wirklich viele Inhalte, die man den ganzen Tag lang mit sich herumträgt. Deswegen ist auch das erste Gebet, die Matutin, falls man sie als erstes Tagesgebet betet, das längste. Im Falle des Tridentinischen Breviers dauert es 40 Minuten beim zügigen Lesen, die Meditationszeit nicht eingeschlossen. Ja, das ist recht viel und das Joggen kann dann, besonders im Winter zu kurz kommen. Man wird aber geistlich und intellektuell bereichert und gibt weniger Plattitüden von sich. Denn was hatte Bischof Schick bei der Silvesterpredigt zu sagen:

„Familie hat in unserer Gesellschaft nicht den Stellenwert, den sie haben müsste“, sagte er am Silvesterabend im Bamberger Dom.

Er rief die Politik auf, Familien beim Steuerrecht und bei den Rentenansprüchen besser zu berücksichtigen. Auch im Arbeitsrecht müsse mehr Rücksicht auf Familien genommen werden. Im Grundgesetz werde die Familie unter den besonderen Schutz des Staates gestellt, weil sie für die Gesellschaft einzigartige Bedeutung habe.


„Ohne Familie ist kein Staat zu machen“

„Dem muss die Politik auch heute entsprechen, denn ohne Familie ist kein Staat zu machen“, sagte Schick. Ein großes Anliegen sei ihm die Besserstellung kinderreicher Familien. „Kinderreichtum darf kein Armutsrisiko bedeuten“, sagte Schick und fügte hinzu: „Die Politik muss sich mehr anstrengen, um Ehe und Familie zu unterstützen, muss Vertrauen in sie setzen und die entsprechenden Entscheidungen treffen.“

Jede Familie solle ein Ort der Liebe, der Freude, des Wohlwollens und des Wohlbefindens, der Solidarität und der Hilfsbereitschaft sein, sagte der Erzbischof. Dazu brauche jede Ehe und jede Familie auch Barmherzigkeit und Vergebung. Ohne Versöhnung, die die Anerkennung, Böses getan und Gutes unterlassen zu haben, voraussetze, könne ein Familienleben nicht bestehen. Der Unschuldswahn in der heutigen Gesellschaft sei ein großes Problem.[3]


Bevor wir hier noch fragen, was ein „Unschuldswahn“ ist und warum es wahnsinnig ist unschuldig zu sein oder sein zu wollen, brechen wir lieber ab. Handelt es sich hier um eine Homilie, also um eine theologische Vertiefung des Wortes Gottes und die Darstellung der Lehre der Kirche oder um eine politische Rede an einem CDU, SPD, Grüne […beliebig einsetzen]- Parteitag? Schreibt Bischof Schick seine Texte selber? Oder werden sie ihm von dem großen Gleichstellungszentrale zur Verfügung gestellt? Es fehlt noch der Gedanke über den notwendigen Weltfrieden, wie bei jeder Misswahl, siehe den Film „Miss Undercover“ mit Sandra Bullock[4] und die Aufforderung zur Rettung der Wale. Für alle, die diesen Film nicht kennen, geht es in dieser Szene darum, dass die Kandidatinnen bei einer Miss-Wahl dem Publikum diesen Auftritt präsentieren, welches das Publikum erwartet. Das Publikum erwartet von einer Miss-Kandidatin, dass sie nett, hübsch, dümmlich ist und über den Weltfrieden spricht und dementsprechend sprechen die Kandidatinnen vom Wunsch nach Weltfrieden. Bei den deutschsprachigen Bischöfen gibt es seit mindestens 50 Jahren eine Miss-Wahlen-Mentalität es der Politik nach dem Mund zu reden, jedoch aber so, dass es in den Medien „mutig“ rüberkommt. Politisch korrekter geht es kaum, langweiliger und platter auch nicht. Hat man nichts zu sagen, dann liest man Zeitungen, um sich danach zu richten, was die Menschen gewohnt sind, um ihnen das Gewohnte zu präsentieren.

Denn jahrzehntelanges zuerst Joggen und am Ende beten, wahrscheinlich auch weniger als eine halbe Stunde, hinterlässt doch seine Spuren. Nicht wahr, Herr Bischof Schick? Wir beten trotzdem für Sie, die Sie der „gewissermaßen Außenminister der katholischen Kirche Deutschlands“ sind, wie Sie schön die kna bezeichnet.[5] Bisher wussten wir zwar nicht, dass es eine katholische Kirche Deutschlands gibt, wir dachten immer, dass es sich um die römisch-katholische Kirche in Deutschland handelt, aber die kna weiß es sicherlich besser und ganz offen kann sie ja noch nicht über die deutsch-katholische Kirche Deutschlands schreiben, im Sinne der Weg-von-Rom-Bewegung mit denen die deutschen Bischöfe naaatüüürlich nichts zu tun haben. Die „katholische Kirche Deutschlands“ ist eine Regierung mit einem eigenen Außenminister und der ist Bischof Schick, der täglich am Tagesanfang eine halbe Stunde joggt. Gut, dass wir jetzt Bescheid wissen.

[1] http://www.donaukurier.de/lokales/hilpoltstein/Joggen-Um-5-Uhr-joggt-der-Bischof;art596,3164272

[2] http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/der-dauerlaufer#

[3]http://www.infranken.de/regional/bamberg/Erzbischof-Schick-will-Vertrauen-in-die-Familie-staerken;art212,1490862

[4] Hier das englische Original https://www.youtube.com/watch?v=B1ZOWwW2agQ Und hier die deutsche Version: https://www.youtube.com/watch?v=AfhVRAA4oGM

[5] http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/der-dauerlaufer