Tradition und Glauben

Offener Brief an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Hl. Katholischen Kirche; Gesamttext, Teil 2.3

Der vorliegende Abschnitt stellt etwas dar, was der Amerikaner the Hall of Shame nennt, zu Deutsch in etwas die „Halle der Schande“. Es werden hohe kirchlichen Würdenträger von Kardinal abwärts aufgeführt, die sich skandalös und meistens sodomitisch gebaren und dennoch oder gerade deswegen von Bergoglio in Amt gelassen und manchmal befördert werden. Es gibt keine Scham und keine Konsequenzen. Recht hat Ann Barnhardt, wenn sie schreibt, dass „die sodomitischen Prälaten in der Antikirche in kostbares Wirtschaftsgut“ sind.  Warum das aufzählen? Um zu beweisen, dass von Bergoglio gerade diejenigen Geistlichen gefördert werden, die in Wort und Tat die kirchliche Lehre leben oder anders ausgedrückt die oben inkriminierten Häresien existentiell umsetzen. Ja, Franziskus begeht Häresie und such sich dazu die entsprechende Gesellschaft. (B) Papst  Franziskus‘ öffentliche Aktionen, die eine Ablehnung der Glaubenswahrheiten anzeigen In ihrem offensichtlichen Sinn verstanden, sind die oben aufgezählten Äußerungen häretisch. Das wurde für viele von ihnen in der „Filial Correction“ die Papst Franziskus zugesandt wurde und in der theologischen Beurteilung von Amoris Laetitia, die dem Kardinalskollegium von 45 Katholischen Gelehrten übermittelt wurde. Diese Äußerungen sind jedoch nicht der einzige Beweis für das öffentliche Festhalten von Papst Franziskus an der Häresie. Es ist möglich, einen Glauben sowohl in Taten als auch in Worten zu zeigen. Das Kanonische Recht hat immer non-verbale Äußerungen als Häresien anerkannt, so wurde z.B. die Weigerung vor dem Allerheiligsten Sakrament zu knien, als Beweis für den Unglauben an die Lehre der Realpräsenz gewertet. Non-verbale Aktionen können in sich selbst den Glauben an eine Häresie anzeigen oder das in Verbindung mit mündlichen und schriftlichen Äußerungen tun. In letzterem Fall liefern sie einen Kontext, der klar macht, daß die fraglichen mündlichen und schriftlichen Äußerungen in häretischem Sinn zu verstehen sind. Eine große Anzahl der öffentlichen Aktionen des Papstes haben den Glauben an diese oben aufgelisteten Häresien auf...

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Offener Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche – Einleitung

Aus aktuellem Anlass wollen wir hier in Abschnitten den offenen Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche veröffentlichen, in welchem 20 Gelehrte Bergoglio der Häresie anklagen und katholische Bischöfe um Intervention bitten. Dass Bergoglio formelle Häresien begeht, schreiben wir hier seit 2015, sodass es nichts Neues ist. Schauen wir uns den Verlauf des Widerstandes an: 2015 Offener Brief des emeritierten Erzbischofs Jan Pawel Lenga von Karaganda, Kasachstan Februar 2016 Interview mit Bischof Athanasius Schneider April 2016 Aussagen von Kardinal Brandmüller Mai 2016 Interview von Kardinal Burke September 2016 Brief der 45 November 2016 Wir klagen an von The Remnant November 2016 Dubia der vier Kardinäle November 2016 Correctio filialis de haeresibus propagandis Wir haben es also bei dem jetzigen offenen Brief mit der dritten Initiative zu tun, bei der Franziskus öffentlich der Häresie angeklagt wird. Die erste Initiative stellte der Brief der 45 aus dem Jahre 2016 dar, die zweite die Correctio filialis aus dem Jahre 2017. Von einzelnen Initiativen und Unterschriftenaktionen abgesehen, ist dies alles, was bisher vorgefallen ist. Die Dubia der Kardinäle waren nur Zweifel, auf die Bergoglio nicht geantwortet hat. Während aber die bisherigen Aktionen den Sachverhalt der formellen Häresie darstellten, stellt dieser neben einer neuen Darstellung den Appell an die katholischen Bischöfe dar etwas zu unternehmen. Die Anzahl der im jetzigen offenen Brief vorgestellten Häresien könnte sicherlich noch erhöht werden, da wirklich kaum ein Tag vergeht, an dem der Antipapst Franziskus keine von sich gibt. Aber die Autoren verbleiben bei sieben. Es ist natürlich recht mühselig den kritischen Apparat darzulegen, um eine Häresie wirklich nachzuweisen, denn schon eine ist eine zuviel. Diejenigen, die an dieser Thematik mehr interessiert sind, verweisen wir zur englischen Ausgabe von Denzinger-Bergoglio,  einer spanischsprachigen Initiative, welche schon von Anfang des Bergoglio-Pontifikats angefangen hat, seine theologischen Irrtümer zusammenzutragen, welche mittlerweile auf 160 angewachsen sind....

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (13 von 20). Autoritäten über den häretischen Papst.

In den vorigen Beiträgen haben wir dargelegt, warum die Geistlichen nichts gegen die Häresien von Bergoglio unternehmen. Jetzt kehren wir wieder zu den Aussagen der theologischen Autoritäten zurück, welche über den haereticus papa schreiben. Der nächste Theologe, der sich, nach Suarez, Gedanken über eine Möglichkeit eines häretischen Papstes machte, war der hl. Robert Bellarmin SJ (gest. 1621), der in seiner vielzitierten Aussage folgendes schreibt: „Ein Papst, der ein formeller Häretiker ist, hört per se auf ein Papst und das Haupt der Kirche zu sein, da er sogleich aufhört ein Christ und ein Mitglied der Kirche zu sein. Aus diesem Grund kann er verurteilt und von der Kirche bestraft werden. Das ist vereinbar mit der Lehre aller Väter, welche lehrten, dass formelle Häretiker automatisch jegliche Jurisdiktion verlieren.“ (hl. Robert Bellarmin, De Romano Pontifice II, 30).[1] Auf diese Art und Weise schlägt Bellarmin mehrere Fliegen mit einer Klappe: zwar darf ein Papst als Papst von niemanden gerichtet werden, wenn er aber ein formeller Häretiker wird, hört er sogleich auf Papst zu sein, wie alle formellen Häretiker jegliche Kirchengewalt verlieren, so auch ein häretischer Papst, als Nicht-Papst kann er gerichtet werden, da er sich selbst seines Amtes enthoben hat. Ferner lesen wir bei Bellarmin:    „So wie es erlaubt ist, dem Papst zu widerstehen, der den Leib angreift, so ist es auch erlaubt ihm Widerstand zu leisten, wenn er Seelen angreift oder die bürgerliche Ordnung zerstört, vor allem aber, wenn er versucht, die Kirche zu zerstören. Ich behaupte also, dass es erlaubt ist, ihm [dem Papst] zu widerstehen, indem man seinen Befehlen nicht gehorcht und seinen Willen behindert. Es ist jedoch verboten, ihn zu richten, zu bestrafen oder zu entthronen, da dies die Handlungen sind, die der Obrigkeit zustehen“ (Bellarmin, De Romano Pontifice, II.29). Die Aussage ist wohl klar: weil der Glauben und das Seelenheil das höchste...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (12 von 20). Woher dieser Abfall oder die materielle Sünde.

Der nächste Grund für die jetzige Ungeistlichkeit, Verblendung und Feigheit unserer Hirten ist das Leben in der Sünde, auch in der materiellen Sünde.   Was ist materielle Sünde?   Sie tun etwas, was verboten ist, ohne zu wissen, dass es verboten ist. Eine materielle Sünde ist niemals eine schwere Sünde, weil die willentliche Zustimmung fehlt, aber es ist dennoch eine Sünde und zwar eine lässliche Sünde. Wenn man sich den Zustand unserer lieben Geistlichen bei Lichte ansieht, so sündigen die meisten schwer und zwar formell, wie die DBK durch die Einführung der Kommunion für Ehebrecher und Protestanten. Die meisten Priester sündigen durch ihre heterosexuellen und homosexuellen Konkubinate, durch vorgebrachte Häresien, durch Unglauben und was noch dabei anfällt. Aber sehr viele sündigen durch materielle Häresien aus denen leider die nachkonziliare Theologie besteht. Man lernt im Studium wenn nicht strikte Häresien, dann doch der Häresie nahe Aussagen, man wiederholt diese, weil man glaubt orthodox zu sein und schadet den Seelen, die man zu leiten hat. Es ist, als würden Sie im guten Willen Gift verabreichen. Die Menschen würden krank werden und sterben, Sie wüssten aber nicht warum. Die Geschichte der Medizin ist voll solcher Fälle, wo man Gift – wie Quecksilber bei Syphilis – verabreichte in der Überzeugung zu heilen.  Hatte man die Absicht zu schaden? Nein. Hatte man objektiv geschadet? Ja. Im Gegensatz zur Medizin sind die Nachwirkungen der theologischen Gifte langsamer ersichtlich, weil kaum jemand heutzutage der Meinung ist, dass Meinungen etwas verursachen und wirken und schon gar nicht theologische Ansichten. Dies ist falsch, weil Verfälschung des Glaubens qua Häresie nicht nur zeitliche, sondern auch ewige Folgen hat. Aber kehren wir zu materiellen Sünden zurück. Eine materielle Sünde ist eine leichte Sünde, sollte die Materie auch schwer sein. Welche Wirkungen haben leichte Sünden? Die Moraltheologie lehrt: „Sie disponieren zu schweren...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (11 von 20). Woher dieser Abfall oder das abnehmende Brevier.

Sicherlich wird fast allen unseren Lesern die im letzten Beitrag vorgestellte Lehre von den Wirkungen der Sakramentalien neu sein. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) wusste es auch nicht, denn niemand hat es ihm gesagt, obwohl er Theologie studierte. Er konnte also aufgrund seines Nichtwissens gezielt keine aktuellen Gnaden erbeten. Dennoch stellte er fest, dass er durch das Beten des Alten Breviers spirituell sehr schnell fortgeschritten ist. Dazu aber später. In dieser Lage, wie es DSDZ war, sind wohl 99% aller Priester und Ordensleute. Sie wissen nicht, wie man mehr aktuelle Gnaden erhält, die meisten wissen nicht mal, dass es aktuelle Gnade gibt. Es gibt aber durchaus Personen des geistlichen Standes, die um ihre eigene Heiligung bemüht sind, dennoch irgendwie nicht weiterkommen. Warum? Weil die nachkonziliaren Sakramentalien dermaßen geändert worden sind, dass sie entweder gar keine oder kaum aktuelle Gnade vermitteln. Wie will man das beweisen? Novus Ordo Sakramente ungültig? Durch die Auswirkungen der Konzilsreformen und den jetzigen Zustand unserer Geistlichkeit. Unter vielen traditionellen Katholiken, Anhängern der FSSPX und hauptsächlich unter den Sedisvakantisten herrscht die Meinung, dass die Novus Ordo Sakramente ungültig seien. Dies ist aber falsch und das aus zweifachen Grund. Es ist wirklich nicht mit den Dogmen von der göttlichen Vorsehung und von der Allgemeinheit des göttlichen Heilswillens vereinbar, dass Gott es zulassen würde, dass ab ca. 1970 alle Sakramente ungültig werden würden. Weil viele Sakramente absolut heilsnotwendig sind, so würde ihre Ungültigkeit das Heil für allermeisten Menschen ausschließen. Sedis und Anhänger der FSSPX reden sich so raus, dass die Sakramente in ihren Kapellen natürlich gültig seien. Dies stimmt zwar, sie sind gültig (valide), aber unerlaubt (illicite) und daher dürfen sie nicht ohne Not, d.h. nur dann wenn kein regulärer Priester erreichbar sind, dort empfangen werden. Aber angenommen Sedisvakantisten haben Recht und Sakramente sind ausschließlich bei ihnen gültig, dies...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (10 von 20). Woher dieser Abfall oder fehlende Sakramentalien.

Was sind Sakramentalien?   Nach Bischof Ernest Müller, der sich diesem Thema mit aller Ausführlichkeit widmet, lässt sich zu Sakramentalien folgendes sagen: Sensu latiori intellecta Sacramentalia sunt actiones vel res ad cultum divinum ordinatae, quae hominum sanctificationi inserviunt. Im breiteren Sinne sind Sakramentalien Handlungen oder Dinge, die zum Gotteskult hingerichtet sind, welche der Heiligung der Menschen dienen. Sunt quadruplicis classis: Es gibt vier Klassen der Sakramentalien: Alia hominem sanctificandum vel res ad hominis sanctificationem et salutem destinatas potestati daemonum eripiunt, nempe exorcismi; Einige, welche zur Heiligung des Menschen dienen oder Dinge, die zur Heiligung und Rettung bestimmt den Menschen aus der Macht der Dämonen befreien – dies sind die Exorzismen, 2. Alia ad sanctificationem disponunt, in homine fidem, reverentiam, devotionem erga Deum ac res divinas excitando, nempe caeremoniae Sacramentis et Missae sacrificio adnexae; Andere, welche zur Heiligung disponieren, damit im Menschen Glaube, Ehrfurcht, Ergebenheit Gott gegenüber und den göttlichen Dingen erweckt werde, dies sind nämlich die Zeremonien, welche den Sakramenten und dem Messopfer beigefügt sind; 3. Alia sanctificationem promovent et augent, videlicet pia quaedam exercitia, qualia sunt oratio Dominica, preces ab Ecclesia statutae (e.g. horae canonicae), orationes in loco sacro recitatae, generalis confessio in Missa et Offcio divino dici solita, humilis et supplex tunsio pectoris, eleemosyna; per quae gratiae actuales obtineri, peccata venialia expiari, poenae temporales redimi possunt; Andere, welche die Heiligung fördern und vermehren und zwar fromme Übungen, welche das sind das Herrengebet [Vater unser], Gebete von der Kirche vorgeschrieben (z.B. Stundengebet), Gebete, die am heiligen Ort rezitiert werden, allgemeines Schuldbekenntnis, das in der Messe und im Offizium gebetet wird, demütiges und untergebenes Brustschlagen, Almosen; durch welche aktuelle Gnaden erhalten, lässliche Sünden gesühnt, zeitliche Sündenstrafen abgetragen werden können.“[1]   Bevor wir hier Bischof Müller weiter zitieren, fassen wir zusammen, was die Sakramentalien unter anderen bewirken: Sie verleihen aktuelle Gnaden, so Gott...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (9 von 20). Woher dieser Abfall oder eine kleine Gnadenlehre.

Der menschliche Zustand der Kirche (Bergoglio – Häretiker Kardinäle – Feiglinge) ist uns allen bekannt. Uns interessiert  aber die Frage:  Wie ist dieser Glaubensabfall der Geistlichkeit theologisch möglich? Dieser Abfall findet auf drei Ebenen statt: Glaubensabfall an sich – Verbreitung und Begünstigung der Häresien Moralischer Abfall – Kindesmissbrauch, Homosexualität und Konkubinat Fehlende Charakterstärke um gegen 1. und 2. vorzugehen In der Kirchengeschichte waren die Punkte 1. und 2. immer miteinander verbunden, aber immer wieder gab es eine Gruppe unbescholtener Reformer, welche das Übel sahen und dagegen dezidiert vorgingen. Dieses fehlt jetzt. Man muss auch sagen, dass es dieses Ausmaß an moralischen Sumpf, insbesondere, was den Kindesmissbrauch anbelangt oder sexuellen Missbrauch von Seminaristen durch Priester und Bischöfe, noch niemals gegeben hat.  Woher wissen wir das? Aus den historischen Quellen. Es wurde immer wieder Priesterkonkubinat beklagt, in den Zeiten der frühen gregorianischen Reform benutzte man dafür den Begriff „Nikolaiten“, ab und zu wurde auch Homosexualität/Sodomie unter Geistlichen beklagt, aber keine noch so antikatholischen Schriften sprechen vom systematischen und organisierten Kindesmissbrauch, wie er von ganzen Orden nach dem Konzil gepflegt wurde. Wenn sich einige auf das Werk von hl. Petrus Damiani Liber Gomorrhianus aus dem Jahre 1049 verweisen, um zu zeigen, dass es im Mittelalter auch nicht besser gewesen ist, dann haben sie wahrscheinlich dieses Buch nicht gelesen. Denn der hl. Petrus Damiani beschreibt, manchmal sehr naturalistisch, einvernehmliche, sexuelle Praktiken der Mönche miteinander und keine sexuellen Übergriffe Erwachsener gegen Kinder oder Erwachsener gegen Erwachsene. Wenn jemand darauf erwidert, dass es das immer gegeben hat, nur dass es besser versteckt und vertuscht wurde, so antworten wir darauf, dass ab einer bestimmten Größenordnung an nichts mehr versteckt oder vertuscht werden kann. Wie die ZDF-Doku zeigt, ist das Ausmaß enorm und der Vatikan weiß über alles seit Jahren Bescheid.  Aber wie konnte es dazu kommen? Wir...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (8 von 20). Grenzen der Unfehlbarkeit. Suarez.

  Wie im vorigen Beitrag erwähnt, war die Kirche spätestens seit Si Papa (ca. 1140) der Meinung, dass ein Papst, obwohl er keiner höheren Autorität unterliegt, weil er die höchste Autorität ist, er dennoch wegen Häresie gerichtet werden kann. Dies geht auch, wie Robert J. Siscoe zeigt, aus der Weihepredigt des Innozenz III. (gest. 1216) hervor, welcher sagte:   „Denn der Glaube ist für mich so notwendig [im Sinne von grundsätzlich unerlässlich Red.], dass während ich für andere Sünden nur Gott zum Richter habe, ich allein für die Sünde, die gegen den Glauben gerichtet ist, von der Kirche gerichtet werden könnte.“[1] Wir sehen, dass dieser große und einflussreiche Papst des Mittelalters sich durchaus seiner amtlichen und persönlichen Beschränkungen bewusst war und sich selbst nicht für den losgelösten und absoluten „Macher“ des Glaubens hielt, was mutatis mutandis auch auf Paul VI. und Johannes Paul II. anzuwenden ist, liebe Ultramontanisten und Papolatristen! Obwohl die Papstgeschichte nach Innozenz III. sich sehr wechselvoll gestaltete, so wurde die Frage nach einem häretischen Papst erst in der Reformationszeit wirklich prekär, weil in vielen Ländern, wie zum Beispiel im Römischen Reich der deutschen Nation, viele ehemalige katholische Bischöfe sich „reformierten“, was gleichbedeutend damit war, dass sie samt Konkubine (damals noch weiblich) und Kirchenschatz zum Luthertum übertraten. Die katholischen Theologen nahmen demzufolge an, dass das, was also für einen Bischof galt, auch theoretisch für einen Papst gelten konnte. Daher fingen einige Theologen an sich in der Nachreformationszeit die Frage zu stellen was nun passieren würde, wenn ein Papst tatsächlich in Häresie fallen sollte. Sie hielten dennoch dieses Szenario für unwahrscheinlich und die eigenen Erwägungen für sehr theoretisch.[2] So schreibt Franziskus Suarez SJ (gest. 1617), der Gigant der Barockscholastik, Folgendes:   Mihi magis pium et probabilius videtur, posse quidem Papam ut privatam personam errare ex ignorantia, non tamen ex...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (7 von 20). Vorgehen beim häretischen Papst. Si Papa.

Der Kanon – Si Papa Obwohl die Frage nach der Möglichkeit der Absetzung eines häretischen Papstes schon im Decretum Gratiani (um 1140) im Kanon Si Papa positiv geklärt wurde, so begann man ernsthaft erst in der Nachreformationszeit die Frage zu stellen, wie denn zu verfahren sei, wenn ein Papst in Häresie fallen sollte. Wir verweisen an dieser Stelle auf den ausgezeichneten Aufsatz von Robert. J. Siscoe „Kann die Kirche einen häretischen Papst verurteilen“, wo er alle wichtigen Quellen und Argumente zusammenträgt. Da wir auch für theologisch und juristisch nicht vorgebildete Leser schreiben, so wollen wir einige hier verwendete Begriffe entschlüsseln. Was ist das Decretum Gratiani? Es ist eine Quellensammlung des römischen Rechts, der Papstbriefe (Dekretalen), der Konzils-und Synodalakten und älterer Rechtssammlungen, welche ein Mönch Namens Gratian um das Jahr 1140 zusammengetragen hatte. Decretum Gratiani ist die Hauptquelle des römischen Rechts, mit welchem jeder Jurastudent im ersten Semester in Berührung kommt. Wenn man berücksichtigt, dass das römische Recht, hauptsächlich durch das Decretum Gratiani uns überliefert, mit dem Zwölftafelgesetz (ca. 450 v. Chr.) anfängt, so umfasst die Quellensammlung des Gratians, welche Gesetzestexte von 450 v. Chr. bis 1140 n. Chr. enthält, 1590 Jahre Rechtsgeschichte. Und was bedeutet das? Dass das Decretum Gratiani viel ältere Rechtsquellen anführt als die, deren Gratian ein Zeitgenosse war. Dieser Grundsatz ist auch auf Si Papa (Decretum Gratiani, distinctio 40, cap. 6) anzuwenden. Si Papa war spätestens bei der Niederschrift um das Jahr 1140 bekannt, aber wir wissen nicht, aus welcher Zeit dieser Kanon stammt. DSDZ weiß in diesem Moment nicht, ob die einzelnen Teile des Decretum Gratiani zeitlich einzuordnen sind, was man wohl anhand von Parallelquellen machen müsste. Vielleicht lesen uns irgendwelche Kanonisten, Mediävisten oder Rechtshistoriker, die diese Frage kompetent beantworten können. Es ist also durchaus möglich, dass der Kerntext von Si Papa bspw. aus dem VI....

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (6 von 20). Vorgehen beim häretischen Papst. Honorius

Der einzige Papst, dessen eine Häresie nachträglich von der Kirche verurteilt wurde, war Papst Honorius (625-638). Inwieweit Honorius wirklich wußte, was er tat, ist selbst unter Fachleuten umstritten. Was aber wichtiger ist: obwohl Honorius verurteilt wurde, wurde sein Pontifikat nicht nachträglich für nichtig erklärt, wie unsere Sedis es gerne hätten, denn Häresie bedeutet noch nicht automatisch Sedisvakanz. Man muss noch absetzen. Der Fall Honorius Zum einen lässt sich sagen, dass sich im Kirchenrecht oder in der Tradition der Kirche keine Vorschrift findet, wie man nun konkret einen häretischen Papst abzusetzen hat. Denn kein Papst ist während seiner Amtszeit wegen einer Häresie abgesetzt worden. Honorius wurde nach seinem Tod als Häretiker verurteilt, Johannes XXII. hat auf seinem Todesbett widerrufen. Was aber unseren Sedisvakantisten-Freunden beim Fall Honorius entgeht ist die Tatsache, dass dieser Papst zwar als Häretiker verurteilt wurde, aber sein Pontifikat nicht für null und nichtig erklärt wurde. So lautet die Verurteilung des Honorius, welche der Papst Leo II. (682-683) im Schreiben Regi regum (682) als Bestätigung der Entscheidung des 3. Konzils von Konstantinopel gegen die Monotheleten und Papst Honorius I. vornahm wie folgt: Wir haben nämlich erfahren, daß das heilige, allgemeine und große sechste Konzil [das 3. von Konstantinopel] ebenso wie die gesamte um diesen Heiligen Apostolischen Stuhl versammelte Synode [von Rom, anno 680] … gedacht … und in Übereinstimmung mit uns bekannt hat: Daß unser Herr Jesus Christus Einer von der heiligen und untrennbaren Dreifaltigkeit ist, der aus zwei und in zwei Naturen unvermischt, untrennbar und ungeteilt besteht; daß er als ein und derselbe wahrhaftig vollkommener Gott und ebenso vollkommener Mensch ist unter Wahrung der Eigentümlichkeit jeder der beiden in ihm zusammen kommenden Naturen; daß ein und derselbe das Göttliche wirkte als Gott und das Menschliche untrennbar wirkte als Mensch, außer allein der Sünde; das Konzil verkündete wahrhaftig, daß er...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (5 von 20). Ist Bergoglio ein Häretiker?

Da wird uns in den nachfolgenden Beiträgen mit der Thematik eines häretischen Papstes befassen werden, so müssen wir die Frage stellen, ob Bergoglio ein Häretiker – und zwar ein formeller – in forum externum ist. Die Antwort lautet: „Ja, aber niemand setzt ihn ab“. Obwohl sich die oben gestellt Frage zu diesem Zeitpunkt des Pontifikats eigentlich erübrigt, so wollen wir diese sowohl stellen als auch beantworten. Ist er ein Häretiker? Ja, er ist ein Häretiker. Schon vom Anfang des unseligen Pontifikats an hat eine Gruppe von Theologen auf der spanischen und englischen Website Denzinger Bergoglio alle Irrtümer von Bergoglio zusammengestellt. Das so zusammengestellte Buch The Denzinger – Bergoglio umfasst sage und schreibe 1095 Seiten, was wohl damit zusammenhängt, dass die Aussagen des Antipapstes sehr breit zitiert und kommentiert werden. Eine kürzere Zusammenstellung der Häresien stellt der Brief der 45 dar, der namentlich unterschrieben wurde und aus welchem klar hervorgeht,[1] dass Amoris Laetitia elf häretische Sätze im Sinne einer sententia haeretica[2] enthält. Da die Anzahl der Häresien eine Mehrheitsentscheidung von 45 Theologen gewesen ist, so ist es durchaus möglich, dass jemand mehr als 11 Häresien in diesem unsäglichen Dokument – Amoris Laetitia – finden wird. Wenn ein Papst 11 Häresien in einem amtlichen Dokument schriftlich verkündet, dann ist ein formeller Häretiker, weil der Tatbestand der Häresie erfüllt wird. Denn: Als Papst kennt er die Lehre der Kirche gegen die er verstößt Er publiziert die Häresien in einem amtlichen Dokument Er wurde zumindest durch die Dubia, Brief der 45, Correctio filialis oder andere Aktionen darauf hingewiesen, dass er gegen die katholische Lehre verstoßen hat, Sodass eine Hartnäckigkeit (pertinacia) ersichtlich ist. Man muss aber an dieser Stelle (a) die Feststellung der Häresie von der (b) Disziplinierung der Häresie unterscheiden. Am Anfang dieses unsäglichen Pontifikats hat man sich im konservativen Spektrum gegenseitig folgendermaßen beruhigt: Stufe 1:...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (4 von 20). Bestandteile einer formellen Häresie

Anbei der lang erhoffte nächste Teil unserer Reihe Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? Denjenigen, welche auf die Argumente für das Gegenpapsttum warten, welche grosso modo, dem Vortrag von Ann Barnhardt zu entnehmen sind, sei an dieser Stelle gesagt, dass diese kommen werden. Wir wollen auch eine Eigenleistung abliefern, indem wir zeigen, dass  a. einen richtigen Papst b. die Assistentia Negativa schützt, c. sodass vor Bergoglio kein nachkonziliarer Papst  d. einer formellen Häresie, unserer Meinung nach, schuldig geworden ist. Die Assistentia Negativa hat allerdings nicht mehrere Päpste davon geschützt, Irrtümer und Häresien zu verbreiten, wie treffend Peter Kwasniewski darlegt. Aber bisher hat kein Papst gefehlt, wenn er ex cathedra sprach, denn nicht jede päpstliche Lehrmeinung ist ein ex cathedra Urteil. Dies bedeutet die richtigen Päpste schützt die Assistentia Negativa schon. Aber die Menge macht es und man kann sich wirklich die Frage stellen, was mit der Assistentia Negativa bei Bergoglio los ist, dass sie bei ihm überhaupt nicht greift. Weil er kein Papst ist. Obwohl die ganze Thematik der formellen Häresie eigentlich nichts mit dem Thema zu tun hat, ob Bergoglio ein Antipapst ist (Hat Benedikt nicht richtig abgedankt, dann ist Bergoglio der Antipapst!), so wollen wir dennoch an dieser Stelle die Lehre über die formelle Häresie darlegen, weil besonders in traditionellen Kreisen das Wort „Häretiker“ sehr inflationär verwendet wird. Will man sagen, dass Bergoglio ein formeller Häretiker ist, dann muss man zuerst wissen, was es mit der formellen Häresie auf sich hat. Bestandteile einer formellen Häresie Unter einer Häresie versteht das heutige Kirchenrecht (CIC 1983, Kan. 751) Folgendes: Häresie nennt man die nach Empfang der Taufe erfolgte beharrliche Leugnung einer kraft göttlichen und katholischen Glaubens zu glaubenden Wahrheit oder einen beharrlichen Zweifel an einer solchen Glaubenswahrheit; Apostasie nennt man die Ablehnung des christlichen Glaubens im ganzen; Schisma nennt man die Verweigerung...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (3 von 20). Häresien bei JP2?

Häresien in den Lehren von Johannes Paul II? Der Satz, dass Christen und Muslime an denselben Gott glauben, hatte aber doch tatsächlich Johannes Paul II, im Stadion Mohammed V. von Casablanca (Marokko) vor 80.000 islamischen Jugendlichen am 19. August 1985 gesagt: Wir haben als Christen und Muslime viele Dinge gemeinsam, als Gläubige und als Menschen. […] Wir glauben an denselben Gott, an den einzigen Gott, an den lebendigen Gott, an den Gott, der die Welten schafft und Seine Geschöpfe zu ihrer Vollendung führt. […] Es ist also Gott, auf Den sich mein Denken bezieht und zu Dem sich mein Herz erhebt: von Gott selbst möchte ich vor allem zu euch sprechen; von Ihm, weil Er es ist, an Den wir glauben, ihr Muslime und wir Katholiken, und ich möchte zu euch auch über menschliche Werte sprechen, die ihr Fundament in Gott haben, die Werte, welche die Entfaltung unserer Personen betreffen, aber auch die unserer Familien und unserer Gesellschaften wie auch die der Internationalen Gemeinschaft. […] So komme ich zu euch heute auch als Glaubender. Ich möchte hier ganz einfach ein Zeugnis davon geben von dem, was ich glaube, von dem, was ich für das Wohl meiner Menschenbrüder wünsche, von dem, was ich aus Erfahrung für alle als nützlich ansehe.“ Der Papst sagt also, dass wir Christen und Muslime „an denselben Gott glauben“. Dies ist sachlich falsch, denn Christen glauben an die Trinität und Muslime nicht. Außer der Dreifaltigkeit, so lehrt die Kirche, gibt es keine göttliche Natur (DH 188, 851). Aber es ist dennoch keine Häresie (sententia haeretica), weil die Kirche nirgend definiert hat:...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (2 von 20). Häresien bei Vat. II?

Was ist Häresie? Eine Häresie im eigentlichen Sinne ist in der Theologie sehr eng umrissen. Wir haben dazu bereits folgendes geschrieben. Ad 1. Häretische Meinung (sententia haeretica) oder Häresie Dies ist die schwerstwiegende Zensur. Eine häretische Meinung (sententia haeretica) ist diejenige Meinung, welche sich direkt (directe) und unmittelbar (immediate) der geoffenbarten katholischen Glaubenswahrheit widersetzt und zwar (i.) als ihr entgegengesetzt (contrarie) oder (ii.) ihr widersprechend (contradictorie). Im Falle, dass die Glaubenswahrheit lautet:             „alle Menschen werden auferstehen“ lautet (i.) die entgegengesetzte Meinung (propositio contraria):             „kein Mensch wird auferstehen“ die (ii.) widersprechende Meinung (propositio contradictoria) hingegen lautet:             „ein bestimmter Mensch wird nicht auferstehen“....

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