Tradition und Glauben

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (37). Über den göttlichen Geist (ii)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.    War das jetzt schon Gott?, könnte man nach jeder Eingebung fragen. Viele Menschen erwarten, insbesondere am Anfang des Wegen, übernatürliche Erlebnisse, welche sehr selten sind und wenn sie stattfinden auch sehr selten von Gott kommen.  So bat ein amerikanischer Franziskaner – Father Weinandy – Gott um eine Reihen von Zeichen, die auch tatsächlich eingetreten sind, bevor er dem Antipapst Franziskus einen kritischen Brief schrieb. DSDZ fand diese Aktion von Weinandy unverfroren und Gott sehr barmherzig, dass Er sich auf Weinandys Niveau herabließ und dem Ordensmann tatsächlich die geforderten Zeichen gab. Man weiß auch ohne Zeichen und Wunder, dass Bergoglio ein Häretiker ist. Der natürliche Blick in den Denzinger genügt. Aber Gott wirkt nicht nur durch Eingebungen, Visionen, Engel, sondern auch durch natürliche Ereignisse, welche wir als „glückliche Fügungen“ wahrnehmen, was auch in Weinandys Falls stattfand. Gottes Vorgehen ist es zur Liebe und Tugend zu ziehen und dabei den Frieden zu verströmen. Gott zeigt das „schwere Gut“ – bonum arduum – als machbar, der Teufel lässt uns davor zurückschrecken, indem er es als unüberwindbar darstellt. Es ist nicht immer einfach, aber wenn wir uns einmal überwinden, dann erfahren wir auch den göttlichen Rückenwind. Wenn wir uns nicht überwinden und feige davonlaufen, dann werden unsere Ängste immer größer und alles scheint unüberwindlich.  Wenn Sie Gott nachfolgen, dann haben Sie oft eine absolute Klarheit, was ansteht und Sie merken, wie Gott tatsächlich in Ihnen bewirkt, was er mit Ihnen vorhat. Aber Sie selbst müssen dazu das „Fiat“ geben.      ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (36). Über den göttlichen Geist (i)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  Wann haben wir überhaupt die Chance Gottes Stimme in uns zu vernehmen?   Wenn wir im Gnadenstand sind. Ist es möglich, dass ein schwerer Sünder die Stimme Gottes vernimmt? Durchaus, aber die Möglichkeit ist sehr klein. Warum? Weil Gott dermaßen rein, transzendent, heilig und überweltlich ist, dass nur eine reine Seele Ihn wahrnehmen und ertragen kann. Alle Propheten des Alten Testaments hatten bei der Epiphanie also der Offenbarung Gottes, siehe Jesaja 6, schreckliche Angst und waren sich ihrer Unwürdigkeit bewusst. Dabei waren es Gerechte des Alten Bundes. Es ist eine falsche gnostische Lehre, nach der man sich der Sünde, hauptsächlich sinnlicher, sprich sexueller Natur suhlen, aber gleichzeitig einen hohen mystischen Weg beschreiten kann. Dem ist nicht so. Dies ist eine vom Teufel gewirkte Falschmystik, die immer mehr nach unten zieht und verwirrt. Der schwere Sünder und der Heide sind Sitz der Dämonen, welche zuerst durch die Verkündigung und die Taufe/Beichte herausgetrieben werden müssen, bevor dieser Mensch zur Wohnstätte des Heiligen Geistes werden kann. Die Stimme Gottes passt sich unserer Natur tatsächlich an, sodass, wie der hl. Bernhard von Clairvaux unten sagt, man kaum sagen kann, ob man es selbst ist oder nicht ist. Man könnte es mit der Durchdringung des Lichtes durch die Scheibe vergleichen. Die Scheibe ist da. Sie ist ein Medium. Sie bricht und hält das Licht ein wenig zurück, aber es kommt dennoch durch sie hindurch. Je reiner die Scheibe ist, desto mehr Licht kann sie durchlassen. Daher reinigt Gott die Seelen gründlich, bevor er ihnen etwas mitteilen möchte. Die Stimme Gottes geht mit einer ruhigen Gewissheit...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (33). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Wir führen hier die Überlegungen des letzten Abschnitts weiter, wonach es manchmal gut ist, in geistlichen Dingen, nicht in intellektuellen wohlgemerkt, instinktiv zu handeln.  Man soll nicht allzusehr analysieren und zergliedern, denn das Geistliche, nicht das Intellektuelle, übersteigt die Natur. In diesem Bereich können Sie sich auf Ihren Glaubenssinn (sensus fidei) oder die geistliche Wahrnehmung verlassen. Es ist wirklich  wie bei Kampfsport oder einer militärischen Ausbildung. Wenn Sie wirklich sehr lange trainiert haben oder gedrillt worden sind, dann reagieren Sie instinktiv richtig. Wenn Sie lange genug bei Gott durch Gebet, Sakramente, Buße, Anbetung und andere geistliche Übungen verweilt haben, so wissen Sie wie gleichsam „Gott schmeckt“ und wie er sich „anfühlt“ und wie es anders ist.  Daher sollte man bei der Geistesunterscheidung mit Einfalt, also mit Einfachheit zur Werke gehen.  Diese Regel ist aber für diejenigen gedacht, welche das Geistliche oder Spirituelle vom Intellektuellen und Psychischen unterscheiden können....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (32). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Die unten angeführten Ratschläge können aus dem Kontext gerissen schnell als ein „christlich-katholischer Anti-Intellektualismus“ missverstanden werden. Das es so etwas gegeben hat oder gar noch gibt hat die bürstenschnittige Pastoralassistentin in ihrem Studium von einem immer noch in der Aufklärung (wir meinen hier die philosophische Periode und nicht „Dr. Sommer“) stehenden altliberalen Professor gelernt.  Insbesondere der Ausspruch vom Abt Absalon: „Da regiert der Geist Christi nicht, wo der Geist des Aristoteles herrscht“...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (31). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Die unten angegebenen Passagen behandeln zwei Themenbereiche, die wir dennoch in einem Beitrag zusammenführen wollen: Erkenntnis Geistliche Leitung Wie richtigerweise Kardinal Bona schreibt und was wir schon mehrmals erwähnt haben, erkennt der Engel, der gute oder der gefallene, alles auf einmal, während der Mensch sukzessiv schlussfolgert. Die Erkenntnislehre der Engel ist beim hl. Thomas sehr eingehend dargestellt (Summ. theol. Ia Iae, q. 54 bis 58) und bei Diekamp-Jüssen (Katholische Dogmatik, Wil: Alverna 2012, 376-377) gut zusammengefasst....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (30). Selbsterfahrung, Selbstvollzug und Empathie

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzu kommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Als DSDZ am letzten Sonntag die wieder einmal grauenvolle Predigt eines Priesters, der auch die Alte Messe liest  über sich ergehen ließ, so dachte er, wie gut es doch ist, dass katholische Priester sechs Jahre lang im Priesterseminar von der Welt abgesondert werden, um die Perspektive Gottes kennenzulernen und alle Dinge von Gott her beurteilen zu können. Denn spirituelle Unterweisung kommt von den Mönchen, den Eremiten, welche fort gingen, um als Einzelner/Einsamer – monachos Gott das Eine – monas– kennenzulernen, wie es hl. Hieronymus fasste. Der Priester, von dem die Rede ist, ist diesen Weg nicht gegangen, was bei allem, was er predigt leider sehr zum Nachteil sichtbar wird. Wir wollen an dieser Stelle nicht den traurigen Zustand unserer Seminare samt McCarrick-Geschichten betrachten, sondern gleich zum Idealfall übergehen, welcher eigentlich der Realfall ist, weil es sonst nicht funktioniert....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (27). Man selbst ist immer unsicher.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. In dieser längeren Vorrede stellt Kardinal Bona fest, dass man leider bei der eigenen Geistesunterscheidung immer unsicher ist, welcher Geist uns antreibt und die Antriebe zweifelhaft sind. Deswegen müssen wir unsere eigenen Antriebe objektivieren und wir erkennen den Antrieb an seinen Konsequenzen. Man kann es in der Makro-Skala gut erkennen: Was hat das Vatikanum II gebracht? – Verwüstung. War es vom Heiligen Geist? – Nein.  ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (26). Bei der Geistesunterscheidung kann man subjektiv immer irren.

    Fünftes Kapitel. Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und betrüglich [trügerisch], wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche [kunstfertige] Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende [Zweck] einige Regeln vorgeschrieben. Obwohl die vorgelegte deutsche Übersetzung aus der Mitte des 19 Jhdts. stammt, so haben einige Worte ihre Bedeutung dermaßen verändert, dass uns eine Übertragung einiger Termini des Titels angebracht schien. Worum geht es in diesem Kapitel? Darum, dass niemand bei sich selbst, d.h. subjektiv, und das ist eine wichtige Einschränkung immer die Geister richtig unterscheiden kann. Warum? Weil der Teufel wirklich real sind und er wird, unter Zulassung Gottes, dafür sorgen, dass Sie oft nicht wissen werden, wo oben und wo unten ist. Es gibt auf dem offenen Meer Windstärken, wo der Himmel verschwindet samt der Horizontlinie und wirklich alles zu wüsten Wassermassen wird. Wikipedia beschreibt diese Orkanstärke wie folgt: See vollkommen weiß, Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Sicht mehr.  ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (25). Gesetzmäßigkeiten des Heiligen Geistes.

  Viertes Kapitel. Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln.   DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) war ein vorwitziges und altkluges Kind, welche seine Lehrer durch seine „unverschämten Fragen“ – siehe der Hirte des Herma – ins Bockshorn jagte. Aber es war keine Bosheit, sondern ein wirkliches Interesse an den Problemen. Da die Lehrer, insbesondere die Hochschullehrer schnell bei ihm aggressiv wurden, so hat er wirklich viele Erfahrungswerte, um feststellen zu können, wenn jemand keine Ahnung hat und sich um die klare Antwort drückt. Diese Antwort des Unwissenden lautet immer: Das kann man so pauschal nicht sagen. Das kommt darauf an. Es ist von Fall zu Fall verschieden. Sie erkennen es, nicht wahr? Dies ist die Rhetorik des Bergoglio-Pontifikats mit dem Gott der Überraschungen und dem Heiligen Geist, der weht, wo er will, in der letzten Zeit zunehmend Richtung Ehebruch und Homosex, siehe Amoris Laetitia. Stimmt das aber? Nein, seit sich Gott in Jesus Christus geoffenbart hat und den Heiligen Geist gesandt hat, um die Kirche immer tiefer in das Geheimnis Christi zu führen und nicht von der Wahrheit weg zu führen, gibt es keine Überraschungen. Alles ist im Großen und Ganzen vorgegeben. Es ist wirklich wie eine Gleichung, z.B., welche auf der Meta-Ebene (der Ebene über der Ebene) so lautet: ∀xyz: (x + y) + z = x + (y + z) man liest es: für jedes x y z gilt: (x + y) + z = x + (y + z) in einem konkreten Fall jedoch sieht die Anwendung der o.a. Formel wie folgt aus: (3 + 4) + 5 = 3 + (4 + 5) Es ist das Assotiativgesetz, welches für jedes x, y, z gilt, gleich welche Ziffer wir dafür einsetzen. Wie Sie sehen es...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (24). Guter Geist ist sanft, böser Geist beißt.

Viertes Kapitel. Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln. Eigentlich ist es sehr einfach. Der Teufel will uns quälen, uns beißen, uns verwirren. Daher ist eine jegliche Regung, die grob, beißend oder gewaltsam ist dämonischen Ursprungs. Nein, es ist nicht Ihr schlechter Charakter oder Ihr Unterbewußtsein. Es ist nicht Ihr Temperament. Es ist der böse Geist, der bei Ihnen „angedockt“ hat und versucht seine eigene Persönlichkeit Ihnen aufzudrücken. Daher ist es notwendig einerseits die Disposition in sich selbst zu verändern, damit der Dämon nicht so einfach andocken kann und zweitens die geistlichen Mittel (Gebet, Stoßgebete, Fasten, Bußübungen) anzuwenden. Ein Beispiel aus dem eigenen Leben. Der Schreiber dieser Zeilen (DSDZ) hat ein Wutproblem und er geriet oft in Rage, wenn man ihn beispielsweise beim Schreiben störte. Würde jetzt jemand ohne anzuklopfen in sein Arbeitszimmer kommen, dann gäbe es wohl instinktiv eine Szene und ein Geschrei. Es ist zwar eine lässliche Sünde, aber dennoch eine Sünde. Und es gibt Menschen, die den DSDZ gar nicht anders gekenngelernt haben als schreiend, überarbeitet und kaum ansprechbar. Was ist der Grund dafür? Zu wenig Pausen, zu wenig Erholung. DSDZ arbeitete immer sehr viel, sodass er oft sehr gereizt war und ein Wutausbruch war daher nicht weit....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (22) Bin ich es oder kommt es von Außen?

Viertes Kapitel. Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln. Die Grundlage einer guten Geistesunterscheidung ist eine gute Selbsterkenntnis. Wenn ich mich kenne, dann weiß ich, was mir fremd ist. Das Problem mit unseren ungebildeten, psychologisierenden und in der spirituellen Literatur unbelesenen Beichtvätern ist dies, dass sie, laut Psychologie und Psychoanalyse („Papa“ Freud und „Onkel“ Jung), das Fremde in uns dem Unbewußten oder dem Unterbewußtsein zuschreiben, statt den Dämonen, die auf uns wirken. Wenn sich ein normaler Mensch fragt: Woher habe ich denn nur solche Gedanken oder solche Träume? Das bin ja nicht ich. Dann lautet die Antwort: Ja, es sind die Dämonen, die auf Dich einwirken, indem sie ihr eigens Wesen dir aufdrücken....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (16) Selbstbeobachtung als erster Schritt.

Nach einer wirklich langen Pause kehren wir zu der Geistesunterscheidung von Kardinal Bona zurück, welche seit nun an einem jeden Spirituellen Mittwoch abwechselnd mit anderen geistlichen Themen präsentiert werden wird.  Diejenigen Leser, die neu sind oder sich an die vorigen Beiträge von Kardinal Bona nicht erinnern können, mögen nachblättern oder es nochmals von vorne lesen. In dem heute vorgestellten Text vom Richard von hl. Viktor, den Kardinal Bona zitiert, geht es darum, dass, um zu einer guten Geistesunterscheidung zu kommen, man eine sehr gute Selbsterkenntnis braucht und zwar sowohl im Natürlichen wie auch im Übernatürlichen, weil sich sowohl Gott als auch der Teufel unserer natürlichen Gegenbenheiten bedienen werden....

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Geistliche Allergie oder die dunklen und lichtvollen Internetpräsenzen

Allergie als Metapher Der Schreiber dieser Zeilen hat unlängst erfahren, dass er an einer Staub-Milben-Allergie leidet. Diese Diagnose ist recht neu, da er bisher keine Allergien hatte, obwohl der Kontakt mit Staub durchaus gegeben war. Da Allergien auch psychisch bedingt sind, vom allgemeinen Zustand des Immunsystems abhängen und daher kommen und gehen können, daher braucht man sich darüber keine Sorgen zu machen und wenn man an die göttliche Vorsehung glaubt, dann erst recht nicht. Dennoch stellt diese Diagnose einen Befreiungsschlag dar, da all das, was er für Erkältungserscheinungen hielt, der Allergie geschuldet sind, welche eine kleine dauernde Infektion auslöste zu denen sich auch äußere Infektionen zugesellten, was zu Krankheiten führte. Alles in allem: „Nicht jammern, noch öfter den Staub wischen.“...

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Kard. Bona, Die Unterscheidung der Geister. (14) Der böse Geist „mischt mit“.

  Damit wir bei aller theologischen Polemik nicht das eigentliche Ziel unseres Lebens verlieren, welches darin besteht die Gottesebenbildlichkeit, soweit es uns möglich ist, in diesem Leben zu erreichen und Verdienste vor Gott zu erwerben, so wollen wir wieder eine Passage aus Kardinal Bona vorstellen. Das dritte Kapitel fängt mit einer grundsätzlichen Anthropologie (Lehre vom Menschen) an, wonach der Mensch aus Verstand und Seele besteht. Soweit, so gut, können wir denken, aber schon an dieser Stelle ist festzuhalten, dass die Gefühle hier nicht aufgeführt werden. Warum? Weil sie zur Entscheidungsfindung und zum Treffen einer Entscheidung nicht beitragen sollten. Der Verstand richtet sich nach der erkannten Wahrheit (veritas), der Wille nach dem erkannten Guten (bonum), welches mach der Erkenntnis angestrebt wird. Wenn aber der Verstand das Falsche oder die Lüge für die Wahrheit hält, dann muss er irren und einem angeblichen Gut (bonum), welches an sich ein Übel (malum) ist folgen. Denn wenn jemand ein Übel (malum), wie z.B. Konkubinat, für ein Gut (bonum) hält, dann wird das Übel nicht automatisch zum Guten. Übel bleibt Übel und es richtet sich danach aus, wie Gott es sieht und nicht wie der Mensch es sieht. Deswegen ist das Verkünden von Irrlehren, wie Amoris laetitia, so verfänglich, weil sich die Menschen an der Lüge ausrichten und somit kein objektives Gut (bonum) anstreben können. Die katholische Theologie und Metaphysik sagt: verum, bonum et pulchrum convertuntur, d.h. „das Wahre, Gute und Schöne fallen in eins zusammen“. Das eine führt zum anderen. Ebenfalls fallen das Falsche, das Böse und das Hässliche zusammen, weil hier auch eins zum anderen führt. Wir nehmen hier mit hl. Thomas den Vorrang des Intellekts vor dem Willen an, da der Wille nur danach streben kann, was er vorher erkannt hat. Man muss zwar streben wollen, aber der Wille ist, unserer Meinung nach,...

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Kard. Bona, Die Unterscheidung der Geister. (13) Geistesunterscheidung ex effectibus und ex gratia.

Kardinal Bona stellt fest, dass obzwar es das Charisma der untrüglichen Geistesunterscheidung gibt, dieses dennoch sehr selten vorkommt. Das Übernatürliche, welches von Gott kommt, ist selten. Das Paranormale dämonischen Ursprungs kommt häufiger vor. Warum ist es so? Weil Gott die Regeln, die er selbst für das Natürliche und Übernatürliche, im Sinne des Gnadenlebens, aufgestellt hat, höchst selten selbst außer Kraft setzt und falls er es doch tut, dann nur als eine Bestärkung der Verkündigung. Beim Fest des Hl. Vinzenz von Ferrara (1350-1419), das gestern am 5.04 gefeiert wurde, spricht die zweite Nokturn von vielen Wundern, die er getan hat, was mit seinen Kanonisationsakten übereinstimmt.[1] Aber er war vor allem ein großer Prediger (siehe oberes Bild) und die Wunder bestätigten die katholische Lehre , die er verkündete und zwar in der harten Zeit des abendländischen Schismas. Deswegen sind Wunder um der Wunder Willen im Katholizismus stets verdächtig, da sie, falls sie wirklich stattfinden und es sich um keinen Betrug handelt, vom Bösen stammen können. Wunder sind also selten und echte Charismen auch und deswegen sind wir darauf ausgelegt ex effectibus also von den Wirkungen her zu beurteilen. Bei der Unterscheidung der Geister genauso wie in anderen Bereichen. Deswegen hat sich Kardinal Bona diese Mühe gemacht all die Regel, unter Verweis auf Autoritäten, niederzuschreiben und wir machen uns die Mühe seine Regel zu kommentieren. Denn mühevoll ist es schon! Dennoch muss man sagen, dass mit dem eigenen geistlichen Fortschritt die eigene Geistesunterscheidung auch wächst, weil man in der Gnade und aus Gnade (ex gratia) lebt, sich mit Gnade nährt, die Gnade sozusagen atmet und daher das Andere, welches von der Gnade fern ist, weil es sündigt, recht einfach erkennen oder eher erspüren kann. Natürlich gilt hier das rechte, katholische Verhältnis der Gnade zu den guten Werken und das katholische, nicht das lutherische, Verständnis...

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