Tradition und Glauben

Offener Brief an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Hl. Katholischen Kirche; Gesamttext, Teil 4

Vielleicht werden sich einige nichtkatholische Leser aber auch katholische Leser dieses Textes denken: Er verbreitet also Häresien. Na und? Was macht das schon? Es macht schon etwas aus. Stellen Sie sich vor der oberste Richter des höchsten Gerichts Ihres Landes, welches die letzte Instanz der gesamten Judikative ist, würde: a. selbst schwer kriminell werden b. die Gesetzestexte z. B. der Verfassung so ändern und formulieren, dass es auf den unteren Ebene zu einer Rechtsfreiheit und Anarchie führen würde. Wäre das kein Grund ihn abzusetzen? Sicherlich hinkt dieser Vergleich ein wenig, da in einer parlamentarischen Demokratie der oberste Richter die Gesetze nicht macht, sondern diese überwacht, aber in einer Monarchie oder einer konstitutionellen Monarchie ist es schon anders. Da hat der Monarch zumindest die Möglichkeiten die Gesetze vorzuschlagen. Monarchien haben sich als Regierungssystem im Laufe der Menschheitsgeschichte als sehr stabil erwiesen, weil jeder Monarch ipso facto ein Beschützer der Monarchie ist. Will er kein Monarch sein, dann dankt er ab. Stellen Sie sich vor die Königin von England würde eine Drogenmafia leiten, ordentliche Bürger ohne Prozess ins Gefängnis sperren, die Hälfte Großbritanniens an Nordkorea abtreten und Gesetze verabschieden lassen, welche Anarchie, Angst und Schrecken verbreiten. Wäre dies kein Grund sie als Monarchin abzusetzen ohne die Monarchie als solche in Frage zu stellen? Natürlich wäre es das. So sieht ungefähr die derzeitige Lage in der katholischen Kirche aus, wenn man es in ganz einfachen Begriffen für die Heiden, welche keine übernatürliche Sicht der Dinge haben, darlegen wollte. So wie einem Monarchen Berater und Gremien zur Seite stellen, welche seine Schritte auch überwachen, so sollte in einer Demokratie die Gewaltenteilung dazu dienen, so hat die Kirche theoretisch die Kardinäle, die vatikanischen Kongregationen und die Bischöfe, welche den Papst beraten, aber auch ermahnen. Unter Bergoglio findet aber keine Ermahnung statt, weil sie alle Angst...

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Offener Brief an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Hl. Katholischen Kirche; Gesamttext, Teil 3

Nachdem im vorigen Teil alle bewußten personellen Fehlentscheidungen Bergoglios aufgeführt worden sind, welche beweisen, dass er diejenigen befördert, die skandalös leben und häretisch sind, erfolgt an dieser Stelle eine andere Zusammenstellung seiner Taten, die man nicht anders als praktische und tätige Häresieförderung bezeichnen kann. Ja, Franziskus begeht Häresie. Damit aber eine formelle Häresie stattfindet, muss derjenige, der sie verbreitet insoweit theologisch gebildet sein, um überhaupt zu wissen, wogegen er verstößt. Daher ist es in der Kirchengeschichte kaum vorgekommen, dass ein von Kokablättern benommenes südamerikanisches Mütterchen, welches meinte den Hasen zu spicken, den sie sich aber eingebildet hat, denn in Südamerika gibt es keine Hasen (ätsch!) und dabei Häretisches von sich gab als formelle Häretikerin verurteilt worden ist. Ein formeller Häretiker kann eigentlich nur ein ausgebildeter Theologe werden, der die Häresien öffentlich, vorzugsweise in schriftlicher Form, vorlegt. Oft hört man von den neokonservativen Katholiken samt Geistlichen, welche sich eine Wirklichkeit konstruieren, um ja nichts unternehmen zu müssen: Das ist noch niemals eine formelle Häresie! Der ist viel zu dumm. Der weiß nicht, was er redet! Dummheit hin oder her. Bergoglio hat Theologie studiert, er war sogar der Rektor (sic!) einer katholischen Universität und als Papst stehen im alle möglichen Kongregationen und Berater zur Verfügung, damit er sich genau informieren kann. Er hat ja eigens die kirchlichen Dokumente, welche die Häresien verurteilen, die er jetzt vertritt, in seiner vorpäpstlichen Zeit zitiert. Sie sind im also bekannt, sodass er ganz genau weiß, wogegen er verstößt. Somit ist die Häresie Bergoglios sowohl formell als auch hartnäckig, denn er ist schon mehrmals  ermahnt worden. Er bleibt also ein Häretiker, weil er es will. (Die Unterstreichungen im Text stammen von uns.) Förderung der Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Eucharistie. Papst Franziskus hat fortwährend die Zulassung von Personen zur Eucharistie unter bestimmten Bedingungen für Personen propagiert, die zivil von...

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Offener Brief an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Hl. Katholischen Kirche; Gesamttext, Teil 2.3

Der vorliegende Abschnitt stellt etwas dar, was der Amerikaner the Hall of Shame nennt, zu Deutsch in etwas die „Halle der Schande“. Es werden hohe kirchlichen Würdenträger von Kardinal abwärts aufgeführt, die sich skandalös und meistens sodomitisch gebaren und dennoch oder gerade deswegen von Bergoglio in Amt gelassen und manchmal befördert werden. Es gibt keine Scham und keine Konsequenzen. Recht hat Ann Barnhardt, wenn sie schreibt, dass „die sodomitischen Prälaten in der Antikirche in kostbares Wirtschaftsgut“ sind.  Warum das aufzählen? Um zu beweisen, dass von Bergoglio gerade diejenigen Geistlichen gefördert werden, die in Wort und Tat die kirchliche Lehre leben oder anders ausgedrückt die oben inkriminierten Häresien existentiell umsetzen. Ja, Franziskus begeht Häresie und such sich dazu die entsprechende Gesellschaft. (B) Papst  Franziskus‘ öffentliche Aktionen, die eine Ablehnung der Glaubenswahrheiten anzeigen In ihrem offensichtlichen Sinn verstanden, sind die oben aufgezählten Äußerungen häretisch. Das wurde für viele von ihnen in der „Filial Correction“ die Papst Franziskus zugesandt wurde und in der theologischen Beurteilung von Amoris Laetitia, die dem Kardinalskollegium von 45 Katholischen Gelehrten übermittelt wurde. Diese Äußerungen sind jedoch nicht der einzige Beweis für das öffentliche Festhalten von Papst Franziskus an der Häresie. Es ist möglich, einen Glauben sowohl in Taten als auch in Worten zu zeigen. Das Kanonische Recht hat immer non-verbale Äußerungen als Häresien anerkannt, so wurde z.B. die Weigerung vor dem Allerheiligsten Sakrament zu knien, als Beweis für den Unglauben an die Lehre der Realpräsenz gewertet. Non-verbale Aktionen können in sich selbst den Glauben an eine Häresie anzeigen oder das in Verbindung mit mündlichen und schriftlichen Äußerungen tun. In letzterem Fall liefern sie einen Kontext, der klar macht, daß die fraglichen mündlichen und schriftlichen Äußerungen in häretischem Sinn zu verstehen sind. Eine große Anzahl der öffentlichen Aktionen des Papstes haben den Glauben an diese oben aufgelisteten Häresien auf...

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Offener Brief an die Bischöfe, Patriarchen und Kardinäle der Hl. Katholischen Kirche; Gesamttext, Teil 2.2

Man könnte sich natürlich die Frage stellen, ob die negative Interpretation der Amoris Laetitia Passagen und anderer päpstlichen Häresien, die ja an sich negativ sind, zwingend notwendig ist. Er kann es ja ganz anders, im guten Sinne verstehen würde unsere fromme Seele meinen. Wenn dem so wäre, so würde Bergoglio und die vatikanischen Behörden anders reagieren. Denn die unten angeführte Interpretation von Amoris Laetitia aus Buenos Aires wurde als richtig und normativ im Vatikan erkannt. Franziskus begeht Häresie und das ist nicht zu leugnen. 7. Am 5. September 2016 haben die Bischöfe der Region Buenos Aires ein Statement zur Anwendung  von Amoris Laetitia formuliert,  indem sie feststellten: 8) „In anderen komplexeren Fällen und wenn noch keine Annullierungserklärung vorliegt, ist die oben erwähnte Option vielleicht nicht realisierbar. Dennoch ist der Weg der Differenzierung immer noch möglich. Wenn es dazu kommt, anzuerkennen, daß in einem besonderen Fall Einschränkungen gibt, die die Verantwortlichkeit und Schuld vermindern (cf 301-3012) -besonders wenn eine Person glaubt, daß sie ein weiteres Unrecht begehen, das den Kindern aus der neuen Verbindung schadet, bietet Amoris Laetitia die Möglichkeit an, Zugang zu den Sakramenten der Versöhnung und der Eucharistie zu erlangen (Fußnoten 336 und 351). Diese Sakramente ihrerseits- versetzen die Person in die Lage in der Macht der Gnade zu wachsen und  zu reifen.“… 9) Es mag richtig sein, daß ein möglicher Zugang zu den Sakramenten privat stattfindet, besonders wenn daraus Konfliktsituationen entstehen könnten. Aber zur selben Zeit müssen wir unsere Gemeinden in ihrem wachsenden Verstehen begleiten und willkommen heißen, ohne daß das Verwirrung über die Kirchenlehre über die Unauflöslichkeit der Ehe schafft. Die Gemeinschaft ist ein Instrument der Gnade, die „unverdient, bedingungslos und kostenlos“ ist. (297) 10) Differenzierung ist nicht in sich abgeschlossen. „weil sie dynamisch ist, immer offen bleiben muß für neue Stufen im Wachstum und für neue...

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35 Shades of Bergoglio oder die immerwährende Ermahnung

Der etwas reißerische Titel, der an das grauenhafte Buch 50 Shades  erinnert, will auf die Tatsache anspielen, dass der Antipapst Bergoglio wegen seiner Häresien wirklich mehr als einmal, von fast allen Seiten, ermahnt worden ist. Die fleißige Maike Hickson hat mit deutscher Gründlichkeit auf Lifesitenews alle 35 Versuche der Katholiken dargestellt Bergoglio auf seine Fehler aufmerksam zu machen. Bei 6 Jahren Pontifikat ergibt das ungefähr 6 Ermahnungen pro Jahr. Geben wir diese Momente nach Hickson wieder: Direkte Versuche von Geistlichen und Laien, Papst Franziskus zu erreichen  Im Oktober 2014 veröffentlichte eine große katholische Gemeinde in den USA – St. Johannes der Täufer (Front Royal, Virginia), eine Glaubensbekundung bezüglich Ehe und Familie , die mehr als 1.000 Unterschriften von Gemeindemitgliedern erhielt und an Papst Franziskus gesandt wurde.  Am 16. April 2015 veröffentlichte die katholische Zeitung The Wanderer einen offenen Brief an Papst Franziskus, in dem die Unterzeichner Papst Franziskus bitten, dass er „die Schlussfolgerung der Familiensynode mit einer klaren und nachdrücklichen Bekräftigung der zeitlosen Lehren der Kirche bekräftigen solle, d.h.  die Unauflöslichkeit der Ehe, die Ehe und die Definition der Ehe und der ehelichen Liebe und die Tugend der Keuschheit, wie sie im Katechismus der katholischen Kirche dargestellt wird.“ Nach der ersten beunruhigenden Synode im Dezember 2014 machte die Verfasserin dieses Artikels [Maike Hickson Red.] selbst einen kleinen Versuch, die kirchliche Lehre über die Ehe zu verteidigen, indem sie einen Offenen Brief an Papst Franziskus schrieb, der auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrung als Scheidungskind fußt. Dieser Brief wurde an Papst Franziskus geschickt, aber er hat nie geantwortet. Er wurde auch an das Sekretariat der Bischofssynode geschickt, aber auch darauf wurde nicht geantwortet.  Am 24. April, kurz nach der Veröffentlichung des päpstlichen Dokuments,  veröffentlichte Bischof Athanasius Schneider eine von Nächstenliebe gepräge aber auch klare Kritik an Amoris Laetitia, sprach über die Verwirrung und „widersprüchlichen Interpretationen auch...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (13 von 20). Autoritäten über den häretischen Papst.

In den vorigen Beiträgen haben wir dargelegt, warum die Geistlichen nichts gegen die Häresien von Bergoglio unternehmen. Jetzt kehren wir wieder zu den Aussagen der theologischen Autoritäten zurück, welche über den haereticus papa schreiben. Der nächste Theologe, der sich, nach Suarez, Gedanken über eine Möglichkeit eines häretischen Papstes machte, war der hl. Robert Bellarmin SJ (gest. 1621), der in seiner vielzitierten Aussage folgendes schreibt: „Ein Papst, der ein formeller Häretiker ist, hört per se auf ein Papst und das Haupt der Kirche zu sein, da er sogleich aufhört ein Christ und ein Mitglied der Kirche zu sein. Aus diesem Grund kann er verurteilt und von der Kirche bestraft werden. Das ist vereinbar mit der Lehre aller Väter, welche lehrten, dass formelle Häretiker automatisch jegliche Jurisdiktion verlieren.“ (hl. Robert Bellarmin, De Romano Pontifice II, 30).[1] Auf diese Art und Weise schlägt Bellarmin mehrere Fliegen mit einer Klappe: zwar darf ein Papst als Papst von niemanden gerichtet werden, wenn er aber ein formeller Häretiker wird, hört er sogleich auf Papst zu sein, wie alle formellen Häretiker jegliche Kirchengewalt verlieren, so auch ein häretischer Papst, als Nicht-Papst kann er gerichtet werden, da er sich selbst seines Amtes enthoben hat. Ferner lesen wir bei Bellarmin:    „So wie es erlaubt ist, dem Papst zu widerstehen, der den Leib angreift, so ist es auch erlaubt ihm Widerstand zu leisten, wenn er Seelen angreift oder die bürgerliche Ordnung zerstört, vor allem aber, wenn er versucht, die Kirche zu zerstören. Ich behaupte also, dass es erlaubt ist, ihm [dem Papst] zu widerstehen, indem man seinen Befehlen nicht gehorcht und seinen Willen behindert. Es ist jedoch verboten, ihn zu richten, zu bestrafen oder zu entthronen, da dies die Handlungen sind, die der Obrigkeit zustehen“ (Bellarmin, De Romano Pontifice, II.29). Die Aussage ist wohl klar: weil der Glauben und das Seelenheil das höchste...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (7 von 20). Vorgehen beim häretischen Papst. Si Papa.

Der Kanon – Si Papa Obwohl die Frage nach der Möglichkeit der Absetzung eines häretischen Papstes schon im Decretum Gratiani (um 1140) im Kanon Si Papa positiv geklärt wurde, so begann man ernsthaft erst in der Nachreformationszeit die Frage zu stellen, wie denn zu verfahren sei, wenn ein Papst in Häresie fallen sollte. Wir verweisen an dieser Stelle auf den ausgezeichneten Aufsatz von Robert. J. Siscoe „Kann die Kirche einen häretischen Papst verurteilen“, wo er alle wichtigen Quellen und Argumente zusammenträgt. Da wir auch für theologisch und juristisch nicht vorgebildete Leser schreiben, so wollen wir einige hier verwendete Begriffe entschlüsseln. Was ist das Decretum Gratiani? Es ist eine Quellensammlung des römischen Rechts, der Papstbriefe (Dekretalen), der Konzils-und Synodalakten und älterer Rechtssammlungen, welche ein Mönch Namens Gratian um das Jahr 1140 zusammengetragen hatte. Decretum Gratiani ist die Hauptquelle des römischen Rechts, mit welchem jeder Jurastudent im ersten Semester in Berührung kommt. Wenn man berücksichtigt, dass das römische Recht, hauptsächlich durch das Decretum Gratiani uns überliefert, mit dem Zwölftafelgesetz (ca. 450 v. Chr.) anfängt, so umfasst die Quellensammlung des Gratians, welche Gesetzestexte von 450 v. Chr. bis 1140 n. Chr. enthält, 1590 Jahre Rechtsgeschichte. Und was bedeutet das? Dass das Decretum Gratiani viel ältere Rechtsquellen anführt als die, deren Gratian ein Zeitgenosse war. Dieser Grundsatz ist auch auf Si Papa (Decretum Gratiani, distinctio 40, cap. 6) anzuwenden. Si Papa war spätestens bei der Niederschrift um das Jahr 1140 bekannt, aber wir wissen nicht, aus welcher Zeit dieser Kanon stammt. DSDZ weiß in diesem Moment nicht, ob die einzelnen Teile des Decretum Gratiani zeitlich einzuordnen sind, was man wohl anhand von Parallelquellen machen müsste. Vielleicht lesen uns irgendwelche Kanonisten, Mediävisten oder Rechtshistoriker, die diese Frage kompetent beantworten können. Es ist also durchaus möglich, dass der Kerntext von Si Papa bspw. aus dem VI....

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (6 von 20). Vorgehen beim häretischen Papst. Honorius

Der einzige Papst, dessen eine Häresie nachträglich von der Kirche verurteilt wurde, war Papst Honorius (625-638). Inwieweit Honorius wirklich wußte, was er tat, ist selbst unter Fachleuten umstritten. Was aber wichtiger ist: obwohl Honorius verurteilt wurde, wurde sein Pontifikat nicht nachträglich für nichtig erklärt, wie unsere Sedis es gerne hätten, denn Häresie bedeutet noch nicht automatisch Sedisvakanz. Man muss noch absetzen. Der Fall Honorius Zum einen lässt sich sagen, dass sich im Kirchenrecht oder in der Tradition der Kirche keine Vorschrift findet, wie man nun konkret einen häretischen Papst abzusetzen hat. Denn kein Papst ist während seiner Amtszeit wegen einer Häresie abgesetzt worden. Honorius wurde nach seinem Tod als Häretiker verurteilt, Johannes XXII. hat auf seinem Todesbett widerrufen. Was aber unseren Sedisvakantisten-Freunden beim Fall Honorius entgeht ist die Tatsache, dass dieser Papst zwar als Häretiker verurteilt wurde, aber sein Pontifikat nicht für null und nichtig erklärt wurde. So lautet die Verurteilung des Honorius, welche der Papst Leo II. (682-683) im Schreiben Regi regum (682) als Bestätigung der Entscheidung des 3. Konzils von Konstantinopel gegen die Monotheleten und Papst Honorius I. vornahm wie folgt: Wir haben nämlich erfahren, daß das heilige, allgemeine und große sechste Konzil [das 3. von Konstantinopel] ebenso wie die gesamte um diesen Heiligen Apostolischen Stuhl versammelte Synode [von Rom, anno 680] … gedacht … und in Übereinstimmung mit uns bekannt hat: Daß unser Herr Jesus Christus Einer von der heiligen und untrennbaren Dreifaltigkeit ist, der aus zwei und in zwei Naturen unvermischt, untrennbar und ungeteilt besteht; daß er als ein und derselbe wahrhaftig vollkommener Gott und ebenso vollkommener Mensch ist unter Wahrung der Eigentümlichkeit jeder der beiden in ihm zusammen kommenden Naturen; daß ein und derselbe das Göttliche wirkte als Gott und das Menschliche untrennbar wirkte als Mensch, außer allein der Sünde; das Konzil verkündete wahrhaftig, daß er...

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Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (5 von 20). Ist Bergoglio ein Häretiker?

Da wird uns in den nachfolgenden Beiträgen mit der Thematik eines häretischen Papstes befassen werden, so müssen wir die Frage stellen, ob Bergoglio ein Häretiker – und zwar ein formeller – in forum externum ist. Die Antwort lautet: „Ja, aber niemand setzt ihn ab“. Obwohl sich die oben gestellt Frage zu diesem Zeitpunkt des Pontifikats eigentlich erübrigt, so wollen wir diese sowohl stellen als auch beantworten. Ist er ein Häretiker? Ja, er ist ein Häretiker. Schon vom Anfang des unseligen Pontifikats an hat eine Gruppe von Theologen auf der spanischen und englischen Website Denzinger Bergoglio alle Irrtümer von Bergoglio zusammengestellt. Das so zusammengestellte Buch The Denzinger – Bergoglio umfasst sage und schreibe 1095 Seiten, was wohl damit zusammenhängt, dass die Aussagen des Antipapstes sehr breit zitiert und kommentiert werden. Eine kürzere Zusammenstellung der Häresien stellt der Brief der 45 dar, der namentlich unterschrieben wurde und aus welchem klar hervorgeht,[1] dass Amoris Laetitia elf häretische Sätze im Sinne einer sententia haeretica[2] enthält. Da die Anzahl der Häresien eine Mehrheitsentscheidung von 45 Theologen gewesen ist, so ist es durchaus möglich, dass jemand mehr als 11 Häresien in diesem unsäglichen Dokument – Amoris Laetitia – finden wird. Wenn ein Papst 11 Häresien in einem amtlichen Dokument schriftlich verkündet, dann ist ein formeller Häretiker, weil der Tatbestand der Häresie erfüllt wird. Denn: Als Papst kennt er die Lehre der Kirche gegen die er verstößt Er publiziert die Häresien in einem amtlichen Dokument Er wurde zumindest durch die Dubia, Brief der 45, Correctio filialis oder andere Aktionen darauf hingewiesen, dass er gegen die katholische Lehre verstoßen hat, Sodass eine Hartnäckigkeit (pertinacia) ersichtlich ist. Man muss aber an dieser Stelle (a) die Feststellung der Häresie von der (b) Disziplinierung der Häresie unterscheiden. Am Anfang dieses unsäglichen Pontifikats hat man sich im konservativen Spektrum gegenseitig folgendermaßen beruhigt: Stufe 1:...

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Benedikts Brief oder How I abandoned Your mother

Ausgangslage – die Kinder verlassen Für alle, die sich nicht in modernen Fernsehserien auskennen. Der obige Titel ist eine Anspielung auf die amerikanische Sitcom How I met Your mother (HIMYM)– „Wie ich eure Mutter kennenlernte“, in der ein Vater in vielen, vielen Sitzungen und wohl Jahren (die Serie lief 9 Jahre lang) seinen Kindern erzählt, wie er deren Mutter traf. Die Serie HIMYM ist absolut nicht zu empfehlen und man muss junge Leute bedauern, die mit ihr aufwachsen und dann solch eine Vorstellung von Liebe, Freundschaft und Ehe hegen werden. How I abandoned Your mother bedeutet im o.a. Titel „Wie ich Eure Mutter verlassen habe“. Der Text von Ann Barnhardt „Der Brief eines abwesenden Vaters an seine Kinder“, den wir bald in der deutschen Übersetzung von davillatollkuehn vorstellen werden, ist dermaßen treffend und ergreifend, dass er wirklich Tränen in die Augen treibt....

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Robert J. Siscoe, Kann die Kirche einen Häretischen Papst verurteilen?

[Einführung vom 13.12.2018]: Leider werden die wertvollsten Aufsätze nur selten gelesen, wie dieser unten angeführte, welcher wirklich stichhaltige Argumente liefert. Das DSDZ an seiner eigenen, schon längst versprochenen, Anti-Papst-Bergoglio-Reihe gerade schreibt, so bietet sich an auch ältere Materialien dazu wieder auszugraben. Es tut wirklich gut zu wissen, dass es irgendwo noch Menschen gibt, die katholischen denken und schreiben können. Die Kirchensteuer finanzierten Berufstheologen der DKB taugen leider nichts und melden sich auch nicht zu Wort. Aus Feigheit oder Einfallslosigkeit. Wie auch immer.  Wir freuen uns sehr anbei den Aufsatz von Robert J. Siscoe Kann die Kirche einen häretischen Papst verurteilen? vorzustellen, der vor Kurzem in The Remnant erschienen ist. Robert J. Siscoe ist Laie, Konvertit und ein erfolgreicher Geschäftsmann. Da amerikanische Autoren auf Ihren Websites meistens alle möglichen Abschlüsse publizieren, so können wir davon ausgehen, dass er keinen hat, da er ihn sonst angegeben hätte. Umso mehr freut die hohe, ja wirklich hervorragende Qualität seiner Arbeiten, die er meistens in The Remnant publiziert, seiner Schriften, welche auf Logik, Intelligenz und gesundem Menschenverstand fußen und mit einem sehr eingehenden Quellenstudium verbunden sind. Es ist also der Nicht-Theologe, der Laie und der Nicht-Kirchenrechtler Siscoe, der die zurzeit besten Beiträge zu solch diffizilen Fragen wie ein häretischer Papst, Sedisvakantismus oder die Deposition also die Amtsenthebung eines häretischen Papstes liefert. Ja, Schande über all die hochbezahlten oder unterbezahlten Theologen, die sich an solche Themen nicht trauen und wie wir sehen „schießt Geld keine Tore“, da die 15-Miliarden-im-Jahr-deutsche-Steuerkirche nichts Vergleichbares aufzubieten hat, sondern in ihr nur politisch-Bergoglio-korrekten Kirchenrechtler, die feige gegen Kardinal Meisner aus zweiter Reihe schießen....

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