Tradition und Glauben

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (39). Über den göttlichen Geist (iv)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  Der Geist Gottes zieht einen zum Guten, Wahren und Heiligen. Um aber die Einwirkungen des Geistes zu erkennen, muss man zuerst intellektuell erkennen, was gut, wahr und heilig ist. Dies bedeutet die Lehre der Kirche kennenlernen. Das große Problem beim Nachkonziliarismus oder der Novus Ordo-Religion besteht darin, dass sie wirklich inhaltsleer ist. Man weiß nicht, worum es in ihr geht und wozu sie anstiftet. Und genauso ist es bei den inhaltsleeren Privatoffenbarungen – Medjugorje. Die dauern schon über 30 Jahre doch ist es unmöglich zu sagen, worin ihre eigentliche Botschaft besteht.  Weil es keinen Inhalt gibt, so kann jeder sich etwas darunter vorstellen, um sich dort wohl zu fühlen oder „die Gemeinschaft“ zu erleben. Also Esoterik und Stadionerlebnis zugleich. Das ist aber nicht die Wirkung des göttlichen Geistes, der immer zielgerichtet ist. Er leitet nicht nur zum übernatürlichen Ziel hin, er macht es auch, dass man es erreicht, weil er den Empfänger zum Guten verändert. Er ist „lebendig und wirksam“. Wenn der Geist Gottes in uns wirkt, so verändert er uns nach und nach zum Guten, sodass wir zu Dingen fähig sind, zu denen wir früher nicht fähig waren. Denn Gott wirkt in uns das Wollen und das Vollenden. Werbeanzeigen Werbeanzeigen __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-3-5d11d5d80593e', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422841', location: 120, width: 300, height: 250 }); }); __ATA.cmd.push(function() { __ATA.initSlot('atatags-4-5d11d5d805947', { collapseEmpty: 'before', sectionId: '915422844', location: 130, width: 300, height: 250 }); });...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (38). Über den göttlichen Geist (iii)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  „Deswegen muss man vorsichtig zu Werke gehen, um die verschiedenen Arten von Visionen wohl zu unterscheiden“, schreib hl. Petrus Damiani. Wer hat denn Visionen?, werden Sie wohl fragen. Mehr Menschen als noch vor 50 Jahren und viel mehr als vor 100 Jahren. Warum? Drogen, Okkultismus, Esoterik Privatoffenbarungsgläubigkeit Anderes. ad 1. Es ist gekannt, das verschiedene Drogen, insbesondere die THC-haltigen Halluzinationen spricht Visionen hervorrufen. Während aber ein naturalistischer Mediziner sagen wird, dass sich diese Vorgänge nur innerhalb des Gehirns abspielen, so meinen wir, dass wir bloß durch die neuen Techniken sehen können, dass sich diese Vorgänge im Gehirn abspielen, aber wir nicht sagen können, ob sie eine äußere Wirklichkeit widerspiegeln oder nicht. In allen heidnischen Kulturen wurde der Rausch samt Rauschgift als eine Toröffnung auf die dämonische Welt verstanden, was es auch ist. Die Verwendung der verschiedenen Rauschgifte, der heiligen Pflanze, welche einer Gottheit gewidmet war, war also eine Kulthandlung, welche an sich die Dämonen einlädt und beschwört. Menschen, die Drogen nehmen, bilden sich nicht ein mit dämonischen Wesenheiten zu verkehren, sie tun es tatsächlich auch nachdem der Rauschzustand verklungen ist. ad 2. Fast überall im Internet, auf Workshops, Seminaren etc. kann man lernen, wie man Dämonen, die natürlich nicht als solche genannt werden, beschworen, befreundet oder wie auch immer herbeigerufen werden können. Das resultiert natürlich auch in Visionen, die zu einer Besessenheit führen. Der Dämon verkleidet sich zuerst als ein Engel des Lichts und zwar buchstäblich, denn er stellt sich als ein Engel vor, was nicht mal gelogen ist, bevor er später, meistens wenn diese Person aussteigen will, sein wahres Gesicht zeigt. ad 3. Noch niemals waren die Katholiken so verwirrt wie jetzt, noch niemals haben sie mehr als Privatoffenbarungen geglaubt. Da aber jetzt, wie richtigerweise Ann Barnhardt sagt, es kaum in der Kirche gelehrte Männer gibt, welche eine echte Offenbarung erkennen können, so wird Gott jetzt keine von ihm kommenden Privatoffenbarungen senden. Auch an die anerkannten muss man nicht zwangsläufig glauben, denn sie sagen nichts Neues. Falls der Dämon aber die Schwäche für das „katholische Übernatürliche“ sieht, so verkleidet er sich dementsprechend, um zu verführen, siehe Faustina Kowalska, Garabandal, Heroldsbach und Medjugorje, womit wir wieder ein Diskussion vom Zaun brechen. ad 4. Es kommen recht selten Visionen bei Menschen vor, die zu keiner der o.a. Kategorien zählen. Gott lässt es manchmal zu, um sie zu prüfen. Die erste Vorsichtsmaßnahme, die uns von Kardinal Bona angeführten Autoren ans Herz legen ist Mißtrauen und Frage: Kommst Du von oben oder von unten? Es ist absolut falsch anzunehmen, dass etwas Paranormales, sollte es wirklich rational nicht erklärbar sein, von Gott kommt. Zu 90 % kommt es vom Teufel, weil Gott diese Regel, die er selbst gesetzt hat sehr selten überschreitet. Sollten Sie Visionen haben, dann sind diese Passagen an Sie gerichtet, denn man findet selten bessere Darstellung dieser Sachverhalte als bei Kardinal Bona.

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 20. In jeder Versuchung.

Christus hat für uns gesiegt und alle möglichen Versucher, scil. die Dämonen, durch seinen Kreuzestod und sein Blut besiegt. Das, was wie sein Niedergang aussah, war sein Sieg. Wir brauchen bloß seinen Sieg in Anspruch zu nehmen und sich unter sein Schild zu flüchten. Den Rest macht er insofern für uns, dass Er uns hilft. In omni tentatione. Salvator mundi, salva nos, qui per crucem et sanguinem tuum redemisti nos, auxiliare nobis, te deprecamur, Deus noster. In jeder Versuchung. Retter der Welt, rette uns, der Du uns durch Kreuz und Blut erlöst hast, hilf uns, so bitten wir Dich, unser Gott. Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitrag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden.  ...

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 20. Im Erfolg und Wohlergehen

Viele Menschen wissen nicht, dass es viel schwieriger ist Erfolg unbeschadet zu überstehen als Misserfolg. Warum? Weil man selbstzufrieden wird und sich nicht mehr gezwungen fühlt an sich selbst zu arbeiten, irgendetwas zu tun oder sich neue Fähigkeiten anzueignen. Wenn es geklappt hat, dann hat man alles richtig gemacht. DSDZ liest in der letzten Zeit viele Business-Ratgeber, wo manchmal geschrieben steht, dass einmal finanziellen Erfolg gehabt zu haben nichts bedeutet, weil man nur Glück gehabt haben könnte oder am rechten Platz zur richtigen Zeit gewesen sein. Wenn man sich aber nach einer Pleite wieder emporarbeiten kann, dann bedeutet das schon etwas. Ebenso sich an der Spitze nicht auszuruhen, sondern ständig Neues zu erreichen. Im geistlichen Leben ist es genauso, denn es ist Leben und Leben ist Kampf. Der hl. Filip Neri meinte, dass dann, wenn man meint eine Sünde schon überwunden zu haben, man sehr schnell gerade in diesem Bereich fallen werde. Warum? Weil man nicht mehr kämpft und darauf achtet eben nicht in diese Sünde zu fallen. Erfolg ist relativ, aber für die meisten Menschen ist Erfolg das, was andere dafür halten. Man ist fremdgesteuert und fremdmotiviert. Fallen aber diese fremden Einflüsse weg, dann weiß man nichts. Man steht ohne Kompass da. Sehr oft wird uns aus wirklich unerklärlichen Gründen Erfolg in irgendetwas verwehrt, worin wir objektiv gut sind. Es scheint als würden wir noch zusätzliche Runden laufen und mit zusätzlichen Gewichten trainieren. Warum? Weil Gott etwas mit uns vorhat, wofür wir eine bessere Verfassung benötigen als unsere Mitmenschen. Denen reicht die Teilnahme an den Bundesjugendspielen, wir trainieren auf das olympische Finale. Also seien wir nicht ungeduldig, denn Gott ist gerecht und er gibt uns manchmal dann Erfolg, wenn wir damit umgehen werden können und z.B. nicht den Millionengewinn gleich auf den Kopf hauen werden. Sollte uns ab und zu gut ergehen, dann beten wir das unten angeführte Gebet. In prospero successu. Non nobis, Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam. Fallax est honor mundi, fallaces huius vitae consolationes. Satiabor cum apparuerit gloria tua.  Im Erfolg und Wohlergehen  Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gib Ehre. Trügerisch ist die weltliche Ehre, trügerisch sind die Tröstungen dieses Lebens. Ich werde gesättigt werden, wenn Deine Ehre sichtbar wird....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (36). Über den göttlichen Geist (i)

Sechstes Kapitel Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wievielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.  Wann haben wir überhaupt die Chance Gottes Stimme in uns zu vernehmen?   Wenn wir im Gnadenstand sind. Ist es möglich, dass ein schwerer Sünder die Stimme Gottes vernimmt? Durchaus, aber die Möglichkeit ist sehr klein. Warum? Weil Gott dermaßen rein, transzendent, heilig und überweltlich ist, dass nur eine reine Seele Ihn wahrnehmen und ertragen kann. Alle Propheten des Alten Testaments hatten bei der Epiphanie also der Offenbarung Gottes, siehe Jesaja 6, schreckliche Angst und waren sich ihrer Unwürdigkeit bewusst. Dabei waren es Gerechte des Alten Bundes. Es ist eine falsche gnostische Lehre, nach der man sich der Sünde, hauptsächlich sinnlicher, sprich sexueller Natur suhlen, aber gleichzeitig einen hohen mystischen Weg beschreiten kann. Dem ist nicht so. Dies ist eine vom Teufel gewirkte Falschmystik, die immer mehr nach unten zieht und verwirrt. Der schwere Sünder und der Heide sind Sitz der Dämonen, welche zuerst durch die Verkündigung und die Taufe/Beichte herausgetrieben werden müssen, bevor dieser Mensch zur Wohnstätte des Heiligen Geistes werden kann. Die Stimme Gottes passt sich unserer Natur tatsächlich an, sodass, wie der hl. Bernhard von Clairvaux unten sagt, man kaum sagen kann, ob man es selbst ist oder nicht ist. Man könnte es mit der Durchdringung des Lichtes durch die Scheibe vergleichen. Die Scheibe ist da. Sie ist ein Medium. Sie bricht und hält das Licht ein wenig zurück, aber es kommt dennoch durch sie hindurch. Je reiner die Scheibe ist, desto mehr Licht kann sie durchlassen. Daher reinigt Gott die Seelen gründlich, bevor er ihnen etwas mitteilen möchte. Die Stimme Gottes geht mit einer ruhigen Gewissheit einher, dass es Gottes Willen ist, obwohl das Geforderte uns oft überschreitet. Aber wir wachsen mit den Aufgaben, d.h. durch die Gnade und mit der Gnade.        ...

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 19. Im Schmerz und bei jedweder Bedrängnis

Wir werden bald den Traktat Über den Willen Gottes von hl. Alphons Liguori lesen, in welchem geschrieben steht, dass uns Gott durch alles erzieht. Durch Krankheiten, äußere Angriffe, Lebensumstände, aber auch direkt durch dämonischen Angriffe, welche manche Heilige, wie z.B. der wenig bekannte hl. Alphons Rodriguez SJ, der Patron Mallorcas. Daher stellt sich sie Frage: Ist es legitim Gott überhaupt um Schonung zu bitten? Die Antwort lautet: Ja, denn Gott wird ohnehin das tun, was er möchte. Christus hat im Ölgarten auch um Schonung gebeten, doch willigte er schließlich in den Willen des Vaters ein. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) wird oft von Menschen kontaktiert, die mit allen möglichen Problemen zu kämpfen haben und es sind wirklich manchmal exorbitant schwierige Probleme. DSDZ betet für sie, was immer hilft. Entweder löst sich die Situation von selbst auf oder der Schmerz wird dermaßen gelindert und derjenige, auch durch Ratschläge, so aufgebaut, dass er oder sie in der Lage ist diese Situation zu ertragen oder um die Änderung zu kämpfen. „Viel Feind, viel Ehr“ und ohne Proben und Versuchungen können wir uns gar nicht bewehren. Dennoch beten man bei jedem neune Schicksalsschlag instinktiv: Oh, bitte Gott… hilf mir, dass …. Gott hilft schon, aber einige Arbeit müssen wir schon selbst machen, denn wir haben nur ein Leben und einen freien Willen. DSDZ gewöhnt sich jetzt an bei einem jeden neuen metaphorischen Schlag in die Magengrube nicht: Wofür jetzt das schon wieder? zu denken, sondern Dein Wille geschehe, zu sagen. Heute hat er ein schwieriges Gespräch vor sich, denn er muss jemanden feuern und sich wieder auf ein neues Risiko in einer Angelegenheit einlassen. Bequem ist es nicht, aber Dein Wille geschehe. Amen. In dolore et quacumque tribulatione. Recordare, Domine, fragilitatis meae et dic Angelo percutienti: Cesset iam manus tua. Verumtamen non mea, sed tua voluntas fiat. Im Schmerz und bei jedweder Bedrängnis Gedenke, Herr, meiner Gebrechlichkeit und sage dem verfolgenden Engel: Deine Hand möge jetzt ruhen. Dennoch nicht mein, sondern Dein Wille geschehe. Unterstützen Sie uns! Falls Sie diesen Beitrag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten, so können Sie uns etwas spenden.  ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (35). Man erkennt aus den Werken.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Ganz am Ende seiner Darlegungen wird Kardinal Bona nochmals ganz sachlich und konkret, indem er sagt, dass wir ex effectibus – „von den Auswirkungen her“ den leitenden Geist erkennen können. Nehmen wir das erstbeste Beispiel – den Antipapst Franziskus. Machte er sich ganz am Anfang seines Pontifikats über die Rosenkranz zählenden, pelagianisch-prometheischen, sich wie Kaninchen vermehrenden Katholiken lustig? Ja. Ist die atheistisch-kommunistische Zeitung La Repubblica  seine einzige Lektüre? Ja. Ist der Atheist und La Repubblica-Chef Scalfari sein Freund? Ja. Ist Bergoglio ein die Kirche hassender Atheist? Ja. Seine Taten zeugen davon. Warum sträuben wir uns das zu glauben? Weil wir uns von Gefühlen leiten lassen, die wir rationalisieren, da wir gerne einen heiligen oder wenigstens normal-katholischen Papst hätten. Aber nichts da! Pustekuchen! Aber Bergoglio ist nicht vom Himmel gefallen. Wir wurden seit 1962 darauf vorbereitet die Augen vor der Realität zu verschließen und uns die kirchliche Wirklichkeit schön zu reden. Wir dachten, dass hinter der abstoßenden Fassade sich eine zweite Schicht von Heiligkeit oder Weisheit befindet. Aber da war nichts da. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) erlebte erst in den letzten Jahren eine Befreiung, indem er realisierte, dass das Äußere wirklich zu 100% das Innere wiederspiegelt. Mehr ist nichts. Punkt. Wir alle sind Opfer des Stockholm-Syndroms und dessen, was man Gaslighting nennt. Wir halten uns für die Schuldigen („Weil wir zu wenig für unsere guten Geistlichen, die es so schwer haben, gebetet haben“) und übernehmen ihre Sicht der Dinge. Es ist wie beim Opfer eines Psychopathen. Nach einiger Zeit von Isolation und Quälerei hält sich das Opfer für schlecht und schuldig, den Psychopathen für gut, gerecht und heilig. Für jemanden, der niemals in einer solchen Situation war, ist diese Realitätsverzerrung unvorstellbar, aber viele Frauen erkennen bei Bergoglio dieselben Verhaltensmustern wie bei ihren psychopathischen Ex-Männern. Er nicht nur der Psychopath setzt uns einen Zerrspiegel vor. Der Teufel tut es auch, entweder direkt für die Beeinflussung unserer Gedanken oder durch andere Menschen, die uns vieles einreden. Aber dazu werden wir woanders mehr schreiben. Wir müssen bei der Geistesunterscheidung von der Realität ausgehen und diese lautet: wie sich jemand verhält, so denkt er, so ist er. Verhält sich ein Papst wie ein Atheist, so denkt er wie ein Atheist und so ist er ein Atheist. Er ist nicht nur privat ein Atheist, sondern ein die Kirche zerstörender den Atheismus lobender Atheist. Und wo ist die Assistentia negativa? Die gibt es bei Antipäpsten nicht. Amen....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (34). Wann ist die Erkenntnis richtig?

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Das, was hier unten Kardinal Bona beschreibt, bringt der hl. Ignatius von Loyola besser und kürzer auf den Punkt: Der Gegenstand der Geistesunterscheidung darf nur etwas Gutes oder Gleichgültiges sein. Bei hl. Ignatius heißt es wie folgt: „Zur Kenntnisnahme worüber die Erwählung zu geschehen hat. Es ist notwendig, dass alle Dinge, über die wir Erwählung zu halten wünschen, in sich indifferent oder gut sind, und dass sie im Bereich der Heiligen Mutter, der hierarchischen Kirche mitstreiten und nicht schlecht sind oder ihr widerstreitend“. (Ignatius von Loyola, Die Exerzitien. Übertragen von Hans Urs von Balthasar, Einsiedeln 19869, 45) Dies bedeutet, dass eine Sünde, eine Häresie oder etwas, was die Kirche zerstört, niemals der Gegenstand einer Wahl, Erwählung, Unterscheidung oder Geistesunterscheidung zu sein hat. Also: kein Ehebruch, keine Homoehe, keine Kommunion an Ehebrecher oder Protestanten. Es ist nämlich unmöglich, dass Gott sich selbst widerspricht, indem er zur Sünde aufruft, wie angeblich in Amoris Laetitia, weil Er selbst die Sünde verurteilt und verworfen hat. Denn Sünde ist Gott so zuwider, dass er seinen einzigen, eingeborenen Sohn als Sühne für unsere Sünden so schrecklich leiden ließ, damit alles durch die göttliche Gerechtigkeit wieder ins Lot kommt. Freiwillig zu sündigen, wenn auch leicht, ist nochmals Christus eigenhändig ans Kreuz zu schlagen. Es ist also nicht egal! Ferner, um richtig erkennen, was falsch und was richtig ist, muss man im Gnadenstand sein, denn im Stand der Todsünde, wenn man zum Beispiel im Ehebruch, auch Zweitehe genannt oder Unzucht, auch Partnerschaft ohne Trauschein gemeint, lebt, so sieht man diese Dinge nicht und empfindet das Tugendhafte und Gute als schwer und unmöglich, wie es den sodomitischen Prälaten eigen ist, welche Amoris Laetitia verfasst haben. Diese verkehrte Wahrnehmung kommt daher, weil Sie durch eine einzige Todsünde die Taufgnade verlieren, das Taufsiegel, welches Sie erleuchtet und Sie vor dem Teufel schützt. Sie verlieren auch alle aktuellen Gnaden, welche Sie zum Guten befähigen. Stellen Sie sich vor Sie sind ein Kraftsportler und schaffen beim Bankdrücken 120 kg. Durch eine einzige Mahlzeit, unsere Todsünde, verlieren Sie 90% Ihrer gesamten Muskelmasse und gewinnen 60% an  Fettgewebe. Nicht nur alles wofür Sie so lange und ausdauernd geschuftet haben, ist weg, was man Ihnen ansieht, Sie können nicht einmal 20 kg stemmen. Lohnt sich das denn? Nein, aber das ist unser Zustand nach einer einzigen Todsünde. Wir sind zu keinen Gut fähig und Sie können bei Luther, Zwingli, Kierkegaard und anderen Protestanten nachlesen oder in Bergmann-Filmen ansehen, wie sich das anfühlt. Es fühlt sich schrecklich an, man wird zu einem Genossen der Dämonen und hat ihre Sicht der Dinge. Kurz und gut: man muss im Gnadenstand sein, um das Gute zu erkennen und verwirklichen zu können. Aber kommen wir zum zweiten Punkt: 2. Das erwählte Gut muss allseitig gut sein. Der hl. Ignatius behandelt dieses Thema an verschiedenen Stellen, wir wollen die folgende Passage zitieren, welche die fünfte Woche der Geistesunterscheidung der Zweiten Woche betrifft: „Wir müssen sehr achtgeben auf den Verlauf der Gedanken. Sind Anfang, Mitte und Ende gut und hingerichtet auf etwas ganz Gutes, dann ist dies ein Zeichen des guten Engels. Wenn aber einer im Ablauf seiner Gedanken bei einer schlechten oder ablenkenden Sache endet oder bei etwas weniger Gutem als dem, was die Seele sich vorher vorgenommen hatte zu tun, oder wenn es die Seele schwächt oder verwirrt, indem er ihr den Frieden, die Stille und Ruhe, die sie vorher hatten, weg nimmt, so ist dies ein klares Zeichen, dass es vom bösen Geiste herstammt, dem Feind unseres Fortschritts und ewigen Heils.“ (Ignatius von Loyola, Die Exerzitien, 86) Kardinal Bona fasst es ein wenig anders und konzentriert sich auf andere Aspekte: auf das Leben und nicht die Gedanken. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail, er kann auch, wie ein Tracking-Programm, sich in die guten Gedanken, Pläne oder Vorsätze einhacken, um uns von Gott wegzubewegen. Deswegen sollte man sich fragen, wie sehr passt dieser Impuls zu meinem Leben. Dies bedeutet aber nicht, dass man sich fragen sollte: Ist es nicht zu schwer? – Die anderen haben es leicht. Werde ich nicht zu überfordert? – Ich könnten womöglich schwitzen.  Muss ich gar was riskieren? – Ich habe Angst. Denn das ist unsere nachkonziliare Bequemlichkeit eines Prälaten oder Kaninchenzuchtverein-Mitglieds, welche warten, dass alles von selbst „durch den Triumph des Unbefleckten Herzens“ oder „einen neuen guten konservativen Papst“ besser wird, ohne das sie selbst intervenieren müssen, liebe Kardinal Burke. Christus hat etwas riskiert und endete am Kreuz, die Aposteln hatten etwas riskiert und endeten als Märtyrer (hl. Johannes hat auch ein Martyrium erlitten und es überlebt), Heilige haben etwas riskiert und endeten verschieden. Man...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (33). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Wir führen hier die Überlegungen des letzten Abschnitts weiter, wonach es manchmal gut ist, in geistlichen Dingen, nicht in intellektuellen wohlgemerkt, instinktiv zu handeln.  Man soll nicht allzusehr analysieren und zergliedern, denn das Geistliche, nicht das Intellektuelle, übersteigt die Natur. In diesem Bereich können Sie sich auf Ihren Glaubenssinn (sensus fidei) oder die geistliche Wahrnehmung verlassen. Es ist wirklich  wie bei Kampfsport oder einer militärischen Ausbildung. Wenn Sie wirklich sehr lange trainiert haben oder gedrillt worden sind, dann reagieren Sie instinktiv richtig. Wenn Sie lange genug bei Gott durch Gebet, Sakramente, Buße, Anbetung und andere geistliche Übungen verweilt haben, so wissen Sie wie gleichsam „Gott schmeckt“ und wie er sich „anfühlt“ und wie es anders ist.  Daher sollte man bei der Geistesunterscheidung mit Einfalt, also mit Einfachheit zur Werke gehen.  Diese Regel ist aber für diejenigen gedacht, welche das Geistliche oder Spirituelle vom Intellektuellen und Psychischen unterscheiden können....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (32). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Die unten angeführten Ratschläge können aus dem Kontext gerissen schnell als ein „christlich-katholischer Anti-Intellektualismus“ missverstanden werden. Das es so etwas gegeben hat oder gar noch gibt hat die bürstenschnittige Pastoralassistentin in ihrem Studium von einem immer noch in der Aufklärung (wir meinen hier die philosophische Periode und nicht „Dr. Sommer“) stehenden altliberalen Professor gelernt.  Insbesondere der Ausspruch vom Abt Absalon: „Da regiert der Geist Christi nicht, wo der Geist des Aristoteles herrscht“...

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 15. Beim Verlassen des Hauses oder der Zelle.

Der Alltag besteht aus Alltäglichem, das Banale aus Banalitäten. Zu der großen Versuchung eines Menschentyps, den wir den Romantiker nennen wollen, gehört die Überzeugung, dass Sein Ideal nicht hier und jetzt als das Reale ist, sondern irgendwo fern und unerreichbar existiert. Was ich traure, weiß ich nicht. Es ist ein unbekanntes Sehnen, immerdar durch Tränen sehe ich der Sonne liebstes Licht. (Möricke, Lass oh Welt)...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (31). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Die unten angegebenen Passagen behandeln zwei Themenbereiche, die wir dennoch in einem Beitrag zusammenführen wollen: Erkenntnis Geistliche Leitung Wie richtigerweise Kardinal Bona schreibt und was wir schon mehrmals erwähnt haben, erkennt der Engel, der gute oder der gefallene, alles auf einmal, während der Mensch sukzessiv schlussfolgert. Die Erkenntnislehre der Engel ist beim hl. Thomas sehr eingehend dargestellt (Summ. theol. Ia Iae, q. 54 bis 58) und bei Diekamp-Jüssen (Katholische Dogmatik, Wil: Alverna 2012, 376-377) gut zusammengefasst....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (30). Selbsterfahrung, Selbstvollzug und Empathie

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzu kommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. Als DSDZ am letzten Sonntag die wieder einmal grauenvolle Predigt eines Priesters, der auch die Alte Messe liest  über sich ergehen ließ, so dachte er, wie gut es doch ist, dass katholische Priester sechs Jahre lang im Priesterseminar von der Welt abgesondert werden, um die Perspektive Gottes kennenzulernen und alle Dinge von Gott her beurteilen zu können. Denn spirituelle Unterweisung kommt von den Mönchen, den Eremiten, welche fort gingen, um als Einzelner/Einsamer – monachos Gott das Eine – monas– kennenzulernen, wie es hl. Hieronymus fasste. Der Priester, von dem die Rede ist, ist diesen Weg nicht gegangen, was bei allem, was er predigt leider sehr zum Nachteil sichtbar wird. Wir wollen an dieser Stelle nicht den traurigen Zustand unserer Seminare samt McCarrick-Geschichten betrachten, sondern gleich zum Idealfall übergehen, welcher eigentlich der Realfall ist, weil es sonst nicht funktioniert....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (29). Konkrete Regeln für Seelenführer

Fünftes Kapitel Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben. An dieser Stelle kommen wir endlich zu den praktischen Ratschlägen für Seelenführer oder für uns selbst, die keine Seelenführer haben. Diese Ratschläge sind jedoch nicht unbedingt weniger theoretisch als der vorhergehende Teil, weil man recht viel Theorie braucht, um die richtige Praxis anzuwenden. Kardinal Bona stellt nochmals fest, dass das äußere Rahmenwerk keine letzte Sicherheit bietet, wenn der Beichtvater die Sünde oder den hl. Geist nicht „riechen“ kann, ein Ausdruck von DSDZ und selbst nicht Vieles geistlich mitgemacht hat, um dieselben Symptome, die er bei sich festgestellt hat, bei anderen festzustellen. Deswegen wurden die Heiligen so stark geprüft, damit sie geistlich alle Krankheiten durchleiden, um diese bei anderen diagnostizieren zu können. Es ist wirklich sehr schwierig bei sich selbst die Geister zu erkennen, wenn man sozusagen „in Bewegung“ ist, daher braucht man eine Außenansicht von jemand, der kompetent ist. Was ist die erste Norm der Geistesunterscheidung? Die Heilige Schrift – die norma normans (die normierende Norm) und norma non normata (die nicht genormte Norm). Gott lügt nicht und zeigt uns den Weg, wenn man sein Wort Ernst nimmt und keine „Jedoch-aber-Wenn“-Exegese anwendet. Damit ist auch implizit die richtige theologische Ausbildung umfasst, denn die Normen des geistlichen Lebens dürfen niemals der Dogmatik widersprechen. Seit aber durch Vat. II die Dogmatik auseinander gegangen ist und der „Denzinger-Katholizismus“ verpönt wurde, gibt es kein geistliches Leben mehr und fast alle Wege des Katholizimus führen in (a) die östlichen Religionen durch Joga, in (b) die Gnosis und in (c) die Esoterik. Man muss:...

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 13. Vor jedweder Handlung

Wie wir hier schon mehrmals schrieben, besteht das Leben auch das geistliche Leben aus Kleinigkeiten und Details. Um das Große und Heilige irgendwann einmal zu vollbringen, muss man es durch diese Kleinigkeiten vorbereiten. Bei der Niederschrift dieses Beitrages am 09.07.2018 werden in vielen regionalen, vorkonziliaren Heiligenkalendern die Märtyrer von Gorkum gefeiert.  Diese 19 Priester und Ordensmänner waren 1572 deswegen in der Lage das Märtyrium aus den Händen der Calvinisten zu erleiden, indem sie den Glauben an die eucharistische Realpräsenz und Primat des Papstes nicht aufgaben, weil sie wohl ihr ganzes Leben lang fromm lebten. Dies bedeutet, dass Sie im Jahre 1572, d.h. ganze elf Jahre nach dem Trienter Konzil (1545-63)  in einer zufällig ausgewählten Stadt unter einem zufällig ausgewählten Stadtklerus Märtyrer vorgefunden hätten, denn die 19 von Gorkum waren vorher nichts Besonderes. Dies würde also dem Jahr 1976 nach dem letzten Konzil entsprechen. Wir sparen uns diesmal unseren traditionellen Seitenschlag gegen die heutigen Geistlichen samt DBK und stellen lediglich fest, dass die Trienter Reformen und das Tridentinische Brevier, welches alle Märtyrer von Gorkum wohl gebetet haben, diese Früchte des Blutzeugnisses brachte. Aber solch eine Glanzleistung des Märtyriums, welchem lange und harte Folter seitens der Kalvinisten vorangingen, die gar nicht „im Sinne der Ökumene“ waren, musste mit kleinem, mühevollen Tageswerk im Laufe des ganzen Lebens der Märtyrer von Gorkum vorbereitet werden. Wir können Gott wirklich jedes Detail opfern, einer auch so banaler Alltagstätigkeit, welche Kardinal Bona nicht einmal näher bezeichnet, sondern vom quodlibet opus – „einer jedweder/beliebigen Tätigkeit“ spricht.  Lernen wir das nachfolgende Gebet auswendig, sagen wir es auf, denn es wird uns aktuelle Gnaden bringen, die sich irgendwann einmal zu einer Glanzleistung subsumieren werden. Ein Stabhochspringer vollbringt seinen Sprung auch nur in Sekunden, aber er braucht Jahre, um diese Sekunden richtig auszuführen. Ante quolibet opus Domine Jesu, da ut peragam opus istud ad gloriam tuam et salutem meam, sicut tibi placitum est. Vor jedweder Handlung Herr Jesus, gib, dass ich diese Tat vollbringe zu Deiner Ehre und zu meinem Heil, wie es Dir gefällt.  ...

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 12. Nach der Mahlzeit

Bei den Stoßgebeten von Kardinal Bona geht es darum jede, auch so banale Alltagstätigkeit mit der übernatürlichen Dimension zu verbinden und Gott um seine aktuelle Gnade dafür zu bitten. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) verrichtet zurzeit in seinem Brotberuf dermaßen banale Tätigkeiten, dass es banaler nicht mehr geht. Ja, ein einigermaßen trainierter Gorilla mit Fremdsprachenkenntnissen könnte es auch. Leider ist es keine rein körperliche Tätigkeit, bei der man meditieren könnte, sondern man muss schon daran denken, was man gerade tut. Aber das Leben unser aller besteht aus Banalitäten. Man kann nicht 24 Stunden pro Tag geistliche oder intellektuelle Höchstleistungen abliefern, was schon die Wüstenväter wussten. Man braucht mechanische, banale Tätigkeiten, um sich zu regenerieren, aber banal bedeutet nicht gottlos. Man kann alles in Opfer und Gebet ummünzten und vielleicht sollten wir alle, nach dem Vorbild von Kardinal Bona, Stoßgebete vor unseren banalen Alltagstätigkeiten entwickeln....

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 11. Vor der Mahlzeit

Das heutige Stoßgebet, das zu Tisch gebetet wird, macht uns wieder einmal klar, dass unsere Prioritäten falsch liegen. Wir kümmern uns stets um das aktuelle Tagesgeschehen und nicht um die Ewigkeit. Wenn wir abends unsere Gewissenserforschung unter dem Gesichtspunkt machen würden, Was hat mir heute für die Ewigkeit genützt? dann würde wirklich wenig übrig bleiben. Natürlich besteht jeder Weg aus kleinen Schritten und die Zukunft wird im Jetzt gemacht, denn die Ewigkeit wird sich nicht um sich selbst kümmern, sondern Sie bauen jetzt für Ihre Ewigkeit vor und zwar, wo Sie diese verbringen werden. Für alle von uns, die sehr effizient ihre Zeit einplanen müssen, sollte sich nicht die Frage stellen: Wie effizient war ich heute und was haben ich erledigt? sondern Wie habe ich heute für meine Ewigkeit vorgesorgt? Natürlich muss man auch sehr banale Dinge tun, aber die helfen uns auch, wenn wir davor die sog. „gute Meinung“ erwecken, d.h. wenn wir Gott um seine Hilfe bitten und diese Tätigkeiten aufopfern. Dann geht unser Tagewerk für die Ewigkeit nicht verloren, sonst heißt es zuerst: Schaffe, schaffe, Häusle baue! und danach Hinfort in das ewige Höllenfeuer! Ja, jeder sollte wirklich stets mit der Möglichkeit der eigenen Verdammnis durch schlechte Prioritäten und Unterlassungssünden rechnen. Noch haben Sie Zeit.  Wenn Sie wüssten, wer alles in der Hölle landet, der in Augen der Welt als „gut, fromm und konservativ“ angesehen ist? Wenn Sie nur wüssten ….   Ante mensam Da, mihi, Domine, operari non cibum qui perit, sed qui permanet in vitam aeternam. Zum Tischgebet Gib mir Herr, nicht für diejenige Speise zu arbeiten, die verloren geht, sondern um diejenige, die für das ewige Leben währen wird.  ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (26). Bei der Geistesunterscheidung kann man subjektiv immer irren.

    Fünftes Kapitel. Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und betrüglich [trügerisch], wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche [kunstfertige] Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende [Zweck] einige Regeln vorgeschrieben. Obwohl die vorgelegte deutsche Übersetzung aus der Mitte des 19 Jhdts. stammt, so haben einige Worte ihre Bedeutung dermaßen verändert, dass uns eine Übertragung einiger Termini des Titels angebracht schien. Worum geht es in diesem Kapitel? Darum, dass niemand bei sich selbst, d.h. subjektiv, und das ist eine wichtige Einschränkung immer die Geister richtig unterscheiden kann. Warum? Weil der Teufel wirklich real sind und er wird, unter Zulassung Gottes, dafür sorgen, dass Sie oft nicht wissen werden, wo oben und wo unten ist. Es gibt auf dem offenen Meer Windstärken, wo der Himmel verschwindet samt der Horizontlinie und wirklich alles zu wüsten Wassermassen wird. Wikipedia beschreibt diese Orkanstärke wie folgt: See vollkommen weiß, Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Sicht mehr.  ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (25). Gesetzmäßigkeiten des Heiligen Geistes.

  Viertes Kapitel. Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln.   DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) war ein vorwitziges und altkluges Kind, welche seine Lehrer durch seine „unverschämten Fragen“ – siehe der Hirte des Herma – ins Bockshorn jagte. Aber es war keine Bosheit, sondern ein wirkliches Interesse an den Problemen. Da die Lehrer, insbesondere die Hochschullehrer schnell bei ihm aggressiv wurden, so hat er wirklich viele Erfahrungswerte, um feststellen zu können, wenn jemand keine Ahnung hat und sich um die klare Antwort drückt. Diese Antwort des Unwissenden lautet immer: Das kann man so pauschal nicht sagen. Das kommt darauf an. Es ist von Fall zu Fall verschieden. Sie erkennen es, nicht wahr? Dies ist die Rhetorik des Bergoglio-Pontifikats mit dem Gott der Überraschungen und dem Heiligen Geist, der weht, wo er will, in der letzten Zeit zunehmend Richtung Ehebruch und Homosex, siehe Amoris Laetitia. Stimmt das aber? Nein, seit sich Gott in Jesus Christus geoffenbart hat und den Heiligen Geist gesandt hat, um die Kirche immer tiefer in das Geheimnis Christi zu führen und nicht von der Wahrheit weg zu führen, gibt es keine Überraschungen. Alles ist im Großen und Ganzen vorgegeben. Es ist wirklich wie eine Gleichung, z.B., welche auf der Meta-Ebene (der Ebene über der Ebene) so lautet: ∀xyz: (x + y) + z = x + (y + z) man liest es: für jedes x y z gilt: (x + y) + z = x + (y + z) in einem konkreten Fall jedoch sieht die Anwendung der o.a. Formel wie folgt aus: (3 + 4) + 5 = 3 + (4 + 5) Es ist das Assotiativgesetz, welches für jedes x, y, z gilt, gleich welche Ziffer wir dafür einsetzen. Wie Sie sehen es ist zugleich konkret und dennoch nicht so eingeschränkt, dass es nicht viele Fälle umfassen könnte. Und so ist auch das Gesetz Gottes: Du sollst nicht Ehebrechen. Jede sexuelle Handlung eines Verheirateten außerhalb seines angetrauten Ehegatten oder Ehegattin ist eine schwere Sünde und jeglicher Sex außerhalb der Ehe ist es auch.  Keine Ausnahmen: gleich ob die eigene Frau alt und häßlich und die Sekräterin jung und hübsch ist. Dennoch muss x in unserem Falle nicht 3 lauten, es kann auch 4212, 34 sein oder 17. Was hat das aber mit der Geistesunterscheidung zu tun? Das, dass wir nicht absolut jeden Einzelfall als solchen voraussehen können, aber wir kennen doch die Formel. Wenn man ein geistliches Leben führt, dann erfährt man sowohl die Führung des Heiligen Geistes als auch Versuchungen des Teufels. Man kann dann tatsächlich anderen raten, weil man wenigstens die grobe Struktur erkennt.  Kardinal Bona rät, sich im spirituellen Leben bei Älteren Rat zu holen. Ja, schön wäre es, wenn man welche hätte. Warum? Weil der Teufel, der versucht, im Verborgenen bleiben will. Auch wenn Sie einen inkompetenten Beichtvater haben und ihm Ihre Versuchungen beichten, dann bekommen Sie selbst mehr Licht und die Macht des Teufels wird sozusagen verbrannt. Gott liebt die Demut, der Teufel scheut sie. Sehr treffend schreibt Kardinal Bona, dass es nicht möglich ist, dass eine echte Offenbarung, die ja so selten vorkommt, durch das Urteil der Anderen vernichtet wird. Wenn sich Gott wirklich offenbart, dann wird er früher und später für die Verwirklichung seiner Offenbarung sorgen. Also hier nochmals zusammenfassend: Man kann allgemeine Strukturen im geistlichen Leben erkennen. Man sollte sich im Übernatürlichen Erfahreneren anvertrauen. Wenn etwas wirklich von Gott kommt, dann lässt Gott nicht zu, dass es zunichte gemacht wird. Amen.      ...

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 10. Nach der Messe oder Kommunion

Was ist die hl. Kommunion? Die Vereinigung: des Schöpfers mit dem Geschöpf, der Seele mit Christus ihrem Bräutigam, des Christen mit Christus. Es ist etwas dermaßen Intimes, dass dieses Gebet vom cubiculum – „dem Schlafgemach, dem Schlafzimmer“ spricht. Viele Heilige fielen nach dem Kommunionempfang in Exstase und der hl. Bernhard von Clairvaux wird nicht müde, in seinem Kommentar zum Hohenlied die Seele mit Braut und Christus mit dem Bräutigem zu vergleichen. Aber unser Schlafgemach, unsere Seele, ist auch mit einem ordentlichen, gewischten und aufgeräumten Raum zu vergleichen, der sich auf einen hohen Besuch vorbereitet. Der Katholik der nachkonziliaren Zeit kommuniziert sehr oft, wenn auch hoffentlich niemals unwürdig, so doch ziemlich routiniert. Es scheint, dass die Heiligkeit der Priester bzw. die fehlende Heiligkeit ihrerseits den Leib Christi, den man empfängt, besudelt und einen Teil der Gnaden mindert. Sie empfangen also die himmlische Speise, Christus selbst, aus dreckigen, vor Dreck verkrusteten Priesterpfoten, welche vor Sünde nur so triefen. Deswegen ist es Katholiken verboten, wissentlich Sakramente vor Priestern zu empfangen, wo denen sie positiv wissen, dass sie in schwerer Sünde leben und/oder suspendiert sind.  Wenn man es nicht positiv weiß, sondern es nur vermutet, dann ist man zwar entschuldigt, aber der Dreck bleibt trotzdem kleben. Vielleicht hilft das u.a. Gebet die Gnaden der Hl. Kommunion zu bewahren und sich dennoch zu heiligen. Post missam vel communionem Sanctifica Domine, animam meam et benedictionem tuam in ea relinque. Ingredere cubiculum cordis mei et illud posside in sempinternum. Nach der hl. Messe oder Kommunion Heilige, oh Herr, meine Seele und hinterlasse in ihr Deinen Segen. Tritt in das Gemach meines Herzens ein und nimm es in Besitz in Ewigkeit.  ...

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 9. Bei der Elevation der Hostie und des Kelchs.

Diarium aspirationum – Tagebuch der Stoßgebete Dieses Stoßgebet kann bei der Erhebung, d.h. der Elevation der Hostie und des Kelchs kurz nach der Wandlung gebetet werden oder auch bei der gemeinsamen Elevation, welche zu den Worten „In ipso“ – „Durch ihn etc.“ stattfindet. Während beim Vetus Ordo der Moment der Wandlung gut vom Rest abgehoben und liturgisch unterstrichen ist, so verpasst man diesen Moment bei Novus Ordo oft, weil Novus Ordo so konstruiert worden ist, dass man ihn verpasst....

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (24). Guter Geist ist sanft, böser Geist beißt.

Viertes Kapitel. Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln. Eigentlich ist es sehr einfach. Der Teufel will uns quälen, uns beißen, uns verwirren. Daher ist eine jegliche Regung, die grob, beißend oder gewaltsam ist dämonischen Ursprungs. Nein, es ist nicht Ihr schlechter Charakter oder Ihr Unterbewußtsein. Es ist nicht Ihr Temperament. Es ist der böse Geist, der bei Ihnen „angedockt“ hat und versucht seine eigene Persönlichkeit Ihnen aufzudrücken. Daher ist es notwendig einerseits die Disposition in sich selbst zu verändern, damit der Dämon nicht so einfach andocken kann und zweitens die geistlichen Mittel (Gebet, Stoßgebete, Fasten, Bußübungen) anzuwenden. Ein Beispiel aus dem eigenen Leben. Der Schreiber dieser Zeilen (DSDZ) hat ein Wutproblem und er geriet oft in Rage, wenn man ihn beispielsweise beim Schreiben störte. Würde jetzt jemand ohne anzuklopfen in sein Arbeitszimmer kommen, dann gäbe es wohl instinktiv eine Szene und ein Geschrei. Es ist zwar eine lässliche Sünde, aber dennoch eine Sünde. Und es gibt Menschen, die den DSDZ gar nicht anders gekenngelernt haben als schreiend, überarbeitet und kaum ansprechbar. Was ist der Grund dafür? Zu wenig Pausen, zu wenig Erholung. DSDZ arbeitete immer sehr viel, sodass er oft sehr gereizt war und ein Wutausbruch war daher nicht weit....

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 8. Vor Messe oder Kommunion.

Diarium aspirationum – Tagebuch der Stoßgebete Diejenigen von uns, die oft zur Messe gehen oder kommunizieren, werden von einer bestimmen Routine eingefangen, bei der die Bedeutung des Kreuzesopfers Christi untergeht. Die Aufgabe des Gläubigen besteht darin ein anderer Christus (alter Christus) zu werden, welcher sich mit dem Herrn selbst aufopfert. Ja, das ist unsere Aufgabe hier auf Erden nicht nur mitzuopfern, sondern sich ganz aufzuopfern, bis zum Märtyrium hin, wenn Gott es möchte. Man kann sich bei diesem Stoßgebet die folgenden Fragen stellen: Wie steht es um meinen Opfersinn? Bin ich die makellose Hostie? Falls nicht, warum? Was kann ich Gott noch alles opfern? Wovon mich freimachen? Bin ich es überhaupt wert, in das Opfer Christi hineingenommen zu werden?...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (23). Gutes kommt nur von Gott.

  Viertes Kapitel. Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln. Was wir in unserer Zeit des praktischen Pelagianismus vergessen, weil wir es nicht vermittelt bekommen, ist die Tatsache, dass der Mensch von sich aus, der katholischen Erbsündenlehre zufolge nicht gut ist. Deswegen genügt es nur „menschlich“ zu bleiben, als könnte man bakteriell werden. Somit kommt alles Gute von Gott. Deswegen brauchen wir die Taufe und die Gnade. Deswegen ist es falsch von Atheisten, Heiden und schweren Sünden eine Ethik zu verlangen, die für uns Katholiken selbstverständlich ist. Deswegen werden wir in Beziehungen mit ihnen, womit wir jeglichen Kontakt meinen, immer „draufzahlen“. Es wird kaum etwas zurückkommen. Das Böse hat eine zweifache Quelle: (1) uns selbst, (2) den Dämon, das Gute kommt von Gott durch seine Gnade. Deswegen ist es so wichtig uns täglich mit der Gnade aufzufüllen, womit nicht nur die Gnade der Sakramente, sondern auch die der Sakramentalien gemeint ist: Gebet, Kreuzzeichen, Weihwasser, Verwendung der Andachtsgegenstände etc....

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 7. Nach dem Breviergebet.

Diarium aspirationum – Tagebuch der Stoßgebete Nach dem Breviergebet Da nach dem Breviergebet vor dem Breviergebet ist, so musss eine jede Gebetseinheit mit einem Abschlussgebet gleichsam umrandet werden. Ist es nicht zu viel ein Gebet noch mit einem anderen Gebet abzuschließen?...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (22) Bin ich es oder kommt es von Außen?

Viertes Kapitel. Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln. Die Grundlage einer guten Geistesunterscheidung ist eine gute Selbsterkenntnis. Wenn ich mich kenne, dann weiß ich, was mir fremd ist. Das Problem mit unseren ungebildeten, psychologisierenden und in der spirituellen Literatur unbelesenen Beichtvätern ist dies, dass sie, laut Psychologie und Psychoanalyse („Papa“ Freud und „Onkel“ Jung), das Fremde in uns dem Unbewußten oder dem Unterbewußtsein zuschreiben, statt den Dämonen, die auf uns wirken. Wenn sich ein normaler Mensch fragt: Woher habe ich denn nur solche Gedanken oder solche Träume? Das bin ja nicht ich. Dann lautet die Antwort: Ja, es sind die Dämonen, die auf Dich einwirken, indem sie ihr eigens Wesen dir aufdrücken....

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 6. Vor dem Breviergebet.

Diarium aspirationum – Tagebuch der Stoßgebete Vor dem Breviergebet Da wir hoffen, dass Sie alle wenigstens ein Morgengebet, wenn nicht gar das Breviergebet (divinum officium) verrichten, so ist es gut dazu mit dem folgenden Stoßgebet zu schreiten.  Mit dem „Werk Deiner Hände“ ist hier der betende Mensch selbst gemeint, welcher darum bittet von Gott durch seine Gnade beim Beten unterstützt zu werden. Das Werk der Schöpfung – der Mensch – bittet seinen Schöpfer um Hilfe, um dieses Werk der Gerechtigkeit – das Gebet – verrichten zu können. Sehen Sie, es steckt immer bei Kardinal Bona Theologie dahinter und Sie kommen schnell in die Betrachtung.   Ante divinum officium Vocabis me, Domine, et ego respondebo tibi, operi manuum tuarum porrige dexteram tuam. Vor dem divinum officium Du wirst mich rufen, Herr und ich werde Dir antworten, erstrecke Deine Rechte auf das Werk Deiner Hände.  ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (21) Gutes kommt von Gott, Böses vom Teufel.

Wie so Vieles bekommt auch der Begriff „Unterscheidung“ (discretio) unter Bergoglio einen schlechten Touch. Katholisch bedeutet es, dass man zwischen objektiv Guten und Bösen unterscheidet, bei Bergoglio bedeutet es, wie man die Gebote Gottes aushebelt, um „frisch drauf los zu sündigen“, um es mit Luther zu formulieren. Aber irgendeine Unterscheidung ist erst dann möglich, wenn ich ein objektives, unveränderliches Kriterium habe, das nicht mit mir selbst identisch ist. Denn es alles, was ich mache, weil es mir Lust bereitet und „gut für die Umwelt ist“, um es mit Amoris Laetitia zu sagen, gut ist, dann braucht ja nichts unterschieden zu werden. Kardinal Bona schreibt, dass alles Gute von Gott und alles Böse entweder vom Teufel direkt oder vom Teufel durch unsere gefallene Natur kommt. Das ist natürlich keine große Überraschung, aber dieser Satz wird erst dann sinnvoll, wenn ich weiß, was das Gute und Böse an sich ist. Ich brauche Offenbarung, welche sich auf Metaphysik stützt, diese wiederum auf Logik. Wenn der Jesuit Spandaro schreibt, dass 2 und 2 in Theologie auch 5 ergeben können, dann argumentiert er diabolisch und ist ein Dummkopf. Ja, der Teufel hasst die Logik, Mathematik hasst er auch und deswegen werden Sie bei den Novu Ordo Leuten keinen stringenten Beweis erleben, sondern das hegelianische Sowohl-als-Auch-Gewusel, bei dem es nichts zu unterscheiden gibt....

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 5. Beim Sonnenaufgang.

  Diarium aspirationum – Tagebuch der Stoßgebete Beim Sonnenaufgang Da Mönche und viele Berufsgruppen sehr früh aufstehen, erleben Sie oft den Sonnenaufgang, den man auch mit einem Stoßgebet würdigen kann. Es ist Christus selbst, der die „Sonne der Gerechtigkeit“ genannt wird und der an jedem Tag alle unsere Werke beleuchtet um sie später am Ende unseres Lebensabends zu richten.   In ortu solia Exorere, exorere sol iustitiae, et illustra splendoribus tuis animam meam Beim Sonnenaufgang Gehe auf, gehe auf Sonne der Gerechtigkeit und erleuchte meine Seele mit deinen Strahlen.    ...

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (20) Geistesunterscheidung ist schwierig.

In einer wirklich langen Vorrede zum vierten Kapitel stellt Kardinal Bona fest, dass die Unterscheidung unserer Antriebe: Gott, Teufel oder ich schwierig ist. Das ist wirklich nichts Neues und man fragt sich, warum er sich wiederholt. Um es klarer zu machen. Kardinal Bona schreibt nämlich nicht, dass die Geistesunterscheidung an sich unmöglich ist, sondern dass der Unterscheidende selbst Schwierigkeiten dabei haben wird. Warum? Weil er in Bewegung ist und keine Außenansicht hat, die sein subjektives Empfinden objektiviert. Der Schreiber dieser Zeilen nimmt seit einem Jahr wieder einmal Gesangsunterricht, welcher darin besteht, dass er singt und seine Lehrerin in dauernd kritisiert. Warum ist das notwendig? Weil Sie selbst, als die Schallquelle, sich objektiv nicht hören. Sie emittieren Laute, welche durch Schallwellen erst jemanden erreichen. Bei bestimmten Lagen ist man objektiv nicht in der Lage sich selbst zu hören und deswegen hat jeder Opernsänger seinen Korrepetitor  der ihm sagt, ob er zu hoch oder zu tief ist. Da das Singen darin besteht bestimmte Bewegungen auswendig zu lernen, wie beim Tanz, so ist es möglich, dass wenn Sie einen Part falsch einstudieren Sie dann diesen Ton immer zu tief oder zu hoch singen werden, ohne sich dessen bewußt zu sein. Dies sind aber keine Fragen des Talents oder stimmlichen Voraussetzungen, sondern Fragen der Physik und der Mechanik. Genauso ist es bei der Geistesunterscheidung bei einem selbst. Man weiß es selbst manchmal nicht und braucht die Außenansicht und eine Korrektur, die leider nicht erfolgt, weil wir keine gläubigen, betenden und ein asketisches Leben führende Priester haben. Sie müssten ja jemanden finden, der Ihnen nicht nur wohlgesonnen ist, sonder der selbst um diese ganze Thematik weiß. Da es solche nicht gibt, publizieren wir hier Kardinal Bona und jammern nicht weiter darüber.  Da das nächste Kapitel von der Ergründung des Herzens handelt, werden wir es mit den Bildern vom Hl. Herzen Jesu illustrieren....

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