Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (30). Erkenntnis des Menschen, Erkenntnis der Engel. Geistliche Führung.

mariae_schraudolph

Fünftes Kapitel

Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben.

Die unten angegebenen Passagen behandeln zwei Themenbereiche, die wir dennoch in einem Beitrag zusammenführen wollen:

  1. Erkenntnis
  2. Geistliche Leitung

Wie richtigerweise Kardinal Bona schreibt und was wir schon mehrmals erwähnt haben, erkennt der Engel, der gute oder der gefallene, alles auf einmal, während der Mensch sukzessiv schlussfolgert. Die Erkenntnislehre der Engel ist beim hl. Thomas sehr eingehend dargestellt (Summ. theol. IIae, q. 54 bis 58) und bei Diekamp-Jüssen (Katholische Dogmatik, Wil: Alverna 2012, 376-377) gut zusammengefasst. Weiterlesen

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (29). Selbsterfahrung, Selbstvollzug und Empathie

 

Fünftes Kapitel

Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben.

Als DSDZ am letzten Sonntag die wieder einmal grauenvolle Predigt eines Priesters, der auch die Alte Messe liest  über sich ergehen ließ, so dachte er, wie gut es doch ist, dass katholische Priester sechs Jahre lang im Priesterseminar von der Welt abgesondert werden, um die Perspektive Gottes kennen zulernen und alle Dinge von Gott her beurteilen zu können. Denn spirituelle Unterweisung kommt  von den Mönchen, den Eremiten, welche fort gingen, um als Einzelner/Einsamer – monachos Gott das Eine – monas– kennen zulernen, wie es hl. Hieronymus fasste. Der Priester, von dem die Rede ist, ist diesen Weg nicht gegangen, was bei allem, was er predigt leider sehr zum Nachteil sichtbar wird. Wir wollen an dieser Stelle nicht den traurigen Zustand unserer Seminare samt McCarrick-Geschichten betrachten, sondern gleich zum Idealfall übergehen, welcher eigentlich der Realfall ist, weil es sonst nicht funktioniert. Weiterlesen

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (28). Konkrete Regeln für Seelenführer

Fünftes Kapitel

Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben.

 

An dieser Stelle kommen wir endlich zu den praktischen Ratschlägen für Seelenführer oder für uns selbst, die keine Seelenführer haben. Diese Ratschläge sind jedoch nicht unbedingt weniger theoretisch als der vorhergehende Teil, weil man recht viel Theorie braucht, um die richtige Praxis anzuwenden. Kardinal Bona stellt nochmals fest, dass das äußere Rahmenwerk keine letzte Sicherheit bietet, wenn der Beichtvater die Sünde oder den hl. Geist nicht „riechen“ kann, ein Ausdruck von DSDZ und selbst nicht Vieles geistlich mitgemacht hat, um dieselben Symptome, die er bei sich festgestellt hat, bei anderen festzustellen. Deswegen wurden die Heiligen so starkt geprüft, damit sie geistlich alle Krankheiten durchleiden, um diese bei anderen diagnostizieren zu können. Es ist wirklich sehr schwierig bei sich selbst die Geister zu erkennen, wenn man sozusagen „in Bewegung“ ist, daher braucht man eine Außenansicht von jemand, der kompetent ist. Was ist die erste Norm der Geistesunterscheidung? Die Heilige Schrift – die norma normans (die normierende Norm) und norma non normata (die nicht genormte Norm). Gott lügt nicht und zeigt uns den Weg, wenn man sein Wort Ernst nimmt und keine „Jedoch-aber-Wenn“-Exegese anwendet. Damit ist auch implizit die richtige theologische Ausbildung umfasst, denn die Normen des geistlichen Lebens dürfen niemals der Dogmatik widersprechen. Seit aber durch Vat. II die Dogmatik auseinander gegangen ist und der „Denzinger-Katholizismus“ verpönt wurde, gibt es kein geistliches Leben mehr und fast alle Wege des Katholizimus führen in (a) die östlichen Religionen durch Joga, in (b) die Gnosis und in (c) die Esoterik. Man muss:

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 13. Vor jedweder Handlung

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Wie wir hier schon mehrmals schrieben, besteht das Leben auch das geistliche Leben aus Kleinigkeiten und Details. Um das Große und Heilige irgendwann einmal zu vollbringen, muss man es durch diese Kleinigkeiten vorbereiten. Bei der Niederschrift dieses Beitrages am 09.07.2018 werden in vielen regionalen, vorkonziliaren Heiligenkalendern die Märtyrer von Gorkum gefeiert.  Diese 19 Priester und Ordensmänner waren 1572 deswegen in der Lage das Märtyrium aus den Händen der Calvinisten zu erleiden, indem sie den Glauben an die eucharistische Realpräsenz und Primat des Papstes nicht aufgaben, weil sie wohl ihr ganzes Leben lang fromm lebten. Dies bedeutet, dass Sie im Jahre 1572, d.h. ganze elf Jahre nach dem Trienter Konzil (1545-63)  in einer zufällig ausgewählten Stadt unter einem zufällig ausgewählten Stadtklerus Märtyrer vorgefunden hätten, denn die 19 von Gorkum waren vorher nichts Besonderes. Dies würde also dem Jahr 1976 nach dem letzten Konzil entsprechen. Wir sparen uns diesmal unseren traditionellen Seitenschlag gegen die heutigen Geistlichen samt DBK und stellen lediglich fest, dass die Trienter Reformen und das Tridentinische Brevier, welches alle Märtyrer von Gorkum wohl gebetet haben, diese Früchte des Blutzeugnisses brachte. Aber solch eine Glanzleistung des Märtyriums, welchem lange und harte Folter seitens der Kalvinisten vorangingen, die gar nicht „im Sinne der Ökumene“ waren, musste mit kleinem, mühevollen Tageswerk im Laufe des ganzen Lebens der Märtyrer von Gorkum vorbereitet werden. Wir können Gott wirklich jedes Detail opfern, einer auch so banaler Alltagstätigkeit, welche Kardinal Bona nicht einmal näher bezeichnet, sondern vom quodlibet opus – „einer jedweder/beliebigen Tätigkeit“ spricht.  Lernen wir das nachfolgende Gebet auswendig, sagen wir es auf, denn es wird uns aktuelle Gnaden bringen, die sich irgendwann einmal zu einer Glanzleistung subsumieren werden. Ein Stabhochspringer vollbringt seinen Sprung auch nur in Sekunden, aber er braucht Jahre, um diese Sekunden richtig auszuführen.

Ante quolibet opus
Domine Jesu, da ut peragam opus istud ad gloriam tuam et salutem meam, sicut tibi placitum est.
Vor jedweder Handlung
Herr Jesus, gib, dass ich diese Tat vollbringe zu Deiner Ehre und zu meinem Heil, wie es Dir gefällt.

 

Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 12. Nach der Mahlzeit

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Bei den Stoßgebeten von Kardinal Bona geht es darum jede, auch so banale Alltagstätigkeit mit der übernatürlichen Dimension zu verbinden und Gott um seine aktuelle Gnade dafür zu bitten. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) verrichtet zurzeit in seinem Brotberuf dermaßen banale Tätigkeiten, dass es banaler nicht mehr geht. Ja, ein einigermaßen trainierter Gorilla mit Fremdsprachenkenntnissen könnte es auch. Leider ist es keine rein körperliche Tätigkeit, bei der man meditieren könnte, sondern man muss schon daran denken, was man gerade tut. Aber das Leben unser aller besteht aus Banalitäten. Man kann nicht 24 Stunden pro Tag geistliche oder intellektuelle Höchstleistungen abliefern, was schon die Wüstenväter wussten. Man braucht mechanische, banale Tätigkeiten, um sich zu regenerieren, aber banal bedeutet nicht gottlos. Man kann alles in Opfer und Gebet ummünzten und vielleicht sollten wir alle, nach dem Vorbild von Kardinal Bona, Stoßgebete vor unseren banalen Alltagstätigkeiten entwickeln.

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Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 11. Vor der Mahlzeit

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Das heutige Stoßgebet, das zu Tisch gebetet wird, macht uns wieder einmal klar, dass unsere Prioritäten falsch liegen. Wir kümmern uns stets um das aktuelle Tagesgeschehen und nicht um die Ewigkeit. Wenn wir abends unsere Gewissenserforschung unter dem Gesichtspunkt machen würden,

Was hat mir heute für die Ewigkeit genützt?

dann würde wirklich wenig übrig bleiben. Natürlich besteht jeder Weg aus kleinen Schritten und die Zukunft wird im Jetzt gemacht, denn die Ewigkeit wird sich nicht um sich selbst kümmern, sondern Sie bauen jetzt für Ihre Ewigkeit vor und zwar, wo Sie diese verbringen werden. Für alle von uns, die sehr effizient ihre Zeit einplanen müssen, sollte sich nicht die Frage stellen:

Wie effizient war ich heute und was haben ich erledigt?

sondern

Wie habe ich heute für meine Ewigkeit vorgesorgt?

Natürlich muss man auch sehr banale Dinge tun, aber die helfen uns auch, wenn wir davor die sog. „gute Meinung“ erwecken, d.h. wenn wir Gott um seine Hilfe bitten und diese Tätigkeiten aufopfern. Dann geht unser Tagewerk für die Ewigkeit nicht verloren, sonst heißt es zuerst:

Schaffe, schaffe, Häusle baue!

und danach

Hinfort in das ewige Höllenfeuer!

Ja, jeder sollte wirklich stets mit der Möglichkeit der eigenen Verdammnis durch schlechte Prioritäten und Unterlassungssünden rechnen. Noch haben Sie Zeit.  Wenn Sie wüssten, wer alles in der Hölle landet, der in Augen der Welt als „gut, fromm und konservativ“ angesehen ist? Wenn Sie nur wüssten ….

 

Ante mensam
Da, mihi, Domine, operari non cibum qui perit, sed qui permanet in vitam aeternam.
Zum Tischgebet
Gib mir Herr, nicht für diejenige Speise zu arbeiten, die verloren geht, sondern um diejenige, die für das ewige Leben währen wird.

 

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (26). Bei der Geistesunterscheidung kann man subjektiv immer irren.

 

 

Fünftes Kapitel.

Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und betrüglich [trügerisch], wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche [kunstfertige] Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende [Zweck] einige Regeln vorgeschrieben.

Obwohl die vorgelegte deutsche Übersetzung aus der Mitte des 19 Jhdts. stammt, so haben einige Worte ihre Bedeutung dermaßen verändert, dass uns eine Übertragung einiger Termini des Titels angebracht schien. Worum geht es in diesem Kapitel? Darum, dass niemand bei sich selbst, d.h. subjektiv, und das ist eine wichtige Einschränkung immer die Geister richtig unterscheiden kann.

Warum?

Weil der Teufel wirklich real sind und er wird, unter Zulassung Gottes, dafür sorgen, dass Sie oft nicht wissen werden, wo oben und wo unten ist. Es gibt auf dem offenen Meer Windstärken, wo der Himmel verschwindet samt der Horizontlinie und wirklich alles zu wüsten Wassermassen wird. Wikipedia beschreibt diese Orkanstärke wie folgt:

See vollkommen weiß, Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Sicht mehr.

 

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Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (25). Gesetzmäßigkeiten des Heiligen Geistes.

Viertes Kapitel.

Es ist schwer zu unterscheiden, ob unsere Triebe und Regungen von einer innern oder äußern Ursache bewirkt werden. Angabe einiger Kennzeichen und Regeln.

 

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) war ein vorwitziges und altkluges Kind, welche seine Lehrer durch seine „unverschämten Fragen“ – siehe der Hirte des Herma – ins Bockshorn jagte. Aber es war keine Bosheit, sondern ein wirkliches Interesse an den Problemen. Da die Lehrer, insbesondere die Hochschullehrer schnell bei ihm aggressiv wurden, so hat er wirklich viele Erfahrungswerte, um feststellen zu können, wenn jemand keine Ahnung hat und sich um die klare Antwort drückt. Diese Antwort des Unwissenden lautet immer:

Das kann man so pauschal nicht sagen. Das kommt darauf an. Es ist von Fall zu Fall verschieden.

Sie erkennen es, nicht wahr? Dies ist die Rhetorik des Bergoglio-Pontifikats mit dem Gott der Überraschungen und dem Heiligen Geist, der weht, wo er will, in der letzten Zeit zunehmend Richtung Ehebruch und Homosex, siehe Amoris Laetitia.

Stimmt das aber?

Nein, seit sich Gott in Jesus Christus geoffenbart hat und den Heiligen Geist gesandt hat, um die Kirche immer tiefer in das Geheimnis Christi zu führen und nicht von der Wahrheit weg zu führen, gibt es keine Überraschungen. Alles ist im Großen und Ganzen vorgegeben. Es ist wirklich wie eine Gleichung, z.B., welche auf der Meta-Ebene (der Ebene über der Ebene) so lautet:

∀xyz: (x + y) + z = x + (y + z)

man liest es: für jedes x y z gilt: (x + y) + z = x + (y + z)

in einem konkreten Fall jedoch sieht die Anwendung der o.a. Formel wie folgt aus:

(3 + 4) + 5 = 3 + (4 + 5)

Es ist das Assotiativgesetz, welches für jedes x, y, z gilt, gleich welche Ziffer wir dafür einsetzen. Wie Sie sehen es ist zugleich konkret und dennoch nicht so eingeschränkt, dass es nicht viele Fälle umfassen könnte. Und so ist auch das Gesetz Gottes:

Du sollst nicht Ehebrechen.

Jede sexuelle Handlung eines Verheirateten außerhalb seines angetrauten Ehegatten oder Ehegattin ist eine schwere Sünde und jeglicher Sex außerhalb der Ehe ist es auch.  Keine Ausnahmen: gleich ob die eigene Frau alt und häßlich und die Sekräterin jung und hübsch ist. Dennoch muss x in unserem Falle nicht 3 lauten, es kann auch 4212, 34 sein oder 17.

Was hat das aber mit der Geistesunterscheidung zu tun?

Das, dass wir nicht absolut jeden Einzelfall als solchen voraussehen können, aber wir kennen doch die Formel. Wenn man ein geistliches Leben führt, dann erfährt man sowohl die Führung des Heiligen Geistes als auch Versuchungen des Teufels. Man kann dann tatsächlich anderen raten, weil man wenigstens die grobe Struktur erkennt.  Kardinal Bona rät, sich im spirituellen Leben bei Älteren Rat zu holen. Ja, schön wäre es, wenn man welche hätte. Warum? Weil der Teufel, der versucht, im Verborgenen bleiben will. Auch wenn Sie einen inkompetenten Beichtvater haben und ihm Ihre Versuchungen beichten, dann bekommen Sie selbst mehr Licht und die Macht des Teufels wird sozusagen verbrannt. Gott liebt die Demut, der Teufel scheut sie. Sehr treffend schreibt Kardinal Bona, dass es nicht möglich ist, dass eine echte Offenbarung, die ja so selten vorkommt, durch das Urteil der Anderen vernichtet wird. Wenn sich Gott wirklich offenbart, dann wird er früher und später für die Verwirklichung seiner Offenbarung sorgen.

Also hier nochmals zusammenfassend:

  1. Man kann allgemeine Strukturen im geistlichen Leben erkennen.
  2. Man sollte sich im Übernatürlichen Erfahreneren anvertrauen.
  3. Wenn etwas wirklich von Gott kommt, dann lässt Gott nicht zu, dass es zunichte gemacht wird.

Amen.

 

 

 

Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 10. Nach der Messe oder Kommunion

BoschStJeromeInPrayer

Was ist die hl. Kommunion? Die Vereinigung: des Schöpfers mit dem Geschöpf, der Seele mit Christus ihrem Bräutigam, des Christen mit Christus. Es ist etwas dermaßen Intimes, dass dieses Gebet vom cubiculum – „dem Schlafgemach, dem Schlafzimmer“ spricht. Viele Heilige fielen nach dem Kommunionempfang in Exstase und der hl. Bernhard von Clairvaux wird nicht müde, in seinem Kommentar zum Hohenlied die Seele mit Braut und Christus mit dem Bräutigem zu vergleichen. Aber unser Schlafgemach, unsere Seele, ist auch mit einem ordentlichen, gewischten und aufgeräumten Raum zu vergleichen, der sich auf einen hohen Besuch vorbereitet. Der Katholik der nachkonziliaren Zeit kommuniziert sehr oft, wenn auch hoffentlich niemals unwürdig, so doch ziemlich routiniert. Es scheint, dass die Heiligkeit der Priester bzw. die fehlende Heiligkeit ihrerseits den Leib Christi, den man empfängt, besudelt und einen Teil der Gnaden mindert. Sie empfangen also die himmlische Speise, Christus selbst, aus dreckigen, vor Dreck verkrusteten Priesterpfoten, welche vor Sünde nur so triefen. Deswegen ist es Katholiken verboten, wissentlich Sakramente vor Priestern zu empfangen, wo denen sie positiv wissen, dass sie in schwerer Sünde leben und/oder suspendiert sind.  Wenn man es nicht positiv weiß, sondern es nur vermutet, dann ist man zwar entschuldigt, aber der Dreck bleibt trotzdem kleben. Vielleicht hilft das u.a. Gebet die Gnaden der Hl. Kommunion zu bewahren und sich dennoch zu heiligen.

Post missam vel communionem
Sanctifica Domine, animam meam et benedictionem tuam in ea relinque. Ingredere cubiculum cordis mei et illud posside in sempinternum.
Nach der hl. Messe oder Kommunion
Heilige, oh Herr, meine Seele und hinterlasse in ihr Deinen Segen. Tritt in das Gemach meines Herzens ein und nimm es in Besitz in Ewigkeit.

 

Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 9. Bei der Elevation der Hostie und des Kelchs.

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Diarium aspirationum – Tagebuch der Stoßgebete

Dieses Stoßgebet kann bei der Erhebung, d.h. der Elevation der Hostie und des Kelchs kurz nach der Wandlung gebetet werden oder auch bei der gemeinsamen Elevation, welche zu den Worten „In ipso“ – „Durch ihn etc.“ stattfindet. Während beim Vetus Ordo der Moment der Wandlung gut vom Rest abgehoben und liturgisch unterstrichen ist, so verpasst man diesen Moment bei Novus Ordo oft, weil Novus Ordo so konstruiert worden ist, dass man ihn verpasst. Weiterlesen