Markus Günther, Kirche in der Krise Diaspora Deutschland (2 von 2)

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Religionen müssen absolute Wahrheiten formulieren

Für die große Mehrzahl der Menschen in- und außerhalb der Kirche bleibt die Frage nach Gott ein Leben lang ein Thema, mit dem sie nie ganz fertig werden. Die Wechselfälle des Lebens spiegeln sich auch in der Biographie des Glaubens. Entschlossener Atheismus ist die Ausnahme; ein vager, oft diffuser Glaube ist heute der Normalfall. Man könnte auch sagen: Es gibt sie noch in großer Zahl, die Suchenden und Zweifelnden, die, die nach Gott fragen und neugierig sind auf Antworten – aber die Kirchen erreichen diese Menschen immer seltener.

Aber warum finden die Suchenden die Wegweiser nicht mehr? Warum passen Angebot und Nachfrage nicht zusammen? Die populärste Antwort auf diese Frage lautet: weil die Kirche nicht mehr zeitgemäß ist. Sie müsste sich stärker der Lebenswirklichkeit der heutigen Menschen anpassen. Das klingt vorderhand plausibel, ist aber bei genauerem Hinsehen Unsinn. Denn die Evangelische Kirche in Deutschland hat so ziemlich alles getan, was von der katholischen Kirche immer noch verlangt wird, um endlich zeitgemäß zu sein: Frauenpriestertum, Abschaffung des Zölibats, Liberalität bei Moralfragen, volle Akzeptanz von Homosexuellen und Geschiedenen. Wären das tatsächlich die Gründe für die Malaise des Christentums, müsste es den Protestanten viel besser gehen als den Katholiken. Doch das ist nicht so. Ein zweiter Denkfehler kommt beim populären Zauberwort zeitgemäß“ hinzu: Wo sich die Kirche nicht auf zeitlose, unverfügbare Wahrheiten beruft, entlarvt sie sich selbst als reines Menschenwerk. Politische Programme müssen zeitgemäß sein, Unterhaltungsangebote auch; eine Religion muss absolute Wahrheiten für sich in Anspruch nehmen können – oder es ist keine Religion.

Außer Tamtam und Brimborium nix gewesen

Stattdessen haben beide Kirchen in Deutschland – nicht immer offiziell, aber de facto, im praktischen Leben halt – zentrale Glaubensinhalte längst aufgegeben. Im Versuch, niemanden zu verprellen und den Zugang zum Glauben möglichst leicht zu machen, wurde vieles ein bisschen weichgespült: Aus Jesus als „Sohn Gottes“ wurde Jesus, ein vorbildlicher Mensch wie Buddha und Gandhi auch. Aus der Auferstehung Christi wurde eine Legende, die man nicht wörtlich nehmen soll, sondern mehr so im Sinne von „Wer im Herzen seiner Lieben lebt, ist nicht tot“. Der kleinste gemeinsame Nenner dieser Verkündigung besteht oft nur noch aus einer Wohlfühlprosa, die ein möglichst breites Publikum ansprechen soll und gerade dadurch beliebig wirkt. Frieden in der Welt, mehr Gerechtigkeit für alle, auch selbst nicht immer so egoistisch sein – darauf kann sich jede Versammlung halbwegs anständiger Menschen einigen. Ein Appell der Unesco oder von Greenpeace klingt auch nicht viel anders. Gott braucht’s dafür nicht.

Wenn alle Jahre wieder, zu Weihnachten nämlich, die Kirchen doch noch einmal voll sind, geht es festlich zu, doch der Funke des Glaubens springt nur selten über. Viele Gottesdienstbesucher wundern sich – über die Kirche und über sich selbst. Was genau haben sie hier gesucht? Und warum haben sie nichts gefunden? Von sakralen Handlungen ist meist nur wenig zu spüren. Landet der spirituelle Nomade in einer traditionell geprägten Liturgie, ist das Ergebnis auch nicht besser. Denn der Fremde bleibt hier erst recht fremd und wendet sich ratlos wieder ab. Liturgie setzt viel Wissen voraus, sonst sieht man nichts als Tamtam und Brimborium.

Glauben ohne Bilder ist Ideologie

Vielleicht steht sich der Mensch von heute mit seiner aufgeklärten Schlauheit auch manchmal selbst im Weg. Glaube braucht einen Schuss Naivität, die Bereitschaft, die Kontrolle aus der Hand zu geben und sich auf Unbegreifliches einzulassen. Tastend und hoffend. Kein Wunder, dass das den meisten immer schwerer fällt in einer Welt, die gerade dabei ist, die letzten unberührten Domänen des Daseins – Sexualität, Liebe, Geburt, Sterben – industriell durchzuorganisieren. Die totale Kontrolle, die volle Alleinherrschaft über das eigene Leben ist angesagt; ein ungünstigerer Nährboden für den Glauben ist kaum denkbar.

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Doch die Kirchen haben auch selbst viel dazu beigetragen, Frömmigkeit und Glaubensnaivität, oder besser: die Unmittelbarkeit religiöser Bilder zu zerstören. In den Köpfen wurde der Sturm auf die traditionellen Vorstellungen angezettelt. Vielleicht ist das die verhängnisvollste Entwicklung der modernen Theologie gewesen: die Inhalte von ihren Bildern lösen zu wollen, den Glauben zu abstrahieren und darauf zu vertrauen, dass der Mensch von heute mehr mit einem Begriff als mit einem Bild anfangen kann. Ein Irrtum. Ein Glaube ohne Bilder ist eine Ideologie, und über eine Ideologie entscheiden der individuelle Verstand und die Mode der Zeit. Ein Bild bleibt ein Bild, fordert heraus, fasziniert, irritiert, wird angenommen oder abgelehnt, aber es behauptet sich selbst. Wer die Bilder zerstört, lässt auch von den Begriffen nichts mehr übrig. Wer sich Gott nicht mehr als Person vorstellen will, sondern lieber als abstraktes Wesen, als Energie oder Kraft, der wird darüber auch den Glauben verlieren. Jede menschliche Beziehung – und der Glaube ist nichts anderes als das – braucht als Gegenüber eine lebendige Person.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/krise-der-kirche-ist-deutschland-noch-ein-christliches-land-13342759-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

Markus Günther, Kirche in der Krise Diaspora Deutschland (1 von 2)

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Wir geben hier einen Artikel von Markus Günther wieder, welcher Ende 2014 in der FAZ erschienen ist. Jawohl, in der FAZ, die Super-Dupper-Antikatholiken-Zeitung, welche sich in der Kirchenbekämpfung mit der Süddeutschen, dem Spiegel und der Zeit einen erbitterten Kampf liefert. Wer stärker drauf schlägt, hat gewonnen.  Ein ehemaliger Französisch-Lehrer von DSDZ (dem Schreiber dieser Zeilen) meinte einmal, dass in Frankreich keine Kritik der katholischen Kirche stattfindet, weil die Kirche dermaßen am Boden ist, dass ein einigermaßen fairer und redlicher Mensch nicht mehr drauf tritt. Wozu denn? Es ist doch tot. In Deutschland ist die Kirche noch mehr am Boden als in Frankreich, aber dank der Kirchensteuer steht die hohle Institution noch, wie ein Potemkinsches Dorf. Nur Fassade, kein Inhalt, keine Gläubigen, kein Nachwuchs. Durch die letzte Entscheidung der DBK Kommunion an Protestanten, also schwere Sünder, und an Ehebrecher, also schwere Sünder auszuteilen, wurde wieder einmal klar, dass es wirklich die Bischöfe sind, welche die Kirchenzerstörung betreiben. Sie können es tun, denn sie haben die Macht. Dürfen sie es denn? Natürlich nicht, denn die Kirche ist das Eigentum Gottes, welcher sie schon abstrafen wird. Diese Bischöfe sind also die Wächter des Glaubens und diese Bischöfe stellen einem Theologen, wie DSDZ, die Bescheinigung aus, dass er mit dem katholischen Glauben übereinstimmend lehrt, was man die venia legendi nennt. Ja, ja, nachdem wir jetzt alle gelacht haben, kommen wir zum Eigentlichen zurück. Welche katholischen Glauben bekennen die deutschen Bischöfe? Keinen. Ihren Eigenen, den deutsch-katholischen Staatskirchentum-Glauben, wo man aufgrund ein wenig Blah-blah-blah ein Staatsbeamter ist, 12.000 € im Monat verdient und einen Dienstwagen mit Chauffeur hat. Dabei würde der Staat es durchaus zu schätzen wissen, wenn der eine oder andere Bischof etwas zu sagen hätte und die Aufhängung der Kreuze in Bayern, angesichts der Islamisierung Deutschlands, nicht bekämpfen würde. Das gibt es aber nicht. Fehlanzeige. Die Bischöfe haben nichts zu sagen und betreiben die Dekonstruktion ihrer eigenen Kirche fleißig weiter. 

Warum tun sie das?

Weil sie Gott hassen und die Agenda derer betreiben, welche sie an diese Positionen gehievt haben. Eine andere Antwort gibt es nicht. Ann Barnhardt schreibt, dass die altliberalen Ordensleute absolut frohlocken, dass sie keinen Nachwuchs haben und ihre Gemeinschaften zugrunde gehen.

Warum?

Weil sie es auf diesem Wegen „dem System“ heimzahlen können, welches sie „dermaßen ungerecht“ behandelt hat.

Worin besteht diese Ungerechtigkeit?

Dass sie zölibatär leben mussten und offiziell keinen Sex haben durften. Sie hatten doch welchen, meistens miteinander, wovon sich das große deutsche „Miteinander“ wohl ableitet.  In anderen Ländern ist es nicht besser. Die Geistlichen hassen die Kirche, weil sie „an ihr leiden“, durch die angebliche Sexlosigkeit und „diesen ungeheuren Druck“, welchen manch eine Pastoralassistentin bestätigen wird. Wenn man sich selbst hasst, dann hasst man jeden und alles, was mit einem selbst zu tun hat. Man hasst seine Familie, seine Freunde, seinen Beruf, seine Firma. Wenn man aber ständig in der Sünde, im Widerspruch und der Lüge lebt, dann hasst man sich selbst ständig. Das ist der ewige Zustand der Dämonen, welche nicht wollen, dass es den Menschen besser geht als ihnen. Sie hassen sich und sind zugleich unsäglich stolz auf sich. Ja, daher kommt die hegelianische Dialektik der DBK und des letzten Konzils. Es ist doch nicht möglich, dass ein Bischof, der ein Quäntchen Glauben an die Wesensverwandlung hat, die Kommunion an die Ehebrecher und Protestanten beschlossen hätte. Wenn er also annehmen würde,  dass die hl. Kommunion tatsächlich der Leib Christi ist und demjenigen, der sie unwürdig empfängt, die ewige Verdammnis und ewige Höllenqualen bringt, den Bischöfen, die es beschlossen haben, natürlich auch. Und sie haben es beschlossen! Alle! Alle werden sich daran halten! Die „pastoralen Richtlinien“ dazu werden jetzt herausgegeben. Aber diese Entwicklung, welche in den letzten Entscheidungen der DBK zugespitzt offenbar wird, läuft ja seit längerer Zeit. Mindestens seit dem Konzil, eigentlich wohl aber seit der liturgischen Bewegung in den 1920ern, denn irgendwoher mussten ja Rahner und Ratzinger ihre Ideen herhaben. Markus Günther stellt die Tatsachen des Niedergangs der Kirche richtig dar und vielleicht freut er sich darüber. Wir beweinen die Zerstörung der Kirche, weil die Gnadenquellen versiegen, Christus geschändet wird und so viele Seelen auf die Hölle zurasen. Auf Wunsch und Bestimmung der „katholischen“ Bischöfe Deutschlands.

Ist Deutschland ein christliches Land? Wie man’s nimmt. Auf dem Papier binden die Kirchen noch Millionen Menschen. Doch im Leben des Einzelnen ist ihre Macht gering. Aus der Spätzeit des Christentums.

29.12.2014, von Markus Günther

In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember, fast auf den Tag genau vor 50 Jahren, irrte ein Student namens Franz durch die Straßen Münsters. Er konnte nicht schlafen. Zu aufgewühlt war er von der Predigt, die er am frühen Abend im Dom gehört hatte von einem jungen Priester und Professor, nur ein paar Jahre älter als er selbst, der Advent und Weihnachten auf ganz neue, ja revolutionäre Art deutete: Die alte Lehre, nach der die menschliche Geschichte sich in die Zeit des Dunkels und die des Heils teilt, die Zeit vor und nach Christi Geburt nämlich, könne doch heute niemand mehr ernst nehmen, sagte der junge Theologe. Wer wolle nach den Weltkriegen, nach Auschwitz und nach Hiroshima noch von der Zeit des Heils sprechen, die vor 2000 Jahren in Bethlehem begonnen habe? Nein, die Grenze zwischen dem Dunkel und dem Licht, zwischen Gefangenschaft und Erlösung, gehe nicht mitten durch die Geschichte, sondern mitten durch unsere Seele. Der Advent finde nicht im Kalender statt, sondern in unseren Herzen – oder er breche genau dort ergebnislos ab. Das ist starker Tobak, und man kann sich gut vorstellen, dass der Student nach dieser Predigt keinen Schlaf fand, sondern allein sein wollte, um das alles für sich zu durchdenken.

Heute sind die beiden alte Männer, der Student und der Prediger dieses denkwürdigen Abends in Münster, Franz Kamphaus, der damals eine schlaflose Nacht erlebte, und Joseph Ratzinger, der als 37-jähriger akademischer Jungstar die Theologiestudenten aufrüttelte. Erstaunlich, wie sich da die Lebenswege der beiden zum ersten Mal kreuzten. Im Rückblick stehen gerade diese beiden Namen, Ratzinger und Kamphaus, für zwei Wege der Kirche in Deutschland, die man nicht mit rechts und links beschreiben muss, die aber doch sehr gegensätzlich waren. Beide versuchten, das Christentum unter veränderten Bedingungen neu zu verkünden und irgendwie in die moderne Welt hinüberzuretten – und sie stritten erbittert um die richtigen und falschen Kompromisse im Verhältnis zwischen Christ und Welt. Aber jetzt, am Lebensende, verbindet die beiden über alle Distanzen hinweg eine gemeinsame Bilanz des Scheiterns: Das Christentum in Deutschland ist ideell bankrott.

Kirche in Deutschland gleicht der späten DDR

Daran hat die bescheidene, gewinnende Art von Kamphaus nichts geändert und auch nicht die kluge Theologie Ratzingers, der von Rom aus Deutschland mitregierte. Nicht einmal ein deutscher Papst – wer hätte das übrigens 1964, keine 20 Jahre nach Kriegsende, überhaupt für denkbar gehalten? – konnte das Christentum in Deutschland reanimieren. Vom deutschen Pontifikat ist außer ein bisschen Nationalstolz und schönen Fotos nichts geblieben. Kamphaus und Ratzinger, Modernisten und Traditionalisten, eifrige Reformer und eiserne Konservative, sie alle stehen in Deutschland vor einem gemeinsamen Scherbenhaufen.

Natürlich kann man all das bestreiten. Man kann etwa sagen, dass Deutschland doch immer noch ein christliches Land sei, weil fast zwei Drittel aller Deutschen einer der beiden großen Kirchen angehören, weil die Kinder auch in staatlichen Schulen Religionsunterricht bekommen, weil in unseren Gerichten und Schulen die Kreuze hängen und weil die Kirchen wertvolle Arbeit leisten in Kindergärten und Krankenhäusern. Sogar in der Präambel des Grundgesetzes steht noch der Gottesbezug, und die Kanzlerin hat beim Amtseid Gottes Hilfe beschworen. Ist Deutschland etwa kein christliches Land?

Ja, die historische Kulisse steht noch, das ist wahr, und sie ist verblüffend gut erhalten. Doch in vielem gleicht die Kirche in Deutschland heute der späten DDR: sieht stabil aus, steht aber kurz vor dem Kollaps. Und wie in der späten DDR machen sich viele Funktionäre etwas vor. Pfarrer und Bischöfe, auch viele Aktive in den Pfarrgemeinden sehen blühende Landschaften, wo längst Wüste ist. Liebe macht eben blind. Und dort, wo es um die eigene Existenz geht, vernebelt oft Zweckoptimismus den nüchternen Blick auf die Realität.

Als Glaubensgemeinschaft versagt

Bei der Selbsttäuschung helfen die glänzenden Fassaden und robusten Strukturen: Es gibt hierzulande 45.000 Kirchen, und die meisten sind – rein baulich – gut in Schuss. In diesem Jahr nehmen die katholische Kirche und die evangelische Kirche in Deutschland so viel Geld ein wie nie zuvor. Die deutsche Kirchenmusik ist die beste der Welt. Es gibt noch 44000 katholische Trauungen pro Jahr und 225.000 evangelische Konfirmationen. Ist das nichts? Fehlt nur noch das Argument, dass die Kirchen der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland sind und mehr als einer Million Menschen einen sicheren Arbeitsplatz bieten. – Dann ist die Kirche endgültig auf dem Legitimationsniveau der örtlichen Müllverbrennungsanlage angekommen.

Nein, eine Kirche kann weder allein als Arbeitgeber noch als Stütze des Sozialsystems ernst genommen werden, sondern nur als Glaubensgemeinschaft. Und genau das, die gemeinsamen Glaubensinhalte, hat sich weitgehend in Luft aufgelöst. Dass nur ein Drittel der Deutschen an die Auferstehung Christi glaubt, müsste die Kirchen schon einigermaßen beunruhigen, wenn doch nach Aktenlage zwei Drittel Christen sind. Doch es ist noch viel schlimmer: Selbst unter den Gläubigen werden zentrale Inhalte der christlichen Botschaft massenhaft abgelehnt. 60 Prozent glauben nicht an ein ewiges Leben. Dagegen glaubt jeder vierte Deutsche, dass die Begegnung mit einer schwarzen Katze Unglück bringt. An Ufos glauben zwischen Flensburg und Oberammergau mehr Menschen als ans Jüngste Gericht. Willkommen in der deutschen Diaspora.

Gottesdienste werden einfach ohne Gott weitergefeiert

Wie wenig die Kirchenmitgliedschaft heute noch mit dem Glauben zu tun hat, offenbarte eine Meinungsumfrage des Instituts Allensbach im Auftrag der katholischen Kirche. Sie fiel allerdings so verheerend aus, dass die Ergebnisse nie veröffentlicht wurden. Auf die Frage, warum sie katholisch seien, antworteten 68 Prozent: „Weil man dann wichtige Ereignisse im Leben kirchlich feiern kann, zum Beispiel Hochzeit, Taufe.“ Auch beim zweithäufigsten Grund kann man die herzerfrischende Ehrlichkeit nur bewundern: „Es gehört für mich einfach dazu, das hat in unserer Familie Tradition.“ Es versteht sich von selbst, dass diese Gründe nicht als religiös gelten können, sondern einfach kulturelle, soziale Gründe sind. Die meisten Geistlichen vor Ort können den Befund bestätigen: Kirche funktioniert heute dort am besten, wo sie eine glänzende Feier verspricht. Eine Trauung in Weiß, oft in einer fremden, aber imposanten Kirche, ist immer noch sehr gefragt, ebenso die Bilder vom Kommunionkind im weißen Kleid oder vom Konfirmanden im dunklen Anzug. Doch fast jeder dritte Konfirmand glaubt gar nicht an Gott. Da drängt sich noch mal der Vergleich zur DDR auf: Als der Sozialismus längst bankrott war, stand die Jugendweihe immer noch hoch im Kurs. Sie hat sogar den Untergang der DDR überlebt und wird inzwischen, von sozialistischen Inhalten befreit, einfach sinnentleert weitergefeiert. Auch viele Gottesdienste sind heute so ausschließlich kulturelle Ereignisse (also: wöchentlicher Treffpunkt, jährliche Folklore, Familienfest), dass sie auch nach dem endgültigen Beweis von Gottes Nichtexistenz genauso gut weitergefeiert werden könnten.

Die Spätzeit des Christentums in Deutschland hat begonnen. Die Kirchensteuer wird entweder unter politischem Druck abgeschafft oder versiegt spätestens ab 2030 sowieso; die letzte christlich sozialisierte und kirchlich aktive Generation scheidet bald aus dem Arbeitsleben aus und stirbt in den nächsten drei Jahrzehnten. Dann bricht auch die Fassade der Kirche zusammen. Dahinter wird eine Minderheit zum Vorschein kommen, die nicht viel größer sein wird als die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas.

Es geht konstant bergab

Dagegen wird alle paar Jahre in den Medien die Renaissance des Religiösen ausgerufen, vorzugsweise zur Weihnachtszeit. Journalisten und Soziologen wollen dann wieder einmal einen Trend ausgemacht haben: die Rückbesinnung auf die christlichen Wurzeln, die Sinnsuche einer neuen Generation, erst einen Benedikt- und neuerdings einen Franziskus-Effekt. Tatsächlich gibt es keinerlei Anhaltspunkte für eine solche Wendung. Die Zahlen bewegen sich konstant in eine Richtung: bergab. Allein im Jahr 2013 verlor die katholische Kirche schon wieder zehn Prozent ihrer Gottesdienstbesucher.

Die Rückbesinnung aufs Religiöse gibt es nicht. Aber interessanterweise steigt auch die Zahl der Atheisten kaum. Man könnte ja meinen, dass die Abwendung von den Kirchen mit einem kräftigen Aufschwung des Atheismus einhergehe. Doch davon kann keine Rede sein. Selbst denen, die mit traditionellen Religionen wenig anfangen können, reicht die Erklärung offenbar nicht, dass es irgendwann einmal nichts gab und dann durch einen Urknall das Weltall entstand; dass die Menschheit durch evolutionäre Zufälle entstanden ist und jeder einzelne Mensch auch; dass die Welt nur aus dem besteht, was man sehen, messen und begreifen kann; dass mit dem Tod einfach alles aus ist. Die Frage nach dem Woher und Wohin, die Frage nach Gott ist im Menschen angelegt. In den entscheidenden Momenten – also etwa wenn es um Krankheit und Tod geht, um die Abgründe des eigenen Lebens, um Schuld und Scheitern, Hoffnung und Trauer und nicht zuletzt: um die Erfahrung der Liebe – dort dringt die Frage nach Gott auch immer wieder ins Bewusstsein vor. „Wäre eines Tages jede Religion verschwunden und sogar das Wort „Gott“ vollständig ausgetilgt“, sagte einmal Karl Rahner, „dann würde man doch dieses Wort neu erfinden für das namenlose Geheimnis unserer Existenz.“

Hilary White, Sie treten nun in das Bergoglianische Zeitalter ein: Bitte nehmen Sie Ihre Sonnenbrille ab!

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FEB 19, 2018 by  HILARY WHITE  in FIGHTING BACK

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) entwickelt immer mehr ein Gespür für die Befindlichkeit seiner Leser, welcher er irgendwie der „Atmosphäre am Blog“ entnehmen kann. Wie ist das zu verstehen? Dass er zu spüren glaubt, dass manche Inhalte und Beiträge die Leser sehr erfreuen, manche hingegen verunsichern und betrüben. Zu den Beiträgen, die erfreuen, gehören konkrete Anleitungen, meistens mit Basteltipps, zum spirituellen Leben wie Gebetsecke basteln, Figuren kaufen, Kreuzweg beten etwas also, was einen praktisch aufbauen kann. Zu den Beiträgen die betrüben, gehören harte Polemik, Reprobation, Nachrichten aus dem Vatikan und die Androhung des Höllenfeuers.

Wenn wir also wissen, was die Menschen lesen wollen, warum schreiben wir nicht ausschließlich solche Beiträge?

Weil es Betrug wäre. Katholizismus ist nicht heile Welt, schon gar nicht unter der Bergoglio-Herrschaft. Sie finden z.B. auf gloria.tv oder auf anderen Blogs Beiträge von LeserInnen, die sich herzrosenduft, herzmariens mit Rosenduft, rosenduftundmaria etc. nennen und die blumige, sentimentale und überzuckerte Privatoffenbarungen posten, in der Hoffnung, dass andere sich genauso wohl dabei fühlen werden, wie sie selbst. Diese übertriebene Süße kommt aber nicht von Gott und ist höchstens eine gutgemeinte Sentimentalität. Eine andere Vermeidungsstrategie ist das hoffen auf das Strafgericht Gottes per Meteoriteneinschlag und den nicht näher definierten „Triumph des Unbefleckten Herzens“ Mariens. Dieser wird wohl kommen, aber ganz anders als wir es uns denken würden. Leben ist Kampf und Kampf ist nicht sentimental, was DSDZ bei seinen Prozessen gelernt hatte. Wir sind die kämpfende Kirche. Punkt. DSDZ hätte sich wirklich nicht träumen lassen, dass er grundlos und fristlos entlassen werden würde und seine Firma dachte wohl nicht, dass er sie dermaßen erfolgreich verklagen wird. Beide Parteien haben einander wohl unterschätzt. Die schreibende Partei, d.h. DSDZ, hat aber gewonnen.

Was können wir daraus lernen?

Das man mit der allerschlimmsten Entwicklung jederzeit rechnen muss und sich darauf vorbereiten sollte, da es niemand für uns macht. Die schlimmst-mögliche Entwicklung in der Kirchengeschichte heißt Bergoglio und diese dauert noch an. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach ihm „ein guter, konservativer Papst“ kommen wird, ist gleich Null. Schauen Sie sich das Kardinalskollegium an. Woher soll man einen katholischen Papst denn nehmen? Wir ließen uns viel zu lange einlullen, weil die Wahrheit zu hart zu ertragen war. Und wie lautet die Wahrheit?

  • Fast alle Kardinäle sind ungläubig.
  • Fast alle Bischöfe sind ungläubig.
  • Fast alle Priester sind ungläubig.

Woher wir das wissen? Aus den fehlenden Reaktionen auf Amoris Laetitia und das übrige Bergoglio-Pontifikat, denn der Glauben ist kein heimeliges, inneres Gefühl, dass man tief drinnen empfindet, während man nach außen der Apostasie von Amoris Laetitia zustimmt. Ein Kardinal, Bischof oder Priester, der nicht explizit gegen AL vorgeht, ist selbst in Apostasie gefallen. Wenn er nicht einsitzt oder nicht wegen des Protestes gegen AL suspendiert wurde, dann hat er etwas falsch gemacht. Ja, ja, wenn die „schweren Jungs“ nicht im Knast sitzen, dann sind sie gar nicht so schwer. Deswegen ist dieses Herumeiern der Kardinäle Brandmüller und Müller nur noch peinlich. Nicht nur die DBK ist schuld, Franziskus ist schuld, weil er mit Amoris Laetitia die Kommunion für Ehebrecher und gleich noch für Protestanten ermöglichte. Seit AL gelten ja keine Normen und wir haben die reine Situationsethik. Hat denn Kard. Brandmüller keine Angst vor der Hölle? Lange wird er doch nicht mehr leben. Obwohl wir mit dem u.a. Beitrag von Hilary White unseren Lesern wieder wehtun werden, statt sie aufzubauen, so müssen wir der Wirklichkeit ins Auge blicken.

  • Wenn der Bergoglio-Eid kommt,
  • Wenn die „ökumenische Messe“ kommt,
  • Wenn die Auflösung des Zölibats kommt,

dann befinden sich diejenigen, die da mitmachen werden in Apostasie, dann sind sie vom Glauben abgefallen und haben ihm öffentlich abgeschworen. Vielleicht wird es noch irgendwelche Zwischenstufen geben oder Sacco di Roma findet vorher statt und es gibt eine „biologische Lösung“ im Vatikan wie damals 1527, aber es sieht ganz danach aus, dass diese Punkte kommen werden.

Was bleibt dann zu tun?

Dann muss man irgendwo im Walde, am besten in einem privaten Walde, eine Kapelle einrichten, einen vielversprechenden jungen Priester, am besten schon geweiht, entführen, ihm die Alte Messe beibringen oder ihn dorthin schicken, wo er sie lernen kann, rein prophylaktisch durchprügeln und damit sowie mit dem Kauf eines tragbaren Altars dazu bewegen, dass er täglich die Alte Messe liest, am Sonntag natürlich auch, sowie würdige und gültige Sakramente spendet. Er bekommt einen GPS-Chip eingepflanzt, damit er nicht weglaufen kann und falls doch, damit wir ihn wiederfinden, denn wir, die Gläubigen, werden für seinen Unterhalt aufkommen, wozu Quellwasser und Wurzeln zählen werden. Wir sind schließlich keine Kirchensteuerkirche! Zelebriert er gut und predigt schön, weil er fleißig betet und ein geistlichen Leben führt, dann gibt es auch etwas Warmes, ab und zu natürlich. DSDZ wird sein theologisches Wissen prüfen und ergänzen, damit der Jungpriester nicht auf schiefe Bahn gerät.

Und was ist mit der kanonischen Mission?

Die wird leider für einige Zeit ausgesetzt werden, solange sich die Kirchenhierarchie, wie z.B. in Deutschland, in Häresie, Schisma und Apostasie befindet. Kommt endlich ein katholischer Papst ans Ruder und eine richtig katholiche Hierarchie, dann gibt es eine sanatio in radice (Heilung an der Wurzel). Man kann den Jungpriester irgendwie einer ausländische Hierarchie, z.B. in Kasachstan, unterstellen als eine Art ein-Mann-Personalprälatur, früher nannte man es Exemption. Mittel und Tricks werden sich schon finden lassen, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Da es durchaus Männer gibt, die keine Anforderung scheuen, so ist es möglich, dass sich jemand findet, der dies freiwillig tut., denn was blüht einem Jungpriester schon in D, A und CH? Räterepublik, PastoralassistenInnen und Apostasie. Dann kann er gleich Einsiedler werden. Wir können ebenso einen katholischen Priester in China freikaufen, dann ist er schon das harte Leben gewohnt, Latein kann er wohl und Deutsch kann er lernen. Chinesen sind nicht unbegabt.

Wie ernst ist dieser Vorschlag denn gemeint?

Dass weiß DSDZ selbst nicht, aber am 05.03.2018 fällt ihm nicht Praktischeres ein. Ab und zu braucht man auch eine gültige Messe, von einem Priester zelebriert der

  • kein Konkubinarier,
  • kein Sodomit,
  • kein Ungläubiger,
  • kein Häretiker,
  • kein Apostat ist
  • und der sich im Gnadenstand befindet und ein spirituelles Leben pflegt.

Ja, solche Priester gibt es ab und zu, sogar in der Diözese DSDZ, aber nach dem Bergoglio-Schwur wird es wohl keine mehr geben und das in D, A und CH fast alle schwöre und auf einmal „papsttreu“ werden und vom „Heiligen Vater“ reden, steht außer Frage. Wir müssen vorsorgen. Deswegen Augen auf und durch, sowie hin zum realistischen Beitrag von Hilary White.

Vor kurzer Zeit schrieb mir ein konservativer Freund aus Canada per Facebook:

„Denkst du wirklich nicht, dass wir noch 50 solche Jahre vor uns haben?‟ 

Ich musste ihm sagen, dass ich keinen Grund sah, nicht so zu denken, und dass es an der Zeit sei, gewissen Realitäten ins Gesicht zu sehen. Ich sagte ihm, er solle daran denken, dass wir nach beinahe 40 Jahren „konservativer‟ Päpste – wie dieser Begriff heutzutage verstanden wird – in diese Situation gekommen sind. Dies ist nicht die Tat eines Mannes oder gar einer Gruppe höchst erfolgreicher Verräter. Das ist die Wüste der Realität, und sie wurde lange, lange vorbereitet.

Wir müssen nun beginnen ernsthaft darüber nachzudenken, wie wir in dieser Situation vorwärtskommen. Wir können sie nicht ändern. Kein Satz, der mit „Ich wünsche mir‟ beginnt ist es wert, dass man darüber nachdenkt, wie man ihn beendet. Mir wurde kürzlich von einem Beichtvater geraten, nicht zu versuchen, die Welt zu zwingen, zu sein sie sie sein sollte, sondern zu versuchen, im Hier und Jetzt in ihr zu leben, wie sie tatsächlich ist. Es ist nun mal wie es ist. Und wir müssen beginnen, uns konkret auf eine lange geistliche und kirchliche Hungersnot vorzubereiten.

Mehr als fünf Jahre lang – und in der Tat einen Großteil der letzten fünf Jahrzehnte lang – haben gläubige Katholiken auf die Hierarchie geschaut, um eine Hilfeleistung [das engl. Wort kann auch als „Rettung‟ übersetzt werden, Anm. d. Übs.] zu erhalten, die nie gekommen ist. Wir dachten, der „konservative‟ Johannes Paul II würde uns vor den „Liberalen‟ retten, aber es stellte sich heraus, dass „Konservativismus‟ nicht das war, was wir gedacht hatten. Eine sehr kurze Analyse der Amtszeit von Johannes Paul II liefert zu allermindestens viele sehr schwierige Fragen über dieselbe.  Alle Kardinäle, die im letzten Konklave abstimmten – einschließlich der frühere Erzbischof von Buenos Aires – waren von Johannes Paul oder Benedikt ernannt worden.

Dieser Coup war hauptsächlich wegen des Konservativismus‘ so erfolgreich: die Kompromiss-Dialog-und-Beschwichtigungs-Mentalität, die einen „konservativen‟ Prälaten kreiert, ist die weit offene Tür, durch welche die Bergoglianer schritten.

Nach dem letzten Konklave standen wir noch immer und schauten am Horizont nach Rettung aus:

Eine Zeitlang dachten wir, dass vielleicht Benedikt der Mann war, nach dem wir uns so sehr sehnten bis er zusammenkrachte, ohne es zu sein. Dann…

Eine Zeitlang dachten wir, dass die „guten Bischöfe‟ etwas auf der Synode sagen würden. Dann …

Eine Zeitlang dachten wir irgendwie, dass vielleicht die Dubia das sein würden, um den unkontrollierbaren Bergoglianischen Kastenwagen des Petrus aufzuhalten. Dann …

Wir sahen haufenweise Petitionen, hunderttausende Menschen [nicht nur eine!] Correctio Filialis unterzeichnen, Glaubensbekenntnisse, theologische Zensuren und anderes. Kann sich jemand erinnern, wie viele das waren? Klar ist die Sache mit den Petitionen ebenso toter Buchstabe wie das alte Buch In der Wahrheit Christi bleiben

Was ich befürchte ist, dass, wenn wir immer noch auf die „konservativen‟ Bischöfe oder Kardinäle schauen und darauf warten, dass sie in der letzten Minute über den Berg angaloppiert kommen, wir es versäumt haben werden, uns genügend auf die Realität vorzubereiten, die wir im Hier und Jetzt vorfinden. Ich denke, dass die Zeit gekommen ist, endlich über die Möglichkeit zu sprechen, dass wir in eine langen Durststrecke schauen, genauso wie auf einen katastrophalen Zusammenbruch der Einheit der Kirche. Das Zweite Vatikanische Konzil und seine entsetzlichen Nachwirkungen belastete die Katholische Lehre bis zur Grenze der Belastbarkeit; die Bergoglianer haben sie gebrochen. Das Schisma, das viele vor Jahrzehnten vorausgesagt haben mögen, ist nun endlich da. Dies sind heute die Fakten, mit denen wir uns befassen müssen.

Wir werden uns der Tatsache stellen müssen, dass wir nicht mehr lange in der Kirche willkommen sein werden. Ich habe eine zeitlang gesagt, dass der Zweck des Pontifikats Bergoglios es ist, die Reste der Opposition zu eliminieren. In den ganzen Jahren konnten wir die eine Pfarrei, den einen guten Orden, das eine gute Seminar finden, die eine gute Schule. Diese kleinen Ghettos des „Konservatismus’‟ oder sogar Traditionalismus‘ werden bald zu räumen sein. Werden tatsächlich gerade geräumt, während wir sprechen.

Das Regime besteht nicht aus so naiven Narren wie die „Konservativen‟ es sind, und ihre Gesinnung ist ihnen fremd, wie es mit der gesamten modernistischen „progressivistischen‟ Schule in jedem Bereich des Lebens in unserer Gesellschaft ist (wie sie in der Tat uns gegenüber sein muss, denn dieser Nonsens ist das Produkt von nichts weiterem als einem lauwarmen Mangel an Überzeugung). Nun haben sie alle Macht und wir können sicher sein, dass das Zeitalter der Toleranz vorüber ist. Was auch immer wir uns noch fragen, wir können uns sicher sein, dass die Anpassung vieler Ansichten weiterhin kein Kennzeichen der modernen Kirche sein wird; es wird keinen „großen Regenschirm‟ geben. Es gibt dafür einen Grund, den man „Totalitarismus‟ nennt.

Die Dinge, von denen wir denken, dass sie notwendig sind, werden nun weggenommen.

Wie ein gewisser Gen-X [Generation X, diejenigen, die unter JP2 groß wurden] Kamerad heute in einer Diskussion darüber sagte, was statt Summorum Pontificum kommen wird:

Summorum lebt nur, weil Benedikt lebt. Es geht binnen sechs Monaten nach Benedikt. Faggioli und Co. haben den Grund für seine Zerstörung vorbereitet. Im Laufe der Zeit wird es endgültig unterdrückt werden. Aber zuerst muss die generelle Erlaubnis widerrufen und der Traditionalismus zur FSSP, ICKs etc. „ghettoisiert‟ werden. 

 

Dann werden die gifthaltigen Tradis, welche die Werke des Neuen Paradigmas mit ihrer Kritik an der Barmherzigkeit™ vermasseln, ihre persönliche Apostolische-Visitationsbehandlung wie bei der FFI bekommen. Traurigerweise ist der krypto-Lefebvrianismus überall und muss ausgerottet werden … 

Dann wird Jorge/Tagle als Zeichen der Barmherzigkeit™ beginnen, zwangsweise die Hybrid-Messe einzuführen, die man in Buenos Aires schon getestet hat. Weil Benedikt zwei Formen wollte, die einander inspirieren! Obwohl Magnum Principum beginnen wird, sich Richtung Kongregationalismus zu bewegen, indem es die beiden Formen sogar noch mehr zu einem Treffen von zwei Nordpol-Magneten macht. Dann, wenn niemand die Hybridmesse besucht, wird sie geschlossen, weil die Schafe den Geruch nicht mochten. Dann wird es VORWÄRTS, VORWÄRTS – IMMER VORWÄRTS gehen!

Ich möchte unsere Aufmerksamkeit nun auf das richten, was wir für die nahe Zukunft tun werden, in einem praktischen Sinn. Ich möchte eine Reihe kurzer Beiträge machen, auf der Grundlage einer Reihe von Fragen, die ich einer gewissen Anzahl redegewandter Tradis stellen werde, die wissen, dass wir ernsthaft darüber nachdenken müssen, was wir auf lange Sicht tun werden. Ich habe folgende Fragen versandt und werde es auch weiter tun, um Meinungen darüber zu erhalten, wie wir in einer Kirche und einer Welt vorgehen sollten, die gegenüber Gläubigen immer feindlicher wird – ob wir selbst uns „Traditionalisten‟ nennen oder nicht.

  • Welche Pläne machen wir jetzt um sicherzugehen, dass wir gültige Sakramente empfangen können, zumindest das Minimum, das von den Vorschriften der Kirche verlangt wird?
  • Wie planen Eltern, ihre Kinder den Glauben zu lehren und sie vor Fehlern in der Lehre zu schützen, die von ihrer katholischen Schule kommen, von der Pfarrei, vom Bischof, von der nationalen Bischofskonferenz und vom Vatikan?
  • Wie [gut] sind wir darauf vorbereitet, Fragen über den Glauben und die Kirche zu beantworten – einschließlich derer über die aktuelle Situation –, die von Menschen gestellt werden die darüber nachdenken, katholisch zu werden, und zwar auf eine Art und Weise die ihnen hilft, mit vollem und genauem Wissen in die katholische Kirche aufgenommen zu werden?
  • Wenn wir daran denken, ein Leben in einem Orden o. ä. zu beginnen, was sind unsere Pläne für den Fall, dass das Kloster im Fall des Verweigerns eines Eidesaufgelöst wird oder wenn dort [mit uns] nur wenige andere sind, die den Glauben nicht aufgeben wollen?
  • Wenn Sie ein junger Mann wären, oder Eltern eines jungen Mannes, wie würden Sie handeln, wenn der Gedanke an das Priestertum aufkeimt?
  • Wenn Sie ein Bischof wären, der sich weigert, Amoris Laetitia zu „implementieren‟ – und was auch immer als nächstes kommt – was täten Sie, wenn man Sie nach Rom riefe, damit Sie dies [Amoris Laetitia implementieren] tun?
  • Wie planen Sie in Ihrer gegenwärtigen Lebenssituation, den katholischen Glauben weiterhin zu praktizieren und die Pflichten, die daraus erwachsen zu erfüllen?

Die Leute fragen mich oft „Was können wir tun?‟ Ich nehme diese nun ernst und frage die klugen und erfahrenen Leute, Laien, Ordensleute und Priester (ich kenne sogar einen Bischof oder zwei, die ich vielleicht fragen werde), was sie denken, was uns in der unmittelbaren Zukunft bevorsteht und wie wir damit umgehen können.

Und ich wüsste gerne von meinen Lesern, wie sie planen, mit dem kommenden Bergoglianischen Zeitalter umzugehen. Im Folgenden finden Sie das Word Dokument, dass ich verschiedenen Menschen senden werde. Wenn sie antworten, werde ich ihre Antworten hier einstellen und wir können beginnen darüber nachzudenken, einen ernsthaften Plan zu erstellen. Sie können sich gerne beteiligen und Ihre eigenen Ideen per Email oder auf What’s Up With FrancisChurch facebook einbringen. 

Eine Unterhaltung mit Tradition

Es gibt zahlreiche Reaktionen auf diesen oder jenen Aspekt des Bergoglianismus. Aber wenn wir die Kamera etwas zurücknehmen [den Blickwinkel erweitern] erkennen wir die Tatsache, dass sie während der letzten fünf Jahre das neue Paradigma „in die Freiheit entlassen‟ haben – die neue Religion – Stück für Stück, systematisch und tatsächlich mit einer gehörigen Portion Logik. 

Lassen Sie uns über die post-Bergoglianische Zukunft sprechen. Was sind unsere Möglichkeiten in Anbetracht der aktuellen „Marschrichtung‟ der Kirche? Wir beginnen mit der Annahme, dass Amoris Laetitia tatsächlich als Keil dient der in das Herz der Kirche geschlagen wird, um sie zu spalten. Denken Sie, dass es dadurch eine allgemeine Spaltung der Kirche geben wird, wenn ja: wie werden die verschiedenen Teilchen und Stückchen aussehen?

Stellen wir uns vor, dass da jene sein werden – Chaput zum Beispiel – der die Amoris Laetitia als seine Markierungslinie bezüglich der Sexualmoral ziehen wird, aber wer wird damit fortfahren, über die enormen Unterschiede zwischen Katholizismus und Bergoglianismus in anderen Punkten zu schreiben? Wird es eine formale öffentliche Spaltung zwischen den Bergoglio-Enthusiasten wie Wuerl und jenen geben, die weiterhin darauf bestehen, dass außer Amoris Laetitia alles in Ordnung ist? 

Sehen Sie dies als allgemeine Möglichkeit für die selbsternannten „Konservativen‟? Oder wächst die Erkenntnis, dass Amoris Laetitia nur ein fatales Symptom einer größeren Krankheit ist? 

Lassen Sie mich weiter fragen: was sind die verschiedenen Möglichkeiten für Laien, Priester und Bischöfe? Was sollte z. B. ein Bischof tun, wenn er seine Diözese isoliert in einem Meer von Amoris Laetitia-Bichöfen und einer bergoglianischen Bischofskonferenz vorfindet? Wird es katholische Inseln geben, sichere Zonen, umgeben von Meeren voller Zombies, Orcs und Morlocks? 

Welche realen Befugnisse, zu widerstehen hat ein einzelner Bischof angesichts eines Papstes Tagle, Cupich oder Maradiaga? Ist es kanonisch oder gemäß der Doktrin machbar für einen Bischof – der vielleicht beauftragt wurde, Homosexuellen-„Segnungen‟ durchzuführen oder Frauen zu Diakonen zu weihen – zu sagen: „Es tut mir Leid, Heiliger Vater, aber mein Gewissen verpflichtet mich, ihren Auftrag abzulehnen.‟? Was geschieht, wenn er bedrängt und aus dem Bischofsamt geworfen wird und seine Diözese ein anderer erhält, der fügsamer ist? 

Es scheint klar zu sein, dass obwohl Johannes Paul II und Benedikt sich weigerten, ihre Schlüsselgewalt dazu zu nutzen, dass die Kirche schlechte Männer loswird, die Bergogliosekte sich der Möglichkeiten dieser Macht bewusst ist und nicht zögert sie zu nutzen, um gute Männer loszuwerden. Ich vermute, dass es nützlicher ist zu fragen, wozu sie keine Macht haben. Inwiefern es ihnen nicht möglich ist, gegen einen widerspenstigen Bischof vorzugehen? 

Was sollten Laien tun? Ich erinnere mich daran, dass John Muggeridge Hamish Fraser zitierte: “Was auch immer sie in Rom tun, ich bleibe katholisch.‟ Wir sagen nun seit einiger Zeit: „Bewahren Sie den Glauben, praktizieren Sie den Glauben und geben Sie in weiter wo immer Sie können.‟ Tun Sie alles in Übereinstimmung mit ihrem Lebensstand. Aber gibt es noch mehr, was Sie vorschlagen können?

Quelle:

Wie war es damals? Kurt Hutten und ein Rückblick in den Zerrspiegel der Geschichte.

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Beim Stöbern bei gloria.tv, wo sich unverhofft auch gute Beiträge finden lassen (die unsrigen werden dort leider nicht exponiert, sodass wir immer weniger reinstellen), fand DSDZ einen interessanten Beitrag aus dem Jahre 1970, der von der Traditionalistenbewegung handelt. Er stammt es der Feder von Kurt Hutten, einem protestantischen Theologen, der ihn in der Information (Nr. 42 Stuttgart III/1970) der Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen im Jahre 1970 unter dem Titel Drohen Abspaltungen in der katholischen Kirche? Traditionalisten gegen Progressisten veröffentlicht hatte. Der Text stammt also von jemand, der aus einer protestantisch-weltlich-rationalistischen Sicht über Sekten schreibt. Was macht solch ein Beitrag auf einem katholischen, traditionalistischen Blog? Wir veröffentlichen ihn, weil er recht objektiv und eher unvoreingenommen eine Situation schildert, über welche man schlecht in den offiziellen, katholischen Quellen nachlesen kann (siehe orwellsche Geschichtsverfälschung). Die Situation, die Karl Hutten beschreibt gleicht wirklich der von 2018 aufs Haar.

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Sex, Verhütung, Vat. II und malum intrinsecum (3 von 3)

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Das Naturrecht in den Herzen eingeschrieben

Die schiefe Ebene, die falsche nachkonziliare Umlaufbahn hat mit der Aussage von Pater Chiodi den nächsten Tiefpunkt erreicht, aber sie ist dennoch recht konsequent, wenn man Sex von der Fortpflanzung entkoppelt. Dann dient er nur der Lust, dann soll man die Lust verlängern, dann ist die Verhütung probat und die Abtreibung auch, falls es mit der Verhütung nicht klappt. Wie richtigerweise Ann Barnhardt angibt, führte sogar Sigmund Freud an, dass jeglicher Sexualakt, welche die Fortpflanzung ausschließt, pervers ist.[1] Das ist sehr klassisch und thomistisch gedacht, weil der Hl. Thomas von Aquin diese Akte ebenfalls als contra naturam (gegen die Natur) bezeichnet (Summ. Theol. II IIae, q. 154. art 11 o. et 12. Ad 4, 1 2 q. 73.7. c et 2.2. q. 154. 12 o. et q. 170 1 ad 2.). Das Gesetz Gottes ist wirklich in unsere Natur eingeschrieben, sodass wir instinktiv wissen, was richtig und was falsch ist. Die Heilige Schrift macht es deutlich:

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Sex, Verhütung, Vat. II und malum intrinsecum (2 von 3)

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Nachkonziliarismus und Sex

Im Nachkonziliarismus wird aber deswegen das Sexuelle dermaßen hoch gehalten, insbesondere durch die unglücksselige Theologie des Leibes von Johannes Paul II, damit niemand zur Erkenntnis des Geistigen kommt, damit niemand sehend wird. Der Psalm sagt: In lumine tuo videbimus lumen – „In Deinem Licht werden wir das Licht sehen“ (Ps 35, 10), denn wie beim natürlichen Sehprozess durch die Lichtreize die Sinneszellen der Retina aktiviert werden, so wird unser geistliches Sehvermögen durch die Gnade Gottes aktiviert, wenn, aufgepasst, unser Seelenauge durch nichts verdreckt, vereitert oder verdeckt wird. Wodurch wird es verdeckt? Durch die irdischen Leidenschaften, am meisten aber durch das geschlechtliche Begehren und deren Verwirklichung. Hier nochmals auf den Punkt gebracht:

Sie werden niemals zu einem höheren Grad der Gotteserkenntnis kommen, wenn Sie noch sexuell, wie auch immer, aktiv sind. Punkt.

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Sex, Verhütung, Vat. II und malum intrinsecum (1 von 3)

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Der Grabenkrieg: neokonservativ gegen traditionalistisch

Es gibt eine Debatte, die vorwiegend in den USA stattfindet und bei der die Fronten recht verhärtet sind. Es ist ein Graben-, ein Bürgerkrieg, ja eigentlich ein Krieg unter Brüdern, der Krieg nämlich zwischen den Neokonservativen (Generation JP2) und den Traditionalisten. In den deutschsprachigen Ländern kann er überhaupt nicht stattfinden, da wir zu wenig von den ersten und kaum welche von den letzteren zur Verfügung haben. Es gibt wirklich wenige Traditionalisten, die dazu in der Lage wären überhaupt eine Diskussion führen wollen. Im traditionellen Lager wird entweder nur verdammt, gerichtet oder andächtig darauf gehört, was der (Pius-)Pater sagt. Das ist natürlich sehr schade, weil man sich nur darin üben kann, wozu man Übung hat, um gut diskutieren zu können, müssen Sie Mitdiskutanten finden. Auf den Veranstaltungen der katholischen Akademien in D, A und CH treffen sich jedoch fast immer ein atheistischer Theologieprofessor, der mit einem agnostischen Theologieprofessor in klar abgesteckten Rahmen diskutiert. Sie reden meistens dasselbe, manchmal aneinander vorbei, sie tun es für alle Zuhörer so unverständlich, dass Gott sei Dank wenig bis gar nichts von deren Inhalten übrig bleibt. Es ist ja eine Scheinveranstaltung, Kayfabe wie im Wrestling, wo die Gegner zu vorgeben zu kämpfen. Da die von der Kirchensteuer (letztes Jahr 6 Milliarden Euro) lebende katholische Akademie etwas veranstalten muss, die von der Kirchensteuer finanzierten Professoren ebenso etwas vortragen müssen und da niemand von ihnen, außer der eigenen Einkommenssicherung, an etwas glaubt, so tut man sich bei diesen Diskussionen nicht weh, da es ja um nichts geht.

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David Martin, War die Revolution des II. Vatikanischen Konzils Wirklichkeit oder nur eine Missinterpretation? (2 von 2)

church in the demons mouth-th-century-miniature-paintingsWas wäre aber, wenn die konservative Fraktion gewonnen hätte und wenn durch dieses Konzil tatsächlich die Irrlehren der Moderne verurteilt worden wären, wie es geplant war? Was war denn geplant? Das kann man anhand der originellen Schemata des Konzils ersehen, die hier auf Englisch zu lesen sind. Kurz, klar, präzise und katholisch. Aber überhaupt von Fraktionen innerhalb der Kirche zu sprechen, ist eine Schande, denn die Kirche ist keine Partei. Es lässt sich nur von mehr oder weniger Heiligkeit, mehr oder weniger Gott entgegen kommen, sprechen. Wie ungläubig und die Kirche hassend müssen diese Männer der „Reform“ gewesen sein. Wieviele Miliarden von Seelen haben sie auf dem Gewissen. Wem hat es denn geschadet, dass nach der Messe noch die Leoninischen Gebete gebetet wurden. Den Dämonen, nicht den Menschen, denn diese zusätzlichen 5 Minuten ändern wirklich nichts.  Warum soll man denn „zum Volk hin zelebrieren“? Ist das Volk Gott? Warum muss der Priester im Mittelpunkt sein? Wird er angebetet? Ist er Gott? Ist dieser ganze Novus Ordo nicht ein Menschenkult? Das hat doch tatsächlich Paul VI. gesagt, dass die Kirche von nun an dem Menschen helfen wird dem Menschen sein irdisches Los zu meistern. Das ist die Horizontale, wo ist aber die Vertikale? Der Mensch kann sein Los selbst meistern, dafür braucht er keine Kirche. Wie man es dreht und wendet: Bei Novus Ordo geht es um den Menschen, nicht um Gott. Dem Schreiber dieser Zeilen wird immer mehr klar, wie sehr die Neue Messe Gott beleidigt. Der Priester und die Gemeinde schauen sich in die Augen und der Priester unterhält die Leute ein bißchen. Frauen in Stolas betreten das Podium, um auch „etwas beizutragen“, aber die Stimmung will irgendwie nicht aufkommen und das Publikum bleibt weg.

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David Martin, War die Revolution des II. Vatikanischen Konzils Wirklichkeit oder nur eine Missinterpretation? (1 von 2)

Anbei publizieren wir einen Text von David Martin, der auf onepeterfive erschienen ist, in der vorzüglichen Übersetzung von Eugenie Roth.  Es läßt sich nicht leugnen, dass traditionelle und traditionalistische Internetseiten eine bestimmte Hartnäckigkeit bei der Behandlung des Zweiten Vatikanischen Konzils an den Tag legen. Man könnte bösartig von einer Zwangsneurose sprechen, als gäbe es nichts anderes. Ihr Pfarrer mit der Pastoralassistentin um die Ecke werden Ihnen sagen:

„Lassen wir das Konzil gut sein, machen wir miteinander weiter“. 

Aber was sollen wir machen? Wie sollen wir es machen? Was ist das Ziel unserer Aktivität? Das Konzil hat dermaßen die Inhalte des katholischen Glaubens ausgehöhlt, dass man nicht mehr weiß, was ihn eigentlich ausmacht, am wenigsten weiß es Ihr Pfarrer, der sich diese Fragen gar nicht stellt. Warum beschäftigen wir uns dermaßen mit dem Konzil? Weil seine Auswirkungen uns persönlich betreffen. Wie denn?

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Kirche gegen Anti-Kirche oder Hilary hat recht 

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Wir stellen hier in der kongenialen Übersetzung von Eugenia Roth einen Aufsatz von Hilary White vor, der so viel Tiefgang und Impact, wie man neudeutsch sagt, hat, dass er sicherlich an Wirkung ihrem Aufsatz Raus aus dem Kaninchenloch nicht nachsteht. Dieses Essay zeigt auch, wie gut die Schreibpause Hilary getan hat. Hilary bringt etwas auf den Punkt, was wenige spüren und ganz wenige verbalisieren können. Und zwar, dass in einer von Anarchie besetzten zerbröckelten Welt eine heile, konservative Kirche nur eine Fassade ist, die Bergoglio nach und nach mit der Abrissbirne abbaut. Dies wird ihr modernistischer Pfarrer um die Ecke mit der bürstenschnittigen Pastoralassistentin Ihnen auch bestätigen, es dennoch ein wenig anders formulieren. Er sagt:

Eine moderne Kirche hat sich der modernen Welt anzupassen!

Die Grundprämisse ist hier aber ganz falsch, denn die Kirche hat sich an gar nichts anzupassen, da sie, wie Christus und seine Jünger, nicht von dieser Welt ist (Joh 17,16; 15,19). Weiterlesen!