Hilary White, „Cor Orans ist die Totenglocke des Karmels‟ (2 von 2)

Wie Cor orans St. Teresa von Avilas Reform des Karmels beenden wird

Schwester T. fuhr fort und sagte, dass das Dokument explizit die Gründungsintentionen der Heiligen Teresa missbilligt, für die echte Autonomie ein entscheidendes Element ihrer Reform des Karmels war. Sie räumt ein, dass klausurierte Frauenorden einige Zeit lang in Föderationen zusammengeschlossen waren.

Dies tut das Programm Cor orans bereits, indem es gemeinsame Programme für die Grundausbildung von Postulantinnen und Novizinnen herausgab, „fortlaufende Ausbildung‟ – Kurse für Professen, eine „Bundesäbtissin‟ oder Präsidentin, die alle zusammengeschlossenen Klöster überwacht. Ihre Guthaben sind bereits miteinander vernetzt und sie haben regelmäßige Treffen und Eingaben von den männlichen Zweigen.

2015 erhielten Karmelitinnenklöster einen Fragebogen vom Vater General, Camilo Maccise, einem Mexikaner und Anhänger der Befreiungstheologie, der fragte, ob sie eine internationale Kommission von Nonnen haben wollten, welche anstelle der Karmeliten die Frauenklöster überwachen sollte. Dieser Vorschlag wurde zurückgewiesen, zum Ärger von Maccise. Maccise bewarb auch die Idee, in den einzelnen Klöstern keine Oberinnen zu haben, sondern nur Verbandspräsidentinnen, und eine gemeinsame Ausbildung der Novizinnen. Der Vorstoß für diese Änderungen hält jedoch unter dem gegenwärtigen General an, einem Italiener, Saverio Cannistrà. Angesichts der marxistischen Neigungen der Generals  der letzten Zeit scheint es klar, dass das, was wir als „fortlaufende Ausbildung‟ erwarten dürfen, im Wesentlichen eine Art von politischer Indoktrination ist, mit einer hauchdünnen Lage frommer Sprache überdeckt.

Aber für die Karmelitinnen, sagte die Schwester, sind diese Ideen die Antithese der Intentionen der Heiligen Teresa. Echte Autonomie, Unabhängigkeit von Ausbildung und Finanzen

„sind wesentliche Punkte unseres Charismas, das Unsere Heilige Mutter festgeschrieben hat und diese abzuschaffen heißt, das Charisma abzuschaffen.‟

 

„Sie gehen gegen unsere Konstitutionen an, sogar obwohl Cor Orans erklärt, dass alles in Übereinstimmung mit dem Charisma und den Konstitutionen getan werden muss. Jeder Karmel hat seinen eigenen Geist, sein eigenes Tempo, sein eigenes ‚Gefühl‛. Jede Nonne ist berufen, nicht einfach in den Orden, sondern in ein bestimmtes Kloster. Gemeinsame Ausbildung ist etwas, gegen das wir seit Jahren kämpfen.‟

 

„Eine gemeinsame Bundeäbtissin zu haben, die entscheiden kann die Novizinnen wegzunehmen, oder all unsere Finanzen zu nehmen, oder dem Heiligen Stuhl mitzuteilen, wir seien nicht länger ‚lebensfähig‛ – das ist ein Desaster. St. Teresa richtete die Klöster ausdrücklich so ein, dass nichts davon stattfinden würde. Und nun wird dies an uns getan werden.‟

Sie weist auf die verlängerte Ausbildungszeit für neue Nonnen hin – früher sechs Jahre für Karmelitinnen und unter Cor orans nun neun Jahre, wie absurd, und sagt, dies wird eher dazu führen, neue Berufungen zu verhindern.

„Als wenn die Kirche den Laien sagt, sie müssten neun Jahre lang verlobt sein, bevor sie heiraten. Unsere Konstitutionen bieten bereits eine Verlängerung der zeitlichen Gelübde um drei Jahre an, wenn nötig, aber dies zur Pflicht zu machen wird Frauen davon abbringen, einzutreten. Dies wird dem Kloster auch helfen, ‚weniger lebensfähig‛ zu werden, denn bis irgendjemand von den jüngeren die ewigen Gelübde ablegt, werden die anderen tot sein.‟

Eine andere Forderung wird die nach einem „religiösen Assistenten‟ sein, einem Priester, der das Kloster zusammen mit einem Kaplan überwacht; dieser wird von der Föderation ernannt. Die Schwester schreibt, dass dies „vor Jahren‟ von den Karmelitenklöstern als unzulässige Einmischung zurückgewiesen wurde. Der religiöse Assistent wird bespiellose Macht haben. Artikel 23 stellt z. B. fest:

„Bei der Beurteilung der Gründung eines neuen Klosters als Einzelkloster greifen der Präsident der Föderation und der religiöse Assistent ein, um dem Oberinnen des zu gründenden Klosters zu helfen. Die Einsicht der Föderation in die Gründung eines neuen Klosters geschieht im Rahmen der Bundesversammlung.‟

 

„Etwas anderes, was ich sehr bemerkenswert finde ist der vollkommene Verlust unserer Rechte. Es gibt keine Zusätze in diesem Dokument, keine Wahl, keine Möglichkeit des Einspruchs. Dies alles wird uns angetan. Hier und heute, während Franziskus wenn nicht Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit verkündet, so doch mindestens Konzessionen und ‚Wahl‛ für alle, zusätzlich zu den ‚Rechten‛ der Frau, werden unsere Rechte hier ganz und gar weggenommen.‟

Eine andere Nonne hat geschrieben und ausgedrückt, sie könnten nicht begreifen, was diese Leute mit „kontinuierlicher Weiterbildung‟ meinen. Nach anderen Dokumenten von bereits vereinigten Karmeliten in Europa zu urteilen, bedeutet dies praktisch, für einige Tage oder Wochen in Gruppen aus dem Kloster zu gehen, um gemeinsam „Kurse‟ mit Novizinnen anderer Klöster zu besuchen. Der Inhalt dieser Kurse wird selbstverständlich von „Expertenteams‟ zusammengestellt, die durch die Föderation ernannt werden.

Die Schwester schreibt:

„Klausurierte Nonnen haben einen sehr vollen Tagesplan, der viele andere Dinge nicht erlaubt. Wir müssen schon mit der Million unerwarteter Dinge zurechtkommen, die jeden Tag auftauchen. Ich habe keine Ahnung, wie wir all diese lächerlichen Pläne einer ‚kontinuierlichen Weiterbildung‛ umsetzen sollen. Können sie nicht verstehen, dass das einfache gläubige Leben im Alltag genügend Möglichkeiten einer kontinuierlichen Weiterbildung bietet?‟

Offensichtlich nicht.

Wie ich in meiner ersten Analyse schrieb, beginnt das Dokument selbst – wir erinnern uns: das eine Gesetzesvorlage ist, ein rechtliches Dokument, das darlegt, was alle kontemplativen Frauenklöster nun tun müssen – damit, seine Prämisse für die Arbeit darzulegen:

„Im Kielwasser der Lehren vom  Papst Pius XII , bekräftigt durch das II. Vatikanische Konzil, beabsichtigte Papst Franziskus, in Vutum Dei quaerere den intensiven und fruchtbaren Weg vorstellen, den die Kirche in den letzten Jahrzehnten im Lichte der Lehren desselben Konzils und unter Berücksichtigung der veränderten soziokulturellen Bedingungen gegangen ist.“

Mit anderen Worten: Es ist der „intensive und fruchtbare Weg‟ der letzten Jahrzehnte der Kirche seit dem II. Vatikanum, den alle Klöster klausurierter kontemplativer  Nonnen nun gehen müssen. Jeder der nun meint, dass die Autoren des Dokuments Freiraum lassen werden, dass es Dispensen für traditionelle oder „konservative‟ Gemeinschaften geben wird von ängstlichen und eingeschüchterten vatikanischen Körperschaften wie Ecclesia Dei, hat es versäumt, aufmerksam zu sein.

In den letzten 20 Jahren haben „konservative‟ Katholiken auf das Aufblühen einiger Gruppen von Schwestern – hauptsächlich in den USA – hingewiesen, die sich vom „intensiven und fruchtbaren Weg‟ entfernt und einiges des traditionellen Beiwerks des Ordensliebens wieder eingeführt hatten. Sie verweisen auf die Dominikanerinnen von Nashville, die Missionarinnen der Nächstenliebe, die Armen Klarissen in Alabama, wo es zumindest die Habits, (einige) Gesänge, Gemeinschaftsleben und gemeinsame Apostolate gibt. Aber genau diese Zeichen von Verweigerung des Programms sind es, welche die Despoten des Neuen Paradigmas erzürnt haben, die nicht ruhten, bis das auch das letzte selbstständige Haus eines Ordenslebens vereinnahmt war, unterwandert mit der neuen Ideologie. Die kleinen grünen Schösslinge der Hoffnung, welche die gläubige katholische Welt mit so großer Freude gesehen hat, sollen nun in den Frost des ewigen Winters von Vatikan II zurückgestampft werden.

In in der weiterführenden Analyse, die diesen Artikel folgen wird, können wir sehen, dass es der Zweck dieses Dokumentes ist, die totalitären Fantasien der antikatholischen Revolutionäre zu erfüllen, die sich nun, 50 Jahre nach ihrem ursprünglichen Beinahe-Erfolg, dem Ende ihres Lebens nähern. Seine Absicht ist es, zu säubern; entweder die verbliebenen Widerspenstigen in die volle nachkonziliare „Reform“, die in den 60er von den Revolutionären eigeführt wurde [gewissermaßen wie Vieh] zusammenzutreiben – jene, die sogar den besänftigten und beschwichtigenden Stufen widerstanden, die typisch sind für „Konservative“ –– oder sie zu schließen.

Die Sache ist die: das Ergebnis wird offensichtlich dasselbe sein, egal auf welchem Wege es erreicht wird. Die ganze Welt kann sehen was dem Ordensleben geschieht, welches das Neue Paradigma des Deuterovatikanismus annimmt. Ich habe eben ein privat erstelltes Dokument erhalten, das die Sitzungsergebnisse der vereinigten Unbeschuhten Karmelitinnen in Europa von 2009 zusammenfasst. Die Zahlen sind absolut trostlos.

Föderation: Belgien

Anzahl der Konvente: 11

Anzahl der Nonnen: 120
Feierlche Professen: 119
In Ausbildung: 1

Durchschnittsalter: 73

Föderation: Belgien-Luxemburg

Anzahl der Konvente: 11

Anzahl der Nonnen: 122
Feierlche Professen: 117
In Ausbildung: 5

Durchschnittsalter: 75

Föderation: Deutschland

Anzahl der Konvente: 14

Anzahl der Nonnen: 178
Feierlche Professen: 170
In Ausbildung: 8

Durchschnittsalter: 66

Die übrigen Zahlen sind ähnlich, und ich werde einige Details des Dokuments im nächsten Beitrag dieser Serie analysieren, aber die übrigen Antworten zum Frageboben des Generals erzählen eine ähnliche Geschichte. Die deutsche Föderation veröffentlichte eine Zusammenfassung der Anstrengungen, die unternommen wurden, um diese Probleme anzugehen.

„Eingeschlagener Weg: 15 Jahre lang haben sie Ausbildungskurse organisiert: kontinuierliche Ausbildung und Erstausbildung, ebenso für Ausbilder. Meetings für Priorinnen.

Derzeitige Probleme: Sind sehr alt geworden. Manche Schwestern sind in Pflegeheimen, die von Franziskanerinnen geführt werden. Mögliche Lösungen: Zwei Konvente beabsichtigen sich zusammenzuschließen.“

Das ist die Todesspirale. Und es ist genau dieser „intensive und fruchtbare Weg“, der seit 1965 von fast allen katholischen Klöstern der Welt eingeschlagen wurde, den nun Cor orans den sehr, sehr wenigen Verweigerern aufzuzwingen versucht.

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Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (4 von 4)

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Wer gründet neue Klöster und warum?

Im Lauf der Kirchengeschichte war es das Vorrecht der Bischöfe, neue Häuser kontemplativer Orden in ihren eigenen Diözesen zu errichten. Nun, da der Papst den Bischöfen verboten hat, dieses alte Recht auszuüben, können die Föderationen laut diesem Dokument selbst Gründungen errichten.

  1. Die Gründung eines Nonnenklosters – unter Beachtung der Ausführungen unter Nr. 39 der vorliegenden Instruktion – kann von einem einzelnen Kloster oder durch Initiative der Föderation durchgeführt werden, wie von der Föderationsversammlung festgesetzt[9].

Einer einzelnen monastischen Gemeinschaft, die sich entscheidet, ein Kloster zu gründen, muss überdies von der Föderation „geholfen“ und es muss von ihr geführt werden:

  1. Bei der Entscheidung eines einzelnen Klosters, ein neues Kloster zu gründen, intervenieren die Föderationspräsidentin und die Ordensassistentin der Oberin des gründenden Klosters. Das Urteil über die Gründung eines neuen Klosters durch die Föderation wird im Rahmen des Föderationsrates gefällt.

Artikel 39 berichtet uns einige Kriterien für die Klostergründung, die „im Ganzen und in ihrer Gesamtperspektive betrachtet werden müssen.“

  1. a) Eine Gemeinschaft, der ein gutes Zeugnis des brüderlichen Lebens ausgestellt wurde, zusammen mit „der notwendigen Vitalität im Leben und Weitergabe des Charismas“, die aus mindestens acht Nonnen mit feierlichen Gelübden besteht, „sofern die meisten nicht im vorgerückten Alter sind.“

  1. b) Neben der Anzahl werden besondere Fertigkeiten einiger Nonnen der Gemeinschaft erfordert, die im Besitz folgender Fähigkeiten sein müssen: als Oberin: Dienst der Autorität; als Ausbilderin: Erstausbildung der Kandidatinnen; als Cellerarin [Ökonomin]Verwaltung der Güter des Klosters.

  1. c) Räume, die an den Lebensstil der Gemeinschaft angepasst sind, um sicherzustellen, dass die Nonnen regelmäßig das kontemplative Leben pflegen können nach der Natur und dem Geist ihres Instituts.

  1. d) Wirtschaftliche Verhältnisse, die garantieren, dass die Gemeinschaft selbst für den Lebensunterhalt sorgen kann.

Einer dieser Punkte ist nicht wie die anderen. Haben Sie es bemerkt? Ein Kriterium sticht unbestimmt und vage heraus im Vergleich mit den anderen konkreten und messbaren Standards. Ein Aspekt der legislativen Analyse, den ich früher gelernt habe, war, dass die benutzten Begriffe von größter Wichtigkeit sind. Wenn ein Begriff vage oder nicht korrekt definiert ist, so ist dies ein „Schlupfloch“. Oder man könnte es vielleicht als Vorwand beschreiben: Etwas, wo jemand, der ein bestimmtes Ergebnis erzielen möchte, einen Gesetzestext ergreifen kann, um ihn wie eine Axt zu verwenden.

Wie also soll exakt bestimmt werden – und durch wen -, dass eine Gruppe von Nonnen die „notwendige Vitalität im Leben und Weitergeben des Charismas“ besitzt? Was genau bedeutet der Begriff „Vitalität“ und wie misst man sie und wie viel davon wird verlangt?

Ist dies einer der kleinen persönlichen heimlichen Ausdrücke von Papst Franziskus, deren Bedeutung er alleine weiß? Wie das Geheimnis, wie Nonnen geziemend lächeln müssen? Gehört die Einbeziehung komplett subjektiver Kriterien in ein juristisches Dokument? Oder stehen sie in diesem Dokument, um Prälaten Deckung zu bieten? Der nächste Artikel sagt uns: „Es liegt in der Verantwortung des Heiligen Stuhls, das Vorhandensein dieser Bedingungen zu beurteilen“ Haben sie in der Kongregation für das Geweihte Leben ein elektronisches Messgerät in einem Schrank, das die „Vitalität des Charismas“ misst?

Dies scheint eine wichtige Frage zu sein, da Artikel 70 über die Auflösung eines Klosters sich darauf bezieht:

Unter den Kriterien die dazu beitragen können, das Urteil der Schließung eines Klosters zu bestimmen, nachdem alle Umstände untersucht wurden, sollten die folgenden Punkte insgesamt betrachtet werden: die Anzahl der Nonnen, das vorgerückte Alter der Mehrzahl der Mitglieder, die reale Fähigkeit das Haus zu führen und [den Nachwuchs/die Nonnen] aus-/weiterzubilden, Mangel an Kandidaten für eine Anzahl von Jahren, Mangel an der nötigen Vitalität im Leben und Weitergabe des Charismas in dynamischer Treue[10].

Sie werden angegliedert; Widerstand zwecklos …

Es scheint, dass zwei Themen dieses Dokument bestimmen: einen gewissen Wert der „Autonomie“ als unverzichtbares Kriterium für Lebensfähigkeit zu schaffen, und gleichzeitig Übersicht und Kontrolle bis ins Kleinste darüber zu haben, wer dies bestimmt. Kurz gesagt, ein Kloster muss autonom sein, aber Himmel hilf der Gemeinschaft, die ihre Unabhängigkeit geltend macht.

Die Artikel 54 – 64 bieten zwischenzeitlich einen Maßstab für den Fall der „Unfähigkeit“, was wirklich mehr als zweitrangig ist. Wenn einmal ein Mangel an Autonomie festgelegt wurde …

54. Eingliederung ist eine besondere Form der Hilfe, welche der Heilige Stuhl in besonderen Situationen festsetzt, zugunsten einer Klostergemeinschaft sui juris die nur eine behauptete Autonomie hat, aber in Wahrheit eine bedenkliche oder tatsächlich nichtexistierende.

 

55. Eingliederung wird wie eine juristische Unterstützung gestaltet, die bestimmen muss, ob die Unfähigkeit, das Leben des autonomen Klosters in all seinen Dimensionen nur vorübergehend oder irreversibel ist, indem sie der Gemeinschaft des eingegliederten Klosters hilft, Schwierigkeiten zu überwinden oder alles zu ordnen was notwendig ist, um dieses Kloster auflösen zu können.

Wie funktioniert die Eingliederung? Nun, die Föderation und der Heilige Stuhl haben es herausgearbeitet:

56. In diesen Fällen ist es die Aufgabe des Heiligen Stuhls, die Möglichkeit der Einrichtung einer ad hoc Kommission zu beurteilen, die vom Ordinariat, der Föderationspräsidentin, die Föderationsassistentin und der Generaloberin des Klosters gebildet wird.

 Es wird nun langsam klar, dass die Föderation nichts weniger sein wird als das Big Brother Killerkommando der Kongregation für das geweihte Leben. Es ist erinnerungswürdig, was im Fall eines deutschen Männerklosters geschah, in dem der Obere versuchte, die Gemeinschaft zu den Gebräuchen vor dem II. Vatikanum zurück zu führen. Trappistenkloster Mariawald – 900 Jahre alt – wurde schließlich aufgelöst, zu Tode eingegliedert.

Der Ordensobere hatte den fatalen Fehler begangen offen zu erklären – 2008, nach der Veröffentlichung von Summorum Pontificum – dass die Probleme des Klosters begannen, als es die neuen liturgischen Riten angenommen hatte und die Trends aller Ordensleute nach dem II. Vatikanum einführte, und dass die Lösung ganz klar die war, zu den Pfaden vor dem Konzil zurückzukehren. Mariawald wurde daraufhin eingegliedert – auf die Art und Weise, die das Dokument beschreibt – in ein liberales Haus in den Niederlanden, dessen Oberer – wen wird es überraschen – entdeckte, dass das Haus hoffnungslos gespalten war und nicht gerettet werden konnte.

Was eine erzwungene Eingliederung zu einer wahrhaft verheerenden Waffe gegen konservative oder traditionelle Gemeinschaften macht ist die Bedingung, dass ein eingegliedertes Kloster seine eigenen Novizen nicht ausbilden darf:

60. Das eingegliederte Kloster kann Kandidaten aufnehmen, aber das Noviziat und die Ausbildung muss im aufnehmenden Kloster geschehen oder in einem anderen Kloster, das von der Föderation gegründet wurde.“

Das bedeutet selbstverständlich, dass das Ausbildungsteam des aufnehmenden Klosters bestimmt, dass widerspenstige, „neo-pelagianische“ Postulanten und Novizen entlassen werden.

~

Wir sind nun ungefähr bei Artikel 155 des Dokuments. Teil zwei folgt.

 

[9] So viel zum Prinzip der Subisidiarität. Ich kann mir vorstellen, wie es wäre, in einem Kloster zu leben, das von einem Komitee gegründet wurde.

[10] Wir gehen nun von der „dynamischen Treue“ in Schweigen über …

Quelle: https://remnantnewspaper.com/web/index.php/ fetzen-fliegen/item/3906-pope-francis-vs-contemplative-orders

Vultum Domini quaerere oder es geht ums Geld!

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Unsere Mini-Reihe Der Frühling ist vorüber, meine Damen von Hilary White vom Dezember 2016, die um von der geplanten Zerstörung der kontemplativen Orden handelt, welche durch Bergoglio und Konsorten mit den Richtlinien Vultum Domini quaerere initiiert wurde, fand nicht sehr viele Leser. Kein Wunder, denn man interessiert sich wenig dafür, was einen selbst persönlich nicht betrifft. Wir werden zwar auch von Ordensfrauen gelesen (jawohl!), aber wohl von keinen kontemplativen Nonnen, was auch sehr für die Letzteren spricht. Obwohl Hilary White sehr gründlich und analytisch denkt, sowie keine Angst hat die Konsequenzen der bergolianischen Gesetze zu Ende zu denken, so hat sie doch etwas übersehen, was eigentlich jedem offensichtlich ist, der über ein Mindestmaß an krimineller Energie verfügt.

Warum soll es den kontemplativen Orden an den Kragen gehen?

Weil dies Geld einbringt und Bergoglio braucht welches, um seine Gefolgsleute finanziell zu belohnen, denn Erpressung ist zwar gut, aber Belohnung ist besser. Man kann auch als Antipapst nicht ganz allein die Kirche zerstören, man braucht dazu ein Netzwerk, die Gay-Mafia zum Beispiel, welche das Projekt Destruktion in Angriff nimmt.

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Hilary White: Warum die Revolutionäre immer als erstes kontemplative Nonnen zerschlagen

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Ein neuer, sehr trauriger und wahrer Text von Hilary White. Der Papst Franziskus zerstört noch die kontemplativen Frauenorden, deren sehr kleine oder beständige Anzahl trotz der nachkonziliaren Reformen Gott das Opfer der Anbetung darbringen konnte. Jetzt geht es auch ihnen an den Kragen. Die Parallele von „Erledigung der Rest-Tschechei“ macht sich breit.

Die seligen Märtyrer von Nowogrodek, die von der Gestapo im August 1943 im besetzten Polen exekutiert wurden, waren Mitglieder der Schwestern der Heiligen Familie von Nazareth.

nowogrodekEin Italienischer Priester: “Ihr kontemplativen Nonnen, sucht das Gesicht Gottes, so lange ihr könnt!”

Die uralte christliche Berufung der immerwährenden Kontemplation Gottes, der freiwillige Rückzug aus der Welt und ihren zeitlichen Sorgen, die Selbstaufopferung und die Versenkung in das Gebetsleben werden wohl bald effektiv von den derzeitigen Besatzern des Heiligen Stuhles, die die gesamte Sphäre des katholischen Lebens determinieren und in die Konformität mit den säkulären Trends des 2. Vatikanums treiben,  unterdrückt werden. Das kürzlich von der Kongregation für das Ordenswesen herausgegebene Dokument schreibt viele der  kanonischen Normen für kontemplative weibliche Gemeinschaften neu und wird die Kontrolle über das klösterliche Leben zentralisieren.

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Hilary White, Der Frühling ist vorüber, meine Damen (1 von 3)

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Franziskus‘ Plan für die „Neuen Konservativen“ Religiösen Orden

Geschrieben von   Hilary White

 Der Papst hat „neue Richtlininien” für kontemplative Nonnen herausgebracht, und dies hat jeden meiner [inneren] Alarme ausgelöst, lang, laut und furchterregend wie eine Fliegeralam-Sirene. Dies ist möglicherweise eines der unheilvollsten Dinge, die ich bis jetzt von Bergoglio habe kommen sehen, aber ich denke, dass wenige Menschen verstehen werden, wie ernst dies für uns ist oder sein könnte.

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Eines tut Not – das geistliche Leben. Eine Einleitung in das Werk von A. Poulain SJ. (2 von 7): Eschatologie in sportlichen Bildern

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Eschatologie in sportlichen Bildern

Warum steht aber das kontemplative Leben höher? Weil das irdische Leben in der katholischen Sicht lediglich als eine Vorbereitung und Vorstufe auf das ewige Leben gesehen wird. Da aber die Ewigkeit länger – da ewig – als sogar ein recht langes Leben dauert, daher sollte man in diesem Leben, soweit man kann, das anvisieren, womit man seine Ewigkeit verbringen wird. Die Ewigkeit in ewiger Qual und Verdammnis der Hölle ist natürlich auch eine reale Möglichkeit und Konsequenz eines sündigen und gottfernen Lebens auf Erden. Wir wollen aber im Moment nicht näher darauf eingehen, da wir hoffen, dass diese Möglichkeit keinen unserer Leser im Moment des Todes betreffen wird. (Und bis dahin ist ja noch immer Zeit und unser Blog möge auch das Seine dazu beitragen.) Erreicht jedoch jemand wenigstens das Fegefeuer, was wir uns selbst und allen unseren Lesern wünschen, so verbringt er, nachdem er die notwendige Läuterung in diesem Zwischenstand durchschritten hat, die Ewigkeit, welche in der Anschauung, d.h. in der Kontemplation, Gottes besteht. Daher steht also das kontemplative Leben höher als das aktive, weil die Kontemplation auf die Ewigkeit verrechnet einfach länger dauert.

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Eines tut Not – das geistliche Leben. Eine Einleitung in das Werk von A. Poulain SJ. (1 von 7): Das aktive und kontemplative Leben

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Die Auswertung der Leserumfrage machte uns klar, dass unser deutschsprachige Leser, über den wir uns sehr freuen, vielmehr am geistlichen Leben als an der Kirchenkrise interessiert ist, da er die Letztere auch ohne uns ständig vor Augen hat. Wir wollen also das Eine tun, ohne das Andere lassen zu wollen, d.h. die katholische Theologie in ihren verschiedenen Fachgebieten, so gut es uns möglich ist, präsentieren, sozusagen als das Gegengift gegen die Kirchenkrise, über die wir auch ab und zu berichten werden. Es ist auch recht mühevoll ständig, wie der Prophet Jeremias, rufen zu müssen: „Iniquitas et vastitas – Sünde und Ruin! “ (vgl. Jer 20,8)

Daher wollen wir hier neben der notwendigen Einleitung ein weiteres Meisterwerk des Geistlichen Lebens und zwar Die Fülle der Gnaden von Pater Augustin Poulain SJ aus dem Jahre 1901 Lesern abschnittsweise unseren Lesern vorstellen. Die Einleitung, der Text von Pater Poulain SJ, die Fragmente von Kard. Bona und eventuell andere Beiträge sollen abwechselnd erfolgen. Da wir leider nicht in der Lage sind diesem Blog mehr Zeit zu opfern, daher werden wir mehrere kleinere Einträge veröffentlichen, um innerhalb der nächsten Zeit wenigstens einen Eintrag am Tag präsentieren zu können. Fürwahr alles ist Stückwerk.

Das kontemplative und das tätige Leben oder Maria und Martha

Liest man die mystische Literatur, derer metaphysisches Gerüst der Neuplatonismus bildet, eine Philosophie, die logisch und theologisch das herausgehen der Vielheit aus der Einheit deutet, so trifft man darin oft die Exegese der Geschichte von Maria und Martha (Lk 10, 38-42). Maria hat ja im Gegensatz zu Martha „das Eine“ (unum) gewählt (Lk 10, 42), wobei das Eine (unum) für Gott – die absolute Einheit (Unum) – steht, welche die Existenzgrundlage und die Möglichkeit für alle nachfolgende Vielheit bietet. Diese Gedankengänge der nicht pantheistisch gemeinten „Vereinheitlichung mit Gott“ sind nicht nur bei den griechischen Kirchenvätern und bei dem nachfolgenden Maximus Confessor zu finden. Sie wurden auch von Eriugena, Meister Eckhardt und Johannes Tauler übernommen, wobei leider Eriugena und Meister Eckhardt die Pfade der Orthodoxie verlassen haben. Alle aber der genannten Autoren gehen darin zurecht und rechtgläubig überein, dass das Eine (unum), das Maria gewählt hat, für das geistliche, das kontemplative Leben steht, während Martha das tätige Leben und somit für das Viele (multum) repräsentiert. Somit „tut das Eine Not“, was bedeutet, dass das geistliche Leben, im Sinne eines Gebetslebens und eines asketischen Lebens, Not tut.

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