Tradition und Glauben

David L. Sonnier, Die Übernahme der katholischen Kirche durch den Modernismus: Kultureller Völkermord oder Selbstmord? (1 von 5)

Anbei eine vorzügliche Übersetzung aus The Remnant von davillatollkuehn, woraus ersichtlich wird, dass das Konzil einen kulturellen Völkermord bewerkstelligte und einführte. Ja, es war eine Kulturrevolution, wie damals in der Volksrepublik China, welche ungefähr zeitgleich stattfand. Man hat die Katholiken ihres kulturellen Erbes und ihrer Identität beraubt, wie es die Kommunisten in der Sowjetunion, in den besetzten Ostblockstaaten taten, in Kambodscha, Laos und wo sie sonst noch Einzug hielten.  Nachkonziliarismus ist Sozialismus, was irgendwie niemand glauben will. Das Alte musste ausgerottet werden und zur Auslöschung der Erinnerung – damnatio memoriae – verurteilt werden. Nichts Neues unter der Sonne! Die brilliante Analyse von David L. Sonnier führt uns in die Tiefe. Einführung Der traditionelle Katholizismus kann frei definiert werden als die Gebete, Bräuche und Spiritualität, die im lateinischen Ritus vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil allgemein existierten. Dieser Begriff wurde zur Zeit des Konzils nicht verwendet. Er kam erst später zum Einsatz, als diese Gebete, Bräuche und die damit verbundene Spiritualität in jeder Zivilisation auf der ganzen Welt aus dem modernen Leben eliminiert wurden, während ein wachsamer Überrest sie beschützte, und ihnen ohne Fragen jedwedes Existenzrecht und Schutzwürdigkeit zusprach. Bis heute hat der traditionelle Katholizismus eine lange Zeit der unaufhörlichen Bemühungen überlebt, ihn zu beseitigen, und sogar für diejenigen Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, die sich an ihn halten, das geistliche Leben zum Blühen gebracht. Traditionelle Katholiken sind diejenigen Katholiken, die die Bräuche, Traditionen und liturgischen Normen, die vor 1965 auf der ganzen Welt existierten, bewahren, praktizieren und schützen. Die demographischen Erhebungen dieser Gruppe sind unterschiedlich, aber es wird allgemein angenommen, dass sie etwa 1% aller Katholiken ausmachen, zusammen mit weiteren 11%, die sich „für traditionell halten“. Die ehrlichste Interpretation dieser Statistiken ist, dass 1% der Katholiken regelmäßigen Zugang zu einer Kirche haben, in der sie ihren Glauben in der zuvor universellen Weise ausüben können, und sich dafür entscheiden, dies zu tun. Was die anderen 11% betrifft, die die Studie als „sich für traditionell halten“ definieren, so können wir davon ausgehen, dass sie entweder keinen Zugang zu einer solchen Kirche haben oder dass dieser Zugang begrenzt ist, aber sie dennoch glauben und praktizieren wie die Katholiken zuvor, oder dass sie sich einfach mit vorkonziliaren Praktiken und Bräuchen identifizieren. Kultureller Völkermord Nach einer präzisen und allgemein akzeptierten Definition wird als kultureller Völkermord definiert[1][2][3]wenn die Unterwerfung eines Volkes folgendermaßen vorgenommen wird: a) „Jedwede Handlung, die das Ziel oder die Wirkung hat, eigenständige Völker ihrer Integrität oder ihrer kulturellen Werte oder ihrer ethnischen Identitäten zu berauben“. b) „Jede Handlung, die das Ziel oder die Wirkung hat, sie ihrer Länder, Gebiete oder Ressourcen zu enteignen;“ c) „Jede Form des Bevölkerungstransfers, der das Ziel oder die Wirkung hat, eines ihrer Rechte zu verletzen oder zu untergraben;“ d) „Jede Form der Assimilation oder Integration durch andere Kulturen oder Lebensweisen, die ihnen durch Rechts-, Verwaltungs- oder andere Maßnahmen aufgezwungen werden;“ (e) „Jede Form von direkter Propaganda, die sich gegen sie richtet.“ Ein Verbrechen, wie z.B. kultureller Völkermord, erfordert sowohl einen Täter als auch ein Opfer.  In diesem Fall sind die Opfer diejenigen, die sich weigern, ihr Gebetsleben zu ändern, ihr geistliches Erbe aufzugeben und ihre Bräuche zu ändern.  Offensichtlich gilt dies nicht für alle, die sich als katholisch betrachten, da einige gerne ihr Gebetsleben, ihre Bräuche, ihre Kultur und sogar ihre Lehre für den geringsten materiellen Nutzen ändern und aufgeben.  Täter ist jeder, der sich in irgendeiner Position kirchlicher oder ziviler Autorität befindet und diejenigen, die dies nicht wollen, zwingt, ihre Bräuche und Praktiken aufzugeben, sei es durch Täuschung oder durch administrative Manipulation (Einbehaltung der Erlaubnis für eine traditionelle Messe oder Versetzung eines Priesters, um beispielsweise eine Gemeinschaft zu zerstören).  Nur eine dieser Bedingungen muss erfüllt sein, um zu dem Schluss zu kommen, dass der Täter des kulturellen Völkermords schuldig ist.   Häufige Einwände In diesem Zusammenhang treffen Vorwürfe des kulturellen Völkermords auf mehrere allgemeine Einwände.  Erstens bezieht es sich auf eine religiöse Praxis, die sie für veraltet halten.  Aber die gängige Praxis kann nicht als „veraltet“ angesehen werden, nur weil sie für einen längeren Zeitraum unterdrückt wurde.  „Unterdrückt“ ist nicht dasselbe wie „veraltet“.  Das wäre dasselbe, als ob man die französische Kultur und Sprache fünfzig Jahre lang unterdrückt und dann behauptet, sie sei „veraltet“.  Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Unterdrückung der religiösen Praxis in die Definition des kulturellen Völkermords fällt. Ein weiterer häufiger Einwand gegen die Behauptung des kulturellen Völkermords ist, dass die Unterdrückung dieser Bräuche, Gebete und des damit einhergehenden geistlichen Lebens aus der Kirche kam – insbesondere aus der Leitung: von Bischöfen und sogar Päpsten. Nach dieser Logik wäre der Begriff kultureller Selbstmord angemessener. Dieses Argument verliert jedoch seine Gültigkeit, wenn wir uns daran erinnern, dass viele Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil diejenigen, die weiterhin präkonziliaren Praktiken folgten, von der überwiegenden Mehrheit der Täter (einschließlich Päpsten und Bischöfen) als...

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