12. September – das Fest des hl. Namens Maria

B.Bonfigli u.a., Schutzmantelmadonna - Madonna of Protecting Cloak / Bonfigli -

Da unsere Reihe „der spirituelle Mittwoch“ für vier Mittwoche ausgelegt ist, manchmal aber, wie im August 2018, der Monat gar fünf Mittwoche zählt, so bleibt ein Mittwoch übrig oder man ist gezwungen alles irgendwie zu verschieben. Damit hier keine Unordnung aufkommt, welche wie wir wissen vom Widersacher kommt, so schieben wir einen geistlichen Inhalt zusätzlich ein, um in diesem Monat wieder auf vier Beiträge zu kommen. So trifft es sich gut, dass gerade heute, am 12 September, die Kirche das Fest des Heiligen Namens Mariä feiert, welches im Tridentinischen Brevier auf den ersten Sonntag nach Mariä Geburt gelegt wurde, seit den Reformen des Pius X. jedoch auf den 12 September fällt. Es ist wieder einmal unwahrscheinlich, dass wir eine Predigt zu diesem Thema zu hören bekommen, da es ja ein Wochentag ist, daher ein paar Bemerkungen an dieser Stelle.

Der Name gibt aber nach dem biblisch-metaphysischen Verständnis tatsächlich das  eigentliche Wesen des Benannten wieder. Deswegen war es nicht gleichgültig, dass Maria Maria und nicht Elke hieß und Jesus Jesus. Wir alle, die wir (hoffentlich?) nicht direkt gegen die dämonischen Mächte ankämpfen, haben nicht die direkte Erfahrung gemacht, dass die heiligen Namen wirklich wirken. Dennoch stimmt es wirklich, dass manch ein Dämon schon zu Würgen aufhörte als er den Namen „Jesus“ sogar in Gedanken gesprochen hörte, manch einer ließ auf den Namen „Maria“ los. Sollten Sie unter Alpträumen leiden, so ist dies die Lösung, vorausgesetzt, dass Sie im Traum noch soviel Willensfreiheit haben, dass Sie konkrete Dinge denken können, was oft der Fall ist.

Warum lassen die Dämonen los?

Weil es sich bei „Jesus“ und „Maria“ um machtvolle Namen handelt, welche etwas in der spirituellen Welt bewirken. Weiterlesen

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Der Seiko-Mariensamstag (4 von 5): Votivmesse am Samstag und Maria

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Votivmesse an Samstag ist Maria gewidmet

Schon im VIII Jhdt. sind Votivmessen zur Ehren der Mutter Gottes nachweisbar. Im 9. Jahrhundert verbreitete sich die Gewohnheit, den Samstag ganz Maria zu weihen.[1] Es war aber der Hl. Alkuin (735-804), der Benediktiner, welcher am Hof Karls des Großen wirkte und die karolingische Liturgiereform vorantrieb, diesmal zur Abwechslung eine positive, welcher wir den Mariensamstag verdanken. Wie der Seite Marian Catechist Apostolate, die wir hier fast wörtlich zitieren zu entnehmen ist:

Keep on reading!

Der Seiko-Mariensamstag (1 von 5): Seiko und Katholizismus

Da heute am 18.03.2017, dem Fest des Hl. Cyrill von Jerusalem, eine Schreckensmeldung aus Rom die nächste jagt, so wollen wir hier ab und zu praktische Tipps zur eigenen Frömmigkeit und zur Herzenserwärmung vorstellen, welche, da sie an den deutschprachigen Leser gerichtet sind, informativ und praktisch gehalten werden. Keep on reading!

Ante luciferum genitus- Erscheinung des Herrn

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Die heutige erste Antiphon der Laudes aller vorkonziliaren Breviere lautet:

Ante luciferum genitus, et ante saecula, Dominus Salvator noster hodie mundo apparuit.

Vor der Morgenröte [dem Lichtträger] geboren und vor aller Zeit, Herr, der Heiland ist uns heute erschienen.

Wie wir uns denken können, gibt die deutsche Übersetzung nicht die Tiefe und Fülle des Lateins wieder, welches die Lehre der Kirche exakt wiedergibt.

Ante luciferum

Das lateinische lucifer bedeutet sowohl die Mörgenröte, den Licht- oder Fackleträger oder auch den Luzifer, den größten und ersten der gefallenen Engel. Wir werden uns der Angelologie, der Dämonologie, denn die Dämonen sind gefallenen Engel und dem Engelsturz als solchem noch irgendwann widmen, ohne, wie wir hoffen, wie Gabrielle Bitterlich in Gnosis zu fallen. An dieser Stelle sei so viel gesagt, dass nach Meinung der Theologen, denn diese Lehre wurde niemals dogmatisiert, war es der Luzifer, das erste, beste und schönste Geschöpf Gottes, welcher sich deswegen gegen Gott auflehnte und 1/3 der Engel hinter sich zog, weil er Christus-Gott in seiner Menschwerdung, aber vor allem in seiner Kreuzigung anbeten sollte. Da die Engel uns Menschen dermaßen übergeordnet sind, da sie die viel vollkommeneren Geschöpfe darstellen, so war es für Luzifer unbegreiflich, warum er vor so einem Wurm hinknien sollte. Woher wissen wir das?

  1. Theologenmeinung
  2. Privatoffenbarungen
  3. Aussagen der Dämonen bei Exorzismen

Die Glaubwürdigkeit ist in einer absteigenden Reihenfolge, denn Privatoffenbarungen können irren und die Dämonen lügen permanent, auch wenn sie die Wahrheit sagen, wie witzig und treffend jemand formulierte. Dennoch ist die Lehre, dass die Engel, die später zu Dämonen wurden, als gut geschaffen worden sind, ein Dogma der Kirche (DH 800). Die Details, wie es zum Engelssturz kam, bleiben jedoch verborgen.

Das Weihnachtsfest bleibt jedoch unverständlich, wenn man ausschließlich die menschliche Natur Christi betrachtet, wie es nach dem Konzil fast ausschließlich der Fall ist. Christus ist der Eingeborene Sohn Gottes und Gott zugleich, der gleichewig mit dem Vater ist, als eine Person der Heiligen Dreifaltigkeit. Der Ausdruck „genitus“ – „geboren“, bedeutet nicht, dass es „eine Zeit gab, wo das Wort nicht war“, wie der verurteilte Arius meinte, sondern, dass ein ewiger oder besser formuliert ein „gleichewiger“ (coaeternus) Hervorgang (processio) oder spiratio activa des Sohnes vom Vater besteht. All diese Termini sind theologische Fachausdrücke, die wir auch irgendwann genau erläutert werden, was wahrscheinlich viele, viele Seiten betragen wird.

Wenn aber die heilige Liturgie uns: Ante luciferum genitus – sagt, so bedeutet diese, dass:

  • Das Ewige Wort Gottes, durch das alles, also auch die Engel, geschaffen wurde,
  • Vor den Engeln, auch vor Luzifer, war,
  • Und der Hervorgang des Sohnes vom Vater vor aller Zeit herrschte.

Ante saecula

Der zweite Begriff, den es zu präzisieren gilt, lautet: ante saecula – vor der Zeit. Das Wort „saeculum“ oder aeon, griech. aion, bedeutet einen Zeitanfang in der Ewigkeit. Wie soll das gehen? Nur Gott ist ewig (aeternus), die Theologie sagt sogar: sempinternus– „immer ewig“, was suggeriert, dass es Dinge gibt, die weniger ewig sind. Der hl. Thomas von Aquin sagt, dass der zeitliche Anfang der Welt eine Glaubenswahrheit ist, denn rein philosophisch gesehen, könnte die Welt auch ewig sein, aber nicht gleichewig mit Gott. Daher führte die Theologie schon recht früh Begriffe ein, welche sich auf Dinge oder Geschöpfe bezogen, welche vor Erschaffung der Welt geschaffen worden sind. So z. B. die Zeit, die Engel, den Raum etc. All diese Überlegungen sind sehr interessant, spezifisch und gehen in die philosophische und theologische Interpretation des Sechstagewerkes ein. Im Westen hat sich damit Albert der Große befasst, der auch die griechischen Kirchenväter, hauptsächlich über den hl. Ambrosius von Mailand, rezipierte. Uns genügt hier zu sagen, dass Christus als Gott und Sohn Gottes ebenfalls vor dem aevum, saeculum, also vor aller Zeit war. Der Ausdruck ante saecula ist eine nochmalige Betonung der Gottheit Christi.

Dominus Salvator noster hodie mundo apparuit

Derjenige, der also als das Wort Gottes (Verbum, Logos) immer war, wird als Mensch zeitlich. Er „ist heute der Welt erschienen“, sagt diese Antiphon. Welcher Welt? Hauptsächlich der heidnischen Welt, denn die drei Weisen aus dem Morgenland stellen die Heiden, ihre Weisheit und ihre Geheimwissenschaften dar. Die Juden oder die Israeliten wurden durch die Propheten darauf vorbereitet und die Geburt Christi wurde durch die Hirten verkündet. Der große Andrang fiel aber aus. Irgendwie traurig und war ist es, dass es ausgerechnet die Heiden, die Ausländer es waren, die Herodes von der Geburt des Königs unterrichteten, obwohl die Priester und die Schriftgelehrten Israels es besser wissen sollten. Die einen wussten wo, die anderen, wann. So spricht ungefähr die heutige Homilie vom Gregor dem Großen.[1] Die Verstockung der Juden, womit die Schriftgelehrten aller Zeiten gemeint sein können und der Glaube der Heiden.

Ja die erste Antiphon der heutigen Laudes ist wirklich sehr schön und regt nach Denken an.

[1] http://divinumofficium.com/cgi-bin/horas/officium.pl

Der hl. Evangelist Johannes – der vom Herzen des Herrn getrunken hat

St. John Devotions

Die heutige Liturgie feiert am 27.12 das Fest des Evangelisten Johannes. Ein Fest, welches ab der Reform von 1955 durch den Sonntag der Weihnachtsoktave gleichsam zugedeckt wird. Dies bedeutet, dass im Falle, dass das Johannesfest auf einen Sonntag fällt, die Messe vom Sonntag und das Brevier vom Sonntag gelesen werden. War es denn früher anders? Ja, denn bis zu den „Reformen“ von 1955 waren manche Heiligenfeste höher gestuft als ein Sonntag. Dies gilt ja auch heute beispielsweise für Weihnachten. Fällt es auf einen Sonntag, dann feiern wir Weihnachten und nicht einen Sonntag. Das die Heiligen den konkreten Weg der Christusnachfolge zeigen, daher waren sie und ihre Feste allen Häretikern und „Reformern“ ein Dorn im Auge. Nach den protestantischen Reformatoren waren es die Jansenisten, welche sehr lange sich darüber ärgerten, dass angeblich die Heiligenfeste die Sonntage „zudecken“. Diese Tendenz die Heiligenfeste durch Sonntage zu eliminieren ist expressis verbis vom Pius VI. in der Konstitution Auctorem fidei verurteilt worden, welche sich mit den Irrlehren der Synode von Pistoia (1794) auseinandersetzte. Diese Verurteilung lautet wie folgt:

„74. Die Entscheidung der Synode, die über das Jahr hin festgelegten Fest auf einen Sonntag zu verlegen …“. (DH 2674)

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Lesungen der Matutin der Vigil des Weihnachtsfestes

Christi Geburt

Weniger Breviergebet ist weniger geistliche Leistung

Da wir alle heute und morgen den Kirchgang vor uns haben, auf den wir uns mental einstellen müssen, falls wir wieder einer nachkonziliaren „Jedoch-Aber-Wenn-Miteinander-Flüchtlinge-Rettet-die-Wale-Predigt“ ausgesetzt sein werden, so wollen wir uns mit Texten trösten, die wirklich katholisch sind und welche uns das Geheimnis der Menschwerdung Gottes nahebringen.

Der Schreiber dieser Zeilen hat die heutige Matutin der Vigil des Weihnachtsfestes bereits gelesen und die heutigen Lesungen haben ihn so erfreut, dass er diese Freude den Lesern unseres Blogs mitteilen möchte. Dank der Mühe von divinum officium.com sind diese Lesungen auf Deutsch übersetzt, sodass wir sie hier bloß einzukleben brauchen. Die vorgestellten drei Lesungen gelten für alle vorkonziliaren Breviere: das tridentinische, Divino Afflatu, das Pianische und das aus dem Jahre 1962. Diese drei Lesungen werden heute im Officium der Weihnachtsvigil nach den Psalmen gebetet und zwar:

  • im tridentinischen Brevier nach zwölf ganzen Psalmen (ergibt insgesamt 290 Psalmenverse),
  • im Divino Afflatu-Brevier aus dem Jahre 1911 nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse),
  • im Pianischen Brevier aus dem Jahre 1955 nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse),
  • im Brevier des Johannes XXIII aus dem Jahre 1962 nach nach 9 geteilten Psalmen (ergibt insgesamt 98 Psalmenverse).

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (8)

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8 Tag der Oktave

Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers mit den Teilen der Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde.

Lesung 4

Deshalb haben schon in früheren Zeiten Bischöfe, Priester, Ordensgenossenschaften und sogar Kaiser und Könige den Apostolischen Stuhl gebeten, die Unbefleckte Empfängnis der allerseligsten Gottesmutter als Glaubenssatz zu erklären. Diese Bitten wurden auch in der Gegenwart wiederholt, und sie wurden besonders Unserem Vorgänger Gregor XVI. seligen Angedenkens und Uns selbst von Bischöfen, von Weltpriestern, von Ordensgenossenschaften, von hochstehenden Fürsten und vom gläubigen Volke vorgetragen. Dies alles wußten Wir sehr wohl und erwogen es ernstlich, und es machte Unserem Herzen besondere Freude. Sobald Wir also ohne Unser Verdienst nach dem unerforschlichen Ratschluß der göttlichen Vorsehung auf diesen erhabenen Lehrstuhl des heiligen Petrus erhoben wurden und das Steuer der ganzen Kirche übernahmen, betrachteten Wir es als Unsere heiligste Pflicht, entsprechend Unserer großen, von früher Kindheit an gehegten Verehrung, Andacht und Liebe zur allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, alles durchzuführen, was die Kirche wünscht, damit die Ehre der allerseligsten Jungfrau vermehrt werde und deren Vorzüge in noch hellerem Lichte erglänzen.

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (7)

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7 Tag der Oktave

Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers mit den Teilen der Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde.

Lesung 4

Wir alle aber wissen, mit welchem Eifer diese Lehre über die Unbefleckte Empfängnis der jungfräulichen Gottesmutter von den angesehensten Ordensgenossenschaften, von den berühmtesten theologischen Hochschulen und den hervorragendsten Lehrern der göttlichen Wissenschaft vertreten, dargelegt und verteidigt wurde. Ebenso ist bekannt, wie sehr die Bischöfe besorgt waren, auch bei den Kirchenversammlungen öffentlich und vor der ganzen Welt zu bekennen, dass die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria schon im voraus im Hinblick auf die Verdienste unseres Herrn und Erlösers niemals der Erbschuld unterworfen wurde, sondern voll und ganz von der Makel der Erbsünde bewahrt blieb und so auf eine besonders hehre Weise erlöst wurde. Dazu kommt noch eine überaus wichtige und bedeutsame Tatsache. Das Konzil von Trient hatte bei der Verkündigung des Glaubenssatzes von der Erbsünde auf Grund der Zeugnisse der Heiligen Schrift, der Kirchenväter und der rechtmäßigen Kirchenversammlungen festgelegt und entschieden, daß alle Menschen mit der Erbsünde behaftet zur Welt kommen; das gleiche Konzil erklärte indessen ebenso feierlich, es sei nicht seine Absicht, in dieses Dekret und in diese allgemeine Entscheidung die heilige und unbefleckte Jungfrau und Gottesmutter Maria miteinzuschließen. Durch diese Erklärung haben die Väter von Trient auf die Freiheit der allerseligsten Jungfrau von der Erbsünde den damaligen Verhältnissen entsprechend deutlich genug hingewiesen und ganz klar zum Ausdruck gebracht, daß aus der Heiligen Schrift, aus der Überlieferung und den Zeugnissen der Väter nichts vorgebracht werden kann, was diesem erhabenen Vorzug der Jungfrau irgendwie entgegensteht.

 

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (5)

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Wo ist der vierte Tag oder Oktave oder die Macht der Rubriken

Bevor wir hier unsere Lesung fortsetzen, wird sich einigen von uns sicherlich die Frage stellen, was mit dem vierten Tag der Oktave passiert ist, da zuletzt die Texte des dritten Tages der Oktave gelesen wurden. Die simple Antwort lautet: den vierten Tag gibt es nicht. Warum? Weil in der Zeit der Oktave der Unbefleckten Empfängnis, also zwischen dem 8.12 bis 15. 12, nicht nur sehr wichtige Heiligenfeste fallen, welche immer in der Kirche feierlich begannen wurden, sondern auch der dritte Adventsonntag fällt. Da jedes neueingeführte Fest, wie das der Unbefleckten Empfängnis eine Art Neuordnung des liturgischen Kalenders nach sich zog, so entstand mit der Zeit die theologische Disziplin der Rubrizistik, von lat. rubrum – „rot“, in welcher nicht nur angegeben wurde, wie zu zelebrieren sei, sondern auch welches Fest das wichtigere sei und warum.  Ohne an dieser Stelle ins Detail zu gehen, lässt sich zum Letzteren sagen, dass man hierzu in entsprechende Tabellen zu schauen hat, um zu wissen, welches Fest und welche Oktave über- oder untergeordnet ist. Denn es gibt sowohl bei den Festen als auch bei den Oktaven Hierarchien. Je wichtiger ein Fest ist, z. B. Ostern oder Weihnachten, umso weniger darf es verschoben werden oder in der dazugehörigen Oktave darf etwas dazwischen kommen. Die Rubriken sagen auch, was zu tun ist, wenn kalenderbedingt zwei Fest zusammenfallen, welches dann einer translatio also „Verschiebung“ unterliegt und welches nicht. Natürlich gibt es verschiedene Rubriken zu verschiedenen Brevieren:

  • das Tridentinische Brevier (1570-1910) hat eigene Rubriken,
  • das Divino afflatu des Pius. X von 1911 hat eigene Rubriken,
  • das Pianische Brevier von 1955 hat eigene Rubriken,
  • das Brevier des Johannes XXIII. von 1960 hat eigene Rubriken.

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Die Schätze des Breviers: Lesungen in der Oktav der Unbefleckten Empfängnis (3)

«L'Immaculée Conception», huile sur toile (Hauteur. 198 cm ; largeur. 124 cm) de Pierre Paul Rubens. – Œvre executée vers 1628-1629, appartenant au musée du Prado. - Ref. Nº Cat. P1627, photographiée lors de l’exposition temporaire « Rubens et son Temps » au musée du Louvre-Lens.
«L’Immaculée Conception», huile sur toile (Hauteur. 198 cm ; largeur. 124 cm) de Pierre Paul Rubens. – Œvre executée vers 1628-1629, appartenant au musée du Prado. – Ref. Nº Cat. P1627, photographiée lors de l’exposition temporaire « Rubens et son Temps » au musée du Louvre-Lens.

3 Tag der Oktave

Wir setzen unsere Lektüre der Lesungen der zweiten Lectio des alten Breviers mit den Teilen der Teilen der dogmatischen Bulle Ineffabilis Deus (1854) vom Pius IX, mit welcher die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis dogmatisiert wurde.

 

Lesung 4

Deshalb verwendet ja auch die Kirche die gleichen Worte, mit denen die Heilige Schrift von der ungeschaffenen göttlichen Weisheit spricht und ihren ewigen Ursprung schildert, im kirchlichen Stundengebet und bei der Feier des hochheiligen Opfers und überträgt sie auf den Ursprung dieser Jungfrau; deren Erschaffung wurde ja auch zugleich mit der Menschwerdung der göttlichen Weisheit beschlossen. Dies alles wurde von den Gläubigen überall gern aufgenommen. Es ist dies ein Beweis dafür, mit welchem Eifer diese Lehre von der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau auch von der Römischen Kirche, der Mutter und Lehrerin aller Kirchen, gepflegt wurde. Dennoch verdienen die wichtigsten Schritte dieser Kirche einzeln aufgezählt zu werden; denn die Würde und das Ansehen dieser Kirche ist so groß, ihr kommt es auch voll und ganz zu, da sie der Zentralpunkt der katholischen Wahrheit und Einheit ist; in ihr allein wurde der Glaube unverfälscht bewahrt; von ihr müssen alle übrigen Kirchen den Glauben übernehmen.

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