Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (27). Wahre göttliche Offenbarung untrüglich feststellbar.

Fünftes Kapitel

Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und untrüglich, wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende einige Regeln vorgeschrieben.

Wenn Gott sich jemandem offenbart, dann gibt er ihm die untrügliche Gewissheit, dass Er es ist. Kardinal Bona stellt in den unten angeführten Texten eine Reihe von Heiligen, die ein untrügliche Gabe der Herzensschau hatten und denen man nichts vormachen konnte. Warum ist es theoretisch möglich, dass man eine solche Gewissheit erlangt? Weil:

  1. Gott die Wahrheit (veritas) und wahrhaftig (verax) ist.
  2. Seine Offenbarung wahr ist.
  3. Die menschliche Seele auf Wahrheit ausgerichtet ist.
  4. Gott sich Menschen offenbart, die Seiner Offenbarung würdig sind.
  5. So trifft die Wahrheit Gottes auf einen wahrheitsfähigen Grund.
  6. Und die Gewissheit entsteht.

Deswegen unternahmen die Patriarchen und Propheten des Alten Bundes wundersame Sachen, deswegen besaßen manchem Heilige untrügliche Herzensschau und wussten einfach, dass Gott es ist, der zu ihnen spricht. Also, liebe Leserinnen und Leser, wenn Gott Sie dazu auserwählt seiner Offenbarungen teilhaftig zu werden, dann werden Sie es WISSEN. Aber es ist kein deduktives Wissen, wie bei einem mathematischen Beweis, es ist diesmal keine intellektuelle Angelegenheit – die Geistesunterscheidung. Es ist als würden Sie einen Röntgenblick erhalten und einfach sehen, was in einem steckt, als würden sie sofort nach Paris versetzt werden, um zu sehen wie tatsächlich die erste Plattform des Eiffelturms aussieht. Es ist etwas Übernatürliches und Geistiges, wenn Sie es erfahren, dann werden Sie schon sehen wie es ist. Es ist so als würden sie bei einer Weinprobe bei der Blindverkostung, wo man Wein verkostet, ohne zu wissen, was für einer es ist, einen 200 € Wein mit 100 Parker-Punkten neben einem 1,99 € Discounter-Wein trinken. Sie werden wirklich wissen, welcher der teurere Wein ist. Irrtum ausgeschlossen. Denn Menschen mit unterentwickelten Geschmacksnerven schmecken keine Unterschiede und machen keine Weinverkostungen. Wenn man bei einer Weinprobe landet, wo es Weine ab 80 Parker-Punkten gibt, dann hat man sich schon durchgekostet. Gott ist aber allwissend und er gibt keine Offenbarungen an Menschen, die diese nicht erkennen können.

Etwas anderes ist hier noch erwähnenswert und zwar das Zitat des hl. Bernhard von Clairvaux:

„Die Unwissenheit, diese arge Mutter, hat zwei nicht weniger schlimme Töchter, die Falschheit und die Zweifelhaftigkeit […]“.

Und woran denken wir hier? Jawohl an all die modernen, modernistischen Novus-Ordo-Theologen, womit wir Theologen, Priester, Bischöfe und Kardinäle meinen. Nehmen wir Deutschland. Ein deutscher Bischof, sollte er gläubig sein, befindet sich doch permanent in Falschheit und Verstellung zwischen:

a. katholischen Lehre, sollte ihm diese noch bekannt  sein („Du sollst nicht ehebrechen“, „Du sollst keine homosexuelle Unzucht treiben“, „Du sollst nicht unwürdig kommunizieren“);

b. den Beschlüssen seiner eigenen Bischofskonferenz, die er wohl unterschrieben hat,

c. den widersprüchlichen Signalen aus Rom – Amoris Laetitia versus Glaubenspräfekt Ladaria SJ,

d. den Forderungen der Hochschultheologen,

e. den Forderungen der katholischen Räterepublik,

f. seinem eigenen Gewissen, falls er noch welches hat.

Glaubt er nichts und ist er ein diabolischer Narzisst, so fallen die Widersprüche a. bis f. weg und er lügt dauernd. Aber der Widerspruch liegt dennoch ständig vor, denn, so fragt ein weltlicher Journalist:

Die Homosexualität ist etwas Gutes, warum verurteilt die Kirche diese?

So lauten die möglichen Antworten:

a. Homosexualität ist nichts Gutes, darum verurteilt die Kirche diese.

b. Homosexualität ist etwas Gutes, die Kirche sollte ihre Meinung ändern.

c. Homosexualität ist etwas Gutes und es scheint nur so, dass die Kirche diese verurteilt, aber nur jenen, welche kein dialektisch geschulten Verstand haben, denn jedoch-aber-wenn-die-pastoralen-Gründe-dafür-sprechen ….[es folgt ein 20 Minütiger verklausulierter Vortrag, am dessen Ende man vergessen hat, was man überhaupt gefragt hat].

Aber in der Falschheit befinden sich auch alle akademischen Theologen, denn

a. lehrt man katholisch, so befindet man sich im Konflikt mit allen Kollegen und Bischöfen und wird letztendlich entlassen,

b. lehrt man modernistisch-deutsch („jedoch-aber-wenn“), dann befindet man sich im Konflikt mit Rom

c. lehrt man ein wenig rechtgläubig, nach außen hin aber modern[istisch], so befindet man sich im Konflikt mit sich selbst.

„Konflikt“ ist hier als Falschheit zu lesen, denn man lügt ständig. Die andere Tochter der Unwissenheit ist die „Zweifelhaftigkeit“, welche mit „Bedenklichkeit, Verdächtigkeit, Fragwürdigkeit, dem Bedenklichsein“ gleichbedeutend ist. Was lernen wir als erstes im Theologiestudium? Dass man zweifeln darf, soll, muss. Dass man alles hinterfragen soll, um als modern zu gelten und eventuell eine Stelle zu ergattern. Warum aber diese Falschheit und Zweifelhaftigkeit oder Zweifelssucht unter unseren Theologen? Aus Unwissenheit, weil sie es intellektuell nicht WISSEN wie es geht und keine übernatürliche Glaubensgewissheit im oben angeführten Sinne haben, weil sie nicht GLAUBEN, d.h. katholische Glaubenswahrheiten mit dem Verstand aufnehmen aufgrund der Autorität des sich offenbarenden Gottes, der weder irren noch andere in Irrtum führen kann. Wie Kardinal Bona schreibt, haben sich Heilige den Häretikern oder Sündern, Betrügern nicht einmal genähert geschweige denn mit ihnen „einen Dialog“ geführt. Lernen wir daraus.

 

Werbeanzeigen

Kurt Hutten, Drohen Abspaltungen in der katholischen Kirche? Traditionalisten gegen Progressisten (1970). (5 von 6)

b835d8038da7b8184404c31e7fee8560--medieval-art-christian-art

Ja, bezüglich der Anhänglichkeit an Privatoffenbarungen hat sich seit 1970 nichts geändert. „Nur ein Wunder kann uns retten“, meinen manche, doch es kommt nicht. Wir haben bereits darüber geschrieben, dass es naiv ist und wir halten hier nichts von Privatoffenbarungen, auch nichts von den kirchlich anerkannten. Wenn Sie treu ihr Tridentinisches Brevier beten, samt den täglichen Auxilium christianorum Gebeten, so bekommen Sie selbst einen dermaßen großen Gnadenschub, dass sie von keinen Privatoffenbarungen abhängig werden. Gott wird durch die Gnade ihre Seele so formen, dass Sie sogar in der tiefsten Nacht nicht verzweifeln werden.  Die Hilfe kommt wirklich nicht von außen, nur von innen. Sie müssen sich auf einen langen, bergoglianischen und nachbergoglianischen nuklearen Winter einstellen und da brauche Sie jede Gnadenhilfe, die sich nur bekommen können.

Flucht in Visionen und Apokalyptik 

Mit seinen kritischen Äußerungen über Erscheinungen und charismatische Bewegungen hatte der Papst die Glaubenswelt dieser Gruppe an einem empfindlichen Punkt verletzt. Denn folgendes gehört zur Signatur ihrer Religiosität: In der Kirche heimatlos oder fremd geworden und in die Opposition gegen den Großteil der Hierarchie und des Klerus getrieben, sucht sie ihre Zuflucht in einer „mystischen Frömmigkeit“, deren Komponenten neben dem Festhalten an allen Gütern der katholischen Tradition aus drei Faktoren besteht. Es ist einmal der Drang nach einer Steigerung der himmlischen Position und der Vollmachten Mariens. Es ist weiter das ekstatische Element, das sich in einer unübersehbaren Fülle von Marienerscheinungen, Visionen und Offenbarungen äußert. Es ist schließlich die apokalyptische Erwartung, die mit einem dicht bevorstehenden Strafgericht über die verdorbene Menschheit und die treulose Kirche und dem Sieg Christi rechnet.

Maria, die Gottesmutter, Herrin der Welt und der Kirche und Mittlerin des Heils, erscheint in den letzten 120 Jahren massenhaft und spricht zu den Gläubigen. Aber das Schreckliche ist, daß die offizielle Kirche nur ganz wenige Erscheinungen und auch diese nur widerwillig auf Drängen der Gläubigen anerkannt,  alle anderen verworfen hat. Damit begibt sie sich in Opposition zu Maria, verachtet und ignoriert sie. Das ist eine Provokation der Gottesmutter und sie weint über ihre Kirche und ruft sie beschwörend zur Buße und Umkehr und legt ihr Forderungen auf und verkündigt ihr und der ganzen Welt bei Nichterfüllung das Gericht Gottes. So wurden die Erscheinungsorte zu Zentren der innerkirchlichen Résistence. Wunder aller Art, Heilungen, Sonnenzeichen beglaubigen sie, und die Botschaften Mariens und die Zeugnisse der Seher werden verbreitet und gläubig aufgenommen. Solche illegalen Wallfahrtsorte sind u. a. Garabandal in Spanien, San Damiano in Italien, Turzovka in der Slowakei, Eisenberg im Burgenland, Heroldsbach und Pfaffenhofen in Bayern, Gascons in Frankreich, St. Bruno in Kanada, Fort Kent in USA.

Aus diesen Zentren erschallt unermüdlich der Ruf Mariens. Dazu kommt der vielstimmige Chor von Kundgebungen Jesu oder Mariens durch Visionäre und Stigmatisierte (P. Pio). Sie sind ebenso wie die sonstigen Augenzeugenberichte der, meist kindlichen, Seher und Seherinnen arg naiv und primitiv. Ein Großteil besteht aus religiösem Kleinkram und sehr ichbezogenen Mahnungen Mariens, sie doch ja gebührend zu ehren, widrigenfalls eine „furchtbare Katastrophe“ unausbleiblich sein werde. Aber je und je kann man aus ihnen auch die von der Opposition gegen die Kirche vorgetragenen Klagen und Forderungen vernehmen, und sie bekommen nun ein besonderes Gewicht, weil sie nicht mehr aus dem Mund irrfähiger Menschen kommen, sondern von der Gottesmutter selbst aufgenommen und proklamiert wurden.

Etwa:

„Die Kirche ist in großer Gefahr und liegt durch die Verfolgung im Todeskampf und scheint ausgerottet zu werden in dieser modernen, dämonischen, gottlosen Welt. Die göttliche Geduld ist darum bald zu Ende“ –

„Ich muß schmerzlich zusehen, wie viele ewig verloren gehen, weil ich durch die Ablehnung der Priester den in Sünde gefallenen Menschen nicht mehr heraushelfen kann“ –

„Nun hat der furchtbare Frevel und die Gotteslästerung durch das Entfernen der beiden Statuen aus der Kirche (in Eisenberg) ihren Höhepunkt erreicht, obwohl mein unbeflecktes Herz fast vor Schmerz zerbricht“ (8, Dezember 1968) –

„Die Macht des Dämons ist so groß, daß sie selbst die höchsten Sphären der Hierarchie erfaßt, und um die Welt noch zu retten, sind mein göttlicher Sohn und ich gezwungen, wieder auf die Erde zu kommen“ (5, September 1968).

Die Gottesmutter selbst tritt in die Arena gegen die „Amtskirche“ und das ganze Treiben der Reformer und Progressisten. Wird sie von ihnen gehört? Nein, „ihre Stimme verhallt. Die Kirche kennt ihre Forderungen nicht, ja unterschlägt sie“ (9). Wie soll das weitergehen? Die Zeichen stehen auf Sturm. „Wir stehen vor dem Abgrund. Das baldige Eingreifen Gottes ist unvermeidlich“ (9). Apokalyptische Vorstellungen greifen um sich. Hatte Hitler als das antichristliche „Tier“ (Offb. 13) mit dem Anschluß Österreichs an Deutschland den „Christlichen Ständestaat“ und damit die Keimzelle eines neuen Heiligen Reichs zerstört, so

„vollendet heute der Progressismus das, was der Nationalsozialismus nicht zu zerstören vermochte. Denn dieser ist es, der mit dem wieder geheilten Tier gemeint ist und die eine katholische Kirche zu liquidieren berufen ist“.

Aber Maria, die Frau mit der Sonne bekleidet, wird

„über die alte Schlange und ihren Anhang letzten Endes doch den Sieg davontragen“. (10. Februar 1969)

Kurt Hutten, Drohen Abspaltungen in der katholischen Kirche? Traditionalisten gegen Progressisten (1970). (4 von 6)

b835d8038da7b8184404c31e7fee8560--medieval-art-christian-art

Ja, der Papst. Im Jahre 1970 gab es nur einen, wir haben gar zwei, davon einen Antipapst, wie es so ist. Es liegt wirklich etwas sehr Tragisches darin, diesen Glauben der Katholiken an ihren Papst, sprich Paul VI., aus der heutigen Perspektive, wo wir mehr über ihn wissen, zu verfolgen. Derjenige, dem sie am meisten vertrauten, hat sie am meisten verraten. Was man über Paul VI. Montini liest, lässt auf einen areligösen, humanistisch interessierten, linken Homosexuellen schließen. Jean Guitton, der mit ihm seine „Dialoge“ führte hat Paul VI. als einen „völlig weltlichen Menschen“ bezeichnet. Guitton schreibt wörtlich:

„Mit wurde klar, wie sehr laizistisch [weltlich] sein Denken ist. Man hatte bei ihm den Eindruck nicht mit einem Geistlichen, sondern mit einem Weltmenschen zu tun zu haben, der unerwarterter Weise zum Papstamt erhoben worden ist“.  (Jean Guitton, Paul VI secret , 1979).

Ja, es scheint wirklich zu stimmen, dass mit der Homosexualität, der ausgelebten Homosexualität, die vielen Personen bekannt war, welche mehrmals dazu geführt hat, dass Montini erpresst wurde. Warum war er so zaudernd? Warum so widersprüchlich? Warum so hysterisch? Warum waren ihm die Hände gebunden? Darum. Wenn man noch dazu die Fotos des späten Paul VI. mit seinen früheren Bildern vergleicht, so scheint es sich kaum um demselben Menschen zu handeln.  Man braucht sich dabei gar nicht auf den schweizer Exorzismus oder andere Privatoffenbarungen zu berufen, denn angeblich hat die CIA die Stimme des Papstes aufgenommen, welche ganz anders war, als die Stimme des „anderen“ Pauls VI.  Sollte es auch einen Doppelgänger gegeben haben, dann war doch der echte Montini für das Konzil und die Neue Messe verantwortlich, weil diese gänzlich seinen theologischen Ansichten entsprachen. Vielleicht hat er zu sehr gejammert und wurde ausgetauscht. Alles möglich, denn die Fotos anderer nachkonziliaren Päpste weisen solche Änderungen nicht auf. Deswegen soll durch die kommende Kanonisation des „seligen“ Pauls VI. ein Sarg über die Untersuchungen zum echten Montini gelegt werden. Traurig, traurig.

Weiterlesen

Kayfabe, Teamplayer und „der gute, alte Benedikt“

svu6mdzhxwzci8fxaaof

Die jetzige Lage

Am Montag den 12.03.2018 brachte das Portal onepeterfive eine Nachricht, welche dem letzten Benedikt-Fan das Herz brechen wird. Unter Berufung auf mehrere, einander ergänzende Quellen gibt Maike Hickson, die Journalistin des Portals, bekannt, dass es Papa emeritus Benedikt XVI. war, welcher bei einem Mittagessen mit Kardinal Schönborn, während der unseligen Synode über die Familie im Jahre 2015, zusammentraf, um zwischen Schönborn und dem deutschsprachigen Gremium, welches erfolgreich die Kommunion für Ehebrecher pushte und Kardinal Müller, seinem Schüler, zu vermitteln. Kurz und gut: wir verdanken es Benedikt, dass Müller nicht intervenierte und später den Überraschten spielte. Benedikt hat uns also nicht nur den Papa Bergoglio, sondern auch Amoris Laetitia eingebrockt, welche von einem Mann veröffentlich wurde, dem Benedikt, der „Startheologe des Vat. II“, eine „gründliche philosophische und theologische Bildung“ zuerkennt. Nein, Sie sind nicht im falschen Film und dieser Brief ist auch keine Fälschung. Benedikt XVI. hat ihn tatsächlich geschrieben und weist darin selbst auf eine „innere Kontinuität“ zwischen den beiden Pontifikaten hin. Es gibt Benedikt-Fans da draußen, welche alle Argumente ablehnen werden, die gegen ihr Idol gehen, indem sie sagen werden:

  • „Dieser Brief ist nicht echt.“
  • „Man hat ihn gefälscht.“
  • „Der arme Benedikt fürchtet um sein Leben.“
  • „Er steht unter Drogen und weiß nicht, was er sagt.“
  • „Es ist ein göttliches Geheimnis, das wir, kleine Würmer, nicht ergründen können.“

Das stimmt aber alles nicht, denn wenn man den Verstand, eine große Gabe Gottes, einschaltet, dann lautet die konsistente Antwort auf all diese Ungereimtheiten so, dass Benedikt einfach selbst zu der modernistischen, kirchenzerstörerischen Mafia gehört, die Ansichten von Bergoglio teilt und selbst ein guter Teamplayer ist.

Weiterlesen

Kurt Hutten, Drohen Abspaltungen in der katholischen Kirche? Traditionalisten gegen Progressisten (1970). (3 von 6)

b835d8038da7b8184404c31e7fee8560--medieval-art-christian-art

Den unten angeführen Argumenten und Invektiven ist wirklich nichts zuzufügen. Es hat sich nichts verändert. Antipapst Franziskus zeigt mit seiner Luther-Briefmarke, dass es sich wirklich um die Protestantisierung des Katholizismus handelt und durch das Vat. II gehandelt hat. Die Vorwürfe von 1970 stimmen. Abbé Georges de Nantes ist DSDZ (dem Schreiber dieser Zeilen) ein Begriff, er hat auch Auszüge seiner Schriften gelesen, findet sie aber sehr haßerfüllt und was das Meritorische anbelangt, übertrieben. Paul VI. hat, unseres Erachtens, keine sententia haeretica im eigentlichen Sinne im forum externum verkündet, wie keiner der Päpste bis Antipapst Franziskus und seiner Amoris Laetitia. Wie man bei Kurt Hutten nachlesen kann, war insbesondere in Frankreich einiges los. Menschen gingen wirklich auf die Barrikaden. Es ist kaum anzunehmen, dass in Februar 2018 jemand, der sich als katholisch bezeichnet, wirklich sagen kann, dass sich seit 1970 alles zum Guten gewendet hat. Dieser Illusion gaben sich mehrheitlich die englischsprachigen Neukonservativen hin, wie sie treffend Hilary White beschreibt, welche dem Narrativ von dem „entführten Boot Petri“ glaubten bis sich der „konservative“ Papst Johannes Paul II wieder ans Ruder setzte. Wie wir jetzt sehen, gab es nach Vat. II keine konservativen Päpste und Bergoglio ist nicht zufällig entstanden. Der Weg der jetzigen Zerstörung wurde ihm durch die vorhergehende Zerstörung geebnet. Wir sind ungefähr in der Stalin-Ära mit den Moskauer Prozessen, welche vielen Linken außerhalb der Sowjetunion die Augen öffneten, sofern sie noch einen Kopf ohne eine Kugel hatten. Schlimm, schlimm. 

Den Bischöfen und Priestern wird vorgeworfen, daß sie die Hauptschuld an dem furchtbaren Glaubensschwund tragen. Um ihre ökumenische Gesinnung zu beweisen und sich bei den Protestanten salonfähig zu machen, geben sie die Lehre von der alleinseligmachenden Kirche auf und treiben einen Ausverkauf an katholischen Wahrheiten und laufen den Protestanten nach. Den Traditionalisten ist das ein Greuel. Jedes Paktieren riecht für sie nach Verrat. Darum verübelten sie es Paul VI. schwer, daß er nach Genf reiste. Sie halten streng an den alten Verdammungen der Reformation fest. Die Reformationskirchen sind für sie nicht „Kirchen“, sondern Religionsgemeinschaften und die evangelischen Pfarrer werden betont als „Religionsdiener“ bezeichnet. Für die Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ besteht zwar unverhohlene Sympathie, aber sie beruht nur auf Gemeinsamkeiten der Frontstellung, nicht der Glaubenssubstanz. Der katholische „Ökumenismus“ gilt als Frucht einer Glaubenserweichung und Auftakt einer völligen Kapitulation. Wache Katholiken fragen sich, wann der „ökumenische Taubenschlag“ Niederaltaich ins protestantische Lager übergeführt wird. Bei den Theologen

„dreht sich alles nur noch um die Menschen und da in der Hauptsache um die Protestanten, damit sie mit unserem entleerten Glauben einverstanden sind“ (6, Oktober 1968).

Aber die Protestanten denken nicht daran, auch ihrerseits Konzessionen zu machen. Sie stehen

„lächelnd mit über dem Bauch gefalteten Händen dabei und schmunzeln ob der Selbstzerstörung der katholischen Kirche“

und muntern die Progressisten auf:

„Mehr noch! Ihr habt noch nicht genug aufgegeben. Wir haben Zeit. Wir warten, bis ihr Katholiken protestantisch geworden seid“ (4, August 1968).

Ein Großteil der Bischöfe hat sich „auf den Weg zur Reformation gemacht“ und „die Zeitbombe, die Luther legte, ist krepiert“ (6, Oktober 1968).

Muß man sich das alles gefallen lassen? Sind nicht alle treuen katholischen Christen verpflichtet, den Sturz in den Abgrund zu verhindern? Es wird zum Widerstand getrommelt:

„Wir sind keine ‚fromme Flaschen’; wir sind mündige Laien; wir werden auftreten, reden, mahnen, ob es gelegen ist oder nicht, damit der Diabolus in der Kirche entlarvt wird“ (7, November 1968).

Das geschieht denn auch. Kardinäle, Bischöfe, Theologieprofessoren, Pfarrer, kirchliche Institutionen werden einer erbitterten Kritik unterzogen. Dabei wird eine Sprache gebraucht, die oft selbst die einfachsten Gebote der Höflichkeit vermissen läßt. Damit werden auch von dieser Seite Beiträge zum viel beklagten Zerfall der kirchlichen Autorität geliefert. Schon zeigen sich Ansätze, die zur offenen Sezession führen können. Die rechtgläubigen Katholiken werden aufgefordert, die „zersetzenden“ Kirchenblätter zu meiden. „Ich zerreiße die Pfarrbriefe und streue sie in der Kirche umher“ (4, August 1968). Es wird auch berichtet, daß die Gottesdienste progressistischer Priester gemieden werden.

„Mit fünf oder sechs Personen flüchte ich jeden Sonntag in die Muttergottes-Kapelle, um dort in Ruhe mit dem alten Gebetbuch Gottesdienst zu feiern“ (8, Dezember 1968).

Die Gläubigen werden ermuntert, keine Beiträge für den Bau moderner Kirchen zu zahlen, dafür treukatholische Werke zu unterstützen. Sie werden gebeten, die Namen „jener Priester und Kirchen, die noch echt römisch-katholisch geblieben sind“, an die Redaktion von „Das Zeichen Mariens“ zu melden, damit sie „auf persönliche Anfragen hin von uns treuen Abonnenten entsprechende Auskunft geben“ kann.

Wenn aber keine solchen Priester erreichbar sind? Hier entsteht eine schwere Not.

„Der Priester ist unersetzlich. Wir kommen nicht ohne Priester aus. Die ganze Sakramentenlehre fordert ihn. Die progressistischen Priester haben alle Hebel in ihrer Hand. Ihre Presse, ihre Arbeitsgemeinschaften, Treffen, Räte, ihre Haltung, ihre Allüren, ihre Sarkasmen zerstören, sie zerstören. Was bleibt uns also anderes, als die einzig katholische Lösung zu suchen: kommen wir, wenn auch stöhnend, ohne den Priester aus“ (9, Januar 1970).

Es wird empfohlen, überall Gebetsgruppen zu bilden und vereint „in den noch würdigen Gotteshäusern vor dem Allerheiligsten Sühneandachten“ zu halten (7, November 1968). Diese Andachten sind in Wirklichkeit Protestandachten und es wird bereits die Frage gestellt, wie weit die Gehorsamspflicht der Gläubigen gegenüber der Kirche reicht. Antwort:

„Wo die Kirche Gott nicht mehr gehorcht, ist der Gläubige vom Gehorsam gegen die Kirche entbunden; denn man muß Gott mehr gehorchen denn den Menschen (Apg. 5,19)“ (8).

Unter Berufung auf dieses Schriftwort setzte sich der französische Abbé Georges de Nantes über das Verbot des Erzbischofs Marty hinweg und lud zu einer Massenversammlung am 28. Februar 1969 in Paris ein, um über das Thema zu sprechen: „Ist der neue französische Katechismus häretisch oder nicht?“. Dr. E. Gerstner meinte dazu:

„Ein mutiges und entschlossenes Exempel wird hier statuiert, andere werden ihm folgen. Das Maß ist voll“ (10. Februar 1969).

In den französischen Konflikt griff Rom ein. Der Abbé, einer altadeligen Offiziersfamilie entstammend und mit sieben jungen Theologen in St. Parresle-Vaudes (Aube) nach der harten Ordensregel von Charles de Foucauld lebend, ist als zündender Redner in Massenversammlungen und Herausgeber der Zeitschrift „La Contre-Reforme catholique au xx. siècle“ ein Wortführer der Traditionalisten in Frankreich. Am 15. August 1969 gab die Heilige Kongregation für die Glaubenslehre im Osservatore Romano bekannt, daß sie seine Schriften geprüft, ihn selbst zweimal angehört und danach gebeten habe, seine Irrtümer und seine Häresieanklagen gegen Paul VI. und das Konzil zurückzunehmen. Er habe das aber kategorisch abgelehnt und damit seine sämtlichen Schriften und Tätigkeiten „disqualifiziert“.

„Und der Heilige Vater soll dazu seinen ‚Segen’ gegeben haben?“ fragt „Das Zeichen Mariens“ (4/5, August/September 1969) verwundert. Das Urteil der Traditionalisten über den Vatikan ist sehr kritisch. Progressisten und schwankende Gestalten seien dort die Wortführer. Nur wenige aufrechte Männer seien noch vorhanden, vor allem Kardinal Ottaviani.

Kurt Hutten, Drohen Abspaltungen in der katholischen Kirche? Traditionalisten gegen Progressisten (1970). (1 von 6)

b835d8038da7b8184404c31e7fee8560--medieval-art-christian-art

Wir wollen die Prädestinations-Reprobationspredigt des hl. Leonard von Pont Mauritius ein wenig mit dem Beitrag von Kurt Hutten auflockern, obwohl man wirklich nicht sagen kann, ob dies ein leichteres Thema ist. Kurt Hutten ist ein Protestant und daher gewohnt, dass man sich spaltet und jeder Protestant mit seiner Bibel sozusagen selbst seine Kirche bildet. Katholiken sehen das anders, Katholiken spalten sich nicht.

Warum eigentlich nicht?

Weil man aus der Geschichte gelernt hat, dass eine Abspaltung von der Kirche immer im Untergang endet, was zuletzt die Altkatholiken erlebten und jetzt viele Sedisvakantisten erleben. Interessanterweise boten die Medien den konservativen Katholiken im Jahre 1970 kein Podium und heute eigentlich auch nicht, was wirklich interessant ist, da seit den Talkshows der 1990-ger jedem möglichen Spinner medialer Raum gewährt wird. Natürlich gab es im Jahre 1970 nur das Staatsfernsehen, welches, wie wir jetzt erfahren, sehr einseitig informierte. Warum? Weil dieselben Kräfte (FM?) das Fernsehen steuerten, welche das Konzil vorwärts trieben. Anders ist dieses Vorgehen ja nicht erklärbar und zeugt von fehlender Objektivität des Staatsfernsehen, Verzeihung, der „öffentlich-rechtlichen“ Medien. Deswegen kennt kaum ein Mensch die Argumente der Traditionalisten, weil diese seit 1970 nirgendwo zu Wort kamen.

Weiterlesen

Splendor Missae oder wenn man es nicht selber macht….

Missa_tridentina_002

Es ist wirklich sehr schwer jemandem die Schönheit und den Glanz der wahren katholischen Liturgie, d.h. der Alten Messe, zu zeigen, weil sie so gut wie nirgends in ihrer Fülle eines Pontifikalamtes in einer schönen Kirche stattfindet. Wenn Kardinal Burke irgendwo hin kommt, dann wird kurz eine Barockkirche „angemietet“ oder vielleicht auch umsonst zur Verfügung gestellt und die Gläubigen strömen wie in ein Konzert. Ja, ja das ist natürlich auch narzisstisch – Cardinal Burke on tour. Es werden Anzeigen aufgegeben mit dem Text:

 In der Kirche so  und so wird die Heilige Messe aufgeopfert von Hwd. Dr. Dr. hab Soundso in der Begleitung der Schola dirigiert von Soundso.

Das ist natürlich richtig, denn die Messe ist auch ästhetisch ein Genuss oder sollte es einer sein, wenn sie im richtigen liturgischen Ambiente zelebriert werden könnte. Was steht uns aber zur Verfügung? Kurz zur Verfügung gestellte Novus Ordo Kirchen oder Kapellen, die so lokalisiert sind, damit sie keiner findet oder ebenfalls abgeschabte Kirchen oder Kapellen der Ecclesia Dei Gemeinschaften oder der FSSPX. Der Schreiber dieser Zeilen konnte es nicht verstehen, wie es möglich ist, dass man um den Wert der Hl. Messe weiß und ihr keinen würdigeren Raum sichern möchte. Diese schlechte Kirchenmusik, diese narzisstischen Priester, die darauf warten, dass man ihnen die Hände abküsst und diese „Mia san mia“-Selbstzufriedenheit. Wie geht das? Weiterlesen!

Kirche gegen Anti-Kirche oder Hilary hat recht 

da952dcfba389a5da26fb77d193a8f6b

Wir stellen hier in der kongenialen Übersetzung von Eugenia Roth einen Aufsatz von Hilary White vor, der so viel Tiefgang und Impact, wie man neudeutsch sagt, hat, dass er sicherlich an Wirkung ihrem Aufsatz Raus aus dem Kaninchenloch nicht nachsteht. Dieses Essay zeigt auch, wie gut die Schreibpause Hilary getan hat. Hilary bringt etwas auf den Punkt, was wenige spüren und ganz wenige verbalisieren können. Und zwar, dass in einer von Anarchie besetzten zerbröckelten Welt eine heile, konservative Kirche nur eine Fassade ist, die Bergoglio nach und nach mit der Abrissbirne abbaut. Dies wird ihr modernistischer Pfarrer um die Ecke mit der bürstenschnittigen Pastoralassistentin Ihnen auch bestätigen, es dennoch ein wenig anders formulieren. Er sagt:

Eine moderne Kirche hat sich der modernen Welt anzupassen!

Die Grundprämisse ist hier aber ganz falsch, denn die Kirche hat sich an gar nichts anzupassen, da sie, wie Christus und seine Jünger, nicht von dieser Welt ist (Joh 17,16; 15,19). Weiterlesen!

Warum so viele homosexuelle Priester oder das umgekehrte Prinzip (5 von 6)

35c1bd6cc4038bc0bf6cc591f3e2c86b

Vom Nichts ins Nichts

Wenn wir annehmen, dass jeden Priesteramtskandidaten, der aus unlauteren Motiven die Weihe anstrebt, der Dämon Asmodeus am Tag der Weihe zu fassen bekommt, so stehen die Chancen dieses Dämons besser als jemals zuvor und zwar durch die folgenden Umstände:

Fehlendes spirituelles Leben

Je ungeistlicher ein Geistlicher wird, sollte er das Amt auch aus lauteren Motiven angestrebt haben, desto mehr regt sich in ihm das Fleisch, die Begierde und die Konkupiszenz, da er durch sein Amt von den Mühen der körperlichen Arbeit, welche eine asketische Wirkung ausübt, verschont bleibt. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass die größte Verweltlichung der Kirche, die mit und nach Vat. II einsetzte eine Welle der sodomitischen Perversion mitbrachte, welcher früher wirklich in diesem Maße nicht vorgefallen ist. Was will ein Sünder?

a) Dass er seine Sünde vor sich selbst rechtfertigt.

b) Dass er seine Sünde von Anderen rechtfertigt.

c) Dass seine Sünde von Anderen gutgeheißen wird.

d) Dass seine Sünde als Tugend dargelegt wird.

Genau all das passierte in der nachkonziliaren sog. Homo-Agenda, die unter dem gay friendly pope Francis Aufwind bekommt. Diese Agenda lautet, an den o.a. Punkten gemessen, wie folgt:

Ad a) Sodomie ist weder Sünde, noch Perversion, noch etwas Schlimmes, sondern eine „Orientierung“, etwas „Angeborenes“ oder eine „persönliche Wahl“ innerhalb der „sexuellen Selbststimmung“.

Ad b) Sodomie soll von anderen toleriert und akzeptiert werden.

Ad c) „Schwul ist cool und gay is ok“.

Ad d) Sodomie ist etwas “Höheres” und „Homosexuelle verfügen über Gaben“ (Amoris Laetitia)

Schiefe Ebene

Wenn wir aber statt Sodomie in das Schema a) bis d) „Pädophilie“, „Nekrophilie“, „Zoophilie“ oder auch „Diebstahl“, „Lüge“, „Drogensucht“, „Mord“ eintragen, dann ist der Weg zur jeglichen Anarchie und Anomie (Gesetzeslosigkeit) frei. Und der coole Papst Franziskus wird es schon absegnen. Das Schlimme ist aber, dass die Punkte a) bis d) nicht nur in der Welt, sondern auch in der Kirche vorgebracht werden, wie Christoph Ferrara, den wir übersetzen, deutlich darlegt. Wir sind also bei der Kirches des Asmodeus, sprich in der Homo-Kirche angenommen.

Wann hat es angefangen? Wie wir schon zeigten, lange vor dem Vat. II als Priester ihre sexuellen Fehltritte, zuerst wohl noch heterosexueller Natur, durch eine Einstellung rechtfertigten, die in etwa folgendermaßen lautet:

„Das ist menschliche Schwäche! Gott wird es vergeben, denn er ist barmherzig. Das Wesen des Priestertums wird dadurch nicht angegriffen. Die Sakramente sind gültig!

 

Im homosexuellen Kontext lautet diese Entschuldigung etwas anders:

„Ich halte ja das Zölibat ein, denn ich bin nicht verheiratet, habe keinen Sex mit einer Frau und das, was ich mit einem Mann oder mit einem Knaben tue, fällt nicht unter die Verletzung des Zölibats.“

David Berger sagte sogar in einem Interview, da diese Problematik ihn selbst betrifft, Gott sei Dank ist er kein Priester, dass man da strategisch nach der Moraltheologie von hl. Alphons Liguori vorgeht, indem man nur bestimmte sexuellen Handlungen praktiziert, die weniger schwer wiegen und wohl nicht einmal als Sünde gesehen werden. Das ist wirklich diabolisch und sakrilegisch! Einen Heiligen dazu zu mißbrauchen die eigene Perversion zu rechtfertigen.

Nehmen wir die erste Entschuldigung der sündigenden Priester auseinander. Das mit der menschlichen Natur qui proclivis est ad lapsum – „welche zum Fall geneigt ist“, wie die Liturgie sagt, ist zwar richtig, aber es zeigt nur eine Seite der Medaille.

„Das ist menschliche Schwäche!“

Aber durch das sakramentale Leben, durch das Sakrament der Weihe und durch die damit verbundene Standesgnade erhält man Gnaden, die einem helfen dies Schwäche zu überwinden, wenn man a) es will, b) sich anstrengt und c) um diese Gnaden bittet.

„Gott wird es vergeben, denn er ist barmherzig.“

Dies stimmt, aber solch ein Spruch deutet auf ein vermessenes Sündigen hin, was die erste Sünde wider den Hl. Geist ausmacht. Gott vergibt, wenn Reue vorliegt und der Vorsatz es nie wieder zu tun. Damit Christus in seiner Passion nicht mehr leidet!

„Das Wesen des Priestertums wird dadurch nicht angegriffen.“

Das Weihesakrament ist zwar unauslöschlich, aber die hartnäckige Sünde verblendet so sehr den Verstand und raubt den Glauben, dass am Ende dieser schiefen Ebene der Atheismus steht.

„Die Sakramente sind gültig.“

Beim Atheismus liegt die Intention das zu tun, was die Kirche mit diesem Sakrament tut, nicht mehr vor, weil kein Glaube, im Sinne der intellektuellen Zustimmung zur geoffenbarten Wahrheit vorliegt. Dann sind auch die Sakramente wohl ungültig.

Falls uns jetzt homosexuellen Priester lesen, dann hoffen wird, dass sie sich bekehren, obwohl die hierfür Chance recht klein ist. Wir wollen aber diese schiefe Ebene der Selbstentschuldigung und des Selbstbetruges allen aufzeigen, da an ihrem Anfang immer die Selbstgefälligkeit und die fehlende Askese steht. Es gibt die Hölle und Gott rechnet mit einem Priester für jede Seele ab, die seinetwegen verlorengegangen ist, aufgrund des Skandals oder der falschen oder fehlenden Unterweisung. Die Gay-Church fing nicht gestern an, sie wurde jahrzehntelang im Untergrund der Sünde vorbereitet und bricht jetzt wie eine Seuche aus.

 

Warum so viele homosexuelle Priester oder das umgekehrte Prinzip (4 von 6)

35c1bd6cc4038bc0bf6cc591f3e2c86b

Einstellungsprofil und der Weg ins Verderben

Obwohl es für manche unglaubwürdig klingen wird, so sind gezielt homosexuelle oder pädophil veranlagte Männer oder bereits aktive Homosexuelle und Pädophile geweiht worden, was der gut unterrichtete belgische Priester, der auf katholisches.info unter dem Nickname Adrienne Antoine schreibt, angibt:

Man kommt nicht daran vorbei festzustellen: ab den 70er Jahren wurden sehr viele Männer geweiht, nicht obwohl, sondern weil sie homophil und pädophil waren.

Von der gewöhnlichen Welt abgeschottete Klubs, in Positionen und Ämtern mit Ansehen, mit einem Anstrich von Seriosität, spielend mit Religion, Liturgie und Sakramenten und jagend nach junger frischen Beute.

Alles toleriert von Diözesan- und Ordensleitungen, mit massiver, teils krimineller Energie vertuscht und verkleistert alias schäbig entschädigt, und bis in unsere Tage stümperhaft bekämpft und nicht eradiziert.

Totale Verirrung und Fehlen von Empathie, Negation und Ausblendung – hochgradige Persönlichkeitsstörungen mit einem Hang zum Rezidivieren.
Über Jahrzehnte wurde hier die Sakramentalität zu Grunde gerichtet.
Dieses perverse Netzwerk sitzt jetzt noch immer, und leider in letzter Zeit noch mehr als früher, an den Schalthebeln der Kirche. [Originalton]

Worauf der Kommentator Suarez für Deutschland antwortet:

Hochverehrter Adrien Antoine,

schon in den 60er Jahren begann die Umwertung von Pädophilie als Ausdruck normaler Sexualität. In der Protestbewegung der 68er Zeit wurde die Pädophilie zum Kampfmittel gegen bürgerliche Moral. In den 70er Jahren versuchten dann die Gründer der GRÜNEN diese Sichtweise in Politik und Gesellschaft fest zu etablieren. Es ist doch gar nicht von der Hand zu weisen, dass gerade diese Zeit auch tief in die Katholische Kirche hineingewirkt hat. Die massiven Verunsicherungen innerhalb der Kirche nach dem Konzil, öffneten Kräften die Türen, die dann besonders intensiv in der Priesterausbildung aktiv wurden. Ich habe es schon an anderer Stelle ausführlich geschildert, wie mir Mitte der 80er Jahre ein homosexueller Theologiestudent von den Zuständen am Frankfurter Priesterseminar St. Georgen erzählte und sich darüber amüsierte, dass die Kirche doch eine arge Doppelmoral lehre, sich daraus aber prächtige Subkulturen entwickeln ließen. Gerade unter dem Schutz des Zölibates sei eine unbehelligte Ausweitung solcher Praktiken einfach. Es steht zu vermuten, dass in den 70er und 80er Jahren scharenweise Pädophile zu Priestern geweiht wurden. Und es steht auch zu vermuten, dass dies zumindest einem Teil der Bischöfe nicht verborgen geblieben sein kann. Die Umwertungen der Sexualmoral in der 68er Generation haben dann dazu geführt, dass das Thema Pädophilie insofern tabuisiert wurde, als man jede kritische Auseinandersetzung als generellen Angriff auf Homosexuelle auslegte. Hier sorgten dann früh die Grünen dafür, dass die Thematik sogar über strafbewährte Sanktionen gegen eine tiefere gesellschaftliche Auseinandersetzung geschützt blieb.

Wärend diejenigen, welche die Augen vor der Wirklichkeit schließen, einwenden mögen, dass es sich hier um anonyme Einzelfälle handelt, so wurde diese Thematik in den USA überaus kompetent und quellenbelegt im Buch von Michael S. Rose, Goodbye, Good Men: How Liberals Brought Corruption into the Catholic Church aus dem Jahre 2002 dargelegt.  Hinter diesem Wahnsinn steckte die Methode die guten, intelligenten und frommen Priesteramtskandidaten auszuschließen und die anderen aufzunehmen, zu weihen und zu befördern, was die Zusammensetzung aller Bischofskonferenzen, die zu Amoris Laetitia schweigen, erklärt. Der Schreiber dieser Zeilen  hat sich dieses Buch bestellt und wird darüber noch schreiben.