Tradition und Glauben

Peter Kwasniewski, Wiederaufbau des authentischen Katholizismus auf den Ruinen des Konzilsexperiments (1 von 2)

Anbei ein herzerwärmendes Interview von Peter Kwasniewski über die Alte Messe in der vorzüglichen Übersetzung von davillatollkuehn. Es wird zurecht Alice von Hildebrand zitiert, welche meint, dass der Teufel die Alte Messe hasst. Natürlich tut er das. Er hasst alles Gute, Schöne, Wahre und Heilige. Alles, wo sich ein Mensch laben und erbauen kann. Es lässt sich wirklich nicht leugnen, dass der Novus Ordo ganze Scharen von dämonischen Narzissten großzieht, wie immer wieder Ann Barnhardt wiederholt, da man einander in die Augen schaut. Die Gläubigen denken, dass es um sie geht und der Priester sie bespaßen muss. Der Priester denkt, dass es um ihn geht, weil die Menschen seinetwegen kommen. Missverständnis auf beiden Seiten und Gott bleibt außen vor. Im Cicero von Februar wird Wunnibald Müller, ein angeblich katholischer Theologe, zitiert, der sich mit den Missbrauchspriestern befasst. Seine Ansichten sind zwar nicht katholisch und er glaubt nicht an die Notwendigkeit oder gar die Möglichkeit des Zölibats, aber es sagt etwas Interessantes:  „Zwischen der Priesterweihe und dem ersten Übergriff vergehen in der Regel zehn bis fünfzehn Jahre. Man kann sagen, dass die Einsamkeit und der Mangel an Intimität diese Priester in besonderer Weise anfällig machen für sexuelle Übergriffe.“  Das ist doch höchst interessant und ein wenig beruhigend. Es werden also nicht immer Psychopathen und Pädophile geweiht, wie in einem Fall in Belgien, die sich gleich nach der Weihe an den Kindern und Jugendlichen vergehen. Man wird so nach 10 bis 15 Jahren des Priesterlebens. Nach 10 bis 15 Jahren von Novus Ordo. Erschütternd. Aber es kommt noch besser: Sie [die Täter] haben kein Schuldbewusstsein?Ja, typisch für diese Täter ist ein Mangel an Einfühlungsvermögen. Viele wissen nicht: Was tu ich den Kindern damit an? Ich bin Priestern begegnet, die der Meinung waren, sie hätten den Kindern noch etwas Gutes getan.  Nein. Doch, da kommen zwei Dinge zusammen: Der Mangel an Einfühlungsvermögen – und eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur.  Nach 10 bis 15 Jahren Novus Ordo hat man eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur, kein Einfühlungsvermögen und kein Gewissen. Wir wissen nicht, wie diese Männer früher gewesen sind, denn Wunibald Müller spricht mit ihnen, nachdem sie schon straffällig geworden sind. Der Novus Ordo hat sie weder einfühlsamer, noch heiliger oder besser gemacht, sondern umgekehrt.  War es denn früher wirklich besser? Diesbezüglich wohl schon, denn es ist die Menge an solchen Taten, welche das Faß wohl überall zum Überlaufen brachte. Die Menge und die fehlenden Strafen und Reaktionen der Bischöfe. Wir alle haben einen hohen Preis für den Novus Ordo zu zahlen. Ich wurde von der italienischen Zeitschrift Radici Cristiane, die von Roberto de Mattei herausgegeben wird, zu folgendem Interview eingeladen. Es erschien in der April-Ausgabe unter dem Titel „L‘ usus antiquior ci salverà – Intervista al dott. Peter Kwasniewski.“ Der englische Originaltext ist unten mit Genehmigung von Radici Cristiane wiedergegeben Radici Cristiane: Wir erleben eine historische Krise in der Kirche. Denken Sie nur an den Rückgang der Berufungen, die Kirchen werden von Tag zu Tag leerer, die Missbräuche in der Liturgie werden immer zahlreicher. In Kirchen, in denen die Messe im alten Ritus gefeiert wird, sind jedoch sehr viele junge Menschen anwesend. Wie ist das zu erklären? Dr. Kwasniewski: Das Phänomen ist nicht schwer zu erklären. Die heutige Welt bietet jungen Menschen ständige Versuchungen, sei es in der Anziehungskraft intellektueller Moden oder in den allgegenwärtigen moralischen Fallen der Unkeuschheit...

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Pater Demaris, Katholiken ohne Priester (7 von 10)

Die Heilige Messe ist ein kultischer Opferdienst, aber das eigentliche Ziel ist es Gott zu opfern. Kann dieses Opfer kultisch, wegen Priestermangels, nicht erbracht werden, dann können wir unser ganzes Leben in einen Opferdienst umgestalten und Gott dennoch opfern. Wir können täglich die geistliche Kommunion machen. Aber unsere Lage sieht so aus, dass wir um uns herum Novus Ordo Messen haben, von welchen die meisten immer noch gültig sind, d.h. die Wesenswandlung findet trotz der bürstenschnittigen Pastoralassistentin immer noch statt. Manche dieser Novus Ordo Events sind leider ungültig. Sollten wir Zweifel haben, dann gehen wir dorthin, wo wir keine haben. Messen der FSSPX sind ebenfalls gültig, da aber weiterhin alle Piuspriester suspendiert sind und keine kirchlichen Ämter innehaben, so begeht ein solcher Priester immer bei dem Sakrament, das er vollbringt (confecit) eine Todsünde und ein Gläubiger, der darum weiß, ebenso. Wir gehen also nicht dorthin, weil wir viele spirituelle Probleme haben werden. Dies gilt mutatis mutandis für ale Ex-Pius-Sedi-Priester. Da die Wenigsten von uns Zugang zu Ecclesia Dei Gemeinschaften haben oder zu Priestern, die auch Vetus Ordo feiern, so sitzen wir alle mehr oder weniger auf dem Trockenen. Aber opfern kann man dennoch. Die Heilige Eucharistie 22. Die Heilige Eucharistie brachte euch viele Freuden und Vorzüge, als ihr an diesem Sakrament der Liebe teilnehmen konntet, aber da ihr nun dessen beraubt seid, um Verteidiger der Wahrheit und Gerechtigkeit  zu sein, sind eure Vorteile dieselben. Denn wer hätte es gewagt, sich diesem furchterregenden Tisch zu nähern, wenn nicht Jesus Christus uns ein Gebot gegeben hätte, und wenn die Kirche, die wünscht, dass wir uns mit dem Brot des Lebens stärken, uns nicht durch die Stimme ihrer Diener eingeladen hätte, zu essen, die uns wieder mit einem hochzeitlichen Gewand bekleideten. Das Alles war Gehorsam, aber wenn wir den Gehorsam mit dem vergleichen, dessen wir nun beraubt sind, mit dem was uns hierher geführt hat, wird es leicht sein, seinen Wert zu beurteilen. Abraham war gehorsam, indem er seinen Sohn opferte, und indem er ihn nicht opferte, aber sein Gehorsam war größer, als er das Schwert in seine Hand nahm als beim Zurückstecken desselben in die Scheide. Wir sind gehorsam, wenn wir zur Kommunion gehen, aber indem wir uns vom Opfer zurückhalten, opfern wir Uns selbst. Vor Durst nach Gerechtigkeit schmachtend und dem Blut des Lammes beraubt, das ihn allein stillen kann, opfern wir unser eigenes Wünschen so viel wie es in uns ist. Das Opfer Abrahams war das eines Augenblicks, und der Engel stoppte das Messer, unseres ist täglich, sich jeden Tag erneuernd, jedesmal, wenn wir in Unterwerfung die Hand Gottes anbeten, die uns von Seinen Altären vertreibt, und dieses Opfer ist freiwillig. Es geschieht, um zum eigenen Vorteil der Eucharistie beraubt zu sein, um die Messlatte des Kreuzes höherzulegen, um Christi und der Herrlichkeit Seiner Kirche willen. Beachtet, liebe Kinder, dass Jesus, nachdem Er Seinen Leib dahingegeben hatte, nichts Schweres darin fand, für uns zu sterben. Das ist die Tat eines Christen in der Verfolgung; die Eucharistie zieht das Kreuz nach sich. Lasst nicht zu, dass die Liebe zur Eucharistie uns das Kreuz verlassen lässt. Es lässt uns auferstehen und herrliche Fortschritte in der Gnade des Evangeliums machen, um vom Zönakel [des Gründonnerstags] hin zum Kalvarienberg zu gehen. Ja, ich fürchte mich nicht, dies zu sagen. Wenn der Sturm der Bosheit...

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Die guten-Bischöfe-Wochenendbeilage oder die materielle Sünde des Novus Ordo

Während in Rom die „Jugendsynode“ auch die LGTB-Synode oder Sodomiten-Synode bzw. Sodo-Synode genannt, abgehalten wird, wollen wir uns dem Bischofsideal nach Pseudodionysius-Areopagita widmen und einige alte Beiträge der „guten“ Bischöfe samt des neuesten Interview-Buches von Bischof Athanasius Schneider vorstellen. Das Ideale als Reale oder die objektive Ordnung Eine grundsätzliche Bemerkung zuerst. Bei Gott ist das Ideale zugleich das Reale. Dies bedeutet, dass Gott nicht nur jede mögliche Vollkommenheit besitzen könnte oder es schön wäre, dass er diese besitzen würde, sondern, dass Gott real jede mögliche Vollkommenheit besitzt. Theologie fasst diese Wahrheit wie folgt auf: Die physische Wesenheit Gottes ist die Summe aller göttlichen Vollkommenheiten. Die metaphysische Wesenheit Gottes besteht darin, dass er das subsistierende Sein selbst ist.[1] Weil Gott vollkommen ist, somit ist seine Schöpfung die sichtbare und die unsichtbare ebenso vollkommen, weil sie Sein vollkommenes Wesen abbildet. In der sichtbaren, sprich der natürlichen Welt, herrschen bestimmte Naturgesetze, bei denen das Reale und das Ideale ebenso in Eins fallen. Nehmen wir zum Beispiel Gravitation und die Fallbeschleunigung g. Gravitation ist eine der vier Grundkräfte der Physik, welche mit anderen Grundkräften, auf die wir hier nicht eingehen wollen, in der Einheit eine Wechselwirkung bildet. Wenn Sie in Deutschland von einem Kirchturm etwas (keinen apostatischen Bischof natürlich) nach unten werfen, dann beträgt die Fallbeschleunigung 9,81 m/s2 = 981 Gal und diese wird als Konstante g angegeben. Da die Gravitation, abhängig von der Entfernung zu den Erdpolen variiert, so variiert Gal auch unerheblich. Arbeiten Sie in einem Bereich, wo man Gal berücksichtigen muss, so müssen Sie dies für einen bestimmten Ort auf der Erde berücksichtigen, denn Nordpol ist nicht gleich Äquator. Worauf wir aber hier hinaus wollen. Auch im Falle von Gal weicht das Ideale nicht vom Realen ab. Es wäre also nicht nur „schön“, wie unsere Pastoralassistentin mit einem Augenaufschlag nach oben sagen würde, dass Gal, nach wikipedia:...

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McCarrick- Affäre warum gerade jetzt?

Aus dem – Gott sei’s geklagt – aktuellen Anlass der McCarrick-Affäre erinnern wir an unsere alten Beiträge zur Homo-Thematik. Bevor wir uns dem Letzteren zuwenden, stellt sich die Frage, warum gerade jetzt nach 30 Jahren der bekannten Homo-Aktivität des amerikanischen Kardinals, der sowohl seine Seminaristen als auch wenigstens einen 11 Jährigen sexuell missbraucht hatte, sein Treiben öffentlich bekannt wird. Warum wurde dies denn bekannt? Weil der Vatikan ihn suspendiert hat. So informiert kath.net am 20. Juni 2018: Theodore Kardinal McCarrick, emeritierter Erzbischof von Newark, dann von Washington D.C., gab bekannt, dass er auf die öffentliche Ausübung seines Dienstes verzichten wird, nachdem Missbrauchsvorwürfe als glaubwürdig eingestuft worden sind. Im Pressestatement informiert Timothy Kardinal Dolan, Erzbischof von New York, dem Erzbistum, aus welchem McCarrick ursprünglich stammte: „Der Staatssekretär des Vatikans, Pietro Kardinal Parolin, hat auf Anweisung von Papst Franziskus Kardinal McCarrick instruiert, dass er nicht länger öffentlich sein Amt ausüben darf.“ Es geht gemäß dem „National Catholic Reporter“ offenbar um Missbrauchsvorwürfe gegenüber verschiedenen Jugendlichen sowie Erwachsenen. Beim Missbrauch eines Jugendlichen scheint es um einen Vorfall zu gehen, der bereits 47 Jahre zurückliegt und den McCarrick als Priester der Erzdiözese New York begangen haben könnte. McCarrick hatte bisher immer seine Unschuld beteuert und macht dies auch weiter, beteiligte sich aber konstruktiv an der Aufarbeitung der Vorwürfe. Also noch öffentlicher kann man es nicht machen. Hätte der Vatikan nichts unternommen, so wüssten wir bis heute nichts. Warum also jetzt? Das Treiben von McCarrick war ein öffentliches Geheimnis. Wie im Falle Weinstein muss man davon ausgehen, dass jemand die Erlaubnis dazu gegeben hat, dass diese Informationen heraussickern, die Presseleute ihre Archive öffnen und die ganze Sache publik wird. Warum hat der Vatikan McCarrick hoch genommen? Weil es um die Abschaffung des Priesterzölibats geht. Abgesehen davon, dass man diesen Skandal produziert, um noch mehr Seelen zu verderben, so will man auch mehrere Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Wie es sich nämlich herausstellt, war McCarrick der Königsmacher und machte viele wohl seiner früheren Gespielen zu Bischöfen, indem er sie weiterempfahl, sodass ein Großteil des amerikanischen Episkopats buchstäblich „im Bett“ mit ihm war. Diejenigen, die es nicht waren, haben geschwiegen. Die amerikanischen Gläubigen werden daraus sicherlich Konsequenzen ziehen, doch es geht hier um etwas anderes....

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Gebet um einen guten Tod

Alles in unserem Leben läuft auf den Moment des Todes hinaus, nach dem das persönliche Gericht stattfindet, in welchem wir unser Leben im Lichte der Gerechtigkeit Gottes passieren und alle unsere Taten und ihre Konsequenzen sehen. Die Nahtoderlebnisse berichten davon, verschiedene Legenden auch, denn es sind dieselben Erlebnisse. Lesenswert, faktisch, wissenschaftlich und seriös stellt der holländische Arzt Pim van Lommel in seinem Buch Endloses Bewusstsein. Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung (Patmos: 20115) die Nahtoderlebnisse dar. Wie man es dreht und wendet, das persönliche Gericht wartet, und da uns die nachkonziliare Kirche insbesondere „Papst“ Franziskus die Allerlösungslehre und die allumgreifende Barmherzigkeit Gottes predigt, so können wir davon getrost ausgehen, dass sehr viele Menschen verdammt werden, dass sehr viele täglich in die Hölle eingehen, da sich kaum jemand von der Hölle fürchtet, die es, ja nach Novus Ordo-Theologie: nicht gibt, falls doch, dass sie leer ist, falls doch nicht leer mit ein paar Schwerverbrechern gefüllt ist (Hitler, Stalin, Ted Bundy und all jenen, die den Müll nicht trennen) ein normaler Mensch, der nach seinem Gewissen lebt und sich bemüht „in der Liebe“ zu leben vor der ewigen Verdammnis sicher sein kann....

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Der Fall Müller oder warum „die Wirklichkeit beißt“? (3 von 3)

Nachtrag, Umkehr und Welt-Interview All diejenigen, die meinen wir hätten zu scharf und dazu noch anonym über Kardinal Müller geurteilt, mögen sich sein neuestes Interview in der Welt durchlesen. Noch weltlicher geht es wirklich nicht, obgleich Müller jetzt wirklich nichts zu verlieren hat. Aber vielleicht gelangt er durch diese Auszeit oder eher Verbannung zur Besinnung und entdeckt das Katholische am Katholischen. Der Schreiber dieser Zeilen war schon immer recht konservativ gewesen, für deutsche Verhältnisse viel zu konservativ und wunderte sich, warum ihn Gott so züchtigte, was Er auch weiterhin tut. Es stellte sich heraus, dass er zwar an weltlichen Maßstäben gemessen rechtgläubig, konservativ und fromm gewesen ist, aber nicht nach den Maßstäben Gottes. Diese sind viel strenger und viel höher....

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Verpflichtende Konzelebration oder damit es noch weniger „gottet“

Das gestrige katholisches.info vom 28.6.2017 brachtet einen Beitrag von Roberto de Mattei, welcher darüber berichtet, dass der Gegenpapst Franziskus den römischen Priesterkollegien die Konzelebration gebietet. Was ist die „Messe“? Bevor wir uns noch näher diesem Beitrag widmen werden, sollte man sich zuerst die Frage stellen, was eigentlich eine Messe ist und was sie bewirkt? Wie immer genial bringt es Hl. Thomas von Aquin auf den Punkt: Missa dicitur quasi transmissa, scilicet a populo ad Deum, et e converso […]“ (Summ. Theol. III q. 83. 4 ad 9.)[1] „Die Messe wird so genannt, weil sie sozusagen das Hinübergeschickte ist, nämlich vom Volk [der Gläubigen] zu Gott und umgekehrt […]“....

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Eugenie Roth, Das Mantilla-Experiment (4 von 4)

Mantillageschichten Tag 7: Weiterer Verlauf: An weiteren Tagen (für die Zähnung „Tag 7“) – scheinen die anderen Gottesdienstbesucher erst „richtig“ auf die Mantilla aufmerksam zu werden. Jemand, der sich auskennen sollte meint, sowas sei doch überhaupt nicht nötig (die Mantilla ist meines Wissens ein Sakramentale, ebenso wie der Rosenkranz und das Weihwasser, und eine Kopfbedeckung war für Frauen bis zum Vatikanum II verpflichtend während des Gottesdienstes zu tragen), jemand anders, ich solle doch die Mantilla unter dem Kinn binden, weil die Enden beim Gehen hin und her schwanken … Und: Nein, ich werde mich dadurch nicht davon abbringen lassen, die Mantilla zu tragen. Und ich werde die Mantilla auch nicht unter dem Kinn binden, obwohl mir ein orthodoxer Christ gesagt hat, dass das die Frauen bei ihnen wohl tun. Aber ob die eine so feine Mantilla tragen oder einfach ein Kopftuch? – Vermutlich schon, denn dieser Mann hat mir früher einmal eine Mantilla gezeigt, die er für eine Frau aus seiner Gemeinde besorgt hatte. …...

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Die Tridentinische Messe und „diese unverschämten Tradis“

  Als Auflockerung in der recht schwierigen Gnosis-Reihe ein Beitrag, welcher unseren Messalltag betrifft. Sicherlich können sich viele Leser damit identifizieren und somit uns etwas hierzu schreiben. Im heutigen (2 Mai 2017, am Tag des hl. Athanasius) Blog onepeterfive findet sich ein bemerkenswerter Artikel, welchen der Schreiber dieser Zeilen selbstkritisch auf sich selbst beziehen kann. Auf onepeterfive rezensiert Brian Williams einen Aufsatz, den er in Unam Sanctam et Catholicam gelesen hatte. Auf Unam Sanctam  wiederum wird von zwei anonymen US-Amerikanischen Priestern behauptet, von denen der erste die Tridentinische Messe halb-regulär (semi-regular) opfert, der andere aber es regelmäßig tut, dass die Traditionalisten, diejenigen Katholiken also, die zu diesen Messen fahren, dermaßen: rude – „unverschämt“ und obnoxious – „unausstehlich“ sind, dass der „halb-reguläre“ Priester aufgrund dieser schrecklichen Gemeindemitglieder die öffentliche Messe in Vetus Ordo aufgegeben hatte (er zelebriert weiterhin privat), der andere hingegen denkt daran es hinzuschmeißen. Wie lauten die Vorwürfe dieser Priester an die Tradis:

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Der Seiko-Mariensamstag (3 von 5): Permutationen des Novus Ordo

Permutationen der NOM Warum ist es bei NOM nicht möglich in die Tiefe zu gehen? Aus zweierlei Gründen. Es ist entweder immer dasselbe: Zweiter Messkanon oder es ist ein permanentes Chaos bzw. zu viele neue Informationen auf einmal, da man auch ganz genau nach den nachkonziliaren Rubriken zelebrierend, schier eine unendliche Permutation- oder Optionsmöglichkeit hat....

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Traditionelle Messe ist frauenfreundlich (5 von 5): Selbstzentriertheit des Novus Ordo und Mantilla

Ad c. Ist Selbstzentriertheit Novus Ordo? Warum wurde das letze Konzil, Gott sei’s geklagt, veranstaltet? Um es dem „modernen Menschen“ gerecht zu machen. Was gerecht zu machen? Alles, wirklich alles. Aber warum? Weil der moderne Mensch dermaßen wertvoll, weil modern ist, dass er es einfach verdient. Die anderen, die nicht-modernen Neandertaler, waren ja nur behindert! So unmodern! Um an dieser Stelle die unvergleichliche Ann Barnhardt, sicherlich keine Tussi, zu zitieren:...

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Pater Richard G. Cipolla, Die Entmännlichung der Liturgie im Novus Ordo (3 von 3)

Auf einem meiner vielen Aufenthalte in Italien beobachtete ich, dass viele Kinderwagen so gebaut waren, dass das Baby in seinem Sitz saß und seine Mutter, die den Kinderwagen schob, ansah. Das erschien mir seltsam, denn in den Vereinigten Staaten sieht das Baby in dieselbe Richtung, wie die Mutter, die den Wagen schiebt. Als ich eine Freundin darüber befragte, sagte sie dass das daran läge, dass zu viele italienische Mütter den ständigen Augenkontakt zum Baby behalten wollen, um es anzulächeln, mit ihm in einer Babysprache zu reden und um das Band zwischen Mutter und Kind stark und sicher zu machen. Die klassische Mutter Kind Beziehung wird heute durch dieses ständige Bedürfnis des konstanten Augenkontaktes unter Ausschluss der übrigen Umwelt, als ob die „anderen“ die Beziehung zerstören würden,  geradezu pervertiert. Ohne den Anspruch von Vollständigkeit oder Genauigkeit für die obige Analogie zu erheben, würde ich behaupten, dass die radikale Neuheit der Zelebration versus populum, die übrigens weder von Konzil noch von irgendeinem liturgischen Buch vorgegeben wird, die Rolle des Priesters als Vater, der für sein Volk dem Himmlischen Vater das Allerheiligste opfert transformiert wird in die Rolle einer Mutter, die den Kontakt zu den Leuten, die durch absichtlich einfältige Animationen zu Kleinkindern werden, durch ständigen Augenkontakt und liturgisches Augenzwinkern herstellt. Der Priester wird zur Mutter eines Kindes. Diese Reduktion der Gemeinde zu Kindern die gezwungen sind, den Mutter-Priester anzusehen, verhindert den Blick auf Gott zu richten, der durch die Gegenwart des allerheiligsten  kosmischen Opfers Christi verehrt werden soll....

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Pater Richard G. Cipolla, Die Entmännlichung der Liturgie im Novus Ordo (2 von 3)

Zunächst ist Männlichkeit der Gegensatz von Sentimentalität, nicht von Gefühl an sich, sondern von Sentimentalität. Im ganzen traditionellen Ritus, der auch außerordentliche Form des römischen Ritus genannt wird, gibt es keine Spur von Sentimentalität. Dieses ist an den Rubriken und Gebeten [des Vetus Ordo Red.] ersichtlich, welche prägnant und auf den Punkt genau sind, ohne die Schönheit der Sprache zu opfern. In seinen Rubriken verhindert [der Vetus Ordo], dass die Persönlichkeit des Priesters ihre eigenen Gefühle und Entscheidungen dem Ritus aufdrückt. Wenn wir die Erkenntnis des seligen Kardinal Newman ernst nehmen, der sagte, dass Sentimentalität Säure für die Religion ist, in diem Sinne, dass sie die wahre Religion zersetzt, dann sind die Rubriken des traditionellen Ritus die kleine lila Pille, welche den Reflux der Sentimentalität in die Liturgie verhindert.[1] Zweitens ist mit der traditionellen römischen Messe die volle Akzeptanz der Stille als das Herz der Kommunikation mit Gott gewährleistet. Die aktive Teilnahme wird hier als Kontemplation, als Gebet verstanden. Die Worte des Ritus sind nie das Entscheidende. Sie sind festgelegt und weisen immer über sich selbst hinaus. Jedermann weiß, dass bei zwei wirklichen Freunden in der Gegenwart des jeweils anderen die Herzen zueinander in absoluter Stille sprechen können. Dies ist das Schweigen des Moses vor dem brennenden Dornbusch, die Stille der Wüstenväter, die Stille, die von St. Benedikt in der Höhle von Sacro Speco ausging.

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Pater Richard G. Cipolla, Die Entmännlichung der Liturgie im Novus Ordo (1 von 3)

Von Pater Richard G. Cipolla, Ph.D., D. Phil.(Oxon.), das Original fand sich hier. Der Briefwechsel zwischen Kardinal Heenan von Westminster und Evelyn Waugh[i] vor der Promulgierung des Novus Ordo, in dem Waugh seinem Herzensschrei über die nachkonziliare Liturgie Luft macht und im Kardinal einen sympathischen, wenn auch unwirksamen Zuhörer findet, ist allgemein bekannt.[1] Nicht allgemein bekannt ist Kardinal Heenans Kommentar auf der Bischofssynode in Rom nach Präsentation einer experimentellen Messe, einer sogenannten Missa normativa, die zum ersten Mal im Jahre 1967 einer Gruppe von ausgewählten Bischöfen präsentiert wurde. Das folgende Essay ist von den Worten Kardinal Heenans inspiriert: „Bei uns zu Hause besuchen nicht nur Frauen und Kinder, sondern auch Familienväter und junge Männer regelmäßig die Messe. Wenn wir ihnen diese Art von Zeremonie anbieten würden, die wir gestern sahen, wären wir in unseren [Gottesdienst-]Gemeinden bald mit Frauen und Kindern allein.“[2] Der Kardinal bezieht sich auf die Lügen, die den eigentlichen Kern der Novus Ordo Form der Römischen Messen betreffen, sowie auf die Gottesdienstbesucher und die tiefen Probleme, welche  die Kirche seit der Aufzwingung der Novus Ordo Form des römischen Ritus 1970 begleiten.[3] Man könnte versucht sein das, was Kardinal Heenan erfahren hatte als die Verweiblichung der Liturgie zu subsumieren. Aber dieser Begriff wäre unzureichend und letztlich irreführend. Denn es gibt einen wirklichen marianischen Aspekt der Liturgie, die deswegen weiblich ist. Die Liturgie bringt das Wort Gottes zur Welt (gebärt), weiterhin bringt sie den Leib des Wortes hervor, damit es angebetet wird und als Speise dargebracht wird. Präziser sollte man sagen, dass die Liturgie im Novus Ordo „ver-weibisch-t“ und verweichlicht (effeminized)  wurde.

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Novus Ordo und Mann-Sein oder Vorbemerkungen zum Text von Pater Cipolla.

Wir stellen hier, wieder einmal in der hervorragenden Übersetzung von davillatollkühn, einen profunden und dichten Text von Pater Cipolla vor, einem der bekannteren Autoren auf Rorate Caeli. Wenn wir Pater Cipolla schreiben, dann trifft diese Anrede die Sache nicht genau, denn seit 50 Jahren ist die korrekte Anrede eines Priesters in der deutschen Sprache verschwunden. Korrekt wäre es „Hochwürden“ zu schreiben, aber dies erscheint sogar uns zu antiquiert und am Rande der Lächerlichkeit. Denn Cipolla ist kein Ordensgeistlicher, sodass er kein „Pater“ ist, er ist ein Hilfsgeistlicher, somit kein „Pfarrer“ und kein Bischof und daher kein „Monsignore“, obwohl dieser Ehrentitel nicht nur für Bischöfe gilt. Von „Priester“ Cipolla zu sprechen erscheint despektierlich und undeutsch, sodass wir das amerikanische Father – Pater für Priester hier einfach lassen. In anderen Sprachen, wie im Polnischen, gibt es eine gebräuchliche Anredeform für einen Priester, die sich recht antiquiert der 3 Person Singular bedient, wie es in manchen Regionen Deutschlands noch heute üblich ist: „Er nehme“ anstatt „Du nimmst“ oder „Sie nehmen“. Diese besondere Priesterform lautet: „der Priester nehme“. Was hat das mit dem Text von Pater Cipolla zu tun? Dass es im deutschsprachigen Raum so wenige Priester gibt, dass es nicht einmal eine korrekte und allseits bekannte Anredeform für sie gibt. Es ist so, als würden alle Doktoren aussterben! Oh weh!

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Weihefest der Basilika St. Peter und Paul oder über den sakralen Kirchenbau

Aus dem Anlass der heutigen Festes, noch einmal ein alter Beitrag. Weihefest der Basilika St. Peter und Paul zu Rom Am 18.11 feierte die Kirche die Einweihung der Basilika der Apostel Peter und Paul. In den Lesungen der ersten Matutin des Tridentinischen Breviers wurde an diesem Tage das himmlische Jerusalem des Offenbarungsbuches dargestellt (Off 21, 18-27). Ihre Mauer ist aus Jaspis gebaut, und die Stadt ist aus reinem Gold, wie aus reinem Glas. Die Grundsteine der Stadtmauer sind mit edlen Steinen aller Art geschmückt; der erste Grundstein ist ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sardion, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst. Die zwölf Tore sind zwölf Perlen; jedes der Tore besteht aus einer einzigen Perle. Die Straße der Stadt ist aus reinem Gold, wie aus klarem Glas. Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr Tempel, er und das Lamm. Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. Die Völker werden in diesem Licht einhergehen, und die Könige der Erde werden ihre Pracht in die Stadt bringen. Ihre Tore werden den ganzen Tag nicht geschlossen – Nacht wird es dort nicht mehr geben. Und man wird die Pracht und die Kostbarkeiten der Völker in die Stadt bringen. Aber nichts Unreines wird hineinkommen, keiner, der Greuel verübt und lügt. Nur die, die im Lebensbuch des Lammes eingetragen sind, werden eingelassen. (Einheitsübersetzung)...

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Priesterhilfe aber wie? (2) Der Ausweg: die Tridentinische Messe.

Für den recht unwahrscheinlichen Fall, dass uns jetzt ein Priester liest, der seine priesterliche Existenz: entdecken, bereichern wiederentdecken möchte, schreiben wir hier ein paar praktische Anweisungen, welche natürlich auch von Nicht-Priestern gelesen werden dürfen. Wir fangen hier gleich mit Punkt a. an und lassen alle anderen außen vor. Die allermeisten Priester haben keine priesterliche Identität. Und wir meinen hier die richtige priesterlicher Identität und nicht das Wischi-Waschi-Zeug. Wodurch unterscheidet sich ein Priester, natürlich ein römisch-katholischer, denn von anderen schreiben wir hier nicht, von allen anderen Menschen? Dadurch, dass er mit Christus ontisch also wesenhaft durch die Priesterweihe verbunden ist und sich Christus seines Leibes hauptsächlich bei der Sakramentenspendung bedient. Während jeder Getaufte in Christus eingepflanzt wurde, kann er dennoch nicht buchstäblich von sich sagen, dass Christus durch ihn handelt, sondern höchsten metaphorisch. Der Priester kann es durchaus von sich sagen, denn er ist mit Christus durch das zusätzliche Weihesakrament, welches zu den sog. sozialen Sakramenten gehört, wesenhaft verbunden....

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Die Novus Ordo Sakramente sind gültig – der Novus Ordo Ritus ist mangelhaft. Eine Skizze

  Die beiden Artikel über die Novus Ordo Messe haben Wellen geschlagen, da vorher unsere Seite nicht so oft frequentiert wurde. Dies zeigt, dass es sich um Themen handelt, welche viele Menschen beschäftigen. Es bleibt an dieser Stelle festzuhalten, dass auch die Novus Ordo Messe gültig ist, dass in ihr das gültige Sakrament der Eucharistie gespendet und empfangen werden kann, wenn die von der Kirche vorgegebenen Voraussetzungen zu einer gültigen Sakramentenspendung eingehalten werden. Ebenso sind auch alle anderen Novus Ordo Sakramente gültig. Wir werden uns dieser Thematik sicherlich noch mit aller Ausführlichkeit widmen und dabei alle Einwände des Lesers dspecht berücksichtigen. An dieser Stelle nur eine erste Feststellung: „Menschen reden aneinander vorbei, denn sie sagen dasselbe » Novus Ordo Messe ist ungültig«, meinen aber etwas anderes.“ Wenn also ein Gegner der Neuen Messe sagt:             „Die Novus Ordo Messe ist nicht gültig“, so weiß man nicht, ob er damit meint, dass: Kein Sakrament zustande kommt? oder Der Ritus, in welchem das Sakrament stattfindet oder nicht stattfindet nicht gültig, im Sinne nicht katholisch ist. Die meisten Traditionalisten meinen (2), manche auch (1) und (2), während die Verteidiger der Neuen Messe nur (1) heraushören. Die Frage der Gültigkeit Die ganze Thematik ist recht kompliziert, da in der vorkonziliaren Literatur, soweit der Schreiber dieser Zeilen es weiß, ausschließlich die Problematik der Gültigkeit des Sakraments aber nicht die Gültigkeit eines sakramentalen Ritus erörtert wurde. Warum? Weil die Gültigkeit die absolut minimalen Anforderungen einer Sakramentenspendung darstellt, der Ritus hingegen, um es sehr vereinfacht auszudrücken, den liturgischen Rahmen bietet, welcher die Würdigkeit dieser Sakramentenspendung sichert und an sich gnadenbringend und gnadenspendend ist. Eine Taufe ist auch dann gültig, wenn ein Ungetaufter einen Menschen mit Wasser begießt und ihm sagt: „Ich taufe Dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ So hat es die Kirche, seit der frühen Entscheidung über die Häretikertaufe im III Jhd. schon immer gesehen und diese Sicht dogmatisiert (DH 802, 1314, 1617, 646).[1] Empfängt aber der auf diese Art und Weise getaufte alle Gnaden, welche ihm eine feierliche Taufe, bei Erwachsenen nach einer längeren Taufvorbereitung, gegeben hätte? Natürlich nicht, weil alle Sakramentalien dabei fehlen, welche auch wirken, obzwar nicht ex opere operato.             Festzuhalten bleibt: Die Gültigkeit bestimmt das absolute Minimum. Der sakramentale Rahmen des Ritus wird zur Gültigkeit der meisten Sakramente nicht verlangt und zwar: Nicht bei der Taufe, Nicht bei der Beichte, Nicht bei der Krankensalbung Wohl nicht bei der Priesterweihe Nicht bei der Ehe Nicht bei der Eucharistie Wären der sakramentale Rahmen des Ritus zur Sakramentenspendung notwendig, so würde die Kirche nicht zwischen Gültigkeit und Würdigkeit unterscheiden. Die Frage nach der „Gültigkeit“ des Ritus Die Frage nach der Gültigkeit eines Ritus stellte sich vor dem letzten Konzil nicht, da es nur einen und zwar seit dem Tridentinum nur den Tridentinischen gab. Die anderen Riten der Westkirche: Der ambrosianische Ritus, Der Braga Ritus, Der mosarabische Ritus, Der benediktinische Ritus, Der karmelitanische Ritus, Der zistersianische Ritus, Der dominikanische Ritus, Der karthusianische Ritus, Der prämonsterianische Ritus[2] Und andere (denn manche sind schon ausgestorben) wichen und weichen voneinander und vom tridentinischen Ritus wohl so wenig ab, dass wohl niemand auf die Idee kam zu untersuchen, welcher der bessere sei? Der Schreiber dieser Zeilen hat noch keine Kompetenzen in den anderen Riten der Westkirche, aber der einzige „Ritenstreit“, der vor dem Konzil...

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Die Novus Ordo Messen oder „Warum muss man sich so quälen?“

Der Schreiber dieser Zeilen ist nach dem Konzil geboren und verlebte seine Kindheit in den 1970-ern in einem Land, das auf wunderbare Weise die nachkonziliare Zeit fast unbeschadet überstand, wo er die Taufe, die Beichte und die Erstkommunion empfing. Er war kein besonders frommes oder braves Kind, um es gelinde auszudrücken, dennoch an theologischen Fragestellungen irgendwie interessiert. Er erhielt einen wirklich guten Erstkommunionunterricht zuerst bei einer Ordensschwester, dann bei einem Kaplan, von welchem er lange Jahre zehrte. Er hat seit er nur denken kann immer große Schwierigkeiten damit gehabt sich zur Sonntagsmesse aufzuraffen, weil sie ihn so unendlich langweilte. Es war immer mühevoll, langweilig, langwierig und man war immer froh, es hinter sich zu haben. Als Kind bekam er von seinem frommen Kaplan den Spruch zu hören: „Bez ofiary nie ma wiary“, was übersetzt bedeutet: „Ohne Opfer [Aufopferung, Selbtsüberwindung, Opfer bringen] kein Glaube“. Da er in seinem Erstkommunionunterricht lernte, dass die Heilige Messe, jetzt auch Eucharistie genannt, ein Opfer sei, so assoziierte er lange Zeit Opfer, einem Begriff, welcher in seiner Muttersprache eine breitere Bedeutungspalette abdeckt als es im Deutschen der Fall ist,  mit Selbstüberwindung, da es ihn so viel kostete zur Messe zu gehen. „Die Messe ist deswegen ein Opfer, weil die Anwesenheit bei einer Messe immer mit Selbstkasteiung verbunden ist“, so erklärte er sich das selbst. Auch alle anderen sagten es ihm: „Ja, es ist so, aber es muss so sein! Opfer bringen, gehört zum Glauben“. Interessanterweise waren für ihn andere Übungen der Frömmigkeit, wie das Gebet oder die Eucharistische Anbetung und mit der Zeit auch der Rosenkranz niemals mit solch einer Selbstüberwindung verbunden wie die Messe es war. Auch der Empfang der Heiligen Kommunion, besonders der Erstkommunion, war für ihn oft mit großer Gnade verbunden, die er tatsächlich spüren und „schmecken“ konnte. Er war sich und ist sich sicher, dass die Novus Ordo Messe an sich gültig sind und bei ihnen tatsächlich eine Wandlung von Brot und Wein und Leib und Blut Christi stattfindet. Dies sind alles Erfahrungswerte und keine theoretischen, theologischen Axiome. Er war schon häufig bei Messen anwesend, alles Novus Ordo, bei welchen er mit einer gleichsam stehenden, verdichteten Heiligkeit zu tun hatte. Ebenso bei eucharistischer Anbetung. Diese Erfahrungen sind nicht so ungewöhnlich. Als er Ende der 1980-er Jugendexerzitien mitorganisierte, bei denen verschiedene, kirchenferne Jugendliche teilnahmen, von welchem manche sogar evangelisch waren, so bestand ein fester Tagespunkt dieser Exerzitien aus der Eucharistischen Anbetung. Es stellte sich in der Feedback Runde der Teilnehmer heraus, dass gerade diese Eucharistische Anbetung für viele, auch für die Nichtkatholiken, ein Schlüsselerlebnis ihrer Gottesbegegnung war. Er musste selbst auf die Fragen der Jugendlichen antworten, welche lauteten: „Wie kommt der ganze Christus in diese kleine Hostie? Warum haben die Evangelischen das nicht? Warum kann man sich das nicht mit nach Hause nehmen?“ Dies waren alles ernstgemeinte Fragen von jungen Menschen, welche absolut nicht katholisch sozialisiert wurden, keine anerzogene Erwartungen an die Eucharistische Anbetung hatten, sondern einfach ihre Erfahrung wiedergaben als sie eine Wirklichkeit trafen, deren Dimension sie nur ahnen konnten – die Realpräsenz. Sie haben es also auch gespürt, dass die Wandlung stattfand. Und all das ausschließlich in den Novus Ordo Messen. Nichtdestotrotz Kommunionempfang und Eucharistische Anbetung ist nicht gleich das Erlebniss der Messe. Es ging ja bei ihm um die Messe an sich, die so wenig fruchtete. Er fühlte sich lange...

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„Muss man da wirklich hingehen?“ oder die Intention bei den Novus Ordo Messen

Der Schreiber dieser Zeilen war gestern wieder einmal in seiner Pfarrgemeinde, bei einem Gemeindegottesdienst, der mit einem Tauf- und Kindergottesdienst verbunden war. Ja, es war genauso, wie es sich anhört: schrecklich! Die ständigen Auftritte auf der Bühne, früher auch Presbyterium genannt, meistens ohne Kniebeuge vor dem Tabernakel, das Hin-und Her, das Kommen und Gehen, die fehlende Struktur, weil man noch irgendwelche nichtliturgischen Teile, die der Kinderbespaßung dienen sollten, einführte. Noch ein Gedicht der neuen Pfarreferentin, die zum Herbstball einlädt, die politische Predigt, welche sich wieder einmal um Aktivismus und Flüchtlinge drehte, kurz und gut es war schlimm und dauerte eine Stunde zwanzig Minuten, bei denen die Zeit still stand. Der Schreiber kennt den Pfarrer recht gut und weiß dass dieser nicht an die Wesenswandlung glaubt. Da der Pfarrer ständig irgendwo hinfährt, so ist anzunehmen, wie es in solchen Fällen immer der Fall ist, dass er außerhalb seiner Pfarrgemeinde etwas machen kann, wozu ihm in seiner Heimatstadt die nötige Anonymität fehlt. Wir sind alle Erwachsen und wissen worum es sich handelt! Der Pfarrer hat diese beiden Umstände dem Schreiber gegenüber indirekt zugegeben und sie ausdrücklich nicht verneint und da er alle Symptome eines ungläubigen Priesters aufweist, so kann man mit moralischer Sicherheit annehmen, dass er einer ist. Daher wird die heilige Messe in ein unentwegtes Volksfest verwandelt, in irgendwelche Aktionen, bei denen die Verlautbarungen länger dauern als die Predigt, die fast immer von der „Mitmenschlichkeit“ handelt. Natürlich langweilt sich der Pfarrer in der Kirche und glaubt, dass es anderen auch so geht. Darum finden keine Andachten, kein Rosenkranz und kein Kreuzweg statt und falls doch, dann immer ohne die liturgisch vorgeschriebene Form. Man kann daran erkennen, das auch die paraliturgischen Übungen Heiligkeit generieren, welche in Todsünde lebende Menschen einfach nicht ertragen. Dieser Pfarrer ist bei Menschen beliebt, im Ordinariat hoch angesehen und für wichtige Angelegenheiten in der Diözese verantwortlich. Da 80% aller Priester in der Heimatstadt des Schreibers dieselben Symptome aufweisen und je höher der kirchliche Rang, desto mehr Symptome, so muss man davon ausgehen, dass die Situation bei ihnen dieselbe ist: Unglaube und Konkubinat! Aus dem Letzteren kann man raus wachsen, so in etwa mit 70, das Erstere bleibt leider. Intention bei der Sakramentenspendung Da wohl alle Leser dieser Blogs sich mit derselben Situation konfrontiert sehen, obwohl sie manchmal nicht alle Informationen zum „Privatleben“ zur Verfügung haben, so stellt sich für uns alle die Frage: Muss man bei denen zur Messe gehen? Ja, man muss, denn diese Messen sind gültig. Die Messen eines ungläubigen und in Todsünde lebenden Priesters müssen nicht automatisch ungültig sein, da zu der Sakramentenspendung nicht rechtgläubige Ansichten verlangt werden, sondern nur die Intention das zu tun, was die Kirche tut (intentio faciendi quod fecit Ecclesia).[1] Da leider die Piusbruderschaft diesbezüglich falsche Lehren verbreitet und viele Traditionalisten diesbezüglich irren, so wollen wir hier ganz kurz die katholische Lehre über die Intention bei der Sakramentenspendung darlegen. Thomas von Aquin sieht das alles recht gelassen und minimalistisch: „Auch der ungläubige [treulose] Diener [Priester] kann die Absicht haben das zu tun, was die Kirche tut, auch wenn er dies für nichts hält. Und solch eine Intention reicht zur Verwirklichung des Sakraments.“[2] Non obstante infidelitate (minister) potest intendere facere id quod facit Ecclesia, licet aestimat id nihil esse. Et talis intentio sufficit ad sacramentum.” Das Lehramt sieht es ebenfalls recht minimalistisch,...

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Buchempfehlung: Louis Bouyer „Tagebücher“

Wenn der Schreiber dieser Zeilen bei der Sonntagsmesse in seiner Gemeinde anwesend ist und wieder einmal die nicht nach den Rubriken zelebrierte Novus Ordo Messe über sich ergehen lässt, in welcher, so spürt er, außer der Wandlung und Teilen des Eucharistischen Hochgebetes wenig Heiligkeit ausströmt, so fragt er sich unbewusst und verärgert, wem wir das alles zu verdanken haben. Die Schuldigen sind schnell ausgemacht und genannt. Diejenigen, die die Neue Messe konzipiert haben, waren: Anibale Bugnini CM, Carlo Braga CM, Joseph Jungmann SJ G. Marimort, Vagagini O.S.B., Schmidt A. P., SJ, P. -M. Gy, OP, B. Botte, OSB, Louis Bouyer. Alles mit der tatkräftigen Unterstützung von kard. Montini, des späteren Paul VI. Die oben genannte Liste ist nicht ganz vollzählig. [1] Denn seit der Konstituierung des Conciliums am 11 bis 12 Oktober 1961 – der Kommission also, welche die liturgische Reform in Angriff nehmen sollte – sind einige Namen hinzu- andere wiederum weggekommen. Dies soll uns aber an dieser Stelle nicht weiter interessieren. Ebenso wenig interessieren uns näher die Namen der protestantischen Beobachter, welche ebenfalls an den Arbeiten des Conciliums teilnahmen. Wir wollen sie dennoch nennen. Es waren: Ronald Jasper, Massey Shepherd, Raymon George, Friedrich Künneth, Eugene Brand, Max Thurian.[2] Wir werden diese Themen irgendwann einmal aufgreifen und vertiefen. Man muss sich fragen, warum gerade es diese Männer wagten die Hand an die Heilige Messe zu legen. An die Messe, das Wertvollste und Heiligste, was die Kirche besitzt, deren Grundstruktur ins VI. Jahrhundert zurückreicht, deren Kanon aus der Apostelzeit überliefert wurde, welche vom Konzil von Trient dogmatisiert wurde, damit ja nichts verändert wird. Sie haben dieses Verbot dadurch umgangen, indem sie ihre eigene Messe machten und zwar eine solche, welche die eventuell anwesenden Protestanten nicht beleidigt. Die neu-katholische Liturgie wird also nach dem Geschmack der nicht-anwesenden Protestanten (Denn wieviele Protestanten sind schon bei einer katholischen Messe zugegen?) ausgerichtet. Eine Kommission traut sich also den Kanon der Messe selbst zu konzipieren und all das „nicht mehr Zeitgemäße“ rauszuwerfen. Man muss sich wirklich fragen, ob diese Geistlichen überhaupt ein geistliches Leben führten, wenn sie so etwas in Angriff nahmen. Wohl kaum. Benn bisher hat es niemand in der Kirchengeschichte gewagt die Messe, das Heiligste, was die Kirche besitzt, umzuschreiben und neu zu entwerfen. Es wurde höchstens kodifiziert. Spürten diese Männer nicht die Gnade, welche aus all den Teilen der Tridentinischen Messe ausströmt? Die Heiligkeit dieser Texte? Waren sie jeglichen sensus fidei bar? Wie kommt es, dass es andere im Vatikan es nicht erkannten? Gab es schon damals dort keine Heiligkeit mehr? Vor einiger Zeit schrieb uns ein Leser, dass wir über die Absichten des Conciliums zu positiv schreiben, worauf wir entgegneten, dass ohne ein Quellenstudium über diese Absichten sich nichts Bestimmtes sagen lässt. Ein Quellenstudium ist aber durchaus möglich, weil seit kurzem die Tagebücher von Loius Bouyer, eines Concilium-Mitglieds, ins Englische übersetzt worden sind.[3] Auf Französisch waren sie schon länger erhältlich. Bouyer selbst, der über eine spitze Feder verfügt, wollte diese Memoiren nicht zu seinen Lebzeiten veröffentlichen. Die Übersetzung ins Englische scheint, aufgrund der sprachlichen Schwierigkeiten des französischen Originals, eine translatorische Meisterleistung zu sein. Denn die Memoiren Bouyers scheinen der Gattung der Literatur anzugehören. Der Schreiber dieser Zeilen wird wohl kaum in der nächsten Zeit dazu kommen sich diese Tagebücher auf Englisch durchzulesen, denn sein Französisch ist zu schwach, um diesem Text...

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Dom Prosper Guéranger OSB – Leben und Werk (6)

Nachkonziliare Liturgie als die Umkehrung der heilsbringenden Routine (2) Da es sich aber in Deutschland, entgegen den liturgischen Vorschriften eingebürgert hat,[1] statt die vorgeschriebenen Texte des Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei zu beten oder zu singen verschiedene Lieder, je kürzer desto besser, zu verwenden, so kann man die oben genannte Zahl von 516.096.000 wirklich beliebig nach oben erweitern, um das Ganze wirklich ad absurdum zu führen. Man kann aber wirklich sagen, dass den deutschen Priestern die Liturgie wirklich ganz gleichgültig ist. Hauptsache sie selbst stehen im Mittelpunkt, die Pastoralassistentinnen und die engagierten Laien und vor allem die Kinder sind beschäftigt und das Restpublikum „macht mit“, d.h. ist gut unterhalten. Die Liturgie wird also zu einer Art Mannschaftssportart, bei der niemand ausgeschlossen werden darf, da sie ein „Gemeinschaftserlebnis“ darstellt. Das Argument auch bei den frommsten Priestern lautet: „Wenn ich es mache, dann ist es richtig“. Es lautet niemals: „Weil es richtig ist, darum mache ich es richtig.“ Natürlich hat diese narzisstisch-subjektive Sicht der Liturgie weder etwas mit der vorkonziliaren noch mit der nachkonziliaren Sicht der Liturgie zu tun, was man auch anhand der nachkonziliaren Enzyklika und Vorschriften leicht beweisen kann. Aber es interessiert hier niemanden, es geht um das „Miteinander“. Es bleibt an dieser Stelle festzuhalten, dass ein Gläubiger bei der Neuen Messe niemals die segensreiche Routine, welche erst einen Tiefgang ermöglicht, erleben kann, da die liturgischen Vorschriften sie einfach nicht vorsehen. Geht man auch in die Messe zu einem Priester, der immer auf die gleiche Art und Weise zelebriert, so hat man auch nicht den Jahresrhythmus, da die Sonntags- und die Wochentagslesungen zyklisch wechseln. Es ist wirklich eher unwahrscheinlich, dass man einem Priester oder eine Ordensschwester treffen kann, welche, obgleich sie seit 1970 die neue Messe täglich erleben, auswendig sagen können, welche Lesungen beispielsweise am vierten Sonntag im Jahreskreis des Zyklus B vorgesehen sind. Und an diesen ständigen Änderungen kann man, will man und muss man nach den Novus Ordo Rubriken zelebrieren, wirklich nichts machen. Denn es gibt keine Rubriken! Das letzte Mal wurden die liturgischen Vorschriften unter Johannes XXIII. Im Jahre 1960 für die Alte Messe kodifiziert und stellten ein geltendes Kirchenrecht dar.[2] Während das alte Kirchenrecht (1917) recht umfangreich auch liturgische Vorschriften enthielt, so sind diese im neuen Kirchenrecht (1983) kaum vorhanden. Man muss einfach feststellen, dass von Rom aus kein Wille besteht die Neue Messe verbindlich zu kodifizieren und liturgische Vorschriften verbindlich und eindeutig festzusetzen, woran die Enzykliken Ecclesia de Eucharistia und Redemptoris sacramentum auch nichts ändern. Da keine Sanktionen drohen, so ist es nicht weiter verwunderlich, dass Priester im Allgemeinen und die deutschen Priestern im Besonderen sich an keine liturgischen Vorschriften halten. Ein Pfarrer in einer deutschen Diözese gab im Gespräch mit dem Schreiber dieser Zeilen seinem Erstaunen Ausdruck, dass es schon die dritte normative Einführung in das Messbuch gibt. Dann erinnerte er sich dunkel daran, dass irgendetwas bei der Priesterfortbildung darüber gesagt wurde, er fand aber die römischen Argumente dermaßen „wenig überzeugen“, dass er zu der Entscheidung kam sich an sie nicht halten zu müssen. Wie es bei „seinen“ Messen aussieht, können wir uns alle denken. An diesem Beispiel sieht man die Konsequenzen der pastoralen und subjekttheoretischen Wende in der Theologie und der Priesterausbildung, welche dazu geführt hat, dass jeder das macht, was er für richtig hält und was am bequemsten für ihn ist....

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