Hilary White, „Cor Orans ist die Totenglocke des Karmels‟ (1 von 2)

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Eine Schwester spricht: „Cor Orans ist die Totenglocke des Karmels‟

Written by  Hilary White

Unter den ersten Teil meiner laufenden Analyse von „Cor Orans‟ schrieb ein Kommentator:

„Wenn der Feind eine Seele nehmen will, versucht er, dass sie das Beten aufgibt.‟

Was aber geschieht, wenn der Feind die Kirche einnehmen will?

Der Vatikan präsentiert eine Wahlmöglichkeit: Die Welt oder Christus.

„Der Prolog (der Regel des Heiligen Benedikt) hat uns diese Wahlmöglichkeiten gegeben, die Welt oder Unsern Herrn, als sich gegenseitig ausschließende Alternativen; wir können nicht neutral bleiben, sondern müssen uns ganz für das eine oder das andere entscheiden.‟  Dom Paul Delatte, OSB, Abt von Solesmes

 

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Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (3 von 4)

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Lustig, falls Sie Autonomie erwähnen: Bioethik und die Auflösung „nicht lebensfähiger“ Klöster

Es ist witzig, dass das Schlagwort des Tages in Rom „Autonomie“ sein sollte. Wie wir sehen werden, ist das Dokument das, was ich oben einen „Hackklotz“ genannt habe. Vultum Dei quaerere machte klar, dass dieser Gesetzestext eine Reihe rechtskräftiger Kriterien bringen würde, durch die ein Kloster als lebensfähig – Ordensleben als wert zu leben gewissermaßen – betrachtet werden kann, und dass jene, die als beim Test „durchgefallen“ betrachtet werden, geschlossen werden.

Beachten Sie die Sprache, die hier verwendet wird:

Wenn die Situation der Unfähigkeit irreversibel ist, ist die Lösung [des Problems], ebenso schmerzhaft wie notwendig, die Auflösung des Klosters.

Dies rief eine Erinnerung in mir wach. „Unfähigkeit“ … wo hatte ich diesen Ausdruck zuvor schon einmal gehört? Die Meisten Anhänger der Pro-Life-Bewegung in Großbritannien werden Ihnen sagen, dass es der Mental Capacity Act” [übersetzt etwa: Denkvermögensgesetz] von 2005 war, das im Britischen Gesetz das Konzept einführte, dass eine Person mit dauerhaft „reduzierter Kapazität“ [des Denkvermögens] legal von den Ärzten verhungert und/oder verdurstet werden lassen kann, damit er stirbt.

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Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (2 von 4)

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Autonomie versus Unabhängigkeit

Eines der Themen, dem sich die Medien verschrieben haben, ist die ganze Geschichte der „Autonomie“ von Klöstern. Viele der Schlagzeilen schrien: „Der Vatikan bestätigt die Autonomie der Nonnen“ oder ähnlich. Aber dieses Wort bedeutet nicht das, was sie meinen. Tatsächlich ist das Wort „Autonomie“ der Schlüssel zum Verständnis dieser ganzen Sache. Es erscheint in dem Dokument 16mal, und „autonom“ 30mal.

Tatsächlich wird „Autonomie“ als das einzige wichtigste Kriterium der Lebensfähigkeit eines Klosters dargestellt. Dies wird so oft wiederholt, dass man beinahe meinen könnte es gebe in Rom Bedenken, dass das „fruchtbare“ nachkonziliare monastische Leben in Gefahr sei, zu verpuffen … mit … Grund …

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Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (1 von 4)

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Wir präsentieren hier den Originaltext von Hilary White in der ausgezeichneten Übersetzung von Eugenie Roth, welche viele Opfer bringen musste, um diesen Text übersetzen zu können. Beten Sie für die beiden.

Ein Aspekt des Charakters von Papst Franziskus, der sowohl von den katholischen als auch den weltlichen Medien noch wenig erforscht scheint, ist seine offensichtliche Verachtung für das kontemplative Ordensleben – eine Facette des katholischen Lebens, die man als das am reinsten religiös von allen Unternehmungen der Kirche beschreiben könnte. Die Welt versteht es nicht oder will es nicht. Daher ist es so etwas wie ein Dorn im Fleisch von Bergoglio, und er hat wiederholt seine Verachtung dafür ausgedrückt. Als er z. B. 2016 ein Dokument über kontemplative Nonnen herausgab, machten sich die Gläubigen auf einen Anschlag gefasst.

Die Art und Weise der Herangehensweise an das kontemplative Leben vom Vatikan des Franziskus ist vermutlich das anschaulichste unserer gesamten Krise. Das Ziel des kontemplativen Lebens ist ein rein übernatürliches. Es hat keinen „Nutzen“ in dem Sinn, den die Bergoglianer – in den Worten ihrer politischen Machenschaften – oder die Welt verstehen könnte. Es gibt vermutlich keinen anderen Ort, wo die Unterschiede zwischen den beiden Programmen – das katholische Programm Christi und das Programm von Bergoglio/Kasper – sich deutlicher unterscheiden.

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Cor orans – die geplante Zerstörung

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Man muss etwas sehr gut kennen, um es zerstören zu können. So weiß man aus der Militärgeschichte, dass es genügte nur einen Bergpass zu besetzen, eine Brücke zu sprengen oder an einer Stelle den Nachschub abzuschneiden, um die Schlacht oder gar den ganzen Krieg zu gewinnen. Kennen Sie sich mit dem Bau von Industrieanlagen aus, so wissen Sie, dass das Anbringen einer einzigen zu kleinen Pumpe oder eines falsch ausgelegten Ventils zur Katastrophe führen wird, weil diese Fehlkonstruktion eine Kettenreaktion freisetzen wird. Um etwas zu zerstören, braucht man aber nicht nur das Know-How, sondern auch die kriminelle Energie oder die Bosheit. Eine jede Fehleranalyse kommt irgendwann einmal an den Punkt, an welchem man annimmt, dass man bewusst und willentlich oder unbewusst und unwillentlich mit einer falschen Prämisse arbeitete. Woran sieht man aber, dass es eine falsche Prämisse war? An den Auswirkungen. Wenn das sozialistische Wirtschaftsmodell überall auf der Welt nach 70 Jahren zusammenbrach, so erfolgte dies deswegen, weil es in seinem Ansatz (kein Privateigentum, Priorität des Kollektivs) falsch war. Reform hin oder her. Wenn die Reformen des Vatikanum II überall auf der Welt zum Zusammenbruch der Kirche führten, dann waren sie falsch. Punkt.

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Vultum Domini und Cor orans werden schon längst umgesetzt oder die kurze Pressesschau

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Während wir unsere Übersetzungen der Analysen von Hilary White zum Thema Zerstörung der kontemplativen Frauenorden vorbereiten, wollen wir kurz unseren eigenen Beitrag zitieren sowie vorstellen, was die anderen dazu schreiben. Im eigenen Beitrag Vultum Domini quaerere oder es geht ums Geld! schreiben wir:

Obwohl Hilary White sehr gründlich und analytisch denkt, sowie keine Angst hat die Konsequenzen der bergolianischen Gesetze zu Ende zu denken, so hat sie doch etwas übersehen, was eigentlich jedem offensichtlich ist, der über ein Mindestmaß an krimineller Energie verfügt.

Warum soll es den kontemplativen Orden an den Kragen gehen?

Weil dies Geld einbringt […]

 

Die kontemplativen Frauenorden: die Klöster sind alt (Antiquitätenmarkt), in guter Lage (Immobilienmarkt), mit Landbesitz (Bauland) und diese „naiven“ Frauen werden sich nicht allzu sehr wehren, wenn man ihnen sagt, dass der „Gehorsam dem Papst und der Kirche gegenüber es verlangt“.

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Heute, am 27. April, beten wir die Bußpsalmen für die Lösung des Bergoglio-Problems und das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten!

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

Ad 4.

Unter „lautem Beten“ verstehen die frühen Rubriken des Offiziums, dass man die Lippen bewegen soll und sich selbst wenigstens hören sollte. Man braucht also nicht zu schreien. Sollte man zusammen mit jemanden beten, so kann man sich bei den Versen, Anrufungen der Litanei und anderen Gebeten abwechseln und während der eine laut betet, betet der andere im Geiste mit bis er an die Reihe kommt. So bestimmen es die Rubriken der alten Ablassgebete und so wird es richtig sein. Man kann sich die Texte ausdrucken oder am Handy beten.

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Kayfabe, Teamplayer und „der gute, alte Benedikt“

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Die jetzige Lage

Am Montag den 12.03.2018 brachte das Portal onepeterfive eine Nachricht, welche dem letzten Benedikt-Fan das Herz brechen wird. Unter Berufung auf mehrere, einander ergänzende Quellen gibt Maike Hickson, die Journalistin des Portals, bekannt, dass es Papa emeritus Benedikt XVI. war, welcher bei einem Mittagessen mit Kardinal Schönborn, während der unseligen Synode über die Familie im Jahre 2015, zusammentraf, um zwischen Schönborn und dem deutschsprachigen Gremium, welches erfolgreich die Kommunion für Ehebrecher pushte und Kardinal Müller, seinem Schüler, zu vermitteln. Kurz und gut: wir verdanken es Benedikt, dass Müller nicht intervenierte und später den Überraschten spielte. Benedikt hat uns also nicht nur den Papa Bergoglio, sondern auch Amoris Laetitia eingebrockt, welche von einem Mann veröffentlich wurde, dem Benedikt, der „Startheologe des Vat. II“, eine „gründliche philosophische und theologische Bildung“ zuerkennt. Nein, Sie sind nicht im falschen Film und dieser Brief ist auch keine Fälschung. Benedikt XVI. hat ihn tatsächlich geschrieben und weist darin selbst auf eine „innere Kontinuität“ zwischen den beiden Pontifikaten hin. Es gibt Benedikt-Fans da draußen, welche alle Argumente ablehnen werden, die gegen ihr Idol gehen, indem sie sagen werden:

  • „Dieser Brief ist nicht echt.“
  • „Man hat ihn gefälscht.“
  • „Der arme Benedikt fürchtet um sein Leben.“
  • „Er steht unter Drogen und weiß nicht, was er sagt.“
  • „Es ist ein göttliches Geheimnis, das wir, kleine Würmer, nicht ergründen können.“

Das stimmt aber alles nicht, denn wenn man den Verstand, eine große Gabe Gottes, einschaltet, dann lautet die konsistente Antwort auf all diese Ungereimtheiten so, dass Benedikt einfach selbst zu der modernistischen, kirchenzerstörerischen Mafia gehört, die Ansichten von Bergoglio teilt und selbst ein guter Teamplayer ist.

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Placuit Deo oder die Vorbereitung der Proskriptionslisten (2 von 3)

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Das dritte Kapitel von Placuit Deo ist ein Füllsel, dies bedeutet es enthält Wahrheiten mit Banalitäten vermischt, um den Leser einzulullen und irgendwie an den Inhalt zu gewöhnen und den kommenden Schlag zu vermindern. Wirklich alle nachkonziliaren Dokumente ab Sacrosanctum Concilium bis Amoris Laetitia haben diese Eigenschaft, dass sie äußerlich rechtgläubig wirken, aber den Worten und theologischen Begriffen eine andere Bedeutung beilegen. Das Lehramt vor Vat. II hat wirklich oft die verwendete Sprache als solche verurteilt (DH 2600, 3886 4871 2814 2876, 2913, 3139, 3140, 3894, 3499, 3879), welche in häretischer Absicht dazu führen sollte zu verwirren und zu verklausulieren oder zu „rahnerisieren“. So lesen wir Breve »Eximiam tuam« an den Erzbischof von Köln, 15. Juni 1857 bei der Verurteilung der Schriften Günthers:

Auch werden Wir nicht mit Schweigen übergehen, daß in den Büchern Günthers die gesunde s p r a c h l i c h e Form aufs schwerste verletzt wird, so als ob man die Worte des Apostels Paulus [2 Tim 1,13] oder jene vergessen dürfte, die Augustinus nachdrücklich zu bedenken gab: »Uns ist es heilige Pflicht, nach einer bestimmten Maßgabe zu reden, damit die Willkür bei den Worten nicht auch in Bezug auf die Sachen, die durch diese bezeichnet werden, eine gottlose Meinung erzeuge«. (DH 2831)

Aber die Meister der sprachlichen Verwirrung nach dem Motto: nach links blinken und nach rechts abbiegen waren natürlich die Modernisten, deren Ansatz in der Enzyklika Humani generis (1950) von Pius XII. verurteilt wurde. Die Unterstreichung stammt von Dem Schreiber Dieser Zeilen.

Was aber die Theologie betrifft, so ist es die Absicht mancher, die Bedeutung des Dogmas möglichst auszudünnen und das Dogma selbst von der in der Kirche seit langem gebräuchlichen Ausdrucksweise und von den bei den katholischen Lehrern geltenden philosophischen Begriffen frei zu machen, damit in der Darlegung der katholischen Lehre zur Redeweise der Heiligen Schrift und der heiligen Väter zurückgekehrt werde.

Sie hegen die Hoffnung, daß das Dogma, der Elemente entkleidet, die nach ihren Worten der göttlichen Offenbarung fremd sind, fruchtbar mit den Lehrmeinungen derer verglichen werden könne, die von der Einheit der Kirche getrennt sind, und daß man auf diesem Wege Schritt für Schritt zu einer gegenseitigen Angleichung des katholischen Dogmas und der Ansichten der Andersgläubigen gelangen könne. (DH 3881)

Außerdem behaupten sie, wenn die katholische Lehre in diese Verfassung gebracht sei, dann werde ein Weg geebnet, auf dem man den heutigen Erfordernissen Rechnung tragen und das Dogma auch in den Begriffen der heutigen Philosophie ausdrücken könne, sei es des »Immanentismus«, des »Idealismus«, des »Existentialismus« oder einer anderen Lehre. Manche behaupten noch kühner, dies könne und müsse auch deshalb geschehen, weil die Geheimnisse des Glaubens niemals – wie sie erklären – mit wahren Begriffen angemessen bezeichnet werden könnten, sondern nur mit sogenannten »approximativen« und immer veränderlichen Begriffen, durch die die Wahrheit zwar bis zu einem bestimmten Grade angezeigt, aber notwendigerweise auch umgestaltet werde. Deswegen, meinen sie, sei es nicht abwegig, sondern ganz und gar notwendig, daß die Theologie angesichts der verschiedenen Philosophien, deren sie sich im Laufe der Zeiten als ihrer Werkzeuge bedient, alte Begriffe durch neue ersetze, so daß sie zwar auf verschiedene und sogar in gewisser Hinsicht entgegengesetzte Weisen, die jedoch – wie sie sagen – dasselbe bedeuten, dieselben göttlichen Wahrheiten auf menschliche Weise wiedergebe. Sie fügen hinzu, daß auch die Geschichte der Dogmen in der Wiedergabe verschiedener und aufeinander folgender Gestalten bestehe, in die sich die geoffenbarte Wahrheit gehüllt habe, gemäß den verschiedenen Lehren und Auffassungen, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden seien. (DH 3882)

Aus dem, was Wir sagten, wird aber deutlich, daß derartige Bemühungen nicht nur zu einem sogenannten dogmatischen »Relativismus« führen, sondern diesen schon tatsächlich zum Inhalt haben; und zwar fördert diesen die Verachtung der allgemein überlieferten Lehre und jener Ausdrücke, mit denen diese bezeichnet wird, mehr als genug.

Freilich gibt es niemanden, der nicht sähe, daß die Ausdrücke für derartige Begriffe, die sowohl in den Schulen als auch vom Lehramt der Kirche selbst verwendet werden, vervollkommnet und verfeinert werden könnten; und außerdem ist es bekannt, daß die Kirche bei der Verwendung derselben Ausdrücke nicht immer beständig war. Es ist auch klar, daß sich die Kirche nicht an jedes beliebige philosophische System binden kann, das nur eine kurze Zeitspanne Bedeutung hat: das aber, was in gemeinsamer Übereinstimmung von den katholischen Lehrern durch mehrere Jahrhunderte hindurch verfaßt worden ist, um zu einem Verständnis des Dogmas zu gelangen, stützt sich zweifellos nicht auf eine so hinfällige Grundlage.

Es stützt sich nämlich auf die Prinzipien und Begriffe, die aus der wahren Erkenntnis der geschaffenen Dinge abgeleitet wurden; und zwar leuchtete durch die Kirche bei der Ableitung dieser Erkenntnisse dem menschlichen Geist die von Gott geoffenbarte Wahrheit wie ein Stern. Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß einige derartige Begriffe von den ökumenischen Konzilien nicht nur verwendet, sondern auch festgelegt wurden, so daß es nicht erlaubt ist, von ihnen abzuweichen.…

Die Verachtung der Ausdrücke und Begriffe aber, deren sich die scholastischen Theologen zu bedienen pflegen, führt von selbst zur Schwächung der sogenannten spekulativen Theologie, die ihrer Auffassung nach, da sie sich auf eine theologische Argumentation stütze, der echten Sicherheit entbehre.… (DH 3883)

In dem o.a. Zitat aus Humani generis finden Sie mehr theologische Inhalte als im Schrifttum des nachkonziliaren Lehramtes der letzten 10 Jahre. Sie müssen DSDZ aufs Wort glauben, wenn er sagt, dass bei der Lektüre der rechtgläubigen vorkonziliaren Theologie, in welcher Sprache auch immer, man mit präzisen Termini und einer präzisen Gedankenführung zu tun hat. Aber wir sind seit langem dermaßen daran gewöhnt, dass die Sprache der Theologie einem ungefähren, klebrigen, süßlich-emotionalen Irgendwas ähnelt, das weder Stringenz, noch Konsistenz oder Bedeutung hat, dass man sich irgendwie mulmig fühlt, ohne genau zu wissen, wo man sich vergiftet hat. Das Problem liegt einfach darin, dass wir keine katholischen also vorkonziliaren Texte kennen, da es sehr wenige vorkonziliar-katholisch denkende und schreibende Theologen gibt. Während aber Humani generis die Umkehrung der theologischen Wortbedeutungen anprangert, ist Placuit Deo dermaßen von theologischer Bedeutung frei, dass man wirklich nicht sein Pulver daran verschießen sollte. Es ist ein Rettet-die-Wale-Blah-Blah-Blah, wie halt unter Franziskus. Man weiß wirklich nicht, worüber man sich mehr in diesem dritten Kapitel wundern sollte: über dessen Banalität oder Horizontalismus, denn er handelt nur vom Diesseits mit Gott gleichsam als Sahneklecks. Ja, wir gehen ein. Es ist noch dürftiger als unter Johannes Paul II, noch dürftiger als bei Benedikt, wir sind bei Bergoglio angelangt. Diese intellektuelle Dürftigkeit der u.a. Zeilen ist wahrscheinlich, wie Ann Barnhardt und nicht nur diese vermutet der (homo-)sexuellen Aktivität ihrer Macher geschuldet, denn nichts zerstört sosehr den Intellekt und die übernatürliche Sicht der Dinge wie die Sünde der Unkeuschheit (luxuria).

III. Die menschliche Sehnsucht nach Heil

  1. Der Mensch erfährt sich direkt oder indirekt als ein Rätsel: Wer bin ich, der ich lebe, aber das Prinzip meines Daseins nicht in mir habe? [Alter existentialistischer Hut] Jede Person sucht auf ihre Weise das Glück und strebt danach, es durch den Einsatz der ihr zur Verfügung stehenden Mittel zu erlangen. Diese allgemeine Sehnsucht kommt aber nicht notwendig zur Sprache oder zum Ausdruck. [So?] Sie ist viel geheimer und verborgener, als es scheinen mag, sie zeigt sich vor allem in Situationen der Not. Sehr oft deckt sie sich mit der Hoffnung auf körperliche Gesundheit. Manchmal nimmt sie die Form der Sorge um größeren wirtschaftlichen Wohlstand an. Häufig zeigt sie sich im Wunsch nach innerem Frieden und unbeschwertem Zusammenleben mit dem Nächsten. Das Streben nach Heil zeigt sich als Mühen um ein höheres Gut, trägt aber immer wieder auch das Merkmal des Widerstands und der Überwindung des Schmerzes an sich. Zum Kampf um die Erlangung des Guten kommt das Mühen um Schutz vor dem Bösen: vor Unwissenheit und Irrtum, vor Gebrechlichkeit und Schwäche, vor Krankheit und Tod. [Das ist ein reiner Naturalismus und Horizontalismus]

  1. Im Blick auf diese Sehnsucht lehrt uns der Glaube an Christus, der jeden Anspruch auf Selbstverwirklichung zurückweist [Wer denn? Christus oder der Glaube? Stimmt aber nicht, denn sagt, dass es seine Speise ist den Willen des Vaters zu tun (Joh 4,34), seine Mission also seiner Natur entspricht und ebenso entspricht der Glaube der Natur des Menschen, der nach Gottes Bild und Abbild geschaffen wurde], dass sie ganz nur dann in Erfüllung gehen kann, wenn Gott selbst dies möglich macht und uns an sich zieht. Das wahre Heil des Menschen besteht nicht in Dingen, die er von sich aus erlangen könnte, wie etwa in Besitz oder materiellem Wohlstand, in Wissenschaft oder Technik, Macht oder Einfluss auf andere, gutem Ruf oder Selbstgefälligkeit.[1] Nichts Geschaffenes kann den Menschen ganz erfüllen, weil Gott uns zur Gemeinschaft mit ihm bestimmt hat und unser Herz ruhelos ist bis es ruht in ihm.[2]«In Wahrheit gibt es nur eine letzte Berufung des Menschen, die göttliche».[3] [Stimmt, aber nur wenn man die differentia specifica oder differentia ontologica berücksichtig. D.h. den Unterschied zwischen Gott als der Übernatur und dem Menschen und der Natur. Sonst kommt man zum gnostischen Schluss, dass der Mensch von sich aus göttlich ist.] Die Offenbarung beschränkt sich darum nicht darauf, das Heil als Antwort auf unsere jeweiligen Erwartungen zu verkünden. «Wenn die Erlösung nach den existentiellen Bedürfnissen der Menschen beurteilt oder gemessen werden müsste, wie könnte man dann den Verdacht zurückweisen, einfach einen Erlösergott geschaffen zu haben, der nach dem Bild unserer Bedürfnisse gemacht ist?».[4][Banaler Abklatsch Feuerbachs These, wonach sich der Mensch seinen Gott selbst schafft]

  2. Darüber hinaus muss bekräftigt werden, dass sich der Ursprung des Bösen [des personenhaften oder des metaphorisch-abstrakten Bösen?] nach dem biblischen [nicht katholischen?] Glauben nicht in der materiellen, körperlichen Welt findet, die als Begrenzung oder Gefängnis erfahren würde, woraus wir gerettet werden müssten. Der Glaube verkündet im Gegenteil, dass die ganze Welt gut ist, weil sie von Gott erschaffen wurde (vgl. Gen 1,31; Weish 1,13-14; 1Tim 4,4), und dass das Böse, das dem Menschen am meisten schadet, aus seinem Herzen kommt [und woher hat er es im Herzen, vom Dämon natürlich, der hier verschwiegen wird] (vgl. Mt 15,18-19; Gen 3,1-19). Durch die Sünde hat der Mensch die Quelle der Liebe verlassen. So verliert er sich in Scheinformen der Liebe, die ihn immer mehr in sich selbst verschließen. Diese Trennung von Gott – von dem, der die Quelle der Gemeinschaft [Gott des Kollektivismus?] und des Lebens ist – zerstört die Harmonie unter den Menschen sowie zwischen den Menschen und der Welt und führt zur Herrschaft der Zerrissenheit und des Todes [völliger Horizontalismus] (vgl. Röm 5,12). Das Heil, das der Glaube uns verkündet, betrifft deshalb nicht nur unser Inneres, sondern unser ganzes Menschsein [also Sex, das Kollektiv und wohl die Wale]. Die ganze Person, Leib und Seele, ist nämlich durch die Liebe Gottes nach seinem Bild und Gleichnis erschaffen, und sie ist berufen, in Gemeinschaft mit ihm zu leben. [da aber nach dem Tod nur die Seele bleibt, die in Ewigkeit gepeinigt werden kann, so ist es besser sich auf sie zu konzentrieren]

[1] Vgl. Thomas von aquin, Summa theologiae, I-II, q. 2.

[2] Vgl. Augustinus, Bekenntnisse, I, 1: Corpus Christianorum, 27,1.

[3] II. Ökumenisches Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 22.

[4] Internationale Theologische Kommission, Gott der Erlöser. Zu einigen ausgewählten Fragen, 1995, Nr. 2.

Sie reiben es uns unter die Nase oder da kommt was….

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Hilary White und andere Quellen informieren über eine Pressekonferenz am 1.03.2018 im Vatikan, welche mit der Vorstellung einer neuen päpstlichen Enzyklika Placuit Deo (Es gefiehl Gott) verbunden sein wird. Ja, ja, wir ahnen Schlimmes („Jorge mir graut vor Dir!“) und nicht nur wir.

Was kann es sein?

  1. Eine Abschaffung der Existenz Gottes in einem ex cathedra Urteil?
  2. Treueeid auf die Person Bergoglios?
  3. Die neue „ökumenische Messe“?

Das wahrscheinlichste ist 2., danach 3., die Zeit ist noch nicht für 1. reif, außerdem kann er das als Antipapst nicht tun. Der Schreiber dieser Zeilen (DSDZ) hat schon öfters beobachtet, dass seine abstrusesten Ideen und Vermutungen wirklich haarscharf die Realität treffen, sodass sich manche Leute fragen, ob er nicht über Insiderinformationen oder über übernatürliche Fähigkeiten verfügt. Nein, er hat nur eine rege Phantasie, die manchmal sehr real wird. Dieser Beitrag wird am 1.03.2018 um 11:15 geschreiben und um 12:39 beendet, sodass wir noch nicht wissen, das Schlimmes in Placuit Deo steht und schlimm wird es sicherlich sein.

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