Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Pfingstsonntag

Evangeliumstext des Pfingstsonntags

Joh 14, 23 – 31 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Wer mich liebt, bewahrt mein Wort; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Wer mich nicht liebt, bewahrt meine Worte nicht. Und doch stammt das Wort, das ihr vernehmt, nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Dies habe ich euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird auch alles lehren und euch an alles erinnern,was ich euch gesagt habe. Den Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz bange nicht und zage nicht! Ihr habt ja gehört, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Nun habe ich es euch gesagt, ehe es eintritt, damit ihr glaubt, wenn es eintritt. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt. Über mich vermag er nichts; aber die Welt soll erkennen, daß ich den Vater liebe und so handle, wie der Vater mir aufgetragen hat.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papste Gregor: Wir möchten, Geliebteste, die Worte des verlesenen Evangeliums in Kürze durchnehmen, um nachher länger bei der Betrachtung einer solchen Festlichkeit verweilen zu können. Heute ist nehmlich der Heilige Geist unter einem plötzlichen Geräuch auf die Jünger gekommen und hat die Gemüter der fleischlich Veranlagten umgewandelt, daß sie von seiner Liebe erfüllt wurden und durch die äußerlich sichtbaren Zungen wurden die Herzen glühend gemacht; denn während sie bei der Erscheinung des Feuers ein göttliches Wesen in sich aufnahmen, sind sie in lieblicher Weise in der Liebe aufgelodert. Denn der Heilige Geist ist selbst die Liebe; daher sagt ja auch der heilige Johannes: „Gott ist die Liebe“. Denn es könnte niemand die Liebe zu Gott haben, wenn er nicht denjenigen hätte, den er liebt.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengesang von dem Heil. Geiste

Komm‘ zu uns, o heiliger Geist, sende uns vom Himmel her deines Lichtes heil’gen Strahl!

Komm‘, der Armen Vater Du, komm‘, der Himmelsgaben Quell, komm‘, der Menschen-Herzen Licht!

Bester Tröster, komm‘ zu uns, Du der Seelen süßer Gast, und Erquickung unserm Geist!

Ruhe bei des Lebens Müh’n, Labsal in dem heißen Kampf, wenn wir weinen, unser Trost!

Wonnevolles sel’ges Licht, ganz sey deiner Gläub’gen Herz, ganz von deinem Strahl erfüllt!

Nichts ist in des Menschen Brust, nichts von Güte und von Werth, wenn er deiner Gnade entbehrt.

Rein’ge Du, was unrein ist, und das Dürre feuchte an, und das Wunde heile Du!

Beuge, was noch widerstrebt, das Erkaltete entflamm‘, das Verirrte bring zurück!

Schenke deiner frommen Schaar, die auf Dich vertraut und hofft, deine siebenfält’ge Gab‘!

Gib zum frommen Leben Kraft, in der Todesstunde Trost, dort das Heil, das nie vergeht!

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Sonntag nach Christi Himmelfahrt

Evangelium des Sonntags nach Christi Himmelfahrt

Joh 15, 26 -27;16, 1 – 4 Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird er Zeugnis von mir geben. Und auch ihr sollt Zeugenis geben, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Dies habe ich euch gesagt, damit ihr nicht Anstoß nehmt. Man wird euch aus den Synagogen stoßen; ja es kommt die Stunde, da jeder, der euch tötet, Gott einen Dienst zu erweisen glaubt. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Ich habe euch das gesagt, damit ihr, wenn jene Stunde kommt, daran denket, daß ich es euch vorhergesagt habe. Anfangs habe ich euch nichts davon gesagt, weil ich bei euch war.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus: Der Herr Jesus hat in der Ansprache, die er seinen Jüngern nach dem Abendmahl, unmittelbar vor seinem leidensvollen Tode, als er sich anschickte, wegzugehen, und sie bezüglich der leiblichen Gegenwart zu verlassen, aber mit allen Seinigen bis zum Ende der Welt in geistiger Gegenwart zusammen zu sein, gehalten hat, sie ermahnt, die Verfolgungen seitens der Glaubensfeinde zu ertragen, die er mit dem Worte „Welt“ benannte; und doch sagte er, daß er „aus dieser Welt seine Jünger auserwählt habe“, damit sie wüßten, daß sie auf Grund der Gnade Gottes das seien, was sie sind, auf Grund eigener Fehler aber das gewesen seinen, was sie waren.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Allmächtiger, ewiger Gott! verleih‘, daß wir alle Zeit einen geneigten Willen haben, deine Gebote zu vollziehen, und deiner Majestät mit aufrichtigem Herzen zu dienen. Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Fünfter Sonntag nach Ostern

Evangelium des fünften Sonntags nach Ostern

Joh 16, 23 – 30An jenem Tage werdet ihr mich nichts mehr fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, so wird er es euch geben. Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr empfangen, und eure Freude wird vollkommen sein. Dies habe ich in Bildern zu euch geredet. Es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildern zu euch reden, sondern offen euch vom Vater Kunde geben werde. An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch, dass ich dann den Vater nicht mehr für euch bitten brauche. Denn der Vater liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“ Da sprachen seine Jünger: „Siehe, jetzt redest du offen und sprichst nicht mehr in Bildern. Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und niemand dich erst zu fragen braucht. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.“

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus:

Es sind nur die Worte des Herrn zu behandeln: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bitten werdet, wird er es euch geben.“ Es ist schon in den vorhergehenden Teilen dieser Ansprache des Herrn gesagt worden, um derentwillen, die manches vom Vater im Namen Christi erbitten und es nicht erhalten, daß nichts im Namen des Heilands erbeten wird, was gegen das Wesen der Seligkeit erbeten wird. Denn man darf es nicht so auffassen, daß er den aus Buchstaben und Silben bestehenden Laut, sondern was der Laut bedeutet und was bei diesen Laut richtig und der Wahrheit entsprechend verstanden wird, bezeichnet, wenn er sagt: „In meinem Namen“.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott, von dem alles Gute herkömmt; verleih unsern demüthigen Bitten, daß wir deinen Einsprechungen gemäß recht denken und unter deiner Leitung auch recht handeln! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Vierter Sonntag nach Ostern

Evangelium des vierten Sonntags nach Ostern

Joh 16, 5 – 14Nun gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? Sondern weil ich euch das gesagt habe, ist euer Herz voll Traurigkeit. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe. Denn wenn ich nicht hingehe, kommt der Beistand nicht zu euch; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt zum Bewusstsein bringen, dass es eine Sünde gibt, eine Gerechtigkeit und ein Gericht: eine Sünde, weil sie an mich nicht glaubt; eine Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; ein Gericht, weil der Fürst dieser Welt schon gerichtet ist. Noch vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit einführen. Denn er wird nicht aus sich reden, sondern was er hört, wird er reden, und was zukünftig ist, euch verkünden. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem Meinigen nehmen und es euch verkünden.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus:

Da der Herr Jesus seinen Jüngern Verfolgungen vorausgesagt hatte, die sie nach seinem Weggang dulden würden, fügte er etwas an und sagte: „Das habe ich euch am Anfang nicht gesagt, weil ich bei euch war; jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat.“ Hier ist zunächst nachzusehen,ob er ihnen die zukünftigen Leiden nicht schon früher vorausgesagt hat. Doch die anderen drei Evanglisten zeigen deutlich genug, daß er ihnen dies vorausgesagt hat, bevor man zum Abendmahl gekommen war; und nach Beendigung desselben hat er gemäß Johannes die Worte gesprochen, in denen er sagte: „Das habe ich euch von Anfang an nicht gesagt, weil ich bei euch war.“

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott! Der Du machest, daß dein Volk nur Eines Sinnes und Herzens wird; laß dasselbe deine Gebote lieben und nach deinen Verheißungen trachten, damit unsere Herzen dort eine bleibende Stätte finden, wo wahre Freude wohnt! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Dritter Sonntag nach Ostern

Evangelium des dritten Sonntags nach Ostern

Joh 16, 16 – 22Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr; und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder [, denn ich gehe zum Vater].“ Da sagten einige seiner Jünger zueinander: „Was will er uns damit sagen: Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr; und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder? Und: Ich gehe zum Vater?“ Sie sagten also: „Was meint er mit den Worten: Noch eine kleine Weile? Wir verstehen nicht, was er sagt.“ Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: „Darüber fragt ihr einander, dass ich gesagt habe: Noch eine kleine Weile, und ihr seht mich nicht mehr, und wiederum eine kleine Weile, und ihr seht mich wieder. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Trauer wird sich in Freude verwandeln. Wenn eine Frau gebiert, hat sie Trauer, weil ihre Stunde gekommen ist; hat sie aber das Kind geboren, so gedenkt sie nicht mehr der Not, aus Freude darüber, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. So habt auch ihr jetzt Trauer; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude wird niemand von euch nehmen.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus:

Eine kleine Weile ist die ganze Dauer, in der die gegenwärtige Zeit verläuft. Deshalb sagt derselbe Evangelist in seinem Briefe: „Es ist die letzte Stunde da“. Deshalb hat er nämlich hinzugefügt: „Denn ich gehe zum Vater,“ was auf den ersten Satz zu beziehen ist, wo er sagt: „Noch eine kleine Weile, und ihr werdet mich nicht mehr sehen,“ nicht auf den zweiten: „Wiederum eine kleine Weile und ihr werdet mich wieder sehen.“ Durch den Gang zum Vater nämlich wollte er bewirken, daß sie ihn nicht mehr sehen. Und darum ist dies nicht deshalb gesagt, weil er sterben wollte und weil er bis zur Auferstehung aus ihrem Anblick verschwinden sollte, sondern weil er zum Vater gehen wollte, was er getan hat, nachdem er auferstanden war und als er nach einem vierzigtägigen Verkehr unter ihnen in den Himmel aufstieg.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Gott! der Du denjenigen, die von dem Wege der Tugend abgewichen sind, das Licht deiner Wahrheit hast leuchten lassen; verleih allen denen, die sich zum Christentum bekennen, die Gnade, daß sie das, was deinem heiligen Namen entgegen ist, verabscheuen, und nach dem streben, was ein so heiliges Bekenntniß von ihnen fordert.

Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Zweiter Sonntag nach Ostern

Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern

Joh 10, 11 – 16 Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht, und der Wolf fällt die Schafe an und versprengt sie. Der Mietling flieht, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne. Ich gebe mein Leben für meine Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstall sind. Auch sie muss ich herbeiführen; sie werden auf meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirt sein.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papst Gregor:

Ihr habt, geliebteste Brüder, gehört aus der Lesung des Evangeliums, was ihr zu lernen habt; ihr habt auch gehört, in welch gefahrvoller Lage wir sind. Derjenige nämlich, der nicht infolge einer zufälligen Zugabe, sondern auf Grund seines Wesens gut ist, sagt: „Ich bin der gute Hirt“. Und er fügt die Art der Güte, die wir nachzuahmen haben, hinzu indem er sagt: „Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe hin“. Er hat das getan, wozu er auffordert; er hat (durch die Tat) gezeigt, was er geboten hat. Der gute Hirt hat für seine Schafe sein Leben hingegeben, um zu unserem Heiligungsmittel seinen Leib und sein Blut zu bestimmen und die Schafe, die er zurückerkauft hatte, mit seinem Fleische zu speisen.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott, der Du durch die Erniedrigung deines Sohnes die gefallenen Menschen wieder aufgerichtet hast; verleih deinen Gläubigen eine immerwährende Fröhlichkeit, damit diejenigen, welche Du dem ewigen Tode entrissen hast, durch deine Gnade die ewigen Freuden genießen. Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Ostersonntag

Evangelium des Heiligen Ostersonntages

Mk 16, 1 – 7 Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome würzige Kräuter, um hinzugehen und ihn zu salben. In der Morgenfrühe des ersten Wochentages, als die Sonne eben aufging, kamen sie zum Grabe. Sie sprachen zueinander: „Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?“ Als sie hinblickten, sahen sie, daß der Stein schon weggewälzt war. Er war nämlich sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen zur Rechten einen Jüngling in weißem Gewande sitzen, und sie erschraken. Er aber sprach zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht hier die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Geht nun hin und meldet seinen Jüngern, zumal dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.“

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Gregor: Ihr habt gehört, geliebteste Brüder, daß die heiligen Frauen, die dem Herrn gefolgt waren, mit Wohlgerüchen zum Grabe kamen und ihm, dem sie, so lange er lebte, in Liebe zugetan gewesen, auch, wo er tot war, in freundschaftlicher Absicht Dienste erweisen. Aber was sie getan, deutet etwas an, was in der heiligen Kirche zu geschehen hat. Wir müssen nämlich das, was sich ereignet hat, in der Weise hören, daß wir auch überlegen, was wir in Nachahmung desselben zu tun haben. Und so kommen wir, die wir an den Toten glauben, dann,  wenn wir mit Wohlgeruch der Tugend umduftet, mit dem Rufe des Eifers in guten Werken den Herrn suchen, ganz gewiß mit duftenden Salben an sein Grab. Solchen Frauen aber, die mit duftenden Salben kamen, sind Engel sichtbar geworden, weil eben jene Seelen die himmlischen Bürger zu schauen bekommen, die mit dem Wohlgeruch der Tugenden in heiliger Sehnsucht an den Herrn herantreten.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott! der Du durch deinen Sohn uns den Eingang in den Himmel, aufgeschlossen hast; nimm gnädig an unsern Danr“ für deine Barmherzigkeit und gib, daß wir unsere guten Vorsätze getreu halten, damit wir, gespeiset durch das heiligste Osterlamm, zu einem frommen Leben in Christo auferstehen und einst in die ewige Seligkeit eingehen mögen, durch Christus, unsern Erlöser. Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Palmsonntag

Evangelium des Passionssonntags

Oder 5. Sonntags in der Fastenzeit.

Joh 8, 46 – 59… Wer von euch kann mich einer Sünde überführen? Wenn ich [euch] die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, hört auf Gottes Wort; ihr hört nicht darauf, weil ihr nicht aus Gott seid.“ Da entgegneten die Juden: „Sagen wir nicht mit Recht, du bist ein Samariter und hast einen bösen Geist?“ Jesus erwiderte: „Ich habe keinen bösen Geist; ich ehre meinen Vater, ihr dagegen entehrt mich. Ich bin aber nicht auf meine Ehre bedacht; es ist einer, der auf sie bedacht ist und Gericht hält. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod in Ewigkeit nicht schauen.“ Da sprachen die Juden zu ihm: „Nun erkennen wir, dass du einen bösen Geist hast; Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod nicht kosten in Ewigkeit. Bist du etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Auch die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?“ Jesus entgegnete: „Wollte ich mich selbst ehren, so wäre meine Ehre nichts. Aber mein Vater ist es, der mich ehrt. Ihr nennt ihn euren Gott, und doch kennt ihr ihn nicht. Ich aber kenne ihn; wollte ich sagen, ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner, gleichwie ihr. Aber ich kenne ihn und bewahre sein Wort. Abraham, euer Vater, frohlockte, dass er meinen Tag sehen sollte. Er sah in und freute sich.“ Da sagten die Juden zu ihm: „Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben?“ Jesus antwortete ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich.“ Da hoben sie Steine auf, um nach ihm zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging hinweg aus dem Tempel.

Predigtext des Kirchenvaters

 

  1. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet zum Passionssonntag

Wir bitten Dich, allmächtiger Gott! sieh gnädig auf deine Familie, damit durch deine Fürsorge ihre irdische Wohlfahrt befördert, und durch deine Bewahrung ihr geistliches Leben beschützt werde! Amen.

Evangelium des Palmsonntags

Oder 2. Sonntags in der Passionszeit

Mt 21, 1 – 9 Als sie in die Nähe von Jerusalem nach Bethphage am Ölberge kamen, entsandte Jesus zwei Jünger mit dem Auftrag: „Geht in den Flecken, der vor euch liegt. Alsbald werdet ihr eine Eselin angebunden finden mit ihrem Füllen; bindet sie los und bringt sie zu mir. Wenn euch jemand irgendwie zur Rede stellt, so sagt: Der Herr bedarf ihrer. Sogleich wird er sie freigeben.“ Dadurch sollte sich das Wort des Propheten erfüllen:Sagt der Tochter Sion: Siehe, dein König kommt zu dir voll Sanftmut. Er sitzt auf einem Esel, auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttieres.“

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Ambrosius. Es hat einen schönen Sinn, dass der Herr, nachdem er die Juden abgewiesen hatt, nun, um in den Gemütern der Nichtjuden Wohnung zu nehmen, in den Tempel hinausstieg. Der Tempel ist nämlich im wahren Sinne ein solcher, in dem der Herr nicht gemäß den Buchstaben, sondern in der rechten Weise angebetet wird. Der Tempel ist ein Gottestempel, den die Reihe der Glaubenswahrheiten, nicht der steinerne Aufbau begründet. Es werden also verlassen diejenigen, die Hass gezeigt, haben; es werden erwählt diejenigen, die Liebe zeigen sollten. Und deshalb kommt er zum Ölberg, um die Pflanzung frischer Ölbäumchen auf der Höhe der Tugend anzuzeigen, deren Mutter das Jerusalem, ist, das droben ist. Auf diesem Berge ist jeder himmlische Landmann tätig, auf dass alle im Hause Gottes Eiungepflanzten, Mann für Mann sagen können: Ich bin gleich einem Ölbaum, der reiche Früchte trägt im Haus des Herrn.

 

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet zum Palmsonntag

Allmächtiger, ewiger Gott! der Du für’s Menschengeschlecht, daß es nachahme dem Muster der Demuth, unsern Erlöser hast Mensch werden und dem Kreuze sich unterziehen lassen: verleihe gnädig, daß wir die Beweise seiner Geduld vor Augen zu haben, an seiner Auferstehung Antheil zu erhalten verdienen! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Passionssonntag

Evangelium des Passionssonntags

Oder 5. Sonntags in der Fastenzeit.

Joh 8, 46 – 59… Wer von euch kann mich einer Sünde überführen? Wenn ich [euch] die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, hört auf Gottes Wort; ihr hört nicht darauf, weil ihr nicht aus Gott seid.“ Da entgegneten die Juden: „Sagen wir nicht mit Recht, du bist ein Samariter und hast einen bösen Geist?“ Jesus erwiderte: „Ich habe keinen bösen Geist; ich ehre meinen Vater, ihr dagegen entehrt mich. Ich bin aber nicht auf meine Ehre bedacht; es ist einer, der auf sie bedacht ist und Gericht hält. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod in Ewigkeit nicht schauen.“ Da sprachen die Juden zu ihm: „Nun erkennen wir, dass du einen bösen Geist hast; Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod nicht kosten in Ewigkeit. Bist du etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Auch die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?“ Jesus entgegnete: „Wollte ich mich selbst ehren, so wäre meine Ehre nichts. Aber mein Vater ist es, der mich ehrt. Ihr nennt ihn euren Gott, und doch kennt ihr ihn nicht. Ich aber kenne ihn; wollte ich sagen, ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner, gleichwie ihr. Aber ich kenne ihn und bewahre sein Wort. Abraham, euer Vater, frohlockte, dass er meinen Tag sehen sollte. Er sah in und freute sich.“ Da sagten die Juden zu ihm: „Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben?“ Jesus antwortete ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich.“ Da hoben sie Steine auf, um nach ihm zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging hinweg aus dem Tempel.

Predigtext des Kirchenvaters

 

Auslegung vom heiligen Papst Gregor. Gebet acht, geliebteste Brüder, auf die Gottes eigene Sanftmut. Er war gekommen, um uns die Sünden abzunehmen, und er sagte: Wer von euch kann mich einer Sünde beschuldigen? Er hält es nicht für unter seiner Würde stehend, durch Vernunftsgründe nachzuweisen, dass er kein Sünder sei, er, der auf Grund göttlicher Kraft die Sünde begnadigen konnte. Aber gar schreckend ist das, was angefügt wird: „Wer zu Gott gehört, der hört auf das Wort Gottes; darum hört ihr nicht, weil ihr nicht zu Gott gehört“. Wenn nämlich derjenige, der zu Gott gehört, auf Gottes Wort achtet, um auf dessen Wort derjenige nicht achten kann, der nicht zu ihm gehört, muss sich jeder fregan, ob er Gottes Wort im Herzen festhält; und dann wird er erkennen, zu wem er gehört. Nach dem himmlischen Vaterland zu verlangen gebietet er, der die Wahrheit selbst ist, die Neigungen des Fleisches niederzudrücken, der weltlichen Pracht auszuweichen, fremdes Gut nicht zu begehren, das Eigendum zum verschenken.

 

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet zum Passionssonntag

Wir bitten Dich, allmächtiger Gott! sieh gnädig auf deine Familie, damit durch deine Fürsorge ihre irdische Wohlfahrt befördert, und durch deine Bewahrung ihr geistliches Leben beschützt werde! Amen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Vierter Fastensonntag

Evangelium des vierten Sonntags in der Fastenzeit

Joh 6, 1 – 15 Jesus fuhr über den Galiläischen See, den See von Tiberias. Eine große Volksmenge folgte ihm, weil sie die Wunder sah, die er an den Kranken wirkte. Da stieg Jesus auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Ostern, das Fest der Juden, war nahe. Als nun Jesus die Augen erhob und die herbeigeströmte Volksmenge überblickte, sprach er zu Philippus: „Woher sollen wir Brot kaufen, daß die Leute essen können?“ – Das sagte er, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er wußte, was er tun wollte. – Philippus antwortete ihm: „Für zweihundert Denare Brot reicht nicht für sie, selbst wenn jeder auch nur ein wenig erhalten soll.“ Einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: „Hier ist ein Knabe, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Allein was ist das für so viele?“ Jesus sprach: „Laßt die Leute sich lagern.“ Es war nämlich viel Gras an der Stelle. So lagerten sich denn die Männer, etwa fünftausend an der Zahl. Jesus nahm nun die Brote, dankte und ließ sie an alle austeilen, die sich gelagert hatten; ebenso auch die Fische, soviel sie davon wollten. Als sie gesättigt waren, sprach er zu seinen Jüngern: „Sammelt die übriggebliebenen Stücklein, damit sie nicht verderben.“ Da sammelten sie von den fünf Gerstenbroten zwölf Körbe voll Stücklein, die beim Essen übriggeblieben waren. Als die Leute das Wunder sahen, das Jesus gewirkt hatte, sprachen sie: „Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll.“ Da Jesus erkannte, daß sie kommen und ihn mit Gewalt zum König machen wollten, zog er sich wieder ganz allein auf den Berg zurück.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Augustinus: Die Wunder, die unser Herr Jesus Christus gewirkt hat, sind gewiss Werke göttlicher Kraft, und sie mahnen unseren Geist dazu, Gott aus den sichtbaren Werken kennen zu lernen. Weil er eben nicht ein solches Wesen ist, das mit körperlichen Augen geschaut werden kann; und weil seine staunenswerte Tätigkeit, mit der er die ganze Welt lenkt und die ganze Natur versorgt, infolge der Ständigkeit wenig beachtet wird, so dass beinahe niemand sich herablässt, auf die wunderbaren und staunenswerten Werke Gottes in jedem Samenkörnlein zu achten, hat er sich gemäß seiner Barmherzigkeit einiges vorbehalten, was er zu gelegener Zeit außerhalb des gewohnten Laufes und außerhalb der Ordnung der Natur wirkt, damit beim Schauen von nicht größeren, aber ungewohnten Dingen diejenigen zum Staunen kämen, denen das Alltägliche minderwertig geworden war.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet zum vierten Sonntag in der Fastenzeit

Verleihe, wir bitten Dich, allmächtiger Gott, daß wir, die wir aus eigenem Verschulden für unsere Handlungen gezüchtiget werden, durch den Trost deiner Gnade Erleichterung finden. Amen.