Tradition und Glauben

Ann Barnhardt: Das bergoglianische Antipapsttum

All denen, die Englisch können, empfehlen wir den Vortrag von Ann Barnhardt, wo sie ihre Argumente, die wir mehrmals vorgestellt haben, zusammenfasst. Die Darstellung ist sehr überzeugend und Frage der Validität der Rücktritts von Benedikt oder der Wahl vor Bergoglio wird mittlerweile auch im Mainstream aufgegriffen. Ann Barnhardt aber war die erste und ihre gebührt der Dank. Eigentlich ist es sehr einfach, wenn man gesunden Menschenverstand einsetzt. Kein Rücktritt, keine Wahl notwendig, kein neuer Papst gewählt. Sie hat auch recht, wenn sie sagt: Es spielt keine Rolle, was Benedikt denkt. Er ist weiterhin Papst, weil man das Papstamt in kein Papstkollegium umwandeln kann! Anders und auf gut Deutsch formuliert: Benedikt/Ratzinger ist von dem ganzen deutschen Idealismus so wirr im Kopf, dass er denkt, dass das Bewußtsein die Wirklichkeit schafft. Aber die Wirklichkeit bleibt, was sie ist. Daher der „wesentliche Irrtum“ nach Kanon 188. Benedikt irrt so wesentlich, dass sein Rücktritt ungültig ist, denn er will etwas – doppeltes Papstamt, papa emeritus – was sachlich nicht möglich ist. Und hier kommen wir zu einer kleinen Lücke in Anns Beweiskette. Unserer Meinung nach zeigt sie nicht klar genug, inwieweit eine Beziehung zwischen Kirchenrecht, Theologie, Wirklichkeit und übernatürlicher Wirklichkeit besteht. In Deutschland, wie überall, herrscht ein radikaler Rechtspositivismus, der ganz grob wie folgt umrissen werden kann: Recht ist, was im Kodex steht. Daran muss man sich halten. Wenn es geändert wird, dann ist es halt anders. Dann hält man sich an das andere, was oft im Gegensatz zum Früheren steht. Es ist halt so. Wir haben Strafrecht, Arbeitsrecht, Seerecht, Verkehrsrecht und wie auch immer. Diese Gesetze können von heute auf morgen geändert werden. Sie spiegeln in gewissem Maße die Wirklichkeit wider, oder sie schaffen sie vielmehr. (Wird die zulässige Geschwindigkeit innerhalb der Ortschaften auf 80 km/h erhoben, dann fahren alle 80 km/h oder schneller.) Daher ist es zulässig anzunehmen, dass das, was im Gesetzbuch steht etwas anderes ist als das, was die Wirklichkeit abbildet. Im Kirchenrecht ist es anders, weil das Kirchenrecht: Teile enthält, die göttlichen Rechts sind und daher unwandelbar Teile enthält, die natürlichen Rechts sind und daher unwandelbar Teile enthält, die menschlichen Rechts sind und daher wandelbar ad 1. Mit diesen Teilen befasst sich die Theologie und die Tradition der Kirche. So ist die hierarchische Struktur der Kirche mit einem (sic!) Papst als Spitze göttlichen Rechts. Das Papstamt kann in nichts anderes verwandelt werden. Tut man es dennoch, dann gibt es keine Standesgnade für dieses Etwas und es finden keine übernatürlichen Konsequenzen statt. ad 2. Mit diesen Teilen befasst sich Theologie gleichermaßen wie Philosophie. Es ist ein Teil des gesunden Menschenverstandes. So beruht die Definition der Ehe als der Verbindung zwischen Mann und Frau sowie das Verbot der Geschwisterehe auf dem Naturrecht, dem Recht also, welches in unsere Natur eingepflanzt wurde. ad 3. Dieser Teil ist wandelbar, orientierte sich aber bis zum Kirchenrecht von 1983 an der bisherigen Praxis und Tradition der Kirche. So zum Beispiel die Notwendigkeit eines Seminars für Priesterausbildung oder der vorgeschriebenen Jahre der Formation vor den ewigen Gelübden. Im Falle von Kanon 188 haben wir es mit dem Bereich 2. und 3. zu tun. Es entspricht jeglichem Recht und dem gesunden Menschenverstand, dass jemand der wesentlich irrt, beispielsweise die Zwillingsschwester seiner eigentlichen Angebeteten heiratet, etwas tut, was er eigentlich nicht tun will. Er irrt auch wesentlich, wenn er seinen weißen Pudel kirchlich heiraten möchte. „Ehe für alle“ hin oder her! Ebenso ist eine Tat rechtlich ungültig, wenn sie unter Zwang oder aus schwerer Furcht geschieht, weil man nicht freiwillig handelt und nicht das tut, was man eigentlich möchte. Irrt jemand wesentlich so stark, dass er gleichzeitig kirchlich: seine Verlobte deren Zwillingsschwester seinen Schulfreund dessen weißen Pudel heiraten möchte, so kommt diese Ehe auch nicht zustande, auch wenn er den Priester mit vorgehaltenem Maschinengewehr dazu zwingt, weil er etwas erzwingen möchte, was nicht möglich ist, weil solch eine Ehe nicht existiert. Die bedeutet keine „Ehe“ dieser vier Personen und eines Hundes findet objektiv vor Gott statt. Im Kirchenrecht schafft man keine eigene Wirklichkeit, sondern verbindet das, was in der metaphysischen Realität Gottes als solches existiert. Wenn sich also das Irdische qua Kirchenrecht mit dem Übernatürlichen verbindet, so findet etwas Übernatürliches, wie z.B. ein Sakrament oder eine Standesgnade statt. Gott will, dass wir Ihn innerhalb der von Ihm vorgeschriebenen Ordnung anbeten und darin leben. Ändert man diese Ordnung, so dass es Unordnung wird, dann zieht diese Änderung keine übernatürlichen Konsequenzen nach sich. Im Falle Benedikts kann ein Papst nicht gleichzeitig abdanken und es dennoch offensichtlich nicht tun (weiße Soutane, Papa Emeritus, Eure Heiligkeit, Fischerring, Aufenthalt im Vatikan) oder/und ein „erweitertes Papstamt“ (thesis Gänsweiniana) erfinden, dass es nicht gibt. Christus hat das Petrusamt selbst errichtet und zwar des einen, regierenden Papstes. Punkt. Kein doppeltes Papsttum, kein Papstkollegium. Vor Gott dankte Benedikt nicht ab und real auch nicht, daher, bekam Bergoglio...

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Hilary White, Et Tu, Benedicte? (Einige abschließende Gedanken zu Joseph Ratzinger)

Geschrieben am 12. März 2018 in The Remnant von  Hilary White Übersetzung der Zitate ins Deutsche vom Übersetzer Anmerkung der Redaktion [von The Remnant]: In einem Brief vom 11. März, unterschrieben vom emeritierten Papst Benedikt XVI und adressiert an Msgr. Dario Vigano, Präfekt des vatikanischen Sekretariats für Kommunikation, bietet der frühere Papst, wie berichtet wird, eine leidenschaftliche Verteidigung von Papst Franziskus gegen die Behauptung, ihm fehle eine theologische und philosophische Ausbildung. In aller Deutlichkeit bekräftigt dieser Brief, der Benedikts Unterschrift trägt, dass „es eine innere Kontinuität zwischen den beiden Pontifikaten gibt‟. Ob Benedikt diesen Brief tatsächlich geschrieben hat oder nicht, er gibt Veranlassung für eine Reihe schwerwiegender Fragen, die dringend beantwortet werden müssen, bevor die Geschichte das Buch über diese commedia diabolica schließt. Unser Dank gilt der Kolumnistin von The Remnant, Hilary White, die im Folgenden die wichtigsten Inhalte zusammengefasst hat. MJM Kürzlich fragte mich der Herausgeber eines „konservativen‟ katholischen Magazins ob ich daran interessiert sei einen Artikel über den Rücktritt Papst Benedikts vor fünf Jahren beizutragen. Ich lehnte ab und sagte ihm, dass ich mir moralisch sicher sei, dass alles, was ich dazu zu sagen hätte, nicht mit seinen redaktionellen Richtlinien vereinbar sein würde. Fünf Jahre ist es her, und ich habe bemerkt, dass wesentlich weniger Menschen darüber sprechen, was für ein „mutiger‟ Akt es war, das Pontifikat aufzugeben. Die Konsequenzen dieses Aktes waren so haarsträubend, dass sehr wenige Leute noch bereit sind, höfliche Bemerkungen darüber zu machen, selbst Leute, die größtenteils mit Franziskus einverstanden sind. Tatsächlich möchten fünf Jahre nach der Resignation von Papst Benedikt die katholischen Gläubigen meist wissen, warum; warum entscheidet sich ein Papst – ein Mann mit Jahrzehnten an naher und persönlichen Erfahrung mit dem „Schmutz‟ in der Kurie und in der gesamten Kirche – plötzlich, zu gehen? Wie konnte er sich entscheiden, wegzugehen in dem Wissen, dass seine Aufgabe noch nicht erfüllt war? Zu dieser Zeit und seitdem, besonders im Licht dessen, was geschehen ist, scheint es einer der bizarrsten Aspekte dieser ganzen bizarren Situation, dass die Gründe, die dafür angegeben wurden, so trivial, so unangemessen, so unverhältnismäßig belanglos waren. Diese absurden Antworten auf ernste Fragen von schwerwiegender Bedeutung haben zwangsläufig den Verdacht erweckt, dass Benedikt das Papstamt schlicht nicht so ernst nahm wie wir übrigen. Wir können nichts anderes als uns zu fragen, ob diese trivialisierten Antworten eine tiefe Schwäche offenbaren, die wir nie zuvor vermutet hätten. Können wir uns an ihm getäuscht haben? Und wenn ja, könnten wir uns so getäuscht haben? Aus bestimmten Gründen war alles, was wir zu der Zeit hörten, im Wesentlichen „Ich bin müde‟. Es gab eine Andeutung, dass er sich den Reisen ins Ausland nicht mehr gewachsen fühlte, so dass er den Weltjugendtag und ähnliche Veranstaltungen nicht besuchen konnte. Das Trivialisierende der Resignation schien Hand in Hand mit dem modernen Konzept des Papstes als Popstar zu gehen, etwas, für das wir Benedikt als zu ernsthaft gehalten hatten, zu ernsthaft ein Katholik, um [an] sich selbst zu glauben. Gerade und erst recht von Benedikt XVI. hätten wir gedacht, dass er das Papstamt ernst nahm. Und seitdem, seit all die Gifte eiligst aus dem Schlamm der Neuen Kirche schlüpfen, die fünfzig Jahre lang gelauert hatten, möchten viele Katholiken wissen, warum wir nichts von ihm hören? Von diesem Mann, von dem wir geglaubt hatten, er sei ein „Streiter für die Rechtgläubigkeit‟, von dem wir dachten, wir kennten ihn. Irrtum, sogar Häresie und Blasphemie strömen täglich aus dem Mund seines Nachfolgers, der den Vatikan buchstäblich in eine Räuberhöhle verwandelt hat, und wir hören nichts als die gelegentliche, vorsichtig mit Worten ausgedrückte Aussage, wie gut doch alles sei. Wie zufrieden er mit seiner Entscheidung sei und wie glücklich mit seinem derzeitigen Leben. Nach drei Jahren des systematischen Niederreißens von Allem, was er in seinem Pontifikat versucht hatte, aufzubauen, haben wir dies von einem offensichtlich völlig unbekümmerten Ratzinger bekommen, was er Franziskus sagt: „Ihre Güte ist meine Heimstatt und der Ort, wo ich mich sicher fühle.‟ Jeder, der irgendwann etwas gelesen hat, was er geschrieben hat, war erstaunt, dass er fähig war, solch einen rührseligen Blödsinn zu produzieren, aber das Video lügt nicht: Der neue Ton war so fremd, dass die Spekulation aufkam, dass er unter irgendeiner Art von äußerem Zwang stand, nicht frei zu sagen, was er meinte. Aber das ist es nicht, was wir sehen. Dort steht er, offenkundig glücklich und [mit klarer Stimme] laut sprechend. „Vielleicht hat man ihm vorgeschrieben, was er zu sagen hat‟. Nun, warum wiederholt er es dann? Warum, wenn er den geringsten Zweifel hat, lässt er sich für solche Zwecke [aus seiner Abgeschiedenheit gegen seinen Willen (– impliziert das englische Wort; d. Übs.)] herausholen, um solch offensichtliche Propaganda von sich zu geben? Wenn es Betrug ist, warum beteiligt er sich daran? Tatsächlich nehmen ihn all die hoffnungsvollen Kommentatoren auf Blogs und in anderen sozialen Medien auf gewisse Weise nicht ernst, die mir immer wieder sagen, wie sehr sie ihn „vermissen‟: sie nehmen...

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Hilary White oder die katastrophal-benediktinische Wochenendbeilage

In der Zeit als DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) noch Die Zeit las, um seine Deutschkenntnisse auf dem Laufenden zu halten, wunderte er sich über den Umfang dieser Wochenzeitschrift, sowie über die Leute, welche wirklich die Zeit haben innerhalb des Wochenendes oder der ganzen Woche Die Zeit wirklich zu lesen. Dies ist ihm auch mehrmals gelungen, da diejenigen, die während der Woche einen Lesehunger aufbauen sich am Wochenende auf Gedrucktes stürzen können. Wir planen zwar keine regelmäßigen Wochenendbeilagen, dennoch wollen wir ab und zu längere Texte am Samstag voröffentlichen. Und so präsentieren wir den ausgezeichneten Text von Hilary White, zu welchem unserer eigener Beitrag Kayfabe, Teamplayer und „der gute, alte Benedikt“ lediglich ein Vorwort bildete. Wir bringen es radikaler auf den Punkt, aber Hilary White gebührt der Anfangsruhm, da sie die ganze Vorarbeit geleistet hat. Worum geht es? Darum, dass wir endlich, liebes katholisches.info, mit der Benedikt-Legende aufräumen müssen. Es gab keinen konservativen „lieben“ Benedikt, es gab einen Progressiven, der im Jahre 1964 stehengeblieben ist und so zu einem „Konservativen“ wurde. „Konservativ“ bedeutet in diesem Kontext, rechts von Küng aus gesehen. Aber das ist noch längst nicht katholisch. Wenn Hilary White „Et tu, Benedicte“ titelt, so spielt sie sicherlich auf Cäsars letzte Worte an, der unter den Verrätern seinen Ziehsohn Brutus entdeckte und verwundert ausrief: „Und Du auch Brutus?“ Da dieses Et tu Brute in allen Lehrbüchern als ein Fallbeispiel des Vocativus angegeben wird, so geben wir hier mit deutscher Gründlichkeit den Vokativ Benedicte anstatt des englischen Benedict wieder, wie es im The Remantant steht, um jeglicher Vokativ-Missachtung vorzubeugen. Ja, ja, lieber Kinder, wenn ihr die lateinische Deklination schleifen lasst und nicht schön aufesst, dann kommt das Dritte Vatikanische Konzil! Benedikt ist also ein Verräter?, werden manche fragen. Natürlich ist er das, antworten wir. Wer sonst hat uns den Bergoglio beschert? Aber ein echter Benedikt-Fan findet immer Ausflüchte, wie die geschlagene Ehefrau, welche ihren Mann immer rechtfertigt, obwohl er sie schlägt, betrügt und das Geld versäuft. Er ist so gut, war es, wollte es sein, wird es irgendwann vielleicht..… Das typische Stockholm-Syndrom oder das Syndrom der geschlagenen Frau sind in der letzten Zeit auch bei männlichen Benedikt-Fans anzutreffen. Eine geschlagene Frau sieht einfach nicht ein, dass ihr Mann schlecht ist und sie verteidigt ihn nicht aus Angst noch zusätzlich verprügelt zu werden, sondern wirklich aus Liebe. Polizei ist da machtlos, weil diese Frauen die Anzeige mit einem zusätzlichen blauen Auge immer zurückziehen. Und was hat das mit Benedikt zu tun? Dieses, dass ein „bekennender Benedikt-Fan“ sich in einer völlig zerrissenen und widersprüchlichen Wirklichkeit befindet, weil er einerseits seinen „geliebten Benedikt“, lieber Herr Nardi, rechtfertigen muss, andererseits die Welt nicht versteht und immer tiefer in Glaubenszweifel gerät. Man muss einfach die Grundprämisse ändern. Benedikt war kein guter orthodoxer Konservativer. Er war immer ein progressiver Modernist, der gemäßigten Couleur und deswegen so gefährlich, weil wir ihm seinen Katholizismus abnahmen. Deswegen ist er wahrscheinlich gewählt worden, damit er mehr Seelen zugrunde richten kann. Deswegen unterstützt er immer noch Bergoglio. Hilary White hat Recht, indem sie schreibt, dass kein Mensch heutzutage die genuine, vorkonziliare katholische Theologie ausreichend kennt, um einen Ratzinger auseinandernehmen zu können. DSDZ traut sich das durchaus zu, aber er arbeitet wieder beruflich, hat wenig Zeit (wie bei Loriots Eheberatung „Psychologin: Herr Blöhmann, küssen Sie Ihre Gattin gelegentlich? Herr Blöhmann: Weniger. Es ist zeitlich immer ungünstig. Frau Blöhmann: Gott, Ich habe auch meinen Haushalt“) und zieht es vor etwas Positives und Produktives zu schreiben anstatt in diesem ganzen Ratzingerianismus herumzuwühlen. Was ist darin denn gut? Das, was traditionell ist. Den Rest kann man vergessen. Es ist so als würde ein Rapper in seine Samples Kunst der Fuge von Bach einflechten. Die Jugend, die keine Ahnung von Bach hat, würde dies „voll krass eh…“ finden „abgefahren“ oder was man sonst so sagt, dabei ist es Bach, der den Unterschied ausmacht und nicht der Rapper. Weil kaum ein Mensch die Theologie kennt, so glaubt man Menschen, die einigem sympathisch sind, dass sie einen zur Heiligkeit und Wahrheit leiten. Das ist nur verständlich, zumal der Leiter – Ratzinger – (a) berühmt, (b) deutsch, (c) im Vatikan mit Amt und Würde versehen (Bischof, Kardinal, Präfekt) und (d) Papst war und es immer noch ist. Sind das nicht genug Referenzen? Wenn man einem berühmten Theologen Papst, dem „Mozart der Theologie“ (hüstel, hüstel) nicht glauben kann, wem denn sonst? Einem anonymen Blogger, der unter dem Pseudonym DSDZ schreibt? Ja, wo kämen wir denn da hin? Und dennoch sind die Taten von Ratzinger unerklärlich, wenn man seinen „Konservatismus“ annimmt. Sie sind hingegen völlig nachvollziehbar, wenn man mit der richtigen Prämisse (Ratzinger – Modernist) und unserer Kayfabe-Teamplayer-Theorie arbeitet. Wir gehen doch einige Schritte weiter als Hilary White. Sie meint, dass Ratzinger deswegen Ratschläge von Kardinal Martini annahm, weil es sich um „Kollegen“ handelte. Wir vermuten, dass Martini in der eigentlichen...

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Kayfabe, Teamplayer und „der gute, alte Benedikt“

Die jetzige Lage Am Montag den 12.03.2018 brachte das Portal onepeterfive eine Nachricht, welche dem letzten Benedikt-Fan das Herz brechen wird. Unter Berufung auf mehrere, einander ergänzende Quellen gibt Maike Hickson, die Journalistin des Portals, bekannt, dass es Papa emeritus Benedikt XVI. war, welcher bei einem Mittagessen mit Kardinal Schönborn, während der unseligen Synode über die Familie im Jahre 2015, zusammentraf, um zwischen Schönborn und dem deutschsprachigen Gremium, welches erfolgreich die Kommunion für Ehebrecher pushte und Kardinal Müller, seinem Schüler, zu vermitteln. Kurz und gut: wir verdanken es Benedikt, dass Müller nicht intervenierte und später den Überraschten spielte. Benedikt hat uns also nicht nur den Papa Bergoglio, sondern auch Amoris Laetitia eingebrockt, welche von einem Mann veröffentlich wurde, dem Benedikt, der „Startheologe des Vat. II“, eine „gründliche philosophische und theologische Bildung“ zuerkennt. Nein, Sie sind nicht im falschen Film und dieser Brief ist auch keine Fälschung. Benedikt XVI. hat ihn tatsächlich geschrieben und weist darin selbst auf eine „innere Kontinuität“ zwischen den beiden Pontifikaten hin. Es gibt Benedikt-Fans da draußen, welche alle Argumente ablehnen werden, die gegen ihr Idol gehen, indem sie sagen werden: „Dieser Brief ist nicht echt.“ „Man hat ihn gefälscht.“ „Der arme Benedikt fürchtet um sein Leben.“ „Er steht unter Drogen und weiß nicht, was er sagt.“ „Es ist ein göttliches Geheimnis, das wir, kleine Würmer, nicht ergründen können.“ Das stimmt aber alles nicht, denn wenn man den Verstand, eine große Gabe Gottes, einschaltet, dann lautet die konsistente Antwort auf all diese Ungereimtheiten so, dass Benedikt einfach selbst zu der modernistischen, kirchenzerstörerischen Mafia gehört, die Ansichten von Bergoglio teilt und selbst ein guter Teamplayer ist....

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Ann Barnhardt: Brief eines abwesenden Vaters an seine Kinder

Anbei der angekündigte Text von Ann Barnhardt in der Übersetzung von davillatollkuehn. Dieser Text stimmt sehr traurig, weil er wahr ist. Benedikt ist der Vater, die Mutter ist die Kirche, die Kinder sind die noch-gläubigen Restkatholiken, der psychopatische Stiefvater ist Bergoglio und die Sodomitenbande sind sein Umfeld: Ricca, Paglia, Fernandez, Coccopalmerio und wahrscheinlich viele, viele mehr. Haben wir keine Angst einen Prozess zu riskieren? Warum denn? „Gay ist ok“, wie die Welt sagt und Franziskus fügt hinzu: „Wer bin ich, um zu urteilen?“ Er muss es wohl selbst am Besten wissen. Wir verwenden dem amerikanischen Original entsprechend das theologische Fachwort „Sodomit“ oder „sodomistisch“, statt des „wertneutralen“ (Gibt es das?) „schwul“ oder „homosexuell“, da Sodomie, nach dem katholischen Glauben, den wir hier vollumfänglich vertreten, eine schwere Sünde gegen die Natur ist, die zu Himmel schreit. Aber in diesem Text wird Sodomie nur sehr periphär behandelt. Es geht hier um ein feiges Weglaufen vor dem Feind, um eine Desertion, um die Verletzung der Standespflichten, um Selbstmitleid und Selbstzufriedenheit. Ja, es geht um Benedikt / Ratzinger. Denn was hilft es, wenn Benedikt tränenselige und sentimentale Briefe schreibt,  welche katholisches. info weiterhin unbeirrt als „mutig“ bezeichnet, wenn er selbst diese Situation verursacht hat? Lesen wir Ann Barnhardt und weinen wir, denn dies ist leider die Wirklichkeit, der wir uns stellen müssen....

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Benedikts Brief oder How I abandoned Your mother

Ausgangslage – die Kinder verlassen Für alle, die sich nicht in modernen Fernsehserien auskennen. Der obige Titel ist eine Anspielung auf die amerikanische Sitcom How I met Your mother (HIMYM)– „Wie ich eure Mutter kennenlernte“, in der ein Vater in vielen, vielen Sitzungen und wohl Jahren (die Serie lief 9 Jahre lang) seinen Kindern erzählt, wie er deren Mutter traf. Die Serie HIMYM ist absolut nicht zu empfehlen und man muss junge Leute bedauern, die mit ihr aufwachsen und dann solch eine Vorstellung von Liebe, Freundschaft und Ehe hegen werden. How I abandoned Your mother bedeutet im o.a. Titel „Wie ich Eure Mutter verlassen habe“. Der Text von Ann Barnhardt „Der Brief eines abwesenden Vaters an seine Kinder“, den wir bald in der deutschen Übersetzung von davillatollkuehn vorstellen werden, ist dermaßen treffend und ergreifend, dass er wirklich Tränen in die Augen treibt....

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Die Zeit kritisiert Kardinal Marx oder vielleicht wirken die Bußpsalmen wirklich?

Schon die Alten (Äsop, Fabel 304) meinten, dass eine Schwalbe keinen Sommer macht, dennoch ist es schön nach dem tiefsten Winter eine Schwalbe beobachten zu können. Da es sich bei Schwalben um Zugvögel handelt, so sind sie im Winter in Europa nicht anzutreffen, wovon die alten „marianischen“ Bauerregeln zeugen: „Am Tage von Maria Geburt fliegen die Schwalben furt [d.h. fort Red.].“ (8. September) „Marienverkündigung kommen sie wiederum.“ (25. März) Kurz und gut: wenn Sie eine Schwalbe sehen, dann ist kein Winter mehr, aber lange noch kein Sommer. Wir haben unsere Bußpsalmen-Gebetsaktion am 20.11.2015 ausgerufen, ohne bis jetzt sichtbare Erfolge zu sehen, denn um unsere, d.h. die deutsche, österreichische oder schweizerische Bischofskonferenzen ist es schlimmer denn je bestellt. Siehe die Reaktionen zu, nach und wegen Amoris Laetitia. Es ist sicherlich schwierig, sowohl im Natürlichen als auch im Übernatürlichen, motiviert zum bleiben, wenn man gar keine Erfolge sieht....

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Bergoglio zerstört die Kirche und keiner tut was. Eine vorläufige Bestandsaufnahme.

 Der Stand der Dinge Wie heute gloria.tv in Berufung auf anonimi della croce informierte, wird es keine öffentliche Ermahnung des Papstes geben, weil sich keine ausreichende Mehrheit der unterstützenden Kardinäle gefunden hat. Im Klartext bedeutet das, dass sich niemand traut öffentlich oder auch nicht gegen Bergoglio vorzugehen. Da der Blog anonimi della croce von römischen Priestern mit Insider-Informationen geleitet wird, so ist davon auszugehen, dass es sich um Kurienmitarbeiter handelt oder um jemanden, der Kontakte zu ihnen hat. Laut anonimi hat vor drei Wochen ein Treffen in Rom stattgefunden, währenddessen die Dubia-Kardinäle sich ihre Machtlosigkeit eingestehen mussten. Diese Entwicklung ist mehr als wahrscheinlich, da die angedrohte formelle Korrektur des Papstes wegen der Häresien von Amoris Laetitia, von der Kardinal Burke noch Mitte Dezember 2016 sprach auf sich warten lässt. Burke ist auf den Guam-Gulag verbannt worden und als Patron des Malteserordens praktisch entmachtet, der Orden und ein souveräner Staat gleich mit. Der Bergoglio Antipapst macht weiter, denn in der nächsten Zeit, so wird berichtet, kommt: Eine neue „Einheitsmesse“ mit den Protestanten,[1] Die Aufhebung des Zölibats, Interkommunion mit den Protestanten, Das dritte Vatikanische Konzil....

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Benedikt XVI revisited oder spielt das „Privatleben“ eine Rolle?

Orthodoxie und Orthopraxie Warum das schreiben? Warum nicht die Benedikt-Legende hochhalten, wie viele unserer Kollegen? Weil sie keinen Sinn macht und den jetzigen Zustand der Kirche nicht erklärt. Es ist doch unmöglich, dass ein „guter, konservativer Papst“ ein „Mozart der Theologie“ von einem „heiligmäßigen Lebenswandel“ überhaupt von den Wölfen davonlaufend zurücktreten würde und bei den Aktionen von Papst Franziskus, welche eine öffentliche Apostasie und eine Häresie darstellen, schweigen würde! Es ist einfach nicht möglich, daher ist die Ausgangsprämisse: gut-katholisch, gläubig, konservativ „Mozart der Theologie“ schlichtweg falsch. Ja, man braucht Vorbilder und Helden, wenn sie allerdings das halten, was sie versprechen. Andernfalls ist es Idolatrie und Lüge. Es war uns klar, dass unser Artikel War Benedikt gläubig? uns „viel Feind“ bescheren wird, „viel Ehr“ hält sich in Grenzen. Interessanterweise können es manche konservativen gloria.tv Leser eher akzeptieren, dass wir Ratzinger einer unorthodoxen Theologie oder gar des Unglaubens anklagen, sie dulden aber nicht, wenn wir homophile (hoffentlich nur diese) Tendenzen bei ihm mutmaßen. Was ist aber schlimmer? Häresie oder Homosexualität? Die Erstere vergiftet doch mehr Menschen, während die Letztere nur diejenigen betrifft, die involviert sind oder davon wissen und Ärgernis leiden. Es sind aber zwei Seiten derselben Medaille, denn wie das Leben, so die Theologie und wie die Theologie, so das Leben, wobei mit unheiligem Lebenswandel nicht nur Homosexualität gemeint ist. Der Schreiber dieser Zeilen, obwohl nicht homosexuell und auch in anderen Lebensbereichen nicht einer schweren Sünde schuldig, merkt bei sich selbst, dass seine Theologie mit der Zunahme des asketischen und Gebetslebens immer orthodoxer wurde und wiederum die immer mehr wachsende Rechtgläubigkeit, durch die Entdeckung der Tradition, zu einem immer mehr an Gott ausgerichteten Leben führt. Dies passiert wirklich automatisch, wie das, dass Sportler aufgrund ihres vorteilhaften Insulinspiegels sehr wenig Lust auf Süßigkeiten haben und sich insgesamt gesünder ernähren, weil sie Lust auf Gesundes haben. Wir können also als Faustregel gelten lassen, dass sich hinter der Unorthodoxie Sünde oder die fehlende Orthopraxie verbirgt und dass Sünde zur Unorthodoxie führt. Warum ist es so? Weil Gott, das höchste Licht und die höchste Weisheit, niemals in einem Menschen weilen wird, in welchem die Dunkelheit der Sünde weilt. So spricht die Schrift: „Denn in eine boshafte Seele geht die Weisheit nicht ein noch nimmt sie Wohnung in der einem Leibe, der ein Sklave der Sünde ist“. (Weish 1,4 Alioli) Kennzeichen von Falschmystik Der Schreiber dieser Zeilen interessiert sich seit geraumer Zeit für die Falschmystik, womit mystische Erlebnisse (Visionen, Locutionen, Extasen, Wunder etc.) gemeint sind, welche tatsächlich übernatürlich sind, aber vom Teufel stammen. Es gibt wirklich Menschen und zwar nicht nur in der Esoterik, welche Übernatürliches erfahren. Es gibt auch Katholiken, meistens aus der charismatischen Bewegung kommend, welche jahre- oder jahrzehntelang glauben vom Heiligen Geist geführt zu werden, obwohl sie in Wirklichkeit vom Geist der Finsternis geleitet werden. Ja, es scheint so etwas wie eine natürliche Veranlagung für mystische Erlebnisse zu geben, obwohl die Zusammenstellung von „mystisch“ und „natürlich“ paradox klingt. Wenn diese Personen Glück haben, die dämonische Herkunft dieser Erlebnisse erkennen und das zusätzliche Glück haben in einem Land zu leben, wo es Exorzisten gibt, so landen sie schließlich beim Exorzisten und erfahren dort Hilfe. Einer dieser Exorzisten liest bei seinen Konferenzen die Zeugnisse dieser Personen durch, welche sehr aufschlussreich sind. Natürlich sind ca. 90% aller Besessenen durch Okkultismus oder Esoterik in diesen Zustand gelangt, aber es gibt doch tatsächlich eine Minderheit von ca. 10% oder noch weniger, die sich als besessen herausstellen, obwohl sie immer fromm waren. Woran erkennt man aber diese dämonisch inspirierte Falschmystik? Grundsätzlich an zwei Aspekten: Ex cauda cognoscitur inimicus – Den Feind erkennt man am Schweif Nach der übereinstimmenden Meinung all derjenigen Theologen, welche sich mit Privatoffenbarungen oder Mystik befassten,[1] ist es mit der göttlichen Allmacht und Güte unvereinbar, wenn eine Falschoffenbarung zu 100% einer wahren Privatoffenbarung oder einem von Gott stammenden mystischen Erlebnis gleichen würde. Bei Falschoffenbarung wird es immer ein Detail geben, an dem man den Teufel als den eigentlichen Autor dieser Offenbarung erkennen kann. Den berühmten Hinkefuß oder Schweif, wie er häufig abgebildet wird.  Dieses Detail ist entweder lehrmäßiger Natur, es stimmt also mit der Lehre der Kirche nicht überein oder es ist ein Detail, beim Aussehen der Erscheinung, welches sich nicht schickt. Der Hinkefuß oder der Schweif ist also erkennbar. Falschmystik ist immer von Sünde begleitet Da der Teufel die Falschmystik verursacht, so ist es nur verständlich, dass er den Falschmystiker an sich dadurch binden möchte, was sein eigentliches Metier darstellt und zwar die Sünde. Daher argumentieren alle Falschmystiker und Gnostiker aller Zeiten, dass die Sünde nicht schadet, dass sie eigentlich etwas Gutes ist, dass man zum Licht ausschließlich durch die Dunkelheit kommt etc. Man kann diese teuflische Argumentation sehr deutlich in den verurteilten Sätzen des verurteilten Quietisten Miguel de Molinos (DH 2201-2269) nachlesen. Um die Verurteilung deutlich zu machen, werden die u.a. verurteilten Sätze mit...

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„Wir klagen an“ – Gericht über Papst Franziskus und andere Päpste. (3) War Benedikt gläubig?

War Benedikt jemals gläubig? Als der Schreiber dieser Zeilen Benedikts XVI. Buch „Letzte Gespräche“ las, so kam ihm der Satz aus der Marienerscheinung in La Salette in den Sinn: „Rom wird den Glauben verlieren“, als er an Ratzinger/Benedikt dachte. Warum? Weil Benedikt XVI., der Noch-Papst oder Papa Emeritus, wie er sich entgegen jeder Tradition nennt, eine äußerst weltliche Sicht des Papsttums vertritt und er vertritt sie als Papst! So lesen wir über seinen Rücktritt: „[…] Aber es war mich auch klar, dass ich es tun musste und dass dies der richtige Augenblick war. Die Menschen haben das dann auch angenommen. Viele sind dankbar, dass nun der neue Papst in einem neuen Stil auf sie zugeht. […]“[1] „Depression nicht, nein, aber es ging mir nicht so gut. Und ich habe gesehen, dass mich diese Reise nach Mexiko und Kuba doch sehr angestrengt hat. Auch der Arzt hat mir gesagt, Sie dürfen nicht mehr über den Atlantik fahren. Turnusgemäß sollte der Weltjugendtag in Rio de Janeiro eigentlich erst 2014 sein. Wegen der Fußballweltmeisterschaft wurde er aber um ein Jahr vorgezogen. Mir war klar, dass ich zeitlich so zurücktreten muss, dass der neue Papst einen Vorlauf nach Rio hat.“[2] Was sind also die Prioritäten, eines Papstes, welcher von manchen „der Mozart der Theologie“ genannt wurde und sich als Einsiedler zurückziehen wollte, um solche Banalitäten von sich zu geben? Es sind: Die eigene Gesundheit Der Rat des Arztes Der Weltjugendtag Die Fußballweltmeisterschaft....

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Benedikt XVI. – Letzte Gespräche oder banaler geht es kaum noch.

Der Schreiber dieser Zeilen hat sich vor Kurzem die Letzten Gespräche von Benedikt XVI. gekauft, was er bereut. Es ist kaum lesbar und von dem Geld hätte man eine Messe in Le Barroux bestellen können. Es ist das Schwächste der gelesenen Ratzinger-Bücher, was nicht nur damit zusammenhängt, dass man im schon sehr fortgeschrittenen Alter intellektuell abbaut, sondern damit, dass unser Papa Emeritus wirklich kaum etwas zu sagen hat, was über die überall gepflegte political correctness hinausgehen würde. „Welt trifft Welt“, könnte man auch titeln und dieses Buch erinnert an Memoiren von Politikern, welche sich ein wenig an ihre Jugend, an dies und das erinnern und meinen im Großen und Ganzen alles ganz richtig getan zu haben. Dem Schreiber dieser Zeilen kam der Titel „Banalität des Bösen“ in den Sinn, er fragte sich auch, ob und an was Benedikt eigentlich glaubt. Gott kommt da recht am Rande vor, wie ein heiliges Bild im Hintergrund einer bayrischen Stube. Wenn er sich zurückgezogen hatte, um mehr zu beten, was er, wie er offen zugibt, nicht einhält, dann hat es wirklich nichts gebracht. Denn wir treffen einen wirklich säkularisierten älteren Herrn, der Plattitüden von sich gibt und dem die Williamson-Affäre am meisten in seinem Pontifikat zu schaffen machte. Warum gerade das? Weil es die schlechteste Presse gab. Richtet sich ein Papst an derartig weltlichen Kriterien. Ja, dieser schon. Was ist dann noch päpstlich? Gute Frage. Auf den 270 Seiten sagt Benedikt sehr wenig und man muss sich fragen, warum er dieses Buch überhaupt veröffentlichte. Seewald wird von diesen Tantiemen gut leben können, aber braucht Benedikt wirklich das Geld so nötig? Er müsste sich doch im Klaren sein, dass Menschen auf irgendwelche Worte warten, welche ihnen helfen die jetzige Situation, aus der göttlichen Sicht her, zu verstehen. Stattdessen erfahren wir, dass er mit Küng Kaffee trank, dass er gerne wanderte und Rad fuhr, dass er sich im 19 Jahrhundert unwohl fühlte und all das 270 Seiten lang. Es ist schon wirklich peinlich. Kein Schuldgefühl wegen Franziskus, der Glauben an die Kraft der Weltjugendtage, der neuen Bewegungen, als würde er irgendwelche Zeitungstexte wiedergeben....

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Steven Skojec, Falls Franziskus ein Gegenpapst ist, so können wir es noch nicht wissen

 Anbei stellen wir einen Aufsatz von STEVE SKOJEC, den er am 21. Juni 2016 auf 1P5 BLOG als seine Antwort auf Ann Barnhardts Vocem alienorum veröffentlicht hat. Der Schreiber dieser Zeilen stimmt mit ihm nicht überein und glaubt, dass Steve Skojec sich weigert das I-Tüpfelchen zu stellen und sich seine Leser, Spenden und Einnahmen nicht vergraulen möchte. Dies alles ist verständlich, aber kein Sachargument. Sein Argument, dass wir alle auf eine öffentliches Dokument der Kirche warten müssen, welches uns die jetzige Situation mit Gewissheit erklärt, erinnert den Schreiber dieser Zeile an eine Komödie aus der Zeit des ausgehenden Sozialismus, wo zwei Parteimitglieder, obwohl draussen ein Schneesturm tobt, darauf warten, dass in der Tagessschau oder anderem offiziellen Nachrichtenprogramm der Partei gesagt wird, dass es wirklich schneit, denn wenn die Nachrichten sagten, dass es nicht schneit, dann schneit es nicht (wobei hier die hegelianische Dialektik einzusetzen wäre). Als in diesem Film endlich „im Fernsehen“ gesagt wurde, dass es schneit, so konnten diese beiden Parteigänger endlich und mit Erleichterung ihren Sinnen trauen: „Ja, es schneit tatsächlich“. Das kirchlichen Urteil, auf das Steven Skojec wartet, kann vielleicht in 200 Jahren erfolgen und wir müssen bis dahin wenigstens für uns selbst diese Dinge ordnen. Wer soll den jetzt in Rom katholisch korrekte Erklärungen abgeben, nach dem theologischen Tschernobyl von Amoris Laetitia? Come on, Steve, please! Wir werden dennoch bald eine eigene Kritik und Ergänzung zu Ann Barnhardt vorstellen, welche unserer Meinung nach nur eine Spitze des Eisbergs sieht, wir glauben eine zweite  Spitze zu sehen, denn der Eisberg ist groß. Es ist aber sehr trostreich und beruhigend, dass es auf der Welt noch Katholiken gibt, die sich noch wirklich um ihre Kirche sorgen und wir beschließen nicht wieder einmal zu erwähnen, wer es nicht tut....

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Ann Barnhardt: Vocem Alienorum: (2 von 5) Die Stimme des Gegenpapstes Franziskus Bergoglio ist „die Stimme der Fremden“.

Wir publizieren den zweiten Teil des Aufsatzes von Ann Barnhardt, wobei wir, wie wir hoffen, die amerikanische Brillianz mit der deutschen Gründlichkeit vermengen. Da die Autorin recht viel Bildung und Wissen überhaupt vorraussetzt, über welches sicherlich nicht alle unsere Leser verfügen, so kommentieren wir dies und das in den diesmal recht ausführlichen Fußnoten. Dieser Text wird sicherlich alle Benedikt-Fans betrüben, aber Wahrheit zählt mehr. Es ist natürlich sehr gut eine Gallionsfigur des wahren Glaubens zu haben, der man auch emotional anhängt. Für die Polen war es Johannes Paul II., für die Deutschen und die deutschsprachigen Länder wohl Benedikt XVI. Vorausgesetzt natürlich, dass diese Figuren das halten, was sie halten sollten und der Verpflichtung des Amtes gerecht werden. Wir haben leider diesbezüglich große Zweifel, denn durch JP2 wurde der Ballon des Nachkonziliarismus aufgeblasen, der unter Franziskus jetzt platzte und Benedikt hat leider erst Bergoglio möglich gemacht. Wir werden dazu sicherlich noch mehr als einmal Stellung nehmen, aber zuerst zu den Auführungen von Miss Barnhardt, die unerschrocken von der Quereinsteiger-Perspektive Offensichtliches sieht. Ihre Argumente sind nicht so leicht von der Hand zu weisen, obwohl wir eher glauben, dass Benedikt doch unter Zwang aufgrund einer „widerrechtlich eingeflößter Furcht“ (Kan. 188), also aufgrund „eingeflößter schwerer Furcht“ (vgl. Kan 1103) zurückgetreten ist. Wir werden diese These natürlich darlegen und wie wir glauben mehr Argumente dafür als dagegen vorlegen werden, also bleiben Sie uns treu und spenden Sie etwas, wenn Sie mögen, damit wir uns ungestörter dieser Aufgabe widmen können. Der „Rücktritt“ von Papst Benedikt XVI Ratzinger   Am 11. Februar ARSH 2013 [Anno Reparatae Salutis Humanae– im Jahr des wiederhergestellten Heils der Menschen][1], gab Papst Benedikt XVI bekannt, dass er vom Papstamt mit Wirkung vom 28. Februar ARSH 2013 um 20 Uhr Römischer Zeit zurücktreten werde. Nach diesem „Amtsverzicht“ trug Ratzinger weiterhin die päpstliche weiße Soutane, sich selbst immer noch als „Papst Emeritus Benedikt XVI“ bezeichnend und lebte weiterhin im Vatikan. Am 20. Mai ARSH 2016, hielt des Papstes Benedikts des XVI, also Ratzingers, persönlicher Sekretär und Vertrauter, Erzbischof Georg Gänswein, eine Rede an der Gregorianischen Universität in Rom, in welcher er detailliert Papst Benedikt XVI Ratzingers Ansicht zu  seinem Status als Papst hielt. Gänswein legte offen dar, dass Papst Benedikt XVI Ratzinger sich immer noch als Teilhaber am Petrusamt sieht, welches er durch seinen „Amtsverzicht“ durch seine „kontemplative Rolle erweitert“ sieht, während die Rolle seines Nachfolger „aktiv“ sei. Weiterhin legte er dar, dass Papst Benedikt XVI Ratzinger glaubt, dass sein Amtsverzicht „ganz anders“ sei als der von Papst Coelestin V, und dass es speziell dieser Grund ist, warum Papst Benedikt XVI NICHT zu seinem Taufnahmen zurückgekehrt sei und weiterhin die päpstliche weiße Soutane trage, während er in den Mauern des Vaticans lebt....

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Bischofsperlen: Bischof Jaschke „Natürlich gibt es Homosexuelle unter Priestern …“

Der Hamburger Weihbischof Jaschke, der immer für eine Bischofsperle gut ist, gab Folgendes von sich: „Natürlich gibt es Homosexuelle unter Priestern. Wahrscheinlich unter Bischöfen, unter Päpsten – unter Männern generell. Aber wir sind keine homosexuelle Bande, die in Frauenkleidern herumläuft!“ Man kann, falls man es möchte, um sich noch mehr Sühne- und Bußübungen aufzuerlegen, die ganze Sendung, in der dieser Worte gefallen sind, hier einsehen.[1] Bei manchen Bischofsperlen bleibt sogar uns der Mund offen und wir wissen nicht, was es dort noch zu kommentieren gäbe. Wir versuchen es dennoch und zwar von der logisch-semantischen Seite. Diese Aussage ist doch widersprüchlich, denn wenn: a) wenn Homosexuelle unter Priestern usw. gibt, b) dann sind wir eine homosexuelle Bande. Gäbe es kein a), dann gäbe es kein b) oder das b) wäre nicht ausgeschlossen. Man müsste hier natürlich statistisch und terminologisch definieren, wie viele (i) Priester, (ii) Bischöfe, (iii) Kardinäle (iv) Päpste prozentual homosexuell sind.              Ad (iv) Haben wir homosexuelle Päpste? Der Punkt (iv) lässt sich am einfachsten beantworten, denn wir haben zurzeit wie es scheint zwei Päpste, einen regierenden und einen Emeritus, sodass hier die Maximalzahl an homosexuellen Päpsten zwei lautet und wir prozentuell von 0%, 50% oder 100% an homosexuellen Päpsten sprechen können. Wie viel ist es denn wirklich? Wir glauben, dass mindestens 50%, denn Papst Franziskus macht aus seiner Homophilie keinen Hehl, da er sich nachweislich sehr gerne mit homosexuellen Prälaten umgibt.[2] Leider kann Papst Benedikt wenigstens von einer möglichen Neigung nicht freigesprochen werden. In dem Interviewbuch mit Peter Seewald „Gott und die Welt“ aus dem Jahre 2000 nach dem Sinn des Lebens gefragt, stimmt Kardinal Ratzinger Seewald zu, dass es die Liebe ist.[3] Ratzinger sagt wörtlich Folgendes: „Daß unser Leben letzten Endes darauf hinausläuft, Liebe zu entdecken, zu empfangen und zu geben […] Die menschliche Liebe enthält immer einen Ewigkeitsanspruch in sich. […]“[4] „Ich erfülle sozusagen meine Sendung auch als Liebender erst ganz, wenn ich ganz der werde, der ich sein kann.“[5] „Seewald: Fragen wird konkret: Wie ist es denn bei einem Kardinal? Konnten Sie die Kunst des Liebens lernen? […] Später lernt man sie in den Begegnungen, die einem das Leben zuspielt. Man lernt sie in einer Freundschaft, lernt sie mit einer Aufgabe, die mich mit dem anderen verbindet, mit einem Auftrag. Es geht in all dem darum, nicht in erster Linie sich selbst zu suchen, sondern den Weg des Gebens und damit auch das richtige Empfangen zu erfahren.“[6] Nun ja, das ist natürlich alles sehr schön und richtig, aber gleichzeitig auch sehr griechisch und leider ein wenig homophil. Der Schreiber dieser Zeilen hat auch viele Freundschaften gepflegt und pflegt sie immer noch, aber er würde sie niemals als Liebe bezeichnen und sagen, dass er dadurch „die Kunst des Liebens“ lernt. Lieben hat ja, auch nach Aristoteles, der diesen Überlegungen auch Pate steht, mit sexueller Anziehung zu tun: man möchte besitzen und gefallen. Wenn jemand aber Priester ist und fast in ausschließlich männlicher Umgebung jahrzehntelang lebt und dann anschließend diese Ansichten von sich gibt, dass der Lebenssinn, verkürzt formuliert, in einer Beziehung besteht und diese dann sublimiert und auf Gott überträgt, dann ist es doch erstens höchst modern, im Sinne der unseligen Philosophie des Dialogs (Buber und andere), andererseits mutet es aber auch ziemlich homophil an. Auch die erste Enzyklika von Benedikt XVI „Gott ist Liebe“ ist mit dem platonischen Eros wirklich durchsetzt und zwar wirklich mehr als alle platonisierenden, griechischen Kirchenväter zusammengenommen es tun. In der Enzyklika lesen wir die folgenden Sätze: „2. Die Liebe Gottes zu uns ist eine Grundfrage des Lebens und wirft entscheidende Fragen danach auf, wer Gott ist und wer wir selber sind.“[7] Existentiell übersetzt heißt es: Wen und wie darf ich lieben? Was sagt Gott dazu? „ 3. […] Stellt sie [die Kirche] nicht gerade da Verbotstafeln auf, wo uns die vom Schöpfer zugedachte Freude ein Glück anbietet, das uns etwas vom Geschmack des Göttlichen spüren lässt?“ „Verbotstafeln“ – keine Homosexualität. „4. Aber ist es denn wirklich so? Hat das Christentum tatsächlich den Eros zerstört? […]“ Aha. „ 5. Zweierlei ist bei diesem kurzen Blick auf das Bild des Eros in Geschichte und Gegenwart deutlich geworden. Zum einen, dass Liebe irgendwie mit dem Göttlichen zu tun hat: Sie verheißt Unendlichkeit, Ewigkeit – das Größere und ganz andere gegenüber dem Alltag unseres Daseins. Zugleich aber hat sich gezeigt, dass der Weg dahin nicht einfach in der Übermächtigung durch den Trieb gefunden werden kann. Reinigung und Reifungen sind nötig, die auch über die Straße des Verzichts führen. Das ist nicht Absage an den Eros, nicht seine „Vergiftung“, sondern seine Heilung zu seiner wirklichen Größe hin.“ Wenn das nicht autobiographisch zu lesen ist, was dann? Es erinnert ein wenig an die letzten Passagen aus „Der Tod in Venedig“ von Thomas Mann, der, wie man weiß, wenigstens homophil, obwohl glücklich verheiratet war. Kurz und gut...

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