Tradition und Glauben

Warum Bergoglio ein Gegenpapst ist? (10 von 20). Woher dieser Abfall oder fehlende Sakramentalien.

Was sind Sakramentalien?   Nach Bischof Ernest Müller, der sich diesem Thema mit aller Ausführlichkeit widmet, lässt sich zu Sakramentalien folgendes sagen: Sensu latiori intellecta Sacramentalia sunt actiones vel res ad cultum divinum ordinatae, quae hominum sanctificationi inserviunt. Im breiteren Sinne sind Sakramentalien Handlungen oder Dinge, die zum Gotteskult hingerichtet sind, welche der Heiligung der Menschen dienen. Sunt quadruplicis classis: Es gibt vier Klassen der Sakramentalien: Alia hominem sanctificandum vel res ad hominis sanctificationem et salutem destinatas potestati daemonum eripiunt, nempe exorcismi; Einige, welche zur Heiligung des Menschen dienen oder Dinge, die zur Heiligung und Rettung bestimmt den Menschen aus der Macht der Dämonen befreien – dies sind die Exorzismen, 2. Alia ad sanctificationem disponunt, in homine fidem, reverentiam, devotionem erga Deum ac res divinas excitando, nempe caeremoniae Sacramentis et Missae sacrificio adnexae; Andere, welche zur Heiligung disponieren, damit im Menschen Glaube, Ehrfurcht, Ergebenheit Gott gegenüber und den göttlichen Dingen erweckt werde, dies sind nämlich die Zeremonien, welche den Sakramenten und dem Messopfer beigefügt sind; 3. Alia sanctificationem promovent et augent, videlicet pia quaedam exercitia, qualia sunt oratio Dominica, preces ab Ecclesia statutae (e.g. horae canonicae), orationes in loco sacro recitatae, generalis confessio in Missa et Offcio divino dici solita, humilis et supplex tunsio pectoris, eleemosyna; per quae gratiae actuales obtineri, peccata venialia expiari, poenae temporales redimi possunt; Andere, welche die Heiligung fördern und vermehren und zwar fromme Übungen, welche das sind das Herrengebet [Vater unser], Gebete von der Kirche vorgeschrieben (z.B. Stundengebet), Gebete, die am heiligen Ort rezitiert werden, allgemeines Schuldbekenntnis, das in der Messe und im Offizium gebetet wird, demütiges und untergebenes Brustschlagen, Almosen; durch welche aktuelle Gnaden erhalten, lässliche Sünden gesühnt, zeitliche Sündenstrafen abgetragen werden können.“[1]   Bevor wir hier Bischof Müller weiter zitieren, fassen wir zusammen, was die Sakramentalien unter anderen bewirken: Sie verleihen aktuelle Gnaden, so Gott will, aber Er will schon. Wodurch kann man also konkret aktuelle Gnaden erhalten? Durch: Verrichtung von exorzismierenden Gebeten (St. Michael Erzengel Gebet), Verwendung von exorzismierenden Gegenständen (St. Benedikt Medaillie) Beiwohnung bei Zelebration der Sakramente, Beiwohnung bei der hl. Messe, Vater Unser, Gebete der Kirche – Brevier, Stundengebet, Rezitieren der Gebete am heiligen Ort (Kapelle, Kirche), Allgemeines Schuldbekenntnis in der Messe, im Offizium, Brutschlagen im Sinne von mea culpa, aber demütig, Almosen geben. Wenn Sie also 1) bis 10) verrichten, erhalten sie aktuelle Gnaden, d.h. gewissermaßen zusätzliche Batterieladungen für Ihr Handy. Dies positiv gewendet, negativ gewendet, können Sie dadurch die lässlichen Sünden sühnen und zeitliche Sündenstrafen, jetzt schon und nicht erst im Fegefeuer, abtragen. Ist das nicht schön? Aber lesen wir weiter: 4. Sanctificationem juvant benedictiones personarum et rerum, quibus quaedam vis salutifera adnexa est vel ex intrinseca sanctitate, prout ss. Nominibus Jesu et Mariae, signo s. Crucis, vel es benedictio Ecclesiae, sicuti aquae lustrali, candelis, palmis, cineribus, exulentis etc. Ecclesiae more benedictis; per quas impetrari possunt gratiae acutales, deleri leviora peccata, infestations demonis repelli, obtineri etiam beneficia temporalia e.g. sanitatis, si expediant saluti animae. Ubi notandum, quod Sacramentalia non immediate tollunt peccata venialia, sed quatenus per illa impetratur gratia ad eliciendos actus doloris vel charitatis, quorum vi peccata veniali delentur. Hinc omnibus fidelibus consulendum, ut post sumptionem aquae benedictae etc. eliciant actum doloris vel amoris. [2]   Der Heiligung helfen die Segnungen von Personen und Dingen, welchen eine gewisse heilbringende Kraft hinzugefügt ist. [Sie rührt] entweder aus der inneren Heiligkeit [her], wie im Falle der heiligen Namen Jesu und Mariä oder beim Kreuzzeichen, oder [die heilbringende Kraft] stammt aus den Segnungen der Kirche, wie beim Weihwasser [zur Reinigung der Sünden], bei Kerzen, Palmzweigen, Asche, Lebensmitteln etc.; per welche aktuelle Gnaden erbeten, leichte Sünden getilgt, Infestationen der Dämonen vertrieben, auch zeitliche Wohltaten, wie Gesundheit, erlangt werden können, wenn sie der Rettung der Seele dienen. Ferner sei anzumerken, dass Sakramentalien nicht unmittelbar die lässlichen Sünden tilgen, sondern dann, wenn durch sie Gnade durch die Erweckung der Akte der Reue und der Liebe erbeten wird, durch deren Kraft die lässlichen Sünden getilgt werden. Daher empfiehlt es sich allen Gläubigen, dass sie nach dem Gebrauch des Weihwassers Akte der Reue oder der Liebe erwecken.                 Was bedeutet das? Dass in den gesegneten Gegenständen eine heilbringende Kraft (vi salutifera) wohnt. Diese strahlen von sich aus Heiligkeit und Heiligung aus, weil sie aufgrund der konstituierenden Segnung (consecrationes et benedictiones constitutivae) wie Sakramente ex opere operato wirken.[3] Diese Lehre ist auch nicht allen bekannt. Nicht nur Sakramente wirken an sich ex opere operato, konstituierende Segnungen, diejenigen also, welche ein für allemal eine Sache (Kreuz, Kirche) oder eine Person (z. B. Abtweihe) dem weltlichen Gebrauch entziehen, wirken ebenfalls auf diese Art und Weise. Dies bedeutet konkret, dass eine gesegnete Marienstatue, wie ein Sakrament, an sich wirkt. Sie heiligt objektiv, natürlich die recht disponierten und nicht nur diejenigen „die halt so daran glauben“, indem sie sich etwas einbilden. Wenn Sie im Gnadenstand sind, werden Sie sich in gesegneten Räumen...

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Die antidämonische Mantilla-Anzug-Wochenendbeilage oder agere contra

Der beste Weg DSDZ [der Schreiber dieser Zeilen] auf die Palme zu bringen, besteht darin: ihn zu bedrohen, ihn zu erpressen, ihm etwas zu verbieten. Man kann davon ausgehen, dass er in 90% der Fälle genau das Entgegengesetzte tun wird und zwar richtig. Ist das nicht kindisch? Nein, es ist das ignatianische agere contra – „entgegen wirken“ oder die Umsetzung der geistlichen Maxime: diabolus inverse legitur – „den Teufel muss man umgekehrt lesen“. Schlägt man dem Gegner das Druckmittel aus der Hand, indem man es selbst anwendet, so entledigt man sich des Druckes. Wir müssen uns ferner ständig vor Augen halten, dass hinter wirklich allen Ereignissen geistliche Mächte stecken, die sich dieser Ereignisse bedienen. Manchmal bedienen sie sich auch der Menschen, die sich darüber nicht im Klaren sind, dass sie die Propaganda des Feindes verbreiten. Woher weiß, dass der Ursprung dämonisch ist?...

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Meine Auxilium christianorum Ecke

Da sich die Leserzuschrifen mit der eigenen Auxilium christianorum Ecke in Grenzen halten, mit den Hausaltären leider auch, so fügen wir hier eine ACH-Ecke einer polnischen Leserin bei, um mit guten Beispiel voranzugehen. Diese ACH-Ecke ist sicherlich noch ausbaufähig, denn nach der richtigen Ikone zum orangen Hintergrund wird noch gefahndet, aber diese Ecke stellt schon ein guten Anfang dar. Warum bekommen wir keine ACH-Zuschriften? a. Weil unsere Leser sich keine ACH-Ecke halten, da sie keine ACH-Gebete verrichten. b. Weil sie noch an der Vollkommenheit des architektonisch-sakralen Ausdrucks feilen. c. Weil sie keine Zeit haben es richtig zu fotografieren....

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Meine Auxilium christianorum Ecke

Anbei die Auxilium christianorum Ecke von Eugenie Roth. Mehr als mit gutem Beispiel vorangehen, können wir wirklich nicht. … ich  habe mich „anstecken“ lassen … und mir am 8. November die Figuren für die ACH-Gebete bestellt: Eine Muttergottesstatue und den Hl. Erzengel Michael. Die Figuren lassen auf sich warten. Eines Tages ein Anruf: Der Paketdienst hatte meine Adresse nicht gefunden* und die Figuren gingen zurück an die verantwortliche Firma – immerhin an die in Deutschland, die Figuren sind aus Südtirol. Nach einem zweiten Anruf werden mir die Figuren ein zweites Mal zugesandt – und kommen ausgerechnet in den 10 Minuten an, in denen ich beim Einkaufen bin. Aber jetzt kann ich sie beim Paketshop abholen. Endlich, am 29.11.: Ich halte das Päckchen in meinen Händen …...

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Der Outdoor-Rosenkranz

Ja, liebe Leserinnen und Leser, wir alle kennen dieses Problem. Sie wollen beim Spazieren im Freien den Rosenkranz beten, aber weil es so kalt ist und Sie Handschuhe tragen müssen, so können Sie die kleinen Perlen nicht richtig greifen, die Hände immer in den Taschen zu halten, um den Rosenkranz fassen zu können, geht auch nicht, so beten Sie weiter auf den Fingern weiter, kommen raus, Sie denken, wozu Sie einen Rosenkranz haben und geben es schließlich auf und der Teufel freut sich. Zugegeben: dieses Problem kommt nicht oft vor, weil die wenigsten Katholiken den Rosenkranz überhaupt beten, noch weniger ihn draußen beten, sodass ganz wenige mit dieser Thematik konfrontiert werden....

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Laura Calister, 50 einfache Schritte, einen Schleier bzw. eine Mantilla zu tragen

Wir stellen hiermit einen Beitrag von Laura Calister, den wir hier gefunden haben in der erfrischenden und lebendigen Übersetzung von Eugenia Roth vor. Es handelt sich hier um die Mantilla-Frage. Bevor einige unserer intellektuell ausgerichteten männlichen Leser sich die Frage stellen, wie man einen katholischen Blog für solchen Unsinn verschwenden kann, da es gilt die hegelianische Dialektik in den Dokumenten des letzten Konzils zu entlarven und auszumerzen, so antworten wir, dass die Welt  nicht nur aus intellektuellen Problemen besteht und wir hier bei Tradition und Glauben auch Leserinnen haben für welche Hegel eine kleinere Rolle spielt. Frauen sind halt anders, liebe Herren, was wir schon an anderer Stelle bemerkt haben. Da Gott aber die Menschen in zwei Geschlechtern geschaffen hatte, welche einander sowohl nerven als auch ergänzen, so sollten wir auch danach trachten das andere Geschlecht, soweit es geht, zu verstehen. Für eine Frau aber ist es sehr WICHTIG, wie sie aussieht, da ihr das Aussehen und die dazugehörige Kleidung das Gefühl der Sicherheit, der Zugehörigkeit, der sozialen Anerkennung gibt....

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Wir basteln uns einen Hausaltar (7 von 8): Ikone, Weihwasserbecken

Stufe 6. Die Ikone Da das Kreuz recht hoch hängt, so brauchen Sie etwas worauf Sie ihren Blick richten können. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich nach vielen Jahren von Ikonen-Reproduktionen für eine echte, handgemalte Ikone (H: 31cm x B: 17 cm [zugeklappt] H:31 cm x 33,4 cm aufgeklappt) entschieden:...

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Wir basteln uns einen Hausaltar (5 von 8): Andachtsgegenstände segnen lassen

Stufe 2. Andachtsgegenstände segnen lassen Nachdem Ihr Haus oder Ihre Wohnung konstitutiv gesegnet worden ist, lassen Sie ihre Andachtsgegenstände, ebenfalls nach Rituale Romanum weihen. Diese Gegenstände sollen Sie ja heiligen und sollen nicht ausschließlich als Gebrauchsgegenstände fungieren. Nein, Sie brauchen sich kein Rituale romanum zu kaufen....

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Wir basteln uns einen Hausaltar (4 von 8): Das Haus segnen lassen

Stufe 1. Das Haus segnen lassen Nach diesem theoretischen Teil empfehlen wir Ihnen Ihr Haus oder Ihre Wohnung von einem Priester segnen zu lassen. Das wirkt wirklich. Der Schreiber dieser Zeile hatte es getan, was exakt an demselben Tag mit einem riesigen Nachbarschaftsstreit endete, welcher langfristig dazu geführt hat, dass die sehr störenden und unangenehmen Nachbarn wegzogen und die anderen Nachbarn anfingen sich zivilisiert zu benehmen. Sündige Menschen halten es in solch einem Haus nicht aus, wenn auch es nur eine Wohnung betrifft, sie können sich aber vor einem glücklichen Ausgang auf viele Kämpfe einstellen. Es kann durchaus sein, dass Sie nach einer Haussegnung bestimmte Personen, besonders aus der Esoterikszene, meiden werden. Einfach ausprobieren und uns darüber schreiben. Um eine Haussegnung oder eine andere konstitutive Segnung durchzuführen, brauchen Sie: Einen Priester, kann auch in Sünde leben, wenn sich kein anderer findet. Die rechten Gebete. Ad 1. Da wir vom realistischen Fall ausgehen, dass Sie in einer NOM-Gemeinde leben, einen Pfarrer haben, der an nichts glaubt, die Wale rettet und zur seiner Konkubine regelmäßig fährt, so müssen Sie ihn entsprechend motivieren, damit er zu Ihnen kommt und Ihnen das Haus segnet. Das gute an der Geschichte ist, dass er nichts zu tun hat und sich gebraucht fühlen wird. Sie müssen ihm sagen: „Das ist mir aber total wichtig, echt jetzt ….“. Wenn Sie Ausländer sind, haben Sie es leichter: „Das kenne ich aus meiner Heimat. Meine Großmutter (Mutter, Tante, Onkel, ganze Familie) hatte es auch immer so getan…“ Zu 99% wird er zu Ihnen kommen, „um den Menschen nahe zu sein“ und falls nicht, können Sie auf die leidige Kirchensteuerfrage kommen oder andeuten, dass Sie sich bei seinem Ordinariat über ihn schriftlich beschweren werden. Er wird zu Ihnen eilen! Ad 2. Unter rechten Gebeten verstehen wir hier die lateinischen Gebete aus dem Rituale romanum, welches seit Summorum pontificum völlig legal verwendet werden kann. Ja, ja ein Papst musste eine Sondererlaubnis geben, damit Katholiken katholische Gebete aufsagen können. Warum gerade diese? Weil diese wirken, traditionell sind und die Dämonen wirklich vertreiben. Die Wohnung des Schreibers dieser Zeilen wurde nach dem Rituale romanum gesegnet. Leider wurden im nachkonziliaren Benedictionale (Auflistung der Segensgebete) viele Gebete geändert, sodass sehr viele Segnungen weggefallen sind, da diese, wie das Superkonzil suggerierte, „nicht mit der Mentalität des modernen Menschen“ zu vereinbaren sind. Sie haben also im nachkonziliaren Benedictionale erstens viel weniger Segnungen und zweitens weniger wirkende, denn geänderte Segnungen. Wie verhält sich das Rituale romanum zu den nachkonziliaren Segensgebeten? Wie Benzin zum Wasser im Tank. Exorzisten berichten, dass die neuen Exorzismen nicht wirken und der Teufel über diese Priester durch die Besessenen lacht, bei dem Exorzismus aus dem Rituale aber, laufen die Dämonen wirklich davon. Soviel zur empirischen Erfahrung zur Wirksamkeit der neuen und alten Gebete. Also bitte die Haussegnung nach dem Rituale romanum verlangen, denn für dessen Wirksamkeit können wir bürgen und das neue, Sie wissen schon, wurde nach dem Motto: „jedoch aber wenn pastorale Gründe dafür sprechen …rettet die Wale“ konzipiert. Ein modernistischer Priester kann sich aber weigern das Rituale romanum zu benutzen. Dies ist dem Schreiber dieser Zeilen passiert, wo ihn ein wohlverdienter Monsignore seiner Diözese aus der Sakristei samt seinem Rituale, welches natürlich nicht dem Monsignore gehörte, rausschmiss (leider kein Witz!). Dies kann Ihnen auch passieren. Hier ein paar Tipps: Der Grund für diese Weigerung kann ganz natürlich sein. Der Priester kann kein Latein oder nicht ausreichend gut Latein, um die Gebete vorzulesen, geschweige denn sie zu verstehen. Es ist ihm peinlich und will nicht, dass Sie es merken. Lösung: Beruhigen, betutteln! Der Grund für diese Weigerung kann intellektuell sein. Er ist so erzogen worden alles vorkonziliare und lateinische als „Brimborium“ zu meiden und möchte Ihnen alles nachkonziliar und auf Deutsch segnen. Lösung: „Bitte, bitte ..das ist mir aber echt wichtig jetzt. Dieses Gebet aus dem Rituale ist mir von meiner Großmutter [den Rest der Familie aufzählen] ans Herz gelegt worden …“. Bzw. „… in meiner Heimat … etc.“ Der Grund für diese Weigerung kann geistlich sein. Er lebt dermaßen lange in schwerer Sünde, dass ihn alles Fromme gleichsam „brennt“. Da sind Sie recht machtlos. Sie können ihm sagen, dass Sie sich über ihn schriftlich in seinem Ordinariat beschweren werden, da Sie, als Kirchensteuer zahlender Katholik, einen Anspruch auf diese Leistung haben, welche Ihnen kirchenrechtlich laut Summorum pontificum zusteht. Die entsprechende Passage lautet wie folgt: Art. 9 § 1. Der Pfarrer kann – nachdem er alles wohl abgewogen hat – auch die Erlaubnis geben, dass bei der Spendung der Sakramente der Taufe, der Ehe, der Buße und der Krankensalbung das ältere Rituale verwendet wird, wenn das Heil der Seelen dies nahelegt. Ferner sagt die vatikanische INSTRUKTION über die Ausführung des als Motu proprio erlassenen Apostolischen Schreibens Summorum Pontificum von PAPST BENEDIKT XVI.  der Kommission Ecclesia Dei folgendes: Pontificale Romanum und Rituale Romanum Der Gebrauch des...

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Wir basteln uns einen Hausaltar (3 von 8): Was sind Sakramentalien?

Was sind Sakramentalien? Da wir um dieses Thema nicht umhin kommen, hier eine Kurzabhandlung über die Sakramentalien.[1] Die Dogmatik von Diekamp-Jüssen schreibt: „Die Sakramentalien sind Sachen oder Handlungen, deren sich die Kirche sozusagen in Nachahmung der Sakramente zu bedienen pflegt, um auf Grund ihrer Gebete Wirkungen vor allem geistlicher Art zu erlangen“ (CIC 1917 Can. 1144, vgl. CIC 1983 Can. 1166) Sakramentalien sind: Die sinnreichen und ehrwürdigen Riten bei der Spendung der Sakramente, soweit sie nicht wesentliche Bestandteile des sakramentalen äußeren Zeichens sind; sie heißen Sakramentalien wegen ihrer Zugehörigkeit zu den Sakramenten; Selbständige religiöse Handlungen (Weihungen, Segnungen, Exorzismen) oder der religiöse Gebrauch geweihter oder gesegneter Sachen (Weihwasser, geweihte Kerzen, liturgische Gewänder usw.); hier erklärt sich der Namen Sakramentale durch die Ähnlichkeit mit den Sakramenten. Die geweihten oder gesegneten Sachen selbst. Hier ein paar Beispiele unsererseits, damit es klarer wird:...

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Die Banalität des Bösen. 3: Gefallene Natur und Sakramentalien

Die  Banalität und die gefallene  Natur Warum ist aber, theologisch gesehen, das Böse banal? Weil die menschliche Natur durch die Erbsünde lädiert ist. Es fällt uns einfach leichter sich gehen zu lassen und mit den Wölfen zu heulen als uns zu heiligen. Der natürliche Weg im Sinne der natura lapsa, der gefallen Natur, geht gemäß der Schwerkraft nach unten. Die Liturgie sagt ja: natura, qui proclivis est ad lapsum –  „die Natur, welche zum Fall geneigt ist“. Deswegen die Notwendigkeit der Erlösung, der Gnade, des Gebets, der Askese, der Sakramente und der Sakramentalien. Seit das unselige Vaticanum II vieles, auf der pastoralen Ebene, als „nicht mit der Mentalität des modernen Menschen vereinbar“ erklärt hat, hat es eigentlich auf der dogmatischen Ebene die Lehre von der Erbsünde ausgehebelt. Denn bis zum 1962 schadete dem Menschen: Das Fleisch, also seine eigene durch die Erbsünde lädierte Natur, Die Welt, welche sich leider weitgehend unter der Herrschaft des Teufels befindet, Der Teufel. Aber seit 1962 ist es auf einmal anders und nach 1965 erst recht. Zum zweiten Punkt muss man an dieser Stelle sagen, dass der gefallene Engel weder auf die Seelen im Himmel, noch auf die im Fegefeuer Einfluss hat, sodass ihm nur der Einfluss auf dieser Welt und in der Hölle bleibt. Dies ist aber keine gnostisch-dualistische Sicht der Dinge, wonach Gott und Teufel gleich stark sind. Der Teufel ist nur ein Geschöpf, welchen Gott, um unserer Heiligung willen, gewähren lässt. Das leider der Teufel auf dieser Welt (Joh 12, 31;  14,30;  16,11) und während des irdischen Lebens einiges kann, deswegen die Ermahnung zur Wachsamkeit, welche die Kirche täglich in der Komplet liest: Kurzlesung 1 Petr 5,8-9 Brüder, seid umsichtig und haltet Wache, weil euer Feind, der Teufel, wie ein Löwe mit aufgesperrtem Maul um euch herumschleicht und danach trachtet, einen zu verschlingen. Ihm stellt euch entgegen mit Festigkeit im Glauben. Die Welt in der Macht des Bösen und die Rolle der Sakramentalien Wie sehr treffend Anthony Cekada[1] aber auch Roberto Carusi[2] darlegen, wurden schon bei der Reform der Karwoche 1951-1956, aber erst recht nach der konziliaren Liturgiereform wirklich alle Gebete unterdrückt, welche die destruktive Rolle des Teufels erwähnen. Wahrscheinlich waren diese Gebete auch nicht mit der „modernen Mentalität vereinbar“ oder sie waren eher mit der gleichbleibenden Mentalität der Dämonen nicht vereinbar, welche die Reformer sichtbar inspiriert haben. Nehmen wir aber für einen Moment ganz atheistisch bei der Reform der Karwoche an: Es gibt keinen Teufel und keine Dämonen. Kein Mensch versteht Latein, hört bei der Liturgie genau zu oder liest sich die liturgischen Texte mit theologischem Verständnis durch. Die Anzahl der Menschen, die überhaupt um diese Gebete und ihre Bedeutung in der ganzen Kirche Bescheid wissen, befindet sich allerhöchstens im zweistelligen Bereich. „Gottesdienst“ ist „Brimborium“ und „Miteinander“.d.h. Menschen lieben feierliche, unverständliche Rituale, die nichts mit ihrem Alltag zu tun haben und die sie gemeinschaftlich erleben. Warum denn dann die Gebete, welche z.B. die Dämonen betreffen, eliminieren, wenn sie zu dem „Gesamtpaket-Feierlichkeit“ gehörten? Kein Mensch kennt sie oder fast niemand achtet auf sie und erst durch die Eliminierung stellt man sich Fragen. Es ist doch recht unwahrscheinlich, dass jemand das ganze Jahr auf eben diese Gebete wartet, wie auf das Exultet. Sie wirken also doch antidämonisch, sonst wären sie nicht von den Dämonen durch ihre Helfelshelfer rausgeworfen worden. Ja, ja, die „Liturgiereform“ war ein inside job, wie die Amerikaner sagen. Ebenso bei den Missale-Gebeten, d.h. bei den Kollekten, fielen, wie fleißig Rev. Cekada nachrechnete, ab 1965 die meisten vorkonziliaren Gebete weg. Die Statistik sieht nach Cekada wie folgt aus: Von 1182 Gebeten fielen 760 völlig weg. Von den 36%, die übrig geblieben sind, wurde die Hälfte geändert, bevor sie ins neue Missale aufgenommen wurden. Nur 17% der alten Gebete fanden den Weg ins neue Missale.[3] Was war das Kriterium? Das, was die „Reformer“ die „negative Theologie“, aber nicht im traditionellen Sinne, nannten. Sie verstanden nämlich darunter: Die gefallene Natur. Macht der Welt und der Dämonen. Gottes Zorn. Ewige Strafe Etc., etc.[4] Alles das also, was sich für die heutige Welt und für die Mentalität des modernen Menschen negativ anhört, daher der Terminus „negative Theologie“ und nicht wie bisher dahingehend verstanden, dass man über die Eigenschaften Gottes an der Schöpfung gemessen eher negativ als positiv reden kann. Gott ist also un-begrenzt, un-sichtbar, un-ermäßlich, un-sterblich etc., d.h. ihm eignen eher negavite als positive Attribute. Wir wollen an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, wollen aber dadurch die These beweisen, dass wir alle, da wir die Lehre von der gefallenen Natur in der Liturgie nicht hören, weil sie eliminiert wurde, um diese Wahrheit entweder nicht wissen oder sie nicht ausreichend präsent vor Augen haben. Es gibt also die Erbsünde und es gibt die Mächte der Finsternis, welche, aufgrund der Erbsünde eben, von der nur die Mutter Gottes ausgenommen war, ein einfaches Spiel mit uns haben....

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