Tradition und Glauben

Die Don-Leone-Sex-Wochenendbeilage

Anhand der Diskussionen, die unsere Zölibatsreihe auf gloria.tv auslöst, stellen wir fest, dass die allermeisten Katholiken die katholische Lehre über die Ordnung des Geschlechtlichen, um das vermaledeite Wort „Sexualität“ an dieser Stelle nicht zu verwenden, überhaupt nicht kennen. Und interessanterweise diejenigen, die sich für sehr katholisch halten. Die nachkonziliare Kirche hat wirklich die ganze Arbeit geleistet, da wir solche Sätze lesen wie: „Sexualität hat ihren Ursprung in Gott.“ „Zölibat gab es in der Urkirche nicht. Es ist eine spätere Erfindung.“ Beides stimmt nicht. Beides ist Mainstreamdenken der deutschen Schnittmenge Staat-Staatskirche. Wir werden noch viel, viel schreiben müssen, um überhaupt die katholische Ehelehre darzustellen, denn wenn man sie überhaupt kennt, so kann man sie entweder annehmen oder verwerfen. Was ist der primäre Ehezweck? Das Zeugen der Kinder, um: das Menschengeschlecht zu erhalten, Seelen Gott und der Kirche zuzuführen, die Zahl der Erwählten zu vollenden....

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Sex, Verhütung, Vat. II und malum intrinsecum (3 von 3)

Das Naturrecht in den Herzen eingeschrieben Die schiefe Ebene, die falsche nachkonziliare Umlaufbahn hat mit der Aussage von Pater Chiodi den nächsten Tiefpunkt erreicht, aber sie ist dennoch recht konsequent, wenn man Sex von der Fortpflanzung entkoppelt. Dann dient er nur der Lust, dann soll man die Lust verlängern, dann ist die Verhütung probat und die Abtreibung auch, falls es mit der Verhütung nicht klappt. Wie richtigerweise Ann Barnhardt angibt, führte sogar Sigmund Freud an, dass jeglicher Sexualakt, welche die Fortpflanzung ausschließt, pervers ist.[1] Das ist sehr klassisch und thomistisch gedacht, weil der Hl. Thomas von Aquin diese Akte ebenfalls als contra naturam (gegen die Natur) bezeichnet (Summ. Theol. II IIae, q. 154. art 11 o. et 12. Ad 4, 1 2 q. 73.7. c et 2.2. q. 154. 12 o. et q. 170 1 ad 2.). Das Gesetz Gottes ist wirklich in unsere Natur eingeschrieben, sodass wir instinktiv wissen, was richtig und was falsch ist. Die Heilige Schrift macht es deutlich:...

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Sex, Verhütung, Vat. II und malum intrinsecum (2 von 3)

Nachkonziliarismus und Sex Im Nachkonziliarismus wird aber deswegen das Sexuelle dermaßen hoch gehalten, insbesondere durch die unglücksselige Theologie des Leibes von Johannes Paul II, damit niemand zur Erkenntnis des Geistigen kommt, damit niemand sehend wird. Der Psalm sagt: In lumine tuo videbimus lumen – „In Deinem Licht werden wir das Licht sehen“ (Ps 35, 10), denn wie beim natürlichen Sehprozess durch die Lichtreize die Sinneszellen der Retina aktiviert werden, so wird unser geistliches Sehvermögen durch die Gnade Gottes aktiviert, wenn, aufgepasst, unser Seelenauge durch nichts verdreckt, vereitert oder verdeckt wird. Wodurch wird es verdeckt? Durch die irdischen Leidenschaften, am meisten aber durch das geschlechtliche Begehren und deren Verwirklichung. Hier nochmals auf den Punkt gebracht: Sie werden niemals zu einem höheren Grad der Gotteserkenntnis kommen, wenn Sie noch sexuell, wie auch immer, aktiv sind. Punkt....

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Sex, Verhütung, Vat. II und malum intrinsecum (1 von 3)

Der Grabenkrieg: neokonservativ gegen traditionalistisch Es gibt eine Debatte, die vorwiegend in den USA stattfindet und bei der die Fronten recht verhärtet sind. Es ist ein Graben-, ein Bürgerkrieg, ja eigentlich ein Krieg unter Brüdern, der Krieg nämlich zwischen den Neokonservativen (Generation JP2) und den Traditionalisten. In den deutschsprachigen Ländern kann er überhaupt nicht stattfinden, da wir zu wenig von den ersten und kaum welche von den letzteren zur Verfügung haben. Es gibt wirklich wenige Traditionalisten, die dazu in der Lage wären überhaupt eine Diskussion führen wollen. Im traditionellen Lager wird entweder nur verdammt, gerichtet oder andächtig darauf gehört, was der (Pius-)Pater sagt. Das ist natürlich sehr schade, weil man sich nur darin üben kann, wozu man Übung hat, um gut diskutieren zu können, müssen Sie Mitdiskutanten finden. Auf den Veranstaltungen der katholischen Akademien in D, A und CH treffen sich jedoch fast immer ein atheistischer Theologieprofessor, der mit einem agnostischen Theologieprofessor in klar abgesteckten Rahmen diskutiert. Sie reden meistens dasselbe, manchmal aneinander vorbei, sie tun es für alle Zuhörer so unverständlich, dass Gott sei Dank wenig bis gar nichts von deren Inhalten übrig bleibt. Es ist ja eine Scheinveranstaltung, Kayfabe wie im Wrestling, wo die Gegner zu vorgeben zu kämpfen. Da die von der Kirchensteuer (letztes Jahr 6 Milliarden Euro) lebende katholische Akademie etwas veranstalten muss, die von der Kirchensteuer finanzierten Professoren ebenso etwas vortragen müssen und da niemand von ihnen, außer der eigenen Einkommenssicherung, an etwas glaubt, so tut man sich bei diesen Diskussionen nicht weh, da es ja um nichts geht....

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Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (7 von 7) Schlussfolgerung und status quo.

Schlussfolgerung Die Absicht, diesen Aufsatz zu schreiben, war es, zu untersuchen, wie die fleischliche Begierde, oder deutlicher der Geist der Hurerei oder Unreinheit in der Lage war, in das Innere der zeitgenössischen Kirche einzudringen. Wir haben uns die Mühe gegeben, sie/ihn durch verschiedene Kanones des Neuen Kirchenrechts und verschiedene Lehren des jüngsten Lehramtes im Zweiten Vatikanische Konzil zurückzuverfolgen, in denen der Geist der gefallenen Welt offiziell in die katholische Kirche einbrach. Dieser unreine Geist  stimmt mit der Weltvision der Sexualität überein. Unsere frühere Analyse dieser Vision zitierend und kurz auf den Zeitraum vom letzten Vatikanischen Konzil bis zum gegenwärtigen Pontifikat hinweisend, sollten wir fortfahren zu untersuchen, inwieweit dieser Geist die Enzyklika Amoris Laetitia formt....

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Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (6 von 7) Amoris Laetitia.

III.  AMORIS LAETITIA Wie können wir daran zweifeln, dass diese Enzyklika, die von demselben Kardinal Caffara, dem Schwester Lucia geschrieben hatte, öffentlich in Frage gestellt wurde, keinen Anteil hat am Zusammenprall zwischen der Kirche und Satan, wie wir oben erwähnt haben? In diesem kurzen Blick auf Amoris Laetitia betrachten wir Ehe, Ehebruch und „Sexualerziehung“.           1)    Ehe a) Ehe in sich selbst          Die Exhortation Amoris Laetitia Die Exhortation Amoris Laetitia sagt in § 80: Die Ehe ist an erster Stelle eine »innige Gemeinschaft des Lebens und der Liebe«, die ein Gut für die Ehegatten selbst darstellt, und die Geschlechtlichkeit ist »auf die eheliche Liebe von Mann und Frau hin geordnet … Trotzdem ist diese Vereinigung »durch ihre natürliche Eigenart auf die Zeugung ausgerichtet.«....

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Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht? (6 von 7) Der Untergang oder Amoris Laetitia als Ziel.

Wenn man sich die nachkonziliare Ehe- und Sexuallehre näher anschaut, wird einem im Nachhinein deutlich, dass seit mindestens 50 Jahren auf Amoris Laetitia hingearbeitet wurde. Wer konkret hat darauf hingearbeitet? Vat. II mit Gaudium et Spes 48 und 49: Gleichstellung des ersten (Kinder) und zweiten (gegenseitige Hilfe) Ehezweckes Paul VI. Humanae vitae: Anerkennung und Zulassung der natürlichen Verhütung, deren Anwendung so ausgeweitet wurde, dass sie zu einer legitimen Verhütung avansierte. Johannes Paul II. Theologie des Leibes: Ehelicher Sex als Selbstzweck und als Weg zu Gott Johannes Paul II. Familiaris consortio (1981): Zusammenleben von Ehebrechern wird zwecks Erziehung der Kinder geduldet, wenn sie keusch leben. (84) Johannes Paul II. Codex iuris canonici (1983): Umkehrung des ersten und zweiten Ehezweckes im Canon 1055 § 1:...

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Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (5 von 7) „Überhöhung der ehelichen Liebe“.

B. Die Überhöhung der ehelichen Liebe  1. Vergöttlichung und Zielsetzung        Wir haben erklärt, wie die eheliche Liebe durch ihre Vergöttlichung erhöht wurde, durch ihre Angleichung an die göttliche Liebe der Barmherzigkeit.         Durch die Angleichung der ehelichen Liebe an die Nächstenliebe, vergöttlicht sie der Papst nicht nur, sondern legt sie auch dadurch fest, dass er sie als einen Weg zur Verwirklichung des Sinns des menschlichen Lebens präsentiert. Denn da Gott die Summe alles Guten und Vollkommenen ist, ist die raison d’être (die Daseinsberechtigung) jedes gegebenen Dinges durch die Nachahmung des Gutseins und der Vollkommenheit Gottes selbst bestimmt. Die Vollkommenheit Gottes, zu deren Nachahmung der Mensch imstande ist, ist sein (Gottes) Wissen über und vor allem die Liebe zu sich selbst. Diese Liebe, wie wir oben erklärt haben, ist eine totale sich selbst hingebende Liebe. Indem er behauptet, dass die eheliche Liebe einer total sich selbst hingebenden Liebe gleich kommt, behauptet der Papst dann, dass der Mensch seine raison d’être, Daseinsberechtigung,  durch die eheliche Liebe (einschließlich des dazugehörigen Aktes) erfüllen kann. Tatsächlich behauptet der Papst ausdrücklich, dass die totale Selbsthingabe in der Ehe (dem Menschen (Anm. d. Übers.) die „Verwirklichung des eigentlichen Sinns seines Seins und seiner Existenz“ (16 Jan. 1980) ermöglicht....

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Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht? (5 von 7) Warum Sex schlecht für die Seele ist.

Menschen, die aus der Welt kommen, aber auch die Mehrheit der Katholiken, Geistliche leider eingeschlossen, verstehen die traditionelle Einstellung zum Sex nicht, welche da lautet: So wenig wie möglich, am Besten gar nicht. Diese Einstellung ist dermaßen unweltlich und kontraintuitiv, da sexuelle Handlungen besonders bei ihrem Höhepunkgt mit einer großen Lust verbunden sind, welche nach neuesten Untersuchungen, nur noch vom Kokain-Kick im Gehirn übertroffen werden. Warum also auf etwas verzichten, was so lustvoll ist? Weil es vergänglich ist....

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Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (3 von 7) Todsünde und heilige Kommunion.

2. Todsünde und Heilige Kommunion Die traditionelle Lehre Die Kirche hat immer gewissenhaft und treu davor gewarnt, die heilige Kommunion im Zustand der Todsünde zu empfangen. In der Liturgie des Gründonnerstags und des Fronleichnamsfestes präsentiert uns die Kirche in ihrer Liturgie des Alten Ritus für unsere Meditation den Abschnitt des ersten Briefes des hl. Paulus an die Korinther im Kapitel 11, der vor dem Empfang der Heiligen Kommunion, der zur Verdammnis führt, warnt. Im Fronleichnamsfest wiederholte der Autor (des Messtextes (Anm. d. Übers.)) selbst, der hl. Thomas von Aquin, pointiert die Passage im Communio-Gebet; In der Sequenz Lauda Sion erklärt er unmissverständlich:...

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Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht? (3 von 7) Von Unkeuschheit zum Sakrileg.

Sehr richtig schlägt Don Pietro den Bogen von der Unkeuschheit, also der Sünde gegen das Sechse Gebot, zum Sakrileg. Wenn Sie in einer Kirche im deutschsprachigen Raum sind, können Sie davon getrost ausgehen, dass 90% der Menschen nicht im Gnadenstand ist und das 99% diesen Zustand den sexuellen Sünden verdanken. Sie gehen fast alle zur Kommunion und begehen eine weitere Todsünde, des Sakrilegs wie auch derjenige Priester, der ihnen diese Kommunion wissend spendet. Wozu finden also die Novus Ordo Messen statt? Damit mehr Todsünden begannen werden. Deswegen kämpft das Novus Ordo Establishment um sie, und Franziskus wird vielleicht die Alte Messe in die Piusbruderschaft  auslagern und woanders  verbieten. Welche Sünden sind es denn?...

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Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (2 von 7) Ehelehre der modernen Kirche.

II. Die Ehelehre der Modernen Kirche bis zu Papst Franziskus   Seit Anbeginn Ihrer Geschichte lehrte und praktizierte die Kirche das asketische Leben. Tatsächlich ist dies eines der Merkmale, das sie von der Welt unterscheidet und das die wirkliche Authentizität Ihres Glaubens[1] bestätigt. Denn wie konnte sie das Leben so vieler in Demut und Keuschheit verwandeln, was im Widerspruch zur gefallenen Natur steht, wenn der Glaube, den Sie predigte, unwahr gewesen wäre?...

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Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht? (2 von 7) Potestas diaboli in lumbis est.

Im nächsten Abschnitt zeigt Don Leone, wie in der nachkonziliaren Theologie nach und nach jeder Begriff der caritas, also der Gottes- und Nächstenliebe durch amor, sprich Sex ausgehöhlt und ersetzt wurde. Denn der eigentliche Zweck der Ehe die Kinder, wurde mit dem zweiten Zweck der Ehe – gegenseitige Hilfe- (mutuum adiutorium) gleichgesetzt und während die vorkonziliare Theologie mit der gegenseitigen Hilfe die Hilfe beim Erreichen des Heils durch den Ehestand verstand, versteht die nachkonziliare Kirche dadurch Sex. Ja, die Eheleute helfen einander, indem sie Sex miteinander haben. Ist das denn keine Hilfe? Schon, aber eine kurzfristige und kaum auf das geistliche Ziel gerichtet, denn Sex bindet sehr und macht süchtig. Wie sehr richtig Ann Barnhardt darlegt: je mehr jemand auf der Skala des diabolischen Narzissmus forgeschritten ist, desto perverser ist sein Sex....

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Don Pietro Leone, Die Kirche und Asmodeus. (1 von 7) Einführung.

A spiritu fornicationis libera nos, Domine Anrufung aus der Allerheiligen-Litanei Schwester Lucia von Fatima schrieb Kardinal Caffara, dass der finale Zusammenprall zwischen dem Teufel und der Kirche auf dem Gebiet der Familie und der Ehe sein würde. Eine leidenschaftslose Untersuchung der jüngsten Kirchengeschichte führt uns zu der sicheren Erkenntnis, dass der Zusammenstoß bereits begonnen hat, und zwar mit dem Eindringen des Dämons Asmodeus, des Geistes der Unzucht in die Kirche....

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Die Kirche des Asmodeus oder worum es bei Don Leone geht. (1 von 7) Es gibt keine „Sexualität“!

Die Reihe von Don Pietro Leone, welche wir mit Erlaubnis, Zustimmung und Segen des Autors als einzige auf Deutsch in der, wie immer vorzüglichen Übersetzung von davillatollkuehn, veröffentlichen, heißt Die Kirche und Asmodeus und nicht Die Kirche des Asmodeus, dessen sind wir uns bewußt. Dennoch ist Sex, Sexualität, das Geschlechtliche, der Geschlechtsakt dermaßen in der nachkonziliaren Kirche auf allen Ebenen der Lehre, insbesondere bei Amoris Laetitia, zu Deutsch „Die Freude am Sex“ gegenwärtig, dass man getrost sagen kann, dass die Kirche zu einer Kirche des Asmodeus also des Dämons der Unzucht, geworden ist. Denn bei Dämonen gibt es Bereiche der Spezialisierung, wie wir noch darlegen werden.  Die Muttergottes sagt ja selbst in La Salette: Zittert, Erde und ihr, die ihr Gelübde zum Dienste Jesu Christi abgelegt habt und die ihr innerlich euch selbst anbetet, zittert! Denn Gott geht daran, euch seinen Feinden zu überliefern, da die heiligen Orte in Verderbnis sind....

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Fr. Pietro Leone: “Die Theologie des Leibes”. (6) Ehelicher Akt als Abbild der Beziehung zwischen Kirche und Christus?

B. Eheliche Liebe im Verhältnis zu Christus und Seiner Kirche Der Papst vergleicht die Einheit zwischen Christus und Seiner Kirche einerseits und der ehelichen Liebe andererseits in mehreren, unterschiedlichen Darstellungen.  1.  Die gegenseitige Unterordnung der Eheleute In seinem Kommentar zu Eph 5. 21-2, dass Ehemänner und Ehefrauen “einander untertänig in der Furcht Christi” (V. 21) sein sollen und “die Frauen [seien] ihren Männern untergeben wie dem Herrn”, behauptet der Papst, dass gegenseitige Unterordnung eine “gegenseitige Schenkung des Selbst” bedeute, dass der Ehemann “gleichzeitig der Frau untergeben” sei (11. Aug. 1982), und dass diese Ehrerbietung “keine andere ist als eine geistlich gereifte Form” der gegenseitigen Anziehung der Geschlechter (4. Juli 1984, West S.81). Als Antwort hierauf ist zu sagen, dass es in diesen beiden Versen nichts gibt, das auf einen Akt der ehelichen Vereinigung hinweist. Sie mögen ohne Weiteres im Bezug auf die eheliche Liebe im Allgemeinen interpretiert werden, d. h. die gegenseitige Hilfe der Eheleute (als zweites Ziel der Ehe). Diese Interpretation wird bestätigt durch die gleiche Geisteshaltung, ausgedrückt in Röm 12. 10: honore invicem servientes: kommet einander in Ehrerbietung zuvor. (Allioili).  Bezüglich der Unterordnung der Frau unter ihren Mann erinnert St. Thomas (in Summa I q. 96 a.4) daran, dass jede Gesellschaft eine Form der Autorität braucht, um die Aktivitäten dieser Gesellschaft zum Gemeinwohl hin zu leiten. In der Tat ist christliche Autorität nicht gebieterisch oder egoistisch, sondern beinhaltet Dienst und Hingabe nach dem Beispiel des Menschensohnes, der nicht kam um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen (Mt 20, 25-8). Was die Ehrerbietung Christus gegenüber betrifft, so drückt diese den Geist aus, der die Eheleute bewegen sollte, sich einander unterzuordnen, einen Geist, der weit entfernt von Servilität ist. 2.   Die Einheit des einen Fleisches Wir wenden uns nun der Interpretation des Papstes der Einheit “des einen Fleisch”...

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