24. August – das Fest des Hl. Bartholomäus

Bartholomäus

Damit wir das richtig Wichtige nicht vergessen, hier die Erinnerung an den Tagesheiligen, der im Himmel die ewig-göttliche Liturgie feiert, denn er hat es sich verdient. Dies für den Fall, dass Sie sich beschweren wollten wie schwer Sie es haben. Nicht jammern, noch werden Sie nicht gehäutet.

Heute feiert die Kirche, sowohl im neuen als auch im alten liturgischen Kalender das Fest des hl. Bartholomäus, welcher in Armenien das Martyrium dadurch erlitt, dass er bei lebendigem Leibe gehäutet wurde, ihm wurde also die Haut abgezogen und danach wurde er durch das Schwert hingerichtet.[1] Das Enthäuten oder „das Schinden“ war eine Strafe, welche vornehmlich im Orient praktiziert wurde und natürlich nicht nur Christen betraf, so ließ der Perserkönig  Schapur I. den römischen Kaiser und Christenverfolger Valerian (gest. 260) schinden, was nicht ohne eine gewisse Genugtuung der Kirchenschriftsteller und Theologe Laktanz (De mortibus persecutorum 5.6) berichtet. Man muss also fairerweise sagen, dass der hl. Bartholomäus nicht der einzige war, der diesen Tod erlitten hatte, man muss auch fairerweise sagen, dass es noch nicht der Islam war, den es am Ende des ersten Jahrhunderts noch nicht gab. Dennoch singt Osmin in seiner letzten Arie aus Mozarts Entführung aus dem Serail:

„Erst geköpft, dann gehangen,

Dann gespießt auf heiße Stangen,

Dann verbrannt, dann gebunden

Und getaucht, zuletzt geschunden!“

(Dritter Akt, Die Arie: „Ach, wie will ich triumphieren“)

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Mister X., Egal wie Sie darüber denken, wie schlimm die Korruption ist, es ist noch schlimmer.

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„We are beating this horse to death“, sagt der Amerikaner, nicht mit flogging a dead horse, zu verwechseln. Das Erstere könnte man auf Deutsch bildungssprachlich und tierfreundlich mit „wir wollen das Thema vertiefen“ übersetzen. Ja, wir sind es auch leid über sodomitische Prälaten und ihre Skandale in der nachkonziliaren Kirche berichten zu müssen, weil es aber außer uns kaum jemand auf eine theologisch vertiefte Weise tut, so müssen wir dieses Los auf uns nehmen. Aber zum Erwachsenwerden gehört die Welt zu betrachten, wie sie nun mal ist. Die frommen Seelen, welche dauernd auf gloria.tv oder ähnlichen Foren ständig posten:

  • „Es ist von der Presse aufgebauscht und antikatholisch.“
  • „Es ist nicht bewiesen und vermeintlich.“
  • „Man soll nicht richten.“
  • „Es sind gute Priester, die es so schwer haben.“
  • „Es ist unsere Schuld, weil wir zu wenig für sie gebetet haben.“

wollen sich einfach der Wirklichkeit nicht stellen. Warum? Weil ihre innere heile Welt es ihnen ermöglicht katholisch zu bleiben und anderen mit erhobenen Zeigefinger moralisch zu belehren. Originalton gloria.tv: Weiterlesen

Die Gnosis-Anti-Kirche-klerikaler Missbrauch-Wochenendbeilage

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Pennsylvanien ist überall

Die wenig in D, A und CH beachteten Nachrichten aus den USA sind erschreckend, wo der Staat Pennsylvanien sechs Diözesen juristisch zwang ihre Archive zu öffnen, woraus ersichtlich wurde, dass 300 Priester, die meisten homosexuell, im Zeitraum von 1947 bis 2017 1000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sexuell missbraucht haben. [Der ganze Report von 1356 Seiten ist hier einzusehen.] Die Bischöfe haben diese Priester systematisch gedeckt und ab und zu den Opfern Abfindungen gezahlt. Die Einzelheiten dieses Missbrauchs sind absolut erschütternd, [Warnung ein: Extrem verstörender Inhalt!] blasphemisch, gotteslästerlich und, wie Ann Barnhardt richtigerweise schreibt, hatten diese Priester ihre Missbrauchsideen [Warnung ein: Extrem verstörender Inhalt!] aus den Satansmessen, an denen sie teilnahmen, denn auf solche Ideen kommt man außerhalb dieses Kontexts nicht. Dass der Missbrauch von Bischöfen gedeckt wurde, die, so Schätzungen, mindestens zu 30% selbst [Warnung ein: Extrem verstörender Inhalt!] homosexuell sind, ist besonders gravierend. Weiterlesen

Hilary White und der Untergang der Nonnen – Relecture

Da wir in Juli eine Reihe zu Cor orans von Hilary White planen oder darüber, wie der Vatikan plant kontemplative Frauenorden nach und nach aufzulösen, erinnern wir an die älteren Beiträge zu diesem Thema dieser Autorin. Wir erinnern auch an unsere statistischen Beiträge  zum Niedergang des Ordenslebens. Wir planen auch eine eigene Reihe zu Cor orans, sodass die Ordensthematik präsent sein wird. Wir würden gerne etwas Herzerwärmendes dazu schreiben, aber wir haben Angst, dass falls wir schreiben, dass irgendein Kloster im deutschen Sprachraum sich von Novizen nicht retten kann, dieses bald geschlossen wird. Nein, kein Witz. So etwas passiert gerade in Frankreich.  Die Diözese ist pleite, der Bischof braucht Geld, ein Novus Ordo Frauenorden, der konservativ geworden ist, hat welches und deswegen wird ihm eine apostolische Visitation nach der anderen an den Hals geschickt, die Oberin und Novizenmeisterin wurden verbannt und eine neuen Oberin kommissarisch eingesetzt. Man kann es bei Hilary nachlesen. Es geht also nicht um Traditionalismus, es geht überhaupt um Frömmigkeit und ums Geld, was wir ebenfalls schon festgestellt haben.

Aber die deutsche Kirche hat doch Geld wie Heu!

werden Sie vielleicht sagen. Stimmt, aber man kann nicht genug haben und jemandem es wegzunehmen macht doch mehr Spaß als bloß auf das Steuergeld zu warten. Wer die oben vorgestellten Beiträge nicht kennt, sollte sie lesen als Vorbereitungslektüre sozusagen vor dem Cor orans-Zyklus, um zu verstehen, dass diese Entwicklung nicht von heute auf morgen kommt, sondern die Konsequenz von Vatikanum II ist.

Wie war es damals? Kurt Hutten und ein Rückblick in den Zerrspiegel der Geschichte.

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Beim Stöbern bei gloria.tv, wo sich unverhofft auch gute Beiträge finden lassen (die unsrigen werden dort leider nicht exponiert, sodass wir immer weniger reinstellen), fand DSDZ einen interessanten Beitrag aus dem Jahre 1970, der von der Traditionalistenbewegung handelt. Er stammt es der Feder von Kurt Hutten, einem protestantischen Theologen, der ihn in der Information (Nr. 42 Stuttgart III/1970) der Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen im Jahre 1970 unter dem Titel Drohen Abspaltungen in der katholischen Kirche? Traditionalisten gegen Progressisten veröffentlicht hatte. Der Text stammt also von jemand, der aus einer protestantisch-weltlich-rationalistischen Sicht über Sekten schreibt. Was macht solch ein Beitrag auf einem katholischen, traditionalistischen Blog? Wir veröffentlichen ihn, weil er recht objektiv und eher unvoreingenommen eine Situation schildert, über welche man schlecht in den offiziellen, katholischen Quellen nachlesen kann (siehe orwellsche Geschichtsverfälschung). Die Situation, die Karl Hutten beschreibt gleicht wirklich der von 2018 aufs Haar.

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David Martin, War die Revolution des II. Vatikanischen Konzils Wirklichkeit oder nur eine Missinterpretation? (2 von 2)

church in the demons mouth-th-century-miniature-paintingsWas wäre aber, wenn die konservative Fraktion gewonnen hätte und wenn durch dieses Konzil tatsächlich die Irrlehren der Moderne verurteilt worden wären, wie es geplant war? Was war denn geplant? Das kann man anhand der originellen Schemata des Konzils ersehen, die hier auf Englisch zu lesen sind. Kurz, klar, präzise und katholisch. Aber überhaupt von Fraktionen innerhalb der Kirche zu sprechen, ist eine Schande, denn die Kirche ist keine Partei. Es lässt sich nur von mehr oder weniger Heiligkeit, mehr oder weniger Gott entgegen kommen, sprechen. Wie ungläubig und die Kirche hassend müssen diese Männer der „Reform“ gewesen sein. Wieviele Miliarden von Seelen haben sie auf dem Gewissen. Wem hat es denn geschadet, dass nach der Messe noch die Leoninischen Gebete gebetet wurden. Den Dämonen, nicht den Menschen, denn diese zusätzlichen 5 Minuten ändern wirklich nichts.  Warum soll man denn „zum Volk hin zelebrieren“? Ist das Volk Gott? Warum muss der Priester im Mittelpunkt sein? Wird er angebetet? Ist er Gott? Ist dieser ganze Novus Ordo nicht ein Menschenkult? Das hat doch tatsächlich Paul VI. gesagt, dass die Kirche von nun an dem Menschen helfen wird dem Menschen sein irdisches Los zu meistern. Das ist die Horizontale, wo ist aber die Vertikale? Der Mensch kann sein Los selbst meistern, dafür braucht er keine Kirche. Wie man es dreht und wendet: Bei Novus Ordo geht es um den Menschen, nicht um Gott. Dem Schreiber dieser Zeilen wird immer mehr klar, wie sehr die Neue Messe Gott beleidigt. Der Priester und die Gemeinde schauen sich in die Augen und der Priester unterhält die Leute ein bißchen. Frauen in Stolas betreten das Podium, um auch „etwas beizutragen“, aber die Stimmung will irgendwie nicht aufkommen und das Publikum bleibt weg.

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David Martin, War die Revolution des II. Vatikanischen Konzils Wirklichkeit oder nur eine Missinterpretation? (1 von 2)

Anbei publizieren wir einen Text von David Martin, der auf onepeterfive erschienen ist, in der vorzüglichen Übersetzung von Eugenie Roth.  Es läßt sich nicht leugnen, dass traditionelle und traditionalistische Internetseiten eine bestimmte Hartnäckigkeit bei der Behandlung des Zweiten Vatikanischen Konzils an den Tag legen. Man könnte bösartig von einer Zwangsneurose sprechen, als gäbe es nichts anderes. Ihr Pfarrer mit der Pastoralassistentin um die Ecke werden Ihnen sagen:

„Lassen wir das Konzil gut sein, machen wir miteinander weiter“. 

Aber was sollen wir machen? Wie sollen wir es machen? Was ist das Ziel unserer Aktivität? Das Konzil hat dermaßen die Inhalte des katholischen Glaubens ausgehöhlt, dass man nicht mehr weiß, was ihn eigentlich ausmacht, am wenigsten weiß es Ihr Pfarrer, der sich diese Fragen gar nicht stellt. Warum beschäftigen wir uns dermaßen mit dem Konzil? Weil seine Auswirkungen uns persönlich betreffen. Wie denn?

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H. Reed Armstrong, (2 von 2) Ein zweifelhafter Einfluss: De Lubacs & Von Balthasars Effekt auf das katholische Denken.

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Kurzfassung für Eilige: Worum geht es? Urs von Balthasar, ein ehemaliger Jesuit,  lebte mit Adrienne von Speyer, einer verheirateten Frau, jahrelang in einer „mystischen Ehe“ samt ihrem Ehemann unter einem Dach. Balthasar und Speyer konstruierten ein gnostisches System, bei dem Balthasar Kabbala und jede mögliche Pseudomystik einsetzte. Trotzdem oder vielleicht deswegen machte ihn  Johannes Paul II zum Kardinal. Sic!

II

Unter den jüngeren Zeitgenossen de Lubacs, die er in La Fourvière erwähnte, war Hans Urs von Balthasar (S.J.), den viele, wenn nicht die meisten „Konservativen“ als den führenden Theologen der postkonziliaren Kirche betrachten.

Als Balthasar seine siebenjährige Ausbildung in La Fourvière beendet hatte, wurde er 1936 zum Priester geweiht. Dann arbeitete er kurz in München für die Zeitschrift der Jesuiten, Stimmen der Zeit. 1940, als das Naziregime die Freiheit der katholischen Journalisten beschnitt, verließ er Deutschland und begann, in  Basel als Kaplan der Studenten zu arbeiten. Weiterlesen

H. Reed Armstrong, (1 von 2) Ein zweifelhafter Einfluss: De Lubacs & Von Balthasars Effekt auf das katholische Denken.

16d528e3342dd73669d2232491ed5fb5--medieval-life-medieval-art     Reed Armstrong 30. März 2017 265 Comments

Wenn wir hier des Öfteren schreiben, dass die eigentlichen Urheber des Vat. II und der späteren Reformen Dämonen sind, welche sich bestimmter Menschen bedienten, da ist uns ein Lacher, ein Eintrag beim kreuzknappen oder erntehelfer auf gloria.tv sicher.  

„Die verrückten Traditionalisten! So ungebildet, so irrational!“

Wir sind zwar weder das eine, noch das andere, dennoch freut uns diese umgekehrte Anerkennung. Noch mehr freut uns aber, wenn wir unsere Thesen rational und akademisch beweisen können, indem wir Beiträge veröffentlichen, welche belegen, dass sich die Haupttheologen des Vatikanums II wie Henri de Lubac oder Hans Urs von Balthasar mit Esoterik, wenn nicht gar mit Okkultismus befassten oder wie Karol Wojtyla/Johannes Paul II aus Quellen schöpften, die esoterisch waren. Und was bedeutet „esoterisch“ in diesem Kontext? Dämonisch, einfach dämonisch. Der Aufsatz von H. Reed Armstrong, den wir in zwei Teilen in der ausgezeichneten Übersetzung von Eugenia Roth publizieren, schließt manche Wissenslücke auch des Schreibers dieser Zeilen, der sich einfach in der okkulten Materie zu wenig auskennt, um ihre die Einflüsse festhalten zu können. Die Periti des Konzils haben uns also auf einem sehr verklausurierten und verschlagenen Weg die Lehre der Dämonen mitgeteilt, zu denen sich die Menschen in der Endzeit zuneigen werden (1 Tim 4,1). Ja, es ist schrecklich, aber Einsicht ist der beste Weg der Besserung. Weiterlesen

Von der Gefahr und Notwendigkeit theologisch Okkultismus zu studieren

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Da ein jeder Mensch sich zwischen dem personenhaften Gott und dem personenhaften Teufel entscheiden kann, wobei der Letztere nur ein untergeordnetes Geschöpf und kein Gott ist, so wächst man mit der Zeit entweder in der Kenntnis des Theologischen oder in der Kenntnis des Okkulten. Mit Kenntnis ist nicht nur ein intellektuelles Erfassen, sondern ein geistliches Durchdrungen-Werden gemeint. Wenn Sie Heiliges lesen und Heiliges praktizieren, so „färbt“ das Heilige auf sie ab. Ebenso ist es mit Bösen, wenn Sie okkulte oder esoterische Literatur lesen, wirkt diese negativ auf Sie, was bis zur Besessenheit führen kann. Obwohl viele Menschen dies für lächerlich halten werden, so wird oft die Master Copy, also diejenige Kopie, von welcher die CDs gepresst werden, einem okkulten oder satanischen Ritual unterzogen, sodass mit der gekauften CD man sich eine okkultes „Anti-Sakramentale“ holt, was manchmal ebenfalls zu Besessenheit führen kann.[1] Ebenso verhält es sich bei den okkulten Büchern.[2] Wie ein ehemaliger Okkultist sagte:

„Man kauft sich ein Buch und bekommt einen Dämon gratis dazu“,

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