Taylor Marshall, Unterwanderung, um die Kirche von Innen heraus zu zerstören

Dr. Taylor Marshall stellt seine These und sein Buch vor, was sein gutes Recht ist. Obwohl Marshalls Buch gut recherchiert ist, so widerstrebt es DSDZ (dem Schreiber dieser Zeilen) diese Unterwanderungstheorie freudig zu umfassen, weil sie uns alle in eine hoffnungslose Opferrolle steckt. Das ist doch die Taktik der Piusbruderschaft, der Fatima-Bewegung, der Offenbarungsgläubigen, die auf die drei Tage der Finsternis warten. Alles wurde “über unsere Köpfe hinweg” beschlossen, “warum wird alles auf dem Rücken der Kleinen ausgetragen”, etc. Das ist der populäre Tenor auf gloria.tv oder auf den katholischen FB-Seiten, welche weiterhin die heile, katholische Welt verbreiten wollen. Man ist unschuldig, schuldig sind die da oben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Marshalls Buch ein Bestseller ist, weil es diese emotionalen Erwartungen sehr gut bedient. DSDZ trifft immer wieder Menschen, welche Ihre ganze Identität auf ihrer vermeintlichen oder tatsächlichen Opferrolle aufgebaut haben. Schuld ist: die Mutter, der Vater, der Mann/die Frau, der Kaninchenzuchtverein, die Kirchensteuer, das Leben und natürlich Gott. Und so kommt man über die Runden, ohne irgendwelche Ansprüche an sich selbst stellen zu müssen.

Hat denn Taylor Marshall überhaupt  Recht mit seiner These?

Ja, er hat Recht, denn wie sonst ist es zu erklären, dass freimaurerisch-kommunistisches Gedankengut, welches die ganze vorige Zeit verurteilt wurde, sich plötzlich in kirchlichen und teilweise lehramtlichen Dokumenten wiederfindet. Ja, wir wurden unterwandert, aber was sollen wir jetzt tun? Sie alle aufhängen? DSDZ hat noch nicht die volle Klarheit darüber. Er weiß aber nicht, wie es möglich war, dass die Kirche mindestens 200 Jahre über den Unterwanderungsplan Bescheid wußte und wirklich sehr genau, wovon die Antifreimaurerenzykliken und andere lehramtliche Schriften zeugen, und doch praktisch nichts unternahm. Pius X. stellte sich gegen die lehrenden Modernisten, aber nicht gegen die unterwandernden Freimaurer. Warum hat man keine geistlichen Waffen eingesetzt? Warum keine taktischen? Wenn sagen wir ein Geheimdienst wüßte, dass ein anderer Geheimdienst ihn unterwandern sollte, dann hätte er doch irgendwelche Abwehrstrategien entwickelt. 1912 waren doch wohl noch nicht alle im Vatikan Freimaurer und Sodomiten oder? Seit Johannes XXIII. gab es eine unaufhaltsame schiefe Ebene, aber vorher? Wir müssen immer daran denken, dass das Irdische und Sichtbare nur ein Abbild des Unsichtbaren, des Göttlichen oder des Dämonischen ist. Wenn die Mächte der Finsternis überwogen, dann hat man es ihnen zu leicht gemacht.

 

4. Oktober 2019 ( LifeSiteNews ) – Warum hat Papst Benedikt XVI. Am 28. Februar 2013 das Papsttum niedergelegt? Und warum schlug der Blitz im Zusammenhang mit diesen Ereignissen in den Vatikan ein? War es ein Skandal bei der Vatikanbank? War es ein Sexskandal, der die höchsten Kardinäle auslöschte? War es eine Krise der Lehre?

All diese Fragen und Zweifel verschmelzen, wenn wir eine begründete und kollaborative Tatsache anerkennen: Satan trat irgendwann im Laufe des letzten Jahrhunderts oder sogar vorher in die katholische Kirche ein. Über ein Jahrhundert lang haben die Organisatoren der Freimaurerei, des Liberalismus und des Modernismus die katholische Kirche infiltriert, um ihre Lehre, ihre Liturgie und ihre Mission von etwas Übernatürlichem zu etwas Säkularem zu ändern.

Katholiken sind sich eines Klimawandels in der katholischen Kirche zunehmend bewusst.

Einige weisen auf das umstrittene Pontifikat von Papst Franziskus hin. Andere verweisen auf die Verwirrung um den überraschenden Rücktritt von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2013. Einige sind überzeugt, dass Johannes Paul II. nicht der war, für den wir ihn gehalten haben. Die meisten sind sich einig, dass das Zweite Vatikanische Konzil, die Novus Ordo-Messe und das Pontifikat von Paul VI. der katholischen Kirche große Verwirrung bescherten. Aber beginnt der Fall des ersten Dominos 1962 mit der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils?

Ich behaupte, dass die Wurzel der Fäule auf eine Agenda zurückgeht, die ungefähr einhundert Jahre vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil festgelegt wurde. Es ist eine Agenda, die übernatürliche Religion des gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus durch die natürliche Religion des Humanismus und des Globalismus zu ersetzen. Es erinnert an die ursprüngliche Entscheidung von Adam und Eva, sich göttlich zu machen, indem sie nach den Früchten der Natur griffen, anstatt vor der übernatürlichen Frucht der göttlichen Gnade zu knien. Luzifer lehnte sich auch gegen Gott auf, weil er in seinem Stolz versuchte, auf den Thron Gottes aufzusteigen, nicht indem er am übernatürlichen Leben Gottes teilnahm, sondern tief in seine eigene Natur grub und nach den Sternen griff – und dabei in den Abgrund der Hölle fiel.
Supernaturalismus – sich auf Gott verlassen, der über dem Natürlichen steht – ist Katholizismus.

Der Naturalismus, der sich ohne die Hilfe Gottes auf unsere geschaffene Natur stützt, ist Satanismus.

Die katholische Kirche steckt in einer Krise, weil die Feinde Christi eine organisierte Anstrengung unternommen haben, um einen Papst für Satan auf den römischen Stuhl des heiligen Petrus zu setzen. Die Feinde Christi von Nero bis Napoleon entdeckten schließlich, dass den Papst anzugreifen oder zu ermorden nur Sympathien und Märtyrer hervorruft. Es ist eine gescheiterte Strategie in jeder Ära. So versuchten się stattdessen, heimlich einen der ihren in die Schuhe des Papstes zu stecken. Es würde Jahrzehnte dauern, sogar ein Jahrhundert, um die Seminare, die Priester, die Bischöfe, die wahlberechtigten Kardinäle und dann sogar den Papst oder die Päpste selbst zu schaffen – aber das Warten wäre es wert. Es war ein langsamer und geduldiger Plan, eine satanische Revolution mit dem Papst als Marionette einzuleiten.
Der heilige Paulus stellte fest: „Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Fürstentümer, gegen die Mächte, gegen die Weltherrscher dieser gegenwärtigen Finsternis, gegen die geistigen Heerscharen der Bosheit an den himmlischen Orten.“ (Epheser 6:12. übersetzt nach dem Original). Die Krise der katholischen Kirche bezieht sich auf das Eindringen dieser “Herrscher dieser gegenwärtigen Dunkelheit”, und sie kann nur durch geheiligten Krieg gegen die Dämonen gereinigt werden.

In einer Predigt zur Heiligen Messe am Fest der Heiligen Petrus und Paulus (29. Juni 1972) und zum Gedenken an den neunten Jahrestag der Krönung zum Bischof von Rom beklagte Papst Paul VI.: „Wir würden sagen, dass durch einen mysteriösen Riss sagen – nein, es ist nicht mysteriös; Durch einen Spalt ist der Rauch des Satans in die Kirche Gottes eingedrungen. Es gibt Zweifel, Unsicherheit, Probleme, Unruhe, Unzufriedenheit, Konfrontation. “(1) Dieses Zeugnis von Paul VI. bestätigt nicht nur, dass die katholische Kirche eine Säkularisierung erlebt hat. Vielmehr bekräftigt er, dass der Rauch des Satans selbst durch einen Riss in die katholische Kirche eingedrungen sei.

Die katholische Kirche wurde von innen infiltriert und diese Infiltration geht zumindest auf das Pontifikat von Papst Pius IX zurück. Es ist ein Angriff auf den übernatürlichen Glauben, die Wunder, die göttliche Offenbarung und auf den Ursprung unserer Schöpfung: Gottes Schöfpung von Mann und Frau [mit ihrer je eigenen Identität], die Institution der menschlichen Ehe und das Naturgesetz gebieten, dass die Ehe fruchtbar się und [der Mensch] sich [darin] vermehre. Darüber hinaus ist es [das heutige Geschehen] eine Auferstehung des Heidentums, „damit ihr Götter werdet“.
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1. Papst Paul VI. Predigt am 29. Juni 1972, Fest der Heiligen Petrus und Paulus.

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