Tradition und Glauben

Todsünde als Einstellungsvorrausetzung oder das neue kirchliche Arbeitsrecht

Warum das Leben in der Todsünde im kirchlichen Dienst der Anti-Kirche notwendig ist?
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Wie man überall nachlesen kann, entschieden die deutschen Bischöfe mit 2/3 Mehrheit darüber, dass von nun an, dass wiederverheiratete Geschiedene, d.h. im Ehebruch lebende und Homosexuelle, d.h. in Todsünde gegen die Natur lebende in den kirchlichen Dienst aufgenommen und nicht gekündigt werden können, was früher theoretisch möglich war.

Wer kann also im kirchlichen Dienst und für die Kirche arbeiten?

  • Geschieden – ja.
  • Homosexuell – ja.
  • Ausgetreten – nein.

Ja, es gibt tatsächlich Grenzen, sie können in der Todsünde leben, aber fleißig die Kirchensteuerzahlen, die auf Umwegen zu ihnen kommt, da sie ihre „Arbeit“ finanziert.

DSDZ [der Schreiber dieser Zeilen] hatte vor Jahren einen hitzigen Disput mit einem Ordinariatsmitarbeiter und Priester, der ihm vieles indirekt sagte, ohne es eigentlich zu wollen. Es war wie bei den Dämonen beim Exorzismus, die einiges preisgeben müssen, obwohl sie sich davor sträuben. Die Aussagen, die angekommen sind, lauteten wie folgt:

  1. Ja, wir machen es [Zerstörung des Glaubens und der Kirche] mit Absicht.
  2. Um bei der Kirche angestellt zu sein, müssen Sie:
    • ungläubig sein;
    • Häresien verbreiten;
    • dauernd in einer sexuellen Todsünde leben. (Am besten in einer homosexuellen „Beziehung“ mit einem Priester oder Bischof.)

DSDZ war über diese vier Punkte dermaßen schockiert, dass er sich mehrere Wochen lang fragte, ob es sein könne und oder er das auch richtig verstanden habe. Ja, das tat er, weil nur diese Perspektive das Handeln der DBK schlüssig macht. Niemand handelt widersinnig (venire contra factum proprium), sondern so, dass es zumindest für ihn Sinn ergibt.

Natürlich könnte man nur auf der weltlich-naturalistischen Ebene der Beurteilung bleiben und sagen, dass sie an nichts glauben, keine Werte vertreten und für die Kirchensteuer genauso ein Leben führen wollen, wie alle anderen auch. Deswegen verändern sie die Lehre und die Moral, damit sie es einfacher haben und ihre Sünde gesegnet und gutgeheißen wird. Dies stimmt zwar, ist aber nur ein Teilaspekt.

Das eigentliche Ziel ist das objektive Verderben der Seelen, die nicht nur in diesem Leben für Ärgernis sorgen werden („Wenn Katholiken das schon tun, dann ist es eh egal“), sondern nach dem Tod ewig in der Hölle gemartert werden. Denn Sünde ist etwas Objektives, wie die Gesetze Gottes auch.

Wie erreicht man aber die sichere Verdammnis ganzer Nationen?

Indem man „alle Werte umwertet“, um es mit Nietzsche zu sagen oder Sünde in Tugend umetikettiert. Wenn aber das Schlechte das Gute ist, so wird niemand das Erstere aufgeben. Die beste Gewährleistung der Sünde ist die habituelle Todsünde oder Todsünde als Dauerzustand. Der effizienteste Weg dazu führt über die sexuelle Sünde, da sie am angenehmsten ist und süchtig macht.

Die kirchlichen Angestellten sollen, wie Dämonen oder schlechte Geistliche ständig im inneren Widerspruch leben, und zwar:

  • in Unordnung, da Sünde ein Abirren von dem gottgegebenen Ziel ist[1];
  • In Verachtung Gottes, da durch jede einzelne Sünde Gott in all seinen Geboten verachtet wird[2];
  • in der Verblendung des Intellekts, welche jede Sünde, die aus Unwissenheit resultiert,[3] nach sich zieht[4]
  • in Depression, da Sünde depressiv macht.[5]

Häresie führt zur Sünde und Sünde führt zur Häresie – wie das Denken, so das Handeln, wie das Handeln, so das Denken. Deswegen hatten so viele Konzils-Periti, die Häresien säten, Probleme mit der Keuschheit, um es gelinde auszudrücken.[6] Jede Todsünde ist mit der anderen verwoben, jede führt zu der anderen[7], wie die Glühbirnen einer weihnachtlichen Lichterkette.

Durch die Sünde soll Gott verachtet werden,[8] und zwar in der folgenden Reihenfolge:

  1. in sich selbst;
  2. in den Sakramenten, insbesondere in der Eucharistie;
  3. in seinen Gliedern (geweihte Seelen und Kirchenmitglieder);
  4. in seinen Geboten.

Und genau diese Reihenfolge erleben wir innerhalb der letzten 60 Jahre nach dem Konzil:

Ad 1.

 Verachtung Gottes durch Häresien.

Ad 2.

Verachtung Gottes durch Liturgiereform, Missbräuche bei der Messe.

Ad 3.

Verachtung Gottes, die durch die von Geistlichen verursachten Skandale und jetzt durch die Ehebrecher/Homos unter den kirchlichen Mitarbeitern.

Ad 4.

Verachtung Gottes durch die Missachtung seiner Gebote.

Niemand wird katholisch werden wollen, weil die katholische keinen Mehrwert mehr darstellt. Weder moralisch noch intellektuell oder spirituell. Man lebt in derselben Welt wie alle anderen, man verletzt ständig den Satz vom Widerspruch und Spiritualität gibt es gar nicht, weil es nichts Transzendentes mehr gibt.

Die Welt und der Mensch werden dennoch von den drei Transzendentalien dem Guten, dem Wahren und dem Schönen regiert. Der Mensch trägt es teilweise in sich und sucht nach mehr. Gott ist das Gute, Wahre und Schöne schlechthin, sodass jede Sehnsucht in ihm mündet. Die wahre Religion verwirklich die Transzendentalien. Aber seit dem Konzil haben wir in der Kirche nur das Böse, das Falsche und das Hässliche, wo man nur hinsieht. Zuerst liquidierte man durch den modernen Kirchenbau das Schöne, dann durch die „moderne“ Theologie das Wahre und jetzt durch die Abschaffung der Moral gemäß Amoris Laetitia das Gute.

Die DBK hatte es schon lange angestrebt, jetzt erreicht, sodass sie ihr kirchliches Arbeitsrecht umgestalten kann. Wenn Sie glauben, dass die Bischöfe nicht wissen, was sie tun, dann irren Sie sich. Sie wissen es ganz genau und verwirklichen es. Sie wollen zu ihren Lebzeiten die Kirche zerstören und uns keine Hoffnung übriglassen.

Man könnte natürlich einwenden, dass derzeit Ehebruch und Homosexualität noch geduldet werden, aber keine Einstellungsvorrausetzung darstellen. Dies ist aber nur bedingt richtig. Wir haben es mit der berühmten deutschen „Einzelfalllösung“ zu tun, die bald zum Regelfall werden wird. Mit dieser Änderung des Arbeitsrechts sanktionierte man das Status quo und da jetzt „Vielfalt“ gefördert und gefordert wird, können wir uns vorstellen, wie es endet.

Menschen, die in Todsünde leben, haben dennoch ein „entzündetes Gewissen“, sodass sie gleich an die Decke gehen und aggressiv werden, wenn man ihnen „fromm daherkommt“. Nein, nein, das nicht. Sollten in den Ordinariaten noch Katholiken arbeiten können, was sehr zu bezweifeln ist, so werden sie von nun an auf Zehenspitzen gehen müssen, um selbst aufgrund des Kirchlichen Arbeitsrechts nicht entlassen zu werden. Keine katholischen Ansichten in katholischen Einrichtungen, wo kämen wir sonst noch hin?


[1] Peccatum es actus devians ab ordine debiti finis, contra regulam naturae, rationis, vel legis aeternae Summ. Theol. 1a q. 63.1. c. et 12 q. 21.1).

[2] In omni peccato generaliter contemnitur Deus in suis praeceptis, de hoc peccatum, Summ. Theol. 22 q. 118. 5 ad 3 et 3a q. 88. 4 c.)

[3] Omne peccatum contingit ex defectu scientiae in universali, vel in particulari, in habitu vel in actu, ex intentione vel occupation, vel infirmitate, vel passione (Summ. Theol. 1 2 q. 77 2.)

[4] Peccatum non potest esse in voluntate, nisi cum ignorantia intellectus Summ. Theol. 1a q. 63. 1 ad 4.)

[5] Peccatum dupliciter deprimit, s. premendo ne videantur superiora, sed infirma, et humiliando (Summ. Theol. 1 2 q. 87. 2 ad 1.)

[6] https://rorate-caeli.blogspot.com/2022/11/the-council-and-eclipse-of-god-by-don_16.html, Fußnote 13. Es geht um Rahner (Briefwechsel mit Luise Rinser), Daniélou (Tod im Bordell), wer dieser Exhibitionist gewesen ist, entzieht sich unserer Kenntnis.

[7] Nullum mortale potest remitti sine alio, quia omnia mortalia sunt connexa (Summ. Theol. 12 q. 73.1 o et 3a q. 86.3 o.)

[8] Peccatum in quo Deus in seipso contemnitur, est gravissimus, post, quo contemnitur in sacramentis, praecipue in eucharistia, tertio in membris, suis, quoarto in praeceptis suis, quod commune est omni peccato mortali  (Summ. Theol. 2 2 q. 20.3 o et q. 21 1 ad 1).

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