Tradition und Glauben

Traditionalismus, David Berger und der sensus fidei

Beitrag hören
Bewerten Sie den post

Der Schreiber dieser Zeilen nimmt sich vor manche Bücher nur dann durchzulesen, wenn sie wirklich ganz billig gebraucht zu erwerben sind. Es handelt sich meistens um sog. „Einmalbücher“, in die man selten ein zweites Mal schaut, wie es bei Urlaubskrimis zum Beispiel der Fall ist. Auch Biographien und Memoiren gehören zu dieser Kategorie, weil es wirklich kaum einen gibt, der sich selbst zum  Gegenstand seines Werkes wählt und darüber hinaus über eine solch gute Feder verfügt, um sich selbst unvoreingenommen zu beschreiben.

„Biographie lügt immer, Fiktion nie“,

sagte jemand und es ist wahr. Wollen wir das wirkliche Leben eines Schriftstellers kennenlernen, so müssen wir seine Werke analysieren und seine Figuren genauer betrachten, denn letztendlich schreibt jeder über sich. Bei Sachbüchern ist diese Analogie schwieriger zu ziehen, im wissenschaftlichen Oeuvre ebenso. Dennoch ist in kaum einem Bereich die Person vom Werk wirklich zu trennen, da man sein Herzblut und seine geistliche Ausstrahlung bei allem hinterlässt, was man tut.

Und hier kommen wir zu David Berger, der solch eine hochtrabende Einführung sicherlich nicht verdient hat. Für diejenigen von Ihnen, die nicht wissen, wer es ist hier ein paar Informationen. Es ist ein deutscher katholischer habilitierter Theologe, der ehemalige Herausgeber der Zeitschrift Theologisches, welcher im Jahre 2010 zwangsgeoutet wurde als es publik wurde, dass all diese „katholischen“ Jahre hindurch ein praktizierender Homosexueller war.[1] Er hat seine Apologie im Buch Der heilige Schein. Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche im Jahre 2010 vorgelegt, welches ein Bestseller wurde. Vom Berger-Buch ist dennoch abzuraten und zwar nicht deswegen, weil es skandalös ist, sondern deswegen, weil es extrem langweilig, langatmig, selbstzentriert, schlecht geordnet, schlecht geschrieben und eigentlich überflüssig ist. Wie es automatische Übersetzerprogramme gibt, bei welchen sich der Übersetzer zurücklehnen kann, um dem Programm die ganze Arbeit zu überlassen, so scheint Berger ein Schreibprogramm, den „großen automatischen Grammatisator“, den Roald Dahl einst beschrieb, verwendet haben, welcher Sätze wie diese produzierte:

„Wir haben gesehen, wie die katholische Kirche systematisch eine für erwachsene Menschen unwürdige Situation schafft, in der sie ihre sexuelle Identität dauernd verschämt leugnen müssen“. (S. 209)

„Der katholische Dschihad kann in seinem Kampf gegen die offene Gesellschaft in der Demokratie also auf ein erstaunlich großes Netzwerk zurückgreifen, das von den ranghöchsten Männern der katholischen Kirche über Rechtsaußenpolitiker und Restbestände des europäischen Adels bis hin zu fundamentalistischen Muslimen fest geknüpft ist.“ (S. 125)

Ja, es ist die Sprache des Agit-Props, der Agitationspropaganda und die o.a. Sätze hören sich an als wären sie von der Prawda oder der „Alpen-Prawda“, wie die Süddeutsche auch genannt wird, abgeschrieben worden. Wie kann ein Theologe dermaßen unreflektiert sein? Es ist ja keine Sprache, es sind ausgeleierte, abgenutzte Begriffsketten, welcher der journalistischen Gewohnheit entspringen Seiten vollzuschreiben und für einen bestimmten Wortschwall zu sorgen. Und dieser Mann hat über St. Thomas geschrieben? Man stellt sich auch die Frage, an wen sich eigentlich Berger mit seinem Buch wendet? An Gehirnamputierte und/oder Bild-Zeitung-Leser? Jeder Mensch, der wenigstens Abitur hat, wird sich doch von diesem Stil und dieser Plattheit der Argumente angewidert fühlen, gleich, was er von der katholischen Kirche hält.

Das Buch ist auch für denjenigen schwer zu verarbeiten, welcher die Grundgesätze der Logik schätzt:

  • Den Satz von der Identität
  • Den Satz vom Widerspruch
  • Den Satz von ausgeschlossenen Dritten

Denn wirklich alle stellen sich die Frage:

Wie kann ein Mann in einer Organisation bleiben und Karriere machen, gegen deren Regel er dermaßen schwer seit Jahrzehnten verstößt? Er lebt ja im dauernden Widerspruch!

Anders gefragt:

Wie kann man katholische Theologie betreiben und gleichzeitig in einer himmelsschreienden Todsünde leben?

Das Buch von Berger ist auch deswegen schwer zu lesen, weil der Autor permanent lügt, ständig die Fronten wechselt, herum wieselt, inkonsistent ist, von allen geliebt werden will und natürlich „nur sich selbst“ treu bleibt. Die späteren Geschicke Bergers, der von einem homosexuellen Magazin wegen einer zu großen Homosexualität rechter Couleur fristlos entlassen wurde, zeigen, dass er mit seiner Ersatzreligion „Homosexualismus“ wohl gescheitert ist und auf seinem neuen Blog, der irgendwie journalistisch und „konservativ“ zu sein scheint, verzweifelt versucht einen Spagat zwischen Homosexualität und Katholizismus zu schlagen. Der Schreiber dieser Zeilen weiß wirklich nicht, wie jemand wohl seit Anbeginn dermaßen auf allen Ebenen seines Lebens lügen kann. Wer ist er denn? Katholik? Homosexueller? Libertiner? Konservativer? Liberaler? Journalist? Lehrer? Wissenschaftler? Weltverbesserer? Moralische Instanz?

„Wenn der Lügner lügt, dann lügt er und sagt die Wahrheit“,

sagt das Lügner-Paradoxon der Schule von Megara. Wenn jemand ständig lügt, dann glaubt man ihm nicht. Ich weiß nicht, wie man Berger als Journalisten irgendwo einstellen kann, wenn er dermaßen jeder persönlichen Integrität bar ist. Vielleicht sind Homosexuelle viel toleranter was die Lüge angelangt, vielleicht ist es das.

Dennoch kann nicht behauptet werden, dass Berger die Schilderung des konservativ-traditionellen Milieus erfindet, da der Schreiber dieser Zeilen einige von Berger beschriebenen Kreise selbst kennengelernt hatte und manche Eindrücke Bergers durchaus teilt. Es stellt sich dennoch die Frage, wieso niemand Bergers Doppelleben früher entdeckte und falls doch, warum man ihn dennoch gewähren ließ? Berger erzählt, dass er zu seiner Ehrung im Vatikan mit seinem „Lebenspartner“ auftauchte, den er als seinen Cousin vorstellte und mit dem er in einem Zimmer übernachtete, worauf niemand Fragen stellte. Berger war es klar, dass alle um seine Homosexualität wussten, aber den „heiligen Schein“, wie er selbst ja auch, wahrten.  Berger vergißt aber, dass es auch wirklich sehr reine Menschen gibt, welche auf die Idee, dass zwei Männer, die sich für Cousins ausgeben, aber keine sind, einfach nicht kommen. Dennoch scheint Berger, der wohl nicht alles beschreibt, nicht trotz seiner Homosexualität theologische Karriere, was es auch immer sei, gemacht zu haben, sondern ihretwegen. Er beschreibt, dass er den Schlüssel zu einer Wohnung in Rom erhalten hatte, wo hochgestellte Prälaten des Vatikans ihren sodomitischen Neigungen nachgingen. Vielleicht auch mit Berger selbst? Ist das wirklich auszuschließen? Wenn er dieselben Prälaten in den homosexuellen Bars traf, was haben sie dann später miteinander gemacht? Man schläft sich also im Vatikan homosexuell hoch und Ann Barnhardt behauptet, eine hochgestellte Quelle zitierend, dass die Anzahl der Schnittmenge aus Homosexuellen und Freimaurern im Vatikan mittlerweile 90% beträgt. Da Berger im Vatikan in den Nullerjahren tätig war und wir jetzt das Jahr 2017 haben, wo die vatikanische Polizei Homo-Orgien im Gebäude der Glaubenskongregation stürmt, für die Berger, nota bene, als Lektor gearbeitet hatte, dann kann dieser Prozentsatz schon stimmen. All das also, wovon man sich hinter vorgehaltenen Hand seit den 1980-gern erzählte, hat mittlerweile solch ein Ausmaß angenommen, das es nicht mehr versteckt werden kann.

Kommen wir jetzt aber auf die spirituelle Ebene. Wie kann aber jemand, der im Gnadenstand lebt und das Wohl der Kirche im Sinne hat solch einen schweren Sünder, wie Berger nicht „riechen“ und sich wohl in seiner Gesellschaft fühlen. Wo ist der sensus fidei? Wo ist die geistliche Wahrnehmung der Dinge und Menschen? Berger arbeitete doch für die Piusbruderschaft, für Diener Jesu und Mariens, er wurde Mitglied eines Ritterordens und, und, und … Fiel da wirklich niemanden, Alma von Stockhausen eingeschlossen, etwas an ihm geistlich oder intellektuell auf? Hat sein Lebenswandel überhaupt keine Spur an seiner Körpersprache und seinen theologischen Arbeiten hinterlassen? Nein, der Schreiber dieser Zeilen hat sie noch nicht gelesen, aber irgendein Teufelsfuß wird sich doch finden lassen. Wie kann man denn sich am Tage mit hl. Thomas von Aquin befassen und nachts die Gay-Bars besuchen, um dort Sex zu haben? Je verworrener unser Privatleben, desto verworrener auch unsere Arbeit. So einfach ist es. Wie kann denn Erzbischof und Dominikaner Guido Pozzo, der jetzige Sekretär der Kommission Ecclesia Dei, Berger zu seinem thomistischen Buch gratuliert haben? Leben sie wirklich alle in Sünde und haben überhaupt kein geistliches Gespür? Oder geht es um etwas, was Ann Barnhardt „tribalism“ nennt?

Er ist einer von uns, er gehört zu unserem Team, so schauen wir nicht so genau hin, da er „einen guten katholischen Job“ macht und „den Linken einen reinwürgt“.

Ja, wahrscheinlich ist es das gewesen, aber was sagt es über den konservativen Katholizismus aus, der unter Benedikt ein wenig Aufwind erhielt? Es geht nur um Machtkämpfte, nicht um das Heil der Seelen und nicht um Gott. Wo sind all die deutschsprachigen konservativen Katholiken und Theologen nach Amoris Laetitia geblieben? Sie schweigen alle, die Piusbruderschaft auch. Was ist denn dieser Konservatismus wert, wenn es jetzt hart auf hart kommt? Gar nichts!

Viele konservative, traditionalistische und vor allem sedisvakantistische Seiten scheinen die Ungläubigen, vor allem aber die progressiven Katholiken, pfählen, erdolchen und verbrennen zu wollen. Hinter jedem Argument steckt so viel Hass, dass man förmlich das Feuer spürt. Der Teufel ist auch im konservativen Spektrum nicht untätig, er inspiriert viele Menschen, welche glauben Gott nachzufolgen. Gezahlt wird am Ende. Wir sind hier keine Liberalen und wissen, dass Homosexualität, auch Sodomie genannt, eine himmelschreiende schwere Sünde ist, nach welcher, falls man nicht bereut, man direkt in die Hölle kommt, wo man für die ganze Ewigkeit gemartert wird. Es ist eine Sünde, die Gott schrecklich beleidigt und so schlimm ist, dass, wie hl. Katharina von Siena schreibt, die Dämonen, die zu ihr verleiten, sich bei ihrem Vollzug angewidert abwenden. Wie schrecklich ist sie erst, wenn sich Priester ihr hingeben und ein Sakrileg nach dem anderen produzieren. Auf diese Weise wird die Kirche schrecklich spirituell verunreinigt und in eine dämonische Dunkelheit gehüllt. Deswegen hat man so vielen Homosexuellen, wie Berger, die Karriere ermöglicht, damit sie schänden, was zu schänden ist und durch den Skandal viele Seelen in Verzweiflung stürzen. Wie müssen sich die Leser von Katholisches gefühlt haben und andere Konservative auch als sie von Bergers Doppelleben erfuhren? Es muss ihnen den Boden unter den Füssen weggezogen haben. Aber warum hat es keiner erkannt? Warum keiner unterbunden? Warum nur diese Wir-Die-Da-Perspektive? Ann Barnhardt behauptet, dass sich die homosexuelle Fraktion quer durch alle Unterteilungen zwischen Progressiven und Konservativen im Vatikan zieht, zwischen den Befürworten von Novus Ordo und Alter Messe, zwischen jung und alt. Das Band der Perversion ist stärker und es zementiert alles, weil alle erpressbar sind. Berger beschreibt es selbst, dass man die „Leichen“ erst aus dem Schrank holt, wenn jemand nicht spurt.

„Ich komme gegen Dich, Antonius, nicht an“, meinte der Teufel zum Heiligen, „Du hast nichts von mir an Dir.“

Ja, dies stimmte, aber in der nachkonziliaren Kirche werden kompromittierte Menschen gefördert und irgendwann einmal, vom Teufel oder seinen Helfern, zum Platzen gebracht, um möglichst viel Schaden anzurichten. Ein reiner, heiliger, integrer Mensch ist nicht erpressbar oder wie man in Deutschland sagt „nicht mehrheitsfähig“.

All das Mahnen gegen die Renaissance-Kirche hat nichts gefruchtet. Da musste erst 1527, also 10 Jahre nach Luther, das Sacco di Roma kommen. Ein Blutgemetzel sonder gleichen, welches dermaßen zerstörerisch war, dass auch der letzte homosexuelle Prälat darin eine Strafe Gottes sah, falls er es überhaupt überlebte. Viele Autoren, unabhängig voneinander, sehen ein neues Sacco di Roma auf Rom zukommen. Dies tat Rorate Caeli ganz am Anfang des Pontifikats von Franziskus, dies tat Roberto de Mattei, dies tut Ann Barnhardt und wir glauben auch, dass so etwas kommt, weil der Vatikan dermaßen verkommen ist, dass nur eine göttliche Intervention etwas ausrichten kann. Was wird es sein? Vielleicht ein großes Erdbeben, wie das vom 6. 6. in Nursia, welches Rom in Schutt und Asche legt und den ISIS-Truppen, unter den „Flüchtlingen“ in Italien verteilt, den Einzug ermöglicht? Dieses Szenario legt Ann Barnhardt in ihrem Podcast Nr. 12 vor. Ist es ausgeschlossen? Nein, denn es scheint wirklich, dass die Erdbeben auf Rom zusteuern. Das letzte große Erdbeben südlich von Rom war am 22.05.1981, es ist also möglich. Wäre es direkt unter Rom, Rom würde es nicht überleben, insbesondere die Gebäude nicht, wie in Nursia.[2] Nein, es ist kein Wunschdenken, aber es ist kaum möglich, dass Gott nicht irgendwie intervenieren wird, wie damals im Jahre 1527. Es halfen keine Unkenrufe der Propheten, es musste Sacco di Roma kommen und nach Clemens VII. im Jahre 1534 Paul III. gewählt werden, der wirklich die Reform der Kirche in Angriff nahm und das Tridentinische Konzil einberief. Wenn uns das Weltende nicht bald ereilt, so wird es einen Weltuntergang im Kleinen geben. Mögen wir vorbereitet sein und mögen wir für alle, auch für David Berger, beten, damit er nicht in die Hölle kommt. Amen.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/David_Berger_(Theologe)

[2] http://edition.cnn.com/2017/01/18/europe/italy-earthquake-rome-amatrice/index.html

Unterstützen Sie uns!
Falls Sie diesen Beitrag wertvoll fanden und einen Gegenwert Ihrerseits beisteuern möchten,  so können Sie uns etwas spenden.

Translate

Werbung

Letzte Beiträge

Letzte Beiträge

Kommentare

Top Beiträge

Laura Calister, 50 einfache Schritte, einen Schleier bzw. eine Mantilla zu  tragen
Father Ripperger, Gebete gegen dämonische Umlagerung 
2. Februar Mariä Lichtmess - Darstellung Jesu im Tempel
„Schlaflos im Vatikan” oder ein weiterer Abdankungsgrund
Rosenkranz beten – den Teufel ärgern*
Augustin Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden (67). Fünf geistige Sinne (x) Substantielle Berührung

Archive

Gesamtarchiv
Monatsarchive

Beitrag teilen

Werbung

UNSERE pRODUKTE

Werbung

Spenden

Ihre Paypal-Spende

Möchten Sie uns unterstützen? Wählen Sie einen Betrag. Bei der Übernahme der Paypal-Gebühren kommt mehr bei uns an. Vergelt's Gott, wir beten für Sie!

€10,00

Blogstatistik

Kommentar- und Printfunktion nur für Abonnenten.

  • 599.277 Besuche

You cannot copy content of this page

error: Content is protected !!