Tradition und Glauben

Vigano-Enthüllungen oder Knabenschändung als die neue Umlaufwährung im Vatikan (2 von 2)

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Wir setzen hier das Viganò-Interview fort, indem wir auf etwas aufmerksam machen, was vielleicht vergessen wurde. Am Anfang des Bergoglio-Pontifikats kam die Nachricht auf, dass die Kurien-Ämter einer Rotation unterliegen sollen.  Es war von Rotation nach drei bis fünf Jahren die Rede, wovon aber die vatikanischen Diplomaten ausdrücklich ausgenommen wurden. Natürlich ist es für eine jede Verwaltung überaus schädlich eine Rotation der Ämter und Aufgaben einzuführen, weil man mehr als fünf Jahre braucht, um sich in etwas Kompliziertes richtig einzuarbeiten oder Machtstrukturen im guten Sinne in dieser Zeit zu schaffen. Aber diese Rotationsidee, von welcher wir nicht wissen, ob und wie weit sie bereits umgesetzt wurde, diente wohl dazu Rom von den unliebsamen, denn katholischen Kurienangestellten, zu säubern und sich auf diese Weise eine Traumbesetzung zu schaffen, die wir jetzt haben, welche solche Ideen wie Mitis iudex, Amoris Laetitia, Apostasie und Abu Dhabi etc. umsetzte. Weil aber der diplomatische Dienst des Staatssekretariats schon lange auf die Angleichung der Kirche mit der Welt vorbereitet wurde, so wurden die Diplomaten von dieser neuen Regelung ausgenommen.

Da Jean-Marie Kardinal Villot (1905-1979) – der Staatssekretär unter Paul VI. und Johannes Paul I – als Freimaurer auf der Pecorelli-Liste stand, so ist davon auszugehen, dass seine Nachfolger Agostino Casaroli (Amtszeit: 1979-1990), Angelo Sodano (1991-2006), eventuell von Tarcisio Bertone (2006-2013) abgesehen (zu dumm!) und Pietro Parolin ebenfalls welche waren oder sind. Die Dokumente, die dies bezeugen, werden schon irgendwann einmal auftauchen, aber sicherlich waren die oben genannten Staatssekretäre keine tief frommen, gottesfürchtigen Männer, die nur das Wohl der Kirche im Sinne hatten. Ein Blick auf die Liste der Substituten des Vatikanischen Staatssekretariats macht deutlich, dass es sich bei diesem Amt um ein Sprungbrett handelt, welches zum späteren Kardinalat oder Papsttum führt und deswegen ist der unten beschriebene Fall von Erzbischof Edgar Peña Parra dermaßen skandalös. Es ist bekannt, dass sich Johannes Paul II wenig um das Staatssekretariat kümmerte und dort den kometenhaften Aufstieg von Casaroli und Sodano erlaubte und wenigstens passiv begünstigte.

Benedikt XVI war als Kardinal wenig auf Konflikte mit den Staatssekretären aus und konnte später als Papst mit Bertone wenig ausrichten. Wahrscheinlich waren aber sowohl Benedikt als auch Bertone erpressbar, denn wenn man in einer Machtposition ist und wirklich will, dann kann man schon etwas ausrichten. Und so kam es unter Franziskus zu dem neuen starken Mann Kardinal Parolin, den viele für den nächsten Papst halten. Es ist dennoch sehr tröstlich, dass es wenigstens einen Vatikan-Diplomaten wie Erzbischof Viganò gibt, der mehr Angst vor Gott als seinem eigenen Tod hat und uns von all diesen Machenschaften berichtet. Dank ihm erfahren wir alle, was lange Zeit vermutet wurde: durch das Knabenschänden macht man im Vatikan Karriere, welche zum zusätzlichen Knabenschänden führt. Ein Teufelskreis im buchstäblichen Sinne.

Wir setzten das Lifesitenews-Interview fort:

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  • Besonders ungeheuerlich ist das Verhalten von Kardinal Parolin, der sich als Außenminister der kürzlich erfolgten Ernennung von Peña Parra zum Stellvertreter nicht widersetzte und ihn zu seinem engsten Mitarbeiter machte. Noch mehr: Jahre zuvor, im Januar 2011, hatte Parolin als apostolischer Nuntius in Caracas keine Einwände gegen die Ernennung von Peña Parra zum Erzbischof und apostolischen Nuntius in Pakistan. Vor solch wichtigen Ernennungen wird ein strenger Informationsprozess durchgeführt, um die Eignung des Kandidaten zu überprüfen, sodass Kardinal Parolin mit Sicherheit auf diese Anschuldigungen aufmerksam gemacht wurde.

Darüber hinaus kennt Kardinal Parolin die Namen einer Reihe von Priestern in der Kurie, die sexuell unkeusch sind und gegen die Gesetze Gottes verstoßen, zu deren Unterweisung und Ausübung sie sich feierlich verpflichtet haben, und schaut weiterhin weg.

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Es ist wirklich schwierig diesen Beitrag positiv zu beenden, denn der im Interview dargestellte Schmutz ist überwältigend. Sollten Sie einmal einen verstopften Abfluss gereinigt haben, dann wissen Sie, welchen Dreck man zu entsorgen hat, damit das Wasser wieder abfließen kann. Sollten Sie, wie in den fernen Tagen des Sozialismus, aufgrund der Verunreinigung der Leitungsrohre, immer rostfarbenes Wasser gehabt haben, dann wissen Sie, dass ohne das Auswechseln der Rohre sich die Wasserqualität nicht ändern wird. Der Hl. Thomas von Aquin vergleicht den Priester mit einem Rohr (Summ. Theol. III, q. 64 a. 5), der uns die reine Gnade Gottes – das Wasser – zuleitet. Das Wasser fließt zwar und die Sakramente sind gültig, es wird aber durch das schmutzige Rohr verunreinigt und daher ist das Spenden der Sakramente in der Todsünde selbst eine Todsünde. Und so gilt in der Kirche die folgende Regel[1]:

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Der Hl. Thomas von Aquin fasst denselben Gedanken wie folgt (Summ. Theol., III, q. 64 a. 6, co.) auf:

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Kurz und gut, wenn in Ihrer Diözese alle Priester modernistische Konkubinarier/Sodomiten sind, Sie aber die Sakramente empfangen müssen, dann sündigen Sie nicht, weil Sie in Not sind (necessitas) und keine Wahl haben. Der Priester sündigt jedes Mal, wenn er überhaupt ein Sakrament vollbringt, wie wenn er die Messe feiert und es Ihnen spendet (Kommunion, Beichte, Letzte Ölung). Das Heilige wird durch dieses dreckige Priester-Rohr kontaminiert, um sich der Ausdrucksweise des hl. Thomas zu bedienen, d.h. das Wasser fließt dennoch, es ist aber sehr verunreinigt. Halten wir uns selbst im Gnadenstand, der auch durch sündige Priester erreichbar ist, damit wenigstens wir selbst dem verurteilenden Gericht Gottes entgehen.

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[1] Siehe hl. Thomas, Summ. Theol. III, q. 64 a. 6; hl. Alphons Liguori, Theologia moralis, Lib. VI, n. 31.

[2] Angeführt nach Müller, Ernest, Theologia moralis, Bd. III, Wien 1895, 144.

[3] Müller, Theologia moralis, Bd. III, 155.

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