Vigano-Enthüllungen oder Knabenschändung als die neue Umlaufwährung im Vatikan (2 von 2)

Wir setzen hier das Viganò-Interview fort, indem wir auf etwas aufmerksam machen, was vielleicht vergessen wurde. Am Anfang des Bergoglio-Pontifikats kam die Nachricht auf, dass die Kurien-Ämter einer Rotation unterliegen sollen.  Es war von Rotation nach drei bis fünf Jahren die Rede, wovon aber die vatikanischen Diplomaten ausdrücklich ausgenommen wurden. Natürlich ist es für eine jede Verwaltung überaus schädlich eine Rotation der Ämter und Aufgaben einzuführen, weil man mehr als fünf Jahre braucht, um sich in etwas Kompliziertes richtig einzuarbeiten oder Machtstrukturen im guten Sinne in dieser Zeit zu schaffen. Aber diese Rotationsidee, von welcher wir nicht wissen, ob und wie weit sie bereits umgesetzt wurde, diente wohl dazu Rom von den unliebsamen, denn katholischen Kurienangestellten, zu säubern und sich auf diese Weise eine Traumbesetzung zu schaffen, die wir jetzt haben, welche solche Ideen wie Mitis iudex, Amoris Laetitia, Apostasie und Abu Dhabi etc. umsetzte. Weil aber der diplomatische Dienst des Staatssekretariats schon lange auf die Angleichung der Kirche mit der Welt vorbereitet wurde, so wurden die Diplomaten von dieser neuen Regelung ausgenommen. Da Jean-Marie Kardinal Villot (1905-1979) – der Staatssekretär unter Paul VI. und Johannes Paul I – als Freimaurer auf der Pecorelli-Liste stand, so ist davon auszugehen, dass seine Nachfolger Agostino Casaroli (Amtszeit: 1979-1990), Angelo Sodano (1991-2006), eventuell von Tarcisio Bertone (2006-2013) abgesehen (zu dumm!) und Pietro Parolin ebenfalls welche waren oder sind. Die Dokumente, die dies bezeugen, werden schon irgendwann einmal auftauchen, aber sicherlich waren die oben genannten Staatssekretäre keine tief frommen, gottesfürchtigen Männer, die nur das Wohl der Kirche im Sinne hatten. Ein Blick auf die Liste der Substituten des Vatikanischen Staatssekretariats macht deutlich, dass es sich bei diesem Amt um ein Sprungbrett handelt, welches zum späteren Kardinalat oder Papsttum führt und deswegen ist der unten beschriebene Fall von Erzbischof Edgar Peña Parra dermaßen skandalös. Es ist bekannt, dass sich Johannes Paul II wenig um das Staatssekretariat kümmerte und dort den kometenhaften Aufstieg von Casaroli und Sodano erlaubte und wenigstens passiv begünstigte. Benedikt XVI war als Kardinal wenig auf Konflikte mit den Staatssekretären aus und konnte später als Papst mit Bertone wenig ausrichten. Wahrscheinlich waren aber sowohl Benedikt als auch Bertone erpressbar, denn wenn man in einer Machtposition ist und wirklich will, dann kann man schon etwas ausrichten. Und so kam es unter Franziskus zu dem neuen starken Mann Kardinal Parolin, den viele für den nächsten Papst halten. Es ist dennoch sehr tröstlich, dass es wenigstens einen Vatikan-Diplomaten wie Erzbischof Viganò gibt, der mehr Angst vor Gott als seinem eigenen Tod hat und uns von all diesen Machenschaften berichtet. Dank ihm erfahren wir alle, was lange Zeit vermutet wurde: durch das Knabenschänden macht man im Vatikan Karriere, welche zum zusätzlichen Knabenschänden führt. Ein Teufelskreis im buchstäblichen Sinne.

Wir setzten das Lifesitenews-Interview fort:

2. Der zweite Fall betrifft Erzbischof Edgar Peña Parra, den Papst Franziskus zum neuen Stellvertreter des Staatssekretariats ernannt hat. Damit ist er der drittmächtigste Vertreter der Kurie. Dabei ignorierte der Papst im Wesentlichen ein furchterregendes Dossier, das ihm von einer Gruppe von Gläubigen aus Maracaibo mit dem Titel “Quién es verdaderamente Monseñor Edgar Robinson Peña Parra” und “Nuevo Sustituto de la Secretaria de Estado del Vaticano?” (“Wer ist wirklich? Monseñor Edgar Robinson Peña Parra der neue Substitut des Staatssekretariats des Vatikans”). Übersandt wurde es Msgr. Edgar Robinson Peña Parra, der neue Stellvertreter im Staatssekretariat des Vatikans “- LifeSite). Das Dossier wurde von Dr. Enrique W. Lagunillas Machado unterschrieben im Namen der „Gruppe der Laien der Kirche und des Klerus nach dem Herzen Christi“ – LifeSite). Diese Gläubigen beschuldigten Peña Parra der schrecklichen Unmoral und schilderten detailliert seine angeblichen Verbrechen. Dies könnte sogar ein Skandal sein, der den von McCarrick übertrifft, und es darf nicht zugelassen werden, dass es still wird.

Einige Fakten wurden bereits in den Medien veröffentlicht, insbesondere in der italienischen Wochenzeitung L’Espresso. Ich werde nun Fakten hinzufügen, die dem Staatssekretariat im Vatikan seit 2002 bekannt sind und die ich als Delegierter für die Päpstlichen Vertretungen erfahren habe.

  • Im Januar 2000 erhob der Maracaibo-Journalist Gastón Guisandes López schwere Vorwürfe gegen einige Priester aus der Diözese Maracaibo, darunter auch Msgr. Peña Parra, der den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen und andere möglicherweise kriminelle Handlungen beinhaltet.
  • Im Jahr 2001 bat Gastón Guisandes López zweimal darum, vom apostolischen Nuntius (dem Botschafter des Papstes) in Venezuela, Erzbischof André Dupuy, empfangen zu werden, um diese Fragen zu erörtern, doch der Erzbischof weigerte sich aus unerklärlichen Gründen, ihn zu empfangen. Er berichtete jedoch dem Staatssekretariat, dass der Journalist Msgr. Peña Parra von zwei sehr schweren Verbrechen, die die Umstände beschreiben.
    • Zunächst wurde Edgar Peña Parra vorgeworfen, am 24. September 1990 zwei Seminaristen aus dem Kleinen Seminar aus der Gemeinde San Pablo verführt zu haben, die im selben Jahr das Große Seminar von Maracaibo betreten sollten. Die Veranstaltung soll in der Kirche Nuestra Señora del Rosario stattgefunden haben, in der Pfarrer José Severeyn Pfarrer war. Pfr. Severeyn wurde später vom damaligen Erzbischof Msgr. Roa Pérez aus der Pfarrei entfernt. Der Fall wurde der Polizei von den Eltern der beiden jungen Männer gemeldet und vom damaligen Rektor des Priesterseminars, Rev. Enrique Pérez, und vom damaligen spirituellen Direktor, Rev. Emilio Melchor, behandelt. Rev. Pérez bestätigte auf Anfrage des Staatssekretariats schriftlich die Episode vom 24. September 1990. Ich habe diese Dokumente mit eigenen Augen gesehen.
    • Zweitens war Edgar Peña Parra angeblich zusammen mit [NAME von Lifesitenews entfernt] am Tod zweier Personen beteiligt, eines Arztes und eines gewissen Jairo Pérez, der im August 1992 auf der Insel San Carlos im Maracaibo-See stattfand. Sie wurden durch eine elektrische Entladung getötet, und es ist nicht klar, ob die Todesfälle zufällig waren oder nicht. Dieselbe Anschuldigung ist auch in dem oben genannten Dossier enthalten, das von einer Gruppe von Laien aus Maracaibo geschickt wurde, mit dem zusätzlichen Detail, dass die beiden Leichen nackt aufgefunden wurden, mit Hinweisen auf makabere homosexuelle unzüchtige Praktiken. Diese Anschuldigungen sind, gelinde gesagt, äußerst schwerwiegend. Peña Parra war jedoch nicht nur nicht verpflichtet, sich ihnen zu stellen, er durfte auch weiterhin im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls bleiben.
  • Diese beiden Anschuldigungen wurden dem Staatssekretariat 2002 vom damaligen apostolischen Nuntius in Venezuela, Erzbischof André Dupuy, gemeldet. Die einschlägigen Unterlagen befinden sich, sofern sie nicht vernichtet wurden, sowohl im Archiv des diplomatischen Personals des Staatssekretariats, in dem ich als Delegierter der Päpstlichen Vertretungen tätig war, als auch im Archiv der Apostolischen Nuntiatur in Venezuela. wo die folgenden Erzbischöfe als Nuntien gedient haben: Giacinto Berloco, von 2005 bis 2009; Pietro Parolin, von 2009 bis 2013; und Aldo Giordano von 2013 bis heute. Sie alle hatten Zugang zu den Dokumenten, in denen diese Anschuldigungen gegen den zukünftigen Stellvertreter gemeldet wurden, ebenso wie die Kardinalssekretäre von Sodano, Bertone und Parolin und die Stellvertreter Sandri, Filoni und Becciu.
  • Besonders ungeheuerlich ist das Verhalten von Kardinal Parolin, der sich als Außenminister der kürzlich erfolgten Ernennung von Peña Parra zum Stellvertreter nicht widersetzte und ihn zu seinem engsten Mitarbeiter machte. Noch mehr: Jahre zuvor, im Januar 2011, hatte Parolin als apostolischer Nuntius in Caracas keine Einwände gegen die Ernennung von Peña Parra zum Erzbischof und apostolischen Nuntius in Pakistan. Vor solch wichtigen Ernennungen wird ein strenger Informationsprozess durchgeführt, um die Eignung des Kandidaten zu überprüfen, sodass Kardinal Parolin mit Sicherheit auf diese Anschuldigungen aufmerksam gemacht wurde.

Darüber hinaus kennt Kardinal Parolin die Namen einer Reihe von Priestern in der Kurie, die sexuell unkeusch sind und gegen die Gesetze Gottes verstoßen, zu deren Unterweisung und Ausübung sie sich feierlich verpflichtet haben, und schaut weiterhin weg.

Wenn die Verantwortlichkeiten von Kardinal Parolin schwerwiegend sind, gilt dies umso mehr für diejenigen von Papst Franziskus, die einen Mann, der wegen derart schwerer Verbrechen angeklagt ist, für eine äußerst wichtige Position in der Kirche ausgewählt haben, ohne zuvor auf einer offenen und gründlichen Untersuchung zu bestehen. Diese schreckliche Geschichte hat noch einen skandalösen Aspekt. Peña Parra ist eng mit Honduras verbunden, genauer gesagt mit Kardinal Maradiaga und Bischof Juan José Pineda. Von 2003 bis 2007 diente Peña Parra in der Nuntiatur von Tegucigalpa und stand dort Juan José Pineda sehr nahe, der 2005 zum Weihbischof von Tegucigalpa ernannt wurde und der rechte Mann von Kardinal Maradiaga wurde. Juan José Pineda trat im Juli 2018 ohne Angabe von Gründen von seinem Amt als Weihbischof zurück. Papst Franziskus hat die Ergebnisse des Berichts, den der Apostolische Besucher, der argentinische Bischof Alcides Casaretto, vor mehr als einem Jahr direkt und nur ihm überbracht hatte, nicht veröffentlicht. Wie kann man die feste Entscheidung von Papst Franziskus interpretieren, über diese Angelegenheit nicht zu sprechen oder Fragen zu beantworten, außer als Vertuschung der Tatsachen und Schutz eines homosexuellen Netzwerks? Solche Entscheidungen enthüllen eine schreckliche Wahrheit: Anstatt offene und ernsthafte Ermittlungen gegen diejenigen zuzulassen, die wegen schwerer Verstöße gegen die Kirche angeklagt sind, lässt der Papst die Kirche selbst leiden. Wie kann man die feste Entscheidung von Papst Franziskus interpretieren, über diese Angelegenheit nicht zu sprechen oder Fragen zu beantworten, außer als Vertuschung der Tatsachen und Schutz eines homosexuellen Netzwerks? Solche Entscheidungen enthüllen eine schreckliche Wahrheit: Anstatt offene und ernsthafte Ermittlungen gegen diejenigen zuzulassen, die wegen schwerer Verstöße gegen die Kirche angeklagt sind, lässt der Papst die Kirche selbst leiden.

Kommen wir auf Ihre Frage zurück. Sie fragen mich, ob ich Anzeichen dafür sehe, dass der Vatikan unter Papst Franziskus geeignete Schritte unternimmt, um die schwerwiegenden Probleme des Missbrauchs anzugehen. Meine Antwort ist einfach: Papst Franziskus vertuscht gerade den Missbrauch, wie er es für McCarrick getan hat. Ich sage das mit großer Trauer. Als König David den gierigen reichen Mann in Nathans Gleichnis für todwürdig erklärte, sagte der Prophet unverblümt: „Du bist der Mann“ (2 Sam 12: 1-7). Ich hatte gehofft, mein Zeugnis könnte wie das von Nathan aufgenommen werden, aber es wurde stattdessen wie das von Micaiah aufgenommen (1. Könige 22: 15-27). Ich bete, dass sich das ändert.

Es ist wirklich schwierig diesen Beitrag positiv zu beenden, denn der im Interview dargestellte Schmutz ist überwältigend. Sollten Sie einmal einen verstopften Abfluss gereinigt haben, dann wissen Sie, welchen Dreck man zu entsorgen hat, damit das Wasser wieder abfließen kann. Sollten Sie, wie in den fernen Tagen des Sozialismus, aufgrund der Verunreinigung der Leitungsrohre, immer rostfarbenes Wasser gehabt haben, dann wissen Sie, dass ohne das Auswechseln der Rohre sich die Wasserqualität nicht ändern wird. Der Hl. Thomas von Aquin vergleicht den Priester mit einem Rohr (Summ. Theol. III, q. 64 a. 5), der uns die reine Gnade Gottes – das Wasser – zuleitet. Das Wasser fließt zwar und die Sakramente sind gültig, es wird aber durch das schmutzige Rohr verunreinigt und daher ist das Spenden der Sakramente in der Todsünde selbst eine Todsünde. Und so gilt in der Kirche die folgende Regel[1]:

Mortaliter peccat minister Sacramenti ad conferendum Sacramentum specialiter consecratus, qui solemniter (i.e. cum integro ritu ab Ecclesia praescripto) confecit seu administrat Sacramentum in statu peccati mortalis, nisi ignorantia vel necessitate excusetur.[2]

Es sündigt schwer ein Diener des Sakraments, der eigens zum Vollzug des Sakraments geweiht wurde, welcher feierlich (d.h. im gesamten, von der Kirche vorgeschriebenen Ritus) das Sakrament im Stand der schweren Sünde vollbringt oder verwaltet, wenn er nicht durch Ignoranz oder Notwendigkeit entschuldigt wird.

Der Hl. Thomas von Aquin fasst denselben Gedanken wie folgt (Summ. Theol., III, q. 64 a. 6, co.) auf:

Ich antworte, es sündige jemand in seinem Wirken, wenn er nicht wirkt wie sich dies schickt. Es schickt sich aber nach Art. 5. ad III., dass die Spender der Sakramente gerecht sind, weil die Diener gleichförmig sein müssen dem Herrn, nach Lev. 19.: „Seid heilig, weil ich heilig bin;“ und Ekkli. 10.: „Nach dem Richter im Volke müssen die Diener sein.“ Ohne Zweifel also sündigen die bösen, wenn sie trotz ihrer Sünden sich anbieten, die Sakramente zu spenden.

Und weil diese Sünde eine Unehrerbietigkeit (irreverentia) ist gegen Gott und eine Verunreinigung der Sakramente (contaminatio sanctorum), vonseiten des Sünders nämlich (denn die Sakramente an sich können nicht verunreinigt werden (sancta secundum seipsa incontaminabilia sint)), so folgt, daß eine solche Sünde ihrer Seinsart nach eine Todsünde ist (tale peccatum ex genere suo est mortale).

Ist es denn auch Sünde die Sakramente von einem schweren Sünder zu empfangen? Nein, wenn seine Sünde von der Kirche geduldet wird und er immer noch im Amt ist, was Exkommunizierte, Suspendierte (Piusbruderschaft) und Abgesetzte nicht betrifft. Es empfiehlt sich dennoch zum Sakramentenempfang, wenn man nicht in Not ist, woanders hinzugehen. Der Hl. Thomas fasst es (III, q. 64 a. 6 ad 2) wie folgt auf:

Wer zum Empfange der Sakramente herantritt, empfängt dieselben vom Diener der Kirche als solchem und nicht insoweit er eine Privatperson ist. So lange dieser also von der Kirche geduldet wird in solchem Dienste, tritt derjenige, der das Sakrament empfängt, nicht mit der Sünde des Spenders in Gemeinschaft; sondern mit der Kirche, die ihn als ihren Diener hinstellt. Wird aber ein solcher Diener der Kirche von der kirchlichen Obrigkeit exkommuniziert oder suspendiert oder ganz abgesetzt, so sündigt jener, der von ihm die Sakramente annimmt und tritt in Gemeinschaft mit dessen Sünde.

Bischof Müller schreibt in seiner Moraltheologie dazu:

Non licet a ministro in peccato mortali constituto petere Sacramentum, nisi ex gravi causa ; quia Sacramentum ministrans in mortali graviter peccat, et illicitum est cooperari ad peccatum proximi absque gravi causa.[3]

Es ist nicht erlaubt vom Diener, der sich in einer feststellbaren Todsünde befindet, Sakramente zu erbitten, es sei den aus einem wichtigen Grund; da derjenige, der das Sakrament in Todsünde spendet schwer sündigt und es nicht unstatthaft bei der Fremdsünde mitzuwirken ohne einen wichtigen Grund.

Kurz und gut, wenn in Ihrer Diözese alle Priester modernistische Konkubinarier/Sodomiten sind, Sie aber die Sakramente empfangen müssen, dann sündigen Sie nicht, weil Sie in Not sind (necessitas) und keine Wahl haben. Der Priester sündigt jedes Mal, wenn er überhaupt ein Sakrament vollbringt, wie wenn er die Messe feiert und es Ihnen spendet (Kommunion, Beichte, Letzte Ölung). Das Heilige wird durch dieses dreckige Priester-Rohr kontaminiert, um sich der Ausdrucksweise des hl. Thomas zu bedienen, d.h. das Wasser fließt dennoch, es ist aber sehr verunreinigt. Halten wir uns selbst im Gnadenstand, der auch durch sündige Priester erreichbar ist, damit wenigstens wir selbst dem verurteilenden Gericht Gottes entgehen.

[1] Siehe hl. Thomas, Summ. Theol. III, q. 64 a. 6; hl. Alphons Liguori, Theologia moralis, Lib. VI, n. 31.

[2] Angeführt nach Müller, Ernest, Theologia moralis, Bd. III, Wien 1895, 144.

[3] Müller, Theologia moralis, Bd. III, 155.

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7 Gedanken zu „Vigano-Enthüllungen oder Knabenschändung als die neue Umlaufwährung im Vatikan (2 von 2)

  1. “Wird aber ein solcher Diener der Kirche von der kirchlichen Obrigkeit exkommuniziert oder suspendiert oder ganz abgesetzt, so sündigt jener, der von ihm die Sakramente annimmt und tritt in Gemeinschaft mit dessen Sünde.”
    Oh je, das Leben ist schwer!
    Vor einigen Wochen haben mich sowohl ein Diözesanpriester (!!!) als auch ein Priester einer Ecclesia-Dei-Gemeinschaft (Christus König Hoherpriester) durchaus dazu ermuntert, die Sakramente bei der Piusbruderschaft zu empfangen.
    Ist es aufgrund der derzeitigen traurigen Umstände angeraten, vom häufigen Kommunionempfang lieber abzusehen, und nur (wenigstens) einmal im Jahr (Kirchengebot) den Leib des Herrn zu empfangen)? Um auf “Nummer sicher” zu gehen?
    Gehört das zu den Verführungen und zum Durcheinander am Ende der Zeiten, wenn man nicht mehr ein noch aus weiß?

    1. @Maria Magdalena

      Ich rate vom Empfang der Kommunion bei der Piusbruderschaft ab. Warum?

      1. Wenn Bergoglio kein Papst ist, haben sie keine Delegation, kein Kirchenamt und alle Konzessionen (Beichtvollmacht, Segnung der Ehen sind null und nichtig)

      2. Wenn Bergoglio Papst sein sollte, dann haben sie immer noch keine Delegation.

      Kommunion ist nicht heilsnotwendig, wenn man im Gnadenstand bleibt. Man kann geistliche Kommunion durchführen.

      Man sollte nicht mit einem zweifelnden Gewissen etwas unternehmen.

      Beim Zweifel sollte man nach dem Wahrscheinlicheren gehen.

      Das Wahrscheinlichere lautet:
      a. Bergoglio ist kein Papst
      b. Er ist ein Häretiker
      c. Stifter Verwirrung, wo er nur kann
      d. All seine Entscheidungen sind höchst zweifelhaft
      e. Auch diese bezüglich der FSSPX
      f. Er würde der FSSPX keine Vollmachten geben, wenn er nicht dadurch die Kirche zerstören wollte. Positiv gewendet: er will damit der Kirche schaden.

      Ich werde zu diesem Thema etwas ausführliches und kirchenrechtlich fundiertes schreiben. Es wird ein kleines downloadbares Booklet geben, da man einem Pater zeigen oder schenken kann, damit er sich aufregt.,

      Und daher bin ich mit den Vorbereitungen zum Internetshop beschäftigt.

      Nur das Problem ist das der Schere. Je fachlicher etwas ist, desto weniger Leser werden es verstehen. Die meisten Gläubigen, insbesondere der FSSPX glauben etwas, weil der Pater es so sagt. Der Pater kann aber keine Ahnung haben.
      Aber ich will mich nicht drücken. Warten Sie es bitte ab! Ein gut Ding braucht Weile und eine gute Vorbereitung auch.

      1. Kurz und gut:
        1. Ist etwas nicht öffentlich gemacht, so darf ein Gläubiger zu einem Exkommunizierten, Suspendierten, des Amtes enhobenen nicht gehen. Wenn er es weiß.
        a. Natürlich sind Sie nicht verpflichtet, jeden Priester vorher im Ordinariat oder im Vatikan zu überprüfen.
        b. Ist jemand des Amtes enthoben und Sie wissen es nicht, dann sündigen Sie nicht.
        c. Ist etwas verdächtig, z.B. die Messe wird in einem Hinterzimmer eines Privathauses zelebriert, dann kann man schon etwas vermuten.

        2. Das Kirchenrecht ist wirklich so gemacht, dass die ganze Schuld auf den Geistlichen fällt und der Gläubige geschützt wird.

        3. Man sündigt nur dann schwer, wenn man
        a. ganz sicher um die Exkommunizierung, Suspendierung weiß
        b. dieses Verbot bewusst missachtet, weil es z.B die “Konzilskirche” getan hat und es nach Pius XII keine Päpste gibt
        c. Wissen ist nicht gleichbedeutend mit Akzeptieren, es zählt das, was man weiß, nicht das, ob man es gut findet

        4. Die Situation der FSSPX unter Bergoglio ist so zweifelhaft, dass m.E. die FSSPX keine Fakultäten (d.h. Möglichkeiten legal in der Kirche zu wirken) hat. Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen
        a. Ist Bergoglio kein Papst sind seine Entscheidungen nicht rechtens und nicht bindend
        b. Würde er als Papst oder nicht-Papst der FSSPX wirklich die Fakultäten geben wollen, so hätte er einen kirchenrechtlichen Weg gefunden, der dies möglich gemacht hätte. Und das hat er nicht getan.
        c. Meinem Wissen nach, vielleicht kann mich ein Historiker des Kirchenrechts verbessern, gibt es kein Präzedenzfall, wo ein richtige Papst etwas kirchenrechtlich durchsetzen wollte, aber keine geeigneten kirchenrechtlichen Mittel gewählt hat.

    1. @Gabriele Mathieu
      Zum Glück hatte Gänswein niemals eine Machtposition im Staatssekretariat, sodass er auf die Personalbesetzung wirklich Einfluß gehabt hätte. Ich will darüber doch keinen Beitrag verfassen, weil man sich von unnötigen Schmutz doch freihalten sollte.

      Ich gebe Ihnen Quelle an und Sie selbst ziehen daraus die Schlüsse und Konsequenzen.

      1. Zu seinen neuesten Ansichten:
      – Die letzten Ausführungen https://de.catholicnewsagency.com/story/erzbischof-ganswein-christen-mussen-wieder-starker-und-mutiger-position-beziehen-4717

      “Die homosexuellen Partner sind – Ehe hin, Ehe her – auch einmal alt und stehen vor dem letzten Schritt des Lebens – und dann kommt es auf die sexuelle Orientierung nicht mehr an. Krankenschwester oder homosexuell sein ist akzidentiell, es gehört nicht wesentlich zum Menschsein. Alle Homosexuellen, Geschiedenen, Atheisten und so weiter werden einmal vor Gott stehen und vor seinem Gericht”, so Gänswein.

      Ist es möglich, dass er über sich selbst spricht?

      2. Benedikts Rücktritt:
      https://www.n-tv.de/panorama/Warum-Benedikt-XVI-wirklich-zuruecktrat-article12377046.html
      https://philosophia-perennis.com/2019/06/04/olle-kamellen-die-bildzeitung-und-der-ruecktritt-von-papst-benedikt-xvi/

      Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ein weiteres Dokument, das zunächst im Vatikan, dann im deutschen Klerus kursierte und schließlich bestimmten Presseleuten zugespielt wurde, selbst mit in die Vatileaks-Dokumente einging. Es trägt den Titel „La Cordata omosessuale in Vaticano. Prälat G.G. und homosexuelle Seilschaften hinter dem Rücken von Papst Benedikt XVI.“. Das mit „Prälat G.G.“ Georg Gänswein gemeint ist, wird im Dokument, das auch mir selbst vorliegt, sehr deutlich.

      3. Wer ist Michele degli Archangeli
      https://www.n-tv.de/panorama/Warum-Benedikt-XVI-wirklich-zuruecktrat-article12377046.html

      Verfasst ist es von einem ehemaligen Mitarbeiter des Päpstlichen Staatsekretariats unter dem Decknamen Michele degli Archangeli. Aufgrund “bekannt gewordener homosexueller Verfehlungen” wurde “Archangeli” aus dem diplomatischen Dienst des Vatikans entlassen und lebt nun in Süddeutschland. Was er im Vatikan erlebte, schrieb er in dem pikanten Dokument nieder und streute es breit unter den Verantwortlichen – sicher nicht ganz ohne Rachegelüste.

      https://www.bild.de/politik/ausland/politik-inland/papst-vertrauter-soll-priester-missbraucht-haben-61567596.bild.html

      https://www.bistum-eichstaett.de/detail/news/domkapitular-kuehn-zum-beauftragten-fuer-weltkirche-liturgie-und-geistliche-gemeinschaften-ernannt/

      https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_K%C3%BChn_(Theologe)

      4. Weiterer Verlauf:

      Zitat Berger:

      Die Annahme, dass ein weltbekannter hoher Prälat des Vatikan über Jahre heimlich nach Berlin fliegt, um sich dort in den Homo-Bars herumzutreiben und Stricherparties in einem von einem Antiquitätenhändler zur Verfügung gestellten Wohnung abzuhalten – ohne dass davon irgendetwas nach außen dringt, ist lächerlich.

      https://philosophia-perennis.com/2019/06/04/olle-kamellen-die-bildzeitung-und-der-ruecktritt-von-papst-benedikt-xvi/

      Wirklich, Herr Berger “lächerlich”? Bei wem könnte es sich bei dem “weltbekannten hohen Prälaten” wohl handeln?

      Die Herren kennen sich.

      https://traditionundglauben.com/wp-content/uploads/2019/07/Gänswein-Berger.jpeg

      Und noch eins. Ich habe mich lange gefragt, welchen Gewinn ein nicht völlig unintelligenter Mann wie Gänswein haben kann jahrzehntelang ein Diener zu sein und die zweite Geige zu spielen. Er wurde zwar befördert, aber zu keiner richtigen Machtposition, da, seit Bergoglio nicht im Vatikan residiert und wen und wann immer empfängt, ist die Aufgabe Gänsweins als Präfekten des Päpstlichen Hauses sinnlos. Es ist möglich, dass er sich anders belohnt. Wie Kardinal Dziwisz ja auch, der seinen langjährigen Sekretär, Laien und Italiener neulich in Polen in einer heimlichen Zeremonie in Warschau zum Priester weihte. https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=2297248843888899&id=100008114164039 Der jetzige Bischof von Krakau und der Nachfolger von Dziwisz habe dafür keine Erlaubnis, so wurde in Warschau geweiht in einer Zeremonie, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war. So sieht es nunmal aus und Vigano entdeckt nur die Spitze des Eisberges, die wohl in Rom seit Jahren und Jahrzehnten bekannt ist.

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