VIGANÒ über REVOLUTION in der KIRCHE (5 von 6)

„Ab dem Zweiten Vatikanum wurde eine Parallelkirche erbaut …“

Das Konzil wurde verwendet, um die abweichendsten Abweichungen in der Lehre, die gewagtesten liturgischen Neuerungen und die skrupellosesten Missbräuche zu legitimieren, während das Amt schwieg. Dieses Konzil war so erhaben, dass es als einzige legitime Referenz für Katholiken, Geistliche und Bischöfe präsentiert wurde, da es die Lehre, welche die Kirche immer maßgeblich gelehrt hatte, verdunkelte und mit einem Gefühl der Verachtung verband und die ewige Liturgie verbot, welche den Glauben einer ununterbrochenen Linie von Gläubigen, Märtyrern und Heiligen seit Jahrtausenden nährte. Dieses Konzil hat sich unter anderem als das einzige erwiesen, dass so viele Auslegungsprobleme und Widersprüche in Bezug auf das vorangegangene Lehramt verursacht hat.

Ich gestehe es mit Gelassenheit und ohne Streitlust: Ich war einer der vielen Menschen, die sich trotz vieler Ratlosigkeit und Ängste, die sich heute als absolut legitim erwiesen haben, der Autorität der Hierarchie bedingungslosen Gehorsam anvertrauten. In Wirklichkeit denke ich, dass viele Menschen, einschließlich mich, die Möglichkeit, dass es einen Konflikt zwischen dem Gehorsam gegenüber einer Ordnung der Hierarchie und der Treue zur Kirche selbst geben könnte, anfangs nicht in Betracht gezogen haben. Was diese unnatürliche, in der Tat sogar perverse Trennung zwischen Hierarchie und Kirche, zwischen Gehorsam und Treue greifbar machte, war sicherlich dieses jüngste Pontifikat.

Im Saal der Tränen neben der Sixtinischen Kapelle, während Msgr. Guido Marini das weiße Rocchetto, die Mozzetta und die Stola für den ersten Auftritt des „neu gewählten“ Papstes vorbereitete, rief Bergoglio aus: „Sono finite le carnevalate! [Der Karneval ist vorbei!]“. Er verwarf verächtlich die Insignien, die alle Päpste bis dahin demütig als das unterscheidende Gewand des Stellvertreters Christi akzeptiert hatten. Aber diese Worte enthielten die Wahrheit, auch wenn sie unfreiwillig gesprochen wurde: Am 13. März 2013 fiel die Maske von den Verschwörern ab, die schließlich frei von der unbequemen Anwesenheit von Benedikt XVI. waren und dreist stolz darauf, endlich einen Kardinal zu fördern, der ihre Ideale verkörperte, ihre Art, die Kirche zu revolutionieren, die Lehre formbar, die Moral anpassungsfähig, die Liturgie verfälschbar und die Disziplin verfügbar zu machen. Und all dies wurde von den Protagonisten der Verschwörung selbst als die logische Konsequenz und offensichtliche Anwendung des Zweiten Vatikanischen Konzils angesehen, die ihrer Meinung nach durch die von Benedikt XVI. geäußerten Kritik geschwächt worden war. Der größte Affront gegen dieses Pontifikat war die großzügige Erlaubnis zur Feier der verehrten tridentinischen Liturgie, deren Legitimität schließlich anerkannt wurde und die fünfzig Jahre ihrer illegitimen Ausgrenzung widerlegte. Es ist kein Zufall, dass Bergoglios Anhänger dieselben Menschen sind, die das Konzil als das erste Ereignis einer neuen Kirche betrachteten, vor der es eine alte Religion mit einer alten Liturgie gab.

Es ist kein Zufall, das, was diese Männer ungestraft bekräftigen, was die Gemäßigten skandalisiert, ist auch das, was die Katholiken auch glauben, nämlich: Trotz aller Bemühungen der Hermeneutik der Kontinuität, die bei der ersten Konfrontation mit der Realität der gegenwärtigen Krise kläglich Schiffbruch erlitten hat, ist es auch unbestreitbar, dass ab dem Zweiten Vatikanum eine Parallelkirche erbaut wurde, die der wahren Kirche Christi übergestülpt und diametral entgegengesetzt war. Diese Parallelkirche verdeckte nach und nach die von Unserem Lieben Herrgott gegründete göttliche Institution, um sie durch eine falsche Einheit zu ersetzen, die der gewünschten universellen Religion entspricht, die zuerst von der Freimaurerei theoretisch vorbereitet wurde. Ausdrücke wie neuer Humanismus, universelle Brüderlichkeit, Menschenwürde sind die Schlagworte des philanthropischen Humanitarismus, der den wahren Gott leugnet, der horizontalen Solidarität der vagen spirituellen Inspiration und des ökumenischen Irenismus [falsche religiöse Friedensfertigkeit], den die Kirche eindeutig verurteilt. „Nam et loquela tua manifestum te facit [Denn deine Rede verrät dich] (Mt 26, 73): Dieser sehr häufige, sogar obsessive Rückgriff auf dasselbe Vokabular des Feindes [d.h. der Freimaurerei] verrät das Festhalten an der Ideologie, die er inspiriert. Andererseits bestätigt der systematische Verzicht auf die klare, eindeutige und kristalline Sprache der Kirche den Wunsch, sich nicht nur von der katholischen Form, sondern auch von ihrer Substanz zu lösen.

Quelle:

Tradition und Glauben – Angebot

7 Tage gratis lesen – testen Sie uns!

Monatsabonur 19,99 € im Monat

Jahresabo nur 149,99 € im Jahr

Besuchen Sie unseren Online-Shop

Unser Coaching-Angebot für Sie!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen