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Liturgiereform einem Atheisten erklärt oder warum das „Brimborium“ ändern?

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Liturgie als „Brimborium“

Dieser Beitrag soll und allen etwas klar machen, auch denjenigen Atheisten, die sich hier verirrt haben sollten.

Was ist Liturgie nach weltlichen Maßstäben?

Es ist ein „Brimborium“, d.h. „Nebenumstände, Überflüssiges, unnützen Aufwand, Getue“, ein Ritual, das nicht wirkt, aber für bestimmte, geistlich minderbemittelten Menschen „wichtig“ ist, weil es in ihnen ein Placebo-Effekt verursacht. Sie glauben, dass es ihnen hilft, so hilft es ihnen. In der Welt, auch außerhalb des Esoterik-Ladens, gibt es so was auch. Beim Fußballspiel, beim Grillen, bei der Weihnachtsfeier, ein „Ritual“ eben, das die Welt ein wenig schöner und festlicher macht. Eigentlich nichts Schlimmes. Da die neue Kirche eine „Kirche des Dialogs“ sein sollte, natürlich mit allen außer mit den Anhängern der Alten Messe, so stellen wir hier zwei Dialoge des Atheisten mit zwei Theologen dar. Der „Theologe“ vertritt die überlieferte Sicht, der „Konzilstheologe“ die nachkonziliare.

Atheist: Somit ist das alles eine „Liturgie“?


Konzilstheologe: Richtig, aber nicht alles wird so genannt.

Altes „Brimborium“

Wenn wir also davon ausgehen, dass die katholische Liturgie eine Art „Theaterstück“ ist, das bis 1962 für volle Häuser (=Kirchen) und Schauspielernachwuchs (=Ministranten und Priester) sorgte, so fragt man sich, warum man es geändert hat, damit man jetzt leere Häuser und keinen Nachwuchs hat. Wenn es Mitglieder eines Vereins (=der Kirche) gibt, die für diesen Verein zahlen (=Kirchensteuer) und dieses alte „Brimborium“ wollen, weil sie bei dem neuen seit 1970 wegbleiben, warum gibt man ihnen nicht das Alte? Warum setzt man eine Stück (=die Alte Messe) ab, wenn das Publikum (=die Gläubigen) dahin strömen und dafür bezahlen? Warum macht man dieses alte Stück so unzugänglich, obwohl die Leute es ja wollen? Warum gibt man nicht jedem das Brimborium, das er will?

Ein nachkonziliarer Dialog

Und hier sehen wir, dass die einzig und allein atheistisch-kommerziellen Gründe nicht greifen und unser armer Atheist es nichts versteht, da er, zurecht, einen doppelten Boden vermutet. Denn unsere lieben Geistlichen, für die wir zahlen, werden antworten:

Atheist: Warum gebt ihr den Leuten das alte Brimborium, das sie wollen?

Konzilstheologe: Weil es schlecht für sie ist.


Atheist: Aber beim neuen Brimborium bleiben sie weg!


Konzilstheologe: Das ist gleich.


Atheist: Aber beim neuen Brimborium treten sie aus eurem Verein aus!


Konzilstheologe: Das ist gleich.


Atheist: Aber beim neuen Brimborium verliert ihr Geld!


Konzilstheologe: Das ist gleich, wir haben noch genug.


Atheist: Aber beim neuen Brimborium habt ihr keinen Nachwuchs!


Konzilstheologe: Dann ist es so.

Atheist: Ihr wollt also eher euren Verein zerstören als den Leuten das alte Brimborium zu geben?


Konzilstheologe: Richtig.


Atheist: Das ist aber weder betriebs- noch kundenfreundlich!


Konzilstheologe: Das ist gleich, das ist unsere Religion.

Der arme Atheist wird sich verstört zurückziehen, weil er nicht versteht, wie sich eine Religion selbst zerstören kann. Das kann sie durchaus, aber nicht deswegen, weil dies das Ziel dieser Religion ist, sondern weil diejenigen, die sie übernommen haben und vertreten – Bergoglio, die Mehrheit der Kardinäle, Bischöfe und Priester – diese Religion hassen und zerstören wollen.

Atheist: Welche Religion wollen sie denn?


Theologe: Irgendetwas mit Tutti-Frutti und Pipapo, keine Ahnung.


Atheist: Es ist aber nicht unbedingt gesagt, dass diese neue Religion überhaupt Mitglieder haben wird und ihnen, den Geistlichen, Geld bringt.


Theologe: Richtig, deswegen geben sie jetzt alles aus. Nach ihnen die Sintflut.


Atheist: Und warum tun die Gläubigen nichts?


Theologe: Weil sie zu feige, faul und passiv sind und auf den „Triumph des Unbefleckten Herzens“ warten.

Atheist: Und was ist das?


Theologe:  Alles wird neu und besser von selbst, ohne dass man einen Finger krümmen muss. Katholisches Schlaraffenland.


Atheist: Das ist aber Unsinn.


Theologe: Richtig, aber eine schöne Vorstellung. Wenn man anders denkt, dann ist man nicht fromm.


Atheist: Ach du liebe Zeit. Dann habt ihr wirklich ein Problem.


Theologe: Das haben wir auch.  

Damit es nicht wirkt

Neues „Brimborium“

Bevor aber dieses Gespräch im Jahre 2021 stattfinden konnte, setzt im Jahre 1955 etwas ein, was auch jedem Atheisten klarmachen musste, dass das alte Brimborium doch wirkt. Denn man könnte vielleicht verstehen, dass man die Landessprache in die Liturgie einführt, „damit die Leute es endlich verstehen“. Damit wird es zwar weniger mysteriös, weniger „brimborianisch“, aber dafür verständlicher.

Aber welchen Sinn hat es einen lateinischen Text zu ändern und eine neue Form des lateinischen Psalms einzuführen, wenn es ohnehin kein Mensch versteht? Warum etwas ändern, was kaum jemand bemerkt und was gleichermaßen den Priestern wie den Gläubigen gleich zu sein scheint? Warum regnat – „er regiert“ statt regnabit – „er wird regieren“ einführen? Warum den Palmensegen ändern? Die Gläubigen nahmen ja diese Änderung kaum wahr, weil wohl kaum jemand im Jahre 1955 mit dem Schott in der Hand jede Zeile und jede Veränderung nachverfolgte. Und den Priester war es auch gleich, weil sie in der Karwoche dermaßen viele Aufgaben und Zelebrationen hatten, dass sie sich nicht auf diese Zeilen konzentrieren konnten.

Warum also etwas ändern, was keiner bemerkt?

Wenn wir davon ausgehen, dass die Liturgie nur für die Akteure – Priester  oder Empfänger und Beobachter – Gläubige – gemacht wird, dann ist es tatsächlich sinnlos. Wenn wir aber davon ausgehen, dass die Liturgie etwas Objektives ist und etwas Objektives bewirkt, dann bringt auch ihre kleinste Veränderung eine veränderte Wirkung. Anders ausgedrückt: das unveränderte Brimborium wirkt, das veränderte Brimborium wirkt nicht. Das Alte wirkt, daher musste es durch das Konzil und Novus Ordo abgeschafft werden und gleich nochmal durch Traditionis Custodes, das Neue wirkt nicht, daher wird es künstlich am Leben erhalten. Aber das Nichtwirken bedeutet nicht nur ein Nichtwirken zum Positiven hin, sondern auch ein Wirken zum Negativen hin, denn im Geistlichen gibt es keine Leere. Daher erlebt der Verein (=Kirche) einen beispiellosen Niedergang seit der Änderung des alten Brimboriums, weil das Alte etwas Positives bewirkte. Das neue Brimborium bewirkt nur Negatives und daher wird es von denjenigen, die diese feindlichen Übernahmen geplant und verwirklicht haben, am Leben erhalten. So einfach ist es. Und jeder Atheist wird es auch verstehen.

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