Tradition und Glauben

Warum Gott Bergoglio zulässt oder der kirchliche Great Reset (2 von 4)

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Benedikt wie Edith Piaf: „Non, je ne regrette rien“ – „Nein, ich bereue nichts“

Es ist weniger theologisch fragwürdig und viel mehr nachvollziehbar, dass Bergoglio, der kein gültig gewählter Papst ist und daher kein Charisma der Unfehlbarkeit hat, seine Häresien verbreitet. Es gibt ja nichts, was ihn daran hindern könnte. Wenn aber Benedikt weiterhin der wirkliche Papst ist, wovon wir ausgehen, dann muss man sich fragen, warum er sein Charisma der Leitungsgewalt und die Aufgabe die Brüder zu stärken nicht einsetzt, Bergoglio gewähren lässt und ihm mehr oder weniger applaudiert? Ist die Gnade, die Standesgnade oder das Charisma in seinem Falle nicht zwingend? Nein, das ist es nicht, das ist es in keinem Falle. Man muss schon mit der Gnade mitarbeiten, was einiges kostet.

Da aber die gesamte Theologie Ratzingers sich als „Widerstreben gegen die erkannte Wahrheit (impugnatio veritatis agnitae)“ – die dritte Sünde gegen den Heiligen Geist – subsumieren lässt, dann befindet er sich schon lange in einer Dunkelheit, die ihm seine Taten ermöglicht. Viele werden hier schnaubend aufstampfen und beleidigt sein, weil sie den Ratzinger „ganz anderes lesen“. Dies kann stimmen, weil Ratzinger, genauso wie Rahner, seine Schriften so verfasste, dass sie auf jede mögliche Weise, auch eine orthodoxe, interpretierbar sind. Man stellt sich also immer die Frage:

Was sollte uns der Dichter damit sagen?

Und fragt man Ratzinger, den Dichter, dann antwortet er so, dass auch diese interpretierende Antwort frei interpretierbar ist. Es ist möglich Papst zu sein und in schwerer Sünde zu leben, da auch ein Papst einen freien Willen besitzt. Benedikt ist ja auch nicht der erste Papst, der in schwerer Sünde lebte, denn Alexander VI. stand ja auch nicht gerade im Rufe der Heiligkeit. Während die Sünden des Borgia-Papstes der anschaulicheren, sexuellen Natur waren, wie uns viele Serien der neueren Zeit deutlich vor Augen führen, so waren die Sünden Ratzingers vornehmlich intellektueller Natur, wie es aus seinen Schriften hervorgeht. Diese Schriften muss man aber:

  1. durchlesen – eine Herkulesaufgabe,
  2. verstehen – schwierig, manchmal nicht durchführbar,
  3. im Kontext der traditionellen Theologie einordnen können.

Es wird kaum Menschen geben, die sich 1. antun werden, bei 2. haben wir manchmal mit mehreren Interpretationsmöglichkeiten a. bis f. zu tun, welche davon abhängen, ob wir die vorige Schrift mit dem Ansatz c. oder d. interpretiert haben und hier kommt die Hermeneutik der Hermeneutik der Hermeneutik ins Spiel und schließlich gibt es kaum jemanden, der über 3. verfügt. Der letzte, der es unseres Wissens getan hat und hier empfehlenswert wäre, ist Msgr. Spadafora mit seiner wirklich profunden Ratzinger-Kritik.

Andere Sünden können auch daraus gefolgt sein, dies ist aber schwieriger nachzuweisen. Es lässt sich aber nicht leugnen, dass Benedikt Franziskus den Weg geebnet und die Novus Ordo Kirche wie kein anderer mitgegründet, siehe seine Mitwirkung beim Konzil, und als Bischof, Kardinal und Papst mit aufgebaut hat. Wenn er sich also jetzt nicht rührt, dann bedeutet es nur, dass Bergoglio sein, des Joseph Ratzingers Lebenswerk, krönt und Gänswein recht hatte, indem er sagte, dass

„in der Theologie kein Blatt Papier zwischen die Ansichten beider [Franziskus und Benedikts] passe.“  

Es sieht wirklich nicht danach aus, dass Benedikt irgendetwas bereuen wird. Er wird in seinen verkehrten Ansichten sterben müssen, wie viele Bischöfe und Priester auch. Und wir sprechen hier vom wahren Papst und Nachfolger Christi. Wie schlimm steht es doch um die Kirche, wenn ein modernistischer Ratzinger, dessen Habilitationsschrift zurecht unter Häresievorwurf stand, zuerst ein Konzilsperitus und Spindoktor und danach, gerade er, zum Glaubenswächter wurde. Welchen Glauben hat er denn bewacht? Den Katholizismus oder den nachkonziliaren Ratzingerianismus? Denn sein Aufruf „zu den Texten des wahren Konzils zurückzufinden“, bedeutet ja nichts anderes, als seine eigene Theologie hochzuhalten. Ja, so einfach ist es. Liest man Seewalds Mamutwerk Benedikt XVI. Ein Leben, dann wird einem klar, dass Benedikt mit sich selbst im Reinen sein kann, weil sein nicht erfolgter Rücktritt die Krönung seiner Theologie darstellt. Ja, bitter, aber wahr.

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