Warum sind sie nicht mitgegangen oder über die liturgische Reduktion

Das Brevier sah bis 1955 eine Oktave des Epiphaniefestes vor, in der täglich das Evangelium von den Drei Hl. Königen durch die Predigten der Kirchenväter verschieden beleuchtet wurde. Wenn auch der beschränktes Geistliche alljährlich 72 (9 Lesungen mal 8 Tage) Texte über ein Fest liest, so bleibt davon irgendetwas hängen, wovon seine Gläubigen irgendwie, z.B. in der Predigt, profitieren können. Die Reduktion des Breviers trifft uns – die Gläubigen – am härtesten, weil unsere Geistlichen nichts zu sagen haben, da sie nicht zur Inspiration durch gute Texte gezwungen sind. Oder kennen Sie einen Priester, der täglich freiwillig Texte der Kirchenväter zu seiner eigenen Erbauung liest? Und wir meinen wirklich täglich, über Jahrzehnte hin.

Bei der wiederholten Lektüre des Evangeliums zur Auffindung des Kindes durch die Weisen aus dem Morgenland stellt sich die Frage, warum die Hohenpriester und Schriftgelehrten nicht den Magiern gefolgt sind, obwohl sie den Zeitpunkt und den Ort wußten? DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) zitiert als Antwort den Brief eines Haters an ihn:

Weil es für uns völlig irrelevant sind!

Und genau so war Gott, der erhoffte Messias für die Berufsgeistlichen, heute würden wir sagen Berufskatholiken und Berufs-Piuspriesterschaftanhänger, irrelevant. Es ging nur um den eigenen Machterhalt, nicht um die äußere und göttliche Wirklichkeit.  Es spielte überhaupt keine Rolle, ob der Messias geboren wurde und wie er aussah. Sie wollten ihr Tagesgeschäft weiter betreiben und Deutungshoheit beibehalten. Es verhielt sich damals wie heute mit der Frage:

  1. Ist Bergoglio Papst?
  2. Ist er ein Häretiker?
  3. Hat er sein Amt:
    1. Nie besessen?
    2. durch Häresie verloren?
  4. Sollten wir irgendetwas dagegen unternehmen?

Die Antwort darauf lautet:

Das ist für uns völlig irrelevant!

Man macht eine Religion ohne Gott und einen Katholizismus ohne einen richtigen Papst, weil nur das Tagesgeschäft eine Rolle spielt.

Mehr dazu und aus einer anderen Perspektive im Paybeitrag: 

Oktave des Epiphaniefestes oder warum sind sie nicht mitgegangen?

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