Tradition und Glauben

Was die Menschen wollen oder über Kirchenliebe und Kirchenkritik

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Wenn man die Leserzuschriften auf gloria.tv, anderen katholischen Blogs und Plattformen, aber auch bei uns liest, so ist es sehr einfach festzustellen, was die Menschen eigentlich wollen? Sie wollen Bestätigung. Je mehr sie aber sündigen und vom Pfad der Tugend abweichen, umso mehr Bestätigung wollen sie, um im Irrtum verbleiben zu können:

  • die Anhänger der FSSPX wollen weiterhin zur FSSPX gehen,
  • die Sedisvakantisten wollen in der Sede-Vakanz-These bestätigt werden,
  • Ehepaare, die Verhüten, wollen darin bestärkt werden,
  • Menschen, die sexuelle Perversionen treiben, wollen Bestätigung, Verständnis oder wenigstens Toleranz (siehe die jetzige Sodo-Synode),
  • Menschen, welche den Weltuntergang erwarten, wollen Bestätigung darüber, dass dieser am 9.11.2018 um 14. 53 Uhr stattfindet (wird er nicht).

Was aber wirklich alle gläubigen Katholiken jetzt hören wollen, ist die Nachricht, dass alles gut wird. Dass irgendwo im Walde ein fromm lebender Einsiedler, am besten ein altritueller Priester, der früher z.B. bei den Franziskanern der Immakulata war, eine Vision hatte, in der ihm der halbe Himmel erschienen ist und sagte, dass alles, ja wirklich alles gut wird. Dass etwas Großes geschehen, was die Geistlichen Kardinäle, Bischöfe, Priester und uns alle verändern wird, dass wir nichts dazu beitragen müssen. Man kann eventuell im Keller zusätzlich einen halben Rosenkranz beten und dann wird wirklich alles von selbst gut. Solch eine Vision wird es nicht geben, denn sie kann nicht von Gott kommen. Von selbst wird nichts gut werden, uns, die wir noch am wahren Glauben festhalten, erwartet Kampf und Martyrium, zuerst im Sinne von Zeugnis geben.

Eine sehr effiziente Weise des geistigen Kampfes haben die amerikanischen Katholiken gewählt, indem sie die eigenen Bischöfe bei der Staatsanwaltschaft wegen Begünstigung und Vertuschung von Sexualdelikten anzeigen, sodass schon jetzt Ordinariate von den Behörden durchsucht werden. Eine sehr wertvolle amerikanische Initiative The Better Church Governance (BCG) besteht darin, die künftigen Kardinäle und Papstwähler von ehemaligen FBI-Agenten zu durchleuchten, diese Informationen öffentlich zu machen, damit kein neuer Bergoglio unwissentlich gewählt werden kann. BGC geht also von der Annahme aus, dass die Kardinäle Bergoglio wählten, weil sie nicht wussten, was für einer er ist. Es besteht aber durchaus die Möglichkeit der entgegengesetzten Annahme: sie haben ihn gewählt, weil sie die Kirche hassen, damit er diese zerstört. Schauen Sie sich doch an, welche Kardinäle wir haben. Wer ist unter Bergoglio Kardinal geworden, wer unter Benedikt XVI., wer unter Johannes Paul II? Wie wird es möglich sein, dass dieses Kardinalskollegium einen katholischen Papst wählt, sollte Bergoglio morgen der Schlag treffen? Wenn aber ein Teil der Kardinäle – sagen wir bescheiden so 60% – im Knast landen sollte und an dem nächsten Konklave verhindert sein wird, dann sehen die Chancen für Rechtgläubigkeit besser aus. Das Vorgehen von BGC ist ein katholisches Vorgehen einer kämpfenden Kirche:

  • Sie haben Geld gesammelt.
  • Sie haben ehemalige FBI Agenten angeheuert.
  • Sie heuern Mitarbeiter an.

Ja, Sie können dort auch mitmachen. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) denkt auch daran, wenn er aus dem Gröbsten seiner Unternehmensgründung heraus ist.

Und was haben wir in D, A und CH?

Nichts, Gejammer. Als „katholische Stimme“ im Kontext der Missbrauchsstudie trat zuletzt mit Erbsenzählerei Manfred Lütz auf, der die MHG-Studie als „fehlerhaft und kontraproduktiv“ bezeichnet. In einer sehr langatmigen Stellungnahme von 20 Seiten werden fortwährend Adjektive „seriös“, „wissenschaftlich“, „unseriös“ und „unwissenschaftlich“ abwechselnd verwendet, ohne viel dezidiert zu sagen. Der Beitrag beginnt mit den Worten:

„Wer über Verhältnisse in der katholischen Kirche wissenschaftlich arbeitet, muss besonders darauf achten, nur als wissenschaftliche Ergebnisse auszugeben, was sich mit Daten seriös belegen lässt. Das ist in der MHG-Studie leider spektakulär misslungen Offensichtlich ist man der Versuchung erlegen, eine Studie mit schwacher Datenbasis dadurch öffentlich zu platzieren, dass man – ohne Datenbasis – die üblichen kirchenkritischen Themen raunend oder dezidiert anspricht, was sofort für öffentliche Aufmerksamkeit sorgt.“

Ein Leser, der sich 20 Seiten lang durch diesen Text durchquälen wird, wird wenig verstehen, doch am Ende wohl denken können, dass

„dieser Manfred Lütz, doch ein guter katholischer Mensch ist, der es so schwer hat und die Kirche wirklich verteidigt, im Gegensatz zu manchen anderen, z.B. zu DSDZ“.

Dabei erweist gerade Lütz der Kirche, im Sinne der wahren Kirche der gläubigen Katholiken und nicht der Anti- oder Afterkirche der Kirchenfunktionäre, einen Bärendienst. Warum? Weil diese Studie doch deswegen unseriös und unwissenschaftlich ist, weil die DBK nur teilweise ihre Daten zugänglich machte. Wie soll man denn etwas erforschen, was nur partiell vorhanden ist? Gar nicht. Wenn das Finanzamt bei Ihnen eine Finanzprüfung macht und Ihnen bestimmte Belege fehlen, so geht man von einem Betrugsversuch aus und es gibt Strafen. Wenn Personalakten von den Ordinariatsmitarbeitern zur Verfügung gestellt, von Anwälten durchgesehen und zusätzlich noch manipuliert oder vernichtet wurden, dann doch nur deswegen, weil die wahre Aktenlage dermaßen peinlich war, dass man sie nicht zugänglich machen wollte. Auch anonymisiert nicht. Somit fand durch die MGH-Studie keine Aufklärung statt. Sie war nur ein Marketinggag um die angebliche Notwendigkeit der Zölibatsaufgabe „wissenschaftlich“ zu belegen. Und diese 1,2 Millionen Euro Brutto  für die Studie zahlt doch die DBK aus ihrer Westentasche. Während also in den USA die Staatsanwaltschaft in Diözesen Hausdurchsuchungen durchführt, wird in Deutschland von einer Steuerkasse – Kirchensteuer – in die andere Steuerkasse – Staatssteuer, über die Einkommensteuer der MGH-Mitarbeiter, umverteilt. Ist doch eh Steuergeld. Natürlich war der Zeitpunkt der Veröffentlichung der MGH-Studie mit der Sodo-Synode gut koordiniert, da man nach Kardinal Marx eine „offene Debatte“ über den Zölibat führen sollte, natürlich über Unzucht und Sodomie gleich mit.

Man könnte DSDZ und anderen Bloggern vorwerfen, dass, wenn sie dermaßen auf „die Kirche“ eindreschen, im Sinne „unserer guten Geistlichen, die es so schwer haben“, dass diese Kritiker eine gemeinsame Sache mit den Kirchenfeinden machen, denen die Zerstörung der irdischen Kirche so am Herzen liegt. Dies ist tatsächlich von außen betrachtet auch der Fall, aber kein äußerer Kirchenfeind kann doch die Kirche dermaßen gründlich zerstören, wie es Bergoglio jetzt tut und wie die nachkonziliaren Kirchenfürsten, auch auch Päpste, es taten. Sie waren die wahren Agenten des Bösen. Wie wir schon hier mehrmals schrieben, diese ganze Kirchenzerstörung durch die angeblichen Reformen, war ein Inside-Job von Menschen, die über ein okkultes Wissen verfügten und verfügen. Aber Gott hat sich sehr oft, wenn nicht immer, der Heiden oder der Kirchenfeinde bedient, um zuerst Israel und dann die Kirche abzustrafen. Ohne Sacco di Roma, welches von den losgelassenen Söldnerheeren des Kaisers veranstaltet wurde, hätte es noch lange keine Bekehrung der Renaissancekirche gegeben. Die Propheten halfen nicht, die protestantische Reformation half nicht, der Krieg half nicht, das Hängen von Kardinälen und Bischöfen half, denn nicht wenige haben das Sacco nicht überlebt. Es musste also eine brutale, biologische Lösung her und diesmal wird es auch so werden, denn gegenüber den heutigen Sodo-Prälaten waren die Renaissance-Kirchenfürsten richtige Waisenknaben.

Glauben Sie wirklich, dass Gott noch lange Seiner spotten lässt? Dass er erlaubt, dass die Kirche, die makellose Braut Christi, für die Christus soviel gelitten hat, weiter geschändet wird? Glauben Sie, dass alle, die bei dieser Sodo-Synode mitmachen oder sich feige zurückziehen, wie Kardinal Sarah, ungestraft bleiben? Falls nicht alle den Beitrag über die materielle Sünde gelesen haben hier nochmals das Wichtigste: schon allein die Teilnahme an solchen die Kirche zersetzenden Veranstaltungen wie Familiensynode (Ergebnis Amoris Laetitia) oder der jetzigen Sodo-Synode ist zumindest materiell sündhaft. Es ist doch kaum anzunehmen, dass die Synodenväter nicht wissen, wie es endet wird, wahrscheinlich in einer Adhortation mit dem Titel Munus sodomiae oder so ähnlich. Jeder Bischof, Erzbischof und Kardinal, der sich nicht ans Mikrophon kettet und schreit:

„Ihr begeht gerade einen Glaubensabfall“,

bevor er ruhig gestellt und in die Psychiatrie abtransportiert wird, begeht eine Todsünde. Warum? Weil das die hierarchischen Wächter der Lehre sind, welche sie durch die bloße Teilnahme an der Sodo-Synode verraten. Es ist ihre Pflicht uns im Glauben zu belehren und den Glauben zu schützen. Es ist bei allen eine materielle Sünde, bei den meisten auch die formelle Sünde des Glaubensabfalls. Die Sakramente bleiben gültig, aber diese Männer werden noch weiter verblendet und der Vatikan wird zu einer noch dunkleren Behausung der Dämonen. Wenn wir davon ausgehen, dass alles, was wir machen entweder Licht und Helligkeit oder Dunkelheit und Sünde in die Welt setzt, dann produziert dieses Pontifikat eine Atomwolke an Sünde, die sich geistlich über uns alle legt. Aber gehen wir heute spazieren und beten am Fest der Rosenkranzkönigin zur Beruhigung den Rosenkranz. Alles wird nicht gut, aber uns wird es besser ergehen. Amen.

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