Tradition und Glauben

Was ist die hl. Messe? Kindergarten versus Oper

Was die Alte Messe mit Oper und die neue mit dem Kindergarten verbindet.
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Back to the Kindergarten

Die Sozialisation von DSDZ [dem Schreiber dieser Zeilen] fing schon schwierig an, da er, von ein paar Tagen oder Wochen abgesehen, niemals in einem gewöhnlichen Kindergarten war.

Sozialistischer Kindergarten

Er war zwar in einem Kindergarten der Musikschule oder in der musikalischen Früherziehung, was aber nur wenig mit Kindergarten zu tun hatte. Es waren musikalische Fächer für Kleinkinder, samt Rhythmik und Theorie.

So sah es in etwa aus

Eher Arbeit als Spaß. Die wenigen Aufenthalte in einem Kindergarten für Normalsterbliche nahm DSDZ als langweilig, infantil und bizarr wahr. Besonders das Klatschen, im Kreise stehen und sich an den Händen halten mochte er nicht. Es war eine verlorene Zeit, die er besser hätte verwenden können, denn ihm selbst fielen immer neue und interessante Spiele ein.

Da er also keine positiven Erlebnisse mit dem Kindergartenaufenthalt verband, so kamen ihm auch später solche Handlungen wie sich an den Händen halten und zusammen klatschen immer infantil vor. Zwar gab es bei den Novus Ordo Messen in seiner Kindheit keines von beiden. Denn damals wurden die Kinder aufgefordert die Hände andächtig zu falten, still zu sein und nach vorne zu schauen. Erst in Deutschland wurde er mit dem wundersamen Sammelsurium der infantilen liturgischen Riten konfrontiert, die ihn immer abschreckten und irritierten, wie der Ententanz, den gezwungenermaßen er mal mit seiner Englischlehrerin bei einem Schulball aufführte. Lächerlich, peinlich und bizarr.

Trunkenheit beim Mitmachen oder Anschauen wird vorausgesetzt, sonst droht Fremdschämen

Novus Ordo mit seiner „aktiven Teilnahme“, wo alles singen, klatschen, sich an den Händen halten und anderen Unsinn tun, von der jeweiligen bürstenschnittigen Pastoralassistentin abhängig, ist infantil und erinnert an den ungeliebten Kindergarten. Das ist wohl auch der Grund, dass Frauen Novus Ordo besser ertragen als Männer, weil sie wohl immer bewusst oder unbewusst an Kinder, Kinderunterhaltung und Kindergarten denken. Eine Frau ist Mutter, war Mutter, wird Mutter sein oder hat wenigstens die biologische Möglichkeit dazu. Da Pastoralassistentinnen Frauen sind, so fällt ihnen vielleicht der Unterschied zwischen Liturgie und Kinderbespaßung nicht auf, der bei den Kindergottesdiensten auch nicht gegeben ist.

Kindergarten forever

Es stellt sich aber wirklich die Frage, wann und wo, vom Kindergarten abgesehen, man noch im Leben gezwungen wird an etwas aktiv teilzunehmen. Ist man aus dem Kindergarten raus, so macht man im späteren Leben etwas entweder freiwillig, wie bei Mannschaftssportarten oder man lässt es sein. Eine aktive Teilnahme der Zuschauer an dem St. Petersburg-Ballett wird Gott sei Dank nicht gefordert, weil es lächerlich wäre. Vom Kindergarten abgesehen hängt eine jede aktive Teilnahme mit der Ausbildung und Kompetenz zusammen. Wenn Sie als zweite Violine eine Brahms Symphonie im Orchester mitspielen wollen, dann müssen Sie Ihr Instrument und das Zusammenspiel im Orchester entsprechend beherrschen. Aber sogar im Kindergarten gibt es Momente, wo nicht alle dasselbe im Kreis stehend durchführen müssen, sondern Kinder einzeln oder in selbst gewählten Gruppen spielen dürfen. Nicht aber in Novus Ordo. Da wird „das Mitmachen“ von der ersten bis zur letzten Sekunde gefordert, weil die „aktive Teilnahme“, wie richtigerweise Carol Byrne schreibt, zum Höchsten auf Erden erhoben wurde. Den Vergleich der Neuen Messe mit dem Kindergarten oder dem Schulunterricht, wo man ständig aufpassen muss, kann man also durchaus stehen lassen.

Händeschütteln gehört dazu

Es ist aber viel schwieriger die Alte Messe mit etwas in dieser Welt adäquat zu vergleichen. Das Beispiel des untergehenden Schiffes mit den stummen Zuschauern an Land, das Father Bridgett anführt, mutet recht verstörend an. Vielleicht wollte Fr. Bridgett mit diesem Bild ausdrücken, dass die Bergung auch dann stattfinden würde, wenn keine Zuschauer an Land anwesend wären. Die Zuschauer sind machtlos und helfen eigentlich nicht mit. Das aber, was sie erleben, ist beängstigend und verstörend und der emotionale Input negativ. Sie werden zwar vom Gesehenen beeinflusst, aber recht negativ, denn sollte die Bergung des Schiffes und der Passagiere auch glücken, so werden Sie diese mit der vorher erlebten Angst assoziieren.

Oper – sitzen und genießen – keine aktive Teilnahme

Vielleicht wäre es angebrachter die Messe mit einer Opernvorstellung zu vergleichen, die jedoch meistens nicht ohne Zuschauer stattfindet. Tut sie es dennoch, so ist es eine Generalprobe und keine richtige Vorstellung. Die Zuschauer und Zuhörer sind nur die Genießer und Nutznießer des Dargebotenen, wobei sie wenigstens ästhetisch zum Besseren gewandelt werden, wenn die Vorstellung gut ist. Wenn man aber sicher weiß, dass niemand kommen wird, dann gibt man, wie in den Corona-Zeiten, keine Vorstellung. Die Oper drückt die Erhabenheit und die Transzendenz der Messe besser aus als der Rockkonzert, obwohl beim Letzteren das Zusammengehörigkeitsgefühl der Anwesenden sicherlich stärker zum Tragen kommt. Vielleicht lässt sich die Messe auch mit dem höchsten Naturerlebnis vergleichen, mit einem Sonnenuntergang am Strand zum Beispiel, der auch dann stattfindet, wenn niemand dabei ist. Die Messe ist aber nicht nur der größte ästhetische Genuss, sondern ein geistiger Genuss, wo man das Heilige metaphorisch und wörtlich (Kommunion) genießt.

Novus Ordo – schlechtes Theater

DSDZ nahm unlängst einen ungläubigen Bekannten zur Alten Messe mit, dem er erklärte, dass die Tridentinische Messe am ehesten einer Opernvorstellung und die nachkonziliare Messe einer schlechten Schulaufführung gleicht. Der Bekannte war vorbereitet, da er wusste, was ihn erwarten wird. Vielleicht wäre aber der Vergleich mit Kindergarten der bessere gewesen, da man bei einer Schulaufführung das Publikum nicht dazu zwingt irgendwelche Gesten auszuführen oder mitzumachen. Man ist froh sein eigenes Kind auf der Bühne zu sehen, man ist auch froh, wenn all das vorbei ist, denn mit einem richtigen Theatergenuss hat es ja kaum etwas zu tun. Meistens werden die Eltern auch eingespannt die Kulissen zu bauen, Kostüme zu nähen oder anders mitzuhelfen, was sie gezwungenermaßen auch tun, weil sie Angst haben, dass das Kind, sollten sie sich weigern, in der Schule benachteiligt wird.

Schulaufführung – nicht allen Kindern macht es Spaß
Hier auch nicht

Da DSDZ seit seinem fünften Lebensjahr an Aufführungen seiner verschiedenen Musikschulen, regelmäßig, mehrmals im Jahr, teilnahm, so weiß er, dass bei solchen Aufführungen ein globales Missverständnis herrscht, das alle mit einbezieht.

  1. Die Lehrer denken, dass die Kinder es wollen und es ihnen Spaß macht.
  2. Die Kinder denken, dass die Lehrer und die Eltern es wollen und es ihnen Spaß macht.
  3. Die Eltern denken, dass die Kinder und die Lehrer es wollen und es ihnen Spaß macht.

Meistens macht es aber niemandem Spaß und es ist nur eine Quälerei, und zwar für alle Seiten.

Und warum redet man nicht darüber?

Weil man selbst Angst hat und an die anderen denkt. Bei Novus Ordo ist es ähnlich.

  1. Die Gläubigen denken, dass es Gott, dem Priester und den Ministranten Spaß macht.
  2. Der Priester denkt, dass es Gott, den Ministranten und den Gläubigen Spaß macht.
  3. Die Ministranten denken, dass es Gott, dem Priester und den Gläubigen Spaß macht.
  4. Was Gott denkt, entzieht sich unserer Kenntnis, ihm macht aber Novus Ordo sicherlich keinen Spaß.

Durch das allgemeine Leiden wird bei Novus Ordo der aus der Theologie verbannte Opfergedanke hochgehalten. Da man sich bei der Teilnahme an der Neuen Messe quält, sich selbst in der Opferrolle sieht und glaubt, dass gerade dieses Aufopfern des eigenen Schmerzes Gott genehm sein wird, so sieht man in der Novus Ordo Messe tatsächlich ein Opfer, aber kein Opfer Christi. Die Novus Ordo Protagonisten reden uns ja seit Jahren ein, dass die Messe nicht dazu ist uns Spaß zu machen, sondern dazu, dass man sich überwindet und trotzdem hingeht. Zum Kindergarten wurde man auch gezwungen, da war man aber noch ein Kind. Die „Kindergartenisierung“ der eigenen Person und der Liturgie hält man als Erwachsener aber nur schwer aus.

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